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Sep 13 2017

Feinstaub-Filtertechnologie von Better-Air für saubere Luft in Städten, aktiver Umweltschutz

Karosseriebauer Anton Kluge kämpft erfolgreich gegen den Feinstaub. Die Erfindung von Anton Kluge wird vom Bund als Forschungsprojekt unterstützt.

Feinstaub-Filtertechnologie von Better-Air für saubere Luft in Städten, aktiver Umweltschutz

© Better Air GmbH

Der Karosseriebauer, Erfinder und Tüftler Anton Kluge in Spittal brütet über die künftige Produktionstechnik der gemeinsamen Erfindung und hat dazu die Firma „Better Air“ gegründet und dem „mobilen Feinstaubfilter“ den Namen „Greenbox“ http://www.green-box.at gegeben. Mehrere Prototypen mit ständigen Verbesserungen wurden bereits gebaut und sind im Einsatz. „Durch die Begleitung der Technischen Universität (TU) Graz wurden unter anderem die Messmethoden immer genauer und so konnten wir die Luftdurchlassmenge mehr als verdreifachen und die Filtermenge weiter erhöhen“, erklärt Kluge im Gespräch.

Die Arbeit der „Greenbox“ kann man mittlerweile auf Testfahrzeugen in Wien (Lkw), Spittal (Klein-Lkw) und auch in Graz überprüfen, wo auch alle Messdaten festgehalten werden. Diese waren bisher eindeutig: Im Schnitt werden von der „Greenbox“, die am Dach eines Schwerfahrzeuges montiert ist, zwei Drittel der Feinstaubmenge aus der (Fahrt-) Luft gefiltert.

Forschung

Die Erfindung aus Spittal ist nun vom Bund zu einem Forschungsprojekt auserkoren worden und wird für zwei Jahre finanziell unterstützt. „Dazu werden fünf Fahrzeuge in verschiedenen Regionen in Österreich mit unserer mobilen Feinstaubfilteranlage ausgestattet und von der TU Graz weiter wissenschaftlich begleitet“, erklärt Kluge. Jetzt müssen diese fünf Stück rasch produziert werden, ein Gerät wird auf einen Linienbus der Grazer Linien montiert. Der Konzernsprecher der „Holding Graz Linien“, Gerald Pichler sagt zur „Greenbox“: „Projekte, die nachhaltig und ökologisch erscheinen, testen wir entsprechend unseren Gegebenheiten.“

Feinstaub in Spittal

Welche Mengen Feinstaub die „Greenbox“ aus der Luft holt, können die Spittaler mit sehr empfindlichen Messgeräten in ihrer Heimat festhalten. „Aufgrund unserer Daten kann ich die Warnungen der Ärzte über die Auswirkungen des Feinstaubs gut verstehen“, sagt Kluge.

So zeigten sich bei einer Testfahrt durch die Lieserstadt in verschiedenen Bereichen extreme Feinstaubwerte. „Auffallend, dass diese im Bereich der offiziellen Messstation in der 10.-Oktober-Straße bei Weitem nicht am höchsten sind“, können die beiden belegen. Abhängig von der Tageszeit und vom Verkehrsaufkommen sind die Feinstaub-Konzentrationen unter anderem im Bereich Burg- und Hauptplatz, Villacher Straße oder Egarter Platz viel höher.

So wie bei der Messstation des Landes sind auch hier die Spitzenwerte meist gegen Abend vorhanden. 203 bis 355 Mikrogramm (mg) kamen oft vor, ein „Ausreißer“ zeigte sogar 525 mg an. Der bekannte Österreichische Skistar, Weltmeister und Olympiasieger Franz Klammer, unterstützt das Projekt und öffnet als Umweltbotschafter viele Türen in Östereich, Europa und der Welt in Sachen saubere Luft.

Autor HELMUT STÖFLIN

Mit derGreenBox, einer auf intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten basierenden mobil eingesetzten Umwelttechnologie, bieten wir eine innovative und einzigartige Technologie, mit welcher die gesundheitsschädlichen Feinstaubpartikel aus der aufgewirbelten Umgebungsluft im Straßenverkehr herausgefiltert werden können.

Kontakt
Better AirGmbH
Anton Kluge
Am Bahndamm 8
9800 Spittal a.d. Drau
+43 4762-36200
office@green-box.at
http://www.green-box.at

Jul 31 2015

Feinstaubplakette: Aufwand und Effekt unverhältnismäßig

Neues Bürokratieungetüm droht / VDR und Fuhrparkverband sehen bessere Ansätze für umweltverträglichere Fuhrparks /

Feinstaubplakette: Aufwand  und Effekt unverhältnismäßig

Die Feinstaubbelastung durch den Straßenverkehr ist bereits erheblich gesenkt worden – ohne Plakette (Bildquelle: Quelle: Umweltbundesamt)

Mannheim/Frankfurt am Main, im Juli 2015. Der Bundesverband Fuhrparkmanagement e. V. (BVF) und der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) halten den Vorstoß für die Einführung einer „Feinstaubplakette“ für nicht zielführend. Man schaffe weitere Bürokratie und komme nicht wirklich an das gewünschte Ziel.

„Wir sind ganz klar für Umweltschutzmaßnahmen, aber noch mehr Bürokratie ist nicht akzeptabel“, sagt Marc-Oliver Prinzing, Vorsitzender des Vorstandes des BVF. Das ökologische Fuhrparkmanagement sei ohnehin ein fester Bestandteil bei Fahrzeugflotten, die betriebswirtschaftlich und effizient gesteuert werden. Bereits heute werden – soweit sinnvoll – Fahrzeuge mit alternativen Antrieben eingesetzt und darauf geachtet, dass der Fuhrpark sparsam und kostengünstig ist. Und da Flottenfahrzeuge regelmäßig ausgetauscht werden, sind die Fahrzeuge in der Regel auf dem neuesten Stand. Eine weitere bürokratische Hürde wie eine Feinstaubplakette ist nach Ansicht des BVF der falsche Weg. Der Effekt sei fraglich und der Aufwand unverhältnismäßig, der insbesondere der Wirtschaft damit aufgebürdet werde. „Es wäre sicher einmal spannend genauer zu sehen, wie Kommunen, Landes- und Bundesbehörden hier bei eigenen Fuhrparks agieren. Hier ist das Wort „ökologisch“ oft noch ein Fremdwort. Mancher Politiker hat mit Elektrofahrzeugen ein neues Lieblingsspielzeug entdeckt. Gut also, wenn z. B. in Stuttgart die Luft sauber ist, dafür dann aber an anderer Stelle Strom durchweg unökologisch produziert wird. Hier wird nur an Symptomen herumgedoktert“, meint Prinzing. Die Lösung kann nicht sein, die Frontscheiben mit diversen Aufklebern zu überpflastern Selbst die heutigen Umweltplaketten würden nicht richtig überwacht. „Weitere Plaketten machen da keinen wirklichen Sinn“, so Prinzing weiter.

Wirtschaftsfaktor Mobilität
Mit der Mobilität der Unternehmen steht und fällt der geschäftliche Erfolg, erläutert auch Dirk Gerdom, Präsident des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR). Das hat unmittelbaren Einfluss auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland. „Mit einer weiteren bürokratischen Hürde wird der Umwelt nur wenig geholfen, dafür entsteht aber erhebliches Mehr an Kosten“, so Gerdom. Gemeinsam mit dem Fuhrparkverband ebnet der VDR deshalb die Wege für reibungslose Abläufe im Fuhrpark- und Travel-Management. Dazu gehört auch die Nutzung von Synergien der beiden Bereiche.

Der BVF und der VDR warnen deshalb vor einem weiteren Bürokratieungetüm, sollte die neue Plakette eingeführt werden. In der Diskussion ist eine zusätzliche, blaue Feinstaubplakette, die Dieselfahrzeuge mit Abgasnorm Euro 6 und Benzinfahrzeuge nach Euro 3 erhalten sollen. Insbesondere würde damit vielen Dieselfahrzeugen die Einfahrt in Städte mit Umweltzone verwehrt bleiben. Selbst für relativ neue Modelle. Ein Problem insbesondere für Fahrzeugbetreiber, die beispielsweise Filialen oder Gewerbetreibende in den Innenstädten versorgen. Das bedeutet nicht nur einen viel höheren bürokratischen Aufwand für die Verteilung der Plakette. De facto dürften zunächst viele gewerbliche Nutzer nicht mehr in die Innenstädte, was zu starken Einschränkungen in der Wirtschaftsfähigkeit führen würde. Im Anschluss müssten Sondergenehmigungen für die Einfahrt in das City-Gebiet erteilt werden. Damit würde ein wahres Bürokratiemonster geschaffen.

Beispiel Stuttgart
Laut einem Sprecher der Stadt gibt es knapp 290.000 Fahrzeuge in Stuttgart. Davon erfüllt noch nicht einmal jedes Fünfte die neuen Feinstaubrichtlinien. Betroffen sind rund 32.000 Autos mit Euro 3 Norm und rund 22.000 mit Euro 6. Hinzu kommt der Verkehr von außerhalb – der dann zum größten Teil nicht mehr in die Stadt einfahren dürfte. Das Ziel des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND), bis spätestens 2019 80 Prozent der Autos in Stuttgart mit einer blauen Plakette auszustatten, ist utopisch . Und die bundesweite Feinstaubbelastung durch den Straßenverkehr ist in den letzten 20 Jahren bereits drastisch gesenkt worden von ca. 37 Kilotonnen PM10-Emission pro Jahr in 1997 auf unter 10 Kilotonnen, also rund drei Viertel. Im gleichen Zeitraum ist beispielsweise die Emission durch Kleinfeuerungsanlagen gestiegen, sogar über das Niveau der Kraftfahrzeug-Emissionen. Das Senkungspotenzial im Kraftfahrzeugbereich ist zwar vorhanden, aber bereits so gut wie ausgeschöpft.

Der Bundesverband Fuhrparkmanagement wurde im Oktober 2010 als Initiative von Fuhrparkverantwortlichen gegründet. Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder, die Fuhrparks zwischen 5 und über 20.000 Fahrzeugen betreiben. Mitglieder sind unter anderem Unternehmen wie Axel Springer Services & Immobilien GmbH, Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA, KPMG AG, CANCOM IT, KAEFER Isoliertechnik, FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e. V., Sparkassen-Einkaufsgesellschaft mbH oder Stadtwerke Heidelberg Netze GmbH.

Vorstandsmitglieder des Verbandes sind Marc-Oliver Prinzing (Vorsitzender), Bernd Kullmann (Fuhrparkleiter Ideal Versicherung), Guido Krings (Fuhrparkleiter Unify) und Dieter Grün (Fuhrparkleiter Stadtwerke Heidelberg Netze). Geschäftsführer des Verbandes ist Axel Schäfer. Der Sitz des Verbandes und der Geschäftsstelle ist Mannheim.

Kontakt
Bundesverband Fuhrparkmanagement
Axel Schäfer
Augustaanlage 57
68165 Mannheim
0621-76 21 63 53
presse@fuhrparkverband.de
http://www.fuhrparkverband.de

Aug 6 2012

Brennstoff-Qualität bestimmt die Verbrennung:

Weniger Feinstaub durch schwefelarmes Heizöl

sup.- Die Feinstaubbelastung aus Heizungsanlagen ist eine wichtige Herausforderung für aktuelle Umweltschutz-Initiativen. Deshalb wurde in den vergangenen Jahren viel technologische Entwicklungsarbeit geleistet, um den Partikelausstoß aus Verbrennungsvorgängen abzusenken. Bei Ölheizungen z. B. kommt es aber nicht nur auf ökologisch vorbildliche Gerätetechnik an, sondern auch auf den eingesetzten Brennstoff. Jeder Heizungsbesitzer hat es selbst in der Hand, durch die Verwendung von schwefelarmem Heizöl die Staubemissionen seines Wärmeerzeugers auf ein Minimum zu reduzieren. Mehrjährige Testreihen an der Universität Stuttgart haben ergeben, dass die Gesamtstaub-Emissionen aus einem typischen Heizkesselbetrieb beim Einsatz der Heizölqualität EL schwefelarm von sonst durchschnittlich 1,4 auf nur noch 0,09 mg/kWh sinkt. Um sicher zu gehen, dass die Produktgüte des Heizöls diesen Normen entspricht und konsequent überwacht wird, sollte auf Lieferanten mit dem RAL-Gütezeichen Energiehandel geachtet werden.

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