Posts Tagged Dr. Justus de Zeeuw

Jun 25 2018

Mehr Lebensqualität für COPD-Patienten

Behandlung sollte der inneren Uhr folgen

Mehr Lebensqualität für COPD-Patienten

Foto: Fotolia / lightwavemedia (No. 6044)

sup.- Die chronisch-obstruktive Lungenkrankheit COPD ist für die Betroffenen mit erheblichen Einschränkungen im alltäglichen Leben verbunden. Symptome wie Atemnot, Husten, Auswurf sowie eine reduzierte Leistungsfähigkeit und Mobilität führen dazu, dass zahlreiche COPD-Erkrankte sich nach und nach aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen. Bereits in frühen Stadien der Krankheit behindert eine Überblähung der Lungen die Beweglichkeit der Menschen und damit die Teilhabe an einer Vielzahl von Aktivitäten. „Patienten mit einer leichten Obstruktion machen schon deutlich weniger Schritte als Menschen, die nur eine Bronchitis haben“, bestätigt der Lungenspezialist Dr. Justus de Zeeuw (Köln). Im weiteren Verlauf der bislang unheilbaren Erkrankung sind es zusätzlich die gefürchteten Exazerbationen (akute Verschlechterung der Symptome), die das Leben beeinträchtigen und soziale Kontakte erschweren.

Die medikamentöse Behandlung von COPD-Patienten muss deshalb in erster Linie darauf abzielen, die Lebensqualität so weit wie möglich zu erhalten. Um Exazerbationen zu vermeiden bzw. zu reduzieren, wird oft eine Kombination aus so genannten LABA- und ICS-Wirkstoffen eingesetzt, die sowohl die Bronchien erweitern als auch die entzündlichen Umbauprozesse in der Lunge bekämpfen. Für Patienten mit moderater bis schwerer COPD, die sich mit dieser Zweifach-Therapie nicht ausreichend einstellen lassen, gibt es jetzt eine Dreifach-Fixkombination in einem einzigen Inhalationsgerät (Trimbow von Chiesi). In Vergleichsstudien konnte bei dieser Triple-Therapie, die einen weiteren langwirksamen Wirkstoff zur Bronchienerweiterung (LAMA) umfasst, eine signifikante Verringerung der Exazerbationen nachgewiesen werden.

Die neue Medikation hat zudem den Vorteil, dass sie dem zirkadianen Rhythmus folgt – also unserer inneren Uhr, die auch die Lungenfunktion beeinflusst. „Eine zweimal tägliche Gabe morgens und abends kann Patienten mit instabiler COPD dabei unterstützen, aktiver in den Tag zu starten, und so auch ein Gefühl der Sicherheit über den ganzen Tag bis durch die Nacht vermitteln“, so der Lungenfacharzt Dr. Thomas Voshaar (Moers). Gerade am Morgen leiden nämlich viele COPD-Patienten an Kurzatmigkeit, was das Aufstehen, Duschen oder Anziehen erheblich erschwert. Und weil bei fortgeschrittener COPD viele der Betroffenen angeben, mehrmals pro Woche nachts durch Symptome geweckt zu werden, unterstützt die Inhalation in den Abendstunden den Schlaf.

Supress
Redaktion Andreas Uebbing

Kontakt
Supress
Andreas Uebbing
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Mrz 12 2018

COPD-Therapie mit Fixkombination

Neuer Inhalator erhält Zulassung

sup.- Zur Therapie der chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit COPD gibt es jetzt einen neuen Inhalator mit einer Fixkombination aus drei unterschiedlichen Wirkstoffen. Das vor kurzem zugelassene Medikament hat sich in Studien bei den so genannten instabilen COPD-Patienten als stabilisierend bewährt. Diese Patienten neigen häufiger zu Exazerbationen, also akuten Krankheitsschüben, die den Verlauf der Krankheit beschleunigen. Die neue Fixkombination (Trimbow, Chiesi) fasst die Wirkstoffe Glycopyrronium, Formoterol und Beclometason in einem Inhalator zusammen. Der Vorteil: Die Atemwege werden erweitert und gleichzeitig die Entzündungen in den Bronchien gelindert. Wegen des vorgegebenen Verhältnisses der Wirkstoffe kann es bei der Anwendung nicht zu Fehldosierungen kommen. „Wenn wir den instabilen COPD-Patienten erkannt haben, ist die Triple-Therapie eine sehr gewinnbringende Therapieoption“, bestätigt der Lungenspezialist Dr. Justus de Zeeuw (Köln).

Supress
Redaktion Andreas Uebbing

Kontakt
Supress
Andreas Uebbing
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Jan 29 2018

Wichtiger Fortschritt bei der COPD-Therapie

Inhalator mit Dreifach-Wirkstoff erhält Zulassung

Wichtiger Fortschritt bei der COPD-Therapie

Foto: Fotolia / netsay (No. 5970)

sup.- Die medizinische Forschung zur Behandlung der chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit COPD hat jetzt eine Hürde genommen, die vielen Patienten Linderung der Symptome und eine verbesserte Lebensqualität verspricht. Ein neuer Inhalator mit einer Fixkombination aus drei unterschiedlichen Wirkstoffen setzt da an, wo bisherige Therapie-Optionen nicht mehr ausreichen. Bei den so genannten instabilen COPD-Patienten, die u. a. häufiger zu akuten Krankheitsschüben neigen und bei denen kaum eine Linderung der Symptome zu sehen ist, hat sich das vor kurzem zugelassene Medikament in Studien als stabilisierend bewährt. Die Schübe mit dem Fachterminus „Exazerbationen“, die sich durch Atemnot-Anfälle sowie verstärkten Husten mit Auswurf äußern, beschleunigen nach Angaben des Lungenspezialisten Dr. Justus de Zeeuw (Köln) den Verlauf der COPD: „Im Praxisalltag lohnt es sich immer, den Blick für Exazerbationen zu schärfen, denn das exazerbationsfreie Intervall verkürzt sich mit jeder neuen Exazerbation.“

Um diese fatale Verschlechterungs-Spirale auszubremsen, fasst die neue Fixkombination (Trimbow, Chiesi) die drei schon einzeln bewährten Wirkstoffe Glycopyrronium, Formoterol und Beclometason in einem Inhalator zusammen. Diese effektive Wirkstoffkombination hat den Vorteil, dass die Atemwege erweitert und gleichzeitig die Entzündungen in den Bronchien gelindert werden. Weil das optimale Verhältnis der einzelnen Wirkstoffe in der Fixkombination bereits vorgegeben ist, kann es nicht wie bei einer frei verordneten Zusammenstellung entsprechender Substanzen zu Fehldosierungen während der Anwendung kommen. Darüber hinaus ermöglicht die innovative extrafeine Formulierung der Wirkstoffpartikel eine gleichmäßige Verteilung in der gesamten Lunge, einschließlich der feinen Verästelungen im Bronchialbaum. Insbesondere Menschen, deren Krankheitsverlauf sich durch die bisherigen Behandlungsmethoden nicht zufriedenstellend beeinflussen ließ, profitieren von diesen Medikamenten-Eigenschaften. „Wenn wir den instabilen COPD-Patienten erkannt haben, ist die Triple-Therapie eine sehr gewinnbringende Therapieoption“, bestätigt Dr. de Zeeuw.

Supress
Redaktion Andreas Uebbing

Kontakt
Supress
Andreas Uebbing
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Okt 30 2017

Lebensqualität von Asthmatikern könnte viel besser sein

Offenes Arzt-Patienten-Gespräch hilft weiter

Lebensqualität von Asthmatikern könnte viel besser sein

Foto: Fotolia / sepy (No. 5912)

sup.- Leben mit Asthma bedeutet für viele Betroffene eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität, an die sie sich aber zwangsläufig gewöhnt haben und die sie für unvermeidbar halten. Symptome wie Husten, Atemnot sowie nächtliches Aufwachen gehören trotz Dauermedikation mit Asthma-Sprays zu ihrem Alltag. Nach Erfahrungen des Lungenfacharztes Dr. Justus de Zeeuw (Köln) haben sich Patienten oft über Jahre mit ihrer Situation arrangiert und abgefunden. Werden sie bei Routine-Terminen von ihrem Arzt befragt, wie es ihnen geht, sagen sie deshalb häufig, bei ihnen sei alles so weit in Ordnung. Erst durch genaues, beharrliches Nachfragen würde sich manchmal offenbaren, dass die chronisch-entzündliche Atemwegserkrankung keineswegs ausreichend mit Medikamenten eingestellt ist.

Welcher Patient kennt auch schon die Kriterien der GINA-Leitlinien (Global Initiative for Asthma) für gut kontrolliertes Asthma? Sie umfassen unter anderem: ungestörte Nachtruhe ohne Beschwerden sowie keine nennenswerten Einschränkungen bei Alltags-Aktivitäten durch Symptome wie Husten, Atemnot oder Brustenge. Von solch einer Lebensqualität sind jedoch viele Asthmatiker weit entfernt. Nach Daten des „Weißbuch Lunge“ muss in Deutschland bei über 70 Prozent der Patienten mit schwerem Asthma die Krankheit als unzureichend kontrolliert eingestuft werden. Ein offenes Arzt-Patienten-Gespräch könnte in vielen Fällen bewirken, dass ein optimiertes Behandlungskonzept eingeleitet wird.

Die Therapieoptionen insbesondere bei schweren Formen von Asthma haben sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Noch profitieren von diesen innovativen Medikamenten jedoch viel zu wenig Patienten. Bestes Beispiel hierfür ist die moderne Hochdosis-Therapie mit entzündungshemmenden Wirkstoffen (Steroiden), die hierzulande bislang lediglich 15 Prozent der Asthmatiker verordnet wird. Dieser Anteil liegt hingegen z. B. in Frankreich bei 53 Prozent und in England sowie Spanien bei jeweils 36 Prozent. „Die Behandlung mit hochdosiertem inhalativen Steroid wie bei der Kombination Foster 200/6 erlaubt es uns bei Patienten, die trotz Dauertherapie immer noch eine unvollständige Asthmakontrolle haben, die anti-entzündliche Therapie zu intensivieren, ohne z. B. systemische Kortikoide einsetzen zu müssen“, bestätigt Dr. Ronald Doepner, Facharzt für Pneumologie aus Dortmund. Wenn jedoch Patienten ihre Beschwerden nicht thematisieren, sehen Ärzte verständlicherweise auch keine Notwendigkeit, sich Gedanken über eine Veränderung des Behandlungskonzeptes zu machen.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Jul 17 2017

Asthmatikern könnte es viel besser gehen

Viele Patienten halten Symptome für unvermeidlich

Asthmatikern könnte es viel besser gehen

Foto: Fotolia / UBER IMAGES (No. 5855)

sup.- Wenn Asthma-Patienten von ihrem Arzt gefragt werden, wie es ihnen geht, sagen die meisten, bei ihnen sei alles in Ordnung. Diese Erfahrung macht der Lungenfacharzt Dr. Justus de Zeeuw (Köln) nahezu täglich in seiner Praxis. Wenn der Arzt jedoch genauer nachfragt, zeigt sich häufig, dass der Alltag des Patienten durch Symptome wie Kurzatmigkeit, Husten und nächtliches Aufwachen belastet ist. Die Atemwegserkrankung ist also keineswegs ausreichend mit Medikamenten eingestellt und kann dementsprechend auch nicht als kontrolliert bezeichnet werden.

Um das tatsächliche Befinden von Asthma-Patienten beurteilen zu können, empfiehlt Dr. de Zeeuw Ärzten, folgende drei Fragen zu stellen:

1. Hatten Sie im vergangenen Monat Schlafprobleme aufgrund Ihrer Asthmasymptome, einschließlich Husten?
2. Hatten Sie tagsüber Ihre typischen Asthma-Symptome wie Husten, pfeifende Atmung, Engegefühl in der Brust oder Atemnot?
3. Hat Ihr Asthma Sie bei Ihren Alltagsaktivitäten (Hausarbeit, Beruf, etc.) beeinträchtigt?

Nur wenn der Patient alle drei Fragen mit „Nein“ beantwortet, kann laut Aussagen von Dr. de Zeeuw das Asthma als kontrolliert bezeichnet werden und es besteht kein Handlungsbedarf.

Generell gilt: „Dank moderner Medikamente lässt sich Asthma heute bei den meisten Patienten so gut kontrollieren, dass Beschwerden nur gelegentlich auftreten, der Alltag gut bewältigt werden kann und lebensbedrohliche Anfälle ausbleiben“, erläutert das Helmholtz Zentrum München ( www.allergieinformationsdienst.de). Die Realität sieht jedoch ganz anders aus: Studien zufolge wird bei der Mehrzahl der Asthma-Patienten die chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege nicht angemessen mit Medikamenten behandelt. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern erhalten in Deutschland z. B. nur 15 Prozent der Patienten eine Hochdosis-Therapie mit anti-entzündlichen Wirkstoffen (Steroiden). Dieser Anteil liegt in Frankreich dagegen bei 53 Prozent, in England und Spanien bei 36 Prozent und in Italien bei 30 Prozent.

An mangelnden Therapie-Optionen liegt dieses zurückhaltende Verordnungsverhalten in Deutschland nicht: „Seit Anfang 2016 gibt es Inhalatoren wie Foster 200/6 als Dosieraerosol oder Pulverinhalator, mit denen die gewünschte Intensivierung der anti-entzündlichen Behandlung erreicht wird bei gleichzeitig unverändertem Anteil an bronchienerweiternden Substanzen“, informiert der Lungenfacharzt Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover). Mehr Offenheit der Patienten bezüglich der Schilderung ihrer Symptome sowie ein konsequenteres Verordnungsverhalten der Ärzte könnten also entscheidend dazu beitragen, dass es Asthma-Patienten bedeutend besser geht.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de