Posts Tagged Bundesfamilienministerium

Jul 10 2018

Kinder brauchen auch Bewegung

Nutzung von Handy und PC begrenzen!

sup.- Vor allem bei Kindern und Jugendlichen sind elektronische Medien wie PC, Tablet oder Handy zum nahezu unverzichtbaren Bestandteil des Alltags geworden. Ob damit, wie Skeptiker vermuten, große Risiken für die körperliche und psychische Gesundheit verbunden sind, liegt nicht zuletzt am Verhalten der Eltern. Sie sollten den Medienkonsum der Kinder nicht verbieten, aber altersgerecht regeln. So hält das Bundesfamilienministerium bei Drei- bis Fünfjährigen eine Nutzungsdauer von täglich maximal 30 Minuten für angemessen. Im Alter von sechs bis neun darf dann eine Stunde erlaubt werden. Und bei den 10- bis 13-Jährigen sollten die Eltern die Zeit vorm Display auf höchstens neun Stunden in der Woche beschränken. Untersuchungen haben allerdings gezeigt, dass die tatsächliche Nutzungsdauer schon bei kleinen Kindern oft weit oberhalb dieser Empfehlungen liegt und dass die wichtigen körperlichen Aktivitäten meist viel zu kurz kommen. Wie der notwendige Ausgleich durch einen bewegungsfreudigen Lebensstil erreicht werden kann, dazu gibt es Tipps auf Ratgeber-Portalen wie www.komm-in-schwung.de oder www.familienaufstand.de.

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Feb 6 2018

OLG Köln-Termin um eventuell 30-jährigen Grünenthalfilz in Conterganstiftung

Belog RA Karl Schucht aus Bonn 2013 Bundestagsabgeordnete?

Pressemitteilung vom 06.02.2018

Am 15.2.2018 findet vor dem OLG Köln um 14:30 Uhr ein Prozess statt, dessen Brisanz bedeutender ist, als es auf den ersten Blick aussieht: Das Verfahren beleuchtet die der Öffentlichkeit bisher unbekannt gebliebenen und möglichen jahrzehntelangen Verflechtungen zwischen dem Herstellerunternehmen Grünenthal, der Conterganstiftung und dem Bundesfamilienministerium. Gleichzeitig wirft das Verfahren erneut die Frage auf, ob nicht bei der Abwicklung des Conterganskandals das Herstellerunternehmen durch politische Einflussnahme gegenüber den Interessen der Conterganopfer begünstigt wurde. Je nachdem welche Antworten sich daraus ergeben, müsste vielleicht das ganze Conterganverfahren neu aufgerollt werden.

Kläger ist der durch seine Conterganschädigung arm- und beinlose Andreas Meyer. Meyer ist seit 2009 Betroffenenvertreter im Stiftungsrat der Conterganstiftung und seit 2006 Vorsitzender des BCG. Beklagter ist RA Karl Schucht. Schucht ist Partner in der bekannten Sozietät Toews Hertel Marchand in Bonn. Zudem war Schucht von 2004 bis Ende 2009 Vorsitzender der Medizinischen Kommission der Conterganstiftung. Danach war Schucht bis 2014 Vorstandsmitglied der Stiftung.

Schucht hatte 2013 in einem Brief an die Abgeordneten des damaligen Bundesfamilienausschusses Meyer unterstellt, als Sachverständiger im Ausschuss öffentlich Unwahrheiten über Vorkommnisse innerhalb der Conterganstiftung gesagt zu haben. So hat Meyer 2013 im Ausschuss gesagt, dass Grünenthal über 30 Jahre lang in der Conterganstiftung Zugang zu den medizinischen Akten der Conterganopfer gehabt habe. Zudem habe Grünenthal auch noch die medizinischen Gutachter der Stiftung bezahlt. Schucht behauptete dagegen 2013 in seinem Brief, Grünenthal habe zu keiner Zeit Zugang zu den medizinischen Akten der Conterganopfer gehabt. Die medizinischen Akten seien stets in der Conterganstiftung aufbewahrt worden. Ferner seien die Gutachter der medizinischen Kommission stets aus Mitteln der Conterganstiftung bezahlt worden.

Meyer verklagte am 7.6.2016 Schucht auf Unterlassung und Widerruf.

Dreh- und Angelpunkt ist nach Meyer die Doppelrolle von RA Herbert Wartensleben. Wartensleben war nicht nur Leiter der Rechtsabteilung und des Ressorts Marketing der Firma Grünenthal. Wartensleben war zudem von 1972 bis Ende 2003 Vorsitzender der Medizinischen Kommission der bundesdeutschen Conterganstiftung. In dieser Eigenschaft konnte Wartensleben Einfluss darauf nehmen, ob ein Betroffener contergangeschädigt ist oder nicht. Die Medizinische Kommission beurteilt auch, wie schwer der Schädigungsgrad des jeweiligen Betroffenen ist. Nach dem Schädigungsgrad wird z.B. die Höhe der Conterganrente bemessen. Wartensleben war auch später immer wieder Rechtsvertreter der Firma Grünenthal in Sachen Contergan; zuletzt im Jahr 2007 in den Prozessen um den ARD-Zweiteiler „Eine einzige Tablette“. Laut einer schriftlichen Mitteilung Grünenthals von 2014 erfolgte die Bestellung Wartenslebens für den Posten des Vorsitzenden der Medizinischen Kommission im Jahr 1972 durch die damalige SPD-Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit.

Brisant an dem Verfahren ist: Wenn Meyer den Prozess gewinnt, dann hätte nicht nur Schucht gegenüber den Abgeordneten die Unwahrheit gesagt. Nein. Auch die Bundesregierung hätte gegenüber den Bundestagsabgeordneten die Unwahrheit gesagt. Denn das heutige seit 1972 für die Bundesregierung über die Conterganstiftung die Aufsicht führende Bundesfamilienministerium erklärte ebenfalls u.a. in einer Antwort im Jahr 2013 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke, dass Schuchts Brief auch die Meinung der Bundesregierung abbilde.

Das Landgericht Bonn untersagte Schucht in seinem noch nicht rechtskräftigen Urteil am 10.5.2017 unter Androhung eines Ordnungsgeldes bis zu 250.000 EUR sowie ersatzweise mit bis zu 6 Monaten Ordnungshaft weiter zu behaupten:

„Herr Meyer hat behauptet, 30 Jahre lang habe Grünenthal in der Conterganstiftung auch auf die medizinischen Akten der Betroffenen geschaut. Diese Behauptung ist unwahr. Grünenthal hat zu keiner Zeit Zugang zu den medizinischen Akten der Conterganstiftung gehabt. Die medizinischen Akten wurden und werden stets in der Geschäftsstelle der Conterganstiftung aufbewahrt.“

Ferner muss RA Schucht gegenüber den Abgeordneten des Bundesfamilienausschusses der 17. Wahlperiode schriftlich richtig stellen:

„Hiermit stelle ich richtig. Herrn Meyers Äußerungen waren nicht unwahr. Die Grünenthal GmbH hatte in der Person ihres Leiters der Rechtsabteilung und des Ressorts Marketing, Rechtsanwalt Herbert Wartensleben, der von 1972 bis 2003 Vorsitzender der medizinischen Kommission der Conterganstiftung war, Zugang zu den medizinischen Akten der Conterganstiftung gehabt.“

Im übrigen wurde Meyers Klage gegen Schucht abgewiesen.

Meyer und Schucht haben Berufung gegen die jeweils ihre Anträge abweisenden Teile des Urteils eingelegt.

Beide Berufungen werden nun vor dem Oberlandesgericht Köln verhandelt.

Ort und Termin der Gerichtsverhandlung:

Datum: 15.2.2018

Uhrzeit: 14:30 Uhr

Ort: Oberlandesgericht Köln,
Reichensberger Platz 1, 50670 Köln

Raum: Sitzungssaal 301, 3. Etage

Infos zur Barrierefreiheit: http://www.olg-koeln.nrw.de/behoerde/behinderte/index.php

Gebärdensprachdolmetscher sind vor Ort!

Am Eingang des Gerichtsgebäudes finden Einlasskontrollen statt. Dort können Wartezeiten entstehen. Richten Sie sich bitte darauf ein, damit sie rechtzeitig im Gerichtssaal sein können. Führen Sie bitte ein gültiges Ausweispapier (Personalausweis, Reisepass oder einen gleichgestellten Identitätsnachweis) mit.

Weitere Informationen finden Sie unter den folgendem Links:

http://www.gruenenthal-opfer.de/Statement_Andreas_Meyer_1_02_2013
http://www.gruenenthal-opfer.de/Schreiben_Karl_Schucht_22_02_2013
http://www.gruenenthal-opfer.de/Zwei_kleine_Anfragen_Linke_4_4_2013
http://www.gruenenthal-opfer.de/Material_LG_Urteil_Meyer_vs_Schucht_10_05_2017
http://www.gruenenthal-opfer.de/Gerichtstermin_Meyer_g_Schucht_15_2_2018

Der BCG ist eine Bundesorganisation für Contergangeschädigte, die frei und unabhängig von der Einflussnahme seitens der Conterganherstellerfirma Grünenthal GmbH und deren Handlangern die Interessen der Conterganopfer bundesweit vertritt. Dringlichstes Ziel des BCG ist es, den contergangeschädigten Betroffenen ein selbstbestimmtes und emanzipiertes Leben in Menschsein und Würde zu erhalten und ermöglichen. Daher setzt sich der BCG mit medienwirksamen Maßnahmen dafür ein, dass die Firma Grünenthal GmbH alle Schäden mit samt ihren Folgewirkungen für die Lebenssituation der Contergangeschädigten ersetzt. Der BCG leistet zudem individuelle Hilfe zur Selbsthilfe bei allen pädagogischen, psychologischen, medizinischen, alters- sowie pflegebedingten, sozialen und beruflichen Belangen der vertretenen Betroffenen zur Rehabilitation, Integration und gleichberechtigten Teilhabe an und in der gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit. Der BCG ist Ansprechpartner für die Medien, die Bundesregierung, die dafür zuständigen Ministerien, Verwaltungen und Behörden zu allen Themen rund um den Wirkstoff Thalidomid. Der BCG nimmt zu allen Themen rund um den Wirkstoff Thalidomid öffentlich Stellung. Ein weiteres Thema des BCG ist von Hause aus die Korruption in all ihren gesellschaftlichen Facetten, weil der bisherige Ausgang des Conterganskandals nicht ohne das Vorhandensein von Korruption zu erklären ist. Der BCG betrachtet die Korruption als sozialschädlichste Geißel jeder Gesellschaftsordnung, weil sie die individuelle Freiheit und Unversehrtheit des Einzelnen sowie die demokratischen und sozialstaatlichen Strukturen eines jeden Gemeinwesens zerstört. Der BCG möchte daher auch zwischen den Sozialverbänden und solchen Organisationen, die sich der Offenlegung und Ächtung der Korruption angenommen haben, eine Schnittstelle bilden, in der ein Zusammenhang aufgezeigt wird zwischen der in einer Wohlstandsgesellschaft eigentlich unnötigen sozialen Bedürftigkeit und der Korruption als deren wirkliche soziale Ursache.

Kontakt
BCG – Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer e.V.
Andreas Meyer
Dohmengasse 7
50829 Köln
0172 2905974
bcg-brd-dachverband@gmx.de
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Mrz 9 2017

Rechtsstreit um Rolle von Grünenthal, Conterganstiftung und Bundesfamilienministerium ohne Vergleich

Pressemitteilung vom 9.3.2017

In der Auseinandersetzung vor dem Landgericht Bonn zwischen dem contergangeschädigten Kläger Andreas Meyer und dem Beklagten RA Karl Schucht haben die Parteien sich nicht geeinigt.

Das Landgericht Bonn schlug in der Gerichtsverhandlung am 15.2.2017 einen Vergleich zwischen den Parteien vor.

Voraussichtlich wird das Gericht am 29.5.2017 eine Entscheidung fällen.

Materialien zu den Hintergründen der Auseinandersetzung finden Sie hier:

http://www.gruenenthal-opfer.de/Gerichtstermin_Meyer_g_Schucht_15_2_2017

http://www.gruenenthal-opfer.de/Pressemit_Gerichtverhand_15_02_2017

http://www.gruenenthal-opfer.de/Material_Verfahren_Meyer_vs_Schucht_15_2_2017

Firmenbeschreibung:

Der BCG ist eine Bundesorganisation für Contergangeschädigte, die frei und unabhängig von der Einflussnahme seitens der Conterganherstellerfirma Grünenthal GmbH und deren Handlangern die Interessen der Conterganopfer bundesweit vertritt. Dringlichstes Ziel des BCG ist es, den contergangeschädigten Betroffenen ein selbstbestimmtes und emanzipiertes Leben in Menschsein und Würde zu erhalten und ermöglichen. Daher setzt sich der BCG mit medienwirksamen Maßnahmen dafür ein, dass die Firma Grünenthal GmbH alle Schäden mit samt ihren Folgewirkungen für die Lebenssituation der Contergangeschädigten ersetzt. Der BCG leistet zudem individuelle Hilfe zur Selbsthilfe bei allen pädagogischen, psychologischen, medizinischen, alters- sowie pflegebedingten, sozialen und beruflichen Belangen der vertretenen Betroffenen zur Rehabilitation, Integration und gleichberechtigten Teilhabe an und in der gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit. Der BCG ist Ansprechpartner für die Medien, die Bundesregierung, die dafür zuständigen Ministerien, Verwaltungen und Behörden zu allen Themen rund um den Wirkstoff Thalidomid. Der BCG nimmt zu allen Themen rund um den Wirkstoff Thalidomid öffentlich Stellung. Ein weiteres Thema des BCG ist von Hause aus die Korruption in all ihren gesellschaftlichen Facetten, weil der bisherige Ausgang des Conterganskandals nicht ohne das Vorhandensein von Korruption zu erklären ist. Der BCG betrachtet die Korruption als sozialschädlichste Geißel jeder Gesellschaftsordnung, weil sie die individuelle Freiheit und Unversehrtheit des Einzelnen sowie die demokratischen und sozialstaatlichen Strukturen eines jeden Gemeinwesens zerstört. Der BCG möchte daher auch zwischen den Sozialverbänden und solchen Organisationen, die sich der Offenlegung und Ächtung der Korruption angenommen haben, eine Schnittstelle bilden, in der ein Zusammenhang aufgezeigt wird zwischen der in einer Wohlstandsgesellschaft eigentlich unnötigen sozialen Bedürftigkeit und der Korruption als deren wirkliche soziale Ursache.

siehe Meldungstext

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BCG – Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer e.V.
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Jan 23 2017

Das Wirken von Grünenthal, Conterganstiftung und Bundesfamilienministerium

Pressetermin Gerichtsverhandlung Andreas Meyer ./. RA Karl Schucht am 15.2.2017

Das anstehende Gerichtsverfahren berührt mittelbar die historische Frage, ob es ein Zusammenwirken zwischen jeweiliger Bundesregierung durch das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ), Conterganstiftung und Grünenthal gegen die Interessen der Conterganopfer gegeben hat.

Datum: 15.2.2017
Uhrzeit: 12:00 Uhr
Ort: Landgericht Bonn, Wilhelmstraße 21, 53111 Bonn
Raum: Sitzungssaal S. 1.15 (Saalbau)

Infos zur Barrierefreiheit: http://www.lg-bonn.nrw.de/behoerde/behinderte/index.php

Am Eingang des Gerichtsgebäudes finden Einlasskontrollen statt.

Hierdurch kann es zu Wartezeiten kommen.

Bitte berücksichtigen Sie das bei Ihrer Planung.

Der vollständige Einladungstext mit kurzer Darstellung des Gegenstands des obigen Rechtsstreits und dessen Bedeutung für die Conterganhistorie ist im Anhang oder unter folgendem Link zu finden:

http://www.gruenenthal-opfer.de/Gerichtstermin_Meyer_g_Schucht_15_2_2017

Mit solidarischen Grüßen

Andreas Meyer

Der BCG ist eine Bundesorganisation für Contergangeschädigte, die frei und unabhängig von der Einflussnahme seitens der Conterganherstellerfirma Grünenthal GmbH und deren Handlangern die Interessen der Conterganopfer bundesweit vertritt. Dringlichstes Ziel des BCG ist es, den contergangeschädigten Betroffenen ein selbstbestimmtes und emanzipiertes Leben in Menschsein und Würde zu erhalten und ermöglichen. Daher setzt sich der BCG mit medienwirksamen Maßnahmen dafür ein, dass die Firma Grünenthal GmbH alle Schäden mit samt ihren Folgewirkungen für die Lebenssituation der Contergangeschädigten ersetzt. Der BCG leistet zudem individuelle Hilfe zur Selbsthilfe bei allen pädagogischen, psychologischen, medizinischen, alters- sowie pflegebedingten, sozialen und beruflichen Belangen der vertretenen Betroffenen zur Rehabilitation, Integration und gleichberechtigten Teilhabe an und in der gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit. Der BCG ist Ansprechpartner für die Medien, die Bundesregierung, die dafür zuständigen Ministerien, Verwaltungen und Behörden zu allen Themen rund um den Wirkstoff Thalidomid. Der BCG nimmt zu allen Themen rund um den Wirkstoff Thalidomid öffentlich Stellung. Ein weiteres Thema des BCG ist von Hause aus die Korruption in all ihren gesellschaftlichen Facetten, weil der bisherige Ausgang des Conterganskandals nicht ohne das Vorhandensein von Korruption zu erklären ist. Der BCG betrachtet die Korruption als sozialschädlichste Geißel jeder Gesellschaftsordnung, weil sie die individuelle Freiheit und Unversehrtheit des Einzelnen sowie die demokratischen und sozialstaatlichen Strukturen eines jeden Gemeinwesens zerstört. Der BCG möchte daher auch zwischen den Sozialverbänden und solchen Organisationen, die sich der Offenlegung und Ächtung der Korruption angenommen haben, eine Schnittstelle bilden, in der ein Zusammenhang aufgezeigt wird zwischen der in einer Wohlstandsgesellschaft eigentlich unnötigen sozialen Bedürftigkeit und der Korruption als deren wirkliche soziale Ursache.

Kontakt
BCG – Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer e.V.
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Dohmengasse 7
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Sep 20 2012

Die ausgebrannte Republik

Unternehmen können mit kluger Personalpolitik und Familienfreundlichkeit dem Fachkräftemangel trotzen

Von Nicolaus Gläsner +++ Rheinbach/Sindelfingen, September 2012. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Wirtschaftsbild http://www.wirtschaftsbild.de beschäftigt sich mit der „ausgebrannten Republik“. Allein eine kluge Personalpolitik könne die Sinnfrage in der Dienstleistungsgesellschaft beantworten, schreibt der Bonner Journalist Ansgar Lange http://de.wikipedia.org/wiki/Ansgar_Lange in seinem Beitrag „Bauern haben keinen Burnout“.

„Druck und Stress hat es in der Arbeitswelt schon immer gegeben. Es gibt ja auch durchaus so etwas wie eine positive Spannung, wenn einem die Arbeit Spaß macht, man spielerischen Ehrgeiz entwickelt und etwas leisten will. Manchem, der heute an einem Burnout-Syndrom leidet, mag vielleicht der eine oder andere vorwerfen, er sei larmoyant, schließlich sei früher länger und zumindest samstags noch gearbeitet worden. Doch unzweifelhaft haben Smartphones für Arbeitnehmer und das Internet gravierende Veränderungen bewirkt“, bestätigt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Centomo http://www.centomo.de aus Sindelfingen, im Interview mit Wirtschaftsbild. Es gelinge uns aufgrund der täglichen Mailflut immer weniger, vertiefend und damit befriedigend zu arbeiten. Immer bleibe etwas liegen, Mails müssen noch beantwortet werden etc.

Für Zondler http://www.centomo.de/index.php/testartikel-1/ geht es darum, eine gesunde Balance zu halten. Als Chef von centomo vermittelt er beispielsweise viele Freiberufler, die sich gar keine Nine-to-five-Mentalität leisten könnten und in ihren Projekten häufig sehr schnell messbare Leistung bringen müssten: „Diese Menschen können sich gar nicht vorstellen, jeden Tag im gleichen Büro zu sitzen und die immer gleichen Arbeitsabläufe zu organisieren. Sie fühlen sich nicht überfordert, weil sie einen Sinn in ihrer oft hoch spezialisierten Arbeit sehen. Sie brauchen Freiheit, sind neugierig auf neue Herausforderung und lieben den Kitzel, wenn sie über einen gewissen Zeitraum stark gefordert sind. Denn auch chronische Langeweile, Unterforderung und die Aussicht, dass sich bis zur Verrentung nichts mehr ändert am Job, können zu Depressionen oder zum Burnout führen.“

Neben der chronischen Überforderung ist nämlich auch die Sinnfrage ein wichtiges Kriterium. Und diese stellt sich sehr häufig in der Dienstleistungsgesellschaft. Besonders betroffen vom Burnout sind hingegen die Mitarbeiter in Gesundheits- und Sozialberufen oder Pädagogen. Auch die so genannten Sandwich-Manager, die zwischen dem Druck ihrer Vorgesetzten und den Erwartungen der Mitarbeiter zerrieben werden, fühlen sich häufig ausgebrannt.

Familienfreundlichkeit ist kein „Sozialgedöns“

Beate Henes-Karnahl beschreibt in ihrem Beitrag den Erfolgsfaktor Familienfreundlichkeit. Nach einer repräsentativen Umfrage von IW Köln Consult im Sommer 2011 befassen sich 82 Prozent der befragten Unternehmen mit der Thematik Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Immer mehr mittelständische Unternehmen sehen in Familienfreundlichkeit kein „Sozialgedöns“, sondern eine Selbstverständlichkeit. Nach der Personalmarketingstudie 2010 des Bundesfamilienministeriums ist für 90 Prozent der 25 bis 39 Jahre alten beschäftigten Frauen und Männer Familienfreundlichkeit so wichtig wie das Gehalt.
Eine kluge Personalpolitik, flexible Arbeitszeiten, betriebsinterne Kinderbetreuung oder unkompliziert Wege, nach der Elternzeit wieder weiterzuarbeiten – dies alles sind Ansätze, um dem Fachkräftemangel zu trotzen und dafür zu sorgen, dass die eigenen Mitarbeiter nicht „ausbrennen“.

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

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