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Mrz 13 2018

Tag der Rückengesundheit: Mit Bewegung zum gesunden Rücken

Chefarzt PD Dr. Uwe Vieweg gibt Gesundheitstipps

Tag der Rückengesundheit: Mit Bewegung zum gesunden Rücken

Gibt Gesundheitstipps anlässlich des offiziellen „Tags der Rückengesundheit“: PD Dr. Uwe Vieweg.

Rummelsberg. Rückenschmerzen zählen zu den größten Volkskrankheiten unserer Zeit. Unabhängig von Alter, Bevölkerungsschicht oder Berufsgruppe – Rückenschmerzen können jeden treffen. Laut einer aktuellen Umfrage der „Aktion Gesunder Rücken“, die am 15. März den mittlerweile 17. Tag der Rückengesundheit ausruft, geben 70 Prozent der 1000 Befragten an, mindestens einmal im Monat unter Rückenschmerzen zu leiden. Rund zwei Drittel fühlen sich durch ihre Schmerzen in der Lebensqualität eingeschränkt. Auch wenn die Ursachen für die Beschwerden meist harmlos sind, sollten Rückenschmerzen behandelt werden. „Es ist daher wichtig, Rückenschmerzen vorzubeugen. Und das geht am Besten durch ausreichend Bewegung“, rät daher PD Dr. med. Uwe Vieweg, Chefarzt der Abteilung für chirurgische und konservative Wirbelsäulentherapie am Krankenhaus Rummelsberg.

Rückenschmerzen sind vielfältig, genau so wie ihre Behandlungs- und Therapieformen. „Es gibt keine allgemeingültige Behandlungsform, die für jeden Patienten sinnvoll und wirksam ist“, so der Facharzt für Neurochirurgie weiter, der neben altersbedingten Verschleißerscheinungen unter anderem auch Übergewicht, Fehlhaltungen, monotone und zu wenig Bewegung als Ursachen nennt. Die Wirbelkörper nutzen sich ab, Schmerzen entstehen, ein Teufelskreis beginnt. Darum gilt: Wer sich richtig vorbeugt, beugt vor. „Tragen und heben Sie nicht mit gebeugtem, sondern mit geradem Rücken. Gehen Sie beim Herunter- und Vorbeugen in die Knie und versuchen Sie, den Rücken möglichst nicht zu beugen“, rät der Experte. Sein Appell: Neben viel Bewegung den Rücken durch gezielte Übungen stärken. Hilfreich sind dabei Rückenschulen, die von zahlreichen Gesundheitseinrichtungen angeboten werden.
Werden Muskeln und Gelenke bewegt, wirkt das wie eine kleine Massage. Verspannungen werden gelockert, die Durchblutung wird angeregt und die Schmerzen lassen nach. Eine Schonhaltung, also das Vermeiden von Bewegungen dagegen, kann die Schmerzen noch verstärken. „Besonders förderlich ist dabei Bewegung an der frischen Luft: Der Stoffwechsel wird angeregt, der Blutdruck sinkt langfristig, die Produktion des Schlafhormons Melatonin wird reguliert und die Bildung von Glückshormonen gefördert. Entscheidend ist dabei nicht die Intensität der Bewegung. Ob ein Spaziergang, Radfahren, Nordic Walking, Inline-Skaten, Kanufahren oder eine Partie Golf – durch regelmäßige Aktivität lassen sich nicht nur Rückenschmerzen lindern, sondern Bewegung ist auch die beste Vorbeugung gegen Kreuzschmerzen“, weiß PD Dr. med. Uwe Vieweg.

Schlägt eine konservative Therapie nicht an, bleibt oft nur die Operation

Wer allerdings bereits von Rückenschmerzen geplagt ist – und das ist in Deutschland laut Statistik einer der häufigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit – dem bleibt nur noch die medizinische Behandlung. Die konservative Vorgehensweise beginnt, so PD Dr. med. Uwe Vieweg, je nach Schwere der Erkrankung, mit der herkömmlichen Physiotherapie. Mit ihr können bereits gute Ergebnisse erzielt werden. Auch Medikamente und gezielte Einspritzungen können oftmals den Schmerz nehmen. Ist dies jedoch nicht der Fall, bleibt oft nur die Operation, durch die der Patient wieder an Lebensqualität gewinnt. „Erfreulicherweise gibt es in der Wirbelsäulenchirurgie neue, muskelschonende, mikrochirurgische Eingriffe und bewegungserhaltende OPs“, erklärt der Arzt. Sämtliche Wirbelsäuleneingriffe können im Krankenhaus Rummelsberg durchgeführt werden. Durch die mikrochirurgischen Eingriffe ist kein langer Hautschnitt mehr notwendig. Damit liegen die Vorteile der „Schlüsselloch-Chirurgie“ klar auf der Hand: Der Eingriff ist schonend, der Blutverlust und die Schmerzen gering, der Patient kann das Krankenhaus bald wieder verlassen und die Lebensqualität ist wieder hergestellt.

Über das Krankenhaus Rummelsberg:

Das Krankenhaus Rummelsberg, in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG, verfügt über 360 Betten und ist südöstlich von Nürnberg gelegen. Das Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen-Nürnberg ist in den Fachbereichen Orthopädie und Unfallchirurgie (210 Betten), Neurologie (60 Betten), Innere Medizin (30 Betten) und Geriatrische Rehabilitation (60 Betten) weit über die Grenzen der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen hinaus bekannt. Medizinische und pflegerische Fachkompetenz prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg. Das hochspezialisierte Team aus Ärzten sowie Pflegenden behandelt die Patienten ganz im Sinne des Leitmotivs: „In guten Händen gesund werden“. Mehr Informationen unter www.krankenhaus-rummelsberg.de oder www.pflegecrew-rummelsberg.de

Kontakt
Krankenhaus Rummelsberg GmbH
Dominik Kranzer
Rummelsberg 71
90592 Schwarzenbruck
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dominik.kranzer@sana.de
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Feb 20 2018

Krankenhaus Rummelsberg: MZEB kommt

Ambulantes Versorgungszentrum geht im März an den Start

Krankenhaus Rummelsberg: MZEB kommt

Das interdisziplinäre MZEB-Team um Dr. Frank Kerling (2.v.l.) geht ab März 2018 an den Start. (Bildquelle: Krankenhaus Rummelsberg)

Rummelsberg. Der Bezirk Mittelfranken bekommt ab 5. März 2018 sein erstes Medizinisches Behandlungszentrum für Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schwerer Mehrfachbehinderung (MZEB) – und zwar am Krankenhaus Rummelsberg. Unter der Leitung von Dr. Frank Kerling entsteht hier ein ambulantes Versorgungszentrum für Menschen, die aufgrund der Art, Schwere und Komplexität ihrer Behinderung von niedergelassenen Haus- bzw. Fachärzten nicht ausreichend versorgt werden können. „Die medizinisch-therapeutische Versorgung und Behandlung von Menschen mit Behinderung hat in Rummelsberg eine lange Tradition. Wir sind sehr froh, dass wir diese Tradition nun auch im Erwachsenen-Bereich fortführen können und ein zentrale Anlaufstelle in Mittelfranken geschaffen wurde“, so Geschäftsführer Frank Stauch.

„Mit dem Erreichen der Volljährigkeit entstand bisher eine Versorgungslücke bei Patienten mit geistiger oder mehrfacher Behinderung“, erklärt PD Dr. Martin Winterholler, Chefarzt der Klinik für Neurologie. „Mit dem §119c SGB V wurde eine gesetzliche Grundlage für die Errichtung von MZEBs geschaffen, die nun überall in Deutschland entstehen. Wir sind hoch erfreut, dass hier in Rummelsberg ein solches Versorgungszentrum entsteht. An einem Ort, an dem bereits Menschen mit Behinderung leben, die spezielle medizinische Versorgung benötigen.“ Der bisherige leitende Oberarzt der Klinik für Neurologie, Dr. Frank Kerling, wird Leiter des ambulanten Zentrums. Dieses entsteht im dritten Stock des Wichernhauses am Krankenhaus Rummelsberg.

Eigentliche Behandlung erfolgt im wohnortnahen Bereich
„In unserem interdisziplinäres Team arbeiten Fachärzte verschiedener Fachgebiete und Therapeuten eng zusammen, die langjährige Erfahrung mit Menschen mit Behinderung haben“, weiß Kerling, der in Abstimmung mit Angehörigen, Betreuern und niedergelassenen Ärzten notwendige Untersuchungen durchführt, einen Therapieplan erstellt und eine optimale Heil- und Hilfsmittelversorgung gewährleistet. Sein Behandlungszentrum greift auf Experten aus Neurologie, Orthopädie, Innere Medizin, Psychologie, Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie, Krankenpflege und Sozialdienst zurück. „Die eigentliche Behandlung erfolgt dann im wohnortnahen Bereich“, erklärt Kerling.

Umfangreiches Leistungsangebot vor Ort in Rummelsberg
Als Zugangsvoraussetzung für eine Untersuchung im MZEB Rummelsberg gelten ein Schwerbehindertenausweis ab GdB 80 und ein Merkzeichen G, AG, H, BI, GI oder TBL sowie eine Diagnose wie bspw. Zerebralparese, Intelligenzminderung, Entwicklungsstörungen, angeborene Fehlbildungen, Persönlichkeits- oder Verhaltensstörungen aufgrund einer Krankheit des Gehirns. Dr. Kerling beschreibt das Leistungsangebot des MZEBs Rummelsberg wie folgt: „Unklare und komplexe Erkrankungen sowie Verhaltensstörungen und Schmerzen werden bei uns abgeklärt. Hinzu kommt die Diagnostik und Therapie von Schluckstörungen sowie Diagnostik bei speziellen Syndromen mit Therapieempfehlungen und -überwachung. Weitere Schwerpunkte sind schwer behandelbare Epilepsien und die Therapie von Spastik sowie die Betreuung von Menschen mit Muskelerkrankungen und Störungen der Atmung. Abgerundet wird unser Leistungsangebot mit der Beratung und Versorgung von Heil- und Hilfsmitteln“, so Kerling, der auch spezielle Angebote wie Sonographie, Laboruntersuchungen oder Botoxsprechstunden anbietet. Termine für das MZEB Rummelsberg können über das zentrale Belegungsmanagement am Krankenhaus Rummelsberg unter 09128/5042303 vereinbart werden. Danach wird Interessenten ein Fragebogen zugeschickt mit der Bitte, diesen im Vorfeld der Erstuntersuchung auszufüllen. „Als Versorgungszentrum möchten wir in erster Linie Menschen mit Behinderung unterstützen, möglichst gesund zu bleiben. Denn Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben“, so Kerling. Mehr Informationen unter mzeb-rummelsberg.de.

Über das Krankenhaus Rummelsberg:

Das Krankenhaus Rummelsberg, in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG, verfügt über 360 Betten und ist südöstlich von Nürnberg gelegen. Das Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen-Nürnberg ist in den Fachbereichen Orthopädie und Unfallchirurgie (210 Betten), Neurologie (60 Betten), Innere Medizin (30 Betten) und Geriatrische Rehabilitation (60 Betten) weit über die Grenzen der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen hinaus bekannt. Medizinische und pflegerische Fachkompetenz prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg. Das hochspezialisierte Team aus Ärzten sowie Pflegenden behandelt die Patienten ganz im Sinne des Leitmotivs: „In guten Händen gesund werden“. Mehr Informationen unter www.krankenhaus-rummelsberg.de oder www.pflegecrew-rummelsberg.de

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Feb 13 2018

Als angehörigenfreundliche Intensivstation zertifiziert

Krankenhaus Rummelsberg sieht Angehörige als Teil des therapeutischen Konzepts

Als angehörigenfreundliche Intensivstation zertifiziert

(Bildquelle: Krankenhaus Rummelsberg)

Rummelsberg. Krankenhausbesuche von engen Freunden und Angehörigen haben nachweislich einen gesundheitsfördernden Einfluss auf Patienten. Ein wesentlicher Grund, warum sich das Krankenhaus Rummelsberg für das Zertifikat der Stiftung Pflege e.V. stark gemacht hat. Ab sofort ist die interdisziplinäre Intensivstation als „angehörigenfreundlich“ zertifiziert. Für Angehörige bedeutet dies in erster Linie: flexible Besuchszeiten und die Einbeziehung von Angehörigen in den Versorgungs- und Behandlungsverlauf.

„Ein vertrauter Mensch auf der Intensivstation spielt eine zentrale Rolle für die Genesung des Patienten. Angehörige unterstützen die Pflegekräfte und durch die Anwesenheit wird der Patient oftmals ruhiger und stabiler“, weiß Ute Jahnel, die stellvertretende Pflegedirektorin am Krankenhaus Rummelsberg. Anna-Silke Geidner, Abteilungsleiterin der Funktionsbereiche OP, Anästhesie und Intensivmedizin, ergänzt: „Angehörigen werden so die Ängste vor dieser besonderen medizinischen Einheit genommen und sie werden aktiv in den Behandlungsprozess miteinbezogen. Familienmitglieder haben zudem individuelle Kenntnisse über Vorlieben des Patienten was beispielsweise Essen, Hygieneartikel und Schlafgewohnheiten betrifft. Dieses Wissen können Pflegekräfte nutzen, um den Patienten optimal zu versorgen.“ Gemeinsam mit Stationsleiter Hans-Georg Spöttling haben sie sich dafür stark gemacht, dass das Krankenhaus die Grundlagen der Zertifizierung erfüllt. Neben der öffentlichen Anerkennung des Rechts des Patienten auf die Anwesenheit von Angehörigen gehört auch die nachweisliche Information über eine individuelle Besuchsregelung – sprich flexible Besuchszeiten – dazu. Im Zusammenhang mit der Zertifizierung wurde auch ein sogenanntes Codewort eingeführt. Dieses wird für den Angehörigen-Besuch bzw. die Telefonauskunft über den Zustand eines Patienten definiert.

Die Intensivstation am Rummelsberger Krankenhaus bietet Platz für zehn Betten, davon vier Beatmungsplätze, und versorgt über 1.000 Patienten pro Jahr. Frank Stauch, Geschäftsführer am Krankenhaus Rummelsberg begründet den Schritt zur Zertifizierung wie folgt: „Unsere Patienten auf der Intensivstation werden somit besser versorgt und auch die Zusammenarbeit der Fachgruppen wird durch die Unterstützung der Angehörigen erleichtert. Wir sehen Angehörige als Teil des therapeutischen Konzepts.“ Für die nächsten drei Jahre ist die Klinik nun zertifiziert. Danach erfolgt ein Re-Audit.

Bildunterschrift:
Haben sich dafür eingesetzt, dass das Krankenhaus Rummelsberg als „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ anerkannt wird: Ute Jahnel, Hans-Georg Spöttling und Anna-Silke Geidner (v.l.n.r).

Über das Krankenhaus Rummelsberg:

Das Krankenhaus Rummelsberg, in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG, verfügt über 360 Betten und ist südöstlich von Nürnberg gelegen. Das Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen-Nürnberg ist in den Fachbereichen Orthopädie und Unfallchirurgie (210 Betten), Neurologie (60 Betten), Innere Medizin (30 Betten) und Geriatrische Rehabilitation (60 Betten) weit über die Grenzen der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen hinaus bekannt. Medizinische und pflegerische Fachkompetenz prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg. Das hochspezialisierte Team aus Ärzten sowie Pflegenden behandelt die Patienten ganz im Sinne des Leitmotivs: „In guten Händen gesund werden“. Mehr Informationen unter www.krankenhaus-rummelsberg.de oder www.pflegecrew-rummelsberg.de

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Jan 15 2018

Orthopädentag 2018: Blick über den Tellerrand hinaus gerichtet

Klares Ziel: Bestmögliche Behandlungsergebnisse für Patienten

Orthopädentag 2018: Blick über den Tellerrand hinaus gerichtet

Rummelsberg. Es hat Tradition, dass der Ärztliche Direktor aus dem Kranken-haus zu Jahresbeginn zum Orthopädentag einlädt. In der Regel folgen dem Ruf zahlreiche Orthopäden aus Bayern und der Region – so auch in diesem Jahr. Das klare Ziel von Prof. Dr. Richard Stangl: „Zusammen mit niedergelassenen Ärzten das bestmögliche Behandlungsergebnis für die Patienten erreichen.“

Dass der Bewegungsapparat an sich bereits komplex ist, davon zeugen am Rummelsberger Krankenhaus allein die sechs unterschiedlichen orthopädischen Abteilungen, die es dort gibt. „In vielen Fällen ist orthopädische Chirurgie ein gelerntes Handwerk, Patienten zu helfen. In vielen Fällen ist es aber auch Kunsthandwerk, so dass Operateure nicht nach Schema F arbeiten können“, betonte Prof. Dr. Richard Stangl, Ärztlicher Direktor am Krankenhaus Rummelsberg und Initiator des Orthopädentages. „Damit meine ich, dass zum großen Teil künstlerisches Geschick notwendig ist, um im Sinne des Patienten erfolgreich agieren zu können.“ Genau um dieses Geschick und das Versorgen von komplexen Fällen drehten sich alle Vorträge bei der diesjährigen Auflage des Orthopädentages, der unter dem Motto „Komplexität in Orthopädie und Unfallchirurgie“ stand.

Was Fallzahlen und behandelte Krankheitsbilder betrifft, sticht Rummelsberg internationale Häuser aus

Der erste Teil der Fortbildungsveranstaltung stand unter dem Vorsitz von Dr. Karl-Heinz Conrad, dem stellvertretendem Landesvorsitzenden des bayerischen Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie, und von Prof. Dr. Bernd Kladny, dem Generalsekretär der deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie. Conrad lobte die traditionsreiche Veranstaltung und betonte, dass das Rummelsberger Haus bestens aufgestellt sei und die Fachgesellschaften genau so ein Engagement benötigen. Den Auftakt gab Chefarzt PD Dr. Heinrich Dorner, der sich dem komplexen geriatrischen Patienten widmete. Dabei ging der Mediziner darauf ein, dass alle im Alter ein stückweit autoimmun werden und es oftmals vielleicht eine Ursache für etwas gibt, aber viele mögliche Ansatzpunkte. Beispielsweise bei einem Sturz sei die Ursache die defizitäre Gleichgewichtskontrolle, aber die vielen Auslöser seien eine verminderte motorische Reaktivität und eine verminderte sensorische Wahrnehmung. Aus diesem Grund vertrat Dorner die Ansicht bei der komplexen Behandlung den interdisziplinären Ansatz zu vertiefen. Sein Chefarztkollege Prof. Dr. Martinus Richter stellte die komplexen Eingriffe an Fuß und Sprunggelenk in den Mittelpunkt seines Vortrages und verdeutlichte, dass sich mehr als ein Viertel aller Knochen und Gelenke am Fuß befinden. Der Mediziner konnte eindrucksvoll belegen, dass seine Abteilung im Vergleich zu internationalen Krankenhäusern gerade bei Krankheitsbildern wie der vollständig operativen Entfernung des Sprungbeins die Gehfähigkeit deutlich erhöhen konnte. Und auch was die Fallzahl bestimmter Krankheitsbilder betrifft, könne das vermeintlich „kleine Haus“ Größen wie das Hospital für Special Surgery in New York deutlich ausstechen.

Knieprothese ist kein Gang zum Friseur

Prof. Dr. Dr. Wolf Drescher widmete sich dem Thema der „Differentialtherapie der Gonarthrose“ und stellte klar, dass es sich dabei um einen anspruchsvollen Eingriff handelte, der in den Medien oftmals fälschlicherweise als „Gang zum Friseur“ verharmlost werde. „Das vermittelt beim Patienten einen völlig falschen Eindruck, dass hier keine Komplikationen oder ähnliches entstehen können. Der Aufklärungsaspekt ist hier sehr wichtig, so dass der Patient im Vorfeld weiß, was auf ihn zukommen kann“, so Drescher. Prof. Dr. Walter Strobl, Chefarzt der Klinik für Kinder-, Jugend- und Neuroorthopädie belegte die erfolgreiche Prävention durch minimalinvasive Früstbehandlung bei Hüftdysplasien und Hüftluxationen und die Tatsache, dass von 420 Patienten mit Hüftrekonstruktionen im Kindesalter knapp 360 Patienten auch nach sieben, zehn und 15 Jahren eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität attestieren. Zum Abschluss des ersten Teils stellte Dr. Jörg Albrecht, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, den Skalenus-Katheter vor unter dem Titel „Ein weit verbreitetes Verfahren mit komplexem Risikoprofil“. Dabei handelt es sich um ein Regionalanästhesieverfahren, das operative Eingriffe an Arm und Schulter ermöglicht. Albrecht betonte, dass es der Methode geschuldete Begleiterscheinungen gäbe, wie das Horner-Syndrom, das sich durch eine Pupillenverengung, dem Herabhängen des Oberlids und einen gering eingesunkenen Augapfel ausdrücken kann. Der Hinweis im Vorfeld eines Eingriffs auf solche möglichen Begleiterscheinungen sei zwingend erforderlich.

Thema Schulter: Richtiger OP-Ansatz muss abgewägt werden

Im zweiten Teil der Veranstaltung unter dem Vorsitz von Dr. Christian Birnmeyer, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie an der Sana Klinik Pegnitz und Prof. Dr. Kolja Gelse, Leitender Oberarzt der unfallchirurgischen Abteilung am Uniklinikum Erlangen, referierte Prof. Dr. Stangl über die komplexe Ruptur der Rotatorenmanschette, welche Möglichkeiten es gibt und wie man hinsichtlich des Alters des Patienten und dessen Ansprüche die Wahl des richtigen OP-Ansatzes trifft. PD Dr. Vieweg ging auf das Iliosakralgelenk ein und darauf, dass ein Viertel der Patienten, die an Rückenschmerzen leiden, Probleme mit dem Iliosakralgelenk haben, was oftmals falsch diagnostiziert wird. Der Mediziner appellierte an die Fachkollegen, den Patienten aus einem ganzheitlichen Blickwinkel zu betrachten und auch die „restlichen Baustellen“ anzugehen. Dr. Matthias Ponfick, Leitender Arzt am Querschnittzentrum, stellte die Versorgung von Patienten mit Rückenmarkverletzungen vor und betonte die Wichtigkeit, dass Betroffene in dafür vorgesehenen Zentren behandelt werden, um so die Selbstständigkeit zu erhöhen.

Industrie muss in Sachen Implantate nachbessern

PD Dr. Martin Winterholler stellte die Zusammenhänge von Parkinson und Orthopädie her und gab Hilfestellungen, wie Orthopäden Anzeichen für Parkinson feststellen können, bevor Chefarzt Dr. Lenz den Finger in die Wunde legte und eindrucksvoll Fälle vorstellte, wo Implantatversagen oder -Brüche thematisiert wurden. Lenz stellte die These auf, dass sich Implantatversagen überproportional zur gestiegenen Fall an Revisionen häufen und belegte dies eindrucksvoll mit eigenen Zahlen. Lenz richtete einen deutlichen Appell an die Industrie: „Diese Fehler werden künftig häufiger auftreten – sehr zum Leidwesen der Patienten. Aus diesem Grund ist es an der Zeit, es besser zu machen und in konstruktiven Gesprächen zu erörtern, wie das der Falls ein kann.“ In seinen Augen könne es nicht sein, dass sich Implantathersteller auf bestimmte Körpergewichte von Patienten beschränken. Schließlich müsse diesen ebenfalls bestmöglich geholfen werden.

Am Ende freute sich Prof. Dr. Stangl über die zahlreiche Teilnahme, die fundierten Vorträge und die anregende Diskussion und lud alle Anwesenden zum gemeinsamen Neujahresbuffet ein. „Die wissenschaftlichen Vorträge sind das eine, der ebenso wichtige Teil ist das Netzwerken. Ich wünsche Ihnen gute Gespräche“, schloss Stangl die Veranstaltung.

Über das Krankenhaus Rummelsberg:

Das Krankenhaus Rummelsberg ist seit dem 1. September 2010 in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG. Es verfügt über 380 Betten und ist in den Fachbereichen Orthopädie/Unfallchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Rehabilitation weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Medizinische Fachkompetenz und christliches Engagement prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg, das seit jeher ein sozial-diakonisches Profil innehat. Dabei behandelt das hochspezialisierte Team aus Ärzten und Ärztinnen sowie Pflegenden die Patienten ganz im Sinne des Leitmotivs: „In guten Händen gesund werden“.

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Jan 11 2018

Bei Sana schneller fit mit Puma

Rummelsberger Krankenhaus Vorreiter – Kniepatienten erhalten Trainingsanzug zur schnelleren Genesung

Bei Sana schneller fit mit Puma

Rummelsberg/Herzogenaurach. Das unter der Trägerschaft der Sana Kliniken AG befindliche Krankenhaus Rummelsberg hat zum Jahreswechsel eine Kooperation gestartet. Ab Januar erhalten alle Kniepatienten von Prof. Dr. Dr. Wolf Drescher, Chefarzt der Klinik für orthopädische Chirurgie der unteren Extremitäten und Endoprothetik, einen Trainingsanzug der Marke Puma. „Dieser wird zur schnelleren Genesung beitragen“, ist sich Prof. Drescher, der Initiator des Projekts, sicher. Dabei setzt der Mediziner auf die Motivation der Patienten, die durch den Trainingsanzug einen Ansporn erhalten sollen, intensiver krankengymnastisch zu üben und dadurch schneller fit zu werden.

Prof. Dr. Dr. Drescher ist hocherfreut, dass die Zusammenarbeit mit dem Sportartikelhersteller Puma zu Stande gekommen ist. „Je intensiver die Patienten nach der Knieoperation trainieren, desto besser das Ergebnis und desto schneller erreichen sie dies. Insofern empfinde ich die Kooperation als eine echte Innovation“, erklärt Prof. Drescher. Für ihn ist der Trainingsanzug eine Möglichkeit, auf die psychologischen Aspekte der Genesung positiv einzuwirken. „Die Patienten sollen einen Anreiz bekommen, ihre Übungen zur Genesung und in der Reha intensiver auszuführen, so dass sie schneller fit werden. Der modische Sportanzug motiviert die Patienten zu mehr Eigenübungen“, glaubt Drescher. „Ziel ist es, das Potential des aktiven Mitwirkens des Patienten am Behandlungserfolg zu heben“, erklärt Drescher, der vom Nutzen des Projekts für den Patienten überzeugt ist.

Spitzenmedizin und Spitzensport
Auf Puma-Seite musste man nicht lange überlegen, als die Anfrage des renommierten Chefarztes kam. Gerald Zanon, Key Account Manager bei Puma, bestätigt: „Anfangs war es eine ungewöhnliche Anfrage, aber wir waren sofort begeistert, weil das Projekt zu uns und unserem Slogan ,Foreverfaster Puma“ perfekt passt.“ Auch Sebastian Holm, Geschäftsführer am Krankenhaus Rummelsberg, war sofort ein Befürworter des Projekts: „Für mich ist es die ideale Symbiose von Spitzenmedizin und Spitzensport hier am Standort Rummelsberg und speziell in der Metropolregion. Dass unsere medizinische Expertise über die Grenzen Nordbayerns hinaus bekannt ist, dafür steht für mich auch die Kooperation mit Puma.“

Bewegung und Physiotherapie sind das A und O
Die Kniepatienten der Klinik für orthopädische Chirurgie der unteren Extremitäten und Endoprothetik sind es, die nach der Operation einen Sportanzug erhalten. Prof. Drescher erklärt, warum gerade bei Kniepatienten die Motivation eine zentrale Rolle bei der Genesung spielt: „Wenn es um Knie-Prothesen geht, ist es wichtig, dass der Patient bereits am Tag der Operation Vertrauen fasst und die ersten Schritte mit der Prothese wagt. Das hat vor allem auch psychologische Gründe, dass der Patient merkt, es funktioniert. Die Bewegung und Physiotherapie im Anschluss an eine Operation ist das A und O, dass die gewünschte Genesung eintritt.“ Drescher weiß, wovon er spricht. Die Mobilisation direkt nach dem Eingriff ist ein Baustein seines ganzheitlich-patientenorientiertem Behandlungskonzeptes mit dem Namen „5V“. Dahinter stecken die Bausteine Verstehen, Vertrauen, Vorbereiten, Versorgen und Vertikalisieren. Im ersten Schritt sollen die Patienten Erkrankung und Therapie verstehen, so dass gegenseitiges Vertrauen entsteht. Vorbereitet werden die Patienten schon vor der Operation in Form von Krankengymnastik, so dass damit direkt nach der OP weitergemacht werden kann. Versorgt werden die Patienten durch eine präzise Operationstechnik mithilfe der modernsten Navigation. Den Abschluss bildet das Vertikalisieren: Eine gezielte und intensive Krankengymnastik (auch am Wochenende) verhilft Patienten zügig zu einem aufrechten und symmetrischen Gang in der Ebene und auf der Treppe – ab sofort auch im modischen Trainingsanzug gemäß dem Motto „Bei Sana schneller fit mit Puma.“

Erster Trainingsanzug geht an Bayreuther Basketball-Trainerlegende
Als erster Patient kam Tom Schneeman in den Genuss eines Puma-Trainingsanzuges. Außer Meistermacher Les Habegger gibt es wohl kaum einen erfolgreicheren Trainer in der Bayreuther Basketball-Geschichte. Der US-Amerikaner und ehemalige Cheftrainer der britischen Basketball-Nationalmannschaft führte den damaligen USC Bayreuth sofort auf den fünften Bundesliga-Platz und sensationell ins Viertelfinale des europäischen Korac-Cups. Bei seinem zweiten Engagement schaffte er auf Anhieb den sofortigen Wiederaufstieg und führte das Team als Zweitligist ins Pokalfinale. Die hohe Disziplin, die Schneeman von seinen Spielern als Trainer abverlangte, ist nun auch in der Reha gefordert. Prof. Dr. Dr. Drescher ist jedoch guter Dinge: „Tom Schneeman ist für sein Alter von 75 Jahren in einer sehr guten Verfassung, kann das Knie schon wieder exzellent bewegen und steckt den Eingriff aufgrund seiner sportlichen Vergangenheit sehr gut weg. Insofern der ideale Patient für den Startschuss des Projekts ,Bei Sana schneller fit mit Puma““.

Bildunterschrift:
Die Bayreuther Basketball-Trainerlegende Tom Schneeman (links im Bild) war der erste Patient, der von der Kooperation zwischen Puma und dem Krankenhaus Rummelsberg profitierte. Prof. Dr. Dr. Wolf Drescher, der Initiator des Projekts, überreichte Schneeman einen Trainingsanzug und wünschte kurz vor Entlassung alles Gute für die weitere Genesung.

Über das Krankenhaus Rummelsberg:

Das Krankenhaus Rummelsberg ist seit dem 1. September 2010 in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG. Es verfügt über 380 Betten und ist in den Fachbereichen Orthopädie/Unfallchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Rehabilitation weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Medizinische Fachkompetenz und christliches Engagement prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg, das seit jeher ein sozial-diakonisches Profil innehat. Dabei behandelt das hochspezialisierte Team aus Ärzten und Ärztinnen sowie Pflegenden die Patienten ganz im Sinne des Leitmotivs: „In guten Händen gesund werden“.

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Okt 26 2017

Prof. Dr. Richter übernimmt Präsidentschaft der weltweiten Fachgesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Von Rummelsberg in die Welt

Prof. Dr. Richter übernimmt Präsidentschaft der weltweiten Fachgesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Der neue und der bisherige Präsident der IFFAS: Prof. Dr. Martinus Richter & Dr. Charles Saltzmann.

Rummelsberg/Lissabon. Die weltweit internationale Vereinigung der Fuß und Sprunggelenkgesellschaften, kurz IFFAS, hat einen neuen Präsidenten: Prof. Dr. Martinus Richter, Chefarzt der Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie am Krankenhaus Rummelsberg. Der Mediziner ist somit für die nächsten drei Jahre der Leiter. Sehr zur Freude von Sebastian Holm, dem Geschäftsführer am Krankenhaus Rummelsberg: „Dass unser Haus durch Prof. Dr. Richter auf der Weltbühne der Fußchirurgie würdig vertreten wird, ist eine große Auszeichnung und Ehre.“

Die Chancen, Probleme im Alter mit dem Fuß oder Sprunggelenk zu bekommen, stehen hoch: „Dreiviertel der über 60-Jährigen haben ein Problem an Fuß oder Sprunggelenk“, weiß Prof. Dr. Richter. Dabei handelt es sich um Deformitäten wie beispielsweise Hallux valgus, aber auch um Instabilitäten und Verletzungsfolgen. Mit einem Märchen kann der Experte aufräumen: „Die Schuhe haben damit nichts zu tun.“ Schließlich haben auch Völker, die barfuß laufen, die gleichen Probleme. Pro Tag knicken allein in Deutschland 8.000 Patienten um und erleiden einen Bänderriss am Sprunggelenk. „In 95 Prozent der Fälle heilen die Bänder erfolgreich, in fünf Prozent der Fälle verbleiben Instabilitäten und andere Probleme. Genau um diese fünf Prozent kümmern sich Fuß- und Sprunggelenkexperten“, so Richter. Der Mediziner leitet am Krankenhaus Rummelsberg eines der größten Zentren für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie in Deutschland und zählt seit Jahren zu den TOP-Medizinern laut FOCUS-Ärzteliste.

Richter führt pro Jahr etwa 700 Operationen an Fuß und Sprunggelenk durch

Menschen, die sich akut am Sprunggelenk verletzen, können in Rummelsberg vollumfänglich versorgt werden. „In der Regel kommen zu uns die Patienten, die Monate nach einer Verletzung immer noch Beschwerden haben. Genau für diese Fälle gibt es die Zentrumsbildung“, erklärt Richter. Etwa 700 Patienten werden von ihm pro Jahr operiert, in der Abteilung sind es über 1000. Innovative Behandlungsmethoden wie das europaweit erste 3D-Röntgengerät für Untersuchungen im Stehen mit Belastung oder Knorpeltherapie mit körpereigenen Stammzellen haben Richter weit über die Grenzen der Metropolregion und Deutschlands bekannt gemacht. Ab sofort leitet der 48-Jährige, der insgesamt über 800 wissenschaftliche Publikationen vorweisen kann, die Geschicke der weltweiten Vereinigung der Fuß- und Sprunggelenkgesellschaften ( www.iffas.org).

Engagement mit missionarischem Charakter

„Mein Ziel ist es, auch sogenannten Zweite- und Dritteweltländer mitzunehmen, dorthin Expertise zu bringen und notwendige Ressourcen zu schaffen“, sagt Richter. Dafür werden Publikationen zu Forschung und Lehre unterstützt, Kongresse ausgerichtet, sowie Operationskurse angeboten. „Zudem ist es meine Intention, sich den Ländern zu zuwenden, die noch nicht Teil der weltweiten Fachgesellschaft sind, da sie gar keine nationale Fuß- und Sprunggelenkgesellschaft haben.“ Konkret nennt Richter Regionen wie Afrika und den Nahen Osten. Auf die Frage hin, was das Spannende an der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie sei, antwortet Richter: „In der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie gibt es ganz verschieden Operationen, wir haben 30 Knochen und fast 30 Gelenke auf etwa 30 Zentimeter Fuß verteilt. Und gerade die komplexesten Probleme haben es mir angetan.“ Das weltweite Engagement in Sachen Fuß und Sprunggelenk hat für ihn auch missionarischen Charakter: „Die Hälfte der Patienten, die Probleme an Fuß oder Sprunggelenk haben, suchen zu spät einen Experten auf. Dann sind bereits irreversible Schäden entstanden. Mit meiner ehrenamtlichen Arbeit versuche ich ein stückweit Prävention zu betreiben und dafür zu sorgen, dass die volle Funktionsfähigkeit der Füße erhalten bleibt.“

Über das Krankenhaus Rummelsberg:

Das Krankenhaus Rummelsberg ist seit dem 1. September 2010 in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG. Es verfügt über 380 Betten und ist in den Fachbereichen Orthopädie/Unfallchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Rehabilitation weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Medizinische Fachkompetenz und christliches Engagement prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg, das seit jeher ein sozial-diakonisches Profil innehat. Dabei behandelt das hochspezialisierte Team aus Ärzten und Ärztinnen sowie Pflegenden die Patienten ganz im Sinne des Leitmotivs: „In guten Händen gesund werden“.

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Okt 18 2017

Zum wiederholten Male: Orthopädie und Neurologie ausgezeichnet

Klinikliste 2018 bestätigt Spitzenmedizin im Krankenhaus Rummelsberg

Zum wiederholten Male: Orthopädie und Neurologie ausgezeichnet

Rummelsberg. Das Nachrichtenmagazin FOCUS hat es wieder getan und deutschlandweit über 3000 Kliniken unter die Lupe genommen. Zum wiederholten Male ganz vorne mit dabei: das Krankenhaus Rummelsberg. Die Klinikliste 2018 zählt die Rummelsberger Orthopädie und Neurologie zu den Top-Einrichtungen, wie auch schon im vergangenen Jahr. „Für unsere Patienten ist das ein externer Beleg dafür, dass wir hier Spitzenmedizin vor den Toren Nürnbergs anbieten. Für uns als Klinik ist die Auszeichnung weiterer Ansporn dafür, auch künftig dieses Niveau zu halten und die beste orthopädische und neurologische Versorgung für Patienten anzubieten“, so Prof. Dr. Richard Stangl, Ärztlicher Direktor am Krankenhaus Rummelsberg.

Für die Orthopädie mit ihren sechs spezialisierten Fachabteilungen ist es bereits die sechste Auszeichnung in Folge. Das Magazin FOCUS-GESUNDHEIT stellt jährlich mit der Klinikliste den größten Klinikvergleich hierzulande an. Nach geprüften Kriterien bringt damit ein unabhängiges Institut Klarheit für Patienten und Angehörige hinsichtlich der richtigen Krankenhauswahl. In die Bewertung gehen unter anderem Daten zu Fallzahlen, Behandlungsergebnissen und Komplikationsraten, ausführliche Interviews mir renommierten Ärzten sowie wissenschaftliche Publikationen ein. „Oftmals ist die zu bewertende Welt der Krankenhäuser für den Patienten nicht ganz leicht. Auszeichnungen wie vom Magazin FOCUS schaffen hier Transparenz“, erklärt Sebastian Holm, der auch betont: „Wir freuen uns über diese Auszeichnung. Allein die Tatsache, dass wir zum wiederholten Male geehrt wurden, zeigt, dass es sich um keine Momentaufnahme handelt. Egal, ob Chefarzt oder Gesundheits- und Krankenpfleger: Der Verdienst gilt allen unseren Mitarbeiten, die tagtäglich daran arbeiten, dass Patienten die optimale Versorgung in Rummelsberg bekommen.“ 5.600 Patienten werden jährlich in der Orthopädie behandelt. Zudem wurde das gesamte Haus als Top-Klinik in Bayern ausgezeichnet.

Parkinsonklinik zählt ebenfalls zu den Besten
Auch die Klinik für Neurologie unter der Leitung von PD Dr. Martin Winterholler hat Grund zur Freude. Nach 2017 zählt die Parkinsonklinik auch 2018 zu den renommiertesten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland. Julia Nüsslein, vom Verlag BurdaNews, bestätigt: „Das Krankenhaus Rummelsberg ist eines von 46 Krankenhäusern, die für Parkinson ausgezeichnet wurden.“ Knapp 3.100 Patienten versorgt die Neurologie jährlich. Davon erhalten rund 500 Parkinson-Patienten pro Jahr in Rummelsberg ein umfangreiches und strukturiertes Therapieangebot. Dass dieses Angebot sehr gut ankommt, zeigen die Teilnehmerzahlen beim jährlichen Parkinson-Symposium. Über 300 Interessierte kommen jährlich zu dieser Veranstaltung. „Mit unserem Rummelsberger Parkinsonkonzept können wir Betroffene auf höchstem Niveau versorgen. Der Mix aus medikamentöser Therapie, psychologischer und physiotherapeutischen Einheiten sowie der hohen Kompetenz unseres Pflege- und Therapieteams kommt bei den Patienten sehr gut an“, so die Einschätzung von Chefarzt Martin Winterholler.

Das Krankenhaus Rummelsberg verfügt über 360 Betten, davon 200 im Bereich der Orthopädie. Es ist weit über die Grenzen der Region für die Fachbereiche Orthopädie und Unfallchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Rehabilitation bekannt und wächst weiter. Kürzlich wurde in Rummelsberg ein Querschnittzentrum für Menschen mit Rückenmarkverletzungen eröffnet, sowie ein Herzkatheterlabor. Jährlich werden im Krankenhaus Rummelsberg 9.300 Patienten stationär und 25.000 ambulant versorgt. Das Haus befindet sich in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG.

Bildunterschrift:
Nahmen stellvertretend für alle Mitarbeiter im Haus die drei Auszeichnungen der Klinikliste 2018 entgegen: PD Dr. Martin Winterholler (Chefarzt der Klinik für Neurologie), Geschäftsführer Sebastian Holm und Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Richard Stangl (v.l.n.r.).

Über das Krankenhaus Rummelsberg:

Das Krankenhaus Rummelsberg ist seit dem 1. September 2010 in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG. Es verfügt über 380 Betten und ist in den Fachbereichen Orthopädie/Unfallchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Rehabilitation weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Medizinische Fachkompetenz und christliches Engagement prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg, das seit jeher ein sozial-diakonisches Profil innehat. Dabei behandelt das hochspezialisierte Team aus Ärzten und Ärztinnen sowie Pflegenden die Patienten ganz im Sinne des Leitmotivs: „In guten Händen gesund werden“.

Kontakt
Krankenhaus Rummelsberg GmbH
Dominik Kranzer
Rummelsberg 71
90592 Schwarzenbruck
09128 5043365
dominik.kranzer@sana.de
http://www.krankenhaus-rummelsberg.de

Jul 19 2017

Die Ärztin, der die Adler vertrauen

Dr. Sandra Ebert-Fillmer ist Teamärztin beim Deutschen Skiverband – Faible für Frakturen

Die Ärztin, der die Adler vertrauen

Wenn nötig legt die Teamärztin Sandra Ebert-Fillmer auch bei den Skiern selber Hand an.

Rummelsberg. Ganz egal, ob Kuusamo in Finnland, Pyeongchang in Südkorea oder Planica in Slowenien – wenn Markus Eisenbichler, Andreas Wellinger, Richard Freitag und Co. von der Schanze fliegen, ist sie nicht weit: Sandra Ebert-Fillmer. Seit 2013 ist die Oberärztin aus dem Krankenhaus Rummelsberg regelmäßig am Start, wenn die Adler des Deutschen Skiverbands (DSV) um Medaillen fliegen. Zusammen mit dem leitenden Mannschaftsarzt Mark Dorfmüller kümmert sie sich um die Verletzungen der Athleten und bringt scheinbar auch Glück: „Wenn ich dabei war, ist bislang noch nie viel passiert“, so die 33-jährige Bayreutherin. Wir haben uns mit Dr. Sandra Ebert-Fillmer unterhalten und sie gefragt, wie es dazu kam, worauf es ankommt, ob sie selber auch springen würde und ob ein Kreuzbandriss für Sportler das Aus ist.

Trotz ihrer jungen Jahre haben Sie als Ärztin schon einiges hinter sich. Sie waren im Ärzteteam des Boxverbands, danach ging es zur Luftrettung und seit ein paar Jahren versorgen Sie medizinisch Deutschlands Elite im Skifliegen. Wie kam es dazu?

Sandra Ebert-Fillmer: Eigentlich war es eher Zufall. Der leitende Teamarzt Marc Dorfmüller fiel für die Skiflugweltmeisterschaft 2013 in Harrachov (Tschechien) aus. Ich war bereits beim deutschen und österreichischen Boxverband tätig. Mein ehemaliger Chef, Prof. Walter Wagner aus Bayreuth, hat mich damals vermittelt, da ich bereits einige Erfahrungen im Profisport hatte. Seitdem bin ich regelmäßig im Winter mit von der Partie.

Was ist das Besondere an dieser Tätigkeit und dem Umgang mit den Stars?

Sandra Ebert-Fillmer: In erster Linie die Tatsache, dass man ausschließlich mit Spitzensportlern arbeitet. Die Springer bemerken sofort, wenn etwas mit dem Körper nicht stimmt und bereits kleinere Beschwerden können auf so hohem Niveau eine gute Platzierung kosten. Natürlich sind es auch die Reisen in die unterschiedlichsten Länder, die den Job sehr spannend und abwechslungsreich machen. Die Jungs sind alle ganz normal. Es hat niemand Starallüren. Alle sind total auf dem Boden geblieben und stets nett und freundlich.

Worauf kommt es bei Ihrer Tätigkeit an?

Sandra Ebert-Fillmer: Mein Ziel ist es, die Springer während des Weltcups oder bei Weltmeisterschaften optimal zu betreuen. Während der anstrengenden Wintersaison – es sind fast jedes oder jedes zweite Wochenende Wettkämpfe angesetzt – werden die Springer oft von grippalen Infekten oder muskulären Beschwerden geplagt. Diese gilt es zu behandeln, damit die Athleten wieder vom Schanzentisch springen können. Im Vorfeld eines jeden Springens gibt es auch viel Organisatorisches zu erledigen. Wo ist der schnellste Weg zum Ausgang, wo ist das restliche medizinische Personal im Falle eines Sturzes stationiert, steht ein Hubschrauber zur Verfügung, wo befindet sich die nächstgelegene Klinik die schwerere Verletzungen behandeln kann – solche Fragen gibt es zu klären. Für jedes Springen wird vom Internationalen Skiverband FIS ein sogenannter Medical Plan erstellt.

Ist Skispringen eine Sportart, die zwingend mit Verletzungen einhergeht?

Sandra Ebert-Fillmer: Im Vergleich zu anderen Risikosportarten passiert bei uns eigentlich wenig. Toi, toi, toi. Klar, auch in unserem Team gibt es immer mal wieder auch schwerere Verletzungen wie beispielsweise die Kreuzbandruptur von Severin Freund oder die Luxation des Sternoclaviculargelenks von Andreas Wellinger. Schlimmere Unfälle blieben uns bis jetzt erspart – und das soll auch gerne so bleiben. Bei anderen Nationen kam es leider infolge eines Sturzes schon zu inkompletten Querschnitten – das darf man nicht unter den Tisch kehren. Aber vielleicht bringt meine Anwesenheit zumindest dem deutschen Team Glück. Wenn ich dabei war, ist bislang noch nicht viel passiert.

Würden Sie selber auch mal vom Schanzentisch springen bzw. fliegen?

Sandra Ebert-Fillmer: Nein, danke. Ich war schon ein paar Mal ganz oben auf der Schanze, das hat mir gereicht. Es ist wahnsinnig steil und hoch. In Oberstdorf an der Schattenbergschanze gäbe es die Möglichkeit, an einem Seil zu springen, aber nicht mal das würde ich machen. Die Springer fahren zum Teil mit bis zu 100 km/h an den Schanzentisch. In diese Sportart muss man von klein auf reinwachsen!

In welche Sportart sind Sie reingewachsen bzw. was ist ihr sportlicher Ausgleich zur Arbeit bei den Skispringern und am Krankenhaus Rummelsberg?

Sandra Ebert-Fillmer: Da ich aus dem Allgäu komme, stand ich mit drei Jahren schon auf den Brettern. Ich denke, dass ist zumindest entfernt mit dem Skispringen verwandt. Aber auch Mountainbike und Rennradfahren sind meine Disziplinen. Vor einigen Jahren habe ich mit dem Kite-Surfen angefangen, da besteht allerdings noch Verbesserungspotential.

Stichwort „Rummelsberg“ – was genau machen Sie, wenn Sie nicht an der Schanze stehen?

Sandra Ebert-Fillmer: Dann gehe ich meiner Oberarzttätigkeit am Krankenhaus Rummelsberg nach. In der Klinik für Unfall-, Schulter- und Wiederherstellungschirurgie, Sportmedizin und Sporttraumatologie ist das zu behandelnde Spektrum extrem groß und vielfältig. Das macht es spannend und man kann jeden Tag noch sehr viel lernen.

Gibt es bei der Unfallchirurgie eine Lieblingstätigkeit oder gar ein Faible?

Sandra Ebert-Fillmer: Am liebsten behandle ich Frakturen. Damit habe ich in der Unfallchirurgie am meisten Erfahrungen gesammelt. Dabei muss man sich immer wieder auf neue Situationen einstellen, jede Fraktur ist anders. Es gibt keinerlei Routine. Ich vergleiche das meistens mit einem Puzzle-Spiel: Es macht großen Spaß, wenn alles wieder an Ort und Stelle ist und es ist immer wieder eine neue Herausforderung. Aber auch die arthroskopischen Operationen an Knie- und Schultergelenken bereiten mir sehr viel Freude.

Abschließende Frage: Früher war ein Kreuzbandriss für Sportler oft das Aus. Wie ist das heute?

Sandra Ebert-Fillmer: Es ist definitiv nicht das Aus. Gregor Schlierenzauer oder Severin Freund sind beste Beispiele. Die Operation muss sitzen, das korrekte OP-Verfahren angewendet werden und die sofort beginnende Rehabilitation ist das A und O. Wichtig ist es, die Muskulatur sofort aufzubauen und die volle Kniegelenksbeweglichkeit wieder herzustellen – ohne die Einheilung des Kreuzbandtransplantats zu gefährden. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, kann alles so gut werden wie vorher – zumindest aus medizinischer Sicht spricht hier nichts dagegen!

Über das Krankenhaus Rummelsberg:

Das Krankenhaus Rummelsberg ist seit dem 1. September 2010 in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG. Es verfügt über 380 Betten und ist in den Fachbereichen Orthopädie/Unfallchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Rehabilitation weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Medizinische Fachkompetenz und christliches Engagement prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg, das seit jeher ein sozial-diakonisches Profil innehat. Dabei behandelt das hochspezialisierte Team aus Ärzten und Ärztinnen sowie Pflegenden die Patienten ganz im Sinne des Leitmotivs: „In guten Händen gesund werden“.

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Jul 17 2017

Über Stürze, Rippenprellungen und nachts kochende Athleten

Oberärztin Ursula Bloos ist die chirurgische Leitung beim Challenge Roth – seit zehn Jahren

Über Stürze, Rippenprellungen und nachts kochende Athleten

Seit zehn Jahren fester Bestandteil des Challenge Roth: Notärztin Ursula Bloos.

Rummelsberg/Roth. Im Rahmen der diesjährigen Auflage des Challenge Roth feierte Ursula Bloos still und heimlich ein Jubiläum: zum zehnten Mal war sie am Start. Für einen Athleten eine Leistung, der Hochachtung gebührt. Einziger Haken: Ursula Thea Bloos ist keine Athletin und hat noch nie die Ziellinie überquert. Hochachtung gebührt ihr trotzdem – schließlich ist die Oberärztin aus dem Krankenhaus Rummelsberg seit zehn Jahren die chirurgische Leitung beim weltgrößten Langdistanz-Triathlon. „Ehrenamtlich – für einen Appel und ein Ei“, wie die Fachärztin für Chirurgie und Unfallchirurgie selbst sagt.

Angefangen hat alles 1986. Als ehrenamtliche Helferin ist die Rotherin mit dem Bayrischen Roten Kreuz (BRK) das erste Mal auf der Strecke mit dabei und „leckt Blut“. Seitdem hat sie der Mythos „Triathlon Roth“ nicht mehr losgelassen. Zusammen mit Tobias Wollny und Milan Wasserburger ist sie im Ärzteteam des Challenge und kümmert sich um die medizinische Versorgung. 350 Versorgungen im Zieleinlauf, 50 auf der Strecke bei Athleten, die abgebrochen haben, und insgesamt 50 chirurgische Fälle – das ist die Bilanz 2017. „Oberarmbrüche, Prellungen sind hier dabei, aber auch Verbrennungen, Schnittverletzungen oder kuriose Geschichten. Wir hatten auch jemand, bei dem ein Gummi-Teil des Smartphone-Kopfhörers im Ohr stecken geblieben ist“, schmunzelt Bloos. „Aber auch eine Zuschauerin mit einer akuten Psychose hatten wir dieses Jahr dabei, die wir ruhigstellen, fixieren und ins Betriebsklinikum bringen mussten.“ In Erinnerung ist ihr in den letzten zehn Jahren auch ein Däne geblieben, der in komatösen Zuständen im Ziel angekommen ist und erstmal fünf Infusionen – sprich 2,5 Liter – benötigt hat. Seine Erklärung gegenüber Ursula Bloos: „I“m just hungry.“

Kai Hundertmarck kocht nachts im Keller
Ursula Bloos schwärmt von einem „faszinierenden Sport, bei dem sehr spezielle Typen dabei sind“. Sie selber ist ebenfalls speziell oder einfach nur positiv verrückt. Der Urlaub wird vor und nach dem Challenge genommen, zu Hause bietet sie regelmäßig für zwei Athleten ein sogenanntes „Home-Stay“ an und so stand auch schon Kai Hundertmarck nachts um vier in ihrem Keller und hat sich 500 g Nudeln gemacht. „Die Typen sind kurios“, so die 50-jährige Rotherin, die nicht nur beim Wettkampf sondern auch davor und danach die Athleten fachärztlich betreut. „Chiropraktik und Taping kommen hier sehr gut an – und das Wichtigste ist, es funktioniert auch auf der Bierbank.“

DRK-Truck für chirurgische Erstversorgung feiert Premiere
In diesem Jahr erstmals mit in Roth dabei: ein Truck für die chirurgische Erstversorgung vom Deutschen Roten Kreuz. „Ein geiles Teil“, schwärmt Bloos, die in der mobilen Praxis, die eigentlich für Flüchtlingsversorgung vorgesehen ist, am Wettkampftag sonografiert und die unfallmedizinische Versorgung übernimmt. Rippenprellungen seien nämlich keine Seltenheit. „Der Schwimmstart ist das Schlimmste, aber in der Disziplin Radsport gibt es sicherlich die meisten Unfälle“, weiß Bloos. Für die ideale Vorbereitung auf den Wettkampf empfiehlt sie eine ausgewogene Ernährung und den Blick auf den Flüssigkeitshaushalt. „Bereits fünf Tage vor dem Wettkampf sind diese Dinge sehr wichtig. Zudem sollten Sportler viel Kohlenhydrate, wenig Eiweiß und dafür bis zu vier Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen.“ Ihrer Ansicht nach sei auch eine mentale Ruhe 24 Stunden vor dem Start wichtig und dass man im Vorfeld „nicht übertrainiert“.

Team Garwood als emotionalster Moment der Challenge-Historie
Liebevoll nennt sie die Teilnehmer „Endorphinspinner“. Auf die Frage nach dem emotionalsten Challenge-Moment muss die 50-jährige nicht lange überlegen: „Team Garwood“, lautet ihre knappe Antwort. Challenge-Kenner wissen, was sich dahinter verbirgt: Kevin Garwood und sein behinderter Sohn Nicholas, der mit zerebraler Kinderlähmung auf die Welt gekommen ist. Beide bestritten 2015 das Abenteuer Challenge gemeinsam und auf ungewöhnliche Weise: Vater Kevin zog Nicholas beim Schwimmen im Kajak, die Radstrecke wurde per Tandem absolviert und der Marathon im Rennrollstuhl. „Einfach nur wow, da hatte auch ich beim Zieleinlauf Tränen in den Augen. Der Vater hat bei der medizinischen Versorgung alles bekommen, was er wollte“, lacht Bloos.

Unfallmedizin hat es ihr angetan
Gegen 23 Uhr neigt sich am Wettkampftag auch ihr persönlicher Arbeitstag dem Ende zu. Professionell und schnell konnte in allen Fällen medizinische Hilfe geleistet werden. Für die Patienten ist die Behandlung umsonst – bis hin zu Orthese. Viele Patienten melden sich auch im Nachgang bei der Notärztin und danken ihr für die Behandlung. Schade findet Ursula Bloos, dass die Bayerische Landesärztekammer für den Einsatz am Challenge keine Fortbildungspunkte gibt. „Dass man ehrenamtlich einen ganzen Tag hilft, ist keine Selbstverständlichkeit“, hebt Bloos den Zeigefinger – immerhin sind rund 20 Ärzte auf und neben der Strecke im Einsatz. Sie spricht dabei aber nicht von sich. Für sie zählt der Teamgedanke und sie würde auch kein Salär für ihren Einsatz nehmen. „Das geht am Sportgedanken vorbei und wäre ungerecht den ganzen anderen ehrenamtlichen Helfern gegenüber. Wir sind alle eine große Familie. Das macht Roth aus“, erklärt die Medizinerin. „Nicht jeden Tag“ braucht Ursula Bloos einen Challenge. Aber einmal im Jahr darf es schon sein. In der Zeit zwischen den Highlights erweitert sie ihr chirurgisches Feld am Krankenhaus Rummelsberg. Schließlich hat es ihr nicht nur der Challenge, sondern auch die Unfallmedizin angetan. Und hin und wieder kommt es auch dort vor, dass sie an der Klinik für Unfall-, Schulter- und Wiederherstellungschirurgie, Sportmedizin und Sporttraumatologie den ein oder anderen Profi-Sportler behandelt. Es muss ja nicht immer Frodeno, Bracht und Co. sein!

Über das Krankenhaus Rummelsberg:

Das Krankenhaus Rummelsberg ist seit dem 1. September 2010 in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG. Es verfügt über 380 Betten und ist in den Fachbereichen Orthopädie/Unfallchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Rehabilitation weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Medizinische Fachkompetenz und christliches Engagement prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg, das seit jeher ein sozial-diakonisches Profil innehat. Dabei behandelt das hochspezialisierte Team aus Ärzten und Ärztinnen sowie Pflegenden die Patienten ganz im Sinne des Leitmotivs: „In guten Händen gesund werden“.

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Jul 3 2017

FOCUS-Ärzteliste 2017: Auch Dr. Frank Kerling zählt zu den Besten

Rummelsberger Neurologe zum dritten Mal in Folge als Top-Mediziner in Deutschland im Bereich Epilepsie gelistet

FOCUS-Ärzteliste 2017: Auch Dr. Frank Kerling zählt zu den Besten

Dr. Frank Kerling ist zum dritten Mal in Folge Top-Mediziner im Rahmen der FOCUS-Ärzteliste.

Rummelsberg. Doppelter Grund zur Freude am Krankenhaus Rummelsberg: Neben Prof. Dr. Martinus Richter zählt auch Dr. Frank Kerling zu den Top-Medizinern in Deutschland – dies geht aus der aktuellen FOCUS-Ärzteliste 2017 hervor, die das Nachrichtenmagazin herausgebracht hat. „Wir freuen uns, dass gleich zwei unserer Ärzte am Krankenhaus Rummelsberg auf der FOCUS-Ärzteliste gelistet sind. Für Dr. Kerling ist es die dritte Auszeichnung in Folge und diese Tatsache unterstreicht, dass Patienten bei uns einen der führenden Ärzte im Bereich der Epilepsie vorfinden“, betont Geschäftsführer Sebastian Holm.

Jährlich vertrauen zahlreiche Patienten bei ihrer Arztwahl auf die FOCUS-Ärzteliste. Sie gilt als wichtiger Wegweiser hinsichtlich der optimalen Arztwahl. Mit Dr. Frank Kerling ist der leitende Oberarzt der Klinik für Neurologie am Krankenhaus Rummelsberg im Bereich „Epilepsie“ gelistet – bereits zum dritten Mal in Folge. „Ich freue mich sehr über diese erneute Auszeichnung. Schließlich basiert dies zu einem Großteil auf den Empfehlungen von Kollegen, die bundesweit gefragt wurden, von wem sie sich selbst behandeln lassen würden. Mit dieser Auszeichnung schreiben wir die Erfolgsgeschichte des Rummelsberger Epilepsiezentrums weiter“, so Dr. Kerling. Die von ihm geführte Einrichtung war 2016 die erst zweite in Bayern, die von der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie mit dem Zertifikat „Epilepsiezentrum für Erwachsene“ ausgezeichnet wurde.

Für die Aufnahme in die FOCUS-Ärzteliste 2017 werden die betreffenden Mediziner in der Regel von Fachkollegen empfohlen. Weitere Daten werden in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, Fachgesellschaften, Patientenverbänden, regionalen Selbsthilfegruppen und Fachkongressen durch entsprechende Befragungen erhoben. Auch Patientenäußerungen zu Ärzten und Kliniken in Internet-Foren und die Anzahl der fachwissenschaftlichen Publikationen tragen zur Bewertung bei.

Über das Krankenhaus Rummelsberg:

Das Krankenhaus Rummelsberg ist seit dem 1. September 2010 in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG. Es verfügt über 380 Betten und ist in den Fachbereichen Orthopädie/Unfallchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Rehabilitation weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Medizinische Fachkompetenz und christliches Engagement prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg, das seit jeher ein sozial-diakonisches Profil innehat. Dabei behandelt das hochspezialisierte Team aus Ärzten und Ärztinnen sowie Pflegenden die Patienten ganz im Sinne des Leitmotivs: „In guten Händen gesund werden“.

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Dominik Kranzer
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