Posts Tagged Entwicklungshilfe

Dez 10 2018

Sparda-Bank München unterstützt Allianz für Entwicklung und Klima

München – Die Sparda-Bank München eG ist der Allianz für Entwicklung und Klima beigetreten. In diesen Tagen hat die oberbayerische Genossenschaftsbank die offizielle Mitmacherklärung unterzeichnet. Zusammen mit über 80 weiteren Partnern aus Unternehmen, Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen verfolgt das Bündnis das Ziel, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung gemeinsam voranzutreiben. Ins Leben gerufen wurde die Allianz vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München, erklärt: „Der Klimawandel ist die größte globale Herausforderung, der sich die Menschheit stellen muss. Es liegt in unserer Verantwortung, zukünftigen Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen“.

Zentrales Anliegen der Allianz für Entwicklung und Klima ist die Zielerreichung des Pariser Klimaabkommens, den durchschnittlichen Temperaturanstieg weltweit auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen. Das soll vor allem durch die Einsparung von Treibhausgasen erzielt werden. Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller dazu: „Die reichsten zehn Prozent der Welt sind für 50 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Deswegen müssen die Industrieländer beim internationalen Klimaschutz vorangehen.“ Zudem soll die UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030, die eine stärkere Unterstützung von Entwicklungs- und Schwellenländern vorsieht, entschlossen umgesetzt werden. Nur so könnten in diesen Ländern ein nachhaltiges, klimafreundliches Wachstum gelingen und Armut, Hunger und Krankheiten bekämpft werden.

Dass eine nachhaltige, zukunftsorientierte Unternehmensphilosophie und erfolgreiches Wirtschaften Hand in Hand gehen, dessen ist sich Helmut Lind sicher: „Als Genossenschaftsbank setzen wir uns schon lange für das Wohl der Gesellschaft ein. Wir möchten mit gutem Beispiel vorangehen und freuen uns, wenn wir auch andere Unternehmen von unserem Weg überzeugen können.“ Seit 2010 setzt sich die Sparda-Bank München für die Initiative der Gemeinwohl-Ökonomie ein, zu deren zentralen Werten auch Solidarität und ökologische Nachhaltigkeit gehören. Zudem engagiert sich die Bank in Oberbayern bereits heute bei zahlreichen ökologischen Projekten: Für jedes neue Sparda-Mitglied pflanzt sie einen Baum, veröffentlicht jährlich eine CO2-Bilanz und fördert über eine E-Tankstelle die Elektromobilität in der Landeshauptstadt.

Weitere Informationen zur Allianz für Entwicklung und Klima: http://www.bmz.de/de/themen/klimaschutz/klimaallianz/index.html

Mehr Informationen zur Gemeinwohl-Ökonomie bei der Sparda-Bank München:
https://www.zum-wohl-aller.de/

Daten und Fakten zur Sparda-Bank München eG
(30.6.2018)

Die Sparda-Bank München eG, 1930 gegründet, ist die größte Genossenschaftsbank in Bayern mit rund 300.000 Mitgliedern und 46 Geschäftsstellen in Oberbayern.

Als einzige Bank in Deutschland engagiert sich die Sparda-Bank München für die Gemeinwohl-Ökonomie, die für ein wertebasiertes Wirtschaften plädiert und das Handeln des Unternehmens zum Wohl der Gesellschaft in der Gemeinwohl-Bilanz misst. Weitere Informationen unter www.zum-wohl-aller.de

2018 wurde die Sparda-Bank München zum elften Mal in Folge als bestplatzierter Finanzdienstleister im Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ von Great Place To Work Deutschland in der Größenkategorie 501 bis 2.000 Mitarbeiter ausgezeichnet.

Über die NaturTalent Stiftung gemeinnützige GmbH und die NaturTalent Beratung GmbH unterstützt, entwickelt und begleitet die Sparda-Bank München Projekte, die die Einzigartigkeit von Menschen sichtbar machen und ihnen Zugang zu ihrem Naturtalent ermöglichen.
Nur wenn Menschen ihr gesamtes Potenzial entfalten, werden sie in der Lage sein, ihr Leben und dadurch die gemeinsame Zukunft von uns allen als Gesellschaft erfolgreich zu gestalten.

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Dez 7 2018

??Afrika: SOS-Kinderdörfer warnen vor Bildungsnotstand

(Mynewsdesk) München – Der Mangel an Bildung sei Hauptursache für die Entwicklungsdefizite Afrikas und das gewaltige Bevölkerungswachstum. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer weltweit anlässlich des Tags der Bildung (08. Dezember) hin. Nur durch hochwertige Schul- und Berufsausbildung könnte es dem Kontinent gelingen, sich aus der Armut und der daraus resultierenden Abhängigkeit von der Entwicklungshilfe zu befreien.

Print: Was kann Afrika retten? Hierzu bieten wir ein Interview mit Titi Ofei, dem Leiter des SOS Hermann Gmeiner International College in Ghana, an. Darin schildert er, wie es aktuell um die Bildung in Afrika bestellt ist und beschreibt, was getan werden müsste, damit es zu keiner Bildungskatastrophe kommt.

Das Interview kann auf der Website der SOS-Kinderdörfer weltweit gelesen werden:

https://www.sos-kinderdoerfer.de/aktuelles/news/afrika-entwicklung-bildung.

Gern schicken wir Ihnen für Veröffentlichungen ein Word-Dokument mit dem Interview.
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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit mehr als 575 Kinderdörfern und rund 2.000 weiteren SOS-Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 135 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.

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Dez 4 2018

?Deutsche finden Entwicklungshilfe wichtig, aber nur wenige wollen dafür spenden

?Deutsche finden Entwicklungshilfe wichtig, aber nur wenige wollen dafür spenden

(Mynewsdesk) * „Entwicklungshilfe ist sinnvoll“ finden zwei Drittel der Deutschen
* Aber nur acht Prozent wollen dafür Geld ausgeben
München – In Sachen Entwicklungshilfe sind die Bundesbürger zwiegespalten: Einerseits sind über zwei Drittel der Meinung, dass Entwicklungshilfe die Verhältnisse in armen Ländern verbessert. Andererseits spenden immer weniger Deutsche für Hilfe im Ausland. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der SOS-Kinderdörfer weltweit. Dabei ist die Entwicklungszusammenarbeit vor Ort ausgesprochen wirksam.

69 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass Entwicklungshilfe die Verhältnisse in armen Ländern verbessert. Und 68 Prozent finden, dass Entwicklungshilfe Pflicht eines wohlhabenden Staates sei, ergibt die Umfrage der YouGov Deutschland GmbH.

Dennoch spenden nur acht Prozent der Befragten für internationale Entwicklungshilfe. Gut jeder Dritte (37 %) spendet dagegen grundsätzlich nicht, mit zunehmender Tendenz. Als Gründe geben die Nicht-Spender an, Deutschland habe selbst genug Probleme, um die es sich kümmern müsse – dazu gehören nach Ansicht der Befragten in erster Linie die Themen Pflege, Rente, Gesundheitswesen, Bildung und Armut. Auch stellen viele Nicht-Spender die kritische Frage nach der Wirksamkeit von Entwicklungshilfe (53 %).

Studie zur Wirksamkeit von Entwicklungshilfe

Hier haken die SOS-Kinderdörfer weltweit ein: „Menschen, die einen freiwilligen Beitrag leisten, sollten wissen, was ihre Spende bewirkt“, sagt der Vorstandsvorsitzende der SOS-Kinderdörfer weltweit, Wilfried Vyslozil, in München. Und erklärt: „Entwicklungs¬zusammen-arbeit ist – richtig eingesetzt – sehr wirksam.“ Die Hilfsorganisation führt zur Bestätigung eine neue, eigens durchgeführte Wirksamkeits-Studie an: Die SOS-Kinderdörfer wollten wissen, welche Wirkung die investierten Spenden vor Ort wirklich entfalten.

Die Unternehmensberatung Boston Consulting Group wertete dazu die Arbeit der SOS-Standorte in Äthiopien, Elfenbeinküste, Senegal, Swasiland, Tansania und Togo aus. In Summe ergab sich dabei langfristig ein Faktor von 1 zu 14 – jeder investierte Spenden-Euro brachte vor Ort also einen gesellschaftlichen Nutzen von 14 Euro.

Hilfe wirkt bis in die nächste Generation

Der Wirksamkeits-Bericht der SOS-Kinderdörfer ergab zudem, dass mit jedem Kind, das ins Programm aufgenommen wurde, zehn weitere Personen aus dessen Umfeld erreicht werden konnten. Dabei wirkt die Hilfe langfristig: Die nächste Generation hat ebenfalls sichere Einkommen und Lebensverhältnisse und benötigt in der Regel keine Unterstützung mehr. Untersucht wurde das Leben ehemaliger Unterstützter und deren Kinder auf Wirkungsindikatoren wie Versorgung mit Lebensmitteln, sichere Unterkunft, Bildung, Einkommen, Gesundheit etc.

„Gezielte Entwicklungszusammenarbeit ist die beste Methode, um Armut zu bekämpfen – besonders, wenn sie bei Bildung und Beschäftigung von Jugendlichen ansetzt“, sagt Vyslozil und verweist auch auf die massive Aufstockung des Etats des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für das Jahr 2019. „Laut unserer Umfrage wünschen sich 82 Prozent der Bundesbürger hier verstärkt Partnerschaft statt bloß Hilfe. Jeder Euro trägt zum Gelingen bei, wenn er für Hilfe zur Selbsthilfe eingesetzt wird.“

Afrika ist von jeher ein Schwerpunkt der SOS-Kinderdörfer – die Organisation engagiert sich in 47 Ländern des Kontinents. Unzählige Kinder leiden hier unter Hunger, Kriegen oder Krankheiten. Sie wachsen ohne Eltern und in Armut auf. Durch den Einsatz von staatlicher und privater Entwicklungshilfe hat sich die Situation für Afrikas Kinder deutlich verbessert – so ist laut UN seit dem Jahr 2000 die Sterblichkeitsrate von Kindern unter 5 Jahren südlich der Sahara um fast die Hälfte gesunken. Der Anteil der mangelernährten Kinder ist heute um ein ganzes Drittel niedriger.

Über die Umfrage

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 1.506 Personen zwischen dem 24. und 29. Oktober 2018 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. 

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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit mehr als 575 Kinderdörfern und rund 2.000 weiteren SOS-Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 135 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.

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Nov 14 2018

Nachhaltiger Kakao stärkt Lebensqualität

Zertifikate sind Entwicklungshilfe

Nachhaltiger Kakao stärkt Lebensqualität

Foto: Adobe Stock / kasto (No. 6083)

sup.- Der bewusste Einkauf der Verbraucher im Handel kann ein wichtiger Beitrag zu praktizierter Entwicklungshilfe sein. Wer für zertifizierten Kaffee einen höheren Preis zahlt, fördert damit beispielsweise die ökologisch verantwortungsvolle Arbeit von Betrieben und Kooperationen in Costa Rica. Deren wirtschaftlicher Erfolg stärkt die Lebensqualität der Bauernfamilien und ist damit ein wirksames Mittel gegen Kinderarbeit und für schulische Bildung.

Typisch für solche Projekte ist Coopedota, die Kooperation der Kaffeeproduzenten von Santa Maria Dota. Deren rund 900 Mitglieder exportieren Kaffee, der von der Organisation Rainforest Alliance zertifiziert ist. Das garantiert einen Kaffee, der nachhaltig und schonend für den Regenwald angebaut wird. Den Bauern sichert dieser qualitative Anspruch durchschnittlich 25 zusätzliche Dollar pro Zentner Kaffee. Das stärkt die Lebensqualität.

Zertifizierung ist auch der wesentliche Impulsgeber für nachhaltigen Kakaoanbau. Die Kritik, dass unsere Kinder Schokolade essen, für die andere Kinder bei der Ernte der Kakaofrüchte hart arbeiten mussten, trifft durch die zunehmende Zertifizierung immer seltener zu. In den Anbauländern vom lateinamerikanischen Costa Rica bis zur afrikanischen Elfenbeinküste steigt der Anteil von nachhaltig erzeugtem Kakao. Bessere Preise für die Bauern sichern ein Einkommen, das den Kindern den Weg von der Plantage in die Schule öffnet.

Der Anteil an nachhaltig erzeugtem Kakao in Deutschland ist von drei Prozent im Jahr 2011 auf 55 Prozent im Jahr 2017 gesteigert worden. Bis zum Jahr 2020 sollen es 70 Prozent sein. Einige Firmen wie Ferrero, Lindt & Sprüngli oder Nestlé wollen bis dahin sogar zu einhundert Prozent nachhaltig produzierten Kakao verwenden. Der Verbraucher kann sich beim Einkauf an den Siegeln der Nachhaltigkeitsstandards Fair Trade, Rainforest Alliance Certified und UTZ Certified orientieren. Informationen bietet auch die Website www.kakaoforum.de.

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Jun 7 2018

Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe: Bessere Ernten durch neue Anbaumethoden

Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe: Bessere Ernten durch neue Anbaumethoden

Abwechslungsreiche Ernährung durch neue Gemüsesorten ist besonders für die Kinder wichtig.

Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe: Bessere Ernten durch neue Anbaumethoden

München/Dano, 7. Juni 2018. Um den Bereich Landwirtschaft in ländlichen Regionen Äthiopiens zu stärken, arbeitet die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe eng mit Bauern und deren Familien zusammen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung unterstützen sie dabei, neue Anbaumethoden zu testen, die eine bessere Ernte versprechen und helfen ihnen, Haus und Hof neu zu organisieren.

Kleinbauern produzieren 70 Prozent der Lebensmittel

Seit der Gründung der Stiftung Menschen für Menschen im Jahr 1981 hat sich die Zahl der Menschen in Äthiopien von 36 auf 106 Millionen etwa verdreifacht. Mittlerweile sinkt zwar die Geburtenrate, doch die Bevölkerung wächst weiter – und mit ihr der Bedarf an Lebensmitteln. Schon heute leben die meisten hungernden Menschen in Afrika und Asien – und die Mehrheit von ihnen auf dem Land, dabei werden gerade dort die meisten Lebensmittel hergestellt. Nach Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) produzieren Kleinbauern in Afrika und Asien rund 70 Prozent der lokalen Lebensmittel. Das bedeutet auch: Sie sind der Schlüssel zur Ernährungssicherheit ihrer Länder. „Wer die wachsende Bevölkerung in Äthiopien versorgen will, muss die Kleinbauern fördern“, sagt Mulu Meriga, die als Entwicklungsberaterin bei Menschen für Menschen in der Projektregion Dano, rund 200 Kilometer westlich von Addis Abeba, tätig ist. Die Aufgabe der studierten Agrarexpertin ist es, die Erträge der Kleinbauern in der Region zu steigern. Ihre Kundschaft: 35 „Modellfarmer“. So nennt die Stiftung Landwirte, die sich besonders offen für Veränderungen zeigen – und mittelfristig anderen Bauern als Vorbilder dienen können. „Sobald unsere Modellfarmer Erfolge verzeichnen, kopieren die übrigen Bauern ihre Methoden“, weiß Mulu. „So können wir langfristig die Landwirtschaft einer ganzen Region verändern.“

Neue Nutzpflanzen für ein besseres Leben

Bis vor etwa zwei Jahren baute Kleinbauer Tesfaye Dhaba mit seiner Frau Meseret ausschließlich Teff und Sorghumhirse an. Er konnte seine Familie mehr schlecht als recht ernähren. Um zusätzlich etwas zu verdienen, half er anderen Bauern bei ihrer Ernte. Ein schlecht bezahlter Nebenjob. Vor etwa drei Jahren traf Tesfaye zufällig bei einem Nachbarn auf die Entwicklungsberaterin Mulu Mergia. Sie hatte dem Nachbarn Kaffeesetzlinge mitgebracht und erklärte ihm, worauf man achten muss, wenn man sie pflanzt. Tesfaye fragte, ob er auch solche Setzlinge haben könne, und schon am nächsten Tag stand Mulu vor seiner Tür – mit 50 Pflänzchen. „Manche Menschen sind eher bereit, ein Risiko einzugehen“, berichtet Mulu. Als Tesfaye die Kaffeepflanzen sah, habe er sich doch ein wenig gefürchtet vor der Veränderung. „Aber ich dachte mir: Wenn sie studiert hat, wird sie schon wissen, wovon sie spricht“, sagt er. Und so machten die beiden sich an die Arbeit.

Wenn Mulu Mergia heute skeptischen Bauern zeigen will, was sie mit ihrer Hilfe erreichen können, geht sie mit ihnen in Tesfayes Garten. Sie zeigt ihnen die Beete, in denen Zwiebeln, Rote Bete und Chilis sprießen, das Elefantengras, mit dem Tesfaye das Vieh füttert. Und weiter hinten die kniehohen Kaffeepflanzen – rund 700 Stück sind es mittlerweile. „In drei Jahren werfen diese Pflanzen 20 Zentner Kaffee ab“, schätzt sie. Tesfaye muss schmunzeln, wenn er an diese Besuche denkt. „Manche Bauern, die hier waren, hatten Zweifel“, erinnert er sich. Sie seien es nicht gewohnt, dass eine Frau Anweisungen gebe. „Aber wenn sie sehen, wie Mulu auf dem Feld die Hacke schwingt, folgen sie ihrem Rat.“

Das Leben des Modellfarmers und seiner Familie hat sich enorm verbessert. Das Nahrungsangebot für die Familie ist viel abwechslungsreicher und gesünder. Einen Teil der Erträge kann er auf dem lokalen Markt verkaufen, er ist kein reiner Selbstversorger mehr. Von den Einnahmen kann Tesfaye beispielsweise Schulbücher für seine Kinder kaufen.

Über Menschen für Menschen
Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit über 36 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt seit 1993 durchgängig das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen setzt die Maßnahmen derzeit in zwölf Projektgebieten mit rund 700 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.

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Mai 17 2018

Weltbienentag: Wie Honigbienen Jobs in Äthiopien schaffen

Grüne Innovationszentren gegen Jugendarbeitslosigkeit

Weltbienentag: Wie Honigbienen Jobs in Äthiopien schaffen

Sicherer Schutz vor aggressiven Bienen.

München/Addis Abeba, 17. Mai 2018. Vielen Schulabgängern in Äthiopien fehlen nach wie vor berufliche Perspektiven. Im Rahmen des Projekts „Grüne Innovationszentren der GIZ“ aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) schafft die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe neue Jobs für junge Menschen auf dem Land. Ausgesucht wurde die Menschen für Menschen-Projektregion Dano, die rund 230 Kilometer westlich von Addis Abeba, der Hauptstadt von Äthiopien, liegt.

„In Dano, wie auch in anderen Regionen in Äthiopien, produzieren die Bauernfamilien inzwischen manchmal mehr, als sie selbst verbrauchen“, sagt Stiftungsvorstand Peter Renner, der u. a. für die Projektarbeit der Organisation in Äthiopien zuständig ist. „Ziel der Initiative ist es, die Bauern und Jugendlichen bei der Verwertung und dem Verkauf ihrer Produkte zu unterstützen, also Wertschöpfungsketten aufzubauen.“ Im Rahmen des Projekts „Grüne Innovationszentren“ haben 1.360 Bauern sowie 423 vormals arbeitslose Jugendliche und Frauen Beschäftigung und Einkommen in den Bereichen Honig und Wachs, Gemüse und Obst, Saatgut, Ölsaat und Tiermast erhalten. Zudem erhalten rund 1.500 weitere Menschen in der Region indirekten Nutzen aus dem Projekt.

Start-ups für den Wandel. Ein Besuch bei den Imkern von Dano

Das „größte Startup-Unternehmen“ im Projektgebiet Dano steht auf einer Lichtung, außerhalb der Kleinstadt Seyo und beschäftigt mehrere hunderttausend fleißige Mitarbeiterinnen. Das Wellblechdach des Firmensitzes funkelt weithin sichtbar. Wer sich ihm nähert, erblickt rund 50 gelbe Holzkisten, aufgereiht auf zwei Etagen eines Holzgerüstes. Ein Summen in der Luft zeugt von Betriebsamkeit – und darf zugleich als Warnung verstanden werden: Spätestens mit dem Schritt auf das Firmengelände drohen Attacken der Belegschaft – und die könnten sehr gefährlich sein.

„Vor allem die Bienenvölker, die wir erst kürzlich hier angesiedelt haben, sind unheimlich aggressiv“, sagt Zenebech Azefa. Die 26-Jährige ist eine von 17 jungen Frauen und Männern aus Seyo, die im April 2016 mit Unterstützung von Menschen für Menschen eine Imker-Kooperative gegründet haben. Für sie alle ist das der erste richtige Job seit dem Schulabschluss. „Ich hatte nach der Schule versucht, Arbeit als Reinigungskraft zu finden – keine Chance“, erzählt Zenebech. „Um wenigstens ein bisschen was zu verdienen, ging ich mit einer Decke auf den Markt und verkaufte Salz und Chilischoten.“ Freunde erzählten ihr, dass die Stiftung junge Leute suche, die sich als Imker probieren wollten. Zenebech meldete sich – und wurde ausgewählt. „Ich hatte zwar keine Ahnung von Imkerei“, sagt Zenebech. „Aber ich kann arbeiten. Und ich wusste: Das ist meine Chance.“

Arbeit und Entwicklung auf dem Land

Der Schlüssel zum Erfolg sind unterschiedliche Kooperativen, die mit Hilfe von Menschen für Menschen gegründet wurden. Eine Arbeitsgemeinschaft etwa kauft Bauern Ölsaat ab, um Speiseöl zu produzieren. Eine andere kauft Ernteabfälle und andere Überbleibsel aus der Landwirtschaft, um Tierfutter herzustellen.

Wieder andere produzieren Saatgut, betreiben mobile Dreschmaschinen, mit denen sie Bauern die Arbeit vor Ort erleichtern oder stellen Honig her, wie Zenebech Azefa mit der Imkerkooperative. Beratung, Trainings und Maschinen werden von Menschen für Menschen gestellt. Nach dieser Starthilfe arbeiten die Gemeinschaften auf eigene Rechnung.

Kooperativen bilden Wertschöpfungsketten.

Den Honig verkaufen die Imker/innen an eine weitere Kooperative, die ihn von Wachsresten und anderen Verunreinigungen befreit und an eine dritte Kooperative weiterreicht, die ihn in Gläser abfüllt und etikettiert. Anschließend übernimmt eine vierte Kooperative den Transport zu Händlern in der Region. Die so errichtete Wertschöpfungskette gibt rund sechzig Jugendlichen Arbeit.

Projekte wie die „Grünen Innovationszentren“ bieten Lösungen für zwei der drängendsten Probleme von Entwicklungsländern wie Äthiopien. Sie wirken der hohen Jugendarbeitslosigkeit entgegen. Und sie steigern die Produktivität der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. „Unser Ziel ist es, vor Ort marktkonforme Waren zu produzieren. So helfen wir den Menschen, von den Reichtümern ihrer Region zu profitieren, bekämpfen Arbeitslosigkeit und tragen zur Nahrungsmittelsicherheit bei“, sagt Stiftungsvorstand Peter Renner. „Der viel zitierte Kampf gegen Fluchtursachen – er beginnt genau hier.“

Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe hat bisher über 11.000 moderne Bienenkästen in Äthiopien verteilt.

Informationen über Menschen für Menschen finden Sie hier: www.menschenfuermenschen.de

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Über Menschen für Menschen
Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit über 36 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt seit 1993 durchgängig das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen setzt die Maßnahmen derzeit in zwölf Projektgebieten mit rund 700 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.

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Jan 2 2018

Mit technischem Know-how nachhaltig helfen

Die Agentur hl-studios aus Erlangen unterstützt mit Weihnachtsaktion Technik ohne Grenzen e.V. aus Mittelfranken

Mit technischem Know-how nachhaltig helfen

(Foto: hl-studios, Erlangen): hl-studios unterstützt „Technik ohne Grenzen“

Für Technik ohne Grenzen besuchten der Vereinsvorsitzende Dr.-Ing. Frank Neumann und Andreas Vierlig von der Regionalgruppe Erlangen die Agentur für Industriekommunikation hl-studios. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensbedingungen in Entwicklungsländern zu verbessern.

Der Gedanke hinter Technik ohne Grenzen ist ganz einfach: Menschen mit technischem Know-how helfen. „Ingenieure helfen in der Regel indirekt durch Produkte oder deren Produktion. Technik ohne Grenzen bietet die Möglichkeit, Menschen direkt vor Ort zu helfen“, sagt Vereinsvorsitzender Frank Neumann. Egal, ob die Einrichtung einer nachhaltigen Wasserversorgung für ein Dorf in Kambodscha, die technische Ausstattung einer Entbindungsstation in Ghana oder eine Photovoltaikanlage für eine Schule und ein Waisenhaus in Haiti: Weltweit sind die Projektteilnehmer von Technik ohne Grenzen aktiv und setzen technische Projekte um.

Damit der Verein das leisten kann, gibt es derzeit 17 Regionalgruppen in ganz Deutschland, in denen sich insbesondere Studenten einbringen können. „Ein zentraler Satzungszweck ist, dass junge Menschen lernen, sich in einem anderen kulturellen Umfeld zu bewegen“, sagt Neumann. Er ist überzeugt, dass die Arbeit des Vereins nicht nur positive Auswirkungen auf die Lebensbedingungen in Entwicklungsländern hat: „Für mich ist es jedes Mal eine besondere Freude zu sehen, wie sich die jungen Studenten während eines Projekts weiterentwickelt haben, wenn sie als gestandene Persönlichkeiten aus dem Ausland zurückkommen.“

Technik weltweit verständlich machen
Doch ein zentrales Anliegen von Technik ohne Grenzen ist es auch, die Menschen vor Ort dazu zu befähigen, technische Arbeiten selbst auszuführen. „Der Gedanke der nachhaltigen Bildung und Ausbildung in technischen Themen macht Technik ohne Grenzen so besonders“, sagt Jürgen Hinterleithner, Geschäftsführer bei hl-studios. „Und es passt gut mit unserer täglichen Arbeit zusammen“, erklärt er weiter. „Denn als Agentur für Industriekommunikation arbeiten wir für unsere Kunden täglich daran, Technik einfach verständlich zu machen, sodass Menschen diese für sich nutzen können.“

Spenden sammeln über Kalenderprojekt
Unterstützt wird Technik ohne Grenzen e.V. seitens hl-studios ( www.hl-studios.de) mit der diesjährigen Weihnachtsaktion: einem exklusiven Kalender als Geschenk an Agenturkunden. Ein Projekt, an dem in diesem Jahr Mitarbeiter aus mehreren Bereichen wie 3D, Fotodesign oder Grafikdesign beteiligt waren. Für jede Kalenderbestellung spendet HL zwei Euro. Wünscht der Kunde keinen Kalender, spendet HL trotzdem einen Euro an Technik ohne Grenzen. So geht die Agentur sicher, dass in jedem Fall Geld zusammenkommt.
Informationen unter: https://www.teog.ngo

hl-studios aus Erlangen engagiert sich als Stifter für das Museum Industriekultur, Nürnberg: http://www.hl-studios.de ist eine inhabergeführte Agentur für Industriekommunikation. Über 100 Mitarbeiter engagieren sich seit 1991 in Erlangen und seit 2014 in Berlin für Markt- und Innovationsführer der Industrie. Das Portfolio reicht von Strategie und Konzeption über 3D/CGI-Animationen, Print, Film, Foto, Hybrid Studio, Public Relations, Interactive online und offline, interaktive Messemodelle, AR-/VR-Techniken, Apps, OLED Displays, Touch Applikationen, interaktive Messemodelle, Messen und Events bis hin zur Markenführung.

Kontakt
hl-studios GmbH – Agentur für Industriekommunikation
Hans-Jürgen Krieg
Reutleser Weg 6
91058 Erlangen
09131 – 75780
hans-juergen.krieg@hl-studios.de
https://www.hl-studios.de

Nov 23 2017

Hilfswerk CED zelebriert 25 Jahre Mitmenschlichkeit

Projektpartner aus ganzer Welt zu Gast

25 Jahre „Miteinander helfen“: Mit zahllosen Begegnungen, einer großen Jubiläumsgala und einem festlichen Gottesdienst fand das Jubiläumsjahr des CED einen feierlichen Höhepunkt. Hierzu reisten eigens 18 Projektpartner des CED aus Indien, Tansania und Peru an. Im Zentrum stand dabei die zwischenmenschliche Begegnung, die ein wesentliches Merkmal der Arbeit des CED bildet. Der direkte Austausch zwischen Hilfebedürftigen, Projektpartnern, CED-Helfern und Spendern ist bei den CED-Hilfsprojekten eine Selbstverständlichkeit. Der CED versteht sich als eine große Familie, in der das „Miteinander Helfen“ das zentrale Motto darstellt. Die persönlichen Begegnungen ermöglichen eine Transparenz in der Hilfeleistung als auch den direkten zwischenmenschlichen Austausch. Gemeinsam wird auf vier Kontinenten rund 500.000 Bedürftigen geholfen, unabhängig von Herkunft, Religion, ethnischer Zugehörigkeit und Geschlecht.

Seit einem Vierteljahrhundert unterstützt der CED Entwicklungshilfeprojekte weltweit in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährung und Soziales. Für ihr über 30-jähriges Engagement in diesem Sektor wurde die Gründerin des CED, die Münchner Tropenärztin Dr. Susanne Pechel, zum Start des Jubiläumsjahres mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Nun folgte ein weiterer Höhepunkt: Erstmals in der Geschichte der Stiftung waren alle 18 Projektpartner gemeinsam in München. „Wir sind dankbar und sehr glücklich, zum ersten Mal alle Projektpartner an einem Ort zu haben. Dies ermöglicht unseren Unterstützern die persönliche Begegnung und ein gemeinsames Kennenlernen“, erklärt Dr. Susanne Pechel. „Im CED sind wir eine Familie, die sich für das Wohl der Armen einsetzt. Alt und Jung helfen dabei mit, jeder nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Unsere Förderer spenden nicht anonym für irgendeinen guten Zweck: Viele kennen unsere Projektpartner und CED-Helfer persönlich und erfahren dadurch aus erster Hand über die Menschen denen sie helfen. Jede Spende hat ein Gesicht und ein Schicksal sowohl bei uns als auch in den Ländern, in denen wir helfen. Der CED bildet die Brücke zwischen den Welten.“

Die Jubiläumsfeier fand am 28. Oktober im Sophiensaal in München mit angereisten CED-Helfern, -Freunden und Interessierten aus verschiedenen Teilen Deutschlands und den Nachbarländern statt. Mit einem beeindruckenden Orgelspiel und dem feierlichen Einzug der Helferkreise und der internationalen Projektpartner des CED wurde das Jubiläum eingeleitet. Durch das unterhaltsame und gleichzeitig informative Programm mit Video-Eindrücken aus den Projekten, Live-Musik und Lesungen führte TV-Moderatorin Sabrina Staubitz. Dabei wurden die 18 Projektpartner und ihre Projekte dem interessierten Publikum vorgestellt. Einen unvergesslichen Augenblick bildete der Abschluss der Veranstaltung, als der rund 60 Personen starke Chor bestehend aus Projektpartnern und CEDlern gemeinsam den preisgekrönten Song „Living in a rich world able to give“ von Susanne Pechel sang: „Wir leben in einer reichen Welt, in der es uns möglich ist zu geben, und wir teilen viele Güter, die viele Menschen ebenso benötigen. Wir hoffen auf eine bessere, liebende Welt, dabei liegt es an uns, die Chance zu ergreifen und zu Geben zu beginnen.“

Abgeschlossen wurde das Jubiläumswochenende mit einem festlichen Dankgottesdienst mit S.E. Weihbischof em. Engelbert Siebler, dem Pfarrer von St. Joseph Pfarrer Markus Gottswinter und dem Provinzial der Deutschen Kapuziner P. Marinus Parzinger OFMCap., zugleich auch Präses des CED. Der große Festgottesdienst fand in der Geburts- und Heimatsstätte des CED statt: in der Pfarrkirche St. Joseph, in der Münchner Maxvorstadt. Hand in Hand zogen die jungen CED-Helferinnen und -Helfer mit den Projektpartnern aus Afrika, Asien und Lateinamerika in den Gottesdienst ein und trugen ein symbolisches Licht in die Kirche, das den Altar mit einem Lichterkranz für den Gottesdienst schmückte. Der Präses des CED, Pater Marinus, sprach eine kurze Einleitung über die geschichtliche Entwicklung des CED in den vergangenen 25 Jahren und erklärte dabei die tiefe Verbindung zwischen der Pfarrei, der Gründerin des CED und den entstandenen gemeinsamen Aktivitäten. Bereits als Kaplan setzte sich Pater Marinus bei den Aktionen des CED ein, sang und spielte öffentlich auf seiner Blockflöte und sammelte Spenden. In der Predigt ergriff S.E. Weihbischof Siebler em. das Wort und äußerte sehr persönliche Worte über Susanne Pechel, die er schon seit Anbeginn des CED kennt, und die Arbeit des CED, der die Botschaft der Nächstenliebe mit Leben fülle. „Der Nächste ist nicht nur der Nachbar in der Kirchenbank“, so der Weihbischof. „Der Nächste kann ebenso der arbeitslose Bergarbeiter in Peru sein, die AIDS-Kranke in Tansania und das hungernde Kind in Indien. Der CED öffnet die Augen für die Armen, die Kranken, die Alten weltweit. Für Nächstenliebe gibt es keine Grenzen.“ Dabei appellierte er eindringlich die Gottesliebe und Nächstenliebe nicht auseinanderzureißen. Seine motivierende und in der Tiefe berührende Ansprache schloss er mit den Worten „Das Potential unserer Kirche, das ist auch das Potential des CED.“

Der Christliche Entwicklungsdienst (CED) wurde im Jahr 1992 von der Tropenärztin Dr. med. Susanne Pechel gegründet. Seitdem wuchs von Jahr zu Jahr die Zahl der Helfer, Spender und Hilfsprojekte beständig an, so dass der CED im Jahr 2005 in eine gemeinnützige Stiftung überführt wurde. Heute zählt der CED deutschlandweit rund 2.000 aktive Förderer und 200 ehrenamtliche Helfer, die durch private Spenden und Hilfsaktionen humanitäre Hilfe in den Projekten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa ermöglichen – vom Bau von Armenhäusern, Krankenstationen, Schulen, Ausbildungszentren, Brunnen und Bewässerungssystemen, Behindertenheimen über Obdachlosenhilfe, Gesundheitserziehung, Schulausbildung und HIV/AIDS-Hilfe bis hin zur Betreuung von AIDS-Waisen. Das Ziel ist dabei die „Hilfe zur Selbsthilfe“, weshalb auch alle Hilfsprojekte des CED ausschließlich durch einheimische Kräfte bzw. Entwicklungshelfer geleitet werden, die seit vielen Jahren vor Ort leben und somit in ihrer Hilfeleistung auf gefestigte und gewachsene Strukturen im Land zurückgreifen können.

Um den persönlichen Kontakt zu den Armen und den Projektpartnern vor Ort zu stärken und gemeinsam nach neuen Möglichkeiten der Hilfeleistung zu suchen, besuchen ehrenamtliche CED-Helfer – regelmäßig und auf eigene Kosten – die Hilfsprojekte vor Ort und überzeugen sich gleichzeitig bei ihren Aufenthalten von dem zweckgebundenen Einsatz der Spendengelder.

Kontakt
CED Stiftung Christlicher Entwicklungsdienst
Susanne Pechel
Tengstraße 7
80798 München
(089) 272 02 29
pechel@ced-stiftung.de
http://www.ced-stiftung.de

Aug 24 2017

Ausschreibung Enspire Award 2017

Jetzt 5.000 Euro Fördermittel für nachhaltiges Energie-Projekt gewinnen

Ausschreibung Enspire Award 2017

Vergabe des Enspire Awards 2016 an den Verein Bintumani Deutschland-Sierra-Leone e.V.

Konstanz. Ein Preis für Energieprojekte in Entwicklungs- oder Schwellenländern: 2017 wird zum vierten Mal der Enspire Award vergeben. Der Gewinner erhält Fördermittel in Höhe von 5.000 Euro. Enspire – grüner Strom, die bundesweite Ökostrom-Marke der Stadtwerke Konstanz, setzt sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und eine saubere Umwelt ein und ist mit dem Grüner Strom-Label zertifiziert. Im Rahmen der Zertifizierung wird auch in diesem Jahr ein ausgewähltes Energie-Projekt aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit gefördert, das in einem Entwicklungs- oder Schwellenland außerhalb der EU vor Ort die Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Stromversorgung schafft. Dadurch unterstützt Enspire die Energiewende über die europäischen Grenzen hinaus.

Bewerben können sich juristische Personen sowie eingetragene Vereine. Die Investitionskosten in Erneuerbare-Energien-Anlagen betragen dabei mindestens 5.000 Euro. Die Projekte müssen von einem erfahrenen und glaubwürdigen Träger in Zusammenarbeit mit einem seriösen Projektpartner vor Ort durchgeführt werden und dazu dienen, eine Grundversorgung der breiten Bevölkerung mit erneuerbaren Energien voranzubringen. Darüber hinaus sollen die Projekte Pilotcharakter haben, dem Technologietransfer dienen und sozial-ökologische Komponenten enthalten.
Einsendeschluss ist am 30. September 2017. Unter allen Projekten wählt eine Fachjury den Gewinner des Enspire Awards 2017 aus. Dieser wird gegen Jahresende zur Preisverleihung nach Konstanz eingeladen.

Die Jury
Sie wählen den Gewinner des Enspire Awards 2017 aus:
Marion Hammerl, Betriebswirtin und Geschäftsführerin der Bodensee-Stiftung in Radolfzell, gehört bereits zum zweiten Mal der Jury an. Sie ist auch Vorsitzende der Fundacion Global Nature, ehrenamtliche Präsidentin des Global Nature Fund und Mitbegründerin sowie Vorstandsmitglied bei Ecotrans zur Förderung von nachhaltigem Tourismus sowie Ecocamping für Umwelt- und Qualitätsmanagement auf Campingplätzen. Für ihr Engagement erhielt Hammerl verschiedene Auszeichnungen, darunter 2012 den Bundesverdienstorden.

Zum ersten Mal in der Jury ist der ehemalige Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell, der Autor des Gesetzentwurfes Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), das im Jahr 2000 in Kraft trat. Seit 2014 ist er Präsident der Energy Watch Group und Botschafter der globalen Kampagne „100% Erneuerbare Energien“. Ihm wurde unter anderem 2015 das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Ebenfalls zum ersten Mal an der Entscheidung über das Gewinner-Projekt beteiligt ist der Physiker und Umweltökonom Dr. Dietrich Brockhagen. Er ist Gründer und Geschäftsführer der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation atmosfair gGmbH, die aktiven Klimaschutz unter anderem durch Kompensation von Treibhausgasen durch erneuerbare Energien betreibt. Brockhagen war Mitglied des Europaparlaments und des Wissenschaftlichen Beirats „Globale Umweltveränderungen“ (WBGU) der Bundesregierung und des Bundesministeriums für Umwelt (BMU).

Weitere Informationen zu Teilnahmekriterien und Online-Bewerbung unter:
www.enspire-energie.de/award

Rückfragen zum Enspire Award beantwortet Steffen Maier, E-Mail:
enspireaward@stadtwerke-konstanz.de

Das Gewinner-Projekt 2016
Die Organisation Bintumani Deutschland-Sierra-Leone e.V. gewann den mit 5.000 Euro dotierten Enspire Award 2016. Das Preisgeld investiert die Stiftung in die Installation eines nachhaltigen, dezentralen Stromnetzes im Modelldorf Meni Curve (Sierra Leone). Seit Anfang 2017 statten die „Barefoot women solar engineers“, örtlicher Projektpartner von Bintumani, die Häuser des Dorfes, darunter auch eine Grundschule und die örtliche Krankenstation, mit Solar Home Systemen (SHS) aus. Die Solaranlagen der Häuser sollen mit Speicherbatterie und speziell entwickelter Hard- und Softwarebox vernetzt werden. Die circa 70 Euro teure Box ermöglicht die Vernetzung der 52 einzelnen PV-Anlagen. Somit entsteht ein netzautarkes Smart Grid System, das es den Bewohnern ermöglicht, produzierten, jedoch nicht selbst verbrauch- oder speicherbaren Strom an ihre Nachbarn zu verkaufen, oder Strom zuzukaufen, falls der Bedarf durch das eigene Solar Home System nicht gedeckt wird. Mit dem Fördergeld des Enspire Award kann Bintumani e.V. das Smart Grid System in Meni Curve installieren.
Infos: www.bintumani.de

Infos zum Grüner Strom-Label:
Es ist das älteste und anspruchsvollste Gütesiegel in Deutschland sowie das einzige, das von Umweltverbänden getragen wird. Zentrale Kriterien der Zertifizierung sind die Herkunft des Ökostroms und die Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien durch einen festen Betrag je verkaufter Kilowattstunde. Enspire ist einer der wenigen bundesweit verfügbaren Anbieter, der diesen Ansprüchen gerecht wird und mit dem Grüner Strom-Label ausgezeichnet ist. Dabei ist das Ökostromangebot nicht teurer als der Strom vieler Grundversorger. Infos: www.gruenerstromlabel.de

Natürlicher Strom aus 100 Prozent deutscher Wasserkraft: Enspire Energie, die Ökostrom-Marke der Stadtwerke Konstanz, ist mit dem Grüner Strom-Label ausgezeichnet. Kunden von Enspire fördern aktiv den Ausbau und die Integration erneuerbarer Energien. Als Ökostrom-Anbieter übernimmt Enspire Verantwortung für nachkommende Generationen und steht daher für einen schonenden Umgang mit Ressourcen, Klimaschutz und eine sauberere Umwelt.

Firmenkontakt
Enspire Energie
Steffen Maier
Max-Stromeyer-Str. 21-29
78467 Konstanz
07531 803-4636
enspireaward@stadtwerke-konstanz.de
https://www.enspire-energie.de

Pressekontakt
Stadtwerke Konstanz GmbH
Josef Siebler
Max-Stromeyer-Str. 21-29
78467 Konstanz
07531 803-2140
j.siebler@stadtwerke-konstanz.de
https://www.enspire-energie.de

Apr 18 2017

Ein Leben im Dienst internationaler Verständigung

Projektmanager im Entwicklungsdienst a. D. veröffentlicht spannende Autobiografie

Ein Leben im Dienst internationaler Verständigung

ISBN: 978-3-941275-92-8, Laudatio Verlag

Reisen in ferne exotische Länder, arbeiten, wo andere Urlaub machen, Abenteuer an beeindruckenden Naturschauplätzen weltweit bestehen: Wer träumt nicht von solch einem Leben? Doch Reiner Dittrich, Projektmanager im Entwicklungsdienst a. D. stellt in seiner neu erschienenen Biografie klar: Dieses und mehr kann jeder erreichen, der sich Ziele setzt, die ambitioniert genug sind und Schritt für Schritt darauf hinarbeitet. In seinen spannenden Erlebnisberichten erzählt der heute 74-jährige Technische Betriebswirt von organisatorisch-diplomatischen Glanzleistungen und leidenschaftlichen Begegnungen in Zeiten internationaler politischer Umbrüche. Er nimmt uns mit auf spannende Expeditionen nach Asien, Afrika und Europa und zeigt, wie man mit der nötigen Entschlossenheit und Zielstrebigkeit auch unter widrigsten Bedingungen zum Schmied seines eigenen Glückes werden kann, getreu dem Motto: „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!“
Sein Buch „Glück allein genügt nicht – Mit Entschlossenheit, viel Mut und etwas Glück zu einem erfüllten Leben“, ISBN 978-3-941275-92-8, ist im Laudatio Verlag erschienen und zum Preis von 16.- EUR in jeder Buchhandlung oder im Internet erhältlich.

Mehr Infos zum Buch:

Der Laudatio Verlag ist Ihr vertrauenswürdiger und freundlicher Partner bei der Veröffentlichung und Vermarktung Ihres Manuskriptes

Kontakt
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Am Dachsberg 18
60435 Frankfurt am Main
06920025091
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