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Feb 22 2017

Platz 1 heißt: Benchmark sein

Ingenics AG als „Top Employer Deutschland Mittelstand 2017“ zertifiziert

Platz 1 heißt: Benchmark sein

Manfred Loistl, Ingenics Vorstand Personal (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm/Düsseldorf) – Die Ingenics AG ist Deutschlands Top Arbeitgeber Mittelstand. Das begehrte Zertifikat vergab das international tätige Top Employers Institute am 21. Februar 2017 in Düsseldorf.

In ihren jährlichen Evaluierungsverfahren analysieren die Top Employers Institutes weltweit führende Top Arbeitgeber, die exzellente Mitarbeiterbedingungen bieten, Talente in allen Unternehmensbereichen fördern und sich in der Mitarbeiterorientierung stetig weiterentwickeln. Alle Teilnehmer des Top Arbeitgeber Zertifizierungsprogramms durchlaufen einen einheitlichen Untersuchungsprozess, indem sie die Erfüllung definierter und standardisierter Anforderungen nachweisen müssen. Um die Aussagekraft und Wertigkeit des Zertifizierungsprozesses abzusichern, werden alle Antworten und Belege einer unabhängigen Analyse unterzogen. Die aktuelle Auditierung belegt die außergewöhnlichen Leistungen der Ingenics AG in der Mitarbeiterorientierung und den berechtigten Anspruch auf den Spitzenplatz in der exklusiven Gemeinschaft zertifizierter Top Employers.

In der Kategorie „Top Employer Deutschland Mittelstand 2017“ bewertete das Top Employers Institute die Arbeitgeberqualitäten der Ingenics AG in den Kategorien
-Talentstrategie
-Personalplanung
-Onboarding
-Training und Entwicklung
-Performance Management
-Führungskräfteentwicklung
-Karriere & Nachfolgeplanung
-Compensation & Benefits
-Unternehmenskultur.

Als Ergebnis des unabhängigen Untersuchungsprozesses bestätigte das Top Employers Institute der Ingenics AG eine Vorreiterrolle im Bereich Human Resources durch zukunftsorientiertes Denken, kontinuierliche Optimierung des Arbeitsumfelds und stetige Investition in die Mitarbeiterentwicklung. „Optimale Mitarbeiterbedingungen führen dazu, dass sich Menschen im Privatleben sowie im Berufsleben weiterentwickeln“, erklärte Steffen Neefe, Country Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz des Top Employers Institutes anlässlich der feierlichen Verleihung der „Awards“ beim „Top Employers Certification Dinner“ auf den Düsseldorfer Rheinterrassen. Das Audit habe beste Voraussetzungen für die vorbildhafte Entwicklung und das gesunde Wachstum des Unternehmens bestätigt. „Unsere detaillierte Untersuchung hat ergeben, dass die Ingenics AGein herausragendes Mitarbeiterumfeld geschaffen hat und eine große Bandbreite von kreativen Initiativen bietet. Diese reichen von sekundären Vorteilen und Arbeitsbedingungen bis hin zu einem Leistungsmanagement, welches im vollen Einklang mit der Unternehmenskultur steht.“

Als erstplatziertes Unternehmen ist die Ingenics AG der Maßstab für eine herausragende Personalpolitik im Mittelstand

Dass sich die Ingenics AG als erstplatziertes Unternehmen nicht nur als „Top Employer Deutschland Mittelstand 2017“ bezeichnen darf, sondern als Benchmark der Maßstab für eine herausragende Personalpolitik ist, bestätigt Personalvorstand Manfred Loistl, Vorstand Personal, auf der ganzen Linie. „Die Ingenics AG investiert kontinuierlich in ihre Mitarbeiter und wir sind stolz darauf, dass diese Investition immer wieder anerkannt und ausgezeichnet wird – wie jetzt in Form der Zertifizierung durch das Top Employers Institute“, so Manfred Loistl, der gemeinsam mit den Branch Managern Heiko Kramer und Alexander Stolz, Personalassistentin Martina Schulz und Department Manager Recruiting Markus Werner in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt gefahren war.

Dass man sich in diesem Jahr nicht mehr wie in der Vergangenheit um die Zertifizierung als TopEmployer Ingenieure beworben hat, sondern es gleich mit dem gesamten Mittelstand „aufnahm“, erklärt Manfred Loistl so: „Wir sind inzwischen ein großes mittelständisches Unternehmen und beraten viele Kunden aus dem Mittelstand sowohl bei der Organisationsentwicklung und Effizienzsteigerung als auch bei der Persönlichkeitsentwicklung in unseren Kernbereichen Fabrik, Logistik und Organisation.“ Deshalb suche man längst nicht mehr nur Ingenieure, sondern auch immer mehr IT-Fachleute, Logistiker und Betriebswirtschaftler.

Als attraktiver Arbeitgeber und Auftragnehmer nicht nur konkurrenzfähig, sondern sogar Benchmark zu sein, sei umso wertvoller. „Wir sind sehr stolz auf diesen ersten Platz. Dass wir die Rahmenbedingungen unserer Arbeitswelt konsequent über den Dialog mit unseren Mitarbeitern gestalten und die Weiterentwicklung stets unter Einbindung des Teams erfolgt, ist eine ganz wichtige Grundlage für dieses Resultat. Für mich ist eine wesentliche Botschaft, dass niemals das Topmanagement allein bestimmt, sondern alle wesentlichen Entscheidungen über die Entwicklung der Arbeitswelt im engen Dialog mit den Mitarbeitern und im Team getroffen werden.“

Über Ingenics
Ingenics berät Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese drei Kernleistungen erbringt Ingenics in den drei Bereichen Fabrik, Logistik und Organisation und steht deshalb für Effizienzsteigerung [hoch 3]. Eine dezidierte Industrie 4.0 Expertise, ein erwartungsgerechtes Interim-Management sowie bedarfsorientierte Ingenieurs- und Servicedienstleistungen runden das Leistungsportfolio ab.
Zu den Ingenics Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist Ingenics für Großunternehmen wie für den Mittelstand auch ein gefragter Partner für weltweite Suche, Wahl, Planung und Realisierung neuer Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa.
Derzeit beschäftigt Ingenics 495 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.450 Projekte erfolgreich abgeschlossen.

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Feb 16 2017

Digitalisierung als Wertschöpfungspotenzial – Wirksamkeit in Strategie und Umsetzung mit dem Ansatz der „integralen Unternehmensentwicklung“

Jahresthema 2017: Ingenics stellt „Arbeitsorganisation 4.0“ in den Mittelpunkt

Digitalisierung als Wertschöpfungspotenzial - Wirksamkeit in Strategie und Umsetzung mit dem Ansatz der "integralen Unternehmensentwicklung"

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt nachhaltig. (Bildquelle: Devrimb/iStock + wavebreakmedia/shutterst)

(Ulm) – Die Ingenics AG positioniert sich jeweils zum Jahresbeginn mit einem Thema, das aus der Sicht ihrer Vorstände und Partner in Zukunft von zentraler Bedeutung sein wird. Das Jahresthema 2017 lautet „Arbeitsorganisation 4.0 – Digitalisierung als Wertschöpfungspotenzial“. Die Beschäftigung mit diesem Thema soll aufzeigen, wo verschenkte Potenziale liegen und auf welche Weise sie wirksam erschlossen werden.

Dass die Digitalisierung alle Lebensbereiche erfasst, durchdringt und nachhaltig verändert, ist nicht mehr zu übersehen. Kaum irgendwo zeigt sich das so deutlich wie in der Arbeitswelt, wo sich Produktionsbedingungen, Märkte, Kundenbeziehungen – und auch Wertvorstellungen rasant verändern. Die „neue Arbeitswelt“ als Folge der Transformation des Themas „Smart Factory“ bzw. “ Industrie 4.0“ lenkt den Blick zwangsläufig auf die Arbeitsorganisation.

Noch wird die konsequente Digitalisierung selten auf die Spitze getrieben, doch die digitale Durchdringung des kompletten „Lifecycles“ von Produkt und Produktionsmittel ist im Gange. Dass dies erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation haben wird, ist gewiss. In welchem Umfang ist jedoch noch nicht in allen Details wirklich absehbar. Festzustellen ist aber, dass die Digitalisierung bei immer mehr Unternehmen fest auf der Agenda steht.

Was aber ist – dort wo es erkennbar schnell vorangeht – die treibende Kraft? Und warum wird da, wo es eben nicht vorangeht, gebremst? Im Rahmen des Jahresthemas wird Ingenics sukzessive Lösungen zu diesen zentralen Fragestellungen präsentieren, deren Ziel es ist, für Unternehmen die passende Digitalisierungsstrategie entwickeln und wirksam umsetzen zu können.

Mensch und Wertschöpfungssystem

Dr. Jens Nitsche, Partner und Leiter R&D bei Ingenics, hat die beiden Studien zum Themenkomplex “ Industrie 4.0 und Arbeitsorganisation„, die Ingenics gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO erstellt und veröffentlicht hat, in vielen Diskussionen und auf Veranstaltungen vorgestellt und erläutert. Dabei hat er stets auch darauf hingewiesen, dass die Digitalisierung eine Herausforderung für die gesamte Arbeitsorganisation bedeutet. „Für uns ist eindeutig, dass die Technologie nicht allein im Vordergrund stehen darf, sondern immer die Auswirkungen auf das Wertschöpfungssystem und damit auch die Auswirkungen auf den Menschen und die Organisation berücksichtigt werden müssen“, so Dr. Nitsche. „Selbstverständlich wird das Thema Industrie 4.0 durch neue technologische Möglichkeiten getrieben, aber wie bei jeder Weiterentwicklung eines Wertschöpfungssystems muss ich die Prozesse, die Arbeitsstrukturen, die organisatorischen Rahmenbedingungen anpassen und den Menschen mitnehmen, um die Technologie wirksam zu machen.“ Mit der Digitalisierung greife man in einem Maß in die Strukturen ein, das über einen „herkömmlichen“ KVP weit hinausgehe. „Das Thema Arbeitsorganisation 4.0 ist nicht zuletzt deshalb wichtig, weil das Wertschöpfungssystem auch in Zukunft ohne den Menschen nicht funktionieren kann.“

Neues Rollenverständnis der IT

„Doch Vorsicht! Die Digitalisierung ist eine komplexe Angelegenheit, die sich auf alle Unternehmensbereiche erstreckt“, sagt CEO Prof. Oliver Herkommer. „Neben der technologischen Perspektive ist es von elementarer Bedeutung, Unternehmen als ganzheitliche, komplexe Organisation zu verstehen und sie systematisch auf dem Weg zur Digitalisierung zu begleiten. Nur so lassen sich die prognostizierten Potenziale auch nachhaltig realisieren.“ Aus diesem Grund werden auch laufend die Ergebnisse aus wissenschaftlichen Studien in diesem Themenkontext in die Beratungskonzepte überführt bzw. neue Modelle entwickelt. Gleichzeitig wird die Grundlagenforschung weiter intensiviert – z. B. im Förderprojekt MyCPS, mit dem das Bundesministerium für Bildung und Forschung den deutschen Mittelstand im Themenbereich „Industrie 4.0 – Forschung auf den betrieblichen Hallenboden“ unterstützt. Hier wirkt Ingenics im Projektbereich „Migrationsunterstützung für die Umsetzung menschzentrierter Cyber-Physical Systems“ mit. „MyCPS“ erarbeitet und erprobt systematische Vorgehensweisen zur praktikablen, auf den Menschen zentrierten Umstellung (Migration) digitalisierter Produktionsprozesse und entwickelt ein Modell zur Einführung und Bewertung innovativer Organisationsformen.

Ein wesentlicher Aspekt für die Erfolgsaussichten der Digitalisierung sei „das Rollenverständnis der IT“, erklärt Prof. Herkommer. „Die IT muss sich weg entwickeln vom reinen Technologiedienstleister im Unternehmen, hin zu einer treibenden Kraft als Unternehmer im Unternehmen, weil durch die Digitalisierung neue Geschäftsmodelle und die Optimierung von Geschäftsprozessen in einem neuen Maß möglich sind. Es wird nicht nur ein neues Qualifizierungsportfolio benötigt; die IT muss ein ganz anderes Gewicht bekommen.“

Das Integrale Kompetenzmodell – Wirksamkeit in Strategie und Umsetzung

„Bisher reden wir, wenn wir über die Digitalisierung eines Unternehmens sprechen, mit der Geschäftsführung und der Produktionsleitung, die IT und das Personalwesen sitzen meistens gar nicht mit am Tisch“, sagt Vertriebsvorstand Andreas Hoberg. „Unsere neue Idee von Arbeitsorganisation sieht aber ein ganz anderes Rollenverständnis für IT und Personalwesen vor. Denn Digitalisierung macht weder an Abteilungsgrenzen oder Abläufen noch an der Qualifikation der Mitarbeiter und an liebgewonnen Gewohnheiten der Zusammenarbeit halt. Erst die Verzahnung aller Perspektiven stellt sicher, dass Vorteile auch in zählbare Renditen umgemünzt werden.“

Dazu bedarf es aber einer neuen Sicht auf Unternehmen und Zusammenhänge. Die Ingenics ManagementConsulting hat für unternehmensweite oder „crossfunktionale“ strategische und operative Herausforderungen den Ansatz der integralen Unternehmensentwicklung erarbeitet. Er lässt sich unter anderem auch auf die Verzahnung von Digitalisierung und Arbeitsorganisation anwenden und zeigt präzise die Wirkzusammenhänge zwischen beiden Themen auf. „Mit dem Ingenics Unternehmensentwicklungsansatz haben wir erstmals ein ebenso umfassendes wie schlüssiges Analyse- und Bewertungsinstrument zu Hand, das sämtliche Perspektiven zu den Themen Führung, Mensch und System in Einklang mit Digitalisierung und Arbeitsorganisation 4.0 bringt“, sagt Andreas Hoberg. „Die zentrale Botschaft ist, dass wir die Potenziale der Digitalisierung im Wertschöpfungssystem des Unternehmens konkret darstellen können.“ Das gelingt, weil die Ingenics ManagementConsulting das Unternehmen integral, also als Ganzes betrachtet. Diese ganzheitliche Betrachtung zeigt auf den Ebenen des einzelnen Menschen, der Abteilungen, der Geschäftsprozesse, der Aufbauorganisation, der Unternehmenskultur und der Mitarbeiterqualifikation konkrete Handlungsfelder und deren operatives und strategisches Zusammenwirken auf. Für Andreas Hoberg ist dieser Ansatz der entscheidende Schritt in Richtung Arbeitsorganisation 4.0: „Damit weiß ich, was ich tun muss und in welcher Reihenfolge ich es tun muss, um die hochwirksame Umsetzung zu garantieren. Die Anwendung des Ingenics Unternehmensentwicklungsansatzes führt dazu, dass Maßnahmen schnell, ohne Produktivitätsverluste und widerstandsarm im Unternehmen umgesetzt werden können.“

Bisher habe man mit technologischen Treibern vor allem punktuelle und durchaus beeindruckende Erfolge in der Produktion verbucht, heute gehe es darum, das Potenzial im gesamten Wertschöpfungssystem zu heben. Um quasi die Digitalisierung zur vollen Wirkung zu bringen, müsse man an den wirksamsten Stellhebeln ansetzen, dieser neue Ansatz stelle das „nicht nur singulär in der Produktion, sondern in allen Unternehmensbereichen sicher“, so Andreas Hoberg.

Digitalisierung ist Chefsache

Deswegen wendet sich die Ingenics ManagementConsulting in erster Linie an die Unternehmensführung. „Unser Anspruch ist es, auf höchstem Niveau die Wirksamkeit von Strategie und Umsetzung für Unternehmen sicherzustellen“, so Prof. Herkommer. ManagementConsulting nutze den Ansatz der integralen Unternehmensentwicklung in den Beratungsfeldern Strategy, Attractivity, Agility, Digitality und Personality. „Es ist ein Instrument zur Diagnostik, Bewertung und Prognostizierung der gegenwärtigen und zukünftigen strategischen und operativen Unternehmenssituation und vereint die drei Exzellenztreiber Führung, Mensch und System in einem Instrument.“

Ziel ist es, daten- und erfahrungsbasierte Antworten auf die drei zentralen Fragen des Topmanagements – Was ist zu tun? Warum ist es zu tun? Wie wird es wirksam umgesetzt? – zu geben. „Unternehmenslenkern und Topmanagern vermittelt Ingenics eine doppelte Steuerungskompetenz“, erklärt Dr. Nitsche. „Sie bewerten die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens vollständig, also ohne Blind Spots, und minimieren das Risiko von Fehleinschätzungen, indem sie mit den wirksamsten Hebeln die strategische Entwicklung des Unternehmens steuern und Ressourcenverschwendung eliminieren.“

Insofern ist die Frage, ob Ingenics dazu beitragen kann, die potenziellen Auswirkungen der Digitalisierung nicht nur zu untersuchen, sondern beherrschbar zu machen, klar mit „ja“ zu beantworten. „Es geht um die Entwicklung eines ganzheitlichen Unternehmensverständnisses, das alle Aspekte einer Organisation beinhaltet. Mit diesem Verständnis können digitale Lösungen ihren gesamtwertschöpfenden Nutzen optimal entfalten“, erklärt Prof. Herkommer

Ganz sicher werde sich das Anforderungsprofil für die Mitarbeiter deutlich verändern, sagt Dr. Nitsche. „Wie sich dies im Einzelnen ausprägt, untersuchen wir weiter. Verständlicherweise will jeder potenziell betroffene Mitarbeiter wissen, welche Aufgaben ihm die dynamische Entwicklung übriglassen wird.“ Die Technologien entwickelten sich momentan deutlich schneller als die Rahmenbedingungen in Bezug auf Betriebsvereinbarungen, Datenschutz, Persönlichkeitsrechte etc.

Kostspielige Fehler vermeiden, neue Rollenverständnisse herausarbeiten

Mit jeder technologischen Veränderung sind stets neue Arbeits- und Betätigungsfelder bzw. Berufsbilder entstanden. Welche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt die Maßnahmen zur Optimierung der Wertschöpfungssysteme haben werden, kann noch nicht verlässlich vorhergesagt werden. „Wir sehen aber heute schon, dass bestimmte Rollen neu definiert werden“, erklärt Prof. Herkommer. „In der kurzzyklischen Produktionsplanung übernehmen Algorithmen Aufgaben, die bisher Menschen erledigt haben, in der gesamten Fertigungsplanung werden Menschen künftig weniger Aufgaben haben; in anderen Rollen werden sie in der Zukunft aber umso mehr gebraucht. Ich sehe vor allem eine Verschiebung von Rollenverständnissen, die es jetzt herauszuarbeiten gilt.“

Um den konkreten Nutzen für Ingenics Kunden so deutlich wie möglich zu machen, will Andreas Hoberg erst einmal bestehende Arbeitssysteme transparenter machen und Ziele definieren. Dann gelte es mit dem Management und den Sozialpartnern die Einführungsstrategie zu erarbeiten: „Bei der Aufgabe, Industrie 4.0 auf den Hallenboden zu bringen, müssen wir die Mitarbeiter mitnehmen, Fragen der Qualifikation und der Aufbauorganisation sowie zur Absicherung von Rechtsbeständen klären.“ „Der gemeinsam erarbeitete Handlungsleitfaden mit einem strukturierten Einführungsplan und klaren Rollenmodellen führt dazu, dass kostspielige Fehler vermieden werden“, ergänzt Dr. Nitsche.

Selbstverständlich ist dieses neue Jahresthema auch als Konsequenz aus der letzten gemeinsamen Studie der Ingenics AG und des Fraunhofer IAO, „Industrie 4.0 – Wo steht die Revolution der Arbeitsgestaltung?“ zu sehen. Auch diese Untersuchung aus dem vergangenen Jahr – kostenloser Download unter www.ingenics.de/I40-studie-2016
hatte Teile des Topmanagements als „Bremser“ identifiziert und eine neue Rolle für die IT im Unternehmen angemahnt. „Wo Unternehmen sich noch nicht an die Umsetzung von IT-Innovationen in der Produktion wagen, sind als Haupthemmnisse Unsicherheit bezüglich des wirtschaftlichen Nutzens und mangelndes Fachwissen bzw. fehlende Fachkräfte angegeben worden“, lautete eine zentrale Erkenntnis.

Über Ingenics
Ingenics berät Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese drei Kernleistungen erbringt Ingenics in den drei Bereichen Fabrik, Logistik und Organisation und steht deshalb für Effizienzsteigerung [hoch 3]. Eine dezidierte Industrie 4.0 Expertise, ein erwartungsgerechtes Interim-Management sowie bedarfsorientierte Ingenieurs- und Servicedienstleistungen runden das Leistungsportfolio ab.
Zu den Ingenics Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist Ingenics für Großunternehmen wie für den Mittelstand auch ein gefragter Partner für weltweite Suche, Wahl, Planung und Realisierung neuer Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa.
Derzeit beschäftigt Ingenics 495 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.450 Projekte erfolgreich abgeschlossen.

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Feb 7 2017

Stephan Großfuss ist neuer Manager Industry Aerospace

Ingenics baut Beratungskompetenz für Luft- und Raumfahrtindustrie aus

Stephan Großfuss ist neuer Manager Industry Aerospace

Der neue Ingenics Manager Industry Aerospace Stephan Großfuss (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm) – Die Ingenics AG baut ihre Beratungskompetenz im Industriesegment Luft- und Raumfahrt konsequent weiter aus. Als neuer Manager Industry Aerospace hat Stephan Großfuss zum Jahreswechsel zentrale Aufgaben übernommen.

Für Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie ist es ebenso wichtig, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten und neue Absatzmärkte zu erschließen wie für Unternehmen der Automobilindustrie und des Maschinenbaus. Vor dem Hintergrund von weit mehr als 5.000 Beratungs-, Optimierungs- und Effizienzsteigerungsprojekten, die Ingenics in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich realisiert hat, ist die Luft- und Raumfahrtindustrie eines der zentralen Geschäftsfelder für das weitere Wachstum der Ingenics Group geworden.

Vielfältige Expertise trägt Früchte

Mit dem 41-jährigen Stephan Großfuss hat sich Ingenics zusätzliches Know-how ins Team geholt. Als Manager Industry Aerospace wird der gebürtige Ostwestfale, der mit seiner Familie bei München lebt, auch Vertriebsvorstand Andreas Hoberg unterstützen, der als Director Global Key Account zahlreiche Projekte bei namhaften Unternehmen in der Aerospace Branche durchführt und in weiteren Funktionen und Projekten unterwegs ist. „Stephan Großfuss wird von unserer Münchner Niederlassung aus arbeiten, da wir im Großraum München und in der Bodensee-Region immer mehr mittelständische Kunden aus der Luftfahrtindustrie von unserer Expertise überzeugen können“, erklärt Andreas Hoberg.

Zuletzt arbeitete Stephan Großfuss, der bei namhaften Unternehmen im In- und Ausland, darunter in Projekten in Nordamerika und Singapur, Erfahrungen sammeln konnte, bei Diehl Aircabin in Laupheim bei Ulm, einem bedeutenden Systemlieferanten für Flugzeugkabinen und -klimaverrohrungen. Seine umfassende Ausbildung kommt Stephan Großfuss auch bei Ingenics zugute: Nach seinem Maschinenbaustudium an der TU Darmstadt und einer intensiven Beschäftigung mit Automobilbau und Luftfahrt, Triebwerkstechnik, Leichtbau und Faserverbundstoffen entschied er sich für die ergänzende Ausbildung zum REFA Industrial Engineer und REFA Ingenieur. In diesem Zusammenhang konnte er Expertise in Arbeitswissenschaft, Zeiterfassung, Ergonomie, Lean Management, Prozessoptimierung und Logistikplanung erwerben – durchweg Themen, die auch bei Ingenics relevant sind. „Das wird mir in meiner Querschnittsfunktion die Zusammenarbeit mit unserem Center-of-Competence-Team wesentlich erleichtern“, so Stephan Großfuss.

„…weil wir die Branche kennen und verstehen“

Die wichtigsten Herausforderungen werden zunächst in den Bereichen
– Einführung von Lean Management bzw. Lean Production
– Coaching von Lean-Projekten und KVP-Prozesse
– Absicherung der Ratenfähigkeit in den Programmen
– Aufsetzen und Betreuen von Industrial-Engineering-Projekten
– Professionalisierung der Produktionsplanung unter Berücksichtigung von One-Touch-, Pull- und Line-Back-Prinzipien
– zielgerichtete Entwicklung von Innovationsbausteinen im Hinblick auf die Digitale Revolution der Industrie 4.0
– Übertragung von Know-how aus erfolgreichen Digitalisierungsprojekten auf Unternehmen der Luftfahrtindustrie
– Support bei Industrie-4.0-Anwendungen
– Support bei Entwicklung und Einführung neuer Materialien
– Einführung weiterer Ingenics Tools zur Optimierung der Prozesse in Produktion und Logistik
– Profilierung von Kommunikationsstrukturen
liegen.

Für Andreas Hoberg, geht es jetzt darum, die Gunst der Stunde optimal zu nutzen: „Die Luftfahrtindustrie steht heute an einem ganz entscheidenden Punkt. Im Zuge der Digitalisierung wird sich die Branche so schnell und so radikal verändern wie nie zuvor, Industrialisierung und Digitalisierung werden noch mehr Einfluss auf Produktions- und Logistiksysteme haben als in der Automobilindustrie.“

Auch deshalb sei die Neuorientierung bei Ingenics unerlässlich gewesen. „Wir wollen und werden in dieser Branche weiterwachsen, weil wir die Branche kennen und verstehen – und auch weil es uns gelingt, weitere Spezialisten zu gewinnen, um die Basis dieser Expertise zu verbreitern.“

Dass der neue Manager Industry Aerospace neben seinen Erfahrungen in der Luft- und Raumfahrtindustrie auch über Kompetenzen verfügt, die er in Funktionen im Vertrieb und als Manager für Operational Excellence in einem Pharmazeutischen Unternehmen erworben hat, klingt wie die ideale Ergänzung. „Tatsächlich sehe ich mich auf der Position des Managers Industry Aerospace als Experten, wenn es darum geht, Potenziale von Querschnittsaufgaben zu erkennen und zu nutzen“, so Stephan Großfuss.

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Ingenics berät Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese drei Kernleistungen erbringt Ingenics in den drei Bereichen Fabrik, Logistik und Organisation und steht deshalb für Effizienzsteigerung [hoch 3]. Eine dezidierte Industrie 4.0 Expertise, ein erwartungsgerechtes Interim-Management sowie bedarfsorientierte Ingenieurs- und Servicedienstleistungen runden das Leistungsportfolio ab.
Zu den Ingenics Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist Ingenics für Großunternehmen wie für den Mittelstand auch ein gefragter Partner für weltweite Suche, Wahl, Planung und Realisierung neuer Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa.
Derzeit beschäftigt Ingenics 495 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.450 Projekte erfolgreich abgeschlossen.

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Feb 1 2017

Benchmark internationaler Produktionsstandorte

Die Neuauflage der Ingenics Studie zur optimalen Standortwahl steht zum Download bereit

Benchmark internationaler Produktionsstandorte

Die Studie wurde unter der Verantwortung von Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer erstellt. (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm) – Mehr denn je ist die Entwicklung von Auslandsstandorten fester Bestandteil der Wachstumsstrategien vieler großer und auch immer mehr mittelständischer Unternehmen. Dabei spielen sowohl die Nutzung attraktiver Produktionsfaktoren als auch die Erschließung neuer Märkte in räumlicher Nähe zu wichtigen Kunden wichtige Rollen. Unbestritten ist, dass Industrieunternehmen die Herausforderungen des globalen Wettbewerbs desto besser bewältigen, je gezielter sie die Chancen der Globalisierung zu nutzen verstehen. Aus diesem Grund hat Ingenics die erstmals 2015 veröffentlichte Studie „Benchmark internationaler Produktionsstandorte“ weiterentwickelt und aktualisiert.

Wer sich auf einen Produktionsstandort festlegt, ohne seine Entscheidung durch Heranziehung sämtlicher verfügbarer Informationen und Erkenntnisse abgesichert zu haben, handelt riskant. Von vornherein den richtigen Standort zu wählen, ist deshalb durchaus eine strategisch bedeutende Aufgabe.

Mit der Neuauflage der Studie „Benchmark internationaler Produktionsstandorte“ bietet die Ingenics AG ihren Kunden bei derartigen Herausforderungen mit Daten, Fakten, Bewertungen und Schlussfolgerungen eine fundierte Entscheidungsgrundlage. Sie wurde unter der Verantwortung von Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer erstellt. „Ingenics stellt mit dieser neuen Studie vor allem den deutschen Industrieunternehmen wichtige Entscheidungshilfen zur Verfügung“, erklärt Prof. Oliver Herkommer.

Die aktualisierte Studie „Benchmark internationaler Produktionsstandorte“ steht ab sofort auf der Ingenics Webseite zum kostenfreien Download zur Verfügung unter: https://www.ingenics.de/download-studie-benchmark-2017

Deutschland ist der neue Benchmark, USA auf Platz zwei

Um Potenziale und Risiken einschätzen und fundierte Hilfe für Verlagerungsentscheidungen geben zu können, hat Ingenics mithilfe eines eigens entwickelten Modells die Wettbewerbsfähigkeit attraktiver Produktionsländer analysiert und aktuelle Entwicklungen recherchiert. Darüber hinaus wurden Studien aus vielen Ländern und Unternehmen sowie die makroökonomischen Kennzahlen analysiert, um auch die Frage, welche Länder in Zukunft als Produktionsstandorte an Bedeutung gewinnen werden, fundiert beantworten zu können.

Die USA und Deutschland stellen noch immer den Benchmark für Entscheidungen über Produktionsstandorte bezüglich der industriellen Wettbewerbsfähigkeit dar. Und noch wiegen die hohe Zulieferer- und Infrastrukturqualität sowie der zuverlässige und stabile politische und rechtliche Ordnungsrahmen schwer genug, um sich gegen „Newcomer“ zu behaupten. Dennoch holen einige aufstrebende Staaten auf: attraktive Mitspieler, die viele Voraussetzungen mitbringen, um den Etablierten in Zukunft die Benchmark-Position streitig machen zu können.

Neun der untersuchten dreizehn Länder konnten ihren „Score“ aus der früheren Studie verbessern, fünf davon – darunter Deutschland – sogar erheblich. Vier Länder blieben deutlich hinter ihrem früheren Ergebnis zurück. In der Rangfolge gibt es aber lediglich zwei Platzwechsel: Zum einen hat sich Deutschland an den USA vorbeigeschoben und ist nun in der Gesamtbetrachtung Benchmark für die Wettbewerbsländer. Zum anderen konnte Mexiko in die „Top Ten“ aufsteigen und Indonesien auf Rang elf verweisen. Mexiko hat zuletzt an Attraktivität und Qualität gewonnen – seiner geografischen Lage verdankt es die Rolle als prädestinierter Standort zur Erschließung der nord- und südamerikanischen Märkte. Ob das Land diese Position unter veränderten Bedingungen auf dem US-Markt halten können wird, lässt sich noch nicht beurteilen.

Konkrete Empfehlungen sind direkt ableitbar

Obligatorisch wird die Methodik zur Bewertung der Qualität der ausgewählten Standorte in den Potenzialländern sowie der detaillierten Gegenüberstellung der ermittelten Studienergebnisse beschrieben. Zusätzliche Bedeutung gewinnt die Studie durch die Verknüpfung mit dem Produkt „Ingenics Strategische Bedarfsanalyse“, mit dessen Hilfe Berater und Kunden auf der Basis standardisierter Tools gemeinsam die geeigneten Maßnahmen für die Absicherung der Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens ermitteln. Vor allem aber gibt die Studie Aufschluss darüber, welche Länder in der nahen und mittleren Zukunft eine herausragende Bedeutung als Produktionsstandorte haben werden.

Um die Entwicklung, den aktuellen Stand und die Prognosen vergleichbar zu halten, wurden dieselben Produktionsstandorte wie zuletzt analysiert und dieselbe Berechnungsmethodik angewendet. Das Ranking zeigt im Vergleich zum Benchmark, wie einzelne Länder z. B. bezüglich der Kategorien Kosten oder Personalverfügbarkeit aufgestellt sind. Bedeutende Entwicklungen innerhalb der vergangenen beiden Jahre werden aufgezeigt und Trends abgeleitet. Die Fragestellung wird stets von speziellen Branchenanforderungen, individuellen Unternehmenszielen und Visionen bestimmt. Bei Betrachtung aller unternehmensspezifischen Gegebenheiten und vor dem Hintergrund konkreter Verlagerungsmotive können dann konkrete Empfehlungen erfolgen.

Die Benchmark-Standorte müssen sich auf stärker werdende Wettbewerber einstellen. „Es ist keine Frage, dass sich etablierte Akteure wie Deutschland und die USA in zunehmendem Maße mit Wettbewerbern auseinandersetzen müssen, die ihnen in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit und Standortqualität den Rang abzulaufen versuchen“, erklärt Prof. Oliver Herkommer. „Es wird aber auch deutlich, dass gerade Deutschland, etwa im Bereich komplexer Produktionsstrukturen, und die USA, vor allem bei energieintensiven Herstellungsprozessen, sehr gute Karten haben.“

Die Bedeutung der Identifikation signifikanter Faktoren für die Bewertung der Standortqualität eines Landes kann kaum hoch genug eingeschätzt werden. „Für die Schaffung einer strategisch optimalen Ausgangsposition im Wettbewerb sind proaktive Analysen unverzichtbar“, so Prof. Herkommer. „Mit dieser Studie stellen wir einen Guide zur Verfügung, der Fehlentscheidungen bereits in einer frühen Phase unwahrscheinlich macht.“ Die Struktur der Studie mache es auch möglich, aus dem Verlagerungsmotiv entsprechende Rückschlüsse zu ziehen. So könnten Unternehmen auf der Basis von reellen Daten und Fakten optimale Lösungen erarbeiten. „Wenn das in Zusammenarbeit mit Ingenics geschieht, profitiert der Kunde darüber hinaus von unserer langjährigen intensiven Beschäftigung mit dem Thema Standortwahl.“

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Zu den Ingenics Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist Ingenics für Großunternehmen wie für den Mittelstand auch ein gefragter Partner für weltweite Suche, Wahl, Planung und Realisierung neuer Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa.
Derzeit beschäftigt Ingenics 495 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.450 Projekte erfolgreich abgeschlossen.

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Dez 15 2016

Digitale Geschäftsmodelle – Einblicke in die Praxis

Ingenics DigitalSolutions unterstützt Mitglieder des Clusters Nutzfahrzeuge Schwaben bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle

Digitale Geschäftsmodelle - Einblicke in die Praxis

Ingenics CEO Prof. O. Herkommer (li.) und M.Rausch, Director Center of Competence IT und Prozesse (Bildquelle: Ingenics)

(Ulm) – Einen halben Tag lang war der Verein Cluster Nutzfahrzeuge Schwaben (CNS) bei der Ingenics AG zu Gast. Der CNS-Arbeitskreis Digitale Transformation tagte in den Räumen des Beratungsunternehmens zum Thema „Neue Geschäftsmodelle“. Matthias Rausch, Ingenics Director Center of Competence IT und Prozesse, gab in dem ambitionierten Programm Einblicke in die Praxis der Modellierung von Geschäftsmodellen.

Natürlich beschäftigen sich auch die Hersteller und Anwender von Nutzfahrzeugen längst mit den Themen Industrie 4.0 und Digitale Fabrik. Allerdings fokussieren sie in der Regel auf Abläufe in Logistik und Produktion und lassen damit weitere große Potenziale der Digitalen Transformation oft unbeachtet.

Nun sind die Ziele des Clusters Nutzfahrzeuge Schwaben – Schaffung dauerhafter Wettbewerbsvorteile, Sicherung von Arbeitsplätzen und Förderung des Unternehmenswachstums, selbstbewusste Vermarktung des wichtigsten deutschen Nutzfahrzeugstandorts, weitere Verbesserung von Image und Bekanntheitsgrad – reichlich ambitioniert. Um bewährte Strategien – Vernetzung der Unternehmen untereinander, Vernetzung der Unternehmen mit Wissenschaft und Forschung, Etablierung einer offenen und eigenmotivierten Innovationskultur, konsequente und systematische Projektbearbeitung mit Fortschrittskontrolle – zu aktualisieren und zu ergänzen, hat der inzwischen 45 Mitglieder starke Verein im Juni 2016 den Arbeitskreis Digitale Transformation gegründet. Die Mitglieder dieser Gruppe werden dabei unterstützt, innovative Wege zur durchgehenden Digitalisierung der Fabriken über die Industrie-4.0-Ansätze hinaus zu erkennen und erhalten praktische Unterstützung bei ihrer „digitalen Reise“.

Als dem ersten regulären Treffen nach der konstituierenden Sitzung kam dem Treffen bei Ingenics erhebliche Bedeutung zu. Entsprechend hochkarätig waren Programm und Teilnehmer.

Die Begrüßung übernahmen der CNS Vorstandsvorsitzende Jürgen Fischer und der Arbeitskreisleiter Manfred Plechaty, Professor für Informationsmanagement mit Schwerpunkt Automotive Product-Lifecycle- und Qualitätsmanagement sowie Praxisbeauftragter Information Management Automotive und Direktor am „Institut Digitale Transformation“ der Hochschule Neu-Ulm. Der Ingenics Vorstandsvorsitzende Prof. Oliver Herkommer übernahm die Überleitung vom Thema Industrie 4.0 zur „Grundlage neuer Geschäftsmodelle“, über die Prof. Dr. Klaus Lang, Direktor am „Institut Digitale Transformation“, Studiendekan der Fakultät Informationsmanagement und Internationalisierungsbeauftragter der Fakultät Informationsmanagement der Hochschule Neu-Ulm, sprach. Darauf aufbauend erfolgte ein Methodenvergleich verschiedener Business Canvas Ansätze durch Matthias Rausch. Ergänzend wurde der „Einsatz des Business Canvas von Prof. Schallmo bei der Geschäftsmodellentwicklung der Ingenics AG“ vorgestellt. Georg Kästle, CIO bei der Ulmer Wieland Werke AG, vervollständigte den Praxisfokus der Veranstaltung und berichtete über die Digitale Transformation bei den Wieland-Werken.

Das ambitionierte Programm wurde durch Diskussionsrunden sowie Angebote zum direkten Austausch bzw. Vernetzung der Teilnehmer verstärkt.

Mit der Veranstaltung wurde die Ingenics DigitalSolutions ihrer Zielsetzung gerecht, die aus gemeinsamen Projekten mit verschiedenen Forschungseinrichtungen und Kunden gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis zu transferieren und Unternehmen bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle umfassend zu unterstützen. Dass es sich dabei nicht um umfangreiche Investitionsprojekte handelt, machte Matthias Rausch zusammenfassend deutlich: „Um die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle anzustoßen, braucht man zunächst nicht viel mehr als eine freie Wand, Post-its, eine effiziente Visualisierungsmethode sowie Kreativität im Umgang mit innovativen Technologien und Daten.“

Am Ende dieses an Arbeit wie an Erkenntnissen reichen Tages waren sich die Teilnehmer einig, dass die Ingenics AG ihre Gastgeberrolle optimal ausfüllen konnte. „Es ist auf beeindruckende Weise gelungen, die sowieso schon anspruchsvolle Agenda durch kompetente und wichtige Informationen zur Praxis zu ergänzen“, erklärte der CNS Vorstandsvorsitzende Jürgen Fischer. „Wir sind froh, hier vor Ort einen kompetenten Partner in allen Fragen der Digitalisierung zu haben.“

Über Ingenics
Ingenics berät Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese drei Kernleistungen erbringt Ingenics in den drei Bereichen Fabrik, Logistik und Organisation und steht deshalb für Effizienzsteigerung [hoch 3]. Eine dezidierte Industrie 4.0 Expertise, ein erwartungsgerechtes Interim-Management sowie bedarfsorientierte Ingenieurs- und Servicedienstleistungen runden das Leistungsportfolio ab.
Zu den Ingenics Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist Ingenics für Großunternehmen wie für den Mittelstand auch ein gefragter Partner für weltweite Suche, Wahl, Planung und Realisierung neuer Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa.
Derzeit beschäftigt Ingenics 455 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.300 Projekte erfolgreich abgeschlossen.

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Dez 13 2016

Elektromobilität auf der Einbahnstraße Richtung vorwärts

Statement des Vorstands zum Jahreswechsel 2016/17

Elektromobilität auf der Einbahnstraße Richtung vorwärts

Prof. Oliver Herkommer, CEO Ingenics AG (Bildquelle: Ingenics)

(Ulm) – Mit dem traditionellen Statement zum Jahreswechsel positioniert sich der Vorstand der Ingenics AG jeweils zu einem Thema, das aus seiner Sicht im kommenden Jahr von zentraler Bedeutung sein wird:

Das Elektroautomobil hat Fahrt aufgenommen – und ist im zu Ende gehenden Jahr 2016 rasanter vorangekommen, als viele erhofft bzw. befürchtet hatten. Je nach Standpunkt.

Der sich vollziehende Umbruch erreicht allerdings nicht alle Bereiche der individuellen Mobilität gleichzeitig. Heute spricht alles dafür, dass – Stichwort: Smart City – die Neuausrichtung überall dort, wo es nicht darum geht, lange Strecken mit dauerbetriebstauglichen Fahrzeugen zu bedienen, sehr schnell gelingen wird. Bei den öffentlichen Dienstleistungen in den großen Städten lässt sich auch kein Gegenargument mehr finden: Vom ÖPNV über die Warenfeinverteilung bis zur Entsorgungswirtschaft gibt es in Zeiten von Umweltzonen, Feinstaubalarmen und temporären Fahrverboten handfeste Gründe für den Einsatz elektrisch betriebener Omnibusse, Lieferwagen und Müllfahrzeuge. Hier wird sich sehr schnell sehr viel tun.

Etwas langsamer geht es im Fernverkehr. Erstaunlicherweise diskutieren einige Fahrzeughersteller tatsächlich noch darüber, ob es ratsam sei, in Deutschland Batteriezellenproduktionen aufzubauen. Aktuelle Meldungen deuten immerhin darauf hin, dass jetzt auch die Belegschaften Druck machen, um die durch die Umstellung von Verbrennungs- auf Elektromotoren wegfallenden Stellen durch neue Arbeitsplätze in der Batterieproduktion zu kompensieren.

Sich allein auf die Veränderung bei den Fahrzeugantrieben zu fokussieren, wäre freilich zu kurz gesprungen. Wie wir wissen, wird der Individualverkehr zwei grundsätzliche Mobilitätstrends mit unterschiedlichen Fahrzeugfamilien entwickeln bzw. noch stärker ausprägen: Die eine Familie umfasst Autos für die Shared Economy („Teilen ist das neue Haben“, „Nutzen statt besitzen“ etc.) und zeichnet sich durch hohen Nutzwert, günstige Kaufpreise und reduzierte Individualität aus. Die zweite Familie definiert sich über höchste Individualität und maximalen Luxus, wird dabei aber so wenig wie möglich provozieren wollen.

Beide Fahrzeugfamilien werden schnellstmöglich nur noch elektrisch angetrieben, voll „connected“ sein und autonom fahren können. Wenn die heute führenden OEMs dann immer noch ganz vorne stehen wollen, müssen sie sich schnellstens in diese Struktur einsortieren – ohne die heutigen Differenzierungsmerkmale ihrer Marken aufzugeben.

Über die weitere Optimierung der Emissionen von Verbrennungsmotoren müssen wir uns voraussichtlich keine großen Gedanken mehr machen. Der Abgasskandal der Industrie hat nicht nur das Image der Verbrennungsmotoren, vor allem der Dieselmotoren, nachhaltig beschädigt, sondern uns auch mit brutaler Deutlichkeit darauf hingewiesen, dass die NOX-Werte bei Dieselfahrzeugen ohne einen immens hohen technischen Aufwand mit den entsprechenden Kosten nicht auf eine akzeptable Größe zu reduzieren sein werden.

Täglich werden wir mit dem Argument der immer noch nicht zufriedenstellenden Energiespeicherung konfrontiert. Doch seit dem Beginn der ernst zu nehmenden modernen Forschung zur Entwicklung neuer Akkumulatoren in den 1990er Jahren konnte deren technische Leistungsfähigkeit erheblich verbessert werden und die Kosten für die Batterieproduktion sinken laufend. Derzeit werden (vergleichbar mit der industriellen Entwicklung von Photovoltaikmodulen) vor allem in Asien enorme Kapazitäten für die Fertigung von Batteriezellen aufgebaut, ein beschleunigter Preisverfall ist zu erwarten. Parallel dazu hat TESLA die Erwartungshaltung der Konsumenten sowohl in Bezug auf die elektrischen Antriebe als auch auf teilautonomes Fahren fast schon dramatisch verschoben. Die Kalifornier schicken sich an, die klassischen OEMs vor sich herzutreiben. Auf die Messen 2017 von der CES in Las Vegas bis zur IAA in Frankfurt/Main dürfen wir gespannt sein!

Die politische Diskussion zur Luftqualität der Innenstädte ist so weit fortgeschritten, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die freundliche Bitte auf freiwilligen Verzicht durch rigide Einfahrverbote für Verbrennungsmotoren ersetzt werden, um die gesetzlich definierten Grenzwerte für Feinstaub einhalten zu können. Spätestens dann stellt sich – neben der Einschränkung der persönlichen Mobilität – die Frage nach dem potenziellen Wiederverkaufswert eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor.

Wir sehen: Alle Überlegungen und Erwägungen laufen darauf hinaus, das „Ob“ abzuhaken. Es ist weitaus Erfolg versprechender, sich jetzt mit allen Kräften darauf zu konzentrieren, unsere Automobilindustrie wieder so unwiderstehlich zu machen, wie wir sie kennen: als zukunftsorientierten, dynamischen Industriezweig, der andere Industrien inspiriert und mitzieht, der mutig die Rolle des „Pacemakers“ sucht, anstatt sich mit der zweitbesten Rolle eines „First Followers“ zufriedenzugeben.

Wer den Takt angeben will, darf sich also nicht in Kerntechnologien von anderen abhängig machen. Das muss nicht nur die Maxime der Industrie sein, sondern auch das Credo der Wirtschafts-, Forschungs- und Industriepolitik! Da die Leistungsfähigkeit künftiger Fahrzeuge unmittelbar mit der Leistungsfähigkeit der Batterien zusammenhängt, müssen deutsche Unternehmen mit aller Kraft der asiatischen Batteriezellenherstellung eigene Lösungen entgegensetzen. Der Aufbau dieses Know-hows muss – als Chefsache! – politisch und wirtschaftlich gefördert werden. Gleichzeitig müssen die OEMs ihre Kräfte durch Gemeinschaftsunternehmen bündeln, Batteriezellen gemeinsam entwickeln und in jedem Werk lokale Modulfertigungen aufbauen. Und parallel müssen die OEMs und der Staat beim massiven Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur kooperieren.

Vorausgesetzt, Politik und Unternehmen agieren jetzt schnell und richtig, kann der Wandel auch für viele Zulieferunternehmen eine bedeutende Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle bedeuten. Dann könnten sich mehr Arbeitsplätze in der Mobilitätswirtschaft – wenn auch nicht allein in der Produktion – erhalten lassen, als heute viele für möglich halten.

Wir arbeiten daran.

Prof. Oliver Herkommer, CEO Ingenics AG

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Dez 6 2016

Wer vorne ist, gibt den Takt an

Ingenics baut Beratungskompetenz zum Thema Karosseriebau konsequent aus

Wer vorne ist, gibt den Takt an

Martin Cüppers, Director Center of Competence bei der Ingenics AG (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm) – Die Ingenics AG baut ihre Beratungskompetenz im Karosseriebau konsequent aus. Um in diesem zentralen Bereich der Automobilproduktion weiteres Know-how zu entwickeln, hat Martin Cüppers die Position des Director Center of Competence Karosseriebau übernommen.

Nach zwölf Jahren in der Produktionsplanung Karosseriebau bei einem Premiumhersteller hat der 44-jährige Diplom-Maschinenbauingenieur Martin Cüppers eine neue Herausforderung gefunden, die genau seinen Vorstellungen entspricht. Er bringt Erfahrung aus zahlreichen Karosseriebau-Planungs- und Realisierungsprojekten in Deutschland, Südafrika, Japan, Mexiko und den USA mit und verfügt über alle Voraussetzungen, um die Entwicklung von Strategien zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen im Automobilbau für Ingenics voranzutreiben und das fachliche und methodische Know-how auf diesem Gebiet zu optimieren. Dass es in vielerlei Hinsicht ein Neuanfang ist, macht er deutlich: „Bei Ingenics sehe ich die Chance, mich wieder mehr auf den Beratungsaspekt zu verlegen und mich in einem außerordentlich dynamischen Umfeld nicht nur fachlich und methodisch, sondern auch persönlich weiterzuentwickeln und in großer Verantwortung reizvolle neue Aufgaben zu übernehmen.“

Als Verantwortlicher für den Kompetenzbereich Karosseriebau bei Ingenics ist Martin Cüppers Ansprechpartner für alle Anfragen und Projekte sowie die strategische Weiterentwicklung dieser Abteilung. Als wichtigste Herausforderungen, die ein Automobilhersteller im Zusammenhang mit dem Karosseriebau als zentralem Gewerk einer Automobilfabrik zu bewältigen hat, nennt er neben der Auswahl des am besten geeigneten Produktionsstandorts
– die Entwicklung technischer Lösungen zur weiteren Modularisierung und Flexibilisierung der Produktionsanlagen
– die weitere Entwicklung von Kompetenzen in der Prozess- und Fügetechnik bedingt durch gewichtsoptimierte Multi-Material-Kombinationen
– die Beratung von neuen Herstellern auf dem globalen Markt (v. a. durch den zunehmend auch politisch geförderten Wandel hin zum Elektroantrieb)
– die zielgerichtete Entwicklung von Innovationsbausteinen im Hinblick auf die Digitale Revolution der Industrie 4.0 und – neben den Engineering-Beratungen und Dienstleistungen rund um eine kosten- und flächeneffiziente Prozessplanung für Karosseriebauanlagen –
– die laufende Integration aller innovativen technischen Entwicklungen im Karosseriebau in die Ingenics Beratungskompetenz im Bereich Fabrikentwicklungsplanung, Machbarkeitsstudien und Prozessabsicherung.

Als Taktgeber soll Ingenics Kompetenzen zum Thema Industrie 4.0 zügig in konkrete Beratungsleistungen umsetzen

Um seine Vorstellungen in Beratungsprodukte und Projekte umsetzen zu können, setzt Martin Cüppers entschieden auf die enge Vernetzung aller Ingenics Fachbereiche. „Es geht hier ja nicht um isolierte Karosseriekompetenz, das würde weder die Situation in der Fabrik noch bei Ingenics abbilden. Im Zusammenspiel der Kompetenzen lässt sich der maximale Nutzen für unsere Kunden generieren.“ Vernetzung bedeute natürlich, dass man gegenseitig voneinander profitieren und gemeinsam Antworten auf die Herausforderungen von Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Industrie 4.0 oder Mensch-Roboter-Kollaboration finden werde. „Hier ist unser Anspruch – gerade auch in Bezug auf die Bedürfnisse neuer Unternehmen im Bereich Elektromobilität -, Taktgeber statt nur ´Fast Follower´ zu sein.“

Er sei bei Ingenics auf viele rohbaukompetente Mitarbeiter gestoßen, die bereits zahlreiche Projekte erfolgreich realisiert haben. Besonders eng will Martin Cüppers mit dem ebenfalls in diesem Jahr neu geschaffenen Bereich DigitalSolutions und dessen Director Center of Competence Matthias Rausch zusammenarbeiten. „Wir müssen uns gegenseitig ergänzen und gemeinsam Produkte entwickeln, mit denen wir unsere Kunden konkret unterstützen können.“ Dass Ingenics das eigene Portfolio laufend überprüfe und optimiere, sei schließlich ein zentraler Aspekt der Unternehmenskultur.

Um Kunden und Interessenten darüber zu informieren, dass Ingenics die Beratungsangebote im Bereich Karosseriebau erheblich ausweiten wird, will Martin Cüppers so schnell wie möglich Kontakt zu den Entscheidungsträgern aufnehmen: „Wir müssen die aktuellen Entwicklungsziele und den Mehrwert, den wir bieten können, aktiv kommunizieren.“ Intern will er dazu beitragen, so effizient wie möglich Kompetenzen zu bündeln und fachbereichsübergreifend das Know-how zum Thema Industrie 4.0 in konkrete Beratungsleistungen umzusetzen.

„Aus den Feedbacks unserer Kunden einerseits und als Konsequenz aus der Zusammenarbeit mit den Fraunhofer Instituten IAO und IPA in gemeinsamen Projekten andererseits leiten wir unseren weiteren Entwicklungsbedarf ab“, erklärt Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer. „Dabei ist es selbstverständlich, dass wir zur Ergänzung der aus den eigenen Reihen entwickelten Kompetenzen laufend weitere kompetente Leuten wie Martin Cüppers und Matthias Rausch integrieren.“ Von der neuen Ausrichtung des Fachbereichs Karosserie erwartet Prof. Herkommer die präzise Identifikation aktueller und zukünftiger Problemstellungen, die kontinuierliche Weiterentwicklung der Engineering- und Consultingprodukte und damit einen entscheidenden Beitrag für das weitere weltweite Wachstum der Ingenics Gruppe.

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Nov 15 2016

Duale Akademie Bratislava eröffnet

Ingenics InterimManagement-Projekt in der Slowakei

Duale Akademie Bratislava eröffnet

Jörg Halbauer, Project Manager Ingenics, 6. v. l. bei der Eröffnung der Dualen Akademie Bratislava (Bildquelle: Ingenics)

(Ulm/Bratislava) – Die neu gegründete Duale Akademie Bratislava ging mit Beginn des slowakischen Schuljahres im September termingerecht an den Start. Ingenics brachte das im Auftrag von Volkswagen, Siemens, Matador und der slowakischen Hauptstadtregion realisierte Projekt auf den Weg. Die Ingenics Tools und Methoden für Standortentwicklung, Mitarbeiterqualifizierung, Logistik, Fabrik- und Produktionsplanung bewährten sich auch hier.

Eine Tradition, die allgemeinbildendes und beruflich ausgerichtetes Wissen und Können in einem Ausbildungsgang vermittelt, gibt es bisher nur in einigen wenigen Ländern. Dabei gilt die Idee der dualen Ausbildung als einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg der deutschen Industrie.

Da auch in der Slowakei die Automobilproduktion das Rückgrat des industriellen Sektors ist, werden neben Ingenieuren ständig gut ausgebildete Techniker, Mechatroniker und Mechaniker gesucht. Allerdings machen inzwischen rund 90 Prozent der Jugendlichen Abitur und wollen studieren. Deshalb wird das erklärte Ziel der Politik, der Automobilindustrie genügend qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stellen zu können, mehr und mehr zur Herausforderung.

Um einen Ausweg aus diesem Dilemma zu finden, hat Volkswagen Slovakia a.s., eine 100prozentige Tochter der Volkswagen AG, die Idee einer dualen Ausbildung nach deutschem Vorbild entwickelt. Die neue „Duálna Akademia“ wurde in der Hauptstadt Bratislava angesiedelt, wo VW eines seiner effizientesten Werke betreibt.

Um das Projekt auf eine breite Basis zu stellen, kooperiert VW mit Siemens Slovakia, dem Automobilzulieferer Matador sowie dem Selbstverwaltungskreis der Hauptstadt (Bratislavsky kraj). Der Bratislavsky kraj stellte eine vorhandene Schule zur Verfügung, die das „Konsortium“ um VW für ein langfristiges Engagement anmieten und mit Werkstätten ausrüsten konnte.

Das Know-how aus der Planung bewährt sich auch bei der Entwicklung einer Bildungsstätte

Nachdem die Initiatoren der Dualen Akademie Bratislava bis Herbst 2015 ihre konzeptionellen Vorstellungen formuliert hatten, entschieden sie sich, Ingenics mit den nächsten Schritten zu beauftragen, die erforderlich waren, um die Duálna Akademia bis zum September 2016 realisieren zu können. „Wenn man den Zeitplan noch einhalten wollte, musste die Einigung mit den Partnern und dem Bezirk Bratislava in kürzester Zeit erfolgen“, erklärt Jörg Halbauer, der im September 2015 als Interim-Manager die Aufgabe des Projektleiters übernahm. „Das Vertrauen in Ingenics gründete vor allem auf Erfahrungen aus Managementprojekten in den Bereichen Standort- und Fabrikplanung, Produktionsoptimierung und Logistik.“

So übernahm Jörg Halbauer zunächst für die Übergangszeit bis Februar 2016 die Aufgabe, den Betrieb der Dualen Akademie Bratislava vorzubereiten. Nachdem der Vorstand von VW Slovakia um weitere Unterstützung gebeten hatte, verlängerte er bis Mai 2016. „In dieser Zeit habe ich das Projekt aufgesetzt, strukturiert und das Reporting aufgebaut. Ich habe aufgezeigt, welches die wichtigsten Handlungsfelder sind und wo die Risiken liegen, habe erstmals alle Partner zusammengebracht und dafür gesorgt, dass die Verträge mit dem Bratislavsky kraj fristgerecht unterzeichnet wurden“, fasst Jörg Halbauer seine wichtigsten Aufgaben zusammen.

Gleichzeitig stellte er den Kern des neuen Projektteams zusammen. „Genauso wichtig wie der Aufbau der offiziellen Kontakte war es, die Mitarbeiter zu motivieren und dafür zu sorgen, dass sie dran glaubten, dass diese Riesenaufgabe in der kurzen Zeit zu schaffen ist. Das Team ist in wenigen Monaten so zusammengewachsen, dass jeder den gemeinsamen Willen, die modernste Ausbildungsstätte der Slowakei termingerecht zu eröffnen, spüren konnte. Auch die Einstellung der Lehrer und Ausbilder sowie die Prüfung und Auswahl der Bewerber benötigten einen größeren zeitlichen Vorlauf.“

Internationales Zertifikat und Arbeitsplatzgarantie bei VW Slovakia

Die Betreiber werden neun Millionen Euro investieren und 30 neue Anlagen kaufen. Aus der bestehenden Staatlichen Automobil-Fachmittelschule konnten einige Lehrkräfte übernommen werden, aktuell stehen 15 Lehrer und 19 handwerkliche Ausbilder unter Vertrag.

Nachdem die Duale Akademie zunächst mit 60 Schülern in einer Klasse starten sollte, zeichnete sich in der Bewerbungsphase eine riesige Nachfrage ab. Es gelang, im September 2016 mit 100 Schülern in vier Klassen – Mechatroniker, Automatisierungstechniker, Industrie- und Werkzeugmechaniker – zu starten. Nun soll sogar noch eine fünfte Klasse für Kfz-Mechatroniker dazu kommen. In vierjährigen Programmen erlangen die Auszubildenden die Zertifizierung durch die Slowakisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer und eine der fachlich besten Ausbildungen in der Automobilindustrie. Sie kommen mit modernsten Technologien und Prozessen, z. B. der Produktion von Hybrid-, Gas und Elektrofahrzeugen in Kontakt und lernen alles, was in einer modernen Kfz-Fabrik benötigt wird. Die praktische Ausbildung erfolgt teilweise in den Werkstätten des Produktionsbetriebs VW Slovakia in Bratislava, auch Praktika in ausländischen Betrieben des Volkswagen-Konzerns sind möglich.

Das Zusammenspiel von Praxis und Theorie ist sorgfältig kalkuliert und liegt aktuell bei 70:30 zugunsten der Praxis. Nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildung mit Facharbeiterzeugnis, Abiturzeugnis und international gültigem zweisprachigen deutschen Zertifikat für die fachliche Befähigung wird den Absolventen ein Arbeitsplatz garantiert. Ausbildungssprachen sind Slowakisch, Englisch und Deutsch, das bei Volkswagen Konzernsprache ist.

Bewährte Methoden bringen Erfolg auf ganzer Linie

Auch für Ingenics ist der Entwicklung einer Dualen Akademie kein alltägliches Projekt, obgleich die Qualifizierung von Kundenmitarbeitern seit Jahren in Form von exakt auf die Bedarfe zugeschnittenen „Ingenics Academies“ erfolgt. „Als uns die Anfrage erreichte, konnten wir natürlich noch nicht im Detail wissen, was auf uns zukommen würde“, sagt Andreas Hoberg, CSO der Ingenics AG und verantwortlich für alle Aktivitäten in Tschechien und der Slowakei. „Es war uns aber klar, dass wir mit unserer Erfahrung in der internationalen Standortentwicklung sowie unseren bewährten Werkzeugen, Methoden und Trainings der richtige Partner sein mussten. Letztlich wurde bestätigt, dass Ingenics über alle benötigten Kompetenzen und auch über die Mitarbeiter verfügt, um auch ein solches Projekt in kürzester Zeit auf Kurs zu bringen.“

Nachdem Ingenics die Verantwortung Ende Mai 2016 an die neue Akademieleitung übergeben hatte, zeigte sich, wie sorgfältig die Meilensteine abgearbeitet worden waren. „Alle Beteiligten trugen zu einer beeindruckenden Teamleistung bei, sodass das Projekt ein Erfolg auf ganzer Linie wurde“, sagt Jörg Halbauer. So sieht es auch die aus Mähren stammende Akademiedirektorin Jana iroká, auf die sich Volkswagen frühzeitig festgelegt hatte, die aber noch bis Februar in einem russischen VW-Werk beschäftigt gewesen war. „Dass wir heute diesen Erfolg feiern können, ist auch wesentlich dem Engagement von Ingenics zu verdanken“, so Janá iroká. Es sei mit ein Verdienst von Ingenics, dass junge Slowakinnen und Slowaken erstmals die Möglichkeit haben, nach der Mittelstufe gleichzeitig eine Ausbildung zu absolvieren, das Abitur abzulegen und einen durch die Deutsche Industrie- und Handelskammer anerkannten Abschluss zu erwerben.

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Nov 8 2016

Von der strategischen Bedarfsanalyse zur neuen Fabrik mit Raum für weiteres Wachstum

Professionelle Fabrikplanung und Baubegleitung bei WERMA Signaltechnik erfolgreich abgeschlossen

Von der strategischen Bedarfsanalyse zur neuen Fabrik mit Raum für weiteres Wachstum

Neue WERMA-Produktionshalle in Rietheim-Weilheim (Bildquelle: Werma)

(Ulm/Rietheim-Weilheim) – Die WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG in Rietheim-Weilheim bei Tuttlingen hat ihre neue Produktionshalle in Betrieb genommen. Die Ingenics AG hatte die Idee der integrierten Fabrik von der ersten Prozessanalyse bis zum Bezug begleitet und unterstützt. Die Investition von rund 8,5 Mio. Euro soll eine weitere dynamische Umsatzentwicklung ermöglichen und am Heimatstandort weitere Arbeitsplätze schaffen.

WERMA Signaltechnik ist einer der weltweit führenden Hersteller optischer und akustischer Signalgeräte, die Arbeitsumgebungen an Maschinen und Anlagen, in Fabrikhallen und an Gebäuden sicherer und effizienter machen. Am Hauptstandort in Baden-Württemberg arbeiten 270 der weltweit 310 Mitarbeiter. Charakteristisch für das Unternehmen ist die „integrierte Fabrik“. Hierzu gehören die Vorfertigung, die Kunststofffertigung, die Elektronikbestückung und die Montage. Bei schnell wachsenden Stückzahlen und einer sehr großen Variantenvielfalt von über 3.500 Produkten werden höchste Ansprüche an Montage und Logistik gestellt.

15 Jahre nachdem Ingenics für WERMA Signaltechnik mit einem innovativen Kommissionierkonzept das Fertigwarenlager optimiert hatte, startete die neuerliche Zusammenarbeit. Das technische Beratungsunternehmen konnte sich auch diesmal im „Casting“ der drei eingeladenen Dienstleister durchsetzen. Jetzt, knapp vier Jahre später, wurde die neue Produktionshalle in Betrieb genommen.

„Wir hatten im Jahr 2011 entschieden, eine Fabrikerweiterung vorzubereiten, weil infolge unseres dynamischen Wachstums alles zu eng wurde“, erklärt Erich Martin, Fertigungsleiter, Projektleiter Neubau und Prokurist bei WERMA Signaltechnik GmbH + Co.KG. „Wir wollten sinnvoll und gründlich planen, genau ermitteln, wie groß wir bauen und welche Prozesse wir wie optimieren müssen. Ab 2012 haben wir gemeinsam mit Ingenics die komplette Produktion analysiert, Potenziale ermittelt und – bottom-up – ein Zukunftsszenario für die Fabrik 2022 entwickelt.“

Aufgrund der guten Absatz- und Umsatzentwicklung lief frühzeitig alles auf einen Neubau hinaus

Aus dem Bereich Fabrik- und Produktionsplanung der Ingenics AG waren in der ersten Phase der Generalentwicklungsplanung bei WERMA Signaltechnik vor allem Project Director Andreas Ott und die Projektmanagerin Andrea Zolota involviert. Als klar war, dass ein Neubau in anspruchsvoller zeitgemäßer Industriearchitektur zu entwickeln war, übernahm Jörg Halbauer, der selbst ein Architekturstudium abgeschlossen hat, die Projektleitung. „Nach der detaillierten Generalplanung mit einer systematischen Produktions-, Wertstrom- und Materialflussanalyse, in deren Rahmen alle wertschöpfenden Elemente einschließlich der Durchlaufzeiten berücksichtigt und gleichzeitig die strategischen Handlungsfelder definiert wurden, haben wir ab 2013 das Idealbild entworfen und in einem Workshop die Zielvarianten definiert“, erklärt Jörg Halbauer.

Das Betriebsgelände bot Platz für eine Neubauvariante, die mit der Entwicklung nach Nordwesten bis an die angrenzende Bundesstraße 14 erschlossen werden konnte. Auch wenn tatsächlich alles auf einen Neubau hinauslief, wird bis heute auf die Erkenntnisse der Generalplanung und Wertstromanalyse zurückgegriffen. „Da wurde ja genau untersucht, welche Geschäftsfelder wie wachsen würden und in verschiedenen Szenarien wurden die wichtigen Treiber für die Zukunft ermittelt“, erklärt Jörg Halbauer. Daraus habe man, neben den benötigten Flächen, den künftigen Bedarf an Fachkräften und Maschinen ableiten können. „Wir entwickelten im ersten Schritt sechs Varianten des Hallenlayouts und fokussierten uns dann auf zwei Zielvarianten. Letztlich entschieden wir uns für die jetzt realisierte.“ Auf einen Architektenwettbewerb habe man in diesem Fall verzichten können.

Halle und Gebäudetechnik sind für jede denkbare Erweiterung vorbereitet

Alle bisherigen Bau- und Umzugsarbeiten liegen im Zeitplan, der erste Teil der 4.100 qm umfassenden neuen Produktionsfläche ist bereits bezogen. Nach dem Umzug der Kunststoff-Fertigung Anfang 2016 folgten sukzessive die Montagelinie, die Elektronikfertigung und der Werkzeugbau. Die Logistikprozesse werden noch weiter optimiert, da sich mit dem Umzug die Materialströme erheblich veränderten. Die Raumreserve ist natürlich nicht das Resultat einer verschwenderischen Kapazitätsplanung, sondern ein wichtiger Wechsel auf die Zukunft. „Wir halten in dieser neuen Halle einen Bereich als Reserve für das weitere Wachstum bis 2022 vor, auch die Gebäudetechnik ist für jede denkbare Erweiterung vorbereitet“, erklärt Ingenics Competence Center Director Sieghard Schmetzer. „Wir waren uns mit dem Eigentümer und dem Architekten einig, dass wir zugunsten der Architektur die Halle lieber aus einem Guss bauen wollten, als später einen Anbau nach dem anderen zu ergänzen.“ Diese Entscheidung ermöglichte letztlich auch die Umstellung auf ein sehr modernes Energiemanagement mit einem umfassenden Wärmerückgewinnungskonzept, das die Abwärme aller Prozesse in Neu- und Bestandsbauten optimal nutzt.

Wie beim Vorgängerprojekt vor anderthalb Jahrzehnten ist Erich Martin über den aktuellen Projektverlauf und -erfolg begeistert. „Von der Vorplanung bis heute lief mit Ingenics alles absolut perfekt. Wenn es eine Steigerung von professionell gibt, ist es genau das, die Ingenics Leute denken ans Projekt und nicht an den Folgeauftrag“, kommt der Fertigungsleiter fast ins Schwärmen. Was ihn mit am meisten begeistert, ist die Philosophie der Berater, ihre Kunden so schnell wie möglich zu eigenem Handeln zu befähigen. „Wir übernahmen Projektleitung und Projektcontrolling sobald es ging, wussten aber immer, dass wir nur fragen mussten. Man wird immer dann unterstützt, wenn man wirklich Hilfe braucht, wenn der externe Input nötig ist.“

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Zu den Ingenics Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist Ingenics für Großunternehmen wie für den Mittelstand auch ein gefragter Partner für weltweite Suche, Wahl, Planung und Realisierung neuer Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa.
Derzeit beschäftigt Ingenics 455 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.300 Projekte erfolgreich abgeschlossen.

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Okt 24 2016

„Die Fähigkeit, Komplexität effektiv zu steuern, wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil“

16. Ulmer Gespräche der Ingenics AG „Vision wird Wirklichkeit – intelligente Lösungen für die digitale Transformation von Montage, Produktion und Logistik durch Industrie 4.0“ mit Rekordbeteiligung

"Die Fähigkeit, Komplexität effektiv zu steuern, wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil"

v. l. n. r. Prof. Bauernhansl, M. Walker, U. Brucker, Prof. Herkommer, B. Aunkofer, Dr. Bönsch (Bildquelle: Bettina Theisinger, Ingenics)

(Ulm) – Die 16. Ulmer Gespräche bescherten der Ingenics AG einen neuen Besucherrekord. Hochkarätige Expertenvorträge und Diskussionen trugen zum besseren Verständnis von Digitalisierung und Industrie 4.0 bei, da am Beispiel von erfolgreichen Projekten der Nutzen deutlich gemacht wurde. Ingenics konnte sich einmal mehr als Partner für innovative Unternehmungen im Zusammenhang mit der digitalen Transformation von Montage, Produktion, Logistik und Services empfehlen.

Top aktuelle Themen aus dem Produktionsumfeld aufgreifen, hochkarätige Experten aufs Podium bringen und Expertengespräche anstoßen, von denen alle Teilnehmer profitieren – das sind die Ulmer Gespräche der Ingenics AG. Bei der 16. Auflage dieses erfolgreichen Formats durften sich die Veranstalter über einen neuen Besucherrekord freuen: Gut 200 Führungskräfte aus der Wirtschaft erlebten im Ulmer Stadthaus am Münsterplatz einen Gewinn bringenden, spannenden Nachmittag und einen angenehm entspannten Abend.

Sozusagen als Begrüßung, stellte Ingenics CEO Oliver Herkommer zunächst die wichtigsten Ergebnisse der zweiten großen Industrie 4.0-Studie vor, die Ingenics gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO durchgeführt hat. Im Vergleich zur ersten Ingenics IAO Studie von 2014 haben sich deutlich mehr Unternehmen beteiligt (844 vollständig beantwortete Fragebögen nach 518 im Jahr 2014). Das Spektrum bei Branchen und Unternehmensgrößen ist noch breiter geworden. Mehr als die Hälfte, 22 Prozent mehr als zum Zeitpunkt der ersten Studie, hat eine explizite Industrie 4.0-Strategie. Die Zahlen von realisierten Projekten verschiedenster Ausrichtung und Größenordnung gehen in die Tausende. In etwas mehr als der Hälfte aller Fälle wurden die Projekte vom Management angeregt, der Anteil der von Mitarbeitern vorgeschlagenen Projekte ist aber kaum geringer. In vielen Fällen wurden konkrete Nutzen wie eine signifikante Durchlaufzeitverkürzung oder eine deutliche Steigerung der Prozessqualität genannt. Klar erkennbar sei, dass die Transformation der Wertschöpfungssysteme in Gang gekommen sei und der Nutzen über technologische Veränderungen hinausgehe. „Ich kann nur dazu raten, Pilotprojekte zu starten, ehe die Mitbewerber einen uneinholbaren Vorsprung haben“, so Prof. Herkommer. Die vollständige Studie, die seit Kurzem auf der Unternehmenswebseite zum Download zur Verfügung steht, sei bereits mehrere hundert Male abgerufen worden.

Konkrete Umsetzungsmodelle und systematische Verbesserungen

Wie auch das Thema der Studie – „Industrie 4.0 – Wo steht die Revolution der Arbeitsgestaltung?“- zeige, gehe es Ingenics nicht darum, sich mit Themen wie Industrie 4.0, Internet der Dinge und Big Data als visionär zu profilieren, sondern darum, die Innovationskraft anhand konkreter Ergebnisse zu belegen. Weil die Kernkompetenzen von Ingenics das Planen, Optimieren und Qualifizieren seien, werde das einzigartige Zukunftsthema entlang der gesamten Supply Chain konsequent angepackt. „In Deutschland wird ja immer viel über neue Entwicklungen geredet, allerdings fehlt dann oft der Mut, sie auch umzusetzen“, so Prof. Herkommer. „Es ist höchste Zeit, zu erkennen, was in vielen Unternehmen bereits ,State of the art“ ist und sich über konkrete Umsetzungsmodelle und deren systematische Verbesserung auszutauschen.“

Die eingeladenen Experten durften als Garanten für den angemahnten Austausch auf höchstem Niveau gelten: Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart sowie des Instituts für industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart; Dr. Christof Bönsch, Geschäftsführer der Komet Group mit Sitz in Besigheim (Baden-Württemberg); Data Scientist Benjamin Aunkofer, Geschäftsführer der DatanomiQ aus Berlin. Hinzu kam als Experte der etwas anderen Art: der in Frankreich und Washington D. C. lebende schottische Bestsellerautor Martin Walker. Als Novum bei den Ulmer Gesprächen gab es eine kleine aber interessante Ausstellung wichtiger Ingenics Partner: das Laserzentrum Nord mit Beispielen aus der Praxis additiver Fertigungsverfahren (3D-Druck); Mojix als Pionier aktiver und passiver RFID-Technologien; iTiZZiMO, u. a. Anbieter von Datenbrillen für Augmented Reality Anwendungen, Dialogbild, Experten für die Visualisierung von Prozessen, Veränderungen und Visionen.

Bei Übergabe des Moderatoren-Mikrofons an Ute Brucker (ARD Weltspiegel) hatte Prof. Herkommer bereits die Linie vorgegeben und die Erwartungen weiter in die Höhe getrieben.

„Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen.“

Der Einstieg in die Expertenvorträge erfolgte auf dem höchst möglichen Niveau. Prof. Bauernhansl gehört nicht nur längst zu den Meinungsführern zum Thema Digitale Transformation sondern auch zu den Initiatoren des Strategiekreises der Plattform Industrie 4.0 der Bundesregierung. An der Schwelle zur „4. Industriellen Revolution“ führe die steigende Komplexität zu neuen Wertschöpfungssystemen in der durchgängig digitalisierten Welt des von Big Data, cloudbasierten Plattformen, Echtzeitdatenmodellen (digitaler Schatten) und CPS bestimmten Internet of Everything. Dabei werde sich die Zahl der Internetnutzer von drei Milliarden Menschen im Jahr 2014 bzw. der 17 Milliarden über das Internet vernetzten Dinge bis 2020 mindestens verdoppeln. In den entstehenden neuen Formen des Wirtschaftens, vorangetrieben beispielsweise durch den sich am Personalisierungsprozess beteiligenden Kunden („Prosumer“), zu dem sich in der „Shared Economy“ der Consumer entwickelt, komme es bei zunehmender Vernetzung und Personalisierung zum Wandel der gesamten Produktarchitektur, so Prof. Bauernhansl. „Die Fähigkeit, die Komplexität effektiv zu steuern, wird hier zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.“ Offene Architekturen in Verbindung mit cyberphysischen Systemen legten die Basis für „Big Bang Disruptions“. Es sei faszinierend, zu beobachten, dass man sich im Zuge der „4. Industriellen Revolution“ insofern wieder dem Zustand aus der Zeit vor der „1. Industriellen Revolution“ annähere, als handwerklich hergestellte Produkte mit Stückzahl 1 alternativlos waren, Planung und Ausführung aus einer Hand kamen. Mit dem nicht unwesentlichen Unterschied allerdings, dass nach der Erfahrung der „2. Industriellen Revolution“ mit der Massenproduktion auf der Basis großer Stückzahlen nach Ford und Taylor inzwischen Digitalisierung und Vernetzung kundenindividuelle Produkte zum Herstellungspreis von Massenprodukten ermöglichen.

Als ein Beispiel für den Aufbau eines Business Ecosystems nannte Prof. Bauernhansl „365FarmNet“, eine von 27 Partnern getragenen Initiative aus der Landmaschinenbranche zur Digitalisierung durch Vernetzung von Maschinen, Auswertung der Kundendaten zur Optimierung des landwirtschaftlichen Betriebs und Nutzung von Serviceapplikationen im Farmmanagement. Weitere Praxisbeispiele sind der Greifsystemehersteller Schunk (Lauffen/Neckar), wo seit Anfang 2015 durch Integration von Kunden in den Entwicklungsprozess eine erhebliche Verkürzung der Bestell- und Lieferzeiten realisiert wurde, und Trumpf (Ditzingen) mit der in Karlsruhe angesiedelten digitalen Geschäftsplattform für Fertigungsunternehmen Axoom.

Zehn Gebote der Digitalisierung

Um die Gestaltung von wandlungsfähigen Wertschöpfungssystemen zu optimieren, rät Prof. Bauernhansl zur Beachtung von zehn Richtlinien:
1. Integriere Produktions- und Logistiksystem zu einem Wertschöpfungssystem.
2. Löse Band und Takt auf.
3. Gestalte Prozesse und Strukturen mobil und skalierbar.
4. Gestalte intelligente Systeme (sich selbst steuernde Elemente des Wertschöpfungssystems mit Fähigkeit zur Selbstheilung).
5. Mache Hilfsprozesse wertschöpfend.
6. Ersetze Material- durch Informationsfluss (Reduzierung von Sicherheitsbeständen und Verschwendung).
7. Verlagere Prozesskomplexität an die Stelle, an der sie am effizientesten handhabbar ist (Integration von Lieferanten und Kunden als produktiv tätige Partner).
8. Bilde Systemelemente und Prozesse kontinuierlich im digitalen Schatten ab (Cloud).
9. Optimiere die Produktion mit Big Data Analysemethoden (Korrelation ist wichtiger als Kausalität; smarte Optimierung der Produktivität).
10. Fokussiere die Rolle des Menschen auf Gestaltung und Optimierung.

Durch den Wandel im Verhältnis von Mensch und Arbeitswelt sieht Prof. Bauernhansl höherwertige Arbeitsplätze entstehen – in begrenzter Zahl freilich. „Alle Experten erwarten eine Gesamt-Performance-Steigerung von 30 bis 50 Prozent in der Wertschöpfung“, sagte Prof. Bauernhansl und brachte mit dem chinesischen Sprichwort die Optionen auf den Punkt: „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen.“

In der digitalen Welt ändern sich Geschäftsmodelle zwangsläufig

Dr. Christof Bönsch lässt von Anfang an keinen Zweifel daran aufkommen, dass er ein entschiedener Verfechter der digitalen Transformation durch Industrie 4.0 ist. Im Bereich der zerspanenden Fertigung hat die Komet Group, Technologie- und Innovationsführer bei der Bohrungsbearbeitung, längst Produkte im Portfolio, die ohne additive Fertigung auf der Basis von präzisen Kundendaten gar nicht herstellbar wären. „Kundenorientierung durch Digitalisierung“, nennt das Dr. Bönsch, der es geschafft hat, individualisierte Standardprodukte mit Losgröße 1 zu realisieren und dabei die Kosten um 30 Prozent senken. „Bei Komet ist die Digitalisierung der Innovationsmotor; wir entwickeln uns vom Produktanbieter zum Anbieter von Prozesslösungen“, erklärt Dr. Bönsch und nennt vier Ansätze für eine erfolgreiche Digitalisierung:
1.Einsatz von Assistenzsystemen z. B. für Kollisions- und Qualitätsüberwachung
2.Digitalisierung der Produktentstehung (digitale Supply Chain)
3.Additive Fertigung
4.Neue Geschäftsfelder erschließen z. B. durch Bereitstellung von Risikokapital für die Frühphasenfinanzierung von Start-ups.

Hacker-Mentalität und künstliche Intelligenz für Data Science

Benjamin Aunkofer brachte selbst ein wenig Start-up-Flair aufs Podium. Sein Thema, die Instrumente und Möglichkeiten von Big Data Analytics und Data Science in der Industrie 4.0 sowie der Aufbau von künstlichen neuronalen Netzen, erweiterte den Blickwinkel noch einmal. Die Arbeit von Data Scientists bei DatanomiQ erfordere eine Art Hacker-Mentalität – etwa bei der Schwachstellenanalyse von Systemen und dem auf Prozesse ausgerichteten Data Mining. An dem Umstand, dass künstliche neuronale Netze und dezentrale Produktionssteuerung Fertigung und Jobprofile grundlegend verändern und Unternehmen künftig auch nach Umfang und Qualität der zur Verfügung stehenden Daten bewertet werden, lässt Benjamin Aunkofer ebenso wenig Zweifel aufkommen wie an dem Umstand, dass die Zeit der herkömmlichen ERP-Systeme bald vorbei sein dürfte. Die folgenreichste Erkenntnis ist aber wohl die, dass künstliche neuronale Netze trainierbar sind und zur Reduzierung von Durchlaufzeiten, zur Optimierung von Lagerbeständen, zur Optimierung von Gewährleistungskosten bis hin zur Vorhersagbarkeit von Maschinenausfällen sehr viel beitragen können. „Big-Data- und Data-Science-Projekte sind per se interdisziplinär und ermöglichen eine alles umfassende Geschäftsdatenanalyse“, so Benjamin Aunkofer. „Wenn eine Smart Factory 20 TB Daten pro Tag generiert, wird das keine Ausnahme sein.“

Auch der nächste Gast – der keinen Vortrag hielt, sondern von Ute Brucker interviewt wurde- erwies sich als Experte für Zukunftsthemen. Martin Walker, schottischer Historiker, Journalist und Schriftsteller, ist durch seinen südfranzösischen Kriminalisten Bruno einem größeren Publikum bekannt. Im vorigen Jahr hat er den utopischen Roman „Germany 2064“ vorgelegt, der es prompt auf die Shortlist des deutschen Wirtschaftsbuchpreises 2015 geschafft hat. Dass deutsche Politiker über Perspektiven für die kommenden 40 bis 50 Jahre nachdenken – im Gegensatz zu ihren amerikanischen und britischen Kollegen, die „nur zwei bis drei Jahre im Blick haben“ – beeindruckt ihn. Dennoch kann er nicht erkennen, dass sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Entwicklung der Arbeitswelt hätten.

Podiumsdiskussion: Der Mensch am Schalter?

In der von Ute Brucker moderierten abschließenden Podiumsdiskussion sah Benjamin Aunkofer die Maschine ganz klar auf dem Weg vom Assistenzsystem zu „dem, der sagt, wo es lang geht“.

Prof. Bauernhansl berichtete von Versuchen, in denen Roboter in der Kommunikation mit ihresgleichen selbständig begonnen haben, die Sprache zu optimieren. Die Idee der Abkoppelung der Erwerbsarbeit ist dem IPA-Chef nicht fremd, ob aber der Großteil der Menschen ein Leben ohne Arbeit als „erfüllt“ empfinden würde, sei fast unmöglich einzuschätzen. Menschen seien zwar in kreativen Problemlösungsprozessen den Maschinen überlegen, dennoch glaube er, dass in wenigen Jahren Maschinen Maschinen zu bauen begännen. Dann müsse es gesichert sein, dass der Mensch noch an den Schalter komme.

Dr. Bönsch befürchtet, dass ihre Unbeweglichkeit vielen Großunternehmen zum Verhängnis werden könne, während KMU, die den Überlebenskampf gewohnt seien, von der Digitalisierung leichter profitieren könnten. Leider hinke die Infrastruktur hinter dem Bedarf her.

Martin Walker, der auf lange Sicht sehr optimistisch ist, geht davon aus, dass sich die Menschheit in den kommenden 15 Jahren das Leben noch einmal sehr schwer machen wird.

Nicht als Romancier, sondern als Praktiker, Firmenlenker und Gastgeber wies Prof. Herkommer schließlich darauf hin, dass Ingenics die etablierten Marken Management Consulting, Interim-Management, Engineering und Services durch die neue Ingenics Digital Solutions ergänzt hat, die sich mit neuen digitalen Geschäftsmodellen beschäftigt und umfangreiche Angebote zu den Themenfeldern Digitalisierung, Industrie 4.0, Business Intelligence, Lean Data Management, Lean Data Logistics sowie Lean IT Management macht. Abgesehen davon, dass die Folgen sich selbst optimierender Maschinen noch nicht ausreichend untersucht sind, müssten die deutschen Unternehmen in erster Linie schnell genug ihre Lernfähigkeit weiterentwickeln, sagte Prof. Herkommer. Gleichzeitig müssten Arbeitgeber und Gewerkschaften den Umgang mit Daten neu austarieren.

Nach über vier Stunden intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema des Tages lud Prof. Herkommer seine Gäste zum „Flying Buffet“ und weiteren angeregten Gesprächen ins Cafe des Stadthauses ein.

Über Ingenics
Ingenics berät Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese drei Kernleistungen erbringt Ingenics in den drei Bereichen Fabrik, Logistik und Organisation und steht deshalb für Effizienzsteigerung [hoch 3]. Eine dezidierte Industrie 4.0 Expertise, ein erwartungsgerechtes Interim-Management sowie bedarfsorientierte Ingenieurs- und Servicedienstleistungen runden das Leistungsportfolio ab.
Zu den Ingenics Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist Ingenics für Großunternehmen wie für den Mittelstand auch ein gefragter Partner für weltweite Suche, Wahl, Planung und Realisierung neuer Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa.
Derzeit beschäftigt Ingenics 455 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.300 Projekte erfolgreich abgeschlossen.

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