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Dez 4 2018

Hohe Einsparpotenziale bei Industriewärme

Effizienz-Strategien vom Einkauf bis zum Verbrauch

Hohe Einsparpotenziale bei Industriewärme

Foto: visivasnc / stock.adobe.com (No. 6088)

sup.- Die Erzeugung von Prozesswärme verursacht in der deutschen Industrie den meisten Energiebedarf. Deshalb liegen hier nach Ansicht der Deutschen Energie-Agentur (dena) auch enorme Einsparpotenziale. „Fast jeder verarbeitende Betrieb ist zur Dampf- und Heißwassererzeugung oder für den Betrieb von Brennöfen und Trocknungsanlagen auf die Versorgung mit industrieller Wärme angewiesen“, so die an gewerbliche Verbraucher gerichtete „Initiative EnergieEffizienz“, deren Träger die dena ist: „Unternehmen können jedoch durch energetische Optimierungs- und Modernisierungsmaßnahmen Einsparungen von durchschnittlich 15 Prozent bei der Prozesswärme erzielen.“ Zur Realisierung dieses Spareffekts kommt es im Wesentlichen auf vier Maßnahme-Schritte an: eine Analyse und Optimierung des tatsächlichen Wärmebedarfs, der Umstieg auf eine energieeffiziente Wärmeerzeugung, die Nutzung von Anlagen zur Wärmerückgewinnung und schließlich der Einsatz besonders verbrauchssenkender Umwandlungs- und Erzeugungstechnologien. Diese letzte Etappe des Effizienz-Fahrplans umfasst z. B. Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sowie Wärmespeicher, aber auch den Einsatz erneuerbarer Energien durch Wärmepumpen oder Solarthermie-Systeme. Erste Hinweise, wie Unternehmen oder Gewerbebetriebe diese Schritte in einer individuell angepassten Strategie umsetzen können, liefert die Internetseite www.industrie-energieeffizienz.de.

Ein weiteres Online-Portal bietet sich als Ergänzung bzw. Absicherung der energetischen Optimierungen an: Unter www.guetezeichen-energiehandel.de lassen sich alle Lieferanten von Wärme-Brennstoffen aufrufen, denen bereits das RAL-Gütezeichen Energiehandel verliehen wurde. Dieses Prädikat ist eine anerkannte Qualitätskennzeichnung für die Anbieter leitungsunabhängiger Energieträger wie Heizöl oder Flüssiggas. Die Vergabe des Gütezeichens setzt voraus, dass die Händler eine fortwährende Überwachung durch neutrale Experten akzeptieren und jederzeit den strengen Prüfbestimmungen gerecht werden. Dabei unterliegen den Kontrollen neben der Produktgüte auch der Fuhrpark, die Lagerlogistik und vor allem die Zuverlässigkeit der Mengenerfassung und der Abrechnung bei Tankbefüllungen. Auf diese Weise können Betriebe ihre Maßnahmen zur Vermeidung unnötiger Wärmekosten auf den Einkauf der Energie ausweiten.

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Sep 28 2015

Optimierung senkt Energiebedarf für Industriewärme

Maßnahmen sollten schon bei der Beschaffung ansetzen

Optimierung senkt Energiebedarf für Industriewärme

Foto: Fotolia / Gunnar Assmy

sup.- In Gebäuden und Produktionsanlagen mit hohem Wärmebedarf gibt es meistens auch ein erhebliches Einsparpotenzial. Um durchschnittlich 15 Prozent könnte der Energieverbrauch für thermische Prozesse in Industrie und Gewerbe sinken, wenn dort die Chancen energetischer Optimierungen konsequent genutzt werden. Darauf weist die Initiative EnergieEffizienz hin, eine vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Informationskampagne. Träger der Initiative ist die Deutsche Energie-Agentur (dena), nach deren Ansicht die wirtschaftliche Bedeutung entsprechender Maßnahmen in zahlreichen Firmen noch immer unterschätzt wird: „Der mit Abstand größte Energiebedarf in Industrie und produzierendem Gewerbe entfällt auf die Erzeugung von Wärme für technische Prozesse. Prozesswärme ist daher für viele Unternehmen ein bedeutender Kostenfaktor geworden.“ Als Konsequenz dieser Entwicklung bekommen Energie-Managementsysteme und Energie-Audits branchenübergreifend einen immer größeren Stellenwert innerhalb der betrieblichen Abläufe.

Die empfohlenen Strategien zu kostenreduzierenden Verbesserungen setzen meistens bei einer detaillierten Ist-Analyse des Verbrauchs, bei einer ersten Minimierung von Wärmeverlusten und einer Optimierung des aktuellen Bedarfs an. Anschließend geht es um den Austausch ineffizienter Systemkomponenten sowie um die heutigen Möglichkeiten der technischen Wärmerückgewinnung. Darüber hinaus lohnt es sich in vielen Betrieben, den Einsatz besonders verbrauchssenkender Umwandlungs- und Erzeugungstechnologien zu prüfen. Dazu zählen nach Angaben der dena Wärmepumpen und Wärmespeicher ebenso wie Solarthermie-Systeme und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Dieser Modernisierungsfahrplan vernachlässigt jedoch potenzielle Verlustfaktoren, die bereits vor dem Einsatz der verwendeten Brennstoffe drohen: Schon bei der Beschaffung von Wärme-Energien zahlen sich systematische Beobachtungen der Preisentwicklung sowie Anbietervergleiche hinsichtlich des Leistungs- und Serviceumfangs aus. Dazu gehört bei leitungsungebundenen Brennstoffen auch eine Absicherung vor Verlusten durch fehlerhafte Zähleranlagen an den Lieferfahrzeugen. Als Schutzmaßnahme bietet sich hier das RAL-Gütezeichen Energiehandel an, ein Qualitätsprädikat für besonders intensiv überwachte Anbieter. Funktionsfähigkeit und Eichgültigkeit der Messgeräte zur Mengenerfassung werden bei diesen Händlern weit über die gesetzlichen Intervalle hinaus kontrolliert (www.guetezeichen-energiehandel.de). Die Überprüfungen umfassen neben der Liefertechnik auch den Fuhrpark und die Lagerlogistik. Sie tragen deshalb dazu bei, dass der Ertrag energetischer Verbesserungen nicht durch eventuelle Messabweichungen aufgrund technischer Mängel wieder aufgehoben wird.

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