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Okt 5 2018

Brunzel Bau: Faszination und Abenteuer – Technik des Bauens

Bau-, Sanierungs-, Modernisierung- oder Renovierungsmaßnahmen bedeuten Arbeit – Faszination und Abenteuer durch Einsatz von Technik. Seminarbeitrag von Heiko Brunzel, Bauunternehmer aus Velten, Brandenburg, Berlin

Brunzel Bau: Faszination und Abenteuer - Technik des Bauens

Brunzel Bau GmbH, Velten/Brandenburg

Die Technik des Bauens – Baugeschichte an Hand von fünf Baumaterialien erklärt. Mit den fünf Basismaterialien auf Zeitreise gehen: Holz, Stein, Ziegel, Beton und Gusseisen/Stahl. Diese Baustoffe schreiben Geschichte zur Erstehung von Behausungen, Ort- und Stadtentwicklung bis hin zu Metropolen, erläutert Heiko Brunzel, Bauunternehmer aus Velten / Brandenburg. Die Zeitreise zur Geschichte des Bauens geht zurück in die Steinzeit mit dem Urbaustoff Holz, zur kolossalen Steinbauweise der Griechen, Römer, über die Erfindung des Zements (Beton) bis zum Gusseisen beziehungsweise dem Stahl.

1.Baustoff Holz: alt – robust – wächst nach

Holz, der Urbaustoff führt zurück in die Steinzeit. Vorteil Holz: leicht zu verarbeiten und zu transportieren. Der Weg bis dahin war lang. In der Jungsteinzeit war der Bau einer Holzbebauung ein logisches Kommandounternehmen, das eine Sippe monatelang auf Trab hielt. Im Freilichtmuseum in Unteruhldingen am Bodensee zeugen die Pfahlbauten von der Genialität des Urbaustoffs. Diese Pfahlbauten stehen im Wasser. Holz – Holz und Wasser? Fault das nicht? Nein! Das Faszinierende: Ist Holz vom Wasser umgeben, wird die Sauerstoffzufuhr abgekoppelt und Holz konserviert. Diese Entdeckung steht Pate für den Bau der Hafenstädte Amsterdam und Venedig. Beide Städte stehen jeweils auf einer Millionenarmee von Baumstämmen, die in den schlammigen Meeresgrund getrieben wurden. Diese Baumstämme tragen die Fundamente der mächtigen Steinhäuser, erläutert Heiko Brunzel.

2.Baustoff Stein: Hart – Ewigkeit – Natürlichkeit

Stein mit gewaltigen Vorteil: Holz vermodert, ist es nicht von der Saustoffzufuhr abgeschlossen. Stein hält ewig, abgesehen von den Umweltschäden wie Abgasen und sauren Regen. Gewichte Nachteile: Stein ist schwer zu bearbeiten und zu transportieren. Das galt vor allem für die Zeit als die Technik aus Steinbeilen bestand und das Rad nicht erfunden war. „Die vielfältigen Steinbauten der Griechen und Römer sind kolossale Zeitzeugen. Als typisch römisch galt der gerade Weg über eine Schlucht, wie dem Pont du Gard in Südfrankreich. Die Wasserversorgung dank des Aquädukts der Römer. Faszinierend, täglich flossen 20.000 m3 besten Quellwassers durch das Aquädukt. Heute zeugen zahlreiche Bauten von der Genialität der Römer“, erläutert Heiko Brunzel.

3.Baustoff Ziegel: Lehm – Sonne – Ziegel

Lehm, eine tolle Sache, das wussten die Bewohner Mesopotamiens um 6.500 v.Chr. Aus feuchten Schlamm Schalen und Krüge formen, in der Sonne trocknen und fertig waren die Haushaltsutensilien. Die Herstellung einer festen Wand? Kein Problem. Lehm in ein dichtes Holzgeflecht hineinklatschten, trocknen lassen und fertig. Wie entstand der Baustoff Ziegel? Not macht erfinderisch: In einer Gegend, in der es mehr Schlamm als Holz zum Flechten gab, wurde das Holzgeflecht eingespart und der Lehm in kleinen Portionen getrocknet. Die Innovation bestand darin, diese kleinen Portionen Lehm zu formen, dass sie nach Trocknung zu einer Wand aufeinander schichtbar waren. Damit waren die Ziegel erfunden, gibt Bauunternehmer Brunzel zu bedenken.

4.Baustoff Beton: Grundrezept Beton aus der Natur

Beton – genialer Baustoff aus Zement, Ton mit Sand, Kies und Wasser gemischt, ökologisch und nachhaltig. Beton ein moderner Baustoff? Ein weitverbreiteter Irrtum, erläutert Heiko Brunzel. Schon die alten Römer bauten mit Beton. Vor 2.000 Jahren entdeckt, dass eine Mischung aus Sand, gebranntem Kalk und Wasser beim Austrocknen eine knochenharte Masse bildet. Ein weltberühmtes Bauwerk, an dem die Römer dieses Prinzip genial umgesetzt haben, ist das Pantheon in Rom – ein Tempel, den Kaiser Hadrian errichten ließ. Das Pantheon zählt zu den am besten erhaltenen antiken Gebäuden der Welt. Beton ist mittlerweile der meistverwendete Baustoff der Welt. Gesundes Wohnklima gepaart mit individueller Architektur erfüllt dieser ökologisch nachhaltige Baustoff Beton.

5.Baustoff: Gusseisen – extrem hart / Stahl – hart und elastisch

Eines der jüngeren Baustoffe ist Gusseisen bzw. Stahl. Die erste Eisenbahnbrücke wurde 1779 aus Gusseisenteilen montiert. The Iron Bridge über die Severn Gorge in Shropshire, Mittelengland revolutioniert das Bauen. Gusseisen und Stahl, die Wegbegleiter für die Architektur des 19. Jahrhunderts.

Mit der Entstehung der Eisenindustrie entstand eine Hochkonjunktur. Bauten entstanden, die ohne Gusseisen undenkbar waren. Gusseisen ließ sich rasch herstellen, war ein harter und haltbarer Baustoff, nur nicht elastisch genug, gibt Heiko Brunzel zu bedenken. Dies erforderte neue Innovation. „Die fehlende Elastizität wirkte sich auf Bauhöhe und Haltbarkeit von Gebäuden aus. Ein Beispiel, der Burj Khalifa zeigte eindrucksvoll, dass hohe Häuser schwankten. Dieses Hin und Her steckt das spröde Gusseisen nicht weg – es bricht. Der entscheidende Durchbruch kam mit der Entwicklung des wesentlich elastischeren Walzstahls. Der Stahlskelettbau und die Entwicklung des Wolkenkratzers waren dank des modernen Stahls möglich“, erläutert Heiko Brunzel.

Fazit: Technik prägt unser Leben – Erfindungsreichtum ohne Grenzen

Diese Baustoffe lösen bei Heiko Brunzel, Bauunternehmer aus Velten noch immer eine große Faszination aus. Seit vielen Jahrzehnten ist Heiko Brunzel erfolgreich in der Bauwirtschaft tätig. Zahlreiche Eigenheimträume verwirklicht Heiko Brunzel für Bauherren, sowie Projekt- und Objektbauten. Ein Blick in die Zukunft des Handwerks, die nächste Generation – was wird erwartet? Wie werden Technik und Handwerk in Zukunft arbeiten? Wichtige Themen sind Digitalisierung und Mobilität in der Bauwirtschaft, Visionen und Innovation der Baukultur, konstruktives Bauen, Normung für Planung und Umsetzung. Heiko Brunzel weist darauf hin, dass das wichtigste Thema die Begeisterung für das Bauen, Technik und Konstruktion ist. Wie Neugierig machen für technische Themen und das Bauen von Klein an? Spielerisch verschiedene Prinzipien wie Umformung von Material und physikalische Gesetzmäßigkeiten wie Stabilität und Gleichgewicht erproben? Zukunft und nächste Generation sind eng verbunden, Visionen und Innovationen von jetzigen Kindergartenkinder gestalten die Zukunft von morgen!

Der Bauunternehmer Heiko Brunzel ist seit 20 Jahren erfolgreich in der Branche tätig. Heiko Brunzel hat große Erfahrungen, sowohl im öffentlichen wie auch im privaten Hochbau und verfolgt die Philosophie der umfassenden Beratung, Qualität, Kompetenz, faire Preise, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Ehrlichkeit zum Kunden und den Objekten. Durch das komplexe Leistungsangebot erreicht Heiko Brunzel mit seiner Tätigkeit und Erfahrung höchste Synergieeffekte bei Sanierungen und Umbauten im Bestand.

Kontakt
Brunzel Bau
Heiko Brunzel
Germendorfer Straße 1
16727 Velten
0049 (0)3304 25 31 63
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Jan 23 2018

Emotion und Flexibilität

Multifunktionsarena für Erfurt

Emotion und Flexibilität

Blick in die neue, fertiggestellte Multifunktionsarena. (Bildquelle: OPTERRA/ Tino Sieland)

Als Leichtathletik- und Fußballstadion blickt das Erfurter Steigerwaldstadion auf eine glanzvolle und abwechslungsreiche Geschichte zurück. 1931 als Mitteldeutsche Kampfbahn für Turnfeste, Reiterspiele und Leichtathletikveranstaltungen eröffnet, wechselte es nach dem Kriegsende Funktion und Namen. Bevor nämlich die Sportarena 1948 als Georgij-Dimitroff-Stadion zum Heimspielort des damaligen Fußballvereins Turbine Erfurt wurde, nutzte man die Flächen zum Kartoffelanbau. Insgesamt fünf Länderspiele wurden in dem Stadion ausgetragen. Den Zuschauerrekord stellte jedoch ein Oberligaspiel mit 47.390 Besuchern auf. 1991 erhielt die Arena nach einer Befragung der Erfurter den Namen Steigerwaldstadion in Anlehnung an den nahegelegenen Steigerwald. Bis heute dient das Stadion neben den Heimspielen des SC Rot-Weiß Erfurt auch weiterhin als Austragungsort für Leichtathletikveranstaltungen und Open-Air-Konzerte.
In 2015 wurde das traditionsreiche Steigerwaldstadion nach einem Entwurf der HPP Architekten Düsseldorf bei laufendem Betrieb erneuert und erweitert. Gemeinsam mit der Köster GmbH, Osnabrück, erhielt man den Auftrag zur Umgestaltung bereits im November 2014. Pünktlich zum Auftakt der Saison 2016/2017 konnte die neue Multifunktionsarena im Sommer 2016 fertig gestellt werden.

Kombination aus Bestand und Neubau
Mit der Erneuerung und dem Neubau umfasst das Stadion jetzt 18.500 Plätze und zählt damit zum zweitgrößten Stadion Thüringens. Nicht nur der laufende Spielbetrieb, sondern auch der Erhalt der bisherigen Haupttribüne mit dem markanten Dach sowie der Flutlichtanlage waren die Vorgaben für den aufwändigen Umbau. Mit ihm erhielt die neue Arena eine besondere Ausstrahlung durch das neue Stadiondach sowie das neue Hauptgebäude auf der Ostseite. Zudem ist das Stadion durch neue Tribünen auf der Nord-, Süd- und Ostseite und in Verbindung mit der Westtribüne nun eine geschlossene Einheit. Gleichzeitig entstand unterhalb der neuen Tribünen eine Promenade, die sich zum frei gestalteten grünen Außenraum der Arena öffnet. Der bestehenden Westtribüne steht auf der Ostseite der Arena das neue Hauptgebäude gegenüber.

Sportstadion und Veranstaltungszentrum
Mit den Erweiterungsbauten hat die neue Multifunktionsarena die Grundform eines Achtecks. Das Spielfeld ist von allen Seiten von Einrangtribünen mit Überdachung umgeben. Mit der an den rückwärtigen Seiten weitgehend geschlossenen Tribünenanlage haben die Architekten gleich drei wichtige Aufgabenstellungen gelöst. Zum einen sorgt die wie ein „Kessel“ ringsum geschlossene Tribüne für eine stimmungsvolle Atmosphäre, zum anderen verhindert sie Schallprobleme und Durchzug auf den Sitzplätzen. Zusätzliche rückseitig zwischen den Tribünenstützen gespannte Paneele schützen die Umgebung vor der Schallausbreitung aus dem Stadioninneren und dienen gleichzeitig als beidseitig nutzbare Werbefläche.
Mit der Promenade führt ein breiter Fußgängerweg um das Stadion. Er ist durch die Tribünen in weiten Teilen witterungsgeschützt und dient als barrierefreie Erschließung des Stadions. Der Zugang zur Promenade erfolgt über die beiden zentralen Eingänge im Norden und Süden der Arena.
Dank ihrer Konzeption wird die neue Multifunktionsarena ihren Funktionen als Leichtathletik-Stützpunkt und Heimstadion für den FC Rot-Weiß Erfurt problemlos gerecht. Die Heimfans haben auf der Südtribüne ihre „neue“ Fankurve, die Gästefans finden räumlich getrennt ihren Platz auf der Nordtribüne. Besonders herauszuheben ist die Osttribüne mit dem dahinterliegenden neuen Hauptgebäude. Hier sind alle wesentlichen Funktionen von den Umkleiden, den Presse- und Businessbereichen über die Büros des Betreibers, dem Cateringbereich bis hin zu den Räumen für die Ver- und Entsorgung untergebracht.
Mit der Ausrichtung zum Südpark sowie eines großzügigen Eingangs Richtung Süden bewahrt sich das neue Bauwerk seine Eigenständigkeit als multifunktionale Veranstaltungslocation. Zudem wird der Neubau aufgrund seiner Konzeption sowohl Messen und Events als auch Sportveranstaltungen und Tagungen gerecht.

Zeitvorteil durch Betonfertigteile
Um im eng gesteckten Zeitrahmen möglichst zügig und weitgehend witterungsunabhängig vorgehen zu können, entschied man sich für den Einsatz von Betonfertigteilen. Aus diesem Grund beauftragte die Bietergemeinschaft HPP Architekten und Köster GmbH die die ortsansässige BFE Beton Fertigteilbau Erfurt GmbH mit der Herstellung und Montage der notwendigen Fertigteile. Insgesamt 150 Stützen, 228 Wände, 960 Zwischenbalken, 70 Unterzüge sowie 420 Stufen produzierten die Betonfertigteilespezialisten für die neue Tribünenanlage. Allein die Zahnbalken und Stützen mit einer Höhe von 15 bis 16 Metern ergeben in Summe ein Gewicht von 7.680 t und benötigten rund 5.000 m3 Beton. Neben der hohen Maßhaltigkeit aufgrund der besonderen Tribünenform waren im Fertigungsprozess der Stützen auch zahlreiche Einbauteile z. B. für die spätere Montage der Dachtragkonstruktion einzubauen. Selbstverständlich sind alle sichtbaren Betonoberflächen in entsprechender Sichtbetonqualität ausgeführt. Je nach Anforderung an die Betonfertigteile kamen als Zemente CEM I 42,5 R und CEM I 52,5 R (ft) der OPTERRA Zement GmbH, Werk Karsdorf, zum Einsatz.

Optimierte Baustellenlogistik
Seit Mai 2015 produzierte die BFE Stützen, Treppen, Stufen und Wände für die Tribünenanlage. Ende April war der Tribünenbau weitgehend abgeschlossen. Die notwendigen individuellen Schalungen für die Tribünenfertigteile stellten die Betonbauer selbst her. Nach dem Einbringen der Bewehrung und der geforderten Einbauteile erfolgte zunächst die Kontrolle der Bewehrung bevor mit dem Betonieren begonnen wurde. Nach zwölf Stunden wurden die Teile ausgeschalt und für mindestens einen Ruhetag gelagert. Anschließend wurden dem Bauablauf folgend die benötigten Teile zum Stadion transportiert und dort eingebaut.
Zu den Besonderheiten zählten ohne Zweifel die Stützen und Auflager, die an den Eckpunkten der Tribünen angeordnet sind. Hier war eine sehr hohe Maßhaltigkeit gefordert, damit die Einleitung der statischen Kräfte in das Tragwerk sichergestellt werden konnte. Gleiches galt auch für die exakte Positionierung der Einbauteile für die spätere Aufnahme von Anbauteilen. Hierzu zählten insbesondere das Dachtragwerk aus Stahlfachwerkbindern.
Sowohl die Anbindung des Hauptgebäudes an die Osttribüne sowie das Gebäude selbst wurden teilweise in Ortbeton ausgeführt. In dem von der K+B Kies und Beton GmbH, Erfurt, sowie der Berger Beton GmbH, Erfurt, bereitgestellten Transportbeton kam ein CEM II/A-LL 42,5 R der OPTERRA Zement GmbH, Werk Karsdorf, zum Einsatz.

Identität im Arenainnenraum
Das neue Stadiondach verkörpert die architektonische Idee und bildet die Arena im Außenraum ab. Gleichzeitig musste die neue Stadionüberdachung mit dem markanten Dach der Westtribüne harmonieren. Auf allen Tribünen sorgt die Ausdehnung der Dachfläche für witterungsgeschützte Sitzplätze. Als Deckmaterial kommen weiße Trapezbleche zum Einsatz. Die neuen Sitze des Stadions sind wahlweise rot oder weiß. Im Gesamtbild ergibt sich so eine rot-weiß gepixelte Tribünenansicht, die nicht nur die Farben des Freistaats Thüringen und des Deutschen Leichtathletikverbandes, sondern auch die des FC Rot-Weiß Erfurt vereint.

OPTERRA ist ein Tochterunternehmen des weltweit agierenden CRH-Konzerns. Mit einer jährlichen Produktionskapazität von 3,5 Millionen Tonnen Zement gehört OPTERRA zu den führenden Zementherstellern Deutschlands. In den Werken Karsdorf bei Leipzig, Wössingen bei Karlsruhe, Sötenich bei Köln und Neufahrn in Niederbayern sind 380 Mitarbeiter tätig. Sie sichern eine starke Position im Süden, Osten und Westen des Landes. Moderne Technik und fachliche Kompetenz setzen Maßstäbe bei der Qualität der mehr als 30 angebotenen Zementsorten. Daneben bietet OPTERRA umfangreiche Services rund um die Themen Anwendungsberatung, Vertrieb, Qualität und Logistik.

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Nov 21 2017

Ökologisches Vorbild für das Bauen der Zukunft

Erweiterungsbau für das Umweltbundesamt Dessau

Ökologisches Vorbild für das Bauen der Zukunft

Bei 60 Prozent des angelieferten Betons handelt es sich um Recycling-Beton. (Bildquelle: OPTERRA/Sven-Erik Tornow)

Seit 2005 hat das Umweltbundesamt (UBA) seinen Sitz in Dessau-Roßlau. Bis heute gilt das Hauptgebäude als ökologischer Musterbau. Trotz seiner vielen Vorzüge hat es eines aber nicht: genug Platz für die stetig wachsende Zahl an Mitarbeitern. Allein 97 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind außerhalb des Hauptgebäudes in zusätzlich angemieteten Büros untergebracht. Aus diesem Grund entsteht direkt auf dem UBA-Gelände im Dessauer Gasviertel ein Erweiterungsbau. Das vom Berliner Architekturbüro Anderhalten Architekten entworfene Plus-Energie-Gebäude wird – wie das Haupthaus – ein ökologischer Bau der besonderen Art.

Null-Energie-Haus-Standard
Natürlich soll auch der Erweiterungsbau wieder neue Standards bei Bundesbauten setzen. Allein der Plus-Energie-Haus-Standard, der mit dem Neubau realisiert werden soll, ist schon ein besonderes Highlight. Denn trotz des neuen Gebäudes mit über 111 Arbeitsplätzen und einem großen Konferenzbereich wird auf dem gesamten UBA-Areal nicht mehr Energie verbraucht als vorher. Schließlich – so ist der Plan – versorgt sich der Erweiterungsbau im Betrieb komplett selbst mit erneuerbaren Energien.

Gestalterische Einbindung
Jedoch galt es zunächst, ein passendes architektonisches Konzept für die Erweiterung zu finden. Immerhin dominiert das bereits bestehende Umweltbundesamt auch in städtebaulicher Hinsicht das vorhandene Areal. Deshalb ordneten die Architekten im südöstlichen Grundstückbereich ein freistehendes, viergeschossiges Gebäude an, dessen Höhe und Kubatur sich aus dem vorhandenen Kontext entwickelt. Zum einen stellt der Erweiterungsbau eine „formale“ Verbundenheit zur vorhandenen Bebauung dar, zum anderen ist er zugleich ein Solitär. Dies zeigt sich sowohl durch die amorphe Form des Kubus als auch durch die auffällige Fassadenkonstruktion. So prägen die alternierenden Flächen, die abwechselnd transparent, transluzent oder opak sind, die skulpturale Fassadenstruktur. Aufgrund dieser wie „gefaltet“ wirkenden Struktur konnte die Fassadenoberfläche vergrößert werden, was den Energieeintrag zusätzlich optimiert.

Photovoltaik und Erdwärme liefern Energie
Denn auch die komplett aus Photovoltaik-Elementen bestehende Fassade ist Teil des energetischen Konzeptes. Zusammen mit weiteren Modulen auf dem Dach des Gebäudes liefern sie den Strom, den der Erweiterungsbau für den Betrieb benötigt, sie sind das Kraftwerk des Gebäudes. Über 31 Sonden, die bis 25 Meter tief in den Boden eingebracht werden, nutzt man zudem Erdwärme zum Heizen und Kühlen. Zusätzlich wird im Sommer den Büros nachts durch zentral gesteuertes Öffnen der Fenster kühle Luft zugeführt. Zwei Atrien sorgen nicht nur für ein hohes Maß an Tageslicht, sondern aufgrund des Kamineffektes auch für eine anlagenfreie Belüftung des Neubaus. Weitere Energieeinsparung erfolgt durch die komplette Belichtung mit LED- und Energiesparbeleuchtung.

Gut Rund 60 Prozent Recycling-Beton
Konstruktiv handelt es sich bei dem Neubau um einen massiven Beton- bzw- Stahlbetonbau. Fast 3.000 Kubikmeter Beton wurden hierfür an die Baustelle geliefert. Bei 60 Prozent des angelieferten Betons handelt es sich um Recycling-Beton – ein weiteres Novum, zumindest für das Bundesland Sachsen-Anhalt. Denn bisher wurden in diesem Bundesland noch keine Gebäude mit Recycling-Beton ausgeführt. Das stellte alle Baubeteiligten vor Herausforderungen, schließlich waren einige Projektbeteiligte von der Funktionssicherheit dieses „neuen“ Betons aus „altem „Beton“ zu überzeugen. Aber auch deutschlandweit ist der Einsatz von Recyclingmaterial in Frischbetonen noch eine Seltenheit. Selbst für den Transportbeton-Hersteller, die Kann Beton GmbH aus Dessau, war es nicht so einfach einen Lieferanten für den Kiesersatz zu finden. Denn das Recyclingmaterial muss nicht nur eine Korngröße von 8 bis 16 mm besitzen, sondern zusätzlich auch eine Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik – DIBt – in Berlin nachweisen. Im Vorfeld stellte man veranlasst durch das UBA entsprechende Berechnungen an, um sicherzustellen, dass die Verwendung von Recycling-Beton auch mit der CO2-Bilanz der Baustelle zu realisieren ist. Am Ende wurde man in Berlin fündig. Aber das war schon sehr knapp. „Hätte die Firma nur ein paar Kilometer außerhalb des Zulieferkreises gelegen, hätten wir komplett normalen Beton nehmen müssen“, sagt Antje Schindler, Referatsleiterin für Bau und Technik im UBA.

Herausforderung gemeistert
Auch für alle an der Betonherstellung Beteiligten war das Thema Recycling-Beton eine besondere Herausforderung. Sowohl die technischen Experten bei der Kann Beton Niederlassung in Dessau wie auch der Zementlieferant entwickelten Hand-in-Hand eine Betonmischung, die den Anforderungen für den Neubau entsprach. Als Zement kam ein CEM III/A 32,5 N-LH/NA der OPTERRA Zement GmbH, Werk Karsdorf, zum Einsatz.

Fassade als Sonderanfertigung
Mittlerweile ist der Rohbau komplett fertiggestellt und die Fenster mit Dreifachverglasung eingebaut. Ab dem Sommer wurde dann mit der Installation der Fassadenelemente begonnen. Die Fertigstellung ist für den Herbst geplant. Hier kam es zu Verzögerungen, da die Ausschreibung für die außergewöhnliche Gebäudehülle wiederholt werden musste. Denn die beauftragte Firma konnte die gestellten Anforderungen nicht erfüllen. „Es ist eine Sonderanfertigung, die in dieser Dimension in Deutschland noch nicht gebaut wurde“, erläutert Antje Schindler die Hintergründe.

Fertigstellung im Frühjahr 2018
Mit den ersten Planungen für den Erweiterungsbau startete das UBA bereits 2008. Die Grundsteinlegung erfolgte im April 2017. Im Frühjahr 2018 soll das neue Gebäude fertig gestellt, möbliert und bezogen werden. Zeitgleich mit der Nutzung beginnt auch das betriebsbegleitende Monitoring. Einerseits, um die Haustechnik zu optimieren, und andererseits, um herauszufinden, ob des Ziel „Null-Energie-Haus“ tatsächlich auch erreicht wird. Das ökologische Vorbild für das Bauen der Zukunft wird im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, dem Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt und der Landesbauverwaltung Sachsen-Anhalt mit einer Investitionssumme von rund 13,5 Mio. Euro errichtet.

OPTERRA ist ein Tochterunternehmen des weltweit agierenden CRH-Konzerns. Mit einer jährlichen Produktionskapazität von 3,5 Millionen Tonnen Zement gehört OPTERRA zu den führenden Zementherstellern Deutschlands. In den Werken Karsdorf bei Leipzig, Wössingen bei Karlsruhe, Sötenich bei Köln und Neufahrn in Niederbayern sind 380 Mitarbeiter tätig. Sie sichern eine starke Position im Süden, Osten und Westen des Landes. Moderne Technik und fachliche Kompetenz setzen Maßstäbe bei der Qualität der mehr als 40 angebotenen Zementsorten. Daneben bietet OPTERRA umfangreiche Services rund um die Themen Anwendungsberatung, Vertrieb, Qualität und Logistik.

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Okt 24 2017

Öko auf ganzer Schiene

„Grüner Bahnhof“ Lutherstadt Wittenberg

Öko auf ganzer Schiene

Der „Grüne Bahnhof“ ist grundsätzlich auf eine ressourcenschonende Energieerzeugung ausgerichtet. (Bildquelle: OPTERRA/Sven-Erik Tornow)

Bahnfahren ist umweltfreundlich. Das belegen zahlreiche Studien und Vergleiche zwischen unterschiedlichen motorisierten Fortbewegungsarten. Im direkten Vergleich zwischen Flugzeug, Bus, Auto oder Bahn schneidet letztere bei der CO2-Emmission am besten ab. Aber nur, wenn der Reisende auch die Ökostrom-Variante mit bucht. Etwas anders sieht es eine Untersuchung aus den USA, die neben den reinen Umweltbelastungen der einzelnen Fahrt auch den energetischen Aufwand für die Herstellung der Züge, Bahnstrecken und Bahnhöfe berücksichtigt. Offensichtlich hat sich die Deutsche Bahn AG auch mit dieser Betrachtungsweise auseinandergesetzt. Denn seit dem Frühsommer 2014 gibt es den ersten CO2-neutralen Bahnhof im nordrhein-westfälischen Kerpen-Horrem. Passend zum Reformationsjubiläum 2017 wurde im Dezember 2016 dann der klimafreundlichste Bahnhof Deutschlands in der Lutherstadt Wittenberg eröffnet.

CO2-neutraler Bahnhof
Dahinter steckt das Baukonzept „Grüner Bahnhof“. Es sieht zum einen vor, Bahnhöfe klimaneutral zu betreiben, zum anderen steht der Komfort für die Reisenden und Besucher des Bahnhofs im Fokus. So ist der „Grüne Bahnhof“ grundsätzlich auf eine ressourcenschonende Energieerzeugung ausgerichtet. Hierfür werden unterschiedliche Bauteile zusätzlich genutzt. Das begrünte Flachdach wirkt der Flächenentsiegelung entgegen, verbessert das Mikroklima und verzögert den Ablauf des Regenwassers. Gleichzeitig wird das überschüssige Regenwasser gesammelt und anschließend im Gebäude für die Wasserversorgung der Toiletten wiederverwendet. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach versorgt das Gebäude CO2-frei mit Strom. Mit Hilfe von Erdwärme übernimmt eine Geothermie-Anlage die Beheizung und Kühlung des „Grünen Bahnhofs“. Effiziente LED-Leuchten und ein hoher Tageslichtanteil sorgen für lichtdurchflutete Räume. Ein zentraler, offener Wartebereich mit WLAN-Hotspot in der Empfangshalle ermöglicht den Reisenden einen angenehmen Aufenthalt. Dafür sorgen auch bequeme Sitzmöbel mit Lademöglichkeiten für Elektrogeräte wie zum Beispiel Mobiltelefone.

Modular denken, digital planen, regional anpassen
Das DB-eigene Architekturbüro I.SBO der DB Station&Service AG unter der Leitung von Heiner Hühnerbein hat das Baukonzept des „Grünen Bahnhofs“ entwickelt. Mit dem Konzept kann man flexibel auf die Anforderungen von mittelgroßen bis großen Empfangsgebäuden eingehen. Ähnlich der modularen Konzepte industrieller Vorfertigung basiert die Grundstruktur des „Grünen Bahnhofs“ auf einem Raster von 5 x 5 Metern, das je nach regionalem Bedarf erweitert werden kann. Die Farbgebung und die Materialauswahl der Fassade wurden in Lutherstadt Wittenberg und Kerpen-Horrem für den jeweiligen Standort modifiziert. Materialien und Baustoffe stammen überwiegend aus der Region – im Sinne kurzer, energiesparender Wege und Stärkung des Handwerks vor Ort.

Zudem planten die Verantwortlichen das neue Empfangsgebäude in Lutherstadt Wittenberg mit „Building Information Modelling“ (BIM). Dabei entsteht ein dreidimensionales Modell des zukünftigen Gebäudes mit allen relevanten Daten und Informationen. BIM findet über die Planungsphase hinaus auch während des Bauablaufes bis hin zum Betrieb des Bahnhofes Anwendung.

Klassische Bauweise
Konstruktiv handelt es sich beim neuen Bahnhof Lutherstadt Wittenberg um eine Stahlbeton- und Stahlkonstruktion. Auf einer Bruttogrundfläche von 658 m2 bietet der neue Hallen- und Wartebereich 24 Sitzplätze mit Stromanschluss. Die Fassaden des neuen Bahnhofgebäudes bestehen zu 57 Prozent aus verglasten Flächen, die übrigen 43 Prozent aus Klinkermauerwerk. Auf dem Flachdach wurden insgesamt 230 m2 extensiv begrünt, auf weiteren 120 m2 installierte man eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 20.500 kWh pro Jahr. Mittels Geothermie lässt sich das Bahnhofsgebäude wahlweise wärmen oder kühlen. Die kalkulierte Leistung liegt für das Heizen bei 35 kW und für die Kühlung bei 18 kW. Über die Photovoltaikanlage und die Geothermieanlage wird der errechnete Jahresendenergiebedarf des „Grünen Bahnhofs“ abgedeckt. Darin enthalten sind die Energie für Heizen, Kühlen, Lüften, Warmwasserbereitung und Beleuchtung. Berücksichtigt wurde der reine Betrieb der Bahnhofsfunktionen ohne den Energiebedarf der Mieter.

Gut gegründet
Für die Gründung und den Stahlbetonanteil der Tragkonstruktion lieferte die Fenger-Beton und Kies GmbH & Co. KG aus dem Werk Pratau nahe der Lutherstadt Wittenberg rund 600 m3 Transportbeton. Zur Herstellung des Betons kam ein CEM II/B-S 42,5 N der OPTERRA Zement GmbH, Werk Karsdorf, zum Einsatz. Für diesen Zement liegen entsprechende Umweltproduktdeklarationen (EPD) zur Herstellung von Betonen der Festigkeitsklassen C25/30 und C30/37 vor. Die Lieferung des Transportbetons erfolgte in enger Abstimmung mit dem Generalunternehmer gemäß Bauablauf. Zur Sicherstellung der Qualität erfolgten regelmäßige werkseitige Kontrollen.

Investition in die Zukunft
Für den Neubau des Bahnhofsgebäudes, die Modernisierung der Bahnhofsanlagen sowie die Neugestaltung des Umfelds haben die DB, das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt knapp 15 Millionen Euro investiert. Der Bahnhofsneubau war auch Teil des Engagements der DB zum Reformationsjubiläum 2017. Allein zum Festgottesdienst des Kirchentages am 28. Mai auf den Elbwiesen wurden mehr als 120 zusätzliche Züge eingesetzt, um Gäste nach Wittenberg zu bringen.

Überzeugendes Konzept
Entsprechend freudig zeigten sich denn auch die führenden Spitzen des Landes und der Stadt anlässlich der Einweihung des neuen Bahnhofes am 9. Dezember 2016. So erklärte der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff: „Sachsen-Anhalt ist stolz, einen der ersten CO2-freien Bahnhöfe zu haben. Der Grüne Bahnhof steht unserem Land, das führend bei der Umsetzung der Energiewende ist, gut zu Gesicht. Unseren Gästen präsentieren wir uns damit ganz im Sinne der Reformation: zeitgemäß und innovativ.“ Auch Oberbürgermeister Torsten Zugehör äußerste sich überzeugt: „Rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum bekommt Lutherstadt Wittenberg einen hochmodernen und sehr repräsentativen Bahnhof. 3.650 tägliche Pendler und die Besucher unserer Stadt nutzen künftig die moderne und besonders umweltfreundliche Station mit optimaler Verknüpfung aller Verkehrsträger.“

Klare Ziele
Das Baukonzept „Grüner Bahnhof“ ist ein Baustein zur Erreichung der Klima- und Lärmschutz-Ziele, die sich die DB bis zum Jahr 2020 gesetzt hat. So sollen 30 Prozent spezifischer CO-Emissionen gegenüber 2006 reduziert, 45 Prozent Erneuerbare Energien im DB-Bahnstrommix eingespeist und der Schienenverkehrslärm gegenüber 2000 halbiert werden.

OPTERRA ist ein Tochterunternehmen des weltweit agierenden CRH-Konzerns. Mit einer jährlichen Produktionskapazität von 3,5 Millionen Tonnen Zement gehört OPTERRA zu den führenden Zementherstellern Deutschlands. In den Werken Karsdorf bei Leipzig, Wössingen bei Karlsruhe, Sötenich bei Köln und Neufahrn in Niederbayern sind 380 Mitarbeiter tätig. Sie sichern eine starke Position im Süden, Osten und Westen des Landes. Moderne Technik und fachliche Kompetenz setzen Maßstäbe bei der Qualität der mehr als 40 angebotenen Zementsorten. Daneben bietet OPTERRA umfangreiche Services rund um die Themen Anwendungsberatung, Vertrieb, Qualität und Logistik.

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Okt 16 2017

Neue Vorschriften für Güllelager & Silos

Verordnung AwSV für wassergefährdende Stoffe ist seit August in Kraft

Neue Vorschriften für Güllelager & Silos

Zweikomponenten Epoxidharzbeschichtung für Beton-und Metallflächen, säurefest und UV-beständig

Augsburg, Oktober 2017 – Die seit März beschlossene neue Anlagenverordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, ist seit August rechtskräftig. Das Bautenschutz-Unternehmen Polysafe www.polysafe.eu bringt sich als Lösungsanbieter in diese Problematik ein und bietet den Handwerksbetrieben Technische Merkblätter zu allen Produkten.

Aufsichtsbehörden schreiben Bauherren Produkte vor

Produkte, die bereits über ein CE-Zeichen verfügen und rechtmäßig in anderen EU-Staaten vermarktet werden, sollen in Zukunft über Bauregellisten zusätzliche Genehmigungen brauchen. Es kann aber nicht sein, dass Aufsichtsbehörden den Bauherren vorschreiben, welche Produkte bei welchem Hersteller gekauft werden müssen. Zum Beispiel ist ein im Asphalt zugelassener Bitumen ein immatrikulierter Rohstoff und kann entsprechend im Silo verwendet werden: Rezeptur ist säurefest und BAM (Bundesanstalt für Materialforschung- und prüfung) zertifiziert. Somit können auch Epoxidharze oder Polyurethane von Polysafe www.polysafe.eu verwendet werden, da diese nach REACH und CE Lieferantenerklärung zertifiziert sind.

CE-Zulassungen in doppelter Ausführung machen weder für den Fachbetrieb noch für den Handwerker Sinn

Das Bautenschutz-Unternehmen Polysafe fordert daher Zulassungsbehörden auf, künftig die Beton-Vorbereitung „SILO in SILO“ – technische Anwendung zu unterstützen. Das würde bedeuten: das Polysafe die Materialien nach der Prüfung durch KIWA vorlegen und die Verarbeitungshinweise baurechtlich bei den Zulassungsbehörden unter dem Namen „POLYREITH“ genehmigen lassen muss. (Nr. Z-59.15-402) Ein großes Augenmerk legt der Fachbetrieb hierbei auf die Beton-Vorbereitung bei Neu- und Altbauten mit Reinigung durch Höchstdruck- Wasserstrahlen oder Sandstrahlen – Haftzugfestigkeit DIN 11622 – (Bemessung, Ausführung, Beschaffenheit – Gärfuttersilos und Güllebehälter aus Stahlbeton, Stahlbetonfertigteilen, Betonformsteinen und Betonschalungssteinen). Das vollständige Verschließen der Fehlstellen, Poren und Kapillaren im Untergrund kurz Porenschluss genannt, sollte nach handelsüblichen Feinputzmaßnahmen jedoch zwingend mit Epoxidharz (Haftsiegel) grundiert werden, damit eine Dampfsperre erzeugt wird.

Polyreith EP – Vergussmasse aus zweikomponentiger Kunstharzmischung

Danach folgt die zulassungspflichtige Lackierung mit „Polyreith EP“ (JGS geprüft). An dieser Stelle jedoch ist es dem Anwender freizustellen, welche Haftdauer er gegenüber diversen Chemikalien haben möchte. Epoxidharz mit der Haftdauer von sieben Jahren, Polyurethan mit einer Haftdauer von vier Jahren oder Bitumen mit einer Haftdauer von zwei Jahren. Die Häufigkeit dieser wiederholenden Maßnahme richtet sich nach dem Grad der Beschädigungen im laufenden Betrieb oder nach den strengen Hygienemaßnahmen, die der Betreiber wünscht. Aufgrund seiner selbstnivellierenden (selbstglättenden) Eigenschaft sowie seiner hochchemischen Beständigkeit empfiehlt sich POLYREITH MD50-EPO (geprüft und zugelassen nach dibt/WHG-Wasserhaushaltsgesetz) für Innen-, Außen-, Wand- und Bodenflächen.

Zusammenfassung zu „SILO in SILO“ Zulassung

Haftzugfestigkeit nach DIN 11622
Dampfsperre mit EP Haftsiegel WAS 2K
Porenschluss durch handelsübliche Materialien
Säurefeste, dichte Lackierung wahlweise Polyreith
Oder Bitumen, SiloEmaillith, Epoxidharze, Polyurethan usw.

Die Polysafe GmbH www.polysafe.eu ist ein Bautenschutz-Unternehmen mit Stammsitz in Augsburg. Die Firma wurde 1975 von Joachim Reith gegründet und begann 1979 säurebeständige Beschichtungs-Systeme für Hoch- und Tiefsilos sowie Stallanlagen herzustellen. 1984 fing das Unternehmen mit eigenen Bautrupps an, Silos zu renovieren. Seit 1990 ist der Hersteller mit zwei Handwerks-Niederlassungen überregional tätig. Fachberater für Silolacke, Renovierungen und Asphaltbau stehen europaweit zur Verfügung.

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Polysafe Handels-Gesellschaft M.B.H.
Beatrix Leutgeb
Riedfeldstraße 5
4770 Andorf
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Okt 13 2017

BHS-Sonthofen: Mischer aus Bayern auf dem Dach der Welt

Mischen von Staudammbeton: Doppelwellen-Chargenmischer im Einsatz in 3.700 m Höhe

BHS-Sonthofen: Mischer aus Bayern auf dem Dach der Welt

Sechs Mischer von BHS-Sonthofen befinden sich im Bauwerk der Dosieranlage

Beim Bau des Staudamms „Dagu“ in der Nähe der tibetanischen Stadt Zangmu werden sechs von BHS-Sonthofen gelieferte Doppelwellen-Chargenmischer vom Typ DKX 6.0 den Beton für den Dammkörper herstellen. Die Baustelle befindet sich auf 3.700 m Höhe über dem Meeresspiegel – noch nie sind Mischer von BHS an einem höher gelegenen Standort zum Einsatz gekommen. Für den Einsatz in dieser Höhe hat BHS die Mischer speziell an die besonderen Herausforderungen der Baustelle angepasst.

Die ersten beiden Mischer vom Typ DKX 6.0 haben am 12. Juli 2017 den ersten Beton hergestellt, vier weitere hat die Sinohydro No. 9 Engineering Company Mitte September 2017 in Betrieb genommen. Bis zum Ende der Bauzeit, voraussichtlich in 2019, werden die Mischer rund drei Millionen Tonnen Walzbeton (RCC – Roller Compacted Concrete) herstellen. Die gesamte, aus sechs Mischern bestehende Anlage ist auf eine Produktion von 160.000 m³ Festbeton pro Monat ausgelegt.

Die Mischer sind mit einem Grobkorn-Mischwerk ausgerüstet, das sich bei den im Staudammbau typischen Korngrößen von bis zu 160 mm auf vielen Baustellen weltweit bewährt hat.

Bei einem Austrag von 6 m³ Festbeton pro Charge und bis zu 48 Zyklen pro Stunde kann jeder Mischer bis zu 288 m³ Festbeton pro Stunde liefern. Zu den kurzen Taktzeiten tragen neben der intensiven Durchmischung des Betons auch die besonders großen Drehschieber am Boden des Mischtrogs bei, die den Entleervorgang deutlich beschleunigen.

Da außerordentlich große Mengen zu verarbeiten sind, hat BHS die Mischertröge mit seinen 28 mm dicken „Optilong“-Verschleißkacheln in verstärkter Ausführung ausgestattet. Ihre Lebensdauer ist im Vergleich mit den üblicherweise auf Baustellen verwendeten Rautenkacheln nahezu doppelt so hoch. Die unterschiedlichen Werkstoffhärten der einzelnen Kachelreihen gewährleisten eine gleichmäßige Abnutzung über sämtliche Verschleißzonen.

Auch der Lage der Baustelle in einer abgelegen Region trägt BHS Rechnung: Für den Fall, dass die Energieversorgung nicht zuverlässig ist, sind spezielle Motorkupplungen verbaut: Die hydrodynamischen Turbokupplungen reduzieren sowohl mechanische als auch elektrische Belastungsspitzen. Sie haben sich insbesondere bei kritischen Netzverhältnissen bewährt.

Da die Luft in großer Höhe weniger Wärme von den Elektromotoren abführt, hat BHS die Mischer mit Spezialmotoren ausgestattet, die über eine besondere Isolierung der Klasse „H“ verfügen.

Neben der außergewöhnlichen Höhe der Baustelle war auch die Entfernung eine Herausforderung: Der Transport der Mischer per Sattelschlepper von Tianjin, dem Sitz der Tochtergesellschaft von BHS-Sonthofen in der Nähe von Peking, bis zur fast 4.000 km entfernten Baustelle in Tibet dauerte 20 Tage.

Das Projekt:

Der Dagu Damm wird 126 m hoch und die Dammkrone 385 m lang sein. Das Kraftwerk wird eine Leistung von 640 MW haben.

Der Bau erfolgt im Rahmen eines Großprojektes der chinesischen Regierung, mit dem die östlichen Landesteile des Autonomen Gebietes Tibet einschließlich der entlegenen Dörfer mit elektrischer Energie versorgt werden sollen. Mit mehreren Staudämmen wird der Fluss Yarlung Tsangpo, der höchste Fluss der Welt, aufgestaut. Er fließt von West nach Ost durch Tibet und als Bramaputhra in Indien weiter.

Über BHS-Sonthofen GmbH

BHS-Sonthofen GmbH ist eine inhabergeführte Unternehmensgruppe des Maschinen- und Anlagenbaus mit Stammsitz in Sonthofen / Allgäu. Das Unternehmen bietet technische Lösungen auf dem Gebiet der mechanischen Verfahrenstechnik mit den Schwerpunkten Mischen, Zerkleinern, Recyceln und Filtrieren. Mit mehr als 350 Mitarbeitern und mehreren Tochtergesellschaften ist BHS-Sonthofen weltweit präsent.

Der Geschäftsbereich Mischtechnik stellt Chargen- und Durchlaufmischer her und bietet die gesamte Verfahrenstechnik rund um das Thema Mischen an. Ein wichtiges Produkt ist der Doppelwellen-Chargenmischer, der in der Betonindustrie weltweit als Branchenmaßstab gilt.

In der Bauindustrie werden die Mischer vor allem zur Herstellung von Transport-, Fertigteil-, Hochleistungs- und Staudammbeton oder von Betonpflastersteinen eingesetzt. BHS Mischer bewähren sich auch beim Mischen von Trockenmörtel, Zement und Kalksandsteinmassen sowie bei der Aufbereitung von lehmbehaftetem Gestein.

Für das Aufbereiten von Mineralgemischen, Deponiestoffen, Flugaschen, Stäuben oder Schüttgütern werden sie ebenso oft verwendet wie für das Konditionieren von Schlämmen und das Herstellen von Suspensionen – zum Beispiel bei der Rückverfüllung von Bergwerken oder dem Deponieren von mineralischen Abfällen.

Weitere Informationen unter www.bhs-sonthofen.de

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Okt 5 2017

Neue Vorschriften für Silos und Güllelager

Verordnung AwSV für wassergefährdende Stoffe ist seit August in Kraft

Neue Vorschriften für Silos und Güllelager

Zweikomponenten Epoxidharzbeschichtung für Beton-und Metallflächen, säurefest und UV-beständig

Augsburg, September 2017 – Die seit März beschlossene neue Anlagenverordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, ist seit August rechtskräftig. Das Bautenschutz-Unternehmen Polysafe bringt sich als Lösungsanbieter in diese Problematik ein, da Lackhersteller keinen Einfluss auf die Handwerkerschaft haben.

Aufsichtsbehörden schreiben Bauherren Produkte vor

Produkte, die bereits über ein CE-Zeichen verfügen und rechtmäßig in anderen EU-Staaten vermarktet werden, sollen in Zukunft über Bauregellisten zusätzliche Genehmigungen brauchen. Es kann aber nicht sein, dass Aufsichtsbehörden den Bauherren vorschreiben, welche Produkte bei welchem Hersteller gekauft werden müssen. Zum Beispiel ist ein im Asphalt zugelassener Bitumen ein immatrikulierter Rohstoff und kann entsprechend im Silo verwendet werden: Rezeptur ist säurefest und BAM (Bundesanstalt für Materialforschung- und prüfung) zertifiziert. Somit können auch Epoxidharze oder Polyurethane von Polysafe www.polysafe.eu verwendet werden, da diese nach REACH und CE Lieferantenerklärung zertifiziert sind.

Gedoppelte CE-Zulassungen machen weder für den Fachbetrieb noch für den Handwerker Sinn

Das Bautenschutz-Unternehmen Polysafe fordert daher Zulassungsbehörden auf, künftig die Produktpalette „SILO in SILO“ zur technischen Anwendung zu unterstützen. Das würde bedeuten: das Polysafe die Materialien nach der Prüfung durch KIWA vorlegen und die Verarbeitungshinweise baurechtlich bei den Zulassungsbehörden unter dem Namen „SILO in SILO“ rechtlich genehmigen lassen muss. Ein großes Augenmerk legt Polysafe hierbei auf die Betonverarbeitung bei Neu- und Altbauten mit Reinigung durch Höchstdruck- Wasserstrahlen oder Sandstrahlen – Haftzugfestigkeit DIN 11622 – (Bemessung, Ausführung, Beschaffenheit – Gärfuttersilos und Güllebehälter aus Stahlbeton, Stahlbetonfertigteilen, Betonformsteinen und Betonschalungssteinen Gärfuttersilos und Güllebehälter). Das vollständige Verschließen der Fehlstellen, Poren und Kapillaren im Untergrund kurz Porenschluss genannt, sollte nach handelsüblichen Feinputzmaßnahmen jedoch zwingend mit Epoxidharz (Haftsiegel) grundiert werden, damit eine Dampfsperre erzeugt wird.

Polyreith EP – Vergussmasse aus zweikomponentiger Kunstharzmischung

Danach folgt die zulassungspflichtige Lackierung mit „Polyreith EP“ (JGS geprüft). An dieser Stelle jedoch ist es dem Anwender freizustellen, welche Haftdauer er gegenüber diversen Chemikalien haben möchte. Epoxidharz mit der Haftdauer von sieben Jahren, Polyurethan mit einer Haftdauer von vier Jahren oder Bitumen mit einer Haftdauer von zwei Jahren. Die Häufigkeit dieser wiederholenden Maßnahme richtet sich nach dem Grad der Beschädigungen im laufenden Betrieb oder nach den strengen Hygienemaßnahmen, die der Betreiber wünscht. Aufgrund seiner selbstnivellierenden (selbstglättenden) Eigenschaft sowie seiner hochchemischen Beständigkeit empfiehlt sich Ökopox (Zweikomponenten Epoxidharzbeschichtung
für Beton-und Metallflächen, säurefest und UV-beständig. Besonders für Fahrsiloanlagen geeignet) für viele Spezialanwendungen in horizontalen Bereichen.

Zusammenfassung zu „SILO in SILO“ Zulassung

Haftzugfestigkeit nach DIN 11622
Dampfsperre mit EP Haftsiegel WAS 2K
Porenschluss durch handelsübliche Materialien
Säurefeste, dichte Lackierung wahlweise Polyreith
Oder Bitumen, SiloEmaillith, Epoxidharze, Polyurethan usw.

Die Polysafe GmbH www.polysafe.eu ist ein Bautenschutz-Unternehmen mit Stammsitz in Augsburg. Die Firma wurde 1975 von Joachim Reith gegründet und begann 1979 säurebeständige Beschichtungs-Systeme für Hoch- und Tiefsilos sowie Stallanlagen herzustellen. 1984 fing das Unternehmen mit eigenen Bautrupps an, Silos zu renovieren. Seit 1990 ist der Betrieb mit zwei Handwerks-Niederlassungen und europaweit tätigen Fachberatern für Silolacke, Renovierungen und Asphalt-Herstellung für Fahrsilo-Behälter ein Spezialist auf dem Gebiet.

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Sep 26 2017

Die Natur immer im Blick

Erstes Schlauchwehr im Spreewald

Die Natur immer im Blick

Erstes Schlauchwehr im Spreewald. (Bildquelle: OPTERRA/Sven-Erik Tornow)

Nur knapp eine Autostunde von Berlin entfernt befindet sich mit dem Spreewald eine in Mitteleuropa einzigartige Landschaft. Nach der letzten Eiszeit teilte sich hier die Spree in ein fein gegliedertes Netz von sogenannten Fließen. Die zahlreichen Wasserläufe schlängelten sich einst durch dichten Urwald. Durch Kultivierung entstand im Laufe der Jahrhunderte ein Mosaik aus kleinen Wiesen, Äckern, Wäldern und dem rund 1575 km langen Geflecht der Fließe.

Auen- und Moorlandschaft
Bis heute ist der Spreewald eine vom Menschen geprägte und dennoch weitgehend naturnahe Auen- und Moorlandschaft. Sie bietet einer reichen Tier- und Pflanzenwelt einen außergewöhnlichen Lebensraum. Hier leben Arten, die andernorts bedroht oder bereits ausgestorben sind. 1990 wurde der Spreewald zum Biosphärenreservat erklärt, um diese Landschaft zu schützen und zu bewahren. 1991 erhielt es den UNESCO-Status.

Großflächiges Wassersystem
Um diese einmalige Niederungslandschaft mit ihren fein strukturierten Fließgewässersystemen, artenreichen Feuchtwiesen und Niederungswäldern zu schützen und zu pflegen, ist vor allem die Wasserbewirtschaftung gefragt. Denn das Wassersystem mit hohen Grundwasserständen und periodischen Überstauungen in bestimmten Teilgebieten bildet die Grundlage zur Erhaltung der Lebensräume der für den Spreewald typischen Tiere und Pflanzen. Gleichzeitig sind die Nutzungsinteressen der ortsansässigen Bevölkerung angemessen zu berücksichtigen. Und natürlich muss der Hochwasserschutz für die Siedlungsbereiche und die Nutzflächen gewährleistet werden.

Zukunftsfähige Wasserwirtschaft
Gleich zwei regionale Wasser- und Bodenverbände sorgen im etwa 475 Quadratkilometer umfassenden Spreewald für eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft. Mitglieder dieser Wasser- und Bodenverbände sind Landwirte, Grundeigentümer und Gemeinden im Verbandsgebiet. „Zu den Aufgaben der Verbände zählen neben der Gewässerunterhaltung und -pflege unter anderem der Bau und die Unterhaltung von Anlagen in und an Gewässern wie Schleusen, Wehre, Durchlässen, Schächten, Dükern, usw.“, erläutert Ingolf Burisch vom Wasser- und Bodenverband „Oberland Calau“ mit Sitz in Vetschau.

Erfahrungen sammeln
Sein Verband ist auch der Bauherr des ersten Schlauchwehres im Spreewald. Das von 2015 bis 2017 erneuerte Wehr im Nordumfluter bei Byhleguhre gehört zu den mehr als 200 Wehren, die durch diesen Verband unterhalten werden. „Im Rahmen der regelmäßigen Bauwerksinspektion wurden starke Schädigungen des Bauwerkkörpers und der Ausrüstungsteile festgestellt“, schildert Ingolf Burisch den Ablauf. „Und so stand das vorhandene Wehrbauwerk aus den 1970er Jahren mit drei sechs Meter breiten Wehrfeldern und Doppelschützen zur Erneuerung an.“ Aufgrund der Lage und der Funktion und nicht zuletzt der Investitionssumme entschied man sich, anstelle eines „klassischen“ Wehrs mit beweglichen Verschlüssen als Ersatzbauwerk ein Schlauchwehr mit zwei Wehrfeldern mit jeweils neun Metern Breite in zwei Bauabschnitten zu errichten.

Vielzahl an Vorteilen
Im Gegensatz zur klassischen Bauweise von Wehren mit beweglichen Verschlüssen bietet ein Schlauchwehr eine Vielzahl von Vorteilen. So stellt der flexible Wehrkörper keine Behinderung für Treibgut und Eis dar. Zudem ist der Staupegel stufenlos regulierbar. Durch den Verzicht auf mechanische Wehrteile besteht keinerlei Korrosionsgefahr. Auch ist der Betrieb umweltfreundlicher, da keine Schmiermittel benötigt werden. Insgesamt sind bei einem Schlauchwehr der Wartungsaufwand und die Gefahr der unsachgemäßen Betätigung bzw. der Beschädigung der mechanischen Wehrteile durch Fremde geringer.

Funktionsweise eines Schlauchwehrs
Darüber hinaus überzeugt ein Schlauchwehr durch die „Einfachheit“ seiner Konstruktion. Im Wasserbauwerk wird eine spezielle Gummimembran in Schlauchform auf der betonierten Wehrplatte und an den seitlichen Wehrwangen montiert. Befüllt wird der Schlauch mit Wasser nach dem Prinzip der kommunizierenden Gefäße. Hierzu werden in einem Füllschacht, der mit dem Schlauch verbunden ist, durch Überpumpen oder Ablassen bestimmte Wasserstände eingestellt. Die Befestigung des Schlauches auf dem Bauwerk erfolgt durch spezielle Klemmschienen. Aufgrund des Befüllens des Schlauches kommt es zu einer Volumenzunahme, die Schlauchkrone wird angehoben und behindert den Wasserdurchfluss. Dadurch erhöht sich der Pegel des Oberwassers. Im unbefülltem Zustand faltet sich der Schlauch zusammen und kann fast flach auf der Wehrsohle abgelegt werden. Im Hochwasserfall kann so der maximale Abfluss gewährleistet und Schäden am Wehr vermieden werden.

Die Gummimembran besteht im Allgemeinen aus einer Elastomerbahn mit einer oder mehreren Gewebeeinlagen aus Polyester oder Polyamid, die als Festigkeitsträger dienen. In der Vergangenheit wurden Verschnitte aus Natur- und Synthetikkautschuk (NR und SBR), Chloroprenkautschuk (CR) oder Ethylen-Propylen-Dien-Polymere (EPDM) verwendet.

Großer Planungsvorlauf
Bevor jedoch der erste Schlauch in einem Wehr im Spreewald montiert werden konnte, waren umfangreiche Planungen und Vorbereitungen notwendig. Hiermit beauftragte der Wasser- und Bodenverband „Oberland Calau“ die Planungsgemeinschaft Tief- und Wasserbau GmbH aus Dresden. Nach der Erteilung der Baugenehmigung und der öffentlichen Ausschreibung wurden die gesamten Bauarbeiten durch die Gruppe Wasser- und Spezialtiefbau der Strabag AG in Lübben ausgeführt.

Mit Rücksicht auf Fauna und Flora
Da die Bauarbeiten direkt am und im Wasser auszuführen waren, galt es zunächst durch einen entsprechenden Verbau für eine „trockene“ Baustelle zu sorgen. Um den Wasserfluss im Nordumfluter nicht zu behindern, ragte der erste Bauabschnitt knapp bis zur Mitte des Wasserstroms. Neben der sehr komplexen Wasserhaltung der Baustelle waren auch noch zahlreiche Auflagen seitens des Umwelt- und Naturschutzes zu berücksichtigen. Besondere Rücksicht erforderte die gesamte Sohle und Uferregion des Gewässers sowie die dort ansässige Fauna und Flora. Nach der Trockenlegung des Nordumfluters wurden z. B. alle Muscheln auf dem Grund aufgesammelt und artgerecht umgesiedelt.

Zusätzliche Regelungen
Gemäß den aktuellen Vorgaben sind im Spreewald Ersatzneubauten von Wehren immer mit Fischaufstiegsanlagen zu erstellen. Daraus ergab sich für den Ersatzneubau Wehr III „Halko“ eine über die gesamte Strombreite verlaufende Wehrplatte mit drei Wehrpfeilern und einer links angeordneten Fischaufstiegsanlage in Schlitzpassbauweise. Wehrplatte, -pfeiler und Fischaufstiegsanlage wurden komplett aus Beton gefertigt. Für diese Baumaßnahme gelten neben den normativen Vorgaben zudem die Regelungen der ZTV-W LB 215. Diese schreiben vor, dass massive Bauteile von Wasserbauwerken der Expositionsklasse XF3 zwingend mit LP-Beton (Luftporen-Beton) herzustellen sind, um die Frostbeständigkeit zu gewährleisten. Gleichzeitig soll der Zementanteil im Beton möglichst gering sein und der eingesetzte Zement mit geringer Hydrationswärme abbinden, um eine Rissbildung weitgehend zu vermeiden.

Passender Zement
Für die erfahrenden Spezialisten der Strabag AG eine interessante Herausforderung. Gemeinsam mit dem Frischbetonlieferanten Kann Beton Lausitz GmbH konnte der für die Betonierung der Wehrplatte sowie der Wehrpfeiler und Fischaufstiegsanlage notwendige Beton in geforderter Qualität eingebaut werden. Zur Mischung des LP-Betons kam der Spezialzement OPTABLUE® der OPTERRA Zement GmbH, Werk Karsdorf, zum Einsatz. Seine besondere, abgestimmte Zusammensetzung von Portlandzementklinker und Hüttensand ermöglicht eine gute Frühfestigkeit bei gleichzeitig niedriger Hydratationswärmeentwicklung (LH=LowHeat). Da zudem eine wesentliche Quote des Klinkeranteils bei OPTABLUE® durch hochwertigen Hüttensand ersetzt wird, bewirkt der Spezialzement durch eine gute Nacherhärtung zugleich eine hohe Dichtigkeit und Dauerhaftigkeit des erhärteten Betons.

Bauablaufbedingte Inbetriebnahme
Im ersten Bauabschnitt wurden die Fischaufstiegsanlage, ein erster Teil der Wehrplatte sowie zwei Wehrpfeiler betoniert. Zudem erstellten die Wasserbauspezialisten die Steuerungszentrale und verlegten die Versorgungsleitungen für den Betrieb des Schlauchwehrs. Nach der Betonage und dem Ausschalen der Bauteile konnte im ersten Feld des Wehrs der Schlauch montiert werden. Danach wurde dieser Teil des Schlauchwehrs geflutet und mit dem Verbau für den zweiten Bauabschnitt begonnen. Mit der Fertigung der restlichen Sohlplatte sowie des dritten Wehrpfeilers und dem Anschluss an das gegenüberliegende Ufer waren die Betonarbeiten beim Neubau abgeschlossen und der zweite Schlauch konnte montiert und in Betrieb genommen werden. Abschließend wurde das „alte“ vorhandene Wehr noch zurückgebaut. Zur Entfernung der Armierung im Gründungsbereich des alten Wehres tauchten Berufstaucher zum Grund des Nordumfluters und brannten die Eisen ab.

Im Frühjahr 2017 konnte das erste Schlauchwehr im Spreewald komplett an den Wasser- und Bodenverband „Oberland Calau“ zum normalen Betrieb übergeben werden. „Die während des laufenden Betriebes gesammelten Erfahrungen und Daten sollen für den möglichen Bau weiterer Schlauchwehre ausgewertet werden. Vermutlich wird es nicht das letzte Schlauchwehr sein, das im Biosphärenreservat Spreewald erbaut wird“, resümiert Ingolf Burisch.

OPTERRA ist ein Tochterunternehmen des weltweit agierenden CRH-Konzerns. Mit einer jährlichen Produktionskapazität von 3,5 Millionen Tonnen Zement gehört OPTERRA zu den führenden Zementherstellern Deutschlands. In den Werken Karsdorf bei Leipzig, Wössingen bei Karlsruhe, Sötenich bei Köln und Neufahrn in Niederbayern sind 380 Mitarbeiter tätig. Sie sichern eine starke Position im Süden, Osten und Westen des Landes. Moderne Technik und fachliche Kompetenz setzen Maßstäbe bei der Qualität der mehr als 40 angebotenen Zementsorten. Daneben bietet OPTERRA umfangreiche Services rund um die Themen Anwendungsberatung, Vertrieb, Qualität und Logistik.

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OPTERRA GmbH
Anke Wunder
Goerdelerring 9
04109 Leipzig
+49 341 39378531
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Sep 11 2017

Mit gutem Gewissen neue Wohnakzente setzen

Ideale Vorraussetzungen für ein gesundes Raumklima bietet die ökologische Profi-Silikatfarbe von AURO, mit Deckkraft Klasse 1 und natürlich ohne Konservierungsstoffe

Mit gutem Gewissen neue Wohnakzente setzen

Die ökologische Profi-Silikatfarbe, ohne synthetische Zusatzstoffe, von AURO

Mit gutem Gewissen neue Wohnakzente setzen

Ideale Vorraussetzungen für ein gesundes Raumklima bietet die ökologische Profi-Silikatfarbe von AURO, mit Deckkraft Klasse 1 und natürlich ohne Konservierungsstoffe

Braunschweig, September 2017 – Rein natürlich und mineralisch, das sind die Eigenschaften vieler Produkte des ökologischen Herstellers AURO, auch der Profi-Silikatfarbe. Aufgrund ihres hohen pH-Werts wirkt der Anstrich fungizid und algizid. Schimmel hat somit keine Chance. Vom ersten Anstrich an nehmen Wände die überschüssige Luftfeuchtigkeit auf und geben sie später wieder ab. Diese natürliche, „atmende“ Funktion reguliert das Raumklima und entzieht Schimmel den feuchten Nährboden. Weitere Vorteile: Die verarbeitungsfertige Farbe ist gut für Allergikerhaushalte geeignet, da sie ohne Konservierungsmittel auskommt und keine synthetischen Zusätze enthält. Dank der Kombination aus Kaliwasserglas, verbessertem Rohstoffgemisch und dem biogenen Bindemittel sind hochwertige Produkteigenschaften garantiert. Bestätigt durch Kriterien, wie Deckkraft Klasse 1 und Nassabrieb Klasse 2 nach DIN EN 13300. Die bekannte AURO-Rohstoffphilosophie wird dabei konsequent weiterverfolgt. Für eine farbige Wandgestaltung lässt sich die Profi-Silikatfarbe für den Innenbereich bis zu zehn Prozent mit den AURO Vollton- und Abtönfarben abtönen. Für eine maximale Transparenz sorgt die lückenlose Volldeklaration der Inhaltsstoffe.

Durchatmen in den eigenen vier Wänden und sich dabei wohlfühlen, das wünscht sich jeder. Mit der schimmelvorbeugenden Profi-Silikatfarbe vom Braunschweiger Hersteller ist das kein Problem. Neue und bereits gestrichene Wandflächen lassen sich mit der mineralischen Farbe einfach in Wohlfühlwände verwandeln.

Ob Beton oder Putz, Gipskarton, Rigips, Lehm oder Raufaser im Innenbereich, der Anstrich ist für viele Oberflächen geeignet. Einfach mit Pinsel oder Rolle auf gleichmäßig saugenden Untergründen direkt ohne Grundierung aufbringen. Für unebene Wände eignet sich vorher eine Behandlung mit dem AURO-Tiefengrund oder dem Haftgrund.

Deckkraft und Nassabrieb EN 13300

Deckkraft Klasse 1 entspricht dem höchsten Deckvermögen bei der Einstufung eines Produkts, Klasse 4 der Niedrigsten. Unter Berücksichtigung des Verbrauchs wird die Farbe auf einer schwarz-weißen, genormten Kontrastkarte aufgetragen und das Deckvermögen gemessen. Der Nassabrieb ist in fünf Klassen unterteilt, die Klasse 1 beschreibt die höchste, Klasse 5 die Niedrigste. Dieses Qualitätskriterium tritt an die Stelle der bisherigen Unterscheidung in Waschbeständigkeit und Scheuerbeständigkeit nach DIN 53778. Die sogenannte „Nassabriebbeständigkeit“ beschreibt die Widerstandsfähigkeit einer Wand- und Deckenfarbe gegen mechanischen Abrieb, wie zum Beispiel bei der Reinigung der Oberfläche.

AURO unverbindliche Preisempfehlung, der Profi-Silikatfarbe Nr. 303

Gebinde 5
(Liter/Stück/kg) 59,9
Preis inkl. 50
MwSt./EUR 10
Reichweite/qm 99,9 – 100

Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage auro.de unter folgendem Link: http://bit.ly/28PT17A

Über AURO
Das Unternehmen AURO wurde 1983 als GmbH gegründet und 1998 in die AURO Pflanzenchemie AG umgewandelt. Der Hauptsitz der Aktiengesellschaft ist Braunschweig. AURO ist konsequenter Vorreiter im Bereich ökologische Naturfarben, Holzpflege und Reinigungsprodukte. Die aus Naturstoffen hergestellten Farben, Lacke, Lasuren, Öle, Wachse, Reinigungs- und Pflegemittel sind leistungsstark und einzigartig in ihrer Verbindung von Qualität und ökologischer Ausrichtung. Gründer und Öko-Pionier Dr. Hermann Fischer setzt sich bereits seit Ende der 70er-Jahre für eine „grüne Chemie“ ein. Alltagsprodukte nicht mehr auf Erdölbasis, sondern auf der Grundlage von Pflanzen, Algen, Mikroorganismen und mineralischen Stoffen herzustellen. Für das Engagement wurde er mit zahlreichen Preisen wie den Umweltpreis „Friends of Earth“ ausgezeichnet und von WWF und Capital zum Ökomanager des Jahres gewählt. Produziert wird am Standort Deutschland. Alle Produkte sind im Inland in über 700 Fachgeschäften erhältlich. Der Export erfolgt ins europäische Ausland sowie nach Nordamerika, Asien und Australien. Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen das Engagement der Firma AURO.

Über AURO
Das Unternehmen AURO wurde 1983 als GmbH gegründet und 1998 in die AURO Pflanzenchemie AG umgewandelt. Der Hauptsitz der Aktiengesellschaft ist Braunschweig. AURO ist konsequenter Vorreiter im Bereich ökologische Naturfarben, Holzpflege und Reinigungsprodukte. Die aus Naturstoffen hergestellten Farben, Lacke, Lasuren, Öle, Wachse, Reinigungs- und Pflegemittel sind leistungsstark und einzigartig in ihrer Verbindung von Qualität und ökologischer Ausrichtung. Gründer und Öko-Pionier Dr. Hermann Fischer setzt sich bereits seit Ende der 70er-Jahre für eine „grüne Chemie“ ein. Alltagsprodukte nicht mehr auf Erdölbasis, sondern auf der Grundlage von Pflanzen, Algen, Mikroorganismen und mineralischen Stoffen herzustellen. Für das Engagement wurde er mit zahlreichen Preisen wie den Umweltpreis „Friends of Earth“ ausgezeichnet und von WWF und Capital zum Ökomanager des Jahres gewählt. Produziert wird am Standort Deutschland. Alle Produkte sind im Inland in über 700 Fachgeschäften erhältlich. Der Export erfolgt ins europäische Ausland sowie nach Nordamerika, Asien und Australien. Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen das Engagement der Firma AURO.

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38122 Braunschweig
0531-28141-32
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Aug 2 2017

Massive Baustoffe für eine optimale Dämmung

http://www.gfg24.de

Ein eigenes Haus ist eine große Investition, die dem Bauherrn ein Leben lang erhalten bleiben soll. Nicht zu unterschätzen ist dabei die korrekte Dämmung; denn Fehler in der Verarbeitung oder bei der Wahl der Materialien können im Laufe der Jahre zu Problemen führen, die mitunter sehr kostspielig werden können.

Damit ein Haus optimal gegen Kälte gedämmt ist, wird zunächst der U-Wert des Baumaterials ermittelt. Dieser gibt an, wieviel Wärme durch das betreffende Bauteil hindurchgeht, wenn auf beiden Seiten unterschiedliche Temperaturen herrschen. Je niedriger der U-Wert, desto weniger Wärme strömt nach außen.
Darüber hinaus ist es wichtig, zusätzlich eine gute Wärmedämmung zu erreichen. Voraussetzung dafür ist, dass das Baumaterial eine hohe Wärmespeicherfähigkeit hat. Auf diese Weise wird das Gebäude vor Überhitzung im Sommer geschützt.
Weitere wichtige Ziele einer sehr guten Dämmung sind die Verhinderung von eindringender Feuchtigkeit in die Gebäudehülle und ausreichender Lärm- und Schallschutz. Hier gilt: Je schwerer das Material, desto besser der Schallschutz.
Massive Baustoffe wie z.B. Beton, Klinkersteine oder Ziegel sind hier die optimale Wahl.

Weitere Informationen zur optimalen Dämmung beim Hausbau erhalten Interessenten bei der GfG Hoch-Tief-Bau GmbH & Co. KG, Lohekamp 4, 24558 Henstedt-Ulzburg, Telefon 040-524781400, per E-Mail an die Adresse info@gfg24.de oder im Internet auf www.gfg24.de

Unsere Firmenbeschreibung:

Von der Grundstücksplanung über die Finanzierung, die Planung und die Bauphase bis zur Schlüsselübergabe werden alle Bereiche des Hausbaus von der GfG abgedeckt.

Unsere Architekten und Ingenieure erarbeiten mit Ihnen zusammen Ihre individuellen Vorstellungen im Bereich der Grundstücksplanung, der Gebäudearchitektur und des Platz-, Straßen- und Wegebaus Ihres Bauvorhabens. Ob postmodern oder der klassisch gediegene Landhausstil, die GfG erschließt Ihnen alle Wege.

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