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Aug 20 2015

ARSENAL 2015

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Ist sie das?
Eine Ausstellung mit neusten Arbeiten von Dikla Stern in Berlin

ARSENAL 2015

„Todesspritzen“, © Dikla Stern

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Ist sie das? Wenn politische Verhältnisse dramatische Einbußen an Demokratie zeigen, wenn das Allgemeinwohl wirtschaftlichen Interessen unterliegt, wenn Menschen unter ihrer Würde behandelt werden. Und wenn der Schutz der Privatsphäre nicht mehr gewährleistet ist. Vom gläsernen Menschen unseres Internetzeitalters ist es nicht mehr weit zum Patienten, Untersuchungsobjekt medizinischer Forschung, oft unnötig operiert und überteuert untersucht. Als Kassenfüller von Weltfirmen und Lobbyisten manipuliert, zur Zielscheibe von Werbestrategien, in denen Ritalin und Prosac wie bunte Lutschbonbons klingen und Botox Schönheit verspricht.

Da stellt sich die Frage – wo bleibt der Mensch?

„Arsenal“, der Titel der Ausstellung, ist bewusst militärisch gewählt und konfrontiert den Betrachter mit dem Equipment aus dem medizinischen Alltag, mitunter als Polit- und Konsumbarometer. In Abwesenheit von Protagonisten wird die Präsenz der dargestellten Gegenstände verstärkt und die Auseinandersetzung mit dem eigentlichem „Ich“ gegenüber dem „Ding“ angeregt. Hier bietet sich die Möglichkeit, sich bewusst mit dem eigenen „Sein“ und der Endlichkeit auseinanderzusetzen, wie auch den Blick nach außen zu richten. Um durch Beobachtung und kritischer Hinterfragung zum Erkenntnisgewinn gesellschaftlicher Zusammenhänge zu gelangen, zu reflektieren, wo politische Unterlassung stattfindet, inwieweit der Mensch selbst schon Ware ist, zur Ware gemacht wird oder sich selbst dazu macht. Wo liegen die Kräfte, die permanent auf den Menschen wirken und seine verborgenen Ängste instrumentalisieren? Wer entscheidet über unsere Verletzlichkeit oder sind wir sogar selbst diejenigen, die bei allem und jedem mitmachen und dem nichts mehr entgegensetzen? Die lieber denkfaul sind und sich gemütlich und genüsslich auf der Spaßwelle treiben lassen, gehypt durch ein oberflächliches Lebensgefühl, um denjenigen zu imponieren, denen es eh egal ist.

Arsenal.

Instrumente, die in unseren Organismus eindringen, unsere Schutzhülle durchbrechen und uns präzise öffnen. Kühles Metall, fragiles Glas oder technisch funktional werden die Gegenstände in der Form übergroßer Spritzen, Skalpelle und Infusionsbeutel als auch Möbelstücke wie ein Pflegebett oder ein steriler Nachtisch, scheinbar unbelebt in einer ästhetischen und präzisen Darstellung aufbereitet. Der Betrachter erfährt über diese schön-unheimliche, wirklich-unwirkliche, unbelebt-lebendige Atmosphäre einen neuen Zugang zur Wahrnehmung einer gefühlten „Brutalität“ und findet Raum für weitere Assoziationen, mit all ihren Facetten und Varianten. So entsteht eine veränderte Perspektive der Wahrnehmung.

Ausstellungsort:
Mein Haus am See, Brunnenstrasse 197 – 198, 10119 Berlin – Mitte, U Rosenthaler Platz
Mo – So 0 bis 24 Uhr, www.mein-haus-am-see.blogspot.de

Ausstellungsdauer:
2. September – 6. Oktober 2015, während der ART WEEK BERLIN (15.-20.09.15) und der
Gallery – Weekend (17.-20.09.15)

The artist is present:
Freitag 18.09.15 (12-14 Uhr), Samstag 19.09.15, Samstag 26.09.15 (12-14 Uhr) Persönliche Termine auf Anfrage info@diklastern.com, www.diklastern.com

„It might well be landlocked, but with its shabby-chic vintage furniture, unfinished walls and timeless decoration, Mein Haus am See still manages to deliver the atmosphere of an out-of-the-city oasis.The focal point of the bright, spacious room are the broad stairs that lead to the upper terrace at the rear. The seating area, laid out with cushions, offers a comfortable perch where you can drift away to the breezy music. Simultaneously a cafe, bar, exhibition space and makeshift office for traveling vagabonds, this former bookshop has many uses. Free Wifi and 24/7 opening hours add to the multitude of possibilities: from hanging out in the cozy atmosphere, to enjoying a late/early espresso at 5am, or grabbing a read from the amply stocked bookshelf on a slow Sunday afternoon whilst devouring the amazing house stew-everything goes. http://unlike.net

„Tagsüber lümmeln sich Kreative und Neugierige auf den Sofas oben auf der Empore, um zu arbeiten oder das Geschehen bei Kuchen oder einem Teller Pasta zu überblicken.Abends kommen dann Nachtschwärmer auf den ein oder anderen Cocktail zusammen…“ http://www.tip-berlin.de/&http://www.berlin.de/restaurants/1637764-1622830-mein-haus-am-see.html

Kontakt
Mein Haus am See
Mikail Türk
Torstrasse 125
10119 Berlin
030 28885826
mikail.tuerk@mein-haus-am-see.com
http://mein-haus-am-see.blogspot.de