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Sep 14 2017

Elternzeit: Anspruch auf Arbeitszeitverringerung

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Elternzeit: Anspruch auf Arbeitszeitverringerung

Arbeitsrecht

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben Anspruch auf Elternzeit, wenn sie mit ihrem Kind, oder mit einem Kind, das sie in Vollzeitpflege aufgenommen haben, in einem Haushalt leben und dieses Kind selbst betreuen und erziehen. Neben einem besonderen Kündigungsschutz und weiteren Schutzvorschriften haben sie zudem auch einen besonderen Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit nach § 15 Abs. 5 und 7 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG).

Besonderer Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit: Dieser besondere Anspruch unterscheidet sich vom allgemeinen Anspruch auf Arbeitszeitverkürzung dadurch, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einen entsprechende Kürzung im Rahmen der Elternzeit in Anspruch genommen haben, anschließend wieder einen Anspruch auf ihre alte, also unverkürzte Tätigkeit haben.

Anspruchsvoraussetzungen: Der Anspruch auf Arbeitszeitverringerung bei der Elternzeit setzt zunächst voraus, dass der Arbeitgeber in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beschäftigt und das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder Unternehmen ohne Unterbrechung länger als sechs Monate bestand. Zudem sollte die vertraglich vereinbarte regelmäßige Arbeitszeit für mindestens zwei Monate auf einen Umfang von nicht weniger als 15 und nicht mehr als 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Monats verringert werden. Weiter dürfen dem Anspruch keine dringenden betrieblichen Gründe entgegenstehen und schließlich muss der Anspruch auf Teilzeit dem Arbeitgeber für den Zeitraum bis zum vollendeten dritten Lebensjahr des Kindes sieben Wochenund für den Zeitraum zwischen dem dritten Geburtstag und dem vollendeten achten Lebensjahr des Kindes 13 Wochen vor Beginn der Teilzeittätigkeit schriftlich mitgeteilt werden. All diese Voraussetzungen finden sich § 15 Abs. 7 BEEG.

Antragsinhalt: Der entsprechende Antrag muss den Beginn und den Umfang der verringerten Arbeitszeit enthalten. Die gewünschte Verteilung der verringerten Arbeitszeit soll im Antrag angegeben werden.

Frist für die Ablehnung: Falls der Arbeitgeber die beanspruchte Verringerung oder Verteilung der Arbeitszeit ablehnen will, muss er dies innerhalb von vier Wochen mit schriftlicher Begründung tun. Dafür ist es erforderlich, dass der Arbeitgeber nachvollziehbar begründet, inwieweit sein unternehmerisches Konzept durch das Teilzeitbegehren beeinträchtigt wird (Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 22. November 2011 – 3 Sa 305/11 -, juris).

Zustimmungsfiktion bei Verringerung der Arbeitszeit: Hat ein Arbeitgeber die Verringerung der Arbeitszeit in einer Elternzeit zwischen der Geburt und dem vollendeten dritten Lebensjahr des Kindes nicht spätestens vier Wochen nach Zugang des Antrags oder in einer Elternzeit zwischen dem dritten Geburtstag und dem vollendeten achten Lebensjahr des Kindes nicht spätestens acht Wochen nach Zugang des Antrags schriftlich abgelehnt, gilt die Zustimmung als erteilt und die Verringerung der Arbeitszeit entsprechend den Wünschen der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers als festgelegt (vgl. § 15 Abs. 7 BEEG).

14.9.2017

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Sep 7 2017

Elternzeit: Anspruch, Kündigungsschutz und Urlaubskürzung

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Elternzeit: Anspruch, Kündigungsschutz und Urlaubskürzung

Arbeitsrecht

Anspruch auf Elternzeit: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben Anspruch auf Elternzeit, wenn sie mit ihrem Kind, oder mit einem Kind, das sie in Vollzeitpflege aufgenommen haben, in einem Haushalt leben und dieses Kind selbst betreuen und erziehen. Der Anspruch Elternzeit besteht bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres eines Kindes. Um die Elternzeit zu beanspruchen, muss spätestens sieben Wochen vor Beginn der gewünschten Elternzeit ein entsprechender schriftlicher Antrag gestellt werden. Bis zu drei Jahre Elternzeit kann man pro Kind nehmen. Einer Genehmigung durch den Arbeitgeber bedarf es dafür nicht.

Kündigungsschutz während der Elternzeit: Der Arbeitgeber darf das Arbeitsverhältnis ab dem Zeitpunkt, von dem an Elternzeit verlangt worden ist, nicht kündigen. Dieses Kündigungsverbot gilt auch bei Teilzeitarbeit beim selben Arbeitgeber. Nur in besonderen Fällen kann ausnahmsweise eine Kündigung für zulässig erklärt werden, wenn die für den Arbeitsschutz zuständige oberste Landesbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle diese genehmigt. Der Kündigungsschutz besteht ab dem Zeitpunkt, zu dem die Elternzeit verlangt worden ist, frühestens jedoch acht Wochen vor Beginn der Elternzeit bis zum vollendeten dritten Lebensjahr des Kindes bzw. frühestens 14 Wochen vor Beginn einer Elternzeit zwischen dem dritten Geburtstag und dem vollendeten achten Lebensjahr des Kindes.

Urlaubskürzung bei der Elternzeit: § 17 Abs. 1 Satz 1 BEEG (Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit), sieht vor, dass der Arbeitgeber den Erholungsurlaub, der dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin für das Urlaubsjahr zusteht, für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit um ein Zwölftel kürzen kann. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts gilt dies jedoch nicht mehr, wenn das Arbeitsverhältnis beendet worden ist. Der Arbeitnehmer hat dann nämlich einen Geldanspruch auf Urlaubsabgeltung gegen den Arbeitgeber. Der Anspruch auf Erholungsurlaub wandelt sich also mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses in einen reinen Geldanspruch. Diesen darf der Arbeitgeber dann nicht mehr kürzen.

Dazu das Bundesarbeitsgericht: Die Regelung in § 17 Abs. 1 Satz 1 BEEG setzt voraus, dass der Anspruch auf Erholungsurlaub noch besteht. Daran fehlt es, wenn das Arbeitsverhältnis beendet ist und der Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaubsabgeltung hat (BAG, Urteil vom 19.05.2015 – 9 AZR 725/13).

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens in Ihrem Fall. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten?

7.9.2017

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Jul 17 2017

In der Elternzeit zum Traumjob

Neustart richtig angehen

In der Elternzeit zum Traumjob

txn-a. (Bildquelle: @kerkezz/Fotolia/randstad)

txn-a. Die Geburt eines Kindes verändert vieles – auch die beruflichen Wünsche. Ein Grund: Kind und alter Arbeitsrhythmus, etwa der Schichtdienst, sind nicht mehr vereinbar. Andere waren schon vorher mit ihrer Arbeitsplatzsituation unzufrieden. So unterschiedlich wie die Gründe für eine berufliche Umorientierung nach der Schwangerschaft und der Geburt eines Kindes sind, so vielfältig sind die Möglichkeiten. „Die Babypause ist eine gute Gelegenheit, noch einmal neu durchzustarten“, sagt Petra Timm, Pressesprecherin von Randstad Deutschland. „Mit der richtigen Vorbereitung wird der Jobwechsel zur erhofften Verbesserung und nicht zur großen Enttäuschung.“
Die eigentliche Herausforderung in einer Umbruchsituation besteht darin, sich über die eigene Lebens- und Karriereplanung klar zu werden. Bilanz ziehen, was am alten Job genervt hat, und Ziele abstecken – das sollte am Anfang stehen. Dann beginnt die Suche nach dem Arbeitgeber, der die eigenen Wünsche ermöglicht. Sind die Arbeitszeiten familienfreundlich oder doch eher unregelmäßig? Bietet das Unternehmen vielleicht sogar Krippenplätze an? Oder gibt es die Möglichkeit, einen Teil der Arbeit im Homeoffice zu erledigen? Viele Infos dazu gibt es im Netz: etwa auf der Homepage der Firma oder auf Jobbewertungsportalen, wenn genügend Einträge vorhanden sind.
Auch Kontakte können hier sehr wertvoll sein. Denn ob ein Betrieb hält, was er verspricht, wissen die Mitarbeiter am besten. Vielleicht gibt es jemanden aus dem Bekanntenkreis, der dort beschäftigt ist und berichten kann. Oder beim Chef des Nachbarn ist gerade eine Stelle frei geworden, die genau zu einem passt. Fehlt noch etwas für den Job, sollte die Elternzeit dafür genutzt werden, Wissen aufzufrischen. Eine Weiterbildung oder ein Fremdsprachenkurs erleichtern den Wiedereinstieg und zeigen dem Personaler: Da bleibt einer am Ball.
Für den Karrierewechsel ist es nie zu spät. Nicht zuletzt kann er sich positiv auf die Gemütsverfassung auswirken, hat die Universität Linköping in Schweden herausgefunden. In einer Untersuchung mit 662 Arbeitnehmern zeigte sich: Wer sich aktiv einen neuen Job gesucht hatte, war hinterher nicht nur glücklicher, auch der Gesundheitszustand verbesserte sich deutlich. Grund für die Stimmungsaufhellung war nicht die neue Betätigung, sondern vielmehr ein psychologischer Effekt: Die Betroffenen haben ihr Glück selbst in die Hand genommen.

Bildunterschrift:
txn-a. Um herauszufinden, ob das Unternehmen familienfreundlich ist, lohnt sich ein Blick auf dessen Homepage.

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 58.000 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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Jun 9 2017

hkk-Studie: Männer leiden unter dem Spagat zwischen Beruf und Vaterrolle

(Mynewsdesk) Nur jeder dritte Vater geht in Elternzeit – und das trotz staatlicher finanzieller Anreize. Die Mehrheit davon entscheidet sich dann auch nur für die „Sparvariante“, das Minimum von zwei Monaten. Das ist das Ergebnis einer bundesweit repräsentativen Untersuchung der hkk Krankenkasse. Studienleiter Dr. Bernard Braun vom Bremer Institut für Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung (BIAG): „Kein Wunder, dass sich Väter auch heutzutage in Sachen Elternzeit in Zurückhaltung üben. Denn um eine aktive Vaterrolle leben zu können, fehlt häufig die Unterstützung durch den Arbeitgeber.“

Positiver Wandel der Vaterrolle

Väter sind der Meinung, dass sich ihre Rolle zum Positiven geändert hat. Im Vergleich zu ihren eigenen Vätern verbringen sie mehr Zeit mit ihren Kindern und übernehmen dabei mehr Verantwortung. Dennoch gaben über 80 Prozent der Befragten an, dass sie sich noch mehr Zeit mit den Kindern wünschen. Tatsächlich ist es so, dass Väter immer noch mehr als die Hälfte des Tages an ihrem Arbeitsplatz verbringen und nur 14 Prozent des Tages aktiv mit ihrem Kind. Mütter wenden hingegen mehr als die Hälfte des Tages für die Versorgung ihres Nachwuchses auf. Weit weniger Zeit (31 Prozent) verbringen die Mütter, nach Einschätzung der Väter, in ihrem Beruf. Fragt man Väter, wie sie ihre Rolle im Vergleich zur Mutter einschätzen, messen sie ihrer Partnerin als Vertrauensperson und Erzieherin für die Kinder immer noch eine größere Bedeutung bei. Als Versorger und Spielkamerad sehen sie sich hingegen auf Augenhöhe mit den Müttern.

Männer gehen nicht in Elternzeit, weil die Mutter zu wenig verdient

Die Tatsache, dass Frauen tendenziell weniger verdienen, führt dazu, dass Männer sich gegen oder nur für eine sehr kurze Elternzeit entscheiden. Dr. Braun: „Hinzu kommt, dass Frauen häufiger in Teilzeit beschäftigt sind und deshalb nicht alleine für das Familieneinkommen sorgen können.“ Familienpolitisch müssten die beruflichen Rahmenbedingungen für Mütter stärker in den Fokus gerückt und verbessert werden. Erst dann könnten Väter ihre Rolle stärker leben. „Der Wunsch ist da, die Rahmenbedingungen noch nicht“, so Dr. Braun.

Väter mit kleinen Kindern sind extrem gestresst

Dass die Rahmenbedingungen für junge Väter nicht optimal sind, zeigt sich auch bei der Messung des Stresslevels. Knapp die Hälfte aller Väter, deren jüngstes Kind unter sechs Jahre alt ist, zeigt ein signifikant höheres Stressniveau als Väter, deren jüngstes Kind bereits sieben Jahre und älter ist. Zeit zum Stressabbau finden junge Väter wohl auch nur selten. Etwa 49 Prozent der Väter mit ganz kleinen Kindern (0 bis 3 Jahre) treibt während der Woche keinen Sport. hkk-Bereichsleiter Versorgungsmanagement Dr. Christoph Vauth: „Sieben von zehn aller befragten Väter bewegen sich weniger als zwei Stunden in der Woche. Das ist aus gesundheitlicher Sicht sehr bedenklich. Eine regelmäßige und moderate sportliche Aktivität reguliert nicht nur Stress, sondern hat auch eine schützende Wirkung gegen eine Vielzahl von Erkrankungen, wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Übergewicht.“ Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Erwachsene wöchentlich mindestens 2,5 Stunden körperlich aktiv sein. hkk-Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Ritter: „Körperliche Aktivität ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Wirksamer Gesundheitsschutz setzt sich einerseits zusammen aus Verhaltensprävention, wie etwa Sport und Entspannungskursen, sowie andererseits aus Verhältnisprävention am Arbeitsplatz. Betriebe können Väter unterstützen, indem sie beispielsweise, dort wo es möglich ist, Arbeitszeitmodelle anbieten, die speziell auf die Bedürfnisse junger Väter abgestimmt sind. „Diese müssen zwar individuell und sehr sorgfältig geplant werden, damit betriebliche Abläufe nicht ins Stocken geraten, aber sie sind weitaus besser kalkulierbar als beispielsweise Ausfälle wegen Krankheit“, so Ritter.

Elternzeit nicht in allen Branchen gleichermaßen akzeptiert

Im Branchenvergleich hinsichtlich der Akzeptanz von Elternzeit zeigen sich gravierende Unterschiede. Hohe Anerkennung und weite Verbreitung der Elternzeit finden sich im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der IT- und Telekommunikationsbranche. Im Handel und im Baugewerbe ist das Verständnis hingegen besonders gering. Die Betreuung eines Kindes oder die Pflege eines kranken Kindes werden in diesem Arbeitsumfeld kaum gebilligt. Dr. Braun: „Nach wie vor fehlt in vielen Betrieben das Verständnis für Väter, die ihr krankes Kind pflegen oder sich während der Ferienzeit aktiv um ihre Kindern kümmern möchten. Dabei besteht dringender Nachholbedarf.“ So wünschen sich 41 Prozent der Väter vom Arbeitgeber mehr Unterstützung; beispielsweise in Form von flexibleren Arbeitszeiten und besseren Möglichkeiten zur Kinderbetreuung. hkk-Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Ritter fordert deshalb die Abkehr vom alten Rollenverständnis in Unternehmen: „Dabei sind Führungskräfte besonders gefragt. Sie müssen mit gutem Beispiel vorangehen und ihrerseits Eltern- sowie Erziehungszeiten in Anspruch nehmen.“ Voraussetzung dafür sei eine Betriebskultur, die es erlaubt, Arbeitszeitmodelle wie etwa Home-Office und Teilzeit offen zu diskutieren. Dies wäre insbesondere in Branchen, in denen Elternzeit für Väter bislang keine große Rolle spielt, ein wichtiger Schritt.

hkk-Studie

Im Auftrag der hkk wurden 924 gesetzlich krankenversicherte und erwerbstätige Väter im Alter zwischen 25 und 55 Jahren zu ihrer Vaterschaft befragt. Die Ausgangsthese des aktuelle hkk-Gesundheitsreports „Junge Väter im Erwerbsleben“ war, dass junge Väter ein deutlich moderneres Vaterbild haben und leben als ihre älteren Kollegen. Dabei wurde unter anderem untersucht, ob Väter ihre Rolle wirklich aktiver ausleben und tendenziell mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Zudem prüften die Wissenschaftler, welche Auswirkungen gesellschaftliche und betriebliche Rahmenbedingungen in diesem Zusammenhang haben.

Fehlzeitenreport 2017: Krankenstand bleibt auf gleichem Niveau

Der Fehlzeitenreport wertet auch den Krankenstand der erwerbstätigen hkk-Mitglieder aus. Insgesamt lag die Betroffenenquote im Jahr 2016 bei 50,9 Prozent. Das bedeutet: Mehr als die Hälfte aller Beschäftigten waren 2016 mindestens einmal krankgeschrieben. Der Krankenstand blieb mit 3,7 Prozent unverändert gegenüber dem Jahr 2015. Damit waren an jedem Tag des Jahres durchschnittlich 37 von 1.000 Erwerbstätigen krankgeschrieben. Die meisten Ausfalltage gingen auf das Konto der sogenannten Muskel-Skelett-Erkrankungen wie beispielsweise Rückenschmerzen (319 Tage je 100 Versicherte). Psychische Erkrankungen sind auf Platz zwei. Mit rund 214 Fehltagen je 100 Versicherte sind die Seelenleiden 2016 um 47 Prozentpunkte gestiegen (2015: 167 Tage je 100 Versicherte). Auf Platz drei liegen Krankheiten des Atmungssystems. Hier sanken die Ausfalltage gegenüber dem Vorjahr von 213 auf 203 Tage je 100 Versicherte. Insgesamt dauerte eine Krankschreibung im Jahr 2016 im Schnitt 11,6 Tage – einen halben Tag länger als im Vorjahr.

Ansprechpartner für die Presse:

hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse), Martinistr. 26, 28195 Bremen

Holm Ay, Tel.: 0421.3655 1000 | Ilja Mertens, Tel.: 0421.3655 3177

E-Mail: presse@hkk.de Internet: www.hkk.de

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Über die hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse): Die hkk zählt mit mehr als 550.000 Versicherten (davon mehr als 420.000 beitragszahlende Mitglieder), 27 Geschäftsstellen und 2.000 Servicepunkten zu den großen gesetzlichen Krankenkassen. 2016 betrug ihr Wachstum mehr als 100.000 Kunden. Ihr stabiler Zusatzbeitrag von 0,59 Prozent (Gesamtbeitrag 15,19 Prozent) macht sie seit Jahren zur günstigsten deutschlandweit wählbaren Krankenkasse. hkk-Kunden können im Vergleich zum Kassendurchschnitt abhängig von ihrem Einkommen bis zu 266 Euro jährlich sparen; gegenüber einer Kasse mit 1,7 Prozent Zusatzbeitrag sogar bis zu 579 Euro. Auch die Extraleistungen übertreffen den Branchendurchschnitt: Unter anderem erstattet die hkk zusätzliche Leistungen im Wert von über 1.000 Euro je Versicherten und Jahr in den Bereichen Naturmedizin, Vorsorge und bei Schwangerschaft. Ergänzend fördert das hkk-Bonusprogramm Gesundheitsaktivitäten mit bis zu 250 Euro jährlich. Für einen weiterführenden Gesundheitsschutz erhalten hkk-Kunden private Zusatzangebote der LVM-Versicherung zu Sonderkonditionen. Die Verwaltungskosten der hkk liegen etwa 20 Prozent unter dem Branchendurchschnitt. Rund 900 Mitarbeiter(innen) betreuen ein Ausgabenvolumen von mehr als 1,3 Mrd. Euro.

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Mrz 13 2017

Arbeitnehmer empfinden Karriereplanung als Hürdenlauf

Umfrage: Die meisten Arbeitnehmer fühlen sich bei ihrem beruflichen Weiterkommen von ihrem Arbeitgeber ausgebremst

Arbeitnehmer empfinden Karriereplanung als Hürdenlauf

Arbeitnehmer empfinden Karriereplanung als Hürdenlauf.

Die meisten Arbeitnehmer sind hochmotiviert. 77 Prozent ist es wichtig, Karriere zu machen. So die gute Nachricht. Die schlechte: Die meisten Arbeitnehmer fühlen sich bei ihrem beruflichen Weiterkommen von ihrem Arbeitgeber ausgebremst. Sie erleben die Karrierelaufbahn als Hürdenlauf, so das Ergebnis der aktuellen Umfrage des Online-Magazins randstadkorrespondent. Rund 1.500 Leser haben an der Befragung zum Thema Karriereplanung teilgenommen.

Elternzeit und Teilzeit als Karriereknick
Eigentlich müsste man meinen, dass die Karriereplanung primär von beruflicher Kompetenz abhängt. Dass dem nicht so ist, stellen Arbeitnehmer fest, die auf das familienfreundliche Angebot ihres Unternehmens vertrauen und Teilzeit arbeiten, in Elternzeit gehen oder für die häusliche Pflege eine Auszeit nehmen. Schnell wird diese Entscheidung zum Stolperstein und letztlich zum Karriereknick. 63 Prozent der Befragten gaben an, dass sich ihrer Meinung nach Teilzeitarbeit negativ auf die berufliche Weiterentwicklung auswirkt. Bei Elternzeit und häuslicher Pflege waren es jeweils rund 50 Prozent. Auch beim Alter über 50 sieht es mit dem Schritt nach oben auf der Karriereleiter eher schlecht aus, finden 57 Prozent der Befragten.

Arbeitgeber bleiben bei Karriereplanung oft passiv
Viele Befragte bemängelten auch, dass der Arbeitgeber sie nicht aktiv in ihren Karriereabsichten unterstützt. So merkt jeder Zweite an, dass er sich bei seiner Karriereplanung nicht gefördert fühlt. 40 Prozent sagen, dass Ihnen in Feedbackgesprächen keine Karriereperspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Bei 20 Prozent der Befragten finden noch nicht einmal Feedbackgespräche statt.

„Die Ergebnisse sind alarmierend. In Zeiten von Fachkräfteengpässen sollten sich Unternehmen unbedingt um die vorhandenen Talente bemühen und versuchen sie zu halten. Dazu gehört auch eine aktive Förderung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Das ist auch ein Ausdruck von Wertschätzung gegenüber dem Arbeitnehmer. Sonst ist er ganz schnell weg“, so Andreas Bolder, Director Group Human Resources bei Randstad Deutschland. 54 Prozent der Arbeitnehmer sind laut Umfrage bereit, den Arbeitgeber zu wechseln, um ihre Karriere voranzubringen. Für ihre Karriere würden Beschäftigte auch einige Entbehrungen in Kauf nehmen: Mit längeren Pendlerzeiten können sich immerhin 75 Prozent der Arbeitnehmer arrangieren, einen Umzug in eine andere Stadt bzw. Bundesland ziehen 37 Prozent in Betracht.

Der randstadkorrespondent
Das Online-Magazin randstadkorrespondent, das vom Personaldienstleister Randstad herausgegeben wird, erscheint alle zwei Monate und bietet viel Wissenswertes rund um das Thema Personalarbeit. Das Online-Magazin führt regelmäßig Umfragen unter seinen Lesern durch. An der aktuellen Befragung zum Thema „Karriere: Laufbahn oder Hürdenlauf?“ haben rund 1.500 Leser teilgenommen. Weitere Informationen gibt es unter www.randstad-korrespondent.de Auf der Homepage kann man sich auch für den Newsletter anmelden.

Mit durchschnittlich rund 58.000 Mitarbeitern und rund 500 Niederlassungen in 300 Städten sowie einem Umsatz von rund 2,1 Milliarden Euro (2016) ist die Randstad Gruppe der führende Personaldienstleister in Deutschland. Randstad bietet Unternehmen unterschiedlicher Branchen umfassende Personalservice-Konzepte. Neben der klassischen Zeitarbeit gehören zum Portfolio der Randstad Gruppe unter anderem die Geschäftsbereiche Professional Services, Personalvermittlung, HR Lösungen und Inhouse Services. Mit seinen passgenauen Personallösungen ist Randstad ein wichtiger strategischer Partner für seine Kundenunternehmen. Durch die langjährige Erfahrung unter anderem in der Personalvermittlung und Personalüberlassung sowie individuelle Leistungs- und Entwicklungsangebote für Mitarbeiter und Bewerber, ist Randstad auch für Fach- und Führungskräfte ein attraktiver Arbeitgeber und Dienstleister. Als Impulsgeber für den Arbeitsmarkt hat Randstad bereits im Jahr 2000 einen flächendeckenden Tarifvertrag mit ver.di abgeschlossen, der als Grundlage für die geltenden tariflichen Regelungen in der gesamten Branche diente. Randstad ist seit knapp 50 Jahren in Deutschland aktiv und gehört zur niederländischen Randstad Holding nv: mit einem Gesamtumsatz von rund 20,7 Milliarden Euro (Jahr 2016), über 620.000 Mitarbeitern täglich im Einsatz und ca. 5.800 Niederlassungen in 40 Ländern, ist Randstad einer der größten Personaldienstleister weltweit. Zur Randstad Gruppe Deutschland gehören neben Randstad auch die Unternehmen GULP, Randstad Sourceright und Randstad Outsourcing. Vorsitzender und Sprecher der Geschäftsführung der Randstad Gruppe Deutschland ist Eckard Gatzke.

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Jan 25 2017

Bewerbungstipps für Mütter

Bewerbungstipps für Mütter

txn-a. (Bildquelle: @Miramiska/Fotolia/randstad)

txn-a. Viele gut ausgebildete Frauen geben, wenn es um die Gründung einer Familie geht, ihren Beruf zunächst auf, um sich einige Jahre aufopfernd um die Erziehung ihrer Kinder zu kümmern. Doch sind die aus dem Gröbsten raus, möchten sich nicht wenige Mütter erneut beruflich engagieren. Bei der Suche nach einem neuen Job sollten Frauen mit Kind daher besonderen Wert auf einwandfreie Bewerbungsunterlagen legen und vor allem zusätzliche Schlüsselkompetenzen (Soft Skills) hervorheben.

Dass Personalentscheidern klar strukturierte, aussagekräftige und einwandfrei formulierte Bewerbungen wichtig sind, ist allgemein bekannt. Die Unterlagen sollen einen ersten Eindruck vom Bewerber vermitteln und bieten die Chance auf ein persönliches Gespräch. Deshalb ist eine fehlerfreie und vollständige Form wichtig: Das Anschreiben gehört an den Anfang, direkt dahinter der Lebenslauf, anschließend folgen Zeugnisse und Praktikumsbeurteilungen.

Nach wie vor empfiehlt es sich, ein Bewerbungsfoto mitzuschicken. Denn ein gut gemachtes Foto informiert und betont für den Betrachter, wie wichtig der Job für die Bewerberin ist. Daher sollte das Foto unbedingt aktuell und von einem professionellen Fotografen gemacht worden sein. Frauen unterstreichen ihr gepflegtes Auftreten am besten durch ein Kostüm oder einen Blazer, eine ordentliche Frisur, etwas Make-up und, wenn gewollt, dezenten Schmuck. Der Gesichtsausdruck sollte freundlich aber bestimmt sein – das signalisiert Professionalität, Offenheit und Selbstbewusstsein.

Wie lange der Personalentscheider die Bewerbung schließlich tatsächlich in den Hän-den hält, hängt meist vom Anschreiben ab. In kurzen und aussagekräftigen Sätzen sollte direkter Bezug auf die Stellenanzeige, die gewünschten Fachkenntnisse und die erforderlichen Soft Skills genommen werden. Auch zusätzliche, zu dem Stellenangebot passende Stärken können hier gerne aufgeführt werden. Petra Timm, Unternehmenssprecherin vom Personaldienstleister Randstad Deutschland weiß: „Leider versuchen viele Mütter in ihrer Bewerbung, die Familienphasen wie Mutterschutz und Elternzeit zu verstecken. Dabei ist das weder nötig noch sinnvoll. Denn häufig erwerben Frauen besonders in der Zeit der Kindererziehung wertvolle Soft Skills, die für ein Unternehmen interessant sein können: zum Beispiel soziale Kompetenz, Organisations- und Durchsetzungsstärke, Kommunikationsvermögen, analytisches Denken oder die Fähigkeit zur Problemlösung.“ Zusätzlich punkten kann, wer sich ehrenamtlich oder freiwillig engagiert.

Mittlerweile erkennen viele Firmen das Potenzial von Frauen und richten ihre Unternehmenspolitik darauf aus. Sie ziehen etwa Teamplayer, die sich harmonisch in ein bestehendes Arbeitsumfeld einfügen können, Einzelkämpfern vor. Soft Skills werden daher neben den notwendigen Fachkenntnissen immer wichtiger. Mit einer gut entwickelten Sozialkompetenz fällt es Mitarbeitern beispielsweise leichter, sich auf die verschiedenen Denk- und Arbeitsweisen ihrer Kollegen einzustellen.

Es lohnt sich daher, den künftigen Arbeitgeber von den eigenen Stärken zu überzeugen. Eine Bewerberin, die sich neben ihrer Familie zum Beispiel jahrelang in einem gemeinnützigen Verein eingebracht und Arbeitsgruppen geleitet hat, beweist neben ihrem Organisationstalent eine hohe Belastbarkeit, Eigeninitiative, Selbstdisziplin, Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und Führungsqualitäten. Bewerberinnen sollten es jedoch nicht übertreiben und auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Denn spätestens beim Bewerbungsgespräch muss sie beweisen, welche Skills sie tatsächlich beherrscht.

[Bildunterschrift]
txn-a. Eltern, die nach der Elternzeit auf der Suche nach einem neuen Beruf sind, punkten bei einer Bewerbung häufig durch ihre Soft Skills wie Teamfähigkeit, Sozialkompetenz, Fähigkeit zum Multitasking und Kommunikationsstärke.

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Jan 5 2017

Wenn nach der Elternzeit alles anders ist….

Mobbing am Arbeitsplatz

Wenn nach der Elternzeit alles anders ist....

txn-a. (Bildquelle: @Picture-Factory/Fotolia/randstad)

txn-a. Mütter, die nach längerer Abwesenheit an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren, haben es mitunter schwer. Denn sie bieten viele Angriffspunkte, weil sich über die Zeit die Situation am Arbeitsplatz grundlegend geändert hat. Neue Kollegen, andere Arbeitsabläufe und neue EDV-Systeme stellen hohe Anforderungen. Außerdem fallen Mütter aus, wenn der Nachwuchs krank wird oder sich keine Kinderbetreuung findet. Flexiblere Arbeitszeiten sind also notwendig und es gibt immer wieder „Kollegen“, die das als ungerechtfertigte Privilegien empfinden – was zu Konflikten und diskriminierenden Anfeindungen bis hin zum Mobbing führen kann.

Die Ursachen für Mobbing sind sehr unterschiedlich – häufig stecken hinter den Sticheleien unausgesprochene Konflikte oder schlicht Neid, Eifersucht oder Frust. Genauso unterschiedlich können auch die Lösungsansätze sein. Keinesfalls sollten Betroffene Situationen, in denen sie ausgegrenzt oder gestichelt werden, ignorieren oder gar schönreden. Wurden die Anfeindungen durch einen vorangegangenen Konflikt mit Kollegen ausgelöst, kann die Betroffene zunächst selbst auf diese zugehen und eine Lösung vorschlagen. Wichtig ist dabei ein selbstbewusstes Auftreten und sachliches Argumentieren. Lässt sich die Situation auf diese Weise nicht verbessern, sollten Mütter, die nach der Elternzeit von Kollegen gemobbt werden, am besten das Gespräch mit dem Chef suchen, dieser kann durch Aufklärung Mobbing nach der Elternzeit verhindern. Gelingt auch dies nicht, ist der Betriebsrat der richtige Ansprechpartner, um die Fronten zu schlichten; auch die Beratung durch einen geschulten Mediator ist hilfreich. Parallel empfiehlt sich, in einer Mobbing-Selbsthilfegruppe Rat zu suchen. Dort lernen die Teilnehmer, wie sie sich gegenüber Kollegen oder Vorgesetzten selbstsicher verhalten und in Mobbingsituationen wehren können.

Um Konflikte gar nicht erst eskalieren zu lassen und Mobbing im Vorfeld zu vermeiden, sollten Mütter versuchen, sich in die Kollegen hineinzuversetzen. Eventuell lassen sich so Kompromisse finden, die jeder Seite helfen – etwa bei der Urlaubsplanung. Wer eine reibungslose Rückkehr wünscht, kann und sollte im Vorfeld etwas dafür tun. „Erfahrungsgemäß funktioniert der Wiedereinstieg ins Berufsleben für Mütter besser, wenn sie bereits während der Elternzeit den Kontakt zu den Kollegen nicht abreißen lassen. Mal eine E-Mail oder ein Anruf trägt positiv zum Verhältnis untereinander bei“, weiß Petra Timm, Unternehmenssprecherin beim Personaldienstleister Randstad Deutschland.

[Bildunterschrift]
txn-a. Mobbing nach der Elternzeit muss nicht sein: Aufklärung und offene Gespräche tragen zum gegenseitigen Verständnis bei. Und kommt es doch zum Konfliktfall, gibt es verschiedene Lösungsansätze.

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Nov 17 2016

Nachwuchs ist unterwegs – was sagt der Chef?

Frauen und Beruf

Nachwuchs ist unterwegs - was sagt der Chef?

txn-a. (Bildquelle: @georgerudy/Fotolia/randstad)

txn-a. Wenn Frauen zum ersten Mal schwanger werden, ist das eine aufregende Sache. Aber auch wenn sich jetzt alles um die zukünftige Familie dreht, ist es wichtig, die beruflichen Dinge zu regeln, damit der Jobaus- und Wiedereinstieg gelingt.
Zunächst einmal sollte der Arbeitgeber informiert werden. Eine gesetzliche Frist muss die werdende Mutter nicht einhalten, je früher der Chef jedoch von der Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt wird, desto eher greifen die Rechte des Mutterschutzgesetzes – zum Beispiel der Kündigungsschutz.
„Eine Schwangerschaft ist in den ersten Wochen und Monaten am unsichersten. Daher informieren die meisten Frauen ihren Arbeitgeber nach drei Monaten“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad Deutschland. „Um das Ungeborene zu schützen, sollten Frauen, die beruflich schwere Maschinen bedienen oder mit Chemikalien in Kontakt kommen, den Vorgesetzten allerdings besser frühzeitig einweihen.“
Wichtig ist, dass der Arbeitgeber weiß, wann der errechnete Geburtstermin ist, zu welchem Datum der Mutterschutz beginnt, wie lange die Elternzeit dauern soll und ob die Frau anschließend Voll- oder Teilzeit arbeiten möchte. Schwangere sollten sich auch bereits vor dem Gespräch mit dem Chef darüber Gedanken machen, wer als Vertretung während der Elternzeit infrage kommt. Viele Arbeitgeber sind über eine grobe Vorabplanung der zukünftigen Mutter dankbar.
Der Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor und endet acht Wochen nach der Entbindung. In dieser Zeit bekommen Schwangere, sofern sie gesetzlich krankenversichert sind, von der Krankenkasse Mutterschaftsgeld in Höhe von maximal 13 Euro pro Arbeitstag. Den Rest stockt der Arbeitgeber bis zur Höhe des Nettogehaltes auf.
„Auch wenn die Geburt eines Kindes mit vielen neuen Eindrücken und Emotionen einhergeht, sollten junge Mütter ihre berufliche Zukunftsplanung nicht vergessen“, so Petra Timm weiter. „Spätestens im Mutterschutz sollten sie sich entscheiden, wie lange sie in Elternzeit gehen möchte. Diese muss nämlich bis zwei Wochen nach der Geburt beim Arbeitgeber beantragt und auch in ihrer Dauer festgelegt werden.“
Nach der Elternzeit haben Mütter bis zu drei Jahre das Recht, an ihren alten Arbeitsplatz zurückzukehren. Falls dieser bereits vergeben ist, steht ihnen zumindest eine gleichwertige, vergleichbare Stelle bei ursprünglicher Bezahlung zu.

[Bildunterschrift]
txn-a. Frauen haben in der Schwangerschaft am Arbeitsplatz besondere Rechte. Der berufliche Aus- und Wiedereinstieg gelingt am besten, wenn Mitarbeiterin und Vorgesetzte an einem Strang ziehen.

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Mit durchschnittlich rund 57.000 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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Sep 1 2016

Elternzeit: Schutz vor Kündigung und Einkommen

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Anspruch auf Elternzeit: Um sich in den ersten Jahren nach der Geburt ausreichend um sein Kind kümmern zu können, besteht für Arbeitnehmer, Mütter und Väter, ein Anspruch auf Elternzeit gegenüber dem Arbeitgeber. Zu diesem Zweck muss spätestens sieben Wochen vor Beginn der gewünschten Elternzeit ein entsprechender Antrag gestellt werden, in dem auch die Dauer der Elternzeit angegeben wird. Bis zu drei Jahre Elternzeit kann man pro Kind nehmen. Einer Genehmigung durch den Arbeitgeber bedarf es dafür nicht.

Kündigungsschutz während der Elternzeit: Sobald die Elternzeit verlangt worden ist (höchstens jedoch acht Wochen vor Beginn der Elternzeit) und für die Dauer der Elternzeit besteht Kündigungsschutz. Damit ist jede Kündigung unwirksam, sofern sie nicht behördlich genehmigt wurde. Dies gilt auch in kleinen Betrieben. Anders als allgemein angenommen, gilt der Kündigungsschutz auch während der Probezeit. Nur wenn das Arbeitsverhältnis zur Probe befristet wurde, endet es automatisch nach Ablauf der Probezeit. Hier ist eine Kündigung nicht erforderlich, so dass die Kündigung auch nicht unwirksam sein kann. Als Arbeitnehmer kann man dagegen auch während der Elternzeit problemlos kündigen. Nach Ablauf der Elternzeit haben die Eltern einen Anspruch auf den gleichen oder einen gleichwertigen Arbeitsplatz.

Elterngeld während der Elternzeit: Da das Arbeitsverhältnis während der Elternzeit ruht, muss der Arbeitgeber auch kein Gehalt zahlen. Die Erziehungszeit ist also unbezahlter Urlaub. Dafür hat aber jedes Elternteil einen Anspruch auf Elterngeld, das vom Staat gezahlt wird. Das Elterngeld wird in Höhe von mindestens 300€ pro Monat jedem Elternteil gezahlt, unabhängig davon ob die jeweilige Person sich in einem Arbeitsverhältnis befindet oder etwa selbstständig ist, solange sie nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet. Beantragt werden kann das Geld bei der Elterngeldstelle, die häufig bei den Jugendämter mit angesiedelt ist. Der Antrag kann erst gestellt werden, wenn der Nachwuchs auf der Welt ist. Dann muss er innerhalb von drei Monaten nach der Geburt bei der Elterngeldstelle eingehen.

1.9.2016

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

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Jul 4 2016

Sparda-Bank München erneut als familienbewusstes Unternehmen zertifiziert

Sparda-Bank München zählt seit 2006 zu den familienfreundlichsten Unternehmen Deutschlands – Vielfältige Maßnahmen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Sparda-Bank München erneut als familienbewusstes Unternehmen zertifiziert

Auszeichnung der familienfreundlichsten Unternehmen in Deutschland (Bildquelle: Sparda-Bank München eG)

München – Für ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik ist die Sparda-Bank München erneut mit dem Zertifikat zum „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet wor-den. Zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung stellt sich die Genossenschaftsbank seit 2006 alle drei Jahre der sogenannten Re-Auditierung.

Zeit für die Familie
Ziel ist es, für die Mitarbeiter eine unverwechselbare, von Wertschätzung, Achtsamkeit und Menschlichkeit geprägte Unternehmenskultur zu schaffen. „Mit unserem Ansatz der Stärkenorientierung schaffen wir Rahmenbedingungen, in welchen sich jeder einzelne Mitarbeiter mit seinen individuellen Stärken und Talenten erfolgreich in der Bank engagieren kann“, sagt Vorstandsvorsitzender Helmut Lind. „Dazu gehört für uns auch das Bewusstsein für die Familie und das Privatleben der Mitarbeiter.“ Bei der Sparda-Bank München gibt es deshalb eine ganze Reihe an Maßnahmen, die es den Beschäftigten erleichtern, sich Zeit für die Kinder oder den Partner zu nehmen – unter anderem eine große Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung: So waren 2015 knapp 300 der insgesamt 736 Mitarbeiter in verschiedenen Teilzeitmodellen angestellt, darunter auch 21 Männer. Weitere Angebote sind zum Beispiel das Lebensarbeitszeitkonto oder das regelmäßige Elterncafe, das den Mitarbeitern in Elternzeit Gelegenheit gibt, Kontakt zum Arbeitgeber und zu den Kollegen zu halten.

Um den Mitarbeitern auch in Zukunft einen zeitgemäßen, attraktiven Arbeitsplatz zu bieten, arbeitet die Bank unterstützt vom Elfi-Team, ein Projektteam aus Mitarbeitern, stetig an neuen Maßnahmen und weiteren Verbesserungen. „Wir wollen uns in der Personalpolitik noch stärker an den Lebensphasen der Mitarbeiter und den entsprechenden Bedürfnissen orientieren“, führt Lind weiter aus. Familienfreundliche Rahmenbedingungen ermöglichen den Mitarbeitern mehr Freiräume und bieten gleichzeitig Sicherheit und Motivation im Arbeitsalltag.

Daten und Fakten zur Sparda-Bank München eG
Die Sparda-Bank München eG, 1930 gegründet, ist heute die größte Genossenschaftsbank in Bayern mit aktuell über 276.000 Mitgliedern, 48 Geschäftsstellen in Oberbayern und einer Bilanzsumme von rund 6,7 Milliarden Euro.

2016 wurde die Bank zum neunten Mal in Folge als bestplatzierter Finanzdienstleister im Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ in der Größenkategorie 501 bis 2.000 Mitarbeiter ausgezeichnet. Für ihren ganzheitlichen Ansatz der Förderung und Weiterentwicklung der Potenziale der Mitarbeiter hat die Bank 2015 den Sonderpreis „Humanpotenzial förderndes Personalmanagement“ erhalten.

Als einzige Bank in Deutschland engagiert sie sich für die Gemeinwohl-Ökonomie, die für ein wertebasiertes Wirtschaften plädiert und das werteorientierte Handeln des Unternehmens in der Gemeinwohl-Bilanz misst. Weitere Informationen unter: www.sparda-m.de/gemeinwohl.

Über die Töchter NaturTalent Stiftung gemeinnützige GmbH und NaturTalent Beratung GmbH unterstützt, entwickelt und begleitet die Sparda-Bank München Projekte, die die Einzigartigkeit von Menschen sichtbar machen und ihnen Zugang zu ihrem Naturtalent ermöglichen.

Wohlstand ist das Ergebnis erfolgreicher Innovation. Nur wenn Menschen ihr gesamtes Potential entfalten, werden sie in der Lage sein, ihr Leben und dadurch die gemeinsame Zukunft von uns allen als Gesellschaft erfolgreich zu gestalten.

Die Bank wird ihre Mitglieder umfassend bei diesem Prozess unterstützen und als Potenzial- und Lebensbank der Zukunft ihren bisher rein wirtschaftlichen Förderauftrag auf die persönliche Förderung ihrer Mitglieder ausweiten.

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