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Jun 19 2018

Wettlauf mit der Zeit: Lernen Banken rechtzeitig Digital?

Studie untersucht Effizienzsteigerungsprogramme der Finanzindustrie / zunehmende Konkurrenz erhöht Handlungsdruck

Rund 70 Prozent aller Finanzdienstleister im deutschsprachigen Raum planen innerhalb der nächsten zwölf Monate die Umsetzung eines Programms, um effizienter zu werden. Dabei spielen Maßnahmen zur Ertragssteigerung mittlerweile eine ähnlich große Rolle wie Kosteneinsparungen. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Studie der Managementberatung Horváth & Partners zu Effizienzsteigerungsprogrammen in der Finanzindustrie. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Top- und den Low Performern der Branche. Insgesamt sollten Finanzdienstleister nach Meinung von Horváth & Partners noch mutiger werden und eine umfassende Digitalisierungsstrategie entwickeln – bevor die Konkurrenz ihr Geschäftsmodell übernimmt.

Die Finanzbranche steht unter Druck: Immer mehr branchenfremde Unternehmen übernehmen klassische Bankdienstleistungen. Geldinstitute müssen deutlich effizienter werden, wenn sie am Markt bestehen bleiben wollen. „Um profitabel zu bleiben, sollten Banken mittelfristig 30 Prozent der Kosten einsparen oder zusätzliche Erträge in gleicher Höhe erwirtschaften“, empfiehlt Dr. Marcus Dahmen, Leiter des Beratungsbereichs Banking Transformation bei Horváth & Partners. Zwar haben alle befragten Institute die Kosten im Blick. Jedoch ist die absolute Höhe der geplanten Einsparungen verglichen mit der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2016 auf den ersten Blick rückläufig: 2016 plante die Branche noch Einsparungen von rund 67 Mrd. Euro. Heute sind es insgesamt etwa 57 Mrd. Euro. Die Mehrheit der Befragten plant nur noch Einsparungen von bis zu 15 Prozent. Allerdings hat sich der Anteil der Häuser, die Einsparungen von mehr als 20 Prozent anstreben, gegenüber 2016 fast verdoppelt. „Wir beobachten ein klares Auseinanderdriften der Institute: Während die Top Performer sich deutlich ambitioniertere Ziele zur Steigerung der Effizienz setzen, sind die Low Performer mutloser geworden“, sagt Dahmen. Horváth & Partners hat die Top- und Low Performer anhand der Cost Income Ratios (CIR) aus 2015 und 2016 ermittelt. Die Banken mit den jeweils unteren und oberen 40 Prozent der CIRs gelten als Top- bzw. Low Performer. Fast drei Viertel der Low Performer streben Kosteneinsparungen von unter 15 Prozent an, obwohl sie heute schon weniger profitabel sind. Von den Top Performern planen hingegen rund ein Drittel eine Reduzierung der Kosten um mehr als 20 Prozent.

Einsparungen stehen Ertragssteigerungen gegenüber

Ein ähnliches Bild zeigt sich auf der Ertragsseite. Während jeder zweite Top Performer seine Erträge um mehr als 15 Prozent steigern möchte, ist es bei den Low Performern nur jeder fünfte. Würden die angestrebten Ertragssteigerungen tatsächlich in die Tat umgesetzt, entspräche das einer Summe von rund 51 Mrd. Euro. „Dass die Summe der geplanten Ertragssteigerungen in etwa der Höhe der Kostenreduzierungen entspricht, ist neu. In unserer Befragung vor zwei Jahren gaben 41 Prozent der Finanzdienstleister ausschließlich Kosteneinsparungen als Maßnahmen zur Effizienzsteigerung an“, sagt Dahmen.

Knapp ein Drittel der künftigen Erträge soll dabei aus neuen Einnahmequellen kommen. Dazu zählen beispielsweise die Erschließung neuer Kundengruppen, die Nutzung neuer Vertriebswege oder der Aufbau eines digitalen Ökosystems.

Digitalisierungsstrategien oft zu eindimensional

„Wir stellen fest, dass sich viele Banken auf einzelne Maßnahmen beschränken, um effizienter zu werden. Stattdessen sollten sie sich trauen, eine umfassende Digitalisierungsstrategie zu entwickeln, die alle Geschäftsbereiche umfasst“, rät Dahmen. Beispielsweise halten es 82 Prozent der Befragten für wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich, dass sie ihre Vertriebskanäle optimieren, um effizienter zu werden. Das sind 22 Prozent mehr als noch 2016. Zur Verbesserung der Vertriebskanäle zählen Filialnetzanpassungen, die Nutzung mehrerer Vertriebswege oder der Ausbau des digitalen Ökosystems. Vielfach wird auf Kooperationen mit neuen Anbietern wie FinTechs gesetzt. Vor allem die Top Performer erschließen auf diesem Wege Potenziale (86 Prozent). „Banken kaufen sich digitale Vertriebsmöglichkeiten ein, anstatt selbst daran zu arbeiten. Sie müssen aufpassen, dass die FinTechs nicht ihr komplettes Geschäftsmodell übernehmen“, warnt Dahmen.

Um Kunden zu halten oder zu gewinnen, müssen die Betreuungsmodelle angepasst werden. 81 Prozent der Befragten gaben an, das Coverage Model wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich optimieren zu wollen – ein Zuwachs von 56 Prozent gegenüber 2016.

Kaum Veränderungen gegenüber der letzten Befragung gab es hinsichtlich des Produkt- und Dienstleistungsportfolios. 68 Prozent der Finanzdienstleister wollen hier ansetzen, um den Vertrieb zu optimieren. Das sind lediglich drei Prozent mehr als 2016. Der ehemals wichtige Wachstumstreiber wird, vermutlich aufgrund gestiegener regulatorischer Anforderungen, unbedeutender.

Stellschrauben Standardisierung und Automatisierung

Für die Bereiche Operations/Back Office gelten nach wie vor die Standardisierung, die Prozess-/Qualitätsoptimierung und die Automatisierung als meistgenutzte Hebel zur Effizienzsteigerung. So kann der Einsatz von Robotic Process Automation (RPA) gerade bei simplen Vorgängen unterstützen. „Effizienzsteigernde Maßnahmen der Prozess- und Qualitätsoptimierung sowie Automatisierung bleiben auf hohem Niveau wichtig. Sie sind aber alleine kaum in der Lage, hinreichend hohe Effizienzpotenziale im Sinne des vom Markt geforderten Transformationsbedarfs zu liefern“, sagt Dahmen. Diese Meinung teilen auch die Befragten und haben daher die Produktionsplanung und -steuerung auf Platz vier der wichtigsten Maßnahmen zur Optimierung der Back-Office-Bereiche genannt. Gab 2016 nur jedes zweite Institut an, hier ansetzen zu wollen, um die Effizienz zu erhöhen, sind es 2018 bereits 80 Prozent der Umfrageteilnehmer.

„Gegenüber 2016 zeigen sich in der aktuellen Studie doch einige gravierende Änderungen hinsichtlich geplanter Effizienzsteigerungsmaßnahmen der Banken. Wir raten den Unternehmen jedoch ausdrücklich, nicht zu ungeduldig zu sein und klare Ziele zu definieren, die mittelfristig erreicht werden sollen“, sagt Dahmen. „Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich die Aufmerksamkeit der Führungskräfte auf permanente Sparinitiativen richtet, statt notwendige Wachstumsinitiativen zu forcieren.“

Eine Infografik und weitere Informationen finden Sie unter: https://hrvth.com/2lh48wH

Über die Studie:
Für die Studie „Effizienzsteigerungsprogramme in der Finanzindustrie 2018“ wurden von Oktober 2017 bis Januar 2018 150 Unternehmen der Finanzbranche in Deutschland, Österreich und der Schweiz von Horváth & Partners befragt.

Horváth & Partners ist eine international tätige, unabhängige Managementberatung mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 800 hochqualifizierte Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Österreich, Rumänien, der Schweiz, Ungarn, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Mitgliedschaft in der internationalen Beraterallianz „Cordence Worldwide“ unterstützt die Fähigkeit, Beratungsprojekte in wichtigen Wirtschaftsregionen mit höchster fachlicher Expertise und genauer Kenntnis der lokalen Gegebenheiten durchzuführen.

Die Kernkompetenzen von Horváth & Partners sind Unternehmenssteuerung und Performanceoptimierung – für das Gesamtunternehmen wie für die Geschäfts- und Funktionsbereiche Strategie, Innovation, Organisation, Vertrieb, Operations, Controlling, Finanzen und IT. Horváth & Partners steht für Projektergebnisse, die nachhaltigen Nutzen schaffen. Deshalb begleitet Horváth & Partners seine Kunden von der betriebswirtschaftlichen Konzeption bis zur Verankerung in Prozessen und Systemen.

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Jun 15 2018

Von Visionen zu konkreten Lösungen beim Digital Banking

Rund 5.000 Besucher beim FinTech-Event Money20/20 in Amsterdam

Von Visionen zu konkreten Lösungen beim Digital Banking

Rund 5.000 Besucher bei der Money20/20 Europe in Amsterdam. (Bildquelle: TME AG)

FRANKFURT/M. Einst waren sie die Angreifer, heute sind sie ernstzunehmende Kollaborationsparter: die FinTechs. Viele von ihnen kamen Anfang Juni zur Money20/20 Europe in Amsterdam, um dort mit den etablierten Playern der Finanzwelt zu diskutieren und potenzielle Investoren zu treffen. Über 5.000 Besucher aus 85 Ländern bedeuteten ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als die Konferenz noch in Kopenhagen stattgefunden hatte. Das größte FinTech-Event Europas bewies damit den ungebrochenen Boom bei den Startups der Finanzszene.

Insgesamt waren Vertreter von rund 1.500 Unternehmen gekommen. In den rund 470 Vorträgen ging es unter anderem um Open Banking und Künstliche Intelligenz (AI), um Payment-Lösungen und Blockchain. Wirklich neue Trends seien nicht auszumachen gewesen, sagt Stephan Paxmann, Vorstand der TME AG aus Frankfurt am Main. Der Experte der renommierten Unternehmensberatung für Financial Services hat vielmehr eine Entwicklung in Richtung Praxis beobachtet: „Nach den Visionen folgt jetzt das operative Arbeiten und es kommen die konkreten Lösungen.“ Das passe zur zunehmenden Zahl an Kooperationen zwischen Banken und den Newcomern. Die Kreditinstitute könnten mit Hilfe der FinTechs ihre Wertschöpfungskette verlängern, während die Start-ups dank Zusammenarbeit ihren Ideen zur Marktreife verhelfen würden.

Mehr Venture Capital für FinTechs
Investoren scheinen genauso an die guten Ideen vieler FinTechs zu glauben wie die Banken. Im ersten Quartal 2018 flossen in Europa mit 933 Millionen Dollar 6 Prozent und weltweit mit 5,4 Milliarden Dollar 60 Prozent mehr Geld in FinTechs als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. 63 Investments in Europa standen 323 weltweit gegenüber. Im zweiten Quartal 2018 stehen in Deutschland offenbar die InsurTechs im Mittelpunkt des Interesses von Finanziers.

Einen weiteren Beitrag zu Unternehmensfinanzierungen könnten Initial Coin Offerings (ICO) liefern, die in einem unregulierten Umfeld Crowdfunding-Kapital für Kryptowährungen liefern. VISA legt einen 100 Millionen Dollar schweren Venture Fonds auf, der sich auf Open-Banking-Startups fokussiert. Und der Fonds des Venture-Capital-Unternehmens Speedinvest verzeichnet aktuell über 200 Millionen Dollar aufgebrachtes Kapital und 85 Investments in 18 europäischen Ländern.

Kundenrelevante und ertragreiche Lösungen gefragt
Stefan Roßbach, Partner TME AG, hat auf der Money 20/20 inhaltlich einen Fokus auf Open Banking und AI beobachtet. Dabei seien einfache Lösungen zu entwickeln, die wirklich die Kundenprobleme lösen und so zu erfolgreichen Geschäftsmodellen werden könnten. Auch in Sachen Blockchain gehe es nach dem Hype in 2017 jetzt um die Suche nach konkreten und vor allem auch ertragreichen Anwendungsfällen für Bankkunden. Mastercard etwa hat 60 Blockchain-Projekte initiiert, um zum richtigen Zeitpunkt mit relevanten Lösungen schnell skalierungsfähig zu sein.

Sehr hohen Praxisbezug haben laut TME AG auch die Angebote fürs Banking kleiner und mittlerer Unternehmen (SMEs). Hier wünschten sich die Banken eine Verringerung der Kundenakquisitionskosten, die deutlich höher seien als bei normalen Retailkunden. Zudem wolle man den SMEs einen transparenteren, günstigeren und schnelleren Kundenservice bieten. „FinTechs stehen hier bereit, um Basisangebote mehr auf die Bedürfnisse der Kunden zuzuschneiden“ sagt Roßbach, wobei er an Leistungen denkt wie Firmenkonten, Forecasts, Rechnungsstellung-Lösungen, Liquiditätsmanagement und die Kreditvergabe. Wie auch bei anderen Geschäftsmodellen könne die Digitalisierung Prozesse verschlanken und effizienter gestalten.

RegTechs gefragt und digitale Banken-Ökosysteme am Horizont
Ein weiteres wichtiges Thema auf der Money20/20 war die Regulatorik. Hier steigen nicht zuletzt im Zuge der Datenschutzgrundverordnung die Anforderungen an die Banken, wobei spezialisierte Start-ups mit innovativen Angeboten unterstützen. Die Rede ist von RegTechs, die Kreditinstitute in die Lage versetzen, regulatorische Themen nahezu in Echtzeit zu bearbeiten und sich damit stärker auf Kundenbelange fokussieren zu können. „Noch nicht gelöst ist das Problem der Nutzeridentifizierung“, sagt Roßbach. Da warte man weiterhin auf die dominierende Lösung, die sich gegenüber allen anderen durchsetzen könnte.

Ebenfalls auf der Money20/20 diskutiert wurde „Banking as a service“. Mit Hilfe von „add-on Serviceleistungen“ können Banken eine Alleinstellung erreichen, was allein mit den überall sehr ähnlichen Bankprodukten schwierig ist. Letzten Endes würden so Banken von Geldverwaltern zu Datenverwaltern, was laut Roßbach das Thema Datenschutz umso relevanter mache. Und die Services rund ums Banking sind der erste Step hin zu bankzentrierten digitalen Ökosystemen. Bisher werden Plattform-Entwicklungen noch primär über Payment getrieben. Paxmann erkennt jedoch umfassendere digitale Plattform-Strategien am Horizont. Er verweist etwa auf die ING Gruppe aus den Niederlanden, die auf ein offenes System für Kunden und Anbieter setze und dafür FinTechs ins Boot hole. In Asien hebt sich Alipay mit der „Super Lifestyle App“ und ihren mehr als 870 Millionen aktiven Nutzern von reinen Payment-Apps ab.

Digitale Transformation unverzichtbar
„Der Siegeszug der FinTechs wird weitergehen, wobei diese Start-ups zunehmend erwachsen geworden sind“, lautet das Fazit von Paxmann und Roßbach zur Money20/20. Den Banken raten die beiden Experten, die Entwicklung zu mehr Kooperationen fortzusetzen, denn die würden in der Regel zu Win-win-Situationen führen. Gleichzeitig müssten Banken sich intensiv um die Digitale Transformation im eigenen Unternehmen kümmern. Die Technologie sei heute nicht mehr der limitierende Faktor für erfolgreiche digitale Geschäftsmodelle und das Überleben im digitalen Zeitalter. „Grenzen setzt vor allem die fehlende Digital Readiness der Mitarbeiter“, so Paxmann. Hier müsse angesetzt werden, also der Wille zur Veränderung gestärkt werden.

Die TME AG – mit Sitz in Frankfurt Main – ist eine Unternehmensberatung für Financial Services, die auf Digital Banking, Risk & Regulatory sowie Transformation Management spezialisiert ist. Das Team ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette aktiv – von der Konzeption über die Transformation bis zur Umsetzung, insbesondere für digitale Geschäftsmodelle und deren regulatorische Anforderungen. Zu den Kunden zählen Banken und Versicherungen, aber auch FinTechs sowie Unternehmen aus der Digitalbranche.

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Jun 12 2018

Accomplished Entrepreneur Award 2018 der London Business School geht an WebID Solutions-Gründer

„Unternehmertum par excellence- Gaspedal bleibt voll gedrückt“

Accomplished Entrepreneur Award 2018 der London Business School geht an WebID Solutions-Gründer

Als WebID-Co-CEO Franz Thomas Fürst in den 1990ern seinen Master of Business Administration an der London Business School (LBS) machte, galt dies damals schon als wichtiger Baustein für eine aussichtsreiche Karriere. Fast niemand seiner Kommilitonen jedoch gründete seinerzeit ein Unternehmen, die meisten Absolventen schlugen einen Weg zu Investmentbanken ein oder wurden angestellte Manager. Fürst aber baute schließlich gemeinsam mit Partnern ein internationales FinTech auf, die WebID Solutions – wofür ihn die renommierte Hochschule nun mit dem „Accomplished Entrepreneur Award 2018“ auszeichnete, und zwar als Gewinner im Segment „Early Stage“.

Der Preis der LBS geht exklusiv nur an Absolventen und ehrt „das Schaffen herausragender unternehmerischer Werte“. Der Award, im Jahr 2010 eingeführt, honoriert all jene Alumni, die ein „prosperierendes Geschäft aufgebaut haben“, wie die Business School in einer Mitteilung herausstellte. In der Laudatio wurde betont, dass Fürst mit der WebID Solutions den „ersten geldwäschegesetzkonformen Online-Identifikationsservice ins Leben gerufen hat, der über die Genehmigung des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) verfügt.“

Unterstrichen wurde zudem, wie es Fürst (LBS-Student von 1994 bis 1996) – gemeinsam mit Frank Stefan Jorga – geschafft hat, sein Unternehmen und die Video-Identifikation auch gegen Widerstände aufzubauen, darunter Regulatorik und übermächtige Konkurrenzverfahren. Doch schnell habe Fürst erkannt, dass er Neinsager ausbremsen könne, wenn er das Bundesministerium der Finanzen (BMF) überzeugt habe, hieß es auf der Verleihungszeremonie in London. Nachdem die Unterstützung des BMF gesichert war, startete Fürst mit seinen Partnern 2014 in den Finanzdienstleistungsmarkt. Innerhalb von nur zwölf Monaten schufen sie sich einen Kundenstamm von 25 Banken. Allein im Finanzbereich greifen heute 130 Banken und viele Weitere auf die innovativen Dienstleistungen der WebID zurück, darunter Barclays und American Express, wie lobend erwähnt wird.

Fürst, der den Preis persönlich entgegennahm, freute sich außerordentlich. In seiner Dankesrede sagte er: „Ich fühle mich sehr geehrt, diese Auszeichnung zu erhalten. Ich sehe dies als Anerkennung für die harte Arbeit, die die Gründer, das Management, vor allem aber die über 450 Mitarbeiter geleistet haben, um die WebID aufzubauen. Ohne die gemeinsamen Anstrengungen wären wir nicht dort, wo wir heute stehen.“
Fürst unterstrich weiter: „Verschiedene Bereiche der WebID sind unterschiedlich schnell gewachsen. Gemein haben sie jedoch, dass einmal bestehende Prozesse jedes Jahr völlig überarbeitet werden. Unser Geschäft wächst täglich, also verfeinern wir stets auch unsere Abläufe und Prinzipien. Diese galoppierende Entwicklung zu begleiten und mitgestalten zu dürfen macht richtig Spaß!“

Fürst gab den rund 70 versammelten Gästen auch einen Ausblick auf die Unternehmensentwicklung: „Wir werden immer internationaler. Der Gang in die USA steht kurz bevor. Daneben bauen wir auch unsere Präsenz in weiteren hochkarätigen Branchen aus, etwa bei Versicherungen und Mobilitätsdienstleistungen – überall dort, wo Firmen ihre Kunden kennen müssen.“
Mitgründer und Co-CEO Frank Stefan Jorga zeigte sich ebenfalls euphorisch: „Die Auszeichnung der London Business School bezeugt einmal mehr, dass wir als Erfinder des Verfahrens sehr wohl international wahrgenommen werden und nun sogar im englisch-sprachigen Raum ausgezeichnet wurden. Ein toller Ansporn für uns als Team!“

Jeff Skinner, Executive Director, Institute of Innovation and Entrepreneurship der LBS, sagte: „Unser Gewinner ist ein Zeichen der Hoffnung für all jene, die meinen, Unternehmertum sei nur etwas für Leute in ihren 20ern. Vielmehr ist Fürst jedoch in seinen 40ern und zeigt keinerlei Wunsch, vom Gaspedal herunterzugehen.“

Weitere Informationen unter: www.webid-solutions.de

Die WebID Solutions GmbH ist als Kopf der WebID-Solutions-Gruppe der europaweit führende Anbieter für rechtskonforme Online-Vertragsabschluss- und Identifikationsprodukte und weltweiter Pionier im Segment der GwG-konformen Video-Identifikation. Seit 2012 werden speziell für eCommerce-orientierte Branchen entwickelte Lösungen von der Altersprufung bis zum Online-Vertragsabschluss angeboten.

Die WebID Solutions GmbH ist der Erfinder der Video-Identifizierung (Grundlage des BaFin- Rundschreibens 1/2014 (GW) III. und 3/2017 (GW)) und Inhaber des rechtskräftig erteilten Patents (Nr. 10 2013 108 713.2) für rechtskonforme Online-Identifikationsprodukte unter Einbindung eines Videocalls.

Anfang 2014 wurde die GwG-Konformitat von den zuständigen Aufsichtsbehörden schriftlich bestätigt. Die Produktlinien sind weltweit einsetzbar. Wichtige Kernmerkmale sind hochst sichere und einfach integrierbare Schnittstellen, hohe Sicherheitsstandards und die Konformität mit den rechtlichen Vorgaben.

Neben führenden Banken, Kreditkartenunternehmen, Versicherungsgesellschaften und Onlineshops setzen auch andere Branchen die Produkte ein. Anwendungsbereiche sind die rechtssichere Identifikation von Personen und Unternehmen, Online-Vertragsabschlusse für anspruchsvolle Produkte wie Kredite und die Erhöhung der Sicherheit bei Online-Transaktionen.

Zu den internationalen Kunden der WebID Solutions GmbH zahlen unter anderem Barclaycard, Check24, DKB, Santander, TARGOBANK, Vodafone, Allianz, AMAG, BNP Paribas, Daimler, ING-DiBa, Deutsche Bank, MMOGA, moneyou, Sparda Bank, Swisscom, Ubeeqo und viele weitere Partner.

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Mai 7 2018

Banken noch unzureichend auf Brexit vorbereitet

Horváth-Studie zu den Auswirkungen des Brexit auf die Bankbranche

Der Brexit kommt, entweder im Jahr 2019 oder 2020. Internationale Geschäftsbanken und mittlere sowie große Sparkassen und Genossenschaftsbanken im deutschsprachigen Raum erwarten dadurch große Veränderungen für ihre Geschäfte, so das Ergebnis der aktuellen Bankenstudie von Horváth & Partners. Den größten Einfluss sehen die befragten Entscheider auf Governance- und Kontrollprozesse, aber auch auf die Beziehung zu ihren Kunden sowie die Mitarbeiterkapazitäten. Überraschend ist, dass die Vorbereitungen in den meisten Bereichen bisher weitestgehend schleppend verlaufen.

Knapp drei Viertel der befragten Entscheider erwarten durch den Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union starke Veränderungen in ihrem Geschäft. Die Hälfte nennt dabei an erster Stelle die Governance- und Kontrollprozesse. Auch die Kunden und Mitarbeiter sind von den Veränderungen betroffen. „Zum Beispiel müssen Verträge und Produktbeschreibungen angepasst werden, wodurch die Kundenbeziehung beeinflusst wird. Die Mitarbeiter sind insofern betroffen, dass Kapazitäten neu allokiert werden“, so Rainer Zierhofer, Partner und Leiter des Beratungsbereichs Financial Industries bei Horváth & Partners. Die geringsten Auswirkungen erwarten die Entscheider bei den Datenverwaltungs- und IT-Systemen.

„Die meisten Banken sind sich darüber bewusst, dass der Brexit einen großen Einfluss auf verschiedene Unternehmensbereiche hat. Wir sehen die Integration der Veränderungen in das bestehende Projektportfolio und den Einsatz effizienter Projektmanagementverfahren als Erfolgsfaktor für die Vorbereitung und Umsetzung der Brexit-Anpassungen“, so Rainer Zierhofer.

Bislang unzureichende Vorbereitungen

Die Studienergebnisse zeigen, dass bislang nur ein Teil der Institute die notwendigen Anpassungen der Bereiche effektiv voranbringt. So gibt die Hälfte der befragten Entscheider an, dass sie mit den Vorbereitungen in den Bereichen Verkaufsstrategie, Prozesse und Organisation noch nicht begonnen hat oder diese noch nicht weit fortgeschritten sind. Auch Mitarbeiter und Kunden wurden bisher nicht ausreichend auf die kommenden Veränderungen vorbereitet.

Größte Herausforderung ist die Komplexität

Sechs von zehn befragten Entscheidern geben an, dass sie Komplexität aufgrund der Abhängigkeiten zu bestehenden Projekten als größte Herausforderung sehen. Vier von zehn Befragten nennen zudem Kapazitätsengpässe, Zeitdruck und Budgetrestriktionen als weitere Herausforderungen.

Als Lösung, um den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, sieht die Hälfte der Befragten die Reallokation interner Ressourcen. Auch die Realisierung von Synergien mit anderen Programmen stellt für viele eine Möglichkeit dar. Mehr als jeder Dritte nennt zudem den Einsatz von agilen Projektmethoden, um die durch den Brexit bedingten Veränderungen zielführend voranzubringen.

Über die Studie:
Für die Studie „Brexit for Banks – Impact, and Progress of Preparations“ wurden in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein Expertenbefragungen mit Top-Entscheidern in Bankinstituten durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie unter: https://hrvth.com/2KJMFsm

Horváth & Partners ist eine international tätige, unabhängige Managementberatung mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 800 hochqualifizierte Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Österreich, Rumänien, der Schweiz, Ungarn, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Mitgliedschaft in der internationalen Beraterallianz „Cordence Worldwide“ unterstützt die Fähigkeit, Beratungsprojekte in wichtigen Wirtschaftsregionen mit höchster fachlicher Expertise und genauer Kenntnis der lokalen Gegebenheiten durchzuführen.

Die Kernkompetenzen von Horváth & Partners sind Unternehmenssteuerung und Performanceoptimierung – für das Gesamtunternehmen wie für die Geschäfts- und Funktionsbereiche Strategie, Innovation, Organisation, Vertrieb, Operations, Controlling, Finanzen und IT. Horváth & Partners steht für Projektergebnisse, die nachhaltigen Nutzen schaffen. Deshalb begleitet Horváth & Partners seine Kunden von der betriebswirtschaftlichen Konzeption bis zur Verankerung in Prozessen und Systemen.

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Apr 24 2018

Vorstandsmitglied der Bank Schilling sieht keine Gefahr einer Immobilienblase

Die gestiegenen Immobilienpreise in den vergangenen Jahren werfen bei zahlreichen Bankkunden die Frage nach einer Immobilienblase auf. Aloys Tilly, Vorstandsmitglied des Hammelburger Privatbankhauses Bank Schilling, sagt: „Ich sehe keine Gefahr für die Entstehung einer Immobilienblase“ und begründet den Anstieg der Immobilienpreise insbesondere mit einer Angleichung an internationale Standards und einer nach wie vor hohen Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage.

Wie entsteht überhaupt eine Immobilienblase?

„Historisch betrachtet“, so Tilly, „beruhten Immobilienblasen in anderen Ländern meist auf einer enormen Bautätigkeit verbunden mit einer übertriebenen Kreditvergabe“. In nicht seltenen Fällen seien Immobilien zu 100 % – und damit ohne Eigenkapital – finanziert worden. „Die Banken in Deutschland sind hier vorsichtiger“, sagt Tilly und weiter „von einer enormen, gar exzessiven Bautätigkeit kann nicht die Rede sein.“

Außer Frage stünde, dass Meinungen, Immobilienpreise in Großstädten könnten um 35 % übertrieben sein, nachvollziehbar sind. Die Berater des Bankhauses sehen dies jedoch eher als eine Momentaufnahme und ziehen – auch traditionell bedingt – die langfristige Sichtweise einer kurzfristigen Momentaufnahme vor. „Zwischen 1995 und 2017 sind die Wohnimmobilienpreise in Deutschland um 27 % gestiegen – viel geringer im Vergleich zu anderen Ländern, beispielsweise Skandinavien, Amerika und Großbritannien“, so Tilly. Ein besonderes Augenmerk legt die Bank Schilling hier auch auf die Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren. „Standhaft“ so Tilly habe sich der Immobilienmarkt in dieser Zeit verhalten, was auch ein Anzeichen für einen sehr stabilen Markt ohne Spekulationsblasen sei.

Das Bankhaus rechnet gar damit, dass die Häuserpreise in den kommenden Jahren weiter steigen werden – insbesondere in Großstädten und Universitätsregionen, denn hier liege das Wohnraumangebot noch immer deutlich hinter der Nachfrage. Ein großes Augenmerk legt Tilly aber nicht nur auf die Ballungszentren, so seien es im Schwerpunkt die ländlichen Gebiete, die kaum signifikante Auswirkungen durch Preissteigerungen erlebt hätten. In einem diversifizierten Anlageportfolio sieht Tilly deshalb „die eigene Immobilie als elementaren Investitionsanteil. Und wer beherzige, ’nicht alle Eier in einen Korb zu legen‘, werde den Medienmeldungen einer möglichen Immobilienblase gelassen entgegen sehen“, so Tilly abschließend.

Weitere Informationen unter www.bankschilling.de

Die Bank Schilling & Co AG, gegründet 1923, ist eine in Familienbesitz befindliche Privatbank mit Sitz im unterfränkischen Hammelburg. Das Haus verfügt über 16 Filialen und drei Geschäftsstellen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Das Bankinstitut beschäftigt mit Tochtergesellschaften ca. 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Kontakt
BANK SCHILLING & CO Aktiengesellschaft
Sebastian Sebald
Am Marktplatz 10
97762 Hammelburg
+49 (0)9732 904-162
sebastian.sebald@bankschilling.de
http://www.bankschilling.de

Apr 16 2018

valantic und Thomson Reuters intensivieren ihre Zusammenarbeit

Side-by-Side-Integration von iQbonds und Eikon

valantic und Thomson Reuters intensivieren ihre Zusammenarbeit

Side-by-side Integration: iQbonds meets Eikon

Magdeburg, 16. April 2018: Die beiden international agierenden Unternehmen valantic Trading Solutions AG und Thomson Reuters haben angekündigt, ihre erfolgreich bestehende Kooperation noch weiter zu vertiefen. Den Kern der Zusammenarbeit bildete bisher neben dem Know-how-Transfer vor allem die Anbindung der valantic Handelslösungen an die Informations- und Handelsplattformen von Thomson Reuters. Nun steht die Einbindung von Eikon in iQbonds im Fokus. Von dieser Entscheidung werden die Kunden beider Unternehmen, insbesondere Banken und Trader beim Handel mit Finanzprodukten profitieren.

-Side-by-Side-Integration von iQbonds und Eikon
-Effizienzsteigerung für den Handel
-Nahtlose Verbindung mit Tradern und Liquiditätspools

Das deutsche Software- und IT-Dienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in Magdeburg und der Medien- und Finanzinformationsanbieter Thomson Reuters arbeiten bereits seit mehreren Jahren proaktiv und mit großem Erfolg zusammen. Nun wollen die beiden Unternehmen die Kooperation weiter vorantreiben und die jeweiligen Softwarelösungen für den Banken- und Tradingbereich noch enger miteinander verbinden. Den ersten Schritt bildet eine Side-by-Side-Integration von iQbonds und Eikon. Bei iQbonds handelt es sich um eine ganzheitliche Komplettlösung der valantic Trading Solutions AG für den elektronischen Handel mit Anleihen und anderen Zinsprodukten, die Aspekte wie Pricing und Marketmaking sowie die Marktanbindungen vereint. Die leistungsstarke Software besticht dabei nicht nur durch zahlreiche hilfreiche Features, sondern wird auch den gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen und Herausforderungen des Bondhandels problemlos gerecht. Mit Eikon bietet Thomson Reuters Interessenten sowohl auf dem Desktop als auch auf kompatiblen mobilen Geräten nützliche Analysen, Informationen und Nachrichten, die sich dabei durch eine hohe Relevanz und Glaubwürdigkeit auszeichnen. Zudem hilft die Software Tradern dabei, sich mit Kollegen und Liquiditätspools zu verbinden.

Alexandre Hardouin, Head of Fixed Income Desktop, Trading, Financial & Risk bei Thomson Reuters, sieht die Intensivierung der Kooperation positiv: „Die Zusammenarbeit mit valantic ist für uns ein wichtiger Erfolgsfaktor, weil die gelieferten Lösungen den Händlern einen echten Mehrwert schaffen. Zusammen bilden Eikon und iQbonds einen integrierten End-to-End-Workflow für den Fixed-Income-Handel.“ Der Vorstandsvorsitzende von valantic Trading Solutions AG, Dietmar Jakal, urteilt ähnlich: „Als einer der wichtigsten Anbieter von Finanzinformationen überhaupt ist Thomson Reuters für uns ein starker und wichtiger Partner. Von der Kooperation im Allgemeinen und der technischen Anbindung unserer Software im Speziellen werden aber nicht nur unsere beiden Unternehmen, sondern vor allem auch die Nutzer und Marktteilnehmer profitieren.“ So können Händler durch die Side-by-Side-Integration zu einer gleichermaßen schnellen wie effizienten Preisentscheidung gelangen. Dabei erhalten sie zum jeweils selektierten Bond alle relevanten Informationen – etwa Marktnews und Quotes – angezeigt und können so dank der breiteren Informationsbasis noch bessere Entscheidungen treffen.

Über Thomson Reuters
Thomson Reuters ist einer der weltweit führenden Medien- und Finanzinformationsanbieter. Das global agierende Unternehmen mit Sitz in New York City und New York entstand im April 2008, als die kanadische Thomson Corporation mit Reuters die größte Nachrichtenagentur der Welt übernahm. Der Konzern setzt mir knapp 46.000 Mitarbeitern jährlich mehr als 11 Milliarden US-Dollar um.

Über valantic Trading Solutions AG
Die valantic Trading Solutions AG ist ein innovatives Software- und IT-Dienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in Magdeburg. Wir entwickeln seit über 18 Jahren erfolgreich zukunftsweisende IT-Lösungen für den nationalen und internationalen Banken- und Finanzsektor. Unsere Kunden setzen auf eine enge partnerschaftliche Zusammenarbeit sowie auf das fachliche Know-how unserer rund 150 IT- und Finanzspezialisten an den Standorten Magdeburg, Frankfurt am Main und München.
Wir gehören zu valantic, einem der am schnellsten wachsenden Anbieter für zukunftsweisende IT-Lösungen, Standardsoftware und Consulting im europäischen Raum. Wir bewältigen mit über 600 Mitarbeitern an 15 Standorten die zentralen Herausforderungen der Digitalisierung mit einer einzigartig flexiblen Organisation und operativer Exzellenz.
Die ehemalige icubic AG wurde im Dezember 2014 Teil der DABERO Service Group und firmierte im November 2017 zur valantic Trading Solutions AG.

Kontakt
valantic Trading Solutions AG
René Lemme
Mittelstraße 10
39114 Magdeburg
03915980941
rene.lemme@ts.valantic.com
http://www.valantic.com

Mrz 7 2018

Kostenfalle Auslandsüberweisungen: Mehr als das 20fache an Gebühren bei deutschen Banken

Kostenfalle Auslandsüberweisungen: Mehr als das 20fache an Gebühren bei deutschen Banken

Tallinn – In wochenlanger Recherche wurden Preis- und Leistungsverzeichnisse für internationale Geldtransfers von Banken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewertet. Das Ergebnis: Das bis zu zwanzigfache an Gebühren zahlen Kunden deutscher Banken, wenn diese alternative Angebote nicht berücksichtigen.

Am Beispiel einer Überweisung mit Währungsumtausch von 1.000 € von einem Konto bei der Commerzbank AG auf ein Konto in den USA wurde deutlich, dass die Commerzbank für diese Überweisungen Gebühren in Höhe von 22,50 € berechnet (Stand: März 2018). Weitere versteckte Kosten kommen durch Margen beim Wechselkurs hinzu. Dabei bieten gleich 8 Transferanbieter die gleiche Leistung für Neukunden zum Nulltarif und für Bestandkunden ab 0,99 € pro Auslandsüberweisung an.

Infografik (Darf beliebig verbreitert werden)

Dennoch sind viele Interessenten skeptisch und überweisen trotz vergleichbar hoher Kosten weiterhin Geld mit Banken ins außereuropäische Ausland. „Viele Kunden wissen nicht, dass diese Dienste genauso sicher sind, wie jede andere Bank. Zahlreiche Anbieter unterliegen den strengen europäischen Datenschutzbestimmungen und den Regulierungen durch die Financial Conduct Authority (FCA), deren Vorschriften im Vergleich zur Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht als deutlich strikter gelten.“, erklärt Silko Vogt, Geschäftsführer von moneytransfer OÜ. Zu den Regulierungen gehört, dass Transferdienstleister Kundengelder auf separaten Konten verwalten müssen. Immer mehr alternative Anbieter verfügen zudem über ein TÜV-Zertifikat.

Auf der Webseite des Unternehmens können Interessenten die Dauer, Gebühren und Wechselkurse für internationale Geldtransfers in Echtzeit unverbindlich berechnen und dabei Geld sparen. Für Neukunden stehen zudem attraktive Sonderkonditionen und Gratisüberweisungen zur Verfügung.

Das junge Unternehmen moneytransfer OÜ hat sich unter https://www.geldtransfer.org auf den Vergleich von Banken und Transferdienstleistern für internationale Geldtransfers spezialisiert. Durch die umfangreiche Datenbasis und die Integration von mehr als 30 Anbietern können Kunden mit Hilfe des Vergleichs bis zu 90% gegenüber ihrer Hausbank bei Auslandsüberweisungen sparen.

Kontakt
moneytransfer OÜ
Silko Vogt
Sepapaja 6
15551 Tallinn
+3726347317
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Dez 22 2017

In fünf Stufen zum Wert eines FinTechs

Empirische Untersuchung zeigt: Multiplikatorverfahren kann realistische Einschätzung des Unternehmenswerts in der Anfangsphase liefern

FRANKFURT/M. Das Banking wird digital und FinTechs haben oft die dazu passenden Lösungen. Immer mehr Banken möchten deshalb eines dieser Startups kaufen oder sich an ihm beteiligen. Um dabei keine falsche Entscheidung zu treffen, brauchen sie Daten zum Wert des ins Auge gefassten Unternehmens. Ermittelt werden diese unter anderem mit dem Multiplikatorverfahren. „Wir haben in einer empirischen Untersuchung herausgefunden, dass die Methode zu realistischen Ergebnissen führen kann“, so Stefan Steinhoff, Partner für Risk & Regulatory der TME AG, einer Frankfurter Unternehmensberatung für Financial Services.

Neben Investoren von außen – wie Banken – brauchen auch Gründer und Gesellschafter eines FinTechs belastbare Zahlen zum Wert des Unternehmens – sowohl ganz am Anfang als auch bei der weiteren Expansion. Beispielsweise muss man den Wert kennen, wenn eine Private-Equity-Finanzierung oder ein Börsengang ansteht. Vor allem im Frühstadium werde oft das Multiplikatorverfahren angewendet, das leicht verständlich und zumindest auf den ersten Blick leicht durchführbar sei, sagt Steinhoff. „Allerdings muss man sich auch der möglichen Schwachpunkte bewusst sein“, ergänzt der Experte, der zusammen mit Jochen Schneider, Consulting Manager im Bereich Risk & Regulatory der TME AG, ein Whitepaper zum Thema verfasst hat.

Bezug zu vergleichbaren Unternehmen
Letztlich basiert das Multiplikatorverfahren auf einem Vergleich mit den Marktpreisen ähnlicher Unternehmen, die in der Peer Group zusammengefasst werden. Vereinfacht gesagt, wird ein Multiplikator eines Referenzunternehmens mit der entsprechenden Bezugsgröße des betrachteten FinTechs multipliziert. Beispiel: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für das etablierte Unternehmen mal dem erwarteten Gewinn des FinTechs ergibt den Wert des FinTechs. Knackpunkte sind laut Schneider die Auswahl der geeigneten Vergleichsunternehmen (Peer Group) und der passenden Multiplikatoren. Bei Letzteren wird zwischen zwei Gruppen unterschieden: Equity-Multiplikatoren wie Kurs/Gewinn oder Kurs/Cashflow erlauben die Bestimmung des Marktwerts für das Eigenkapital. Entity-Multiplikatoren wie Unternehmenswert/Umsatz ergeben den Marktwert des Gesamtkapitals.

Der erste Schritt ist immer die Unternehmensanalyse, vor allem die Identifikation der wichtigsten Werttreiber. Es folgt mit der Suche nach der Peer Group die vielleicht schwierigste Aufgabe. „Mitglieder“ können börsennotierte oder in jüngster Zeit verkaufte Unternehmen sein, die vergleichbar zu dem FinTech sind, das bewertet werden soll. „Das heißt, man muss Firmen finden, die im gleichen Geschäftsfeld ein ähnliches Chancen- und Risikoprofil haben“, so Schneider. Um Fehler zu minimieren, braucht man mehrere solcher Unternehmen. Zudem müssen für diese alle notwendigen Daten zur Verfügung stehen. Und das ist noch nicht alles. Steinhoff: „In einem dritten Schritt werden die Daten aufbereitet. Dabei sind Sondereffekte herauszurechnen, weil man nicht nur eine Momentaufnahme machen möchte.“ Im vierten Schritt berechnet man die ausgewählten Multiplikatoren und schließlich im fünften Schritt den gesuchten Wert des FinTechs.

Praxistest mit Index KFTX
Für eine empirische Untersuchung zur Präzision des Multiplikatorverfahrens hat das TME Institut, wegen des in Deutschland noch relativ jungen FinTech-Markts, einen Index aus den USA gewählt. Im KBW Nasdaq Financial Technology Index (KFTX) sind 50 Unternehmen vertreten, die als repräsentativ für die neue Branche der FinTechs gelten. Für diese suchte TME sechs typische Multiplikatoren, die für die Jahre 2000 bis 2016 berechnet wurden. „Wir haben zudem nach den Geschäftsfeldern Anlage, Bezahlung, Dienstleistungen, Information und Infrastruktur sortiert, also Cluster gebildet“, erklärt Steinhoff. Mit der Bestimmung von Medianwerten bei den für ein Geschäftsfeld ermittelten Multiplikatoren wurde der Einfluss von Ausreißern verringert.

Geprüft wurden zwei Hypothesen: Da der Unternehmenswert durch das Risiko des Geschäftsmodells maßgeblich beeinflusst wird, kann ein Multiplikator auch als Ausdruck des geschäftsinhärenten Risikos gesehen werden. Diese Schlussfolgerung steht und fällt allerdings mit der Trennschärfe der gewählten Cluster. Anhand einer dezidierten Methodik stellte das TME Institut fest: Die höchsten Risiken sind bei FinTechs im Bereich Bezahlung zu finden. Ebenfalls mit Hilfe der geschäftsfeldspezifischen Multiplikatoren wurde die zweite Hypothese untersucht, die Schneider so beschreibt: „Wir nahmen an, dass die Unternehmenswerte von FinTechs im Zehnjahresvergleich ein hohes Niveau erreicht haben.“ Ergebnis: Seit der Finanzmarktkrise sind die betrachteten Multiplikatoren zwar deutlich gestiegen, sie liegen aber immer noch in etwa auf dem bereits vor dieser Krise erreichten Level. Dieses Ergebnis wird auch durch die zum Vergleich angeschauten Aktien der 100 amerikanischen Finanzdienstleister des Nasdaq Financial 100 gestützt.

Fazit der Whitepaper-Autoren: Grundsätzlich ist das Multiplikatorverfahren für FinTechs in der Anfangsphase aussagekräftig. Bleibt die Frage, ob sich diese Resultate auf den deutschen FinTech-Markt übertragen lassen. Nicht hundertprozentig, sagt Steinhoff. Für die Branche hierzulande sei es komplizierter, eine Peer Group zu bestimmen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind ebenso andere wie die gesetzlichen Vorschriften. Dazu kommt, dass in den USA Eigenfinanzierung vorherrscht, während in Deutschland die Finanzierungen eine größere Bandbreite haben. Dennoch ist das Multiplikatorverfahren nach Steinhoffs Ansicht auch für deutsche FinTechs sinnvoll – sofern es gelingt, Cluster vergleichbarer Unternehmen zu finden, man Zugriff zu deren relevanten Daten hat und die Methode an die örtlichen Gegebenheiten anpasst. Steinhoff: „Mit einem solch bedachten Einsatz ist das Verfahren zur Unternehmensbewertung zu empfehlen – zumal es oft die einzig verwendbare Methode darstellt.“

Das TME Institut für Vertrieb und Transformationsmanagement hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Seit 2011 geht es in Kooperation mit Universitäten und Fachexperten aktuellen Entwicklungen im Banking nach, insbesondere in den Bereichen „Risk & Regulatory“, „Transformation Management“ sowie „Digital Banking“. Neueste Publikation des Instituts ist das im November 2017 veröffentlichte Factbook „Innovative Geschäftsmodelle im Digital Wealth Management“ (Bank Verlag 2017). Dieses stellt über 70 Geschäftsmodelle vor, die eine Referenz für die anstehende Entwicklung der Vermögensverwaltung darstellen.

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Dez 13 2017

Erfolgsrezept für Fusionen in der Bankbranche

Horváth-Analyse untersucht Herausforderungen im Fusionsprozess und stellt Erfolgsfaktoren heraus

Erfolgsrezept für Fusionen in der Bankbranche

Infografik Fusionsbarometer 2017 (Bildquelle: Horváth & Partners)

Fusionen versprechen zwar Synergien, stellen das Management aber vor große Herausforderungen. Innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums soll aus zwei oder mehreren Unternehmen eine Organisation mit einheitlichen Prozessen, Abläufen und Strukturen geschaffen werden. Während Zusammenschlüsse in anderen Branchen mehrheitlich scheitern, erreichen drei von fünf Primärbanken (Genossenschaftsbanken und Sparkassen) ihre wesentlichen Fusionsziele. Dies zeigt eine Umfrage der Managementberatung Horváth & Partners unter mehr als 100 Führungskräften und Vorständen von Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenbanken im deutschsprachigen Raum. Die größte Herausforderung liegt in der Vereinbarkeit unterschiedlicher Unternehmenskulturen.

Fusionen bei Sparkassen und in der genossenschaftlichen Finanzgruppe sind herausfordernd durchzuführen, aber im Ergebnis durchaus erfolgreich. Über ein Drittel der befragten Teilnehmer verwirklicht rund 70 bis 80 Prozent der festgelegten Fusionsziele und mehr als die Hälfte realisiert überwiegend alle Ziele. Damit sind Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenbanken deutlich erfolgreicher als Fusionen in anderen Branchen, obwohl die Ziele, die sich Institute bei dem Zusammenschluss setzen, durchaus ambitioniert sind. Mehr als jeder zweite Befragte hält Kosteneinsparungen von 15 bis 25 Prozent für realistisch.

Allerdings gibt es auch Bedenken. Die Unverträglichkeit der Unternehmenskulturen wird zum Beispiel von jedem dritten Befragten als problematisch angesehen. „Wir empfehlen deshalb die frühzeitige Durchführung einer sogenannten ‚Cultural Due Diligence'“, erklärt Dr. Ingo Kipker, Partner und Bankexperte bei Horváth & Partners. „Mittels abgeleiteter spezifischer Change- und Kommunikationsmaßnahmen werden die Mitarbeiter in den Fusionsprozess aktiv eingebunden und über alle Schritte informiert.“

Als weitere Schwierigkeiten nennen die Befragten die Umsetzung der personellen Veränderungen und die Realisierung von Synergien. Bei kleineren Instituten gibt sogar mehr als die Hälfte der Befragten an, dass sie Schwierigkeiten bei der Realisierung von Synergien haben. „Für den Erfolg von Fusionen ist die Realisierung von Synergien ein weiterer Schlüsselfaktor. Die Definition eines Zielbetriebsmodells spielt als Treiber der Synergien eine wesentliche Rolle. Die künftig optimale Unternehmensarchitektur zur Umsetzung des Geschäftsmodells stellt eine Brücke zwischen der Strategie und der Umsetzung her und ermöglicht so einen effizienten Transformationsprozess“, erklärt Dr. Marcus Dahmen, Leiter des Banking Transformation Teams bei Horváth & Partners.

Im Anbahnungsprozess eines Zusammenschlusses wird vor allem die Zustimmung der Gremien als Herausforderung gesehen. Rund 25 Prozent der fusionserfahrenden Banken sehen die Zustimmung der Gremien als höchste Priorität. „Helfen kann hier eine ,Fusionsstory“, in der die Beweggründe für eine Zusammenlegung und die Vorteile für verschiedenen Stakeholder überzeugend dargestellt werden, einschließlich der Kosten- und Ertragsziele“, so Dahmen weiter. „Die Erreichung der gesteckten Fusionsziele ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis eines strukturierten Vorgehens in komplexen Transformationsprojekten.“

Über die Analyse:
Für die Analyse „Fusionsbarometer 2017“ hat die Managementberatung Horváth & Partners mehr als 100 Vorstände und Führungskräfte von Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Weitere Informationen finden Sie unter: http://hrvth.com/2uYtIuA

Horváth & Partners ist eine international tätige, unabhängige Managementberatung mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 800 hochqualifizierte Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Österreich, Rumänien, der Schweiz, Ungarn, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Mitgliedschaft in der internationalen Beraterallianz „Cordence Worldwide“ unterstützt die Fähigkeit, Beratungsprojekte in wichtigen Wirtschaftsregionen mit höchster fachlicher Expertise und genauer Kenntnis der lokalen Gegebenheiten durchzuführen.

Die Kernkompetenzen von Horváth & Partners sind Unternehmenssteuerung und Performanceoptimierung – für das Gesamtunternehmen wie für die Geschäfts- und Funktionsbereiche Strategie, Innovation, Organisation, Vertrieb, Operations, Controlling, Finanzen und IT. Horváth & Partners steht für Projektergebnisse, die nachhaltigen Nutzen schaffen. Deshalb begleitet Horváth & Partners seine Kunden von der betriebswirtschaftlichen Konzeption bis zur Verankerung in Prozessen und Systemen.

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Dez 7 2017

Bessere Beratung dank digitaler Tools

Hub Conference in Berlin zeigte Handlungsdruck für Banken

FRANKFURT AM MAIN. Daten und Algorithmen werden wie überall sonst auch in der Bankenbranche immer wichtiger. Das bedeute jedoch nicht, dass die persönliche Beratung ausgedient habe, sagt Stefan Roßbach vom Management Board der TME AG, einer Frankfurter Unternehmensberatung für Financial Services. Auf der Hub Conference in Berlin sei erneut deutlich geworden, dass die Zukunft den Unternehmen gehöre, „die sowohl ihre Kunden als auch die stets wachsenden Datenmengen besser verstehen“. Rund 3.000 „digital leaders“ trafen sich Ende November auf dem interaktiven Business Festival, um über den digitalen Zeitenwandel zu diskutieren.

Die Frage, ob Banken ihre Angebote an den digitalen Wandel anpassen sollten oder nicht, sei völlig überflüssig, so Roßbach. „Sie müssen es so schnell wie möglich tun, wollen sie nicht abgehängt werden.“ Bei der Geldanlage und anderen Dienstleistungen sowie Produkten der Finanzbranche würden digitale Tools die Berater perfekt unterstützen – sofern man die Tools richtig anwendet. Es werde mehr Individualität und ein umfassendes Kundenerlebnis geben, wie die Hub Conference klar gezeigt habe.

Die Zukunft gehört also einer Co-Existenz von Mensch und Maschine. Ja, trotz aller Digitalisierung werde die zwischenmenschliche Interaktion weiterhin erfolgskritisch bleiben, glaubt Roßbach. „Natürlich erwarten die Kunden heute einen top-informierten Berater, was nur mit Hilfe neuer Technologie möglich ist. So muss die Vielzahl der Daten, die der Kunde angibt oder durch seine Handlungen hinterlässt, intelligent ausgewertet werden. Wie auch in anderen Bereichen der Wirtschaft ist die Verwandlung von Big Data in Smart Data angesagt, also die Extraktion von leicht anwendbaren sowie genau passenden Daten aus riesigen unstrukturierten Datenmengen. Eine fundierte Kenntnis ihrer individuellen Situation und der Märkte ist indes für die Kunden nicht genug. Gleichzeitig suchen sie gerade wegen der zunehmenden Automatisierung Dinge, bei denen der Computer dem Menschen zumindest noch lange unterlegen sein wird: Empathie, Humor, Improvisation und die Fähigkeit zum echten Zuhören.

Um diesen Kundenwünschen Genüge zu tun, müssen sich Banken radikal verändern. Statt mehr oder weniger abgeschottet zu arbeiten, sollten sie sich laut Roßbach in digitale Ökosysteme einbringen – und das mit der für ein natürliches Ökosystem typischen Offenheit nach vielen Seiten. Damit sind unter anderem Kooperationen mit FinTechs gemeint. Aktuell würde in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern noch viel zu wenig in die FinTech-Szene investiert, bedauert Roßbach: „In den USA sind die Venture-Capital-Investments zwölfmal so hoch wie hierzulande.“ So sei es zu begrüßen, dass die KfW künftig gezielt Startups fördern wolle, um Deutschland zukunftsfit zu machen. Das sei unabdingbar, um auch in der digitalen Welt eine wirtschaftlich führende Rolle behaupten zu können.

Agilität sichert Überleben
Auf dem Weg dorthin haben Banken einige Herausforderungen zu bewältigen, die ebenfalls Thema auf der Hub Conference waren. Da ist zum Beispiel die immer schärfere Regulierung, der sich mit Unterstützung digitaler Lösungen leichter begegnen lässt. Weniger konkret, doch wohl noch wichtiger sei der kulturelle Wandel, den Kreditinstitute angehen müssten, betont Jan Franz, Consulting Manager der TME. Neben alten Tugenden, die etablierte Banken groß gemacht haben, brauche es heute Agilität in der Zusammenarbeit mit anderen. „Nur so kann das eigene oder auch das neue, etwa in Kooperation mit einem FinTech entstandene Geschäftsmodell immer wieder verändert werden“, so Franz. Und das sei in der sich schnell entwickelnden digitalen Welt überlebenswichtig.

Ändert man die Einstellung und betrachtet man statt der Probleme oder Herausforderungen vor allem die Chancen, sieht die Lage für Banken eher gut aus. Roßbach: „Sie haben Kontakt zu vielen verschiedenen Industrien einerseits und digitalen Marktführern andererseits. Ideal, um von disruptiven Trends zu profitieren.“ Beispiele dafür seien die Nutzung von Virtual Reality, Künstlicher Intelligenz und dem Internet of Things. Funktionieren werde das jedoch nur, wenn die Banken handeln. „Do Change Management“ sei auch ein Impuls, den er aus Berlin mitgenommen habe, sagt Roßbach. Ein anderer stamme von einem Startup und lautet: „Vision vor Mission!“ In diesem Aufruf stecke genau das, was jetzt entscheidend ist: „Die Digitalisierung erfordert vor allem ein neues Denken und eine höhere Geschwindigkeit. Und die Vision sollte klar sein, bevor die Mission startet, diese zu realisieren.“

Die TME AG – mit Sitz in Frankfurt Main – ist eine Unternehmensberatung für Financial Services, die auf Digital Banking, Risk & Regulatory sowie Transformation Management spezialisiert ist. Das Team ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette aktiv – von der Konzeption über die Transformation bis zur Umsetzung, insbesondere für digitale Geschäftsmodelle und deren regulatorische Anforderungen. Zu den Kunden zählen Banken und Versicherungen, aber auch FinTechs sowie Unternehmen aus der Digitalbranche.

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