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Feb 13 2017

Prinzipal stellt die Weichen für erfolgreiche Theaterzukunft

Neuer Geschäftsführer, neue Technik, neue Komödien und Shows: Mondpalast und RevuePalast starten durch ins Theaterjahr 2017

Prinzipal stellt die Weichen für erfolgreiche Theaterzukunft

Prinzipal Christian Stratmann (r.) mit dem neuen geschäftsführenden Intendanten Marvin Böttcher (l.)

66 Jahre und voll neuer Ideen: Kurz vor seinem Geburtstag am 18. Februar justiert Christian Stratmann, Prinzipal des Mond- und RevuePalasts, die Weichen für eine erfolgreiche Theaterzukunft. Dazu versicherte er sich kompetenter Hilfe: Der Theatermanager Marvin Boettcher (29) übernimmt zum 1. März die Position des geschäftsführenden Intendanten für beide Unterhaltungspaläste.
Niemals geht man so ganz. Dieser Satz trifft auf Boettchers Werdegang in besonderem Maße zu. Bereits 2010 verdiente sich der gebürtige Hattinger als junger Theaterleiter nach dem Studium die ersten Sporen in den Wanne-Eickeler Kammerspielchen. Um sich weiter zu professionalisieren, wechselte Boettcher nach Hamburg ins Masterstudium und arbeitete anschließend bei der renommierten Werbeagentur Jung von Matt für internationale Kunden. Anfang 2016 kehrte er nach Wanne-Eickel zurück, um die Betriebsleitung des RevuePalasts Ruhr in Herten zu übernehmen.

Neues Ticketsystem
Innerhalb weniger Monate hat der Marketingmann und Digitalexperte gemeinsam mit Christian Stratmann und dem Theaterteam viele neue Ideen umgesetzt, um die Bühnen fit für die Zukunft zu machen. Dazu gehört insbesondere ein modernes Ticketsystem, das den Gästen seit Januar die Internetbuchung noch einfacher macht: mit direkter Platzwahl, Print at home und Barcode auf den Karten. Seitdem steht der Prinzipal mit einem elektronischen Scanner an der Tür des Mondpalasts und hat dabei seine Leidenschaft für die neue Technik entdeckt: „Ich scanne schneller als mein Schatten“, scherzt der 65-Jährige über den digitalen Wandel in seinem Haus, der die Präsenz der Paläste in den Ticketbüros deutlich verstärken wird.

Neue Verkaufsideen
Erfolgreich gestartet sind auch eine Reihe von Merchandising- und Event-Initiativen, die die Häuser für Gäste noch vergnüglicher und interessanter machen. Zu Weihnachten gingen die süßen Mondpalätzchen und die neuen Schatztruhen für Gutscheine weg wie warme Semmeln. Großer Beliebtheit erfreuen sich der Selfie-Point im Mondpalast, wo sich Gäste einen Kamera-Stick fürs Selbstporträt an der Garderobe ausleihen können, und der „Prinzipals-Plausch“, der an ausgewählten Freitagen den Gästen einen kostenfreien, privaten Talk mit dem Prinzipal vor der Vorstellung beschert und damit ein zusätzliches Plus an Theaterspaß. Auch „Stratmann“, das bewährte Theatermagazin, verteilt in einer Auflage von 250.000 Exemplaren in vielen Städten des Ruhrgebiets, wechselte Optik und Format, um die Aufmerksamkeit der Leser auch in Zukunft wach zu halten.

Neue Komödien
15 Jahre nach dem ersten Vorhang nimmt der Mondpalast mittlerweile Kurs auf die erste Gästemillion. Christian Stratmann: „Wir sind zuversichtlich, dass wir diese Schallgrenze im Jahr 2017 knacken werden.“ Dazu beitragen soll neben den bewährten Klassikern – am kommenden Wochenende starten zwei Geburtstagsstaffeln der Bilderbuchkomödie „Auf der Wilden Rita“ – auch der neue Spaß „Herr Pastor und Frau Teufel“. Erst bei der Premiere am 9. April wird sich erstmals die Frage klären, warum da plötzlich ein Mann aus dem Beichtstuhl fiel. Der neue Stoff stammt aus der Feder des Gründungsintendanten Thomas Rech, der nach längerer Pause auch wieder die Regie führt. Und weil Weihnachten immer so plötzlich kommt, befasst sich der Mondpalast schon jetzt mit dem Fest der Feste. In der Nachfolge von „Frohet Fest“ soll es im November eine neue Weihnachtskomödie geben – frei nach Charles Dickens weltberühmter Weihnachtsgeschichte und exklusiv geschrieben für den Mondpalast.

Neue Show
Im achten Jahr seines Bestehens hat auch der RevuePalast Ruhr auf Zeche Ewald in Herten nichts von seinem Glanz verloren. Hier kündigt sich nach der erfolgreichen Wintershow „White Wonderland“ im April eine ganz besondere Premiere an: Nach 40 Bühnenjahren wird der gefeierte Travestiestar Lady Tatti Perücke und Abendkleid an den Nagel hängen. Der RevuePalast will seine Lady, berühmt für ihre Interpretationen großer Diven wie Tina Turner, Milva, Zarah Leander oder Shirley Bassey, nicht sang- und klanglos gehen lassen. Deshalb entsteht zur Zeit die Abschiedsgala „Merci – eine Hommage“, die die Höhepunkte der Karriere Lady Tattis ein letztes Mal Revue passieren lassen wird. Premiere hat „Merci“ am 17. März. Der Vorverkauf läuft bereits.

Der Mondpalast von Wanne-Eickel – Deutschlands großes Volkstheater.

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Dez 15 2016

Zahlreiche Prominente unterstützen NDR Benefizaktion bei großem Spendentag aller Programme

"Hand in Hand für Norddeutschland"

Zahlreiche Prominente unterstützen NDR Benefizaktion bei großem Spendentag aller Programme

Jörg Pilawa und Judith Rakers – Foto NDR

Im Rahmen seiner Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland" startet der NDR am Freitag, 16. Dezember, den großen Spendentag – unterstützt von zahlreichen Prominenten. Zugunsten schwerstkranker und sterbender Menschen nehmen sie gemeinsam mit NDR Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter eigens eingerichteten Hotlines den ganzen Tag über telefonisch Spenden entgegen. Darüber hinaus berichten alle NDR Radioprogramme, das NDR Fernsehen und NDR.de über die Arbeit der norddeutschen Hospizvereine und Palliativverbände. Judith Rakers und Jörg Pilawa moderieren einen 90-minütigen Spendenabend im NDR Fernsehen und empfangen darin Gäste wie Nina Bott, Silbermond und Matt Simons. Der Erlös der NDR Benefizaktion kommt zu 100 Prozent dem "Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V." (DHPV) mit seinen Organisationen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg zugute.

Für NDR 90,3 und das "Hamburg Journal" sitzen unter anderen der Intendant des Hamburg Ballett John Neumeier, Grimme-Preisträger Hubertus Meyer-Burckhardt, der Musiker Jon Flemming Olsen, Musikerin und Schauspielerin Caroline Kiesewetter, der Intendant des Ohnsorg-Theaters Christian Seeler, die Moderatoren Tim Berendonk, Alexander Bommes, Yared Dibaba und Carlo von Tiedemann, die Travestiekünstlerin Lilo Wanders, die Schauspieler Hakim-Michael Meziani und Laura Preiss sowie Nils Loenicker vom Kabarett-Duo Alma Hoppe am Spendentelefon. Die Hotline ist von 5.00 Uhr bis 22.00 Uhr freigeschaltet. Weiterhin empfängt NDR 90,3 Moderatorin Catarina Felixmüller von 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr Gäste wie etwa Bernhard Neumann, Vorstandsmitglied Hospizverein Hamburger Süden e.V., und Christiane Schmale, Leiterin der Tabea-Hospiz-Dienste, im Hörfunkstudio. Das "Hamburg Journal" berichtet um 18.00 Uhr und um 19.30 Uhr aus dem Call-Center und von den Vorbereitungen zur Spendengala.
Die Hotline von NDR 90,3 und "Hamburg Journal": 08000 637 903.

In Schleswig-Holstein engagieren sich am Spendentelefon u. a. Ministerpräsident Torsten Albig, der ehemalige Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, die Band Santiano, Klimaforscher Mojib Latif, die mehrfache paralympische Goldmedalliengewinnerin Kirsten Bruhn, die zweifachen olympischen Goldmedalliengewinner Hinrich Romeike und Lauritz Schoof, Olympiateilnehmerin Carolina Werner, der Handballspieler der SG Flensburg-Handewitt Anders Zachariassen, Polarforscher Arved Fuchs, Sternekoch Dirk Luther und Wetterexperte Meeno Schrader. Mit dabei sind darüber hinaus die Moderatoren von NDR 1 Welle Nord und dem "Schleswig-Holstein Magazin" Jan Malte Andresen, Jan Bastick, Marie-Luise Bram, Dennis Brandau, Gerrit Derkowski, Eva Diederich, Maja Herzbach, Gabi Lüeße und Birte Steuer sowie zahlreiche weitere freiwillige Helferinnen und Helfer. Die Hotline ist von 5.00 Uhr bis 22.00 Uhr freigeschaltet. Den ganzen Tag über berichtet NDR 1 Welle Nord immer wieder live aus dem Call-Center, und auch in "Schleswig-Holstein 18:00" und im "Schleswig-Holstein Magazin" um 19.30 Uhr ist der große Spendentag das Thema.
Die Hotline von NDR 1 Welle Nord und "Schleswig-Holstein Magazin": 08000 637 001.

In Niedersachsen sind am Spendentelefon unter anderen mit dabei Ministerpräsident Stephan Weil, Landtagspräsident Bernd Busemann, Innenminister Boris Pistorius, Sozialministerin Cornelia Rundt, CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag Thomas Oppermann, Bettina Wulff, die Musiker Klaus Meine (Scorpions), Heinz-Rudolf Kunze sowie Dominik Decker und Christian Fleps von der Band Marquess, DRK-Präsident Rudolf Seiters, Hannover 96-Präsident Martin Kind, der Hannoversche Landesbischof Ralf Meister sowie Schauspielerin Maike Bollow ("Rote Rosen") und Kabarettist Matthias Brodowy. Die Hotline ist von 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr freigeschaltet. Mit aktuellen Beiträgen direkt aus dem Call-Center begleiten NDR 1 Niedersachsen sowie "Niedersachsen 18.00" und "Hallo Niedersachsen" den Spendentag.
Die Spenden-Hotline von NDR 1 Niedersachsen und "Hallo Niedersachsen": 08000 637 007.

Das Spendentelefon in Mecklenburg-Vorpommern ist von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr besetzt. Prominente Unterstützung im Call-Center gibt es beispielsweise von Ministerpräsident Erwin Sellering, Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, Justizministerin Katy Hoffmeister, den Schauspielern Till Demtrøder, Katrin Sass und Hinnerk Schönemann, der Hochspringerin Martina Strutz, dem olympischen Silbermedaillengewinner Hannes Ozcik, von Bundesliga-Schiedsrichter Bastian Dankert und von "Maschine", dem ehemaligen Sänger der Puhdys. Direkt aus dem Call-Center senden an diesem Tag NDR 1 Radio MV, "Land und Leute" und das "Nordmagazin". Zusätzlich zeigt das "Nordmagazin" ab 19.30 Uhr einen Bericht über die drei bewegendsten Hospiz-Momente in Mecklenburg-Vorpommern, die die Reporter während ihrer Recherche zur Benefizaktion hatten.
Die Hotline von NDR 1 Radio MV und "Nordmagazin": 08000 637 006.

14 Stunden lang Wunschhits gibt´s am Spendentag bei NDR 2. Zwischen 6.00 Uhr und 20.00 Uhr können Anruferinnen und Anrufer unter der NDR 2 Hotline telefonisch spenden und sich dabei ihren Lieblingssong wünschen. Am Spendentelefon sitzen unter anderen Sänger Max Giesinger, Star-Köchin Cornelia Poletto, "Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga und Drag Queen Olivia Jones.
Die NDR 2 Spendenhotline: 08000 637 002.

Auch N-JOY, das junge Radioprogramm des NDR, sendet Wunschhits. Die Spende und der persönliche Lieblingstitel werden zwischen 5.00 Uhr und 22.00 Uhr unter der N-JOY Spendenhotline angenommen. Im Studio empfangen die N-JOY Moderatoren Mitarbeiter aus Hospizeinrichtungen und jede Menge prominente Gäste – darunter Axel Bosse, Kerstin Ott, Tobi Schlegl und Tonbandgerät.
Die N-JOY Spendenhotline: 08000 637 005.

Stündlich berichtet NDR Info von der Arbeit der norddeutschen Hospiz- und Palliativverbände, stellt verschiedene Projekte vor und sendet Reportagen. Darüber hinaus ist ein Interview mit Judith Rakers zu hören. Sie moderiert mit Jörg Pilawa den Spendenabend und hat zur Vorbereitung ein Hospiz besucht und mit Mitarbeitern und Gästen gesprochen.
Die NDR Info Spendenhotline: 08000 637 004.

Im Programm von NDR Kultur kommen die Spender selbst zu Wort. So können sie Auskunft über ihre Beweggründe und ihre Gedanken zum Thema geben. Auch die Mitarbeiter, die telefonisch Spenden entgegen nehmen, berichten über ihre Gespräche mit Spendern. Weiterhin begleitet NDR Kultur den Spendentag mit Beiträgen und Reportagen zum Thema.
Die NDR Kultur Spendenhotline: 08000 637 008.

Das NDR Fernsehen zeigt ab 20.15 Uhr "Hand in Hand für Norddeutschland – Der große NDR Spendenabend". In der Live-Sendung empfangen die Moderatoren Judith Rakers und Jörg Pilawa den Geschäftsführer des Hospiz Leuchtfeuer, Ulf Bodenhagen, sowie die Gründerin des Hospiz Sternenbrücke, Ute Nerge. Weitere Gäste im Studio und an den Spendentelefonen sind Nina Bott, Yasmina Filali, Michael Fitz, Volker Lechtenbrink, Wolfgang Trepper, Saskia Valencia, NDR Intendant Lutz Marmor sowie Elke Wiswedel und Jens Mahrhold von NDR 2. Musikalische Acts sind Max Giesinger, Michelle, Silbermond und Matt Simons . Darüber hinaus kommt der Helmstedter Poetry Slammer Dominik Bartels, der sich in seinen Texten mit dem Thema Tod und Sterben befasst. Im Anschluss setzt die "NDR Talk Show" live ab 22.00 Uhr den Spendenaufruf fort und informiert über den aktuellen Spendenstand.

Unter der zentralen Spendentelefonnummer nehmen außerdem unter anderen die Moderatoren Vera Cordes, Heike Götz, Kristina Gruse, Anke Harnack, Susanne Holst, John Langley, Sandra Maahn, Juliane Möcklinghoff, Julia Sen, Susanne Stichler, Michael Thürnau, Leontine von Schmettow, Linda Zervakis und Elmo aus der "Sesamstraße" die Anrufe entgegen. Die bis 24.00 Uhr freigeschaltete Hotline lautet 08000 637 000.

Für die Benefizaktion ist bei der Bank für Sozialwirtschaft ein Spendenkonto eingerichtet (IBAN: DE 47 251 205 100 100 100 100; BIC: BFSWDE33HAN; Empfänger: Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e. V.). Zuschauer, Hörer und Internet-Nutzer können in allen Banken und Sparkassen sowie über www.NDR.de/handinhand spenden.

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Mai 2 2011

Illegale Einwanderer – Cybermobbing Brisante Themen im Jungen Theater Bonn

Uraufführung am 6. und 7. Mai um 19:30 Uhr

JUNGES THEATER BONN

Das Junge Theater Bonn präsentiert
die Uraufführung von

WENN ICH DU WÄR
Komödie für Zuschauer ab 13 Jahren
von Moritz Seibert, unter Mitarbeit von
Jannik Beckonert, Gilda Masala, Carlo Hajek, Marie Bendig und Timo Rüggeberg
Inszenierung: Moritz Seibert
Musik: Serge Weber
Uraufführung: Freitag, 6. / Samstag, 7. Mai 2011

Als Schauspieler tragen Kinder und Jugendliche schon seit vielen Jahren zu dem außergewöhnlichen Erfolg des Jungen Theaters Bonn bei, das seit vier Jahren in Folge das bestbesuchte Kinder- und Jugendtheater Deutschlands ist. Jetzt haben vier Jugendliche aus dem Nachwuchsensemble des JTB gemeinsam mit JTB-Intendant Moritz Seibert mit „Wenn ich Du wär“ ein eigenes Stück entwickelt, das am 6. und 7. Mai 2011 uraufgeführt wird.
„Wenn ich Du wär“ heißt ein eigentlich harmloses Spiel, mit dem Teenager sich gegenseitig in die unmöglichsten, peinlichsten oder lustigsten Situationen bringen. Für den 15jährigen Jan wird der Gedanke ‚Wenn ich Du wär‘ zur schwierigsten Frage seines Lebens, als er Jeremiah kennen lernt, der aus dem Sudan stammt und sich illegal in Deutschland aufhält.
Jan freut sich eigentlich auf die Sommerferien, die gerade begonnen haben: Seine Mutter muss nach einem Unfall überraschend zur Kur, seinen Vater kennt er gar nicht, für ein Ferienlager ist kein Geld da, er hat die nächsten vier Wochen sturmfrei. Dass seine Freundin Lea bisher noch nicht mit ihm schlafen will, sollte sich also ändern lassen.

Doch seine Zuversicht ist nur von kurzer Dauer: Eine sonderbar gekleidete ältere Dame trifft ein, die sich ihm als seine Oma vorstellt. Sie ist eigens aus Indien angereist, wo sie die letzten zwanzig Jahre in einer Hippiekommune gelebt hat. Jetzt will sie Haus und Sohn ihrer Tochter hüten. Seinen ersten Eindruck, dass sie dafür völlig ungeeignet und somit hier überflüssig ist, findet Jan bald bestätigt: Seine Oma trägt ihm auf, „Gras“ für sie zu besorgen.

Bei dem Versuch, Omas Wunsch zu erfüllen, lernt Jan einen etwa gleichaltrigen Jungen kennen, Jeremiah, der offensichtlich aus Afrika stammt, aber fließend Deutsch spricht. Er benimmt sich völlig anders, als Jan es in „solchen Kreisen“ erwartet hätte. Jan ist fasziniert von ihm und von dem Geheimnis, das ihn umgibt. Er folgt ihm heimlich und findet heraus, dass Jeremiah in einem Bretterverschlag haust, sich vor der Polizei verstecken muss und illegal und völlig allein in Deutschland lebt, nachdem seine Eltern schon vor längerer Zeit abgeschoben wurden.

Nach und nach gewinnt Jan sein Vertrauen und seine Freundschaft, und kann Jeremiah überreden, erst mal bei ihm zuhause unterzukommen. Jan ahnt noch nicht, dass Jeremiah vor ein paar Menschen noch mehr Angst hat als vor der Polizei und der Abschiebung.

Lea und Robin, Jans bester Freund, wissen von alldem nichts. Jan hatte Jeremiah versprechen müssen, niemandem von ihm zu erzählen, und er will ihre Freundschaft auf keinen Fall gefährden. Durch einen dummen Zufall bekommen Lea und Robin aber heraus, dass Jan einen fremden Jungen bei sich beherbergt. Der Fall scheint klar: Jan ist schwul. Dank „facebook“ weiß das bald die ganze Klasse, und die ganze Welt. Jeremiah spürt schnell, dass er Jan immer weniger willkommen ist. Bei seinem Freund zu bleiben scheint keine Lösung zu sein, denn auch alte Bekanntschaften holen Jeremiah wieder ein und bringen beide in höchste Gefahr…

Zum Hintergrund

Nach jüngsten Schätzungen leben bis zu 1,5 Millionen Menschen ohne gültige Aufenthaltserlaubnis in Deutschland, darunter viele Minderjährige, die oft ihr Heimatland gar nicht kennen. Diese Menschen sind nicht nur ständig von der Abschiebung bedroht, sondern auch weitgehend schutzlos Menschen ausgeliefert, die deren Not zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen. Der Zugang zu Bildung und (legaler) Arbeit ist ihnen ebenso verwehrt wie Sozialleistungen, die Hilfe durch Behörden oder die Polizei und medizinische Versorgung.

Schon seit 24 Jahren engagiert sich der Kölner Flüchtlingsrat dafür, Menschen ohne Papiere zu helfen, ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Seit 2008 betreibt der Kölner Flüchtlingsrat auch eine Beratungsstelle in Bonn, die von Lina Hüffelmann geleitet wird.

Lina Hüffelmann hat das JTB auch bei der Stückentwicklung von „Wenn ich Du wär“ beraten.

Der Verein MediNetz Bonn e.V. vermittelt und finanziert seit sieben Jahren medizinische Hilfe für „Illegale“. MediNetz e.V. schätzt, dass sich derzeit rund 4.000 Menschen illegal in Bonn aufhalten, darunter mindestens 10 Prozent Kinder und Jugendliche.

Mehr Infos zum Kölner Flüchtlingsrat und zu MediNetz Bonn im Anhang.

Podiumsgespräch „Illegal in Bonn“ am 20. Mai 2011

Am Freitag, 20. Mai findet im Anschluss an die 19.30h-Vorstellung ein öffentliches Podiumsgespräch zwischen Experten und Künstlern zu der Situation „Illegaler“ und zu dem Theaterstück „Wenn ich Du wär“ statt. Diskutieren werden u. a. Sigrid Becker-Wirth (MediNetz Bonn), Lina Hüffelmann (Kölner Flüchtlingsrat) und Coletta Manemann (Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn). Die Teilnahme an dem Gespräch (Beginn um 21.45h) ist für die Besucher der Vorstellung und alle anderen Interessierten kostenfrei.

Zur Produktion

Vor dem ernsten Hintergrund des Schicksals illegal in Deutschland lebender Flüchtlinge ist „Wenn ich Du wär“ aber, auch dank der Mitarbeit der vier Jugendlichen an der Entwicklung des Stückes, vor allem eine Komödie über das Erwachsenwerden, bei der durchaus auch gelacht werden darf.

Das Junge Theater Bonn ist seit mehreren Jahren das bestbesuchte Kinder- und Jugendtheater Deutschlands, mit fast 115.000 Besuchern im Jahr 2010. Die einzigartige Arbeitsweise des JTB, Kinder und Jugendliche als Darsteller in seine professionellen Produktionen einzubinden, trägt erheblich zu diesem Erfolg bei.

Jetzt hat das JTB erstmalig Jugendliche schon in die Entwicklungsarbeit für ein neues Stück einbezogen. Vier Jugendliche aus dem Nachwuchsensemble des JTB, die alle seit mehreren Jahren regelmäßig in großen Rollen auf der Bühne des JTB stehen, haben an der Entwicklung von „Wenn ich Du wär“ mitgewirkt, haben ihre Themen und Ideen, ihre Träume und Ängste eingebracht und so dazu beigetragen, dass „Wenn ich Du wär“ trotz der ernsten Themen vor allem eine sehr unterhaltsame Komödie über das Erwachsenwerden im Jahr 2011 geworden ist.

Die fiktive Geschichte des 15jährigen „Illegalen“ Jeremiah wird aus der Sicht eines „ganz normalen“ deutschen Teenagers, Jan, erzählt. Bis zu dem Tag, an dem er Jeremiah kennen lernt, war Jans größte Sorge, wie und wann es ihm wohl endlich gelingen mag, mit seiner Freundin zu schlafen. Erwachsenwerden ist für ihn so kompliziert wie für Heranwachsende seit ewigen Zeiten. Die technischen Errungenschaften des Internet machen diesen Prozess nur leider nicht leichter, da jeder Kuss und jeder Streit via „Facebook“ zum öffentlichen Ereignis wird, und die globale Verbreitung von Gerüchten fast zum „guten Ton“ gehört.

Die vier Jugendlichen Jannik Beckonert (15), Gilda Masala (14), Carlo Hajek (14) und Marie Bendig (13) gehören seit 2009 zum Nachwuchsensemble des JTB und spielen in ihrem eigenen Stück nun die Rollen des Jan bzw. der Lea. Die Rolle des Jeremiah wird von Nassirou Holik (16) und Brice Rugira (16) gespielt, die beide 2006 als „Jim Knopf“ zum ersten Mal auf der Bühne des JTB gestanden haben.

Allgemeine Informationen

„Wenn ich Du wär“ ist für Zuschauer ab 13 Jahren empfohlen. Das JTB rät dringend vom Besuch dieses Stück mit Kindern unterhalb dieses Alters ab.

Uraufführung / Premieren:
Freitag, 6. Mai und Samstag, 7. Mai, jeweils um 19.30h
Viele weitere Vorstellungen im Mai, Juni, Juli und ab September 2011

Vorverkauf:
Karten für alle Vorstellungen können
online auf www.jt-bonn.de oder telefonisch unter Tel. (0228) 46 36 72
reserviert oder gekauft werden.
Karten sind außerdem an allen BONNTICKET-Vorverkaufsstellen und vielen weiteren Vorverkaufsstellen in Köln und der Region erhältlich.
Der Vorverkauf läuft für alle Vorstellungen bis Ende Juli 2011.

Theater für Kinder und Jugendliche in Bonn mit angeschlossener Schauspielschule
Junges Theater Bonn
Moritz Seibert
Hermannstraße 50
53225 Bonn
0228-463672

www.junges-theater-bonn.de
seibert@jt-bonn.de

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