Pflicht statt Option: Qualifikation in der Schraubtechnik

Augsburg, 17. Juli 2019 – Die Akademie der Schraubverbindung (AdSV) intensiviert weiter ihr Engagement als zertifizierter Lerndienstleister. Um Unternehmen vor den potentiell fatalen Folgen mangelnder Mitarbeiterqualifikation zu schützen, unterstützt die AdSV Unternehmen bei der Bedarfsanalyse für die Aus- und Weiterbildung.
Jeder Hersteller von Maschinen und Anlagen muss beweisen können, dass sein Handeln sicher war. Dazu gehört neben dem Einsatz zugelassener Technik auch der Nachweis anerkannter Qualifikationsmaßnahmen der Mitarbeiter. Festgeschrieben ist diese Tatsache in der Richtlinie VDI/VDE-MT 2637 – Blatt 1, die bereits im Oktober 2018 veröffentlicht wurde, aber immer noch erschreckend unzureichend Anwendung findet.

„Unser Ziel ist, dass Produkte sicherer werden. Dazu muss jeder Beteiligte genau wissen, was zu tun ist. Bei schweren Personen- oder Umweltschäden ermittelt die Staatsanwaltschaft, ob der mit der Aufgabe betraute Mitarbeiter eine geeignete Qualifikation für diese Tätigkeit besitzt. Wenn das nicht zutrifft, drohen hohe Schadensersatzforderungen, die im drastischsten Fall den Ruin des Unternehmens bedeuten“, sagt Catrin Junkers, Geschäftsführerin der Akademie der Schraubverbindung. Die Akademie der Schraubverbindung ist nach ISO 29990 zertifiziert. Diese Norm bürgt für mehr Qualität in der Bildung und gewährleistet den Teilnehmern der Kurse jederzeit und weltweit den Nachweis, ihre Pflichten hinsichtlich der Mitarbeiterqualifikation erfüllt zu haben.

Qualifizierungsbedarf besteht abteilungsübergreifend
Schulungspflichtig sind gemäß der Richtlinie alle Anwender im Umfeld der Schraubtechnik. Die Vorschriften der VDI/VDE-MT 2637 Blatt 1 – Qualifikation in der Schraubtechnik – erstrecken sich damit auf einen weiten Personenkreis: Führungskräfte, Monteure im Innen- und Außendienst sowie Mitarbeiter der Qualitätssicherung, Konstruktion, Berechnung, Einkauf, Service und Personalabteilung. Besonders wichtig sind die Qualifikationsmaßnahmen auch für Führungskräfte, was gerne übersehen wird, da sie meist nicht selbst mit den Werkzeugen umgehen. „Jeder Mitarbeiter mit Personalverantwortung muss dafür sorgen, dass alle Mitglieder seiner Abteilung nachweislich ausreichend qualifiziert sind für ihre Aufgaben. Um das beurteilen zu können und seinen Mitarbeitern auf Augenhöhe begegnen zu können, braucht der Teamleiter eine geeignete Schulung“, so Junkers. Gleiches gilt für die Einkäufer in Unternehmen. Sie entscheiden über die Anschaffung neuer Fertigungstechniken und können dies verantwortungsvoll nur dann leisten, wenn sie umfassend qualifiziert sind. Die Akademie der Schraubverbindung bietet allen Anwendern von Schraubtechnik exakt auf ihren Verantwortungsbereich zugeschnittene Lehrgänge.

Wegweiser im Bildungsdschungel
Eine Mammutaufgabe, mit der sich Unternehmen durch die Richtlinie VDI/VDE-MT 2637 – Blatt 1 konfrontiert sehen, ist die Ermittlung des konkreten Schulungsbedarfs. Welcher Mitarbeiter benötigt welchen der 52 Qualifizierungsbausteine? Und muss er für seine Aufgabe diese Techniken nur kennen, anwenden können oder sicher beherrschen? Eine Standardschulungslösung existiert nicht. Zu verschieden sind die Anwendungsfälle der Schraubtechnik. Zeit- und kostensparende Hilfe kommt nun von der Akademie der Schraubverbindung. In einem der Schulung vorgelagerten Seminar erstellen die Experten anhand der unternehmensspezifischen Prozesse und Anforderungen eine Bedarfsanalyse. Auf dieser Basis entwickelt die AdSV einen individuellen Lehrplan, der spezielle Schwerpunkte setzt und sicherstellt, dass die Vorschriften der VDI-Richtlinie erfüllt werden.

Ein Spitzenteam braucht Top-Trainer
Blatt 1 der Richtlinie VDI/VDE-MT 2637 schreibt unmissverständlich vor, was geschult werden muss. Keine Antwort liefert das Blatt 1 auf die drängende Frage, wer überhaupt qualifiziert ist, Anwender in der äußerst komplexen und vielfältigen Schraubtechnik zu schulen. „Das A und O einer Schulungseinrichtung sind geeignete Trainer. Auch die Notwendigkeit dieser Qualitätsprüfung hat der VDI/VDE erkannt und die Richtlinie VDI/VDE-MT 2637 um das Blatt 2 ergänzt. Festgeschrieben sind dort die Qualitätsmerkmale eines Trainers“, erläutert Junkers. Blatt 2 wird zwar erst im September 2019 veröffentlicht, die Dozenten der Akademie der Schraubverbindung erfüllen die hochgesteckten Forderungen jedoch schon heute. Sichergestellt ist dies durch die engen Verbindungen der Akademie der Schraubverbindung zum VDI. „Wenn es ums Verschrauben geht, sind wir immer eine Umdrehung voraus. Das war unser Anspruch bei der Gründung der Akademie der Schraubverbindung und nach über 300 erfolgreichen Schulungen haben wir diesen Vorsprung gewonnen und ausgebaut“, so Junkers.

Die Akademie der Schraubverbindung (AdSV) bietet Qualifizierungsmaßnahmen gemäß VDI/VDE-MT 2637 und DIN EN 1591-4 sowie ein breites Angebot an individuellen, praxisbezogenen Seminaren in digitaler Verschraubungstechnik. Die pädagogisch versierten Dozenten sind Experten auf dem Gebiet der Schraubverbindungen und verfügen über eine umfangreiche Berufserfahrung in der Industrie. Träger der Akademie ist die Barbarino & Kilp GmbH, ein zertifizierter Lerndienstleister für die Aus- und Weiterbildung gemäß ISO 29990:2010. Alle Abschlusszertifikate der Akademie der Schraubverbindung sind weltweit anerkannt. Das Schulungszentrum der Akademie befindet sich in Augsburg – alle Schulungsangebote können auch vor Ort beim Kunden angeboten werden.

Firmenkontakt
Akademie der Schraubverbindung
Catrin Junkers
Bäckergasse 8a
86150 Augsburg
+49 89 230 999 0
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