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Dez 1 2017

Besitzer beanstandeter VW-Dieselfahrzeuge sollten schnell ihre Rechtsschutzversicherung kontaktieren

Frist läuft ab

Wiesbaden, 1. Dezember 2017. Egal, ob sie ihr Auto zurückgeben wollen oder technische Probleme nach dem Softwareupdate haben: Besitzer beanstandeter Dieselfahrzeuge der Volkswagen AG sollten auf jeden Fall bis Ende 2017 ihren Rechtsschutzversicherer kontaktieren, da sonst die Verjährung der Ansprüche droht, empfiehlt das Infocenter der R+V Versicherung. Wer jetzt nicht reagiert, muss im neuen Jahr möglicherweise sogar mit einer Stilllegung seines Fahrzeugs rechnen.

„Am 31. Dezember verjähren die kaufrechtlichen Gewährleistungsansprüche beim betroffenen Motorentyp EA 189. Wer bereits zum Zeitpunkt der Zulassung des Fahrzeugs auf seinen Namen über eine Verkehrsrechtsschutzversicherung verfügt hat und jetzt juristische Schritte erwägt, sollte sich so schnell wie möglich bei seinem Versicherer melden“, betont Petra Schmitt-Weitzmann. Die Rechtsschutzexpertin beim R+V-Infocenter erzählt, dass die Besitzer der beanstandeten Autos ganz unterschiedliche Probleme beschäftigen: „Viele befürchten, dass sich das Softwareupdate und der zusätzliche Einbau eines Strömungsgleichrichters negativ auf die Motorleistung, den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen auswirken. Andere melden sich bei uns, weil sie seit der Nachrüstung Schwierigkeiten mit der DSG-Schaltung haben, der Motor ruckelt oder gar mitunter aussetzt.“

Welche Rechtsschutzversicherer die anfallenden Kosten für welchen Rechtsstreit übernehmen, sei branchenweit sehr unterschiedlich, sagt Schmitt-Weitzmann: „Die R+V Versicherung beispielsweise unterstützt ihre Kunden ohne Einschränkung. Dafür steht den Versicherten eigens ein Team von Spezialisten für alle Fragen zur Verfügung.“

Wenn der Rechtsschutzversicherer dem Betroffenen eine Leistung zugesagt hat, sollte dieser anschließend zügig Kontakt mit einer spezialisierten Anwaltskanzlei aufnehmen. „Die bei R+V versicherten Kunden unterstützen die Rechtsschutz-Experten auch gerne bei der Suche nach einem Anwalt“, hebt Schmitt-Weitzmann hervor. Sie erhalten unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 533-1111 weitere Informationen.“ Der Anwalt kann dann auch helfen, die Stilllegung des Dieselfahrzeugs durch die Zulassungsstelle zu verhindern.

www.infocenter.ruv.de

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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Apr 13 2016

Mobilität in Gefahr: Blaue Plakette beunruhigt

Stellungnahme des Fuhrparkverbandes zum Vorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD).

Mobilität in Gefahr: Blaue Plakette beunruhigt

BVF-Vorsitzender Prinzing: „Ursachen angehen, statt Verbote auszusprechen“

Mannheim, im April 2016. Auf Vorschlag der SPD-Ministerin hat die Sonderkonferenz der Umweltminister von Bund und Ländern beschlossen, dass die EURO 6-Plakette auf schnellstem Wege in Deutschland in eigenen, kleineren Umweltzonen umgesetzt werden soll. Kommunen sollen demnach anordnen können, dass in Stadtgebiete mit besonders schlechter Luft nur noch Autos mit blauer Plakette einfahren dürfen. Die Plakette weist aus, dass das Fahrzeug wenig Stickoxide ausstößt. Die entsprechende Verordnung ist noch für 2016 geplant und wird dann wirksam werden. Die Entscheidung stieß nicht überall auf Zustimmung. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt nannte den Vorschlag „unausgegoren“ und es gab auch kritische Stimmen aus der eigenen Partei der Bundesumweltministerin. Da die Bundesregierung den Vorschlag konkretisieren und der Bundesrat zustimmen muss, sind Anpassungen zu erwarten.

Derzeit hat man das Gefühl, übertriebene Regulierungsbemühungen und Verordnungen lähmen nicht nur unsere Wirtschaft, sondern beeinträchtigen auch die Lebensqualität. Da werden seit 20 Jahren betriebene Stadthallen geschlossen, weil neue Brandschutzverordnungen das Betreiben unrentabel machen, Stadtläufe werden abgesagt, weil das Sicherheitskonzept nicht mehr zu finanzieren ist und so weiter. Mit der blauen Plakette ist jetzt auch die Mobilität in Gefahr. Sofern die Kommunen die Verordnung anwenden, wird es für Dieselfahrzeuge kritisch und damit ist die Belieferung des Handels und der Unternehmen in den Innenstädten genauso gefährdet, wie die Nachfrage nach Produkten und Arbeitsplätzen. „Alleine in Berlin gibt es rund 650.000 Pendler, 80 Prozent mit Dieselfahrzeugen, die zu ihrem Arbeitsplatz fahren und in den Städten Umsatz machen“, sagt Bernd Kullmann, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement (BVF). Laut Bild-Zeitung könnte für 13 Millionen ältere Dieselfahrzeuge ein Innenstadt-Verbot drohen. Dazu kommt, dass viele Firmenfuhrparks zum Großteil mit verbrauchsärmeren Dieselfahrzeugen ausgestattet sind. Und deren Einsatz findet oft in den Innenstädten statt. „Wenn nur Fahrzeuge eine blaue Plakette bekommen, die einen Schadstoff-Ausstoß von weniger wie 80 Milligramm/km NOx erfüllen, also die EURO 6 Vorgaben, können einige Unternehmen einen Großteil ihrer Fuhrparks nicht mehr einsetzen“, so Kullmann. Dies dürften maximal 500.000 Pkw und modernste Lkw sein mit einem Zulassungsdatum ab August 2015 (davor Euro 5). Hingegen würden fast alle Benzin-Fahrzeuge die Euro 6 Norm erfüllen. Der ADAC gibt zu bedenken, dass hier technische Lösungen Fahrverboten vorzuziehen seien. Die „Blaue Plakette“ sei nicht der richtige Weg, es sollten für eine dauerhafte Schadstoffreduzierung saubere und emissionsarme Fahrzeuge entwickelt und vermarktet werden. Dazu kommt die Kritik der Vekehrsministerkonferenz, dass die Messverfahren nicht realitätsgerecht wären.

„Wir sehen mit Bedauern, dass auch in diesem Fall an Symptomen herumgedoktert wird, statt die Ursachen anzugehen“, sagt BVF-Vorsitzender Marc-Oliver Prinzing. „Konsequenzen für die Unternehmen in Deutschland wurden offensichtlich nicht berücksichtigt. Nicht nur, dass die potenziell eingeschränkte Mobilität sehr negative Auswirken hätte, auch die Restwerte von Dieselfahrzeugen die diese Norm nicht erfüllen würde einbrechen und einen hohen ökonomischen Schaden verursachen. Der ADAC hat vollkommen recht, wenn er langfristig wirkende technische Lösungen fordert, statt die privaten und gewerblichen Fahrzeughalter zur Kasse zu bitten“, so Prinzing.

Außerdem hat die Umweltministerkonferenz des Bundes und der Länder beschlossen, dass der Bund eine finanzielle Förderung emissionsarmer Autos gewähren soll. Prinzing: „Wir begrüßen, dass zumindest in dieser Formulierung endlich mal nicht die einseitige Konzentration auf Elektrofahrzeuge herausgelesen werden kann, sondern auf alle umweltfreundliche Antriebe abgestellt wird“. Allerdings interpretieren das einige Medien wieder nur pro Elektromobilität.

Generell unterstützt der Bundesverband Fuhrparkmanagement alle Aktivitäten, die ausgewogen und mit Bedacht nachhaltig positive Wirkung für unsere Umwelt haben. „Es gibt ausgewogenere und bessere Konzepte dazu, die nicht mit dem Holzhammer daher kommen“, unterstreicht Prinzing.

Der Bundesverband Fuhrparkmanagement wurde im Oktober 2010 als Initiative von Fuhrparkverantwortlichen gegründet. Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder, die Fuhrparks zwischen 5 und über 20.000 Fahrzeugen betreiben. Mitglieder sind unter anderem Unternehmen wie Axel Springer Services & Immobilien GmbH, Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA, KPMG AG, CANCOM IT, KAEFER Isoliertechnik, FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e. V., Sparkassen-Einkaufsgesellschaft mbH oder Stadtwerke Heidelberg Netze GmbH.

Vorstandsmitglieder des Verbandes sind Marc-Oliver Prinzing (Vorsitzender), Bernd Kullmann (Fuhrparkleiter IDEAL Lebensversicherung), Guido Krings (Fuhrparkleiter Unify) und Dieter Grün (Fuhrparkleiter Stadtwerke Heidelberg Netze). Geschäftsführer des Verbandes ist Axel Schäfer. Der Sitz des Verbandes und der Geschäftsstelle ist Mannheim.

Kontakt
Bundesverband Fuhrparkmanagement
Axel Schäfer
Augustaanlage 57
68165 Mannheim
0621-76 21 63 53
presse@fuhrparkverband.de
http://www.fuhrparkverband.de

Jan 21 2016

Audi benachteiligt freie Händler und Vermarkter

Subventionen für von Abgasmanipulationen betroffenen Gebrauchtwagen nur für eigenes Händlernetz / Der Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften kritisiert Wettbewerbsverzerrung und fordert Gleichbehandlung

Audi benachteiligt freie Händler und Vermarkter

VMF fordert Gleichbehandlung für alle Kunden und Vermarkter.

Bad Homburg, im Januar 2016. Der Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften (VMF) repräsentiert mit rund 90.000 Bestands-Fahrzeugen aus dem Hause Volkswagen den sicher größten deutschen Kunden des VW-Konzerns in Deutschland. Mehrere zehntausend Leasingrückläufer werden Jahr für Jahr als Gebrauchtwagen vermarktet. Darunter sind auch Dieselfahrzeuge der Marke Audi mit der Motorenbaureihe EA 189, die von den bekannten Software-Manipulationen betroffen sind.

Gebrauchtwagenpreise orientieren sich an dem jeweiligen Fahrzeugangebot, dem Hersteller- und Modellimage sowie den damit verbundenen kostenlosen Zusatzleistungen über den Handel. „Die beim Vertragsbeginn kalkulierten Preise werden für alle manipulierten Fahrzeuge des Volkswagenkonzerns in der Regel nicht mehr erzielbar sein, denn die möglichen Käufer können Risiken und Folgewirkungen der Abgasmanipulation nicht einschätzen“, so Michael Velte, Vorsitzender des Vorstandes des VMF und Geschäftsführer der Deutschen Leasing Fleet GmbH in Bad Homburg. Dies wirkt sich auch negativ auf alle Verkäufer von Audi-Gebrauchtwagen aus. Insbesondere bei Leasingfahrzeugen sind die Gebrauchtwagenpreise als so genannte Restwerte wichtiger Bestandteil der gesamten Leasingkalkulation. Eine vom Hersteller ausgelöste manipulationsbedingte Abwertung führt zu einem betriebswirtschaftlichen Schaden bei den Gebrauchtwagenvermarktern. Insbesondere dann, wenn sich der Hersteller dem freien Handel gegenüber nicht kooperativ verhält. Sondern vielmehr nur die eigene Handelsorganisation einseitig subventioniert.

Audi führt die „Trust Kampagne GW“ durch
Die Audi AG als Verursacher der marktschädlichen Entwicklung hat zur Sicherung des Preisniveaus für die eigenen Vertrags-Händler ein Subventionspaket geschnürt. Im Rahmen des Verkaufsunterstützungsprogramms für Gebrauchtwagen „Trust Kampagne GW“ bietet die Audi AG über ihre Vertragshändler Kaufinteressenten von betroffenen Fahrzeugen an, gratis eine Audi-Gebrauchtwagengarantie bis zum fünften Fahrzeugjahr und 24 Monate Wartung und Inspektion nutzen zu können. Alle Kosten dafür übernimmt die Audi AG. Die Vertragshändler haben entsprechende Werbekampagnen gestartet. Freie Händler sowie die markenunabhängigen Leasinggesellschaften blieben von der Unterstützung bisher ausgeschlossen. „Dass Audi eine Art Schadensersatz leistet, der Händlern und Käufern zu Gute kommt finden wir richtig. Es sollte jedoch alle Vermarkter der betroffenen Fahrzeuge einschließen. Unsere Anfragen dazu blieben bei der Audi-AG bisher ohne verwendbares Ergebnis“, sagt der VMF-Chef. Der VMF weist hier auf eine unhaltbare Wettbewerbsverzerrung zugunsten der Audi-eigenen Händlerschaft hin. Denn gerade erst mit Einführung dieser Aktion wird den Gebrauchtwagenkäufern besonders deutlich aufgezeigt, ein abgasmanipuliertes Fahrzeug aktuell nur mit erheblichen Zugeständnissen zu kaufen.

Wettbewerbsverzerrung aufheben
Fakt ist, dass Probleme in der Gebrauchtwagenvermarktung der Marke Audi und damit wirtschaftliche Schäden entstanden sind und noch entstehen werden, weil die Käufer der Neuwagen bewusst getäuscht worden sind. „Realisiert sich dieser Schaden erst beim Verkauf des Gebrauchtfahrzeuges, muss der Hersteller dafür haften“, so Velte. Die Trust-Kampagne des Konzerns ist daher also nichts anderes, als eine Schadensbegrenzung und -kompensation. Und auf beides haben alle Geschädigten Anrecht, nicht nur die Audi-Vertragshändler. Es fehlt jeder sachlich gerechtfertigte Grund, mit herstellerunabhängigen Anbietern anders zu verfahren. Der VMF fordert daher, die Sonderbehandlung zu unterlassen: sie also allen geschädigten Parteien zu öffnen, so dass private Kaufinteressenten für betroffene Fahrzeuge sich darauf verlassen können, die gleichen Ausgleichsvorteile auch beim Kauf über freie Leasinggesellschaften zu erhalten. Bisherige Bemühungen seitens des Verbandes, dieses partnerschaftlich – auch im Kundeninteresse – mit dem Herstellerkonzern zu initiieren, blieben bei der AG vorerst mit einem klaren Nein beantwortet, was der VMF so nicht akzeptieren wird.

Der VMF, der Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften, fokussiert sich auf Qualitäts- und Zukunftssicherung. Er versteht sich als Kompetenzzentrum für Fuhrparkmanagement. Ihm gehören sieben herstellerunabhängige Flottenleasinggesellschaften mit hoher Marktbedeutung und langjähriger Erfahrung an. Mit ihrer gemeinsamen Arbeit setzen sie Branchenstandards, um dem Flottenbetreiber, Sicherheit und Transparenz beim Management seines Fuhrparks zu bieten. Sie sind objektive Berater zu Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Fuhrpark durch eine alleine auf die Bedürfnisse des Fuhrparks abgestimmte Fahrzeugleasing-Service Kombination. Gerade für Fuhrparkneulinge sind sie erste Anlaufstelle.

Zum VMF gehören die ALD AutoLeasing D GmbH, Arval Deutschland GmbH, Athlon Car Lease Germany GmbH & Co. KG, Deutsche Leasing Fleet GmbH, GE Auto Service Leasing GmbH, LeasePlan Deutschland GmbH, Mobility-Concept GmbH.

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