Posts Tagged Familienmahlzeiten

Feb 11 2019

Familienmahlzeiten als Gesundheitsvorsorge

Ernährungswissenschaftliche Studie belegt Vorteile

Familienmahlzeiten als Gesundheitsvorsorge

Foto: stock.adobe.com / Monkey Business (No. 6099)

sup.- Wenn eine Familie häufig gemeinsam isst, führt dies zu einer gesünderen Ernährung der Kinder. Dies ist das Fazit einer Studie von kanadischen Wissenschaftlern an der Universität Guelph, Ontario. Dafür wurden die Daten von mehr als 2.700 Teenagern und jungen Erwachsenen zwischen 14 und 24 Jahren ausgewertet, die alle noch bei ihren Eltern leben. Als Grund für die positive Wirkung der Familienmahlzeiten konnten die Forscher unter anderem die Zusammenstellung der Speisen identifizieren: Sobald sich alle Familienmitglieder um den Tisch versammeln, stehen weniger Fastfood und Softdrinks, aber dafür mehr Obst und Gemüse auf dem Speiseplan. Interessant sind diese Untersuchungsergebnisse vor allem deshalb, weil sie auch in eher problematischen Familienstrukturen bestätigt wurden. Mit anderen Worten: Selbst dort, wo der Haussegen üblicherweise schief hängt, kann das gemeinsame Essen für eine gewisse Entlastung sorgen und büßt nicht seine gesundheitsfördernde Wirkung ein.

Grundsätzlich betonen Ernährungswissenschaftler die Vorteile regelmäßiger gemeinsamer Mahlzeiten statt eines schnellen Snacks zwischen Tür und Angel. Der Esstisch als Familientreff bietet Gelegenheit zum Austausch und ermöglicht den Teilnehmern eine Auszeit in der Hektik des Alltags. Vor allem hilft das entspannte Essen im vertrauten Kreis, die Mahlzeiten nicht nur als Nahrungsaufnahme, sondern auch unter dem wichtigen Genussaspekt zu sehen. Deshalb, so ein weiteres Ergebnis der kanadischen Studie, zählt das Beisammensein mehr als der mögliche Aufwand bei der Essenszubereitung. Dass der Genuss am Essen gerade auch in Familien mit kleineren Kindern nicht zu kurz kommen sollte, betont der Göttinger Ernährungspsychologe Dr. Thomas Ellrott, Ratgeber des Internetportals www.komm-in-schwung.de. Er plädiert für eine insgesamt ausgewogene Ernährung und hält deshalb bei den Familienmahlzeiten eine strikte Einteilung in vermeintlich gesunde oder ungesunde Speisen für fasch und möglicherweise für kontraproduktiv: „Eltern können gerade Vorlieben bei ihren Kindern gut erzeugen, wenn sie mit viel klugen Worten bestimmte Lebensmittel verbieten, oder Aversionen anlegen, wenn sie mit Gesundheitsargumenten den Verzehr bestimmter Speisen verlangen.“ Sinnvoller ist es, beim gemeinsamen Essen einfach mit gutem Beispiel voranzugehen.

Supress
Redaktion Andreas Uebbing

Kontakt
Supress
Andreas Uebbing
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Dez 11 2017

Familienmahlzeiten tun Kindern gut

Positiver Einfluss auf die Gesundheit

Familienmahlzeiten tun Kindern gut

Grafik: Supress (No. 5943)

sup.- Zwischen den Frühstücksgewohnheiten sowie der Häufigkeit gemeinsamer Familienmahlzeiten und dem Risiko, dass Kinder und Jugendliche Übergewicht entwickeln, gibt es einen eindeutigen Zusammenhang. Zu diesem Ergebnis kommt der Präventionsradar 2017 der DAK-Gesundheit, für den das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) repräsentativ knapp 7.000 Schüler im Alter von zehn bis 18 Jahren (Klassen 5 bis 10) befragt hat. Insgesamt entsprachen zwölf Prozent der Studienteilnehmer dem Kriterium für Übergewicht (BMI über dem 90. Perzentil). Kids, die nie zu Hause frühstücken, bringen mit 16 Prozent jedoch überproportional häufig zu viele Pfunde auf die Waage. Das gilt ebenso für diejenigen, die gemeinsame Mahlzeiten nur am Wochenende oder noch seltener im Kreise der Familie einnehmen.

Damit bestätigt der Präventionsradar die Erkenntnisse früherer Studien, die bereits gezeigt haben, dass Kinder, die die Morgenmahlzeit wahrnehmen, sich insgesamt mehr bewegen und seltener zu Übergewicht neigen als Frühstücksmuffel. Auch der allgemein positive Einfluss von gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten wird unterstrichen. Sie bieten gute Voraussetzungen, um die Ernährungsgewohnheiten der Sprösslinge zu prägen und ihnen auch die wichtige Fähigkeit zum Genießen zu vermitteln.

Familienmahlzeiten sollten möglichst in einer angenehmen, entspannten Atmosphäre ohne Zeitdruck und Ablenkung ritualisiert werden. Das Angebot sollte dabei abwechslungsreich und unter dem Strich ausgewogen sein, die Geschmacksvorlieben des Nachwuchses dürfen aber natürlich auch nicht zu kurz kommen. Bei der Auswahl der Speisen sollten Eltern auf Vielfalt setzen und Neugier sowie Spaß am Ausprobieren der unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen wecken. Die oft von Erziehungsberechtigten mit pädagogischen Absichten verknüpfte Einteilung von Nahrungsmitteln in gesund bzw. ungesund ist laut Aussagen des Göttinger Ernährungspsychologen Dr. Thomas Ellrott (u. a. Ratgeber des Portals www.komm-in-schwung.de) hingegen nicht empfehlenswert und wirkt sich meist sogar kontraproduktiv aus. Ohnehin gilt auch unter ernährungswissenschaftlichen Aspekten: Allein entscheidend für eine ausgewogene Ernährung ist immer die Gesamtauswahl der Speisen, einzelne Lebensmittel als gut oder schlecht zu bezeichnen, macht deshalb keinen Sinn.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de