Posts Tagged Interview

Jan 15 2019

10 wichtige Punkte zur Einstellung der besten Mitarbeiter

So stellen Sie die besten Mitarbeiter ein

10 wichtige Punkte zur Einstellung der besten Mitarbeiter

Ein eindrücklicher Lebenslauf, gute Arbeitszeugnisse und Referenzen, clevere Interviewantworten und wichtige Fachdiplome. Darauf schauen und verlassen sich viele Recruiter manchmal ausschliesslich bei der Einstellung von Bewerbern. Doch auch andere, oft bessere Kriterien und Vorgehensweisen entscheiden über die Einstellung der besten, motiviertesten und leistungsfähigsten Mitarbeiter.

1. Beziehen Sie mehrere Entscheider mit ein
Umso breiter ein Einstellungsentscheid abgestützt ist, desto objektiver fällt er aus. Ziehen Sie vor allem das Team mit ein und entscheiden Sie sich nie gegen dessen Meinung. Vorgesetzte, die Second Opinion eines Personalers, Menschenkenner aus anderen Abteilungen mit häufiger Zusammenarbeit und Vorgänger, welche vor allem das Aufgabengebiet sehr gut kennen, sind weitere Möglichkeiten.

2. Setzen Sie vielfältige Auswahlinstrumente ein
Oft wird zu viel Gewicht auf das Interview gelegt, welches aber oft sehr subjektiv und emotional ist und gewisse Kandidatentypen unverhältnismässig bevorzugt. Zu oft werden Entscheidungen auch zu intuitiv nach den ersten Minuten getroffen. Arbeitsproben, Schnupperwochen, Aufgabenstellungen, Teamgespräche und mehr sind weitere Möglichkeiten, um zu objektiven und ganzheitlichen Entscheiden zu gelangen.

3. Verlassen Sie sich auf Mitarbeiter-Empfehlungen
Mitarbeiter-Empfehlungen sind sehr erfolgreich, wenn die qualifizierten gewählt, sie zu guten Empfehlungen motiviert werden, das Anforderungsprofil genau bekannt ist und eine permanente und gute Kommunikation, auch nach der Einstellung eines empfohlenen Mitarbeiters, stattfindet. Sie können so weit gehen und alle Mitarbeiter zu Headhuntern machen.

4. Intelligenz und Lernfähigkeit an erste Stelle setzen
Vor allem die Intelligenz und kognitive Fähigkeiten sind wichtige Faktoren für Erfolg und überdurchschnittliche Leistungen. Stufen Sie Fachwissen je nach Stelle nicht zu hoch ein, manchmal können neue Perspektiven und Sichtweisen unkonventionell denkende Menschen wertvoller sein. Auch die Neugierde zur Problemlösung und die Begeisterungsfähigkeit sind in vielen Jobs höher zu gewichten. Menschen mit solchen Eigenschaften sind oft Leistungstreiber, spornen das Team an und sind chancen- und lösungsorientiert.

5. Beurteilen Sie Kandidaten ganzheitlich
Leistungen aus Arbeitszeugnissen und Werdegänge in Lebensläufen sind nur ein kleiner Teil erfolgsentscheidender Kriterien. Beurteilen Sie Kandidaten vor allem ganzheitlich und ziehen Sie beispielsweise emotionale Intelligenz, Grundwerte und Sozial- und Kommunikationskompetenzen, Hauptmotivatoren, Lernwille, Lebensumfeld, Work-Life-Situation, Arbeitsstil, Teamverhalten und mehr mit ein.

6. Stellen Sie verhaltens- und situationsbezogene Interviewfragen
Interviews sind ein wichtiges Auswahlinstrument und verhaltens- und situationsbezogene Interviewfragen die wichtigsten. Wie verhielt man sich in für die Stelle relevanten konkreten Situationen und was würde man machen, wenn eine für die Stelle besonders wichtige Situation eintritt. Fragen Sie mehr nach dem Wie und Warum und weniger nach dem Was.

7. Prüfen Sie Kompatibilität mit der Unternehmenskultur
Mindestens genauso wichtig wie Lebensläufe und Diplome ist das Cultural Fit, also die Kompatibilität mit Unternehmenskultur, Team und Vorgesetztem in den für die Kultur und den Teamspirit relevanten Kriterien und Anforderungen. Dies können Leistungsbewusstsein, Offenheit, Neugierde, Innovationsgeist und mehr sein. Achten Sie vor allem auch auf Persönlichkeit und Charakter.

8. Achten Sie bei Führungskräften vor allem auf das Menschenbild
Führungserfahrung hat sicher seine Bedeutung und gute Führungskompetenzen ausstellende Arbeitszeugnisse ebenso. Über allem aber steht das Menschenbild. Nur Führungskräfte mit einer positiven Grundhaltung und einem respektvollen Menschenbild sind wirklich in der Lage, Mitarbeiter zu fördern, sie für Ziele zu begeistern, Fürsprecher und Coaches zu sein, ihre Talente zu erkennen und einzusetzen und sie zu Höchstleistungen anzuspornen.

9. Versuchen Sie herauszufinden, was Kandidaten motiviert
Vor allem motivierbare Kandidaten mit möglichst intrinsischer, von innen Motivation aus innerem Antrieb heraus und mit ausgeprägtem Leistungsbewusstsein und Ambitionen sind später die leistungsfähigen. Es sind nicht jene, die einfach einen Job und Verdienst wollen, sondern Herausforderungen suchen, sich weiter entwickeln möchten, wissbegierig und hinterfragend sind, Sinnstiftung in ihrer Arbeit erwarten und mit Passion und Herzblut das Beste für Ihr Unternehmen wollen. Das Gute daran: Sie können auf Motivationsprogramme verzichten.

10. Schnuppertage oder Schnupperwochen
Im praktischen Verhalten und Arbeiten über einen längeren Zeitraum im Team und Unternehmen mit typischen und wichtigen Aufgaben aus der Praxis kann man einen Kandidaten am besten und ganzheitlichsten beurteilen. Vor allem auch die Kompatibilität mit der Unternehmenskultur und dem Team lässt sich so sehr gut beobachten. Auch das Team kann sich so ein fundiertes auf praktischen Erfahrungen basierendes Urteil bilden.

DAS BUCH ZUM THEMA
_________________________

Der obige Beitrag ist ein Auszug aus diesem Buch. Es enthält viele weitere Interviewfragen zu Themen wie Leistungen, Motivation, Sozialkompetenzen, Führungsverhalten und vielen mehr mit Hintergrundinformationen für erfolgreiche Job-Interviews und interessante Trends im Recruiting generell. Es besteht bereits in der 7. Auflage und ist bei Amazon seit Jahren oft Bestseller in der Kategorie Recruiting.

Arthur Schneider:
Mit den besten Interviewfragen die besten Mitarbeiter gewinnen
Erschienen im PRAXIUM-Verlag, Zürich
Auf CD-ROM Fragebögen und alle Interviewfragen
ISBN 978-3952271278

Leserkritiken und Bewertungen zum Buch auf amazon.de

Mehrinformationen und Inhaltsverzeichnis auf hrmbooks.ch

PRAXIUM ist ein Fachverlag mit Sitz in Zürich und bietet seit über 10 Jahren praxisbezogene und umsetzungsorientierte Fachinformationen für HR-Praktiker, Geschäftsführer und Führungskräfte an. Seine Werke zeichnen sich durch kompakte und anwendungsorientierte Informationen und CD-ROM’s aus, welche die Übernahme in die Praxis mit vielen Vorlagen und MS OfficeTools zusätzlich erleichtern. Das Sortiment umfasst über 40 Titel, welche online und im stationären Buchhandel im gesamten DACH-Raum erhältlich sind.

Kontakt
PRAXIUM Verlag
Marco De Micheli
Klachbühlstrasse 50
8038 Zürich
0444811464
mail@praxium.ch
http://www.praxium.ch

Jan 8 2019

Passt dieser Bewerber wirklich zu uns?

In Recruiting-Interviews den Cultural Fit prüfen

Passt dieser Bewerber wirklich zu uns?

Auszug aus diesem Buch

Der Cultural Fit wird in Interviews viel zu selten systematisch und viel zu wenig sorgfältig geprüft. Dabei verursachen neue Mitarbeiter, welche nicht zur Unternehmenskultur passen, von Beginn weg zahlreiche Probleme und Kosten. Friktionen schon während der Einführungszeit. Sich beidseitig schnell einstellende Frustrationen, belastende Teamkonflikte und hoher Führungsaufwand sind nur einige der für alle Beteiligten unangenehmen Folgen. Die folgenden Interviewfragen helfen Ihnen, den Cultural Fit stärker und gezielter einzubeziehen und zu beachten.

Achten Sie dabei besonders auf Antworten nach bestimmten Situationen wie Erlebtem und auf Emotionen, auf frühere Erfahrungen, auf die Art der Beispiele, welche Kandidaten nennen, welche Prioritäten sie dabei setzen und vor allem wie diese mit ihrer Unternehmenskultur korrespondieren. Dann wie man damit umging (Aktion) und anschliessend, wie sich dies auswirkte, was das Ergebnis war (Resultat). Fragen Sie häufig nach, verlangen Sie Beispiele und lassen Sie sich Wichtiges konkretisieren oder stellen Sie zuweilen auch Reflexikonsfragen wie „Was lernten Sie daraus, was löste dies bei Ihnen aus?“

Was macht Ihrer Meinung nach gute Teamarbeit aus und welches sind Ihre Erfahrungen?
Teamarbeit nimmt bei den meisten Stellen einen wichtigen Platz ein. Mit dieser Frage bringt man in Erfahrung, ob die Grundeinstellung zur Teamarbeit positiv ist und ob und welche Erfahrungen man damit gemacht hat. Achten Sie bei den Erfahrungen auf die Übereinstimmung und Relevanz mit Ihrer Unternehmenskultur und auch den Anforderungen der von Ihnen ausgeschriebenen Stelle.

Was meinen Sie, ermöglicht wirklich gute Leistungen?
Eine indirekte Frage zur Motivation, einfach auf einer objektivierten Ebene. Da diese Antwort aber auch einiges an das Abstraktionsvermögen stellt, sollte sie nur gewandten Kandidaten für gewisse Positionen gestellt werden. Sie können diese Frage auch weniger offen so stellen: „Welches sind Ihrer Meinung nach die Voraussetzungen für überdurchschnittliche Leistungen?“

Was schuldet ein Unternehmen seinen Mitarbeitern?
Dies ist eine unerwartete und ungewöhnliche Frage, aber gerade deshalb kann nicht nur die Antwort, sondern auch das Verhalten bzw. die Reaktion darauf viel verraten. Sie zwingt den Interviewten zum Um- und Querdenken und zu einer kritischen Stellungnahme. Dies zeigt, welche Werte einer Unternehmenskultur ihm wichtig sind und was er, beispielsweise unter Fairness oder Weiterentwicklungsmöglichkeiten, versteht und was ihn letztlich motiviert.

Beschreiben Sie mir doch bitte Ihren idealen Vorgesetzten
Bei der Beschreibung von Idealbildern oder Idealpersonen werden Menschen immer stark ermutigt, sich unbeschwert auszudrücken und „Ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen“. Hier mag es Bereiche geben, bei denen Sie gewisse Informationen (Charakter, Persönlichkeit, Anerkennungs-Erwartung, Sensibilität, Freiraum-Erwartung usw.) mit einer Folgefrage vertiefen möchten, um noch mehr zur Passung mit Ihrer Unternehmenskultur herauszufinden.

Was ist für Sie ein gutes Arbeitsklima, in dem Sie sich wohl fühlen?
Ist es das menschliche Umfeld, das Team und der Vorgesetzte? Oder sind andere Kriterien wichtig, wie Innovationsgeist oder eine den Mitarbeiter achtende und fördernde Unternehmenskultur? Hier gilt es natürlich auch, die genannten Cultural-Fit-Kriterien mit denen des Arbeitsklimas Ihres Unternehmens zu vergleichen und Übereinstimmungen zu beachten. Haken Sie bei den bei ihrer Kultur wichtigen Faktoren nach. Flüchtet jemand allzu sehr in generelle nichtssagende Bezeichnungen, sollte man hier nachfragen und nachhaken.

Welche positiven und negativen Gegebenheiten spielten bei Ihrer letzten Stelle eine wichtige Rolle?
Die zu konkreterer Antwort führende Frage, was gefallen hat und was nicht. Achten Sie darauf, ob dies die für Ihre Unternehmenskultur relevanten Faktoren sind und wie das Verhältnis von positiven und negativen Gegebenheiten ist. Sind es nur Frustration und Vorwürfe, die zur Sprache kommen oder auch positive Ereignisse – dies sagt viel über die positive oder negative Grundhaltung eines Kandidaten aus. Wer zum Beispiel nur aus Ärger und Enttäuschung, also ohne konstruktive Ziele wie ein berufliches Weiterkommen den vorherigen Arbeitgeber verlässt, ist wohl kaum der ideale Kandidat.

Mit welcher Art von Menschen arbeiten Sie gerne zusammen?
Indirekt zeigt sich hier die Erwartung an Teamkolleginnen und – kollegen, ein Arbeitsklima, das Naturell des Bewerbers und seine Toleranzbandbreite. Eventuelle Beispiele aus der praktischen Erfahrung sind von besonderem Interesse. Nach einem Erlebnis nachgefragt, bzw. mit einem solchen zusammen gewinnt die Aussage an Glaubwürdigkeit und wird auch konkreter. Dabei ist die Art und Weise (wie Wortwahl, Prioritäten, eingebundene Menschen, Aufgaben usw.) interessant und aufschlussreich.

Wir legen grossen Wert auf Mitarbeiterförderung. Wie wichtig ist das für Sie?
Die Antwort ist hier klar, dass dies für den Kandidaten ebenso wichtig ist. Deshalb nachfragen nach Erlebnissen, Gesagtes konkretisieren lassen, ein zwei Beispiele mehr erfragen, fragen, wo der Kandidat dies angewendet hat und welches seine Erfahrungen waren. Dann findet man schnell heraus, wie authentisch und ehrlich seine wirkliche Haltung ist. Bedenken Sie, dass ein Verhalten in der Vergangenheit zukünftiges Verhalten am besten voraussagt. Anstelle von Mitarbeiterförderung sollten Sie natürlich das für Ihre Unternehmenskultur besonders spezifisch wichtige Merkmal, bzw. Charakteristikum nennen, bzw. jenes das bei der ausgeschriebenen Stelle von besonderer Relevanz ist.

Was zeichnet ein Team aus, in dem Sie sich wohlfühlen?
Ist es ein „Dream-Team“, sind es realistische Ansprüche und Erwartungen, die zur Persönlichkeit des Kandidaten passen oder ist es gar eine Antwort, die Ihre Interviewinformationen, das Umfeld und das Stellenprofil schon miteinbezieht? Achten Sie natürlich ganz besonders auf die Kongruenzen mit Ihrem bestehenden Team und Ihrer Unternehmenskultur, in welches der Kandidat bei einer Anstellung käme.

Welche Grundwerte und Prinzipien sind Ihnen bei Beruf und Arbeit besonders wichtig?
Dies könnten Erfolg, Leistung, Genauigkeit, Loyalität, Kundenorientierung, Lernbereitschaft und mehr sein. Interessant ist hier, welche Werte dies sind, ob der Kandidat überhaupt solche nennen kann, welches Berufs- und Menschenbild dahinter steckt und wie kompatibel es mit Ihrer Unternehmenskultur ist.

Viele weitere kommentierte Fragen obiger Art zum Cultural Fit und auch zu anderen relevanten Themenkreisen sind im untenstehenden Buch „Mit den besten Interviewfragen die besten Mitarbeiter gewinnen“ enthalten. Es ist bei Amazon in der Rubrik Recruiting oft der Nr. 1 Bestseller und hat zahlreiche positive Leser-Bewertungen.

DAS BUCH ZUM THEMA
_________________________

Der obige Beitrag ist ein Auszug aus diesem Buch. Es enthält viele weitere Interviewfragen zu Themen wie Leistungen, Motivation, Sozialkompetenzen, Führungsverhalten und vielen mehr mit Hintergrundinformationen für erfolgreiche Job-Interviews und interessante Trends im Recruiting generell. Es besteht bereits in der 7. Auflage und ist bei Amazon seit Jahren oft Bestseller in der Kategorie Recruiting.

Arthur Schneider:
Mit den besten Interviewfragen die besten Mitarbeiter gewinnen
Erschienen im PRAXIUM-Verlag, Zürich
Auf CD-ROM Fragebögen und alle Interviewfragen
ISBN 978-3952271278

Leserkritiken und Bewertungen zum Buch auf amazon.de

Mehrinformationen und Inhaltsverzeichnis auf hrmbooks.ch

PRAXIUM ist ein Fachverlag mit Sitz in Zürich und bietet seit über 10 Jahren praxisbezogene und umsetzungsorientierte Fachinformationen für HR-Praktiker, Geschäftsführer und Führungskräfte an. Seine Werke zeichnen sich durch kompakte und anwendungsorientierte Informationen und CD-ROM’s aus, welche die Übernahme in die Praxis mit vielen Vorlagen und MS OfficeTools zusätzlich erleichtern. Das Sortiment umfasst über 40 Titel, welche online und im stationären Buchhandel im gesamten DACH-Raum erhältlich sind.

Kontakt
PRAXIUM Verlag
Marco De Micheli
Klachbühlstrasse 50
8038 Zürich
0444811464
mail@praxium.ch
http://www.praxium.ch

Dez 27 2018

Reden schreiben und Reden halten

Verbesserungen 2019 durchführen

Reden schreiben und Reden halten

Katharina Gerlach, Moderatorin, Medientrainerin, Kommunikationscoach

Für alle, die sich für 2019 vorgenommen haben, als Redner und Vortragender besser zu werden, habe ich eine gute Nachricht: mit System geht das recht einfach. Lassen Sie sich auf einen externen Trainer ein und blicken Sie mit „fremden Augen“ auf sich selbst. Das ist sehr hilfreich!

Zunächst geht es um Ihre Außenwirkung, die möglicherweise nicht identisch ist mit ihrer eigenen Wahrnehmung. Dafür halten Sie eine Rede oder zeigen ein Video, das Sie bei einer Veranstaltung aufgenommen haben. Vielleicht können Sie sich sogar erinnern, wie Sie sich dabei gefühlt haben? Dann kann der Check – Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung – noch deutlicher werden.
Die meisten Teilnehmer fürchten, dass Ihre Eigenwahrnehmung toll war und der Blick von außen niederschmetternd ist – das trifft aber in den wenigsten Fällen zu, oft ist es sogar umgekehrt.
Die hohe Selbstkritik blockiert und führt keinesfalls zu Verbesserungen! Leider muss ich das häufig beim Training von Frauen erleben. Und dann fangen wir genau an diesem Punkt an, gemeinsam zu arbeiten. Die innere Haltung zur Sache und zu sich selbst in der Rolle des Vortragenden ist ein entscheidender Faktor.

Erst dann kommen wir zum „Handwerk“ in der Vorbereitung und Durchführung. Gern spiele ich mit Ihnen eine Rede durch, die vor Ihnen liegt. Wir brauchen das Thema, alle Fakten und Inhalte, falls nötig auch die Folien. Falls Sie die Rede schon konzipiert und geschrieben haben, können wir gleich in die Überarbeitung gehen und das bringt Ihnen besonders viel. Denn Sie erleben und erfahren selbst das „vorher“ und „nachher“ und erkennen sofort, was gut ist an der neuen Art, eine Rede vorzubereiten und zu halten.

Themen: Ziel der Rede, Zielgruppe, zielgruppenspezifische Sprache, Anfang und Ende, der rote Faden, die Ansprache, die Botschaften, die Konstruktion, bildhafte Sprache, Storytelling, Präsenztraining, Körperarbeit: Sie achten auf die nonverbalen Faktoren (Körpersprache, Stimme, Mimik und Gestik) und optimieren Ihren Auftritt beim Videofeedback.
Mein Angebot: Wir bearbeiten Ihre Rede, wobei der Inhalt gleich bleibt – aber die Form verändert sich. Wir formen kurze Kapitel mit Überschrift, übersetzen sie von der Schriftsprache in eine Sprechsprache und von der Wissenschaftssprache in eine allgemein verständliche Sprache, suchen und finden den berühmten roten Faden, bauen Übergänge zwischen den Unterthemen, reduzieren die Länge – und dann trainieren wir die Präsentation der Rede.
Sie werden schon nach 4 Stunden Training ein Erfolgserlebnis haben! Das Leben ist zu kostbar, um langweilige Reden zu hören oder zu halten.

Moderatorin, Medientrainerin, Kommunikationscoach. 25 Jahre Erfahrung beim öffentlich-rechlichen Rundfunk. Besonderheit: Srum Master (agile Methoden wie Design Thinking).
Professionelle Moderatorin für Präsentation, Kongress, Award, Podiumsdiskussion, Workshop, auch für politische und gesellschaftliche Themen.

Kontakt
Katharina Gerlach
katharina Gerlach
Kattfußstr. 46
13593 Berlin
0173 6259754
info@katharina-gerlach.de
http://www.katharina-gerlach.de

Dez 21 2018

Was ein Medien- und Interview-Training Ihnen bringt

Was ein Medien- und Interview-Training Ihnen bringt

Katharina Gerlach, Moderatorin, Medientrainerin, Kommunikationscoach

Beim Medientraining erfahren Sie zweierlei: einmal, wie Journalisten und Redaktionen „ticken“. Wie kommen die Entscheidungen in den Redaktionen zustande? Worüber berichten die Medien und warum? Wie können Sie sich da einschalten und ihre Themen in die Öffentlichkeit bringen? Wie reagieren Sie, wenn Sie als Interviewpartner angefragt werden? Was sollten Sie im Vorgespräch beachten? Wie können Sie Fragen abwenden, auf die Sie nicht antworten möchten?

Noch wichtiger als der Blick auf „die andere“ Seite ist aber der Blick auf sich selbst. Ein Medien- und Interview-Training ist eine anstrengende Angelegenheit, denn Sie sind emotional beteiligt. Es geht um Sie. Um den eigenen Blick auf sich. Den meisten Menschen ist es sehr unangenehm, sich selbst auf dem Bildschirm zu sehen. Wir haben ein ganz anderes Selbstbild von uns, die eigene Körperhaltung, Mimik und Gestik ist nicht nur unbekannt, sondern sieht doof aus. Die Stimme klingt anders, die Ähs fallen plötzlich auf, der rote Faden ist nicht erkennbar, die Botschaften kommen nicht auf den Punkt – der Perspektivwechsel sollte durch eine sachliche, wertschätzende Trainerin angeleitet und unterstützt werden. Dann kann die Kenntnis des Selbst zu einer schnellen Verbesserung führen. Denn nichts ist so wertvoll wie die eigene Erkenntnis.

Die meisten Menschen sind selber ihre härtesten Kritiker. Da tut es gut, den Blick von außen gespiegelt zu bekommen und die Tipps einer erfahrenen Journalistin und Medientrainerin zu hören. Dise Person sollte Ihnen auf jeden Fall sympathisch sein. Hier hilft ein Telefonat vor der Buchung.

Als Journalistin mit langjähriger Erfahrung als fragende Moderatorin habe ich ein stärkendes Medientraining entwickelt, das Sie auf Interviews und Statements vorbereitet. Ob Sie eine Verabredung mit Journalisten, mit der interessierten Öffentlichkeit bei Konferenzen, Messen oder Fachtagungen als Referent oder Redner, oder in den social media haben: ein Medientraining ist in jedem dieser Fälle anzuraten!

Gönnen Sie sich im Jahr 2019 eine Weiterbildung und besuchen Sie ein Interview- und Medientraining. Das Training ist nicht nur für den Auftritt in der Öffentlichkeit hilfreich, sondern es hilft Ihnen auch in der alltäglichen Kommunikation, im Gegenüber mit anderen Menschen.

Moderatorin, Medientrainerin, Kommunikationscoach. 25 Jahre Erfahrung beim öffentlich-rechlichen Rundfunk. Besonderheit: Srum Master (agile Methoden wie Design Thinking).
Professionelle Moderatorin für Präsentation, Kongress, Award, Podiumsdiskussion, Workshop, auch für politische und gesellschaftliche Themen.

Kontakt
Katharina Gerlach
katharina Gerlach
Kattfußstr. 46
13593 Berlin
0173 6259754
info@katharina-gerlach.de
http://www.katharina-gerlach.de

Dez 10 2018

Interview- und Medientraining

in Deutsch, Englisch, Spanisch

Interview- und Medientraining

www.medientrainer-berlin.de

Wir sind erfahrene Journalisten, die mehrere Welten kennen: die des fragenden Medienprofis, die des vermittelnden Redakteurs und die des wertschätzenden Medientrainers.
Mit uns können Sie Ihre Botschaften erarbeiten und lernen, sich kurz zu fassen. Was ist überhaupt das Wichtigste, das Sie sagen möchten? Wem wollen Sie es sagen und wie kommen Sie bei Ihrer Zielgruppe an? Wir trainieren gemeinsam, klare Positionen zu vertreten (ein gutes Gefühl!) und wir bereiten uns professionell auf Sie und die speziellen Interviews vor.
Sie können anhand Ihrer eigenen Themen üben, üben, üben. Gern stärken wir Sie vor dem „Ernstfall“ mit Video-Feedback. Wo haben Sie eloquent und souverän ihre Botschaften verkündet, wo nach Antworten gesucht – und warum? Was fehlte in der Vorbereitung? Wie könnte es besser sein? Was war glaubwürdig, was löste Zweifel beim Betrachter aus?
In jedem Falle gehen Sie gestärkt aus dem Training hervor, haben sich ein Stück besser kennen gelernt, haben neue Methoden erprobt, Antworten nach dem Fünfsatz aufgebaut und möglicherweise eigene Zweifel besiegt. Das Besondere: wir können Interview-Situationen steuern, von soft über interessiert bis aggressiv. Sie erleben bei Bedarf auch sogenannte Druckinterviews, in denen Ihnen permanent dieselben Fragen gestellt werden. Wie fühlt sich das an? Wie können Sie hier gut bestehen?
Ein weiterer Punkt im Medientraining: Welche Sätze clippen die Journalisten aus langen Interviews, wenn sie nur ein Statement brauchen? Wie können Sie sicher stellen, dass es auch in Ihrem Sinne eine gute Aussage ist?
Das Wichtigste bei Ihrem Auftritt ist, dass Sie überzeugen – bei Präsentationen, Reden, Diskussionen und Interviews im Fernsehen, Radio, online und in Zeitungen. Überzeugend können Sie nur dann agieren, wenn Sie sich selber sicher sind. Zweifel stören da – also schauen Sie sich doch besser mal selber zu, wie überzeugend Sie sind und lassen Sie sich coachen. Nach einem Medientraining haben Sie mehr Wind in den Segeln! Das merken alle, die Sie beobachten. Bei Präsentationen, Reden oder bei Interviews – bei jedem Auftritt in der Öffentlichkeit.
Wir freuen uns sehr, das Medientraining nicht nur in Deutsch und Englisch, sondern auch in Spanisch anbieten zu können. Unsere Kollegin Patrizia Leeb ist schon lange im Geschäft, hat sieben Jahre für das Frühstücksfernsehen gearbeitet und moderiert jetzt seit zwölf Jahren im Fernsehen. Sie ist zweisprachig aufgewachsen (Deutsch, Spanisch) und vermittelt mit ihrer freundlichen wertschätzenden Art große Souveränität.
Marianna Evenstein und Uwe Westphal sind unsere englisch-sprachigen Medientrainer, Marianna ist Amerikanerin, Uwe hat in beiden Ländern lange gelebt und als Journalist gearbeitet. Er kann Ihnen zusätzlich die britischen und amerikanischen Besonderheiten in der Kommunikation und im Journalismus vermitteln.
Simone von Stosch, Katharina Gerlach und Volker Mayr sind überaus erfahrene Journalisten und Medientrainer, die in deutscher Sprache zur Verfügung stehen.
Die Medientrainer-Berlin sind europaweit im Einsatz und freuen sich, auch ihre interkulturellen Kompetenzen zeigen zu können.

Die medientrainer-berlin sind Journalisten und Moderatoren, also Profis in Sachen Kommunikation. Profitieren Sie davon!

Ein Medientraining mit gestandenen Journalisten bereitet Sie auf Ihren Auftritt in den Medien vor – ob in den social media / Video, der Zeitung, im Radio oder im Fernsehen.

Die medientrainer berlin bieten Ihnen die passenden Module und Trainingseinheiten, auch den individuellen Check am Abend vor dem Interview – beim last minute coaching.

Kern des Netzwerkes ist Katharina Gerlach, Journalistin, Business-Coach und Moderatorin.

Wir sind seit über 20 Jahren in Berlin aktiv, kennen viele Kollegen in den Redaktionen von Fernsehen,Hörfunk und Zeitung – und wir wissen, wie Journalisten ticken.

Kontakt
medientrainer-berlin
katharina Gerlach
Kattfußstr. 46
13593 Berlin
0173 6259754
kg@medientrainer-berlin.de
http://www.medientrainer-berlin.de

Nov 27 2018

Von Kevin Costner bis Guido Maria Kretschmer

Wenn Gabo fotografiert, halten alle still

Von Kevin Costner bis Guido Maria Kretschmer

Gabriele Oestreich, bekannt als Gabo, ist Fotografin, hat schon unzählige Prominente porträtiert. Im Zuge von #MySizeRevolution, dem Motto der neuen Curvy Kollektion von Guido Maria Kretchmer für Otto, inszenierte und fotografierte sie Alexis, Cecile, Janina, Jules, Julia, Maren, Mia, Stella, Susanne, Susie, Tati und Verena. Zwölf inspirierende Curvys, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

PlusPerfekt sprach mit Gabo im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg. Guido Maria Kretschmer und das Team Soulfully hatten zur Vernissage „Size Revolution“ eingeladen.

Gabo, was war die Intention hinter der Fotoserie? Hattest Du eine Aufgabenstellung oder warst Du frei in deiner Interpretation?

Gabo | Gabriele Oestreich: Ich war Gott sei Dank frei in der Interpretation. Es war natürlich vorgegeben, wer genommen wird. Wobei die eine Hälfte gesetzt war, die andere Hälfte haben wir mit Guido zusammen in der Jury entschieden. Das war das Einzige, das stand, den Rest durfte ich mir ausdenken. Und ich habe gemerkt, dass Fotografie von Plus Size entweder nur knallhart Katalog-fotografiert wird, oder so ein bisschen fetisch-mäßig sexy am Strand. Oder einfach nicht liebevoll fotografiert. Und es fehlt eigentlich, dass die Persönlichkeit der Frauen herausgeholt wird. Das wird immer am Körper festgemacht und nicht an dem Menschen, und da ich ja eine Menschen-Fotografin bin, eine Portrait-Fotografin, bin ich ganz stark auf die Persönlichkeit gegangen, die hinter dem Körperlichen ist. Deswegen habe ich mir ein Konzept gesucht, das sehr pur und erdig ist. Ich habe selbst ein Studio in dem man sich einfach wohlfühlt. Das war wichtig, weil man das auch ausstrahlt. Das Innere übernimmt das quasi.

Sind alle Aufnahmen Schwarz-Weiß?

Gabo | Gabriele Oestreich: Nein, manche haben ganz wenig Farbe. Das ist alles eher auf Alt-Hollywood. Ich bin ein Hollywood-Fan und das hat so ein bisschen dieses ausgedrehte, müde Farben. Und manche sind klassisch Schwarz-Weiß, weil ich das dafür richtig fand.

Wir haben von einigen Models gehört, dass sie ein etwas mulmiges Gefühl hatten, weil man sagt, Du schaffst es, das Innerste nach Aussen zu kehren, dass auf Deinen Fotos die Seele zu sehen ist. Wie machst Du das?

Gabo | Gabriele Oestreich: Ich versuche das gar nicht groß, das passiert in dem Moment, wo sich der Mensch wohlfühlt und ein nettes Team um sich herum hat. Gutes Essen auf dem Tisch und einen schönen Blick aus dem Fenster. Da sind alle gut drauf und dann kommt das automatisch, dass man sich nicht so artifical (englisch für künstlich) fühlt. Dadurch zeigt man mehr sein Inneres also sonst etwas. Aber irgendein Hollywood-Star hat mal zu mir gesagt: „Oh my God, I don“t want you to fucking see my soul! I let nobody close that much …“, also da ging das ein bisschen nach hinten los, aber im Endeffekt hat auch er seine Seele heraus gekehrt.

War er mit dem Foto zufrieden oder hat man tatsächlich gesehen, was er nicht zeigen wollte?

Gabo | Gabriele Oestreich: Das ist eine gute Frage. Doch, er hat es zugelassen. Aber es gibt Menschen, die machen dann richtig zu, die wollen nicht, dass ihnen jemand zu nahe kommt. Was ich ja gar nicht tue, ich bin ja keine Seherin oder so. Ich bin dann nur mit der Optik beschäftigt. Aber wenn es zu nahe wird, dann gibt es eben Menschen, die wollen das nicht. Doch das ist mir jetzt lange nicht mehr passiert. Ich glaube das ist 20 Jahre her.

Das vollständige Interview finden Sie auf www.PlusPerfekt.de.

PlusPerfekt.de – Online-Magazin für Plus-Size-Fashion, Lifestyle, News & Trends.

PlusPerfekt.de steht für ein neues Selbstbewusstsein. Für die Lust am Leben und den Spaß an der Mode. Gerade und erst Recht mit Plus Size!

Firmenkontakt
PlusPerfekt – OnlineMagazin für Plus Size Fashion, Trends & LifeStyle
Christine Scharf
Untere Ringstr. 48
97267 Himmelstadt
09364 8157951
info@PlusPerfekt.de
https://www.plusperfekt.de

Pressekontakt
Scharf PR
Ann-Christin Scharf
Untere Ringstr. 48
97267 Himmelstadt
09364 8157950
info@ScharfPR.de
http://www.scharfpr.de

Sep 26 2018

Interview mit Stefanie Berk zum Thomas Cook Holiday Report 2018

Interview mit Stefanie Berk zum Thomas Cook Holiday Report 2018

Im Juni ist der zweite Thomas Cook Holiday Report erschienen. In fünf Kapiteln werden in dem Bericht wieder aktuelle Trends und Herausforderungen der Reisebranche thematisiert. Stefanie Berk, Geschäftsführerin Thomas Cook Central Europe & East, berichtet im Interview über Hintergründe und Themen.

Der diesjährige Report bietet wieder eine breite Themenauswahl. Ein Kapitel beschäftigt sich mit dem Trend „Staycation“ – was ist hierunter zu verstehen?
Stefanie Berk: Genau, in dem Kapitel „Zuhause fernab der Heimat“ geht es um den Trend „Staycation“. Das Wort selbst setzt sich zusammen aus den Bestandteilen „stay“ für (daheim) bleiben und „vacation“ für Urlaub. Bei dem Trend geht es darum, dass Urlauber sich im Hotel immer mehr Wohlfühlfaktoren wie zu Hause wünschen. Das Hotel wird damit immer wichtiger, die Destination selbst rückt bei der Urlaubsentscheidung eher in den Hintergrund. Diesen Wunsch der Kunden bedienen wir mit unseren eigenen Konzepten Casa Cook, Sunprime, Sunwing und Cook“s Club sehr gut, darauf gehen wir in dem Kapitel auch ein.

Der Report enthält auch ein Kapitel zu dem derzeit hoch aktuellen Thema Overtourism – kein sehr positiv besetztes Thema, oder?
Stefanie Berk: Natürlich nicht so positiv besetzt wie die anderen Themen, die wir in dem Report dieses Jahr behandeln. Aber wir haben uns bewusst dafür entschieden, uns dazu zu äußern, denn wir können uns der aktuellen Debatte über Overtourism gar nicht entziehen, das wollen wir auch nicht. Uns ging es in dem Kapitel vor allem darum, unsere Sichtweise klar zu machen. Wir setzen uns für einen verantwortungsvollen Tourismus ein. Das Problem werden wir aber nur beheben können, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten und ihre Hausaufgaben machen, auch Unterkunftsvermittlungsportale wie Airbnb oder Homeaway.

Ein weiteres Kapitel behandelt den Trend Luxusreisen.
Stefanie Berk: Hier schildern wir die Erfolgsgeschichte von Thomas Cook Signature Finest Selection und gehen auf die Bedürfnisse der Kunden in diesem Segment ein. Gäste, die einen Luxusurlaub buchen, legen vor allem Wert auf eine persönliche Betreuung vor, während und nach der Reise und die ständige Verfügbarkeit von direkten Ansprechpartnern. Ebenso wichtig sind in diesem Bereich qualitativ hochwertige Speisen und Getränke, beispielsweise eine große Weinauswahl, und die Möglichkeit, Mehrleistungen zu buchen. Das alles bieten wir mit Signature Finest Selection und treffen damit genau die Wünsche unserer Gäste.

Und wenn es um Trends geht, darf natürlich auch ein Kapitel zum Thema Digitalisierung nicht fehlen, richtig?
Stefanie Berk: So ist es und deshalb nehmen wir auch dieses Thema auf. Urlauber pendeln heutzutage bei der Reiseplanung zwischen zwei Welten: online und offline. Dabei müssen wir als Reiseveranstalter die Gäste abholen – egal auf welchen Kanälen sie gerade unterwegs sind. Eine Umfrage unter unseren Kunden hat beispielsweise gezeigt, dass 55 Prozent online nach einer Reise gesucht, dann aber doch im Reisebüro gebucht haben. Das Buchungsverhalten fordert folglich die Vernetzung von stationärem Vertrieb und Internet. Mit unserer Omnichannel-Strategie möchten wir dazu beitragen, dass die Kunden ein attraktives Beratungs- und Buchungserlebnis auf all unseren Kanälen haben und das legen wir in dem Kapitel dar.

Wer sind die diesjährigen Interviewpartner?
Stefanie Berk: Ich freue mich, dass wir für jedes Kapitel je einen hochkarätigen Experten für unsere Interviews gewinnen konnten. Dieses Jahr mit dabei sind Tristan Horx, Trendforscher am Think Tank Zukunftsinstitut Wien, Kai Diekmann, Journalist und Gründer von Storymachine, Dr. Ing. Jens Puttfarcken, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Deutschland GmbH, und Prof. Dr. Roland Conrady, Professor am Fachbereich Touristik/ Verkehrswesen an der Hochschule Worms.

Was haben Ihre Kunden von dem Report?
Stefanie Berk: Nur wenn wir die Wünsche unserer Kunden kennen, können wir unser Angebot entsprechend anpassen. Mit Unterstützung der Abteilung Customer & Market Insight fragen wir die Kunden für den Report, was ihnen wichtig ist, welchen Urlaub sie sich in Zukunft wünschen und was sie von neuen Angeboten halten. Mit dem Report zeigen wir damit auch, dass wird den Kunde getreu unserer Philosophie „Customer at out heart“ in den Mittelpunkt stellen und auf sie hören.

Der Report ist hier abrufbar und kann in der Druckversion angefordert werden via E-Mail an unternehmenskommunikation@thomascook.de.

Die Thomas Cook GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Thomas Cook Group plc, die an der Londoner Börse notiert ist. Die Thomas Cook GmbH deckt in Deutschland den gesamten Bereich touristischer Leistungen für verschiedene Zielgruppen ab. Zum Unternehmen gehören mit Neckermann Reisen, Thomas Cook, Öger Tours, Bucher Last Minute und Air Marin führende und renommierte Veranstaltermarken sowie die Ferienfluggesellschaft Condor.

Kontakt
Thomas Cook GmbH
Irene Schechinger
Thomas-Cook-Platz 1
61440 Oberursel
06171 65 1700
06171 65 1060
unternehmenskommunikation@thomascook.de
http://www.thomascook.de/unternehmen/newsroom

Mai 14 2018

Für wen ist Medientraining sinnvoll?

Für wen ist Medientraining sinnvoll?

Katharina Gerlach, Moderatorin, Medientrainerin, Kommunikationscoach

Ehrlich gesagt: für jeden Menschen, der in der Öffentlichkeit steht – und wer tut das nicht? Ob wir telefonieren und ein Produkt beschreiben, ob wir bei Partys in der Küche stehen und über unsere Hobbies berichten, ob wir im Verkaufsraum stehen und Kunden beraten – wir sind immerzu in der Öffentlichkeit.
Ein Medientraining ist für jeden Auftritt vor Publikum und in der Öffentlichkeit gut. Es gibt leider das Vorurteil, dass jeder Mensch nach einem professionellen Medientraining so redet wie die Politiker, die in Talkshows nicht auf Fragen antworten. Der betreffende Politiker ist uns mindestens unsympathisch, manchmal löst er sogar Wut aus. Dieses Verhalten hat aber nichts mit dem Medientraining zu tun!
Im Gegenteil. Diese Politiker haben leider keinen Blick für die Zielgruppe (das Publikum) – und genau das ist die Idee hinter dem Medientraining: sich aus anderer Perspektive zuzusehen, sich mit dem eigenen Auftritt wohl zu fühlen, rhetorisch gut zu sein für seine spezielle Zielgruppe. Das heißt: für die Zielgruppe verständlich zu sprechen und am besten in Geschichten, die beim Zuschauer andocken. So werden die Zuschauer das Gesagte weitererzählen. Das kann geübt werden – im Medientraining.

Medientraining wird meist erst dann gebucht, wenn Pressetermine geplant sind – und dabei wird oft vergessen, dass eine Wiederholung des Trainings (jedes Jahr ein halber Tag für die Auffrischung) auch wichtig ist. Ein Fußballer schießt ja auch mehrfach auf das Tor, bevor der der Top-Stürmer wird. Vor allem, wenn Ihr Unternehmen in einer Krise ist und das öffentliche Interesse besonders groß (und brisant) ist, sollten Sie schon Erfahrung und Übung haben.

Beim Medientraining sehen die Teilnehmer sich im Video und können sich dadurch ein distanziertes Urteil über sich selbst bilden, außerdem hilft der Journalist mit professionellem Feedback. Das kann sehr emotional sein. Hier kommt es auf die Haltung des Medientrainers an, der als Journalist, Interviewer und Kommunikations-Coach mindestens eine Doppelrolle hat. Bei einem professionellen Medientraining mit Journalisten werden die Teilnehmer sich mit anderen Augen sehen und können die Selbsteinschätzung mit der Fremdwirkung vergleichen. Eine lohnende Aufgabe, die durch angeleitene Perspektivwechsel ermöglicht wird.
Überhaupt gehört die Frage nach der Zielgruppe und die Aufarbeitung des Themas in zielgruppenspezifische Sprache zu den Aufgaben des Medientrainings – wieder ein Perspektivwechsel. Eine gute Übung, von der jeder Gesprächspartner profitieren kann.

Ein Medientraining verändert und optimiert die Art der Kommunikation: sie straffen ihre Eigendarstellung, machen sich Ihre Kernbotschaften noch einmal bewusst und werden mit einem nachhaltig besseren Kommunikationsverhalten belohnt. Warum? Weil sie sich zugesehen und zugehört haben. Weil ein Interview nur 60 bis 180 Sekunden dauert und sie doch eigentlich viel mehr sagen wollen … Weil auch ein Statement der Kanzlerin in den Nachrichten nicht länger als 20 Sekunden ist.

Überdies werden im Training Interna verraten: wie ticken Journalisten und Redaktionen? Worüber berichten die Medien und warum? Wie ist es möglich, eigene Themen in die Öffentlichkeit bringen? Was ist bei einer Journalisten-Anfrage und beim Vorgespräch zu beachten? etc.

Ist Medientraining sinvoll? Ja, uneingeschränkt. Für alle, die zielgerichtet kommunizieren wollen oder müssen. Denn Medientraining beinhaltet auch Präsentationstraining, Redetraining, Rhetorik, Auftritt – das Medientraining ist die Königsdisziplin in der Kommunikation. Medientrainings werden in offenen Seminaren angeboten und in individuellen Einzeltrainings.

Professionelle Moderatorin für Präsentation, Kongress, Award, Podiumsdiskussion, Workshop, auch für politische und gesellschaftliche Themen.
25 Jahre Erfahrung beim öffentlich-rechlichen Rundfunk. Medientrainerin, Kommunikationscoach.

Kontakt
Katharina Gerlach
katharina Gerlach
Kattfußstr. 46
13593 Berlin
0173 6259754
info@katharina-gerlach.de
http://www.katharina-gerlach.de

Mrz 31 2018

Modeschöpfer und Designer Michael Michalsky im Interview

Modeschöpfer und Designer Michael Michalsky im Interview

Foto: Happy Size/MICHALSKY (Bildquelle: Foto: Happy Size/MICHALSKY)

Karl Lagerfeld inspirierte ihn dazu Designer zu werden. Seine Models castet er nach seinem Schönheitsbild. Vor drei Jahren zieht er sich bewusst aus der „Mode-Hetzerei“ zurück, designed unter ATELIER MICHALSKY Haute Couture. In Kooperation mit Happy Size entwirft er jetzt erstmals eine Damen- und eine Herren-Kollektion in Plus Size: „7days in Style“ feiert am 18. April online Premiere.

Das OnlineMagazin PlusPerfekt sprach mit Modeschöpfer und Designer Michael Michalsky.

Herr Michalsky, Sie sind Juror bei GNTM und betreuten Team Diversity. Inwieweit war das für Sie Anstoss für die Zusammenarbeit mit Happy Size?

Michael Michalsky:
Diversity spielt für mich schon immer eine wichtige Rolle. Wenn ich jemanden für meine Show aussuche, caste ich Models nach meinem individuellen Schönheitsbild. Und das ist nicht abhängig von der Kollektionsgröße. Die Vision für eine Plus-Size Kollektion hatte ich schon länger. Mit Happy Size habe ich dafür den richtigen Partner gefunden. Die Marke ist jung, modern und zeitgemäß. Das hat mir gefallen.

Mittlerweile gibt es einige Labels, die Mode in Großen Größen anbieten. Im High Fashion Bereich tut man sich schwer. Auf den Laufstegen sieht man zwar hin und wieder Ouoten Curvys, doch wie offen ist die Modewelt tatsächlich für Plus Size Fashion?

Michael Michalsky:
Viele Leute sehen Plus Size immer noch als eine Art Fashion Sonderkategorie. Ich glaube, das ist überholt. Schubladendenken ist out – auch im High Fashion Bereich. Ich bin sicher, dass wir diesen Unterschied in Zukunft nicht mehr machen.

Worauf achten Sie, wenn Sie Mode für Plus Size entwerfen?

Michael Michalsky:
Ich entwerfe Schnitte, die Kurven schmeicheln und benutze nur hochwertige Materialien, die umspielen und nicht auftragen. Es geht darum, eine schöne Silhouette zu kreieren. Vor allem wollte ich dem modischen Anspruch der Kunden gerecht werden und coole, besondere Pieces mit trendigem Charakter designen.

Haben Sie eine andere Herangehensweise wie bei Normalgrößen?

Michael Michalsky:
Nein. Mode soll hochwertig, stylish und zeitgemäß sein. Ob für Happy Size oder für ATELIER MICHALSKY: Ich möchte Menschen schön und modern kleiden.

Manche Marken decken eine Größenrange von 34 bis 52 ab. Warum wagen sich so wenige Designer daran ihre Kollektion bis in Plus Size hinein zu graduieren?

Michael Michalsky:
Als Designer braucht man die nötige Expertise für gute Schnittführung wenn man für Plus Size entwirft. Aber das kann man lernen. Ich denke, nicht die Designer sind das Problem sondern die Salesleute und Einkäufer. Die denken, es reicht, wenn sie die Standardgrößen anbieten. Deshalb sind Anbieter wie Happy Size so enorm wichtig und deren Erfolg zeigt es.

Weiterlesen des Interviews auf PlusPerfekt.de

PlusPerfekt.de – Online-Magazin für Plus-Size-Fashion, Lifestyle, News & Trends.

PlusPerfekt.de steht für ein neues Selbstbewusstsein. Für die Lust am Leben und den Spaß an der Mode. Gerade und erst Recht mit Plus Size!

Firmenkontakt
PlusPerfekt – OnlineMagazin für Plus Size Fashion, Trends & LifeStyle
Christine Scharf
Untere Ringstr. 48
97267 Himmelstadt
09364 8157951
info@PlusPerfekt.de
https://www.plusperfekt.de

Pressekontakt
Scharf PR
Ann-Christin Scharf
Untere Ringstr. 48
97267 Himmelstadt
09364 8157950
info@ScharfPR.de
http://www.scharfpr.de

Feb 8 2018

Filmreif reisen durch Kanada

Drei kanadische Berlinale-Filmemacher führen zu Inspirations-Orten ihrer Heimat

Filmreif reisen durch Kanada

(NL/2496847694) Mettmann, 08. Februar 2018 Die Koffer sind gepackt. Darin befinden sich knapp 100 kanadische Filme und Serien, mit denen sich Kanada auf der Berlinale 2018 präsentieren wird. Preisgekrönte Filme kanadischer Regisseure, die in Kanada gedreht wurden und Filme, die von Kanada inspiriert sind. Wir haben drei herausgepickt und zeigen, an welche Orte Kanadas die Filme entführen und auf welchen oft noch unentdeckten touristischen Pfaden Besucher dort wandeln können. Alle Filmfans lesen im Abspann zudem das exklusive Interview mit Telefilm Canada, dem zentralen Filmförderungsorgan Kanadas, über die Kreativszene der kanadischen Filmemacher.

Rendezvous mit einem Eisbär auf Baffin Island
Es gibt Orte auf diesem Planeten, die scheinen zu eisig für eine angenehme Zeit. Nicht jedoch für den kanadischen Regisseur Kim Nguyen. Er drehte sein preisgekröntes Werk Rendezvous mit einem Eisbär am Nordpolarkreis von Kanada. In Apex, einer kleinen Gemeinde von Iqaluit auf Baffin Island, wo die Nummernschilder die Form eines Eisbären haben. Und die Straßenlaternen ein derart grelles Licht werfen, dass das Auswechseln der Lichtquellen für über 22.000 Dollar beinahe das Filmbudget gesprengt hätte. Im Film dient Apex als Aussteigerort für Roman und Lucy, die unabhängig voneinander auf der Suche nach sich selbst ans kälteste Ende der Welt gereist sind. In der klirrenden Kälte Nunavuts finden sie nicht nur Frieden, sondern auch die Liebe. Regisseur Nguyen, der in Montréal geboren ist und vietnamesische Wurzeln hat, versteht es, äußere Landschaften mit inneren zu verknüpfen. Apex wird damit zum Symbol des Auswegs aus der Kargheit und zu einem wichtigen Punkt auf der filmischen Landkarte. Wer auf Nguyens Pfaden nach Apex reist, taucht ein in die Welt der Inuit und der arktischen Wildnis, fährt mit dem Motorschlitten zu den Eisschollen im Eisbären-Gebiet oder gleitet mit dem Expeditionsschiff die Nordwestpassage entlang und hält Ausschau nach Narwalen.

Ab nach Gatineau mit Regisseur Philippe Farladaue
Gatineau? Genau. Gatineau gehört zu den nahezu unsichtbaren Orten auf der kanadischen Landkarte, die im Schatten der großen Metropolen liegen. Dabei ist Gatineau eine der beschaulichsten Städte am Ottawa River und Heimatort und Inspirationsquelle des erfolgreichen kanadischen Regisseurs Philippe Farladaue. Gatineau ist Ort der Kindheit und Inspirationsquelle Farladaues, der mit seinem Film Monsieur Lazahr international bekannt wurde. Der Film wurde 2012 in der Kategorie „bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert und erzählt, wie der traumatisierte algerische Immigrant Monsieur Lazhar eine nicht minder traumatisierte Grundschulklasse übernimmt, deren Lehrerin sich im Klassenraum erhängt hat. Farladaue ist bekannt für seine humorvoll und sensibel verfilmten Geschichten. Auch sein letzter Film Mein Praktikum in Kanada (2016), der zu den besten kanadischen Filmen gehört und den Telefilm Canada für die Berlinale 2018 auf die Top-10-Liste gesetzt hat, erzählt mit leiser Ironie von den Fallstricken der Demokratie am Beispiel des Abgeordneten Steve Guibord, dem bei der Abstimmung, ob Kanada in den Krieg in den Nahen Osten ziehen soll oder nicht, die ausschlagebene Stimme zufällt. Wer Farladaues Heimatort Gatineau besucht, findet sich am Ottawa River wieder, auf der gegenüberliegenden Seite von Kanadas Hauptstadt Ottawa, mit der zusammen Gatineau die National-Capital-Region bildet. Und weil Ottawa in unmittelbarer Nähe liegt, ist Gatineau Sitz zahlreicher Ministerien wie zum Beispiel des Umweltamts und der Agentur für Internationale Entwicklungen. In Gatineau steht zudem eines der größten Museen Kanadas, Kanadas Nationalmuseum für Geschichte und Gesellschaft. Gatineau wartet darauf, entdeckt zu werden!

Auf den Spuren von Maudie Marshalltown entdecken
Wer sich auf eine Zeitreise nach Nova Scotia begeben möchte, zu den wilden Küsten, den wasserumspülten Felsen, den kleinen Häfen und den auf den Wellen wippenden Holzbooten, sollte sich die dokumentarisch erzählte und tief berührende Lebensgeschichte von Maud Dowley anschauen, den Film Maudie. Darin porträtiert die irische Regisseurin Aisling Walsh die kreative Entfaltung der kanadischen Künstlerin, die in Marshalltown in Nova Scotia ihre Inspiration und ihre Motive fand. Maudie zieht als Haushälterin bei dem mittellosen Everett Lewis (gespielt von Ethan Hawke) ein, der zurückgezogen in einem kleinen Haus lebt. Schnell merkt er, dass Maudie haushälterisch mehr als ungeschickt, aber künstlerisch begabt ist und er schenkt ihr ihre ersten Ölfarben. Der Film fängt vor der rauen und mystischen Kulisse Nova Scotias die Geschichte von Maud und Everett ein, die beide vom Leben wenig begünstigt waren, aber in ihrer Liebe füreinander das größte Glück fanden. Die Gemälde von Maud Lewis, wie sie nach ihrer Hochzeit hieß, hängen heute in zahlreichen Kunstsammlungen weltweit. Einige sind auch in der Musikkneipe Bearlys in Halifax sowie in der Art Gallery von Nova Scotia zu sehen. Dort wird auch das restaurierte, originale Künstlerhaus Maudies ausgestellt. Eine Replik aus Stahl steht in Digby, Marshalltown, eine Autostunde von Maudies Geburtsort South Ohio entfernt. Wer auch reisend auf künstlerischen Spuren wandelt, sollte den Besuch der angesehenen Kunsthochschule NSCAD University in Halifax nicht versäumen!

Das Beste des kanadischen Films ist seine kulturelle Vielfalt

Ein Interview mit Telefilm Canada
Das Filmland Kanada gilt unter Kennern als Hollywood des Nordens. Dabei ist Kanada nicht nur ein beliebter Drehort für internationale Filmproduktionen, sondern insbesondere kanadische Eigenproduktionen wecken international zusehends das Interesse der Öffentlichkeit. Auf der Berlinale 2018 wird Kanada als Country in Focus als exklusiver Partner des European Film Markets (EFM) die wichtigsten Filme und Filmemacher aus Kanada vorstellen. Ein Gespräch über die kreative Filmszene Kanadas mit Carolle Brabant, Executive Director von Telefilm Canada, dem zentralen kanadischen Filmförderungsorgan.

Was ist charakteristisch für den kanadischen Film?
Ich glaube, dass kanadische Filmproduktionen national und international stetig mehr Gewicht bekommen. Unsere Kreativen Filmschaffende und Schauspieler haben die Gabe zu glänzen, wenn es darum geht, universelle menschliche Geschichten zu erzählen, denn sie tun dies mit einem typisch kanadischen Einfühlungsvermögen. Das Geheimnis liegt in der kanadischen Sicht auf die Welt: Unsere Ideen, unsere Offenheit und unsere Verschiedenartigkeit bringen Geschichten hervor, die uns von anderen positiv unterscheiden. Außerdem sind wir gut darin, originelle Filme mit kleinem Budget zu realisieren.

Was sind die Besonderheiten der kanadischen Filmindustrie?
Ich könnte dutzende Wörter finden, um unser überwältigend schönes Land und die Talente, die darin wirken, zu beschreiben, aber ich sage nur eins: Vielseitigkeit. Kanadas größtes Glück ist seine Verschiedenartigkeit auf allen Ebenen. Wie viele andere Länder auf der Welt ist Kanada ein buntes Mosaik, das aus unterschiedlichen Kulturen und Identitäten besteht. Und das ist es, worauf wir seit Jahrhunderten ganz stolz sind: Männer und Frauen aus allen Kulturen mit ihrer eigenen Geschichte sind nach Kanada gekommen, um hier zu leben. Und diese Menschen wollen sich auch auf der Leinwand wiederfinden, ihre Geschichten wollen erzählt werden. Kurzum: Der größte Schatz der kanadischen Filmindustrie ist die kulturelle Vielfalt, die unterschiedlichen Stimmen, Perspektiven und Geschichten.

Was ist die Kernaufgabe von Telefilm Canada?
Telefilm Canada hat die Aufgabe, die kanadische Filmindustrie zu stärken und sie weiterzuentwickeln. Wir unterstützen die Filmschaffenden durch finanzielle Fördermittel und Maßnahmen, die dazu beitragen, dass die Filme künstlerisch, kulturell und auch wirtschaftlich erfolgreich sind. Kanadas Kreativität strahlt über den Globus: Das ist unsere Vision. Jedes Jahr entdeckt die Welt neue kanadische Talente: Das ist unser Ziel.

Was treibt Sie an?
Das große Interesse und die Begeisterung, die unsere Filme nicht nur in Kanada auslösen, sondern überall auf der Welt, ist für mich eine wichtige Kraftquelle. Ich erinnere mich an eine schöne Begebenheit: Meine Reisen, den kanadischen Film bekannt zu machen, führen mich zu zahlreichen Festivals auf der ganzen Welt. Und jedes Mal bin ich überrascht und unglaublich stolz, wenn ich merke, wie das Publikum von den Filmen in den Bann gezogen wird und tief berührt ist von den Geschichten, die von den kanadischen Filmemachern erzählt werden. Die Kontinuität der durchweg positiven Resonanz auf die kanadischen Filme über all die Jahre auf der ganzen Welt ist für mich eine beflügelnde Erfahrung. Sie bestärkt mich, Filmliebhabern in Kanada und auf der ganzen Welt kanadische Filme näherzubringen, die sie immer wieder überraschen, bewegen und anrühren werden. Geschichten, die zeigen, wie wir sind.

Telefilm Canada feiert sein 50-jähriges Jubiläum. Was waren die größten Errungenschaften und Erfolge?
Seit 50 Jahren unterstützen wird den kanadischen Film und haben, zusammen mit unseren Partnern, eine verzweigte Förderlandschaft entwickelt, die unsere kanadischen Filmemacher unterstützt. Der kanadische Film hat sich entwickelt und wir uns mit ihm. Wir haben eine Reife erreicht, die uns erlaubt, Filme in exzellenter Qualität zu produzieren und zu exportieren. Die Qualität und Professionalität unserer Talente war noch nie so hoch wie heute. Mehr und mehr wird Kanada auch international als Talentschmiede wahrgenommen. Viele unserer Regisseure sind auch außerhalb Kanadas gefragt. Die New York Times bemerkte den Erfolg unserer Filmindustrie in einem Artikel, in dem das Folgende zu lesen war: Kanada ist gerade super gefragt. Kanadas Filme räumen regelmäßig Preise ab.

Woran ist noch zu arbeiten?
Herausforderungen sind immer auch Möglichkeiten. Wir müssen den Filmschaffenden verstärkt dabei helfen, an zusätzliche, unterschiedliche Fördertöpfe zu kommen, indem wir weitere Partner ausfindig machen, die bereit sind, in kreative Talente zu investieren. Das wird unsere Hauptaufgabe sein: neue Kooperationen mit Unternehmen und Einzelpersonen einzugehen und diese zu ermutigen, unsere Talente durch Spenden oder Partnerschaften zu unterstützen. In diesem Zusammenhang sind wir sehr stolz auf unsere Partnerschaft mit iTunes Canada. Solch erfolgreiche Kooperationen möchten wir auch auf andere Länder ausdehnen, angefangen mit Deutschland.

Wie viele Filme und Serien werden jährlich in Kanada produziert?
In 2016, wurden 133 kanadische Filme realisiert.

Wie viele Filme sind davon international bekannt? Was sind die bekanntesten kanadischen Eigenproduktionen?
Die Kreativität der kanadischen Filmschaffenden erstrahlt zunächst über die Leinwände der internationalen Filmfestivals. Zuletzt waren die Filme kanadischer Regisseure auf insgesamt 72 Festivals auf der ganzen Welt zu sehen und erhielten 61 Auszeichnungen und Preise. Unsere Favoriten aus über 100 kanadischen Filmen für die Berlinale 2018 sind: Sharkwater Wenn Haie sterben, Maudie, Life, An ihrer Seite, Rendezvous mit einem Eisbär, Monsieur Lazahr, Mein Praktikum in Kanada, Kinder aus der Hölle, Geron, Triptychon, Lao Shi und Der Sämann.

Welche international bekannten Schauspieler sind Kanadier?
Zu den Bekanntesten der jungen kanadischen Schauspielerriege gehören Seth Rogen, Jay Baruchel, Christopher Plummer, Ryan Gosling, Ellen Page, Sarah Polley, Evangeline Lilly, Donald Sutherland, Nina Dobrev, Tatianna Maslany und Anna Paquin.

Zieht es talentierte kanadische Schauspieler und Filmemacher in die USA?
Nicht unbedingt. Der Erfolg kanadischer Talente verschafft uns international enormen Rückenwind. Die Begeisterung, die mit ihrer Berühmtheit verbunden ist, wirkt sich positiv auf das Ansehen der kanadischen Filmindustrie aus und bietet Schauspielern und Filmemachern damit immer bessere Bedingungen. Es gibt einen spannenden Artikel, der diese positive Wechselwirkung beleuchtet und zeigt, wie zwei kanadische Schauspieler einen amerikanischen Blockbuster erst zu dem machen, was er ist.

Ein Slogan von Telefilm Canada ist: Inspired by talent. Viewed everywhere. Wie unterstützen Sie junge kanadische Talente, Filmemacher, Drehbuchautoren, Regisseure, Kameraleute und Schauspieler darin, gute Filme zu machen und international bekannt zu werden? Wie sieht die Talent- und Filmförderung konkret aus?
Wir unterstützen kanadische Filmemacher auf allen Ebenen: von der Entwicklung einer Filmidee über die Produktion und Nachbearbeitung bis hin zur nationalen und internationalen Vermarktung der Filme. Wir sammeln und analysieren wertvolle Erkenntnisse aus der Filmbranche und publizieren diese. Durch gezielte Werbemaßnahmen erzeugen wir ein Interesse für die kanadischen Filme, national und international, und machen die Filme zugänglich. Auch begleiten wir jedes Jahr etwa 60 Co-Produktionen mit anderen Ländern mit einem Produktionsvolumen von 500 Millionen Dollar. Auch einige deutsche Co-Produktionen haben wir bereits realisiert, so etwa zuletzt Maps to the stars (2014) von David Cronenberg, Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück (2014) von Peter Chelsom und Remember (2015) von Atom Egoyan.
Wir ermutigen zudem ganz konkret die Filmindustrie darin, Wege zu finden, ein breiteres Publikum anzusprechen. Um den Blick zu öffnen, wird zum Beispiel neuerdings auf Genre-Bezeichnungen verzichtet. Jeder kann heute zudem zu jeder Zeit und an jedem Ort Filme schauen und streamen, einfach durch einen Klick. Um neue, junge Talente und Filmschaffende zu entdecken, haben wir ein spezielles Förderprogramm ins Leben gerufen. Die jungen Talente, die wir dadurch aufgespürt haben, sind einfach unglaublich und sehr vielversprechend. Und wie viele schlummernde Talente wir gefunden haben! Bis jetzt konnten wir mithilfe des Förderprogramms 73 Filmprojekte fördern, die bereits 90 Preise gewonnen haben! Diese wollen wir der Welt vorstellen, das ist unser Ehrgeiz.

Die Mehrheit der kanadischen Filmemacher sind Männer. Telefilm Canada setzt sich für die Gleichberechtigung von Frauen in der Filmbranche ein. Wie sieht Ihr Engagement in dieser Hinsicht aus?
Für das Jahr 2020 haben wir uns vorgenommen, ein Gleichgewicht der Geschlechter in unserem Produktions-Portfolio zu schaffen (auf allen Gehaltsebenen), das umfasst besonders die Schlüsselrollen: vom Regisseur, über den Drehbuchautor bis zum Produzenten. Wir sind ausgesprochen stolz, dass wir gemeinsam mit der Filmindustrie eine zügige und konkrete Veränderung hin zu einer Gleichwertigkeit der Geschlechter im kanadischen Kino herbeiführen können. Unser Ziel ist es, den Weg für weibliche Filmschaffende zu ebnen. Deshalb ermutigen wir dazu, ein besonderes Augenmerk auf die Projekte von Drehbuchautorinnen und Regisseurinnen zu legen. Dies kann jedoch nur die Filmindustrie als Ganzes leisten. Eine wachsende Konkurrenz führt zu qualitativ hochwertigeren Ergebnissen und Filmen, die wiederum den Geschmack und die Interessen des Publikums widerspiegeln, das sich gemeinsam mit der kreativen Landschaft verändert.
Unsere aktuellen Ergebnisse sind sehr positiv: 44 Prozent der Filme haben weibliche Regisseure, 46 Prozent der Filme wurden von Drehbuchautorinnen verfasst und 51 Prozent der Filme von Produzentinnen realisiert.
Indem wir besonders in der jungen Generation die weiblichen Filmschaffenden unterstützen indem wir sie bei ihrem ersten oder zweiten Film, also in der ganz frühen Startphase ihrer Karriere fördern werden wir die Filmlandschaft verändern. Unser Aktionsplan beinhaltet auch spezielle Werbemaßnahmen, die den weiblichen Filmschaffenden eine größere öffentliche Wahrnehmung ermöglicht. Ergänzend stellen wir den Regisseurinnen, Drehbuchautorinnen und Produzentinnen professionelle berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Wie wichtig ist der deutsche Markt für kanadische Filme?
In den letzten zehn Jahren haben wir unsere Aktivitäten verstärkt, unsere internationalen Werbemaßnahmen und Exportstrategien präzisiert, unser Förderprogramm verbessert und unsere Co-Produktions-Strategien erweitert, um so die kanadische Filmindustrie bestmöglich nach vorne zu bringen. Wir hoffen, dass die Deutschen eine genauso große Begeisterung für unsere kanadischen Filme auf der Berlinale zeigen, wie sie es immer schon getan haben. Und dass unser Besuch beim European Film Market der Berlinale die deutsche Filmindustrie darin bestärkt, weitere Co-Produktionen gemeinsam mit Kanada zu entwickeln.

Wie sehen Sie die Zukunft des kanadischen Films?
Die wachsende Prominenz einer beachtlichen Zahl kanadischer Schauspieler und Regisseure auf dem internationalen Parkett und die Schnelligkeit, mit der sich die kanadischen Talente entwickeln, hat dazu beigetragen, dass Kanada mittlerweile international das Renommee genießt, ein Kreativ-Pool zu sein. Doch nicht nur das. Auch unseren Fernsehserien und -filmen wurde mittlerweile große Anerkennung zuteil. Heute hat unsere Filmindustrie ein Niveau und ein Selbstbewusstsein erreicht, das es uns erlaubt, Filme zu produzieren, die auf Augenhöhe mit den besten Filmen der Welt sind. Wir wünschen uns, dass noch viele Kooperationen mit Deutschland folgen.

Hinweis für die Redaktion:
Über Telefilm Canada
Web: https://telefilm.ca/en/
Twitter: twitter.com/telefilm_canada
Facebook: facebook.com/telefilmcanada

Firmenkontakt
Destination Canada c/o TravelMarketing Romberg TMR GmbH
Barbara Ackermann
Schwarzbachstraße 32
40822 Mettmann
49 2104 – 95 24 11 2
b.ackermann@travelmarketing.de
http://

Pressekontakt
Destination Canada c/o TravelMarketing Romberg TMR GmbH
Barbara Ackermann
Schwarzbachstraße 32
40822 Mettmann
49 2104 – 95 24 11 2
b.ackermann@travelmarketing.de
http://www.kanada-presse.de