Apr 21 2012

sea zeichnet 14-Jährigen für sein Lebenswerk aus

* 14-jähriger Felix Finkbeiner aus Deutschland erhält „sea of Excellence“
* BeeZee Designs & BeeZee EcoKid aus Slowenien wird mit 10.000 Euro-Jurypreis ausgezeichnet
* Die Gewinnerprojekte in der Kategorie „Best Project“ stammen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Slowenien
* routeRANK aus der Schweiz wird Auszeichnung „Best Idea“ verliehen

sea zeichnet 14-Jährigen für sein Lebenswerk aus

sea-Gründerin Christina Weidinger und DI Dr. Franz Fischler, langjähriger EU-Agrar-Kommissar und sea-Juryvorsitzender kurz vor der Preisverleihung

Den ersten „sea of Excellence“ erhält der 14-jährige Felix Finkbeiner aus Deutschland für seine Initiative „Plant for the Planet“. 2007 hatte der erst 9-jährige Finkbeiner die Schülerinitiative mit dem Ziel gegründet, zum CO2-Ausgleich in jedem Land der Erde eine Million Bäume zu pflanzen. Aufgrund seines enormen Erfolges hat er sein Ziel mittlerweile auf 1000 Milliarden Bäume weltweit angehoben. sea-Gründerin Christina Weidinger erklärt, warum ein 14-Jähriger eine Auszeichnung für sein Lebenswerk bekommt: „Mir hat imponiert, dass ein damals gerade mal 9-Jähriger erkannt hat, was jeder Einzelne für eine lebenswertere Welt tun kann. Es ist beeindruckend, dass sich Felix mit so viel Elan für sein Projekt einsetzt und mittlerweile mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche in über 100 Ländern inspiriert hat. Damit ist Felix auch ein Vorbild für alle Erwachsenen. Ein Einsatz für die Nachhaltigkeit hat nichts mit dem Lebensalter zu tun – das beweist Felix mit seiner Initiative Plant for the Planet. Und das ist auch genau der Ansatz, den der sea verfolgt. Wir wollen die auszeichnen, die sich um die Nachhaltigkeit tatsächlich verdient gemacht haben.“

Neben Finkbeiner, der den sea of Excellence erhält, werden zehn Unternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Slowenien mit der Auszeichnung „Best Project“ geehrt: BeeZee Designs & BeeZee EcoKid aus Slowenien erhält den mit 10.000 Euro dotierten Jurypreis. BeeZee EcoKid ist eine naturfreundliche Modelinie für Kleidung, Schmuck, Spielzeug und Heimtextilien.

Die weiteren ausgezeichneten Projekte sind: die bauMax AG für ihren Aktionsplan zur Integration von Menschen mit Behinderungen, die internetbasierte Plattform der Cropster GmbH, die eine nachhaltige Landwirtschaft unterstützt, das Projekt der Gugler GmbH, das eingesetzte Materialien auf ihre Inhaltsstoffe und deren Auswirkungen auf die Umwelt prüft. Die GLS-Bank wird für ihr sozial-ökologisches Bankangebot ausgezeichnet, die KAITO AG für ihr Engagement zur Förderung von Selbständigkeit und Unternehmertum in Afrika sowie Kamaeleon für seine Recyclingmode für Kinder. Die Malerei Johannes Herbsthofer bekommt die Auszeichnung Best Project für die Entwicklung eines klimaneutralen Malereibetriebs, die Saubermacher AG für ihren Einsatz zur Verringerung des hohen Spermüllaufkommens und der Beschäftigung von Langezeitarbeitslosen. Die Sonnentor Kräuterhandelsgesellschaft ist ein Verbund von Bio-Bauern, der neue Einkommensquellen erschließt und so zum Erhalt der klein strukturierten Bauernhöfe und der biologischen Landwirtschaft beiträgt. Das Projekt wird ebenfalls mit dem Best Project ausgezeichnet.

Die Reiseplanungssoftware routeRANK wird mit der Auszeichnung „Best Idea“ geehrt. Die Software ermittelt, entgegen der herkömmlichen Reiseplanungssoftwares, auch verschiedene Verkehrsmittel sowie die CO2-ärmste Variante.

Insgesamt hatten sich 145 Unternehmen aus elf Ländern für den ersten Sustainable Entrepreneurship Award beworben. sea-Gründerin Weidinger freut sich über den großen internationalen Zuspruch: „Die Fülle an eingereichten Projekten zeigt, welchen Stellenwert Sustainable Entrepreneurship heutzutage hat. Damit steigt der sea bereits im ersten Jahr seines Bestehens zu den großen Preisen in Europa auf. Ich sehe mit dem sea die Chance für Österreich eine Vorreiterrolle und Vorbildfunktion beim Thema Nachhaltigkeit zu übernehmen. Ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung“.

Der Juryvorsitzende Fischler zeigt sich beeindruckt von der Qualität der Einreichungen: „Gefordert waren Originalität, Innovationscharakter und Nachhaltigkeit im Sinne einer Sustainable Entrepreneurship. Ich hatte mit Einreichungen gerechnet, die von reinem Greenwashing bis zu Redundanzen in Bezug auf Nachhaltigkeit reichen. Das Schöne ist, dass praktisch alle einreichenden Unternehmen eine richtig verstandene Nachhaltigkeit zu ihrem Core Business gemacht haben oder dabei sind, sich klar in diese Richtung zu entwickeln. Sie haben sich tatsächlich der Nachhaltigkeit verschrieben.“

Jurymitglied Dr. Alojz Peterle ergänzt: „Es gab zahlreiche Einreichungen aus CEE-Ländern. Für uns ein Zeichen, dass Nachhaltigkeit auch in diesen „jungen“ EU-Mitgliedsstaaten massiv an Bedeutung gewinnt. Man muss hierbei die volkswirtschaftlichen Entwicklungsstände in diesen Ländern berücksichtigen. Die Wirtschaft dort hatte eine ganz andere Ausgangssituation – die es ihr umgekehrt aber auch ermöglicht, sehr einfach und rasch positive Schritte zu setzen.“

Der große Zuspruch zum sea ist unter anderem in seiner Unabhängigkeit begründet, wie Weidinger betont: „Beim sea steht die Idee im Vordergrund. Wir sind frei von nationalen, politischen oder institutionellen Interessen. Aus diesem Grund haben wir auch den Club of sustainable entrepreneurs – Verein für nachhaltiges Wirtschaften gegründet, in den der sea eingebettet ist.“ Der Club dient als Austauschplattform für Unternehmen, die Sustainable Entrepreneurship bereits fest in ihrer Unternehmensphilosophie verankert haben oder solche, die erst am Anfang stehen.

Der sea soll aufzeigen, dass sich nachhaltiges Wirtschaften und ökonomischer Gewinn nicht ausschließen müssen, sondern einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil darstellen können. „Wir wissen, reines Wachstum alleine reicht nicht, um spätere Krisen zu bewältigen und das Überleben eines Unternehmens zu sichern. Wir brauchen ökologische, soziale und vor allem ökonomische Nachhaltigkeit. Wie das gelingen kann? Wir fordern einen Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft! Nur, wenn wir alle an einem Strang, und zwar in ein- und dieselbe Richtung ziehen, können wir etwas bewegen“, beschreibt Weidinger ihre Intention, warum sie den sea vor rund einem Jahr ins Leben gerufen hat.

Weitere Informationen
Der Sustainable Entrepreneurship Award (sea) ist ein internationaler Preis für nachhaltiges Wirtschaften, der erstmalig in Österreich verliehen wird. Mit dem sea werden Unternehmen ausgezeichnet, die schon heute wichtige Impulse für Sustainable Entrepreneurship setzen. Sie übernehmen soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung und gehen einen Schritt weiter. Sie ergänzen ihre Corporate Social Responsibility um lösungsorientierte und nachhaltige Strategien: Zum Wohle von Gesellschaft und Umwelt – aber im Einklang mit den eigenen Zielen und dem unternehmerischen Gewinn. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Gala am 19. April 2012 in der Wiener Hofburg statt, wo das überzeugendste Projekt mit 10.000 Euro prämiert wird. Die Fachjury besteht aus hochrangigen Entscheidungsträgern, wie zum Beispiel DI Dr. Franz Fischler, langjähriger EU-Agrar-Kommissar und sea-Juryvorsitzender. Die sea-Gründerin Christina Weidinger und ihre Mit-Initiatoren haben den Club of sustainable entrepreneurs – Verein für nachhaltiges Wirtschaften gegründet, in den der sea eingebettet ist. Weitere Informationen finden Sie unter www.se-award.org

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Kontakt:
Verein für Sustainable Entrepreneurship
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