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Jan 12 2018

Fachtagung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: Mehr Information und Unterstützung für türkisch-sprachige Familien nötig

Fachtagung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: Mehr Information und Unterstützung für türkisch-sprachige Familien nötig

(Mynewsdesk) Berlin, 12. Januar 2018. Menschen mit türkischen Wurzeln und ihre Familien brauchen mehr Informationen über Demenzerkrankungen und mehr Unterstützung für das Leben mit Demenz. Beratungsstellen und Einrichtungen der Altenhilfe in Deutschland sind auf die Bedürfnisse dieser Gruppe noch nicht ausreichend eingestellt. Das wurde im Rahmen der Fachtagung „Demenz – Unterstützung für türkisch-sprachige Familien“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft am 9. Januar in Augsburg deutlich.

Die Tagung richtete sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte. Prof. Dr. Isin Baral Kulaksizoglu, Psychiaterin an der Universitätsklinik in Istanbul erläuterte Symptome, Diagnosestellung und Behandlung von Demenz. Füsun Kocaman, Geschäftsführerin der türkischen Alzheimer-Gesellschaft verdeutlichte anhand vieler Beispiele die Wichtigkeit von Entlastungsangeboten für die Angehörigen. Nimet Saran von ina – interkulturelles Netz Altenhilfe zeigte die rechtlichen und finanziellen Aspekte einer Demenzerkrankung auf und Dr. Jens Schneider von der Alzheimer-Gesellschaft Augsburg informierte über bestehende Unterstützungsangebote.

Um die deutsch-türkische Community zu erreichen, sollten sich alle in der Beratung und Altenhilfe Tätigen für diese Gruppe öffnen und aktiv auf sie zugehen. Ein Weg ist, gemeinsam Angebote in türkischer Sprache zu entwickeln. Besonders erfolgreich sind Angebote an Orten, die der Zielgruppe vertraut sind.

Die Fachtagung fand im Rahmen des Projekts „Demenz und Migration“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft statt. Schätzungen zufolge leben in Deutschland etwa 108.000 Menschen mit Migrationshintergrund, die eine Demenz haben. Sie und ihre Familien brauchen Beratung, Hilfe und Unterstützung. 

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Heute leben in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60 Prozent davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzkranken wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz ist der Bundesverband von derzeit 134 regionalen Alzheimer-Gesellschaften, Angehörigengruppen und Landesverbänden. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Service-Nummer 01803 17 10 17 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) oder 030 – 259 37 95 14 (Festnetztarif).

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Dez 26 2017

Alzheimer Behandlung auf Mallorca

Intensivbehandlung mittels repetitiver transkranieller Magnetstimulation während des Urlaubs

Die repetitive transkranielle Magnetstimulation ist eines der wenigen Verfahren, bei denen eine tatsächliche Besserung von Symptomen bei Alzheimer-Demenz erreichbar ist. Das wurde auch beim Alzheimer und Parkinson Kongress im Frühjahr 2017 in Wien festgestellt. RTMS verbessert den Schlaf, das Gedächtnis und die Denkfunktionen bei milden und mittleren Formen der Alzheimer-Demenz. Darüber hinaus wirkt das Verfahren auch gegen Depressionen, die oft gemeinsam damit auftreten.
Ein Problem bei der Behandlung ist die Intensität, mit der sie durchgeführt werden muss, damit stabile Erfolge erzielt werden. Nur wenige Kliniken oder Praxen bieten das an.
Am Instituto Dr. Scheib, dem an die Clinica Luz in Palma de Mallorca angeschlossenen Zentrum für Psychosomatik, können betroffene Patienten täglich mehrere Einheiten Magnetstimulation erhalten, verbunden mit Sport- und Physiotherapie. Angehörige können unterstützend psychologisch beraten werden. Dabei leben Patienten und Angehörige in einem schönen Vier-Sterne-Hotel gegenüber der Klinik. So lassen sich Urlaub und intensive Therapie sinnvoll miteinander verbinden.

Klinik für Psychosomatik

Kontakt
Medicina Psicosomatica Dr. Scheib, S.L.
Mario Scheib
Calle Camilo José Cela 20
07014 Palma de Mallorca
0034670973499
dr.scheib@psychosomatik.com
http://www.psychosomatik.com

Dez 13 2017

Angehörige brauchen bessere Beratung – Ergebnisse der Fachtagung Beratung bei Demenz jetzt online

Angehörige brauchen bessere Beratung - Ergebnisse der Fachtagung Beratung bei Demenz jetzt online

(Mynewsdesk) Angehörige von Menschen mit Demenz brauchen frühzeitige und passende Beratung zum Krankheitsbild, zu Entlastungsmöglichkeiten und zu rechtlichen und finanziellen Fragen. Beratungsstellen in ganz Deutschland sind noch nicht ausreichend auf diesen Bedarf eingestellt. Ärztinnen und Ärzte sollten stärker auf Beratungs- und Entlastungsangebote hinweisen. Dies ist das Ergebnis der Fachtagung „Beratung bei Demenz“, die am 30. November 2017 in der Landesvertretung Niedersachsen in Berlin stattgefunden hat. Mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet nahmen teil. Weil das Interesse noch weitaus größer war, ist die Tagungsdokumentation jetzt hier online abrufbar.

Eine Demenzerkrankung ist für die Angehörigen der Betroffenen sehr belastend. Qualifizierte Beratung und Entlastungsangebote können helfen, werden aber oft zu spät in Anspruch genommen. Dies zeigte Elmar Gräßl von der Universitätsklinik Erlangen anhand verschiedener Forschungen aus den letzten Jahren. „Wenn es uns gelingen würde, Ärzte zu verpflichten, bereits zu Beginn der Diagnosestellung Angehörige über Beratungs- und Entlastungsmöglichkeiten zu informieren, dann würden Angehörige frühzeitiger Hilfe in Anspruch nehmen“, so Gräßl.

In Deutschland gibt es eine große Vielfalt an Beratungsangeboten, unter anderem mobile Beratungen, Schulungen, telefonische Beratung und Hausbesuche. In diesem Bereich arbeiten oft sehr engagierte Beraterinnen und Berater. Einige von ihnen meldeten sich auf der Tagung zu Wort. Dabei wurde aber auch deutlich: Nicht alle Beratungsstellen sind auf das Thema Demenz vorbereitet und können Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen tatsächlich weiter helfen. 

Helga Schneider-Schelte von der Deutsche Alzheimer Gesellschaft fordert daher: „Angehörige müssen rechtzeitig über Beratungsmöglichkeiten informiert sein, das heißt, bereits bei der Diagnosestellung. Und es muss eine bessere Qualifizierung zum Thema Demenz geben – bei allen, die Betroffene und Angehörige beraten.“ 

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Heute leben in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60% davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzkranken wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz ist der Bundesverband von derzeit 134 regionalen Alzheimer-Gesellschaften, Angehörigengruppen und Landesverbänden. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Service-Nummer 01803 17 10 17 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) oder 030 – 259 37 95 14 (Festnetztarif).

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Dez 1 2017

Engagiert für eine demenzfreundliche Gesellschaft: Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel-Werdenfels e.V. wird die zweite Modellregion für die Initiative Demenz Partner

Engagiert für eine demenzfreundliche Gesellschaft: Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel-Werdenfels e.V. wird die zweite Modellregion für die Initiative Demenz Partner

(Mynewsdesk) Berlin / Weilheim, 1. Dezember 2017. Die Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel-Werdenfels e.V. ist im Rahmen der bundesweiten Initiative Demenz Partner als zweite Modellregion ausgewählt worden. Sie soll die Region zwischen „Ammersee und Zugspitze“ in den kommenden Jahren demenzfreundlicher gestalten.

Im Fokus der Initiative steht die Sensibilisierung und die Information von Menschen, die im Alltag Kontakt mit Menschen mit Demenz haben. Ob im Einzelhandel, in Supermärkten, im öffentlichen Nahverkehr, bei Friseuren, aber auch in Bürgerbüros oder Ämtern: Ziel ist, die Beschäftigten über Demenzerkrankungen aufzuklären und die Selbstverständlichkeit im Umgang mit Menschen mit Demenz zu fördern.

„Wir werden an die Kontakte anknüpfen, die wir zuletzt als ländliche „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ aufgebaut haben“, erläutert die 1. Vorsitzende Petra Stragies. „Die bereits angeschlossenen kommunalen Gemeinden werden neu aktiviert, sie sollen z.B. die ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten oder die Vereine in den noch zögerlichen Dörfern mitziehen und begeistern.“

Erste Termine gibt es bereits: Der Januar startet mit Vorträgen beim Kolpingwerk in Weilheim und im Rahmen eines Gesundheitstags in Hohenpeißenberg. Es folgen Schongauer Demenztage im März sowie eine Ausstellung zum Thema Demenz mit dem Landratsamt Weilheim-Schongau im April. Alle Aktivitäten stehen jetzt neu im Zusammenhang mit der Initiative „Demenz Partner“.

HintergrundDie Initiative Demenz Partner wurde im September 2016 durch Unterstützung des Bundesgesund-heitsminister Hermann Gröhe und der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ins Leben gerufen wurde. Die Initiative setzt sich unter dem Motto „Demenz braucht Dich“ dafür ein, Hemm-schwellen und Unsicherheiten im Umgang mit Menschen mit Demenz abzubauen. Bundesweit werden in 90-minütigen kostenlosen Basiskursen wichtiges Grundwissen und Erfahrungen für den alltäglichen Umgang mit Menschen mit Demenz vermittelt. Angeboten werden die Kurse von den Mitgliedsgesellschaften der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, aber auch von Wohlfahrts-verbänden oder anderen sozialen Trägern.

Die Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel-Werdenfels e.V. bietet bereits seit 15 Jahren persönliche Beratungen an, koordiniert niedrigschwellige Angebote und organisiert jährlich diverse Veran-staltungen. Die regionale Gesellschaft ist zudem in ihren zwei Landkreisen gut vernetzt und arbeitet in vielen örtlichen Gremien mit.

KontaktAlzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel-Werdenfels e.V.
Petra Stragies, 1. Vorsitzende
Schützenstr. 26 b, 82362 Weilheim
Telefon: 08 81 – 927 60 91 oder 01 76 – 51 16 66 54
E-Mail: dialog@alzheimer-pfaffenwinkel.de 
www.alzheimer-pfaffenwinkel.de

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Initiative Demenz Partner
Friedrichstr. 236, 10969 Berlin
Telefon: 030 – 259 37 95 17
E-Mail: info@demenz-partner.de

www.demenz-partner.de
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Heute leben in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60% davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzkranken wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

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Nov 10 2017

Schneller gesund durch Bewegung und guten Schlaf

Bosch Stiftung fördert OsteMed Klinik bei Therapiematratzen und Sesseln mit Micro-Stimulation

Schneller gesund durch Bewegung und guten Schlaf

(NL/8899874156) Wann kann ich endlich wieder nach Hause? Gerade ältere Krankenhauspatienten haben oft nur einen Wunsch: möglichst bald wieder in die vertraute Umgebung der eigenen vier Wände zurückkehren zu können. Um insbesondere Menschen, die zusätzlich zu ihrer Akuterkrankung an Demenz leiden, die bestmögliche Pflege zukommen zu lassen, hat die Bremervörder OsteMed Klinik an einem Förderwettbewerb der Robert Bosch Stiftung teilgenommen. Mit Erfolg! Das Krankenhaus überzeugte die Expertenjury und erhält in einem Zeitraum von 3,5 Jahren Fördermittel in Höhe von 95.500 Euro. Zu den ersten Investitionen gehörten jetzt spezielle Therapiematratzen und Sessel mit Micro-Stimulation. Sie unterstützen die Regeneration, indem sie für besseren Schlaf und Bewegung trotz körperlicher oder geistiger Einschränkungen sorgen.

Erfolgreich sind wir, wenn die älteren Patienten nach ihrer Erkrankung wieder zurück in ihre vertraute häusliche Umgebung können, erklärt Dr. Gökmen Gül. Dem persönlichen Engagement des Chefarztes der Klinik für Geriatrie und seinem Team ist es zu verdanken, dass Senioren und Demenzpatienten im Bremervörder Krankenhaus ab sofort noch bessere Bedingungen zur Regeneration nach Eingriffen vorfinden. Beim Förderpreiswettbewerb der Robert Bosch Stiftung setzte sich die OsteMed Klinik gegen zahlreiche andere Einrichtung durch. Im Zentrum standen dabei Konzepte für Krankenhauspatienten mit der Nebendiagnose Demenz eine Gruppe, die durch den demografischen Wandel seit einigen Jahren immer größer wird.

Medizinische Studien belegen, wie wichtig Schlaf und ein gesundes Maß an Bewegung sind, um wieder gesund zu werden. Doch wer unter Demenz oder anderen typischen Alterserkrankungen leidet und zusätzlich eine Operation hinter sich hat, schläft oft schlecht und kann sich wenn überhaupt meist nur eingeschränkt bewegen. Viele Senioren geraten dadurch in einen Teufelskreis. Sie bauen Muskeln ab, fühlen sich tagsüber völlig erschöpft und schaffen es nur schwer, so kräftig zu werden wie vor ihrem Krankenhausaufenthalt. Am Ende blieb früher oft nur der Umzug ins Pflegeheim. Auch ältere Menschen, die eigentlich fit sind, haben deshalb mitunter Angst vor einem Krankenhausaufenthalt.

Dank moderner Therapie-Matratzen und Sessel mit Micro-Stimulation ist es inzwischen allerdings möglich, auch im hohen Alter und trotz Demenz im Krankenhaus richtig gut durchzuschlafen und mobil zu bleiben. Dabei spielen winzige Flügelfedern im Kern der Spezialmöbel eine entscheidende Rolle. Sie fangen selbst kleinste Bewegungen des Nutzers auf und geben diese als Micro-Impulse zurück. Das beruhigt und beugt Schmerzen, Krämpfen sowie Wundliegen vor. Patienten mit Demenz können ihren eigenen Körper auf einer Matratze mit Micro-Stimulation wieder besser spüren und finden dadurch schneller in den Schlaf. Sessel mit Micro-Stimulation unterstützen den Regenerationsprozess zusätzlich, indem sie dem Nutzer auch bei körperlichen oder geistigen Einschränkungen helfen, durch sanftes Schaukeln in Bewegung zu bleiben.

Immer mehr deutsche Pflegeheime und Krankenhäuser wie die OsteMedKlinik setzen deshalb auf Micro-Stimulation. Was viele Patienten jedoch nicht wissen: Das System wurde direkt in Bremervörde vom Traditionsunternehmen Thomashilfen entwickelt. Um Patienten aus der Region gerade bei den Themen Schlaf und Bewegung so gut es geht zu unterstützen, kooperieren das Krankenhaus und die Thomashilfen bereits seit vielen Jahren. Mit den Fördermitteln der Robert Bosch Stiftung konnte die Klinik nun zehn Matratzen und acht Sessel inklusive Hocker mit Micro-Stimulation anschaffen.

Das Haus erhält so die Möglichkeit mit Sternen ausgezeichnet zu werden und gehört dann zu renommierten Häuern auf der Thevo-Liste für Einrichtungen, die sich besonders für gesunden Schlaf und Mobilität einsetzen.
Informationen rund um Matratzen und Sessel mit Micro-Stimulation für die Pflege im Krankenhaus, im Heim oder zu Hause sind auf www.thomashilfen.de erhältlich.

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Nov 6 2017

Forschungsförderung 2018 der DAlzG ausgeschrieben

Forschungsförderung 2018 der DAlzG ausgeschrieben

(Mynewsdesk) Berlin, 6. November 2017. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) schreibt 2018 eine Summe von maximal 200.000 € für die Unterstützung von Forschungsvorhaben aus, deren Ergebnisse zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen erkennbar beitragen.

In einem ersten Bewerbungsschritt sollte zunächst eine Antragsskizze des zu förderndem Projekts auf maximal 3 Seiten mit einer ungefähren Kostenabschätzung eingereicht werden. Bewerbungsschluss ist der 10. Januar 2018. 

Die eingegangenen Antragskizzen werden vom Vorstand der Deutschen Alzheimer Gesellschaft gesichtet. Antragsteller von Forschungsthemen, die aus Sicht von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen als besonders interessant erscheinen, werden dann aufgefordert, eine ausführliche Bewerbung einzureichen.

Der Fachliche Beirat beurteilt die nach der Vorauswahl eingegangenen Förderanträge und spricht eine Empfehlung aus. Die Entscheidung über die Annahme oder Ablehnung von Förderanträgen erfolgt durch den Vorstand der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. 

Welches Projekt bzw. welche Projekte gefördert werden, wird am 20. Oktober 2018 auf dem Alzheimer-Kongress in Weimar bekannt gegeben. Mehr Informationen zu den Förderbedingungen finden Sie  auf der Webseite der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.

Hintergrund

Die Unterstützung der wissenschaftlichen Forschung gehört zu den satzungsgemäßen Aufgaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz. Sie unterstützt deshalb regelmäßig Forschungsvorhaben im Bereich Demenz. 

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Heute leben in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60% davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzkranken wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz ist der Bundesverband von derzeit 134 regionalen Alzheimer-Gesellschaften, Angehörigengruppen und Landesverbänden. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Service-Nummer 01803 17 10 17 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) oder 030 – 259 37 95 14 (Festnetztarif).

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Okt 19 2017

Neuer Online Ratgeber auf den Internetseiten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft informiert zu Demenz bei jüngeren Menschen

Neuer Online Ratgeber auf den Internetseiten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft informiert zu Demenz bei jüngeren Menschen

(Mynewsdesk) Berlin, 19. Oktober 2017. Ein neues Informationsangebot unter  www.ratgeber-junge-demenz.de unterstützt Angehörige von jung an Demenz erkrankten Menschen. Der im Rahmen des europäischen Projekts RHAPSODY entstandene Online Ratgeber steht auf den Internetseiten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) kostenlos zur Verfügung.

Demenzen beginnen meist erst im höheren Lebensalter. Wenn ein Mensch aber bereits im berufstätigen Alter an einer Demenz erkrankt, stellt dies die Familie vor ganz besondere Herausforderungen. Der Beruf muss aufgegeben werden, Kinder müssen den langsamen Verlust eines Elternteils miterleben und die ganze Lebensplanung wird infrage gestellt. In dem europäischen Projekt RHAPSODY (Research to Assess Policies and Strategies for Dementia in the Young) wurde ein Online Ratgeber zur Demenz im jüngeren Lebensalter in Form eines E-Learning Angebots in drei Sprachen entwickelt. Der Online Ratgeber soll insbesondere Angehörige der Betroffenen dabei unterstützen, das gemeinsame Leben mit der Krankheit zu gestalten. Er informiert zu medizinischen Aspekten, zum Umgang mit den Erkrankten, zu rechtlichen Fragen und Unterstützungsangeboten. Der Ratgeber unterstützt Angehörige außerdem dabei, mit den Veränderungen in der Beziehung zu den Erkrankten umzugehen und dabei die Sorge für sich selbst nicht zu vergessen. Die deutsche Version des RHAPSODY Online Ratgebers steht unter www.ratgeber-junge-demenz.de auf den Internetseiten der DAlzG kostenlos zur Verfügung.

„In Deutschland gibt es bisher kaum Informationsangebote zur Demenz im jüngeren Lebensalter“, erklärt Sabine Jansen, Geschäftsführerin der DAlzG. „Ich freue mich deshalb, dass wir als Partner im Projekt RHAPSODY an der Entwicklung dieses multimedialen Informationsangebots mitwirken konnten, das eine wichtige Lücke schließt. Darüber hinaus braucht es allerdings noch weit mehr Aufmerksamkeit für das Thema und die Entwicklung neuer Unterstützungsangebote, um die Situation von jung an Demenz erkrankten Menschen und ihren Familien zu verbessern.“

HintergrundIn Deutschland leben heute etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60% davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzkranken wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

RHAPSODYDas Projekt RHAPSODY startete im April 2014. Nähere Informationen zum Projekt finden Sie im Internet unter  www.rhapsody-project.eu.

RHAPSODY wird im Rahmen der EU-Joint-Programming-Initiative – Neurodegenerative Erkrankungen (JPND) in Deutschland durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt. JPND ist die größte globale Forschungsinitiative mit dem Ziel, die mit neurodegenerativen Erkrankungen einhergehenden Herausforderungen anzugehen. Im Rahmen von JPND sollen gemeinschaftlich und grenzenübergreifend koordinierte Forschungsaktivitäten zur Erforschung der Ursachen, Behandlung und Versorgung von Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen gefördert werden.  www.jpnd.eu

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz ist ein gemeinnütziger Verein. Als Bundesverband von derzeit 135 Alzheimer-Gesellschaften, Angehörigengruppen und Landesverbänden vertritt sie die Interessen von Demenzkranken und ihren Familien. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Service-Nummer 01803 – 17 10 17 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) oder 030 – 259 37 95 14 (Festnetztarif).

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Okt 17 2017

Deutsche Alzheimer Gesellschaft fordert: Die Pflege in den Koalitionsverhandlungen nicht vergessen!

Deutsche Alzheimer Gesellschaft fordert: Die Pflege in den Koalitionsverhandlungen nicht vergessen!

(Mynewsdesk) Zum morgigen Beginn der Koalitionsverhandlungen fordert die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG), der Pflege bei den Vorhaben der kommenden Legislaturperiode einen angemessenen Platz einzuräumen.

Monika Kaus, Vorsitzende der DAlzG sagt dazu „Wir haben aktuell ca. 1,6 Millionen Menschen mit Demenz, die zum großen Teil von Angehörigen versorgt werden. Diese brauchen unbedingt Unterstützung. Aber auch die Situation in den Pflegeeinrichtungen muss dringend verbessert werden und mehr Personal zum Einsatz kommen. Entsprechende Zielsetzungen müssen Teil der Koalitionsvereinbarungen werden“. Laut einer Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege ist die Lebenssituation älterer und pflegebedürftiger Menschen für 43 Prozent aller Befragten und für 53 Prozent der über 50-Jährigen ein wichtiges Thema.

Das Alzheimer-Telefon der DAlzG verzeichnet im letzten Jahr eine steigende Zahl von Anrufen, die den Mangel an Personal in den Einrichtungen beklagen. So rief erst kürzlich eine über 80-jährige Frau an, die ihren über 90-jährigen Mann täglich im Heim besucht, um ihm Essen anzureichen. Dabei finde sie ihn oft durchnässt vor, weil das Personal nicht ausreichend Zeit hat, um ihn auf die Toilette zu begleiten. Eigentlich müsse sie selbst operiert werden, traut sich aber nicht vorübergehend ins Krankenhaus zu gehen. Sie hat Sorge, dass ihr Mann in dieser Zeit nicht entsprechend versorgt wird.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ist seit 2012 Ko-Vorsitzende der Allianz für Menschen mit Demenz ( www.allianz-fuer-demenz.de) – einer Initiative von Bundesfamilien- und Bundesgesundheitsministerium, um die Versorgung von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen zu verbessern. Diese Arbeit geht 2018 zu Ende. „Wir brauchen im Anschluss an die Arbeit unbedingt eine nationale Demenzstrategie, wie wir sie bereits in vielen europäischen Ländern haben. Die weiter zunehmende Zahl von Demenzkranken erfordert eine Zusammenarbeit vieler Akteure“, erklärt Monika Kaus.

Laut Berechnungen von Epidemiologen könnte die Zahl der Demenzkranken in Deutschland – wenn es keine entscheidenden Fortschritte bei der Suche nach Therapien gibt – bis zum Jahr 2050 auf 3 Millionen steigen.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz ist ein gemeinnütziger Verein. Als Bundesverband von derzeit 134 Alzheimer-Gesellschaften, Angehörigengruppen und Landesverbänden vertritt sie die Interessen von Demenzkranken und ihren Familien. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Service-Nummer 01803 – 17 10 17 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) oder 030 – 259 37 95 14 (Festnetztarif).

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Okt 12 2017

Alzheimer-Demenz

Diese Tipps können helfen, die Krankheit zu vermeiden

Alle drei Sekunden erkrankt ein Mensch an Demenz. In Deutschland sind rund 1,6 Millionen Menschen, weltweit 47 Millionen betroffen. Tendenz steigend. 70 Prozent von ihnen werden zu Hause gepflegt. Die Demenz ist eine komplexe Krankheit mit unterschiedlichsten Ursachen und Verlaufsformen. Alzheimer ist die häufigste und vermutlich bekannteste Form. In vielen Fällen ist es jedoch möglich, das Erkrankungsrisiko zu senken.

So wurde in einer aktuellen Studie von Tobias Luck und Steffi G. Riedel-Heller (Universität Leipzig) zur Entstehung von Demenz anhand von Daten in Deutschland erkrankter Personen gezeigt, welche Lebensumstände das Risiko für Alzheimer-Demenz erhöhen: Mit 22 Prozent fand man bei körperlicher Inaktivität den stärksten Zusammenhang. Gefolgt von Rauchen (15 Prozent) und dem Vorliegen einer Depression (9 Prozent). Als weitere Risiken wurden Bluthochdruck und Adipositas im mittleren Lebensalter, niedriger Bildungsstatus und Diabetes mellitus genannt. Das Fazit aus dieser Studie: Ohne Vorliegen dieser Risikofaktoren wäre bei fast jedem Dritten die Alzheimer-Krankheit vermeidbar gewesen. (1)

Regelmäßige körperliche Aktivität und eine gesunde Ernährung, zum Beispiel mediterrane Kost, Verzicht aufs Rauchen und Pflege der sozialen Kontakte auch im höheren Alter sind aber nicht nur eine gute Strategie, um einer Alzheimer-Krankheit vorzubeugen. Auch viele weitere Erkrankungen können damit verhindert werden.

Schwierige Diagnose
Die Demenz ist eine komplexe Krankheit mit unterschiedlichsten Ursachen und Verlaufsformen. Weder für Betroffene und deren Angehörige noch für Ärzte sind die Symptome zu Beginn der Krankheit immer eindeutig zuzuordnen. Denn Vergesslichkeit, Orientierungslosigkeit und Stimmungsschwankungen können auch andere Auslöser haben.

Werden solche anderen Ursachen jedoch ausgeschlossen, kann ein Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit, meist ab dem 65. Lebensjahr oder bereits früher, ein Hinweis darauf sein, dass es sich um mehr als eine typische altersbedingte Erscheinung handelt. Gemeint ist die häufigste Form der Demenz: Alzheimer. Weder kann deren Verlauf dauerhaft aufgehalten noch die Erkrankung an sich geheilt werden. Medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapien können jedoch in vielen Fällen einige Fähigkeiten länger aufrechterhalten. Dadurch verbessert sich nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen, auch für die Angehörigen werden der Umgang mit dem Familienmitglied und dessen Pflege erleichtert.

Typische erste Anzeichen sind ein Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit und des Kurzzeitgedächtnisses, später sind auch Langzeitgedächtnis und Orientierung beeinträchtigt. Als weitere Symptome kommen das häufige Suchen nach Worten, eine verlangsamte Auffassungsgabe und inadäquate Handlungen hinzu, außerdem psychische Veränderungen wie Ängstlichkeit, starkes Misstrauen und Aggressivität.

Alzheimer – Ursachen und Vorsorge
Bei der Alzheimer-Erkrankung lagern sich an den Nervenzellen des Gehirns bestimmte Eiweiße ab. In der Folge ist der Kontakt zwischen den Nervenzellen gestört und sie sterben ab. Man geht aktuell davon aus, dass ungefähr 80 Prozent der häufigsten Alzheimerformen genetisch bedingt sind. Doch selbst wenn in der Familie ein Fall von Alzheimer vorgekommen ist, heißt das nicht zwangsläufig, dass man selbst später auch an dieser Krankheit leiden wird.

Diagnose Alzheimer – was tun?
Bereits beim ersten Verdacht sollte ein Arzt aufgesucht werden, um mit ihm die notwendigen Schritte durchzusprechen. Angehörige sollten von Anfang an eingebunden werden, da sich durch die Krankheit der Unterstützungsbedarf bei der häuslichen Versorgung, der Mobilität im Wohnumfeld und im Verlauf auch der Pflegebedarf ständig verändern kann.

Im Mittelpunkt steht jedoch immer, dass der Patient nicht entmündigt, aber auch nicht in Gefahr gebracht werden darf. Das zu entscheiden, ist oft nicht einfach. Viele spezialisierte Einrichtungen, Vereine, Selbsthilfegruppen und auch die AOK Hessen bieten bei Fragen und Problemen professionelle Beratung an.

Die AOK Hessen gibt auf ihrer Seite „AOK erleben“ mehr Tipps zum Thema Demenz sowie anderen Themen rund um Gesundheit und Alltag.

(1) vgl. Studie „Prävention von Alzheimer-Demenz in Deutschland. Eine Hochrechnung des möglichen Potenzials der Reduktion ausgewählter Risikofaktoren“ von T.Luck &S.G.Riedel-Heller (2016).
Erschienen in: Der Nervenarzt 11 – 2016, S. 1194-1200.
Online publiziert:18.Januar 2016 ©Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

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Okt 2 2017

Care today, cure tomorrow – 27. Konferenz von Alzheimer Europe in Berlin eröffnet

Care today, cure tomorrow - 27. Konferenz von Alzheimer Europe in Berlin eröffnet

(Mynewsdesk) Berlin, 2. Oktober 2017. Unter dem Titel „Care today, cure tomorrow” beginnt heute die 27. Konferenz von Alzheimer Europe (AE). Eröffnet wird die Veranstaltung von AE-Präsidentin Iva Holmerová. Sie begrüßt die 750 Teilnehmenden aus 42 Ländern in Berlin. Alzheimer Europe ist der Dachverband der europäischen Alzheimer-Gesellschaften und richtet einmal im Jahr einen Kongress in wechselnden Ländern aus. In den nächsten zwei Tagen werden in 181 Vorträgen und auf 216 wissenschaftlichen Postern Forschungsvorhaben und Projekte präsentiert sowie Erfahrungen ausgetauscht.

Besonders begrüßt Iva Holmerová, dass auch 38 Menschen mit Demenz an der Konferenz teilnehmen: “Wir freuen uns, dass wir bei dieser Konferenz nicht nur über Menschen mit Demenz sprechen, sondern auch mit ihnen, und dass sie an die Gestaltung des Event mitgewirkt haben“.

In der Eröffnungsveranstaltung wird Demenz als eine der zentralen Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit in Europa thematisiert. Grußworte sprechen Matthias von Schwanenflügel (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) sowie Regina Kraushaar (Bundesministerium für Gesundheit). Sie geben einen Überblick über die aktuellen politischen Aktivitäten, die das Leben von Menschen mit Demenz und ihren Familien in Deutschland verbessern sollen. Beispiele dafür sind die “Allianz für Menschen mit Demenz” sowie die Demenz Partner-Kampagne, die von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft durchgeführt wird.

Frühzeitige Diagnose und neue Behandlungsmöglichkeiten Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Alexander Kurz von der Technischen Universität München. Er ist Mitglied im Vorstand der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und spricht unter dem Titel „Die Zeit ist auf unserer Seite“ über zukünftige Behandlungsmöglichkeiten der Alzheimer-Krankheit. Alzheimer ist die häufigste Ursache für eine Demenz. Zurzeit werden Medikamente entwickelt, die hoffentlich in Zukunft den mit Alzheimer verbundenen Abbau im Gehirn verlangsamen können. Dies gilt besonders, wenn die Medikamente im frühen Stadium der Erkrankung verabreicht werden. Auf diese Weise könnten Betroffene das schwere Stadium der Erkrankung herauszögern. Die Folge wären eine höhere Lebensqualität und eine kürzere Zeit der Pflegebedürftigkeit für Betroffene. Die Entwicklung dieser Medikamente müsse daher ebenso gefördert werden wie eine bessere und frühere Diagnosestellung, so Kurz. Er ruft alle Akteure im Gesundheitswesen dazu auf, an diesem Punkt zusammen zu arbeiten.

HintergrundAlzheimer Europe ist die Dachorganisation von 39 Alzheimer-Gesellschaften aus 34 europäischen Ländern und wird von der Europäischen Union unterstützt. In Europa sind etwa neun Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen.

In Deutschland leben heute etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60% davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzkranken wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz ist ein gemeinnütziger Verein. Als Bundesverband von derzeit 135 Alzheimer-Gesellschaften, Angehörigengruppen und Landesverbänden vertritt sie die Interessen von Demenzkranken und ihren Familien. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Service-Nummer 01803 – 17 10 17 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) oder 030 – 259 37 95 14 (Festnetztarif).

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