Posts Tagged Brandgefahr

Jun 30 2018

Grillen – aber sicher!

Immer wieder kommt es beim Grillen zu schweren Verbrennungen. Insbesondere Kinder sind gefährdet, wenn Erwachsene gefährliche Fehler machen.

Grillen - aber sicher!

Brennspiritus als Grillanzünder zu verwenden, ist eine ausgesprochen gefährliche Idee. (Bild: IFS)

Grillen gehört zum Sommer, keine Frage. Ein paar Dinge müssen allerdings beachtet werden, damit aus dem leckeren Spaß kein gefährlicher Ernst wird. „Beim Anzünden der Grillkohle kommt es immer wieder zu folgenschweren Unfällen“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews von Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung, und zwar wenn Brennspiritus, Benzin oder vergleichbare Flüssigkeiten verwendet werden.

Diese verdunsten, und dabei bildet sich ein brennbares Gas-Luftgemisch. Wird dieses durch die Flamme oder die glühende Kohle entzündet, entsteht eine Stichflamme, die mehrere Meter in die Höhe schießen kann.

Kinder werden bei Grillunfällen häufig besonders schwer verletzt und sollten beim Grillen nicht unbeaufsichtigt gelassen werden.

Ein Anzündwürfel ist allemal sicherer als Brennspiritus. „Und an Benzin zum Grillanzünden sollten Sie nicht einmal denken“, mahnt Drews. Ganz ohne Flamme bringt ein elektrischer Grillanzünder die Kohle zum Glühen. Der muss nach dem Einsatz lediglich für eine Weile auf einer nicht brennbaren Unterlage abkühlen.

Mit einem Elektrogrill spart man sich die Kohle – und obendrein die Entsorgung der Asche. Damit sind auch die Rauchgase vom Tisch, die insbesondere beim Grillanzünden entstehen und oft für „dicke Luft“ in der Nachbarschaft sorgen.

Wer auf dem Balkon oder der Terrasse eines Hauses mit Fassadendämmung aus Polystyrol grillt, sollte außerdem auf genügend Abstand achten, damit die Wärmedämmung nicht durch Hitze oder Flammen geschädigt werden oder gar in Brand geraten kann.

Tipps für eine sichere Grillsaison von den Schadenforschern des IFS:

1.Kinder über die Gefahren aufklären und nicht unbeaufsichtigt lassen!
2.Niemals Brennspiritus oder Benzin benutzten. LEBENSGEFAHR!
3.Feuerfesten Untergrund im Freien als Standort wählen und ein standsicheres Gerät verwenden.
4.Nur mit geeigneten Zündhilfen arbeiten, wie (elektrischen) Anzündern, Zündwürfeln, Pasten oder Grillstartern.
5.Beim Kauf vom Grill, Anzünder und Kohle auf sichere und geprüfte Qualität achten, die in der Regel durch DIN- oder GS-Zeichen dokumentiert wird.
6.Ausreichend Sicherheitsabstand von Feld, Wald und Flur sowie von brennbaren Stoffen einhalten. Und auf die Windrichtung achten, wegen des Funkenfluges.
7.Grillhandschuhe ohne Kunstfasern und lange Grillzangen benutzen.
8.Selbst bei schlechtem Wetter gehört ein Grill nicht unter den Sonnenschirm und schon gar nicht in einen geschlossenen Raum. Rauch ist giftig und lebensgefährlich.
9.Kohle und Briketts nach dem Grillen mit Wasser sorgfältig ablöschen oder drei Tage in einem feuerfesten Behälter auskühlen lassen. Asche ist nicht kompostierbar und gehört in den Restmüll.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Kontakt
IFS Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V.
Ina Schmiedeberg
Preetzer Straße 75
24143 Kiel
0431 – 7 75 78 – 10
schmiedeberg@ifs-ev.org
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Mai 30 2018

Wäschetrockner und Kühlgeräte verursachen die meisten Brände

Neue Brandursachenstatistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung

Wäschetrockner und Kühlgeräte verursachen die meisten Brände

Wäschetrockner, Kühlgeräte und Geschirrspüler können gefährlich sein. (Grafik: www.ifs-ev.org)

Etwa ein Drittel aller Brände in Gebäuden entsteht durch Elektrizität. Mit großem Abstand ist dies die häufigste Brandursache, wie die Statistiken des Institutes für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) aus den Jahren 2012 bis 2017 zeigen. Die meisten Brände wurden in den vergangenen Jahren durch Wäschetrockner verursacht. Platz zwei belegen Kühl- und Gefriergeräte. Danach folgen Geschirrspüler und Waschmaschinen.

Die Nummer fünf der elektrotechnischen Brandverursacher sind Mehrfachsteckdosenleisten. Fernsehgeräte hingegen verschwinden langsam aus dem Ranking der Brandursachenermittler. „Sie standen bis vor ein paar Jahren noch ganz weit oben. Aber dabei handelte es sich überwiegend um Röhrenfernseher, und die gibt es mittlerweile in immer weniger Haushalten“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des Institutes.

„Elektrogroßgeräte stehen in dieser Liste immer auf den ersten Plätzen“, so Drews. Bei der sogenannten „weißen Ware“ treffen, neben ihrer weiten Verbreitung, verschiedene Risiken zusammen: Die Geräte werden mit Netzspannung – in Deutschland also mit 230 Volt – betrieben und haben Heizeinrichtungen, im Betrieb gibt es Erschütterungen und im Geräteinneren ist Feuchtigkeit vorhanden. Diese Faktoren begünstigen die Entstehung von Kurzschlüssen und Kontaktfehlern.

Bei einem Kurzschluss mit Lichtbogenüberschlag treten Temperaturen von mehreren Tausend Grad Celsius auf. „Einen kleinen Lichtbogen sehen Sie manchmal, wenn Sie einen Stecker in die Steckdose stecken. Dann tritt er allerdings nur so kurz auf, dass die Materialien es problemlos aushalten“, erklärt Drews. Beim Lichtbogen durch einen Kurzschluss können hingegen brennbare Materialien entzündet werden. Bauteile oder Leitungsisolationen können zudem in Brand geraten, wenn es durch einen sogenannten „Wackelkontakt“ oder einen Fehler in den Steuerungs- und Regelungseinrichtungen von Geräten zu einer starken lokalen Erwärmung kommt.

Im Vorfeld gibt es meist keine Warnsignale, die man erkennen könnte. Elektrogeräte sollten darum nur dann betrieben werden, wenn im Brandfall jemand eingreifen kann – also nicht nachts und nicht, während niemand zu Hause ist. Bei Kleingeräten wie Kaffeemaschinen oder Wasserkochern rät das IFS, den Stecker zu ziehen, wenn sie nicht gebraucht werden.

Um Brände durch Steckdosenleisten zu verhindern, kann man eine Menge tun. Denn hier sind die Hauptgründe für Brandentstehungen die Überlastung durch den Anschluss von zu großen Verbrauchern und mechanische Schäden durch einen allzu groben Umgang.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Apr 30 2018

E-Bikes: Vorsicht beim Start in die Saison

Worauf Besitzer von Elektrofahrrädern im Frühjahr achten sollten

E-Bikes: Vorsicht beim Start in die Saison

Der Akku eines Elektrofahrrades geht thermisch durch. (Bild: www.ifs-ev.org)

Rund 3,5 Millionen Elektrofahrräder sind hierzulande bereits unterwegs, und ihre Anzahl steigt weiter. Die Energie für den Motor liefern bei diesen Rädern Lithium-Akkus. Sie sind wahre Kraftpakete – und echte Sensibelchen, die bei falscher Handhabung schon mal in die Luft gehen. Bei der Energiedichte dieser Speicher ist das brandgefährlich.

„Wo Mobilität und hoher Energiebedarf zusammenkommen, sind Lithium-Akkus heute Stand der Technik. Allerdings sind sie anfällig für technische Defekte“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung. Die Stärke des Akkutyps – viel Energie auf wenig Raum – ist zugleich seine Schwachstelle. Mechanische Beschädigungen, niedrige Temperaturen oder Tiefentladungen können zu einem Defekt führen. Besonders der Ladevorgang ist dann kritisch. Der Akku kann thermisch durchgehen, das bedeutet, die gespeicherte Energie entlädt sich explosionsartig. Auf diese Weise sind schon sehr viele Brände entstanden; Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Den Start in die Saison sollten Elektroradler vorsichtig angehen lassen. Denn gewöhnlich hat das Rad samt Akku den ganzen Winter in der Garage verbracht, war dabei Kälte ausgesetzt und wurde über Monate nicht geladen. „Vor und beim ersten Laden sollten Sie darum etwas genauer hinsehen“, empfiehlt Drews.

Generell sollten Lithium-Akkus auf einer nicht brennbaren Unterlage geladen werden, da in dieser Phase die meisten Brände entstehen. Ein Rauchmelder in der Nähe hilft, ein eventuell entstehendes Feuer zu entdecken. Laden Sie die Akkus Ihres E-Bikes nur mit dem vom Hersteller empfohlenen Ladegerät. Mit einem ungeeigneten Ladegerät kann es zur Überladung kommen, und auch darauf reagieren Lithium-Akkus explosiv.

Was passiert, wenn Lithium-Akkus thermisch durchgehen, und was man tun kann, um es zu verhindern, zeigt das IFS in einem Videobeitrag:
Video

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Nov 16 2017

Jeder fünfte Brand in Wohnhäusern entsteht auf dem Küchenherd

Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung warnt: „Dieses Alltagsrisiko wird unterschätzt“

Jeder fünfte Brand in Wohnhäusern entsteht auf dem Küchenherd

Das IFS warnt: Jeder fünfte Wohnungsbrand beginnt auf dem Küchenherd

Jedes Jahr verlieren Menschen in Deutschland durch Wohnungsbrände ihr Leben. Doch auch wenn das Schlimmste verhindert werden kann, ist ein Feuer in den eigenen vier Wänden für die Betroffenen stets ein Albtraum, der mit den Löscharbeiten der Feuerwehr nicht vorbei ist.

Die Ursachenstatistik des IFS zeigt: Jeder Fünfte dieser oft verheerenden Brände beginnt auf dem Küchenherd. Dabei wird in einem von drei Fällen der Herd vergessen oder allein gelassen. Zwei von drei Feuern aber entstehen, weil das Kochfeld unbeabsichtigt – und unbemerkt – eingeschaltet wird.

Zum Problem wird dies, wenn sich brennbare Gegenstände auf oder zu dicht am Kochfeld befinden. In einem Videobeitrag zeigt das IFS, wie schnell ein solcher Brand entsteht und sich ausbreitet.

„Der Herd ist keine Abstellfläche“, mahnt IFS-Geschäftsführer Dr. Hans-Hermann Drews. In der Datenbank des IFS sind aktuell mehr als 25.000 Schäden erfasst, die von den Gutachtern des Institutes detailliert im Hinblick auf die Ursache untersucht wurden. Die Auswertung zeigt, dass die Anzahl der Herdbrände seit Jahren steigt.

Gründe hierfür vermuten die Schadenforscher neben der zunehmenden Zahl älterer Menschen und immer mehr Singlehaushalten, in denen das Kochen reine Nebensache ist, im zunehmenden Alltagsstress, kleinen Küchen und einer steigenden Anzahl von Geräten, die dort Platz finden müssen.

Die potentielle Brandgefahr durch den Küchenherd wird meist nicht richtig eingeordnet. „Wir neigen dazu, außergewöhnliche Gefahren zu über- und die Alltagsrisiken zu unterschätzen“, sagt Drews, dessen Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren bundesweit täglich Brandstellen untersucht. Nahezu alle Herdbrände ließen sich verhindern, wenn der Küchenherd als das wahrgenommen würde, was er ist: die moderne Feuerstelle des Hauses.

In unserem aktuellen Video zu Herdbränden zeigen wir verschiedene Brandentstehungen, lassen Passanten in einer Umfrage zu Wort kommen und die Feuerwehr erklären, was im Brandfall zu tun ist. Sie finden den Beitrag auf unserer Internetseite ( https://www.ifs-ev.org/video-herdbraende/).

Video- und Fotomaterial stellen wir Ihnen für redaktionelle Veröffentlichungen honorarfrei zur Verfügung. Gern beantworten wir auch weitere Fragen zum Thema.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Sep 15 2017

Brandgefahren: Elektrizität ist Brandverursacher Nummer 1

IFS-Statistik zeigt: Elektrizität verursacht ein Drittel aller Brände / Lithium-Akkus stellen zunehmende Gefahr dar / Tipps zur Schadenverhütung

Brandgefahren: Elektrizität ist Brandverursacher Nummer 1

Besonders der Ladevorgang ist bei Lithium-Akkus kritisch.

Kiel, im September 2017. Technische Defekte an Elektrogeräten und -Installationen sind die Ursache für ein Drittel der vom Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. (IFS) untersuchten Brände. Das zeigt eine statistische Langzeitanalyse der Brandursachen 2002 bis 2016 aus der Schadendatenbank des Instituts, die inzwischen mehr als 15.000 Brandfälle dokumentiert. „Die Auswertungen zeigen, dass diese Verteilung Jahr für Jahr recht stabil ist“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des IFS. Die Schadenexperten ermitteln im Auftrag von Behörden und Versicherern bundesweit die Ursachen von Bränden.

Elektrizität ist dabei die klar dominierende Brandursache. In dieser Gruppe wiederum verursachen Elektrogeräte mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Brände. Lithium-Akkus sind schon jetzt für einen erheblichen Anteil dieser Brände verantwortlich. Und dieser Anteil nimmt aktuell deutlich zu. Grund hierfür ist zum einen die stark zunehmende Verbreitung dieser Akkus und zum anderen der Umstand, dass sich durch ihren speziellen Aufbau und ihre hohe Energiedichte besondere Brandgefahren ergeben.

Gesammelte Daten aus 15 Jahren
Das Risiko, einen Brand zu erleiden, ist nicht zu unterschätzen: Jährlich werden den Versicherern in Deutschland bis zu 200.000 Brände gemeldet.
Die Schadendatenbank des IFS wird seit 15 Jahren geführt und enthält mittlerweile über 15.000 detailliert untersuchte Brandschäden. Sie ist damit bundesweit einzigartig.

Tipps zur Brandverhütung
Jeder kann die Hauptursachen für Brände in seinem persönlichen Umfeld beeinflussen. Deswegen empfiehlt das IFS: Große Elektrogeräte wie Herd, Spülmaschine oder Wäschetrockner sollten nur betrieben werden, wenn jemand anwesend ist und eine Fehlfunktion bemerken kann. Weiterer Schaden kann am besten vermieden werden, wenn man nach Gebrauch von mobilen Elektrogeräten den Stecker herauszieht. Beim Kauf sollte man auf Prüfzeichen wie TÜV, GS oder VDE achten.

Beim Umgang mit Lithium-Akkus ist zu beachten, dass besonders der Ladevorgang kritisch ist. Daher sollte dieser nicht in der Nähe von brennbaren Materialien erfolgen. Beschädigte oder aufgeblähte Akkus dürfen nicht mehr verwendet werden.

Zu den Risiken und dem richtigen Umgang mit Lithium-Akkus hat das IFS ein Schadenverhütungsvideo produziert:
http://www.ifs-ev.org/schadenverhuetung/videos/

„Ganz generell sollte jeder Haushalt mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Brände werden so viel früher entdeckt und das kann Leben retten“, unterstreicht Drews.

Ursachenforschung, Beratung sowie Schulungsmaßnahmen zu den Themen Feuer, Technik und Umwelt sind die Kernaufgaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer. Die gewonnenen Erkenntnisse aus tausenden von Gutachten werden in der Beratung zu Sanierungen und im Engagement für Schadenverhütungsmaßnahmen weitergegeben und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Das Institut hat inzwischen eine über 130 Jahre alte Tradition und ist neben dem Hauptsitz in Kiel auch in Berlin, Düsseldorf, Hannover, München, Münster, Stuttgart und Wiesbaden vertreten. Die Wurzeln des Instituts gehen in das Jahr 1884 zurück, als die Schleswig-Holsteinische Brandkasse in Kiel eine damals einzigartige Brandverhütungsabteilung gründete. 1952 entstand hieraus schließlich das Kieler Laboratorium für Brandschutztechnik und Brandermittlung, das sich durch seine Forschungsergebnisse bald über die Region hinaus einen Namen machte. Aus diesem Labor ging 1976 das IFS hervor.

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Jun 8 2017

Warnmelder schützen Personen und Gebäude

Melder sorgen im Haus für Sicherheit und Schutz

Warnmelder schützen Personen und Gebäude

(Bildquelle: @ Hager)

In den eigenen vier Wänden fühlen wir uns in der Regel besonders gut geschützt und aufgehoben. Sicher sind Wohnung und Haus aber erst dann, wenn sie auch einen ausreichenden Schutz vor Gefahren wie Feuer, Rauch, Wasser oder giftigen Gasen bieten. Die Initiative ELEKTRO+ stellt verschiedene Sensoren vor, die einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit von Mensch und Gebäude leisten und sich in vielen Fällen als Lebensretter bewährt haben.

Rauchwarnmelder – effektive Frühwarnung bei Brandgefahr
Die meisten Opfer von Bränden ersticken am Rauch – er überrascht die Bewohner häufig im Schlaf und sie bemerken ihn nicht rechtzeitig genug, um sich in Sicherheit zu bringen. Dieses Risiko minimieren Rauchwarnmelder, die bei übermäßiger Rauch-entwicklung einen durchdringenden Ton von sich geben. Seit Januar dieses Jahres ist die Installation eines Rauchwarnmelders in Neubauten bundesweit Pflicht. Bei Bestandsbauten variieren die Regelungen in den einzelnen Bundesländern noch, der Sicherheit wegen sollten die Lebensretter aber unabhängig von einer gesetzlichen Pflicht in jeder Wohnung installiert sein. Sinnvoll ist der Einbau in allen Wohn- und Schlafräumen sowie im Flur. Für einen lückenlosen Schutz empfiehlt die Initiative ELEKTRO+, jeden Raum mit einem Rauchwarnmelder auszustatten, auch Keller und Küche – denn Feuer kann grundsätzlich überall ausbrechen. Um Fehlalarme auszuschließen, sollten in der Küche Modelle mit Zwei-Kammer-Mess-System zum Einsatz kommen, die zwischen Wasserdampf aus dem Kochtopf und gefährlichem Rauch unterscheiden. Durch die spezielle Bi-Sensor-Prozessor-Technologie schlagen diese Geräte außerdem auch schon bei auffälliger Hitzeentwicklung Alarm. Für ein Plus an Sicherheit können die Geräte per Funk miteinander vernetzt werden: Schlägt ein Rauchwarnmelder Alarm, geben alle anderen Geräte ebenfalls ein Signalton ab.

Beim Kauf ist Qualität entscheidend, Billigprodukte sind oft unzuverlässig. Verbraucher sollten daher auf das Q-Zeichen achten, das in Verbindung mit dem Prüfzeichen der Prüfinstitute VdS Schadenverhütung oder dem Kriwan Testzentrum verwendet wird. Für die Beratung, den Einbau sowie die Wartung der Geräte empfiehlt die DIN 14767 sich an eine geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder zu wenden.

Herdwächter sorgt für Sicherheit in der Küche
In der Küche ist der Herd die häufigste Brandursache. Rund 125.000 Schadensfälle pro Jahr gehen laut Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) in Deutschland auf sein Konto. Ein Herdwächter kann solche Brände wirksam verhindern. Der Sensor wird einfach über dem Kochfeld oder unter der Dunstabzugshaube angebracht, die dazugehörige Steuereinheit, die per Funk mit dem Sensor verbunden ist, installiert der Elektrofachmann in der Zuleitung zum Herd. Der Sensor überwacht Zeit, Bewegung, Stromverbrauch und Temperatur, entsteht dabei ein Ungleichgewicht, etwa ein abrupter Temperaturanstieg, schlägt der Herdwächter Alarm. Wird dieser nicht innerhalb von 15 Sekunden vom Bewohner deaktiviert, unterbricht die Steuereinheit die Stromzufuhr, um mögliche Gefahren zu vermeiden.

Kohlenstoffmonoxidmelder schützen vor Vergiftung
Auch, wenn sie regelmäßig gewartet und überprüft werden: Heizungen oder Kamine bergen die Gefahr eines Defektes und damit eines erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Ausstoßes. Dieses giftige Gas bildet sich zum Beispiel dann, wenn bei einem Kaminfeuer der Verbrennungsvorgang wegen ungenügender Sauerstoffzufuhr nicht richtig funktioniert. Auch bei Gasthermen können die Abgaswerte zu hoch sein. Das Tückische am Kohlenstoffmonoxid: Es ist farb-, geruch- und geschmacklos. Eine Vergiftung kann sehr schnell tödlich sein. Um solche Unfälle zu verhindern, empfiehlt die Initiative ELEKTRO+, einen Kohlenstoffmonoxidmelder, auch CO-Melder genannt, zu installieren. Er überwacht über elektrochemische Sensoren durchgehend den Kohlenstoffmonoxidgehalt in der Raumluft und gibt sowohl einen lauten Alarmton als auch ein optisches Signal ab, sobald die CO-Konzentration einen bestimmten Schwellenwert überschreitet.

Häufig verwechselt mit dem CO-Melder wird der Raumluftsensor bzw. CO2-Sensor Dieser misst den Kohlenstoffdioxidgehalt in der Raumluft und zeigt an, ob er über oder unter dem eingestellten Grenzwert liegt. Kohlenstoffdioxid ist ein guter Indikator für die Luftqualität – ein hoher CO2-Wert ist ein Beleg für verbrauchte Raumluft. Wird der Grenzwert überschritten, kann eine entsprechende Funktion automatisch angesteuert werden, beispielsweise Fenster öffnen oder Lüfter einschalten.

Wasserschäden vorbeugen
Eine überlaufende Badewanne, ein geplatzter Wasserschlauch an Wasch- oder Spülmaschine oder ein Rohrbruch: Wasserschäden sind nicht nur ärgerlich, ihre Behebung ist meist auch kostspielig. Frühzeitig erkannt, lässt sich das Schlimmste verhindern. Möglich wird das mit einem Wassermelder, der am Boden der Küche, im Badezimmer oder im Keller zum Einsatz kommt. Er reagiert auf Wasser und andere Flüssigkeiten; sobald seine Kontaktpunkte damit in Berührung kommen, schlägt er Alarm, sodass die Bewohner schnell eingreifen können.

Die Standards der Elektroausstattung in Wohngebäuden zu verbessern und Bauherren, Modernisierer und Architekten herstellerübergreifend über die Vorteile einer zukunftssicheren Elektroinstallation aufzuklären, ist zentrales Anliegen der Initiative ELEKTRO+ ( www.elektro-plus.com). Die Initiative vereint die Fachkompetenz führender Markenhersteller und Verbände der Elektrobranche.

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Mrz 30 2017

Vorsicht, leicht entflammbar: Brandgefahr beim Möbelölen

Vorsicht, leicht entflammbar: Brandgefahr beim Möbelölen

Frühjahrskur für Tische und Stühle: Viele nutzen das schöne Wetter, um ihre Holzmöbel mit Öl zu behandeln. Doch dabei ist Vorsicht geboten. Denn mit Öl getränkte Lappen können sich bei falscher Aufbewahrung selbst entzünden – und in Sekundenschnelle einen schweren Brand verursachen, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.

Gefährlich wird es dann, wenn die mit Öl getränkten Lappen oder Filzpads achtlos in den Müll geworfen werden. Denn durch die chemische Reaktion der Fettsäuren mit dem Sauerstoff in der Luft entsteht Wärme, die aus zusammengeknüllten Lappen nicht entweichen kann. „Da Öl einen niedrigen Flammpunkt hat, kann sich der Lappen durch die gestaute Wärme selbst entzünden“, erklärt Torge Brüning, Brandschutzexperte beim Infocenter der R+V Versicherung. Er empfiehlt, den Politurlappen auch bei Arbeitsunterbrechungen sicherheitshalber auseinanderzufalten und auf einem nicht brennbaren Untergrund wie einem Steinboden abzulegen.

Lappen aufhängen und trocknen
Der R+V-Experte rät, die Lappen nach der Arbeit in Wasser zu tauchen und dann im Freien ausgebreitet trocknen lassen. „Wenn das Öl ausgehärtet ist, besteht kein Risiko mehr. Die Lappen können dann einfach über den Hausmüll entsorgt werden.“ Ebenfalls eine Möglichkeit: Die Tücher oder Pads in einem luftdichten Glas oder einer Dose aufheben und beim nächsten Mal wiederverwenden.

www.infocenter.ruv.de

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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Mrz 8 2017

Schnell in Flammen: Wäschetrockner sind Brandursache Nummer 1

Schnell in Flammen: Wäschetrockner sind Brandursache Nummer 1

Wäschetrockner sind die gefährlichsten Elektrogeräte im Haushalt, denn sie verursachen am häufigsten Wohnungsbrände. Das Infocenter der R+V Versicherung rät: Trockner möglichst freistehend platzieren und nicht unbeaufsichtigt laufen lassen.

Die Kombination aus starker Hitze und Feuchtigkeit macht Wäschetrockner so brandgefährlich. „Die häufigsten Auslöser sind Kurzschlüsse oder andere Defekte an der elektrischen Steuerung. Durch die Überhitzung können sich Kunststoffteile im Inneren der Geräte oder Flusen blitzschnell entzünden“, erklärt Torge Brüning, Brandschutzexperte beim Infocenter der R+V Versicherung. Bei umbauten Geräten kann sich die Wärme stauen – und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen.

Standort entscheidend
Wichtig für den reibungslosen Betrieb ist auch der Standort. Denn die gängigen Kondenstrockner leiten die feuchte Luft nicht aus dem Raum heraus. „Ist der Abstellraum zu klein und womöglich noch fensterlos, steigt die Luftfeuchtigkeit extrem an“, so R+V-Experte Brüning. Mögliche Folgen: Schimmel an den Wänden und verzogene Türen. Das R+V-Infocenter rät Verbrauchern deshalb, Trockner am besten freistehend in einem Raum mit ausreichender Belüftung aufzustellen.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Das Flusensieb regelmäßig reinigen. Ist es verstopft, staut sich die Wärme und die Brandgefahr steigt.
– Synthetischen Materialien mögen keine Hitze: Vorsicht bei Kleidungsstücken mit Schulterpolstern aus Schaumstoff oder Textilien mit Kunststoffaufdrucken – sie dürfen in der Regel nicht in den Trockner. Verbraucher sollten deshalb vorher unbedingt auf die Waschetiketten schauen.
– Stromfresser: Experten schätzen, dass Wäschetrockner in deutschen Haushalten etwa zehn Prozent des Stroms verbrauchen.
– Kondenstrockner mit Wärmepumpe können sich in Sachen Energieersparnis langfristig lohnen, weil ein Teil der Wärme für den weiteren Trocknungsprozess verwendet wird.
– Ob Schimmel oder Brand: In einer Mietwohnung haftet in der Regel der Mieter für Schäden durch Wäschetrockner.

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Dez 16 2016

Risiko: brennende Kerzen!

Alle Jahre wieder – Adventszeit – Brandgefahr durch brennende Kerzen – Kinder schützen – Das IFS informiert

Risiko: brennende Kerzen!

Ein brennender Weihnachtsbaum kann innerhalb von Minuten das ganze Wohnzimmer erfassen.

Kiel, Dezember 2016 – Die gemütlichste Zeit des Jahres ist wieder angebrochen. Dazu gehört die passende Dekoration – und natürlich auch Kerzen. Doch die Gemütlichkeit birgt auch Gefahren. Zum Ende des Jahres verzeichnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) ganze 40 % mehr Brandschäden als in anderen Jahreszeiten. Das IFS informiert über die Brandgefahren und gibt Ratschläge zum sicheren Umgang mit Kerzen. Unbeaufsichtigt kann sich ein Feuer im Adventsgesteck oder am Weihnachtsbaum rasend schnell zum Wohnungsbrand ausbreiten. Vor allem Kinder können die möglichen Gefahren nicht richtig einschätzen.

Kerzen – niemals unbeaufsichtigt brennen lassen
In beheizten Wohnräumen trocknen die Nadelhölzer innerhalb von Tagen aus. Sie sind dann sehr leicht entflammbar. Kerzen sollten man also niemals unbeaufsichtigt brennen lassen. Vor allem Kerzen in Dekorationen (z. B. Adventskränzen) und am Weihnachtsbaum bergen ein großes Brandpotential. Ein kurzer Kontakt mit getrockneten Tannenzweigen ist für ein Feuer schon ausreichend. Dann ist es wichtig schnell zu reagieren. In dem Schadenverhütungsfilm „Weihnachtsbaumbrände – sind vermeidbar“ ( www.ifs-ev.org) veranschaulicht das IFS die Gefahren und gibt Tipps zum sicheren Umgang mit Kerzen.

Kinder sollten schon frühzeitig den sicheren Umgang mit Feuer und brennenden Kerzen lernen. Leben Sie als Eltern den richtigen Umgang mit dem Feuer vor.

Ein brennender Weihnachtsbaum kann innerhalb von Minuten das ganze Wohnzimmer erfassen. Je älter und trockener der Baum, desto schneller kann sich ein Feuer ausbreiten. Die Tipps des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. (IFS) und der Feuerwehr helfen, das zu vermeiden.

Experten-Tipps vom IFS und der Feuerwehr

Alles richtig machen in der Weihnachtszeit

Risiken vermeiden
– Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen. Auch nicht „mal eben schnell“ in das benachbarte Zimmer gehen.
– Kerzen rechtzeitig auswechseln, bevor sie niedergebrannt sind.
– Immer ausreichenden Abstand zu den nächsten Tannenzweigen und Wänden einhalten sowie zu leicht brennbaren Materialien, wie Gardinen oder Büchern.
– Die Kerzen müssen gut befestigt werden, so dass sie nicht umkippen können.
– Tannenbaumfuß regelmäßig mit Wasser füllen – wenn der Baum trocknet, wird es besonders gefährlich.
– Ein Feuerlöscher oder zumindest ein voller Wassereimer sollte griffbereit aufgestellt werden, so dass im Brandfall sofort gehandelt werden kann.
– Rauchmelder installieren. Die kleinen unscheinbaren Geräte können Leben retten.
– Übrigens: Elektrische Lichter sind weniger brandgefährlich als echte Kerzen

Falls ein Feuer ausbricht
– Brennt es, Ruhe bewahren. Hat das Feuer noch nicht auf weitere Gegenstände übergegriffen, kann versucht werden, den Brand mit dem Wasser/Feuerlöscher zu löschen. In der Regel ist das nur innerhalb der ersten Augenblicke möglich, bei sehr trockenen Bäumen innerhalb von maximal 30 Sekunden. Sonst sofort die Feuerwehr unter der Nummer „112“ rufen. Fenster und Türen schließen, um die Sauerstoffzufuhr zu stoppen – wenn das noch gefahrlos möglich ist. In jedem Fall sofort das Gebäude verlassen. Achtung: andere Mitbewohner informieren und Kindern, Älteren und Kranken beim Verlassen des Hauses helfen.

Quelle: IFS – Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V.

Ursachenforschung, Beratung sowie Schulungsmaßnahmen zu den Themen Feuer, Technik und Umwelt sind die Kernaufgaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer. Die gewonnenen Erkenntnisse aus tausenden von Gutachten werden in der Beratung zu Sanierungen und im Engagement für Schadenverhütungsmaßnahmen weitergegeben und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Das Institut hat inzwischen eine über 130 Jahre alte Tradition und ist neben dem Hauptsitz in Kiel auch in Berlin, Düsseldorf, Hannover, München, Münster, Stuttgart und Wiesbaden vertreten. Die Wurzeln des Instituts gehen in das Jahr 1884 zurück, als die Schleswig-Holsteinische Brandkasse in Kiel eine damals einzigartige Brandverhütungsabteilung gründete. 1952 entstand hieraus schließlich das Kieler Laboratorium für Brandschutztechnik und Brandermittlung, das sich durch seine Forschungsergebnisse bald über die Region hinaus einen Namen machte. Aus diesem Labor ging 1976 das IFS hervor.

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Nov 28 2016

Adventliche Brandgefahr

Zum Jahresende steigen regelmäßig die Einsätze der Feuerwehr

Adventliche Brandgefahr

Es ist Advent! Brandursache Nummer eins in den kommenden Wochen sind laut ARAG Experten brennende Adventsgestecke, flammende Weihnachtsbäume und etwas später auch die Unachtsamkeit bei der Silvesterknallerei.
Besonders viele Brände im Dezember
Im Dezember schnellen jedes Jahr die Zahlen für Brandschäden in die Höhe: Es entstehen rund 40 Prozent mehr Schäden durch Zimmer- oder Hausbrände als in den anderen Monaten. Etwa 11.000 Brände wurden in der vergangenen Weihnachtszeit gemeldet, das belegen die Zahlen, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veröffentlichte.

Wunderkerzen am Weihnachtsbaum gefährden den Versicherungsschutz
Da die Gefahr eines Feuerausbruchs durch brennende Kerzen, Wunderkerzen und leicht entzündliche Gegenstände gerade in der Weihnachtszeit so besonders hoch ist, raten ARAG Experten zu einem sehr umsichtigen Verhalten. Schon ein einziger Feuerlöscher im Haushalt kann Schlimmes verhindern; die Installation von Rauchwarnmeldern kann Leben retten. Damit die selige Weihnachtszeit auch fröhlich bleibt, sollte man der Feuergefahr lieber mit zuviel als zuwenig Vorsorge begegnen. Kommt es dennoch zum Brand, kann es neben dem vermiesten Weihnachtsfest auch noch zu Ärger mit der Versicherung kommen. Denn die kann ihre Leistung unter Umständen ablehnen.

In einem speziellen Fall zündeten die Versicherten unmittelbar am Weihnachtsbaum Wunderkerzen an, wodurch ein Brand entstand. Das angerufene Landgericht hatte entschieden, dass die Versicherten grob fahrlässig gehandelt hatten. Die Hausratversicherung musste daher die durch den Schaden entstandenen Kosten nach damaliger Rechtslage nicht zahlen (LG Offenburg, Az.: 2 O 197/02).

Kerzen anzünden nur unter der Aufsicht Erwachsener
Das Landgericht Bielefeld weist darauf hin, dass Eltern ihre Feuerzeuge nicht in der Reichweite ihrer Kinder aufbewahren sollten. In dem entschiedenen Fall hatte ein achtjähriges Kind selbstständig mit dem Feuerzeug Kerzen angezündet und einen Brand verursacht. Da das Kind nicht für den Schaden verantwortlich gemacht werden konnte und die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt hatten, haften diese und nicht die Hausratversicherung für den entstandenen Brandschaden, urteilten die Richter (LG Bielefeld, Az.: 21 S 166/06).

Tipps der ARAG Experten
– Frisches Tannengrün entzündet sich schlechter als vertrocknete Zweige! Den Weihnachtsbaum darum erst kurz vor dem Fest kaufen!
– Den Weihnachtsbaum auf dem Boden in einem stabilen mit Wasser gefüllten Christbaumständer befestigen und regelmäßig gießen.
– Fluchtwege festlegen und freihalten!
– Ausreichend Sicherheitsabstand zu brennbaren Stoffen wie Gardinen einhalten!
– Kerzen gehören nicht unter Äste oder Zweige, sondern in festen Kerzenhaltern an freie Stellen am Weihnachtsbaum.
– Das Anzünden der Kerzen immer von oben nach unten, das Löschen der Kerzen von unten nach oben.
– Den Weihnachtsbaum nie unbeaufsichtigt lassen und immer auch Kinder und Haustiere im Auge behalten.
– Vorsorgen: Für den Fall der Fälle Löschmittel wie Wassereimer oder Handfeuerlöscher bereit halten.
– Rauchwarnmelder schlagen rechtzeitig Alarm – und retten Leben.
– Mit Kindern den Ernstfall üben! Kinder sollten wissen, dass man sich bei einem Brand auf keinen Fall verstecken darf und auch die Notrufnummer 112 der Feuerwehr kennen!

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