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Sep 25 2018

Medikamente statt gesunder Lebensweise?

Lebensstilveränderungen müssen bei Bluthochdruck erste Wahl sein!

Medikamente statt gesunder Lebensweise?

Fiona Godlee, die Chefredakteurin von The BMJ (ehemals British Medical Journal), einer der weltweit renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften, stellt angesichts der neuen US-Guidelines die weit verbreitete Blutdruck-Medikation in Frage: Eine Massenmedikation der Bevölkerung kann nicht die Maßnahme sein, wo Lebensstilveränderungen viel mehr bewirken können!

Neue US-Blutdruck-Richtlinien
Das American College of Cardiology (ACC) und die American Heart Association (AHA) gaben 2017 neue, strengere Richtlinien für die Einstufung und Behandlung von Bluthochdruck heraus. Ziel ist die frühere Intervention zur effektiveren Bekämpfung von Bluthochdruck (Whelton et al., 2018).

Neue Richtlinien für die Einstufung von Bluthochdruck des American College of Cardiology und der American Heart Association (2017):
– Normaler Blutdruck: unter 120/80 mmHg
– Erhöhter Blutdruck: Systolische Werte 120 bis 129 mmHg und diastolische Werte unter 80 mmHg
– Bluthochdruck Stadium 1: Systolische Werte 130 bis 139 mmHg oder diastolische Werte 80 bis 89 mmHg
– Bluthochdruck Stadium 2: Systolische Werte mind. 140 mmHg oder diastolische Werte mind. 90 mmHg

Mehr als jeder Zweite mit Bluthochdruck
Eine aktuelle Studie hat nun errechnet, wie sich diese neuen Leitlinien auf die Prävalenz von Bluthochdruck in den USA und China auswirken würden, falls diese zur Anwendung kämen: Die Prävalenz von Bluthochdruck würde in den USA auf 63% aller Erwachsenen zwischen 45 und 75 Jahren ansteigen. In China wären 55% betroffen – ein Anstieg der Prävalenz um 45,1%! In absoluten Zahlen sind dies 70 Millionen US-Amerikaner und 267 Millionen Chinesen (Khera et al., 2018).
Über die Hälfte der Erwachsenen über 45 hätte nach den neuen US-Richtlinien also Bluthochdruck – Menschen, für die antihypertensive Medikamente in Frage kommen, so Godlee. Dabei ist die Rate derjenigen, die blutdrucksenkende Medikamente einnehmen, bereits jetzt sehr hoch. Studien ergeben, dass diese Medikamente das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall etwas senken können, doch das kann eine Umstellung der Lebensweise auch! Ist eine Massenmedikation sinnvoll, wenn es auch anders geht? Dabei sind auch die zahlreichen Medikamenten-Nebenwirkungen nicht zu vernachlässigen (Godlee, 2018).

Gewichtsreduktion und salzarme, kaliumreiche Ernährung statt Pillen
Bluthochdruck ist nur eine der Zivilisationserkrankungen, die meist im Quartett des metabolischen Syndroms daherkommen. Daraus entwickelt sich dann Diabetes mellitus Typ 2. Früher dachte man die Erkrankung wäre irreversibel. Neuen Erkenntnissen zufolge lässt sich durch eine Gewichtsreduktion möglicherweise aber doch eine Besserung erzielen (Godlee, 2018).
Eine Gewichtsreduktion verbessert nicht nur die glykämische Kontrolle, sondern auch den Blutdruck und die Blutfettwerte. Die Nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD) betrifft schätzungsweise ein Viertel der Erwachsenen. Auch hier ist die Gewichtsabnahme durch Ernährungsumstellung und Bewegung die Hauptbehandlungsmaßnahme (Godlee, 2018).
Mit der natriumarmen, kaliumreichen DASH Diet steht eine wissenschaftlich bestens erprobte Ernährungsweise zur Verfügung, die Bluthochdruck sehr wirkungsvoll behandelt. In Deutschland ist die DASH Diet allerdings kaum bekannt. – Es fehlt eine Lobby, da keiner daran verdient.

Pharmaindustrie im Vorteil?
Der Markt für Medikamente gegen die weit verbreiteten Zivilisationserkrankungen ist für Pharmafirmen extrem attraktiv. Medikamente gegen andere Erkrankungen, die seltener und Lebensstil-unabhängig sind, sind dagegen uninteressant. Patienten, die solchen Erkrankungen machtlos ausgeliefert sind und auf medizinischen Fortschritt hoffen, bleiben auf der Strecke.
Medikamente können nicht die Antwort auf Erkrankungen sein, die durch eine ungesunde Lebensweise verursacht werden und deren Verbesserung, Heilung und Prävention durch eine gesündere Lebensweise möglich ist. Medikamente weisen oft nur einen geringfügigen Nutzen auf, dem hohe Kosten entgegenstehen, die über die Krankenkassen auf die gesamte Bevölkerung umgelegt werden. Zudem dürfen die Nebenwirkungen nicht außer Acht gelassen werden.
Den neuen US-amerikanischen Blutdruck-Richtlinien zufolge sollen im Kampf gegen den Bluthochdruck nicht medikamentöse Maßnahmen, sondern vorrangig eine Änderung der Lebensweise angestrebt werden. Bleibt zu hoffen, dass Regierung, Ärzte und Patienten dies ebenso sehen.

Kommentar von Dr. med. L. M. Jacob:

Wir sind für unsere Gesundheit selbst verantwortlich – das sollte niemand delegieren
Die Anpassung der Bluthochdruck-Leitlinien ist nicht einfach ein bösartiger Coup der Pharmaindustrie – auch wenn diese sicherlich dankbar dafür ist -, sondern steht eher damit in Verbindung, dass Bluthochdruck weltweit tatsächlich zur Hauptursache eines frühen Todes oder einer Invalidität geworden ist.
An unseren Wohlstandserkrankungen ist nicht die Pharmaindustrie schuld, sondern unsere Vorlieben und die Lebensmittelindustrie. Mit Ernährung und Lebensstil kann man leichten Bluthochdruck am besten und mit nur positiven Nebenwirkungen behandeln – das ist bestens belegt.
Unsere Ernährung und Lebensweise machen uns krank. Und Mann hortet meist hunderte von elektronischen Spielzeugen zu Hause, statt des einen wesentlichen, das jeder Mann ab 40 braucht: ein Blutdruckmessgerät. Denn wer früh erkennt, dass der Blutdruck anfängt zu steigen, kann dies durch Änderungen der Ernährung und des Lebensstils sehr gut und rechtzeitig abfangen. Darüber hinaus sind Selbstmessungen immer realistischer als die sporadische Messung beim Arzt.
Gesundheit und Prävention – das ist vor allem auch die Verantwortung eines jeden einzelnen. Wer sie an die Lebensmittelindustrie, die Krankenkasse, die Ärzteschaft oder die Pharmaindustrie abgibt, wird viele böse Überraschungen erleben.
Der Blutdruck sollte hier im Zentrum der Aufklärung stehen, denn er hat sehr viel mit unserem Lebensgefühl zu tun. Es bleibt zu hoffen, dass die neuen Leitlinien nicht zu einer Übertherapie mit zu starker Blutdruckabsenkung führen. Denn auch zu niedriger Blutdruck und vor allem schlecht eingestellter Blutdruck können schaden. Der Patient bleibt nur bei der Therapie, wenn er sich auch wohlfühlt. Hier kann besonders eine zu rabiate Blutdruckabsenkung dem Gehirn den nötigen Saft abdrehen. Der Betroffene kann am besten seinen Blutdruck richtig einstellen, wenn er diesen selbst überwacht und gelernt hat, diesen mit den richtigen Maßnahmen und ggf. Medikamenten einzustellen.

Gerade das wichtigste Gut, „unsere Gesundheit“, wird immer mehr von modernen web-Quacksalbern bedient, denen die von der Ärzteschaft und Pharmaindustrie enttäuschten Menschen ins web, zu Deutsch „Netz“, gehen und von denen sie mit Halbwahrheiten informiert und abkassiert werden. Der größte Feind der Wahrheit ist nicht eine dumme Lüge, sondern die raffinierte Halbwahrheit, weil sie viel schwieriger zu durchschauen ist.
Die gesunde, überlegte Mitte und Jahrtausende von Erfahrungsheilkunde und Naturheilkunde gehen immer mehr verloren und werden von Marktschreiern übertönt, die Halbwahrheiten geschickt verpacken und hinaus-trump-eten. Das geht in Zeiten des Internets, wo nicht die Fakten, sondern Marketingtalent entscheidet, leider sehr einfach.
Sicherlich erscheinen bald auch unsinnige Bücher wie die „Hypertonie-Lüge“ – analog den anderen halbwahren Lügen-Büchern, die meist auf viel dickeren Lügen beruhen als die „Lügen“, die sie thematisieren.
Mir selbst fiel es in diesem Meinungsdschungel zunehmend schwer, Spreu vom Weizen zu trennen, weshalb ich mich nochmals durch die ganze Evidenz hindurcharbeitete. Das Ergebnis war „Dr. Jacobs Weg“ – mit 1400 zitierten Studien. Die Inhalte werden immer mehr bestätigt. Es freut mich, dass man die Wahrheit nicht ständig Modeströmungen anpassen muss. Was richtig ist, bleibt richtig.

Ihr Dr. Ludwig M. Jacob

Die Literatur zum Artikel können Sie anfordern unter: info@drjacobsinstitut.de

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Jul 10 2018

Das richtige Maß

Nationale Bewegungs-Empfehlungen

Das richtige Maß

Foto: Fotolia / Christian Schwier (No. 6051)

sup.- Wie viel Bewegung ist nötig, um gesundheitswirksame Effekte zu erzielen? Wie kann man Menschen dabei unterstützen, sich mehr zu bewegen? Wissenschaftlich fundierte Antworten auf diese Fragen liefert eine Forschergruppe des Departements für Sportwissenschaften und Sport an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Für die Aktivität, die einer gesunden körperlichen, psychosozialen und geistigen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen dient, werden altersabhängige Richtwerte empfohlen. Säuglinge und Kleinkinder sollten sich so viel wie möglich bewegen und in ihrem natürlichen Bewegungsdrang möglichst nicht gehindert werden. Eine tägliche Bewegungszeit von 180 Minuten, die besser noch darüber liegen sollte, empfehlen die Forscher für Kinder im Kindergartenalter. Kinder ab dem Grundschulalter und Jugendliche sollen täglich eine Bewegungszeit von mindestens 90 Minuten in moderater bis hoher Intensität erreichen.

Hier gibt es großen Nachholbedarf. Nach der KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts erreichen rund 75 Prozent der Mädchen und 70 Prozent der Jungen im Alter von drei bis 17 Jahren nicht die körperliche Aktivität von mindestens 60 Minuten pro Tag. Es ist deshalb wichtig, körperliche Aktivität zu erhöhen und gleichzeitig sitzende Tätigkeiten zu reduzieren. Tipps und Anregungen, wie Eltern ihre Kinder zu einem gesunden Lebensstil motivieren können, bieten Ratgeber-Portale im Internet wie www.pebonline.de sowie www.komm-in-schwung.de.

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Jun 25 2018

Was Hänschen nicht lernt

Mit Kindern Lebensstil trainieren

Was Hänschen nicht lernt

Foto: Fotolia / Sunny studio (No. 6041)

sup.- Babyspeck ist süß, Erwachsene haben dagegen am Übergewicht schwer zu tragen. Babys und Kleinkinder dürfen durchaus ein bisschen pummelig sein. Das sieht nicht nur niedlich aus, sondern ist auch sinnvoll, um erste Kinderkrankheiten gut zu überstehen. Sobald der Nachwuchs aus dem Kleinkind-Alter heraus ist, sollte jedoch auf ein mögliches Übergewicht geachtet werden. Eltern, die ihr kleines Pummelchen dann immer noch süß finden, schaffen für ihr Kind eventuell ein Problem fürs Leben.

Eine Studie von niederländischen Forschern hat gezeigt, dass Eltern hier oft wenig selbstkritisch sind. Befragt wurden 800 Eltern von insgesamt 439 vier- bis fünfjährigen Kindern. Von diesen Kindern waren fünf Prozent übergewichtig und weitere vier Prozent sogar adipös. Die Eltern sollten das Gewicht ihrer Kinder beurteilen. Dabei zeigte sich, dass 75 Prozent der Eltern übergewichtiger Kinder ihren Nachwuchs als normalgewichtig einstuften. Und selbst bei den adipösen Kindern hielten 39 Prozent der Väter und 50 Prozent der Mütter das Gewicht für gut und problemlos.

Damit werden oft die Weichen für lebenslanges Übergewicht gestellt. Gewichtsprobleme bei Kindern und Jugendlichen sind beharrlich. Die meisten der übergewichtigen Kinder werden auch als Erwachsene zu viele Pfunde auf die Waage bringen. Die aktuelle KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts hat dies eindrucksvoll bestätigt. Hier wurden zwei- bis sechsjährige Kinder über einen Zeitraum von elf Jahren beobachtet. Die Mehrheit der Mädchen und Jungen ohne Übergewicht hatten auch als Jugendliche kein Gewichtsproblem. Von den Kindern mit Übergewicht behielten 24 Prozent ihr Übergewicht und 29 Prozent entwickelten sogar eine Adipositas. Das Fazit der Forscher: Es ist notwendig, der Entstehung von Gewichtsproblemen bereits im Kindergarten und auch im Schulalter vorzubeugen. Deshalb ist es wesentlich für die Gesundheit des Nachwuchses, zum einen auf eine ausgewogene Ernährung, zum anderen auf genügend Bewegung im Alltag zu achten. Auch dazu liefert die Studie besorgniserregende Zahlen. Rund 75 Prozent der Mädchen und 70 Prozent der Jungen erreichen nicht die WHO-Empfehlung von mindestens 60 Minuten körperlicher Aktivität pro Tag. Ein ausbalancierter Lebensstil sollte deshalb dem Nachwuchs möglichst frühzeitig vermittelt werden. Tipps dazu bietet ein Internetportal wie www.komm-in-schwung.de Das Portal gibt Eltern wie Erziehern Anregungen, wie sie dem jeweiligen Alter des Nachwuchses entsprechende Bewegungseinheiten in den Alltag integrieren können.

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Mai 22 2018

Vielen Kindern fehlt Bewegung

Inaktiver Lebensstil kann krank machen

sup.- Mindestens 60 Minuten körperliche Aktivität pro Tag: Das empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), um Kindern eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen. Ein vitaler Lebensstil schützt nicht nur vor Übergewicht bzw. vor Erkrankungen aufgrund mangelnder Bewegung und geringem Energieverbrauch. Er unterstützt auch die kognitiven Fähigkeiten und damit beispielsweise die schulischen Leistungen. Die aktuelle KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts meldet zu dieser Thematik allerdings alarmierende Zahlen: Rund 75 Prozent der Mädchen und 70 Prozent der Jungen kommen nicht einmal auf die von der WHO geforderte tägliche Mindestdauer an Bewegung. Dies deckt sich mit der Beobachtung, dass noch immer viele Eltern einen bewegungsfreudigen Alltag ihrer Kinder zu wenig fordern und fördern. Hinweise, wie dies mit spielerischen Bewegungsübungen, so genannten Movies, leicht gelingen kann, bieten Ratgeber-Portale wie www.pebonline.de oder www.komm-in-schwung.de.

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Mrz 21 2018

Prostatakrebs, Ernährung & Lebensstil – neue Erkenntnisse

Fettreiche Ernährung fördert metastasierenden Prostatakrebs – vegane Ernährung schützt

Prostatakrebs, Ernährung & Lebensstil - neue Erkenntnisse

Das Gen PTEN spielt eine wichtige Rolle bei Prostatakrebs. Es hemmt das Wachstum von Tumoren und wirkt somit schützend. Die Abwesenheit von PTEN in Kombination mit dem Fehlen von PML, einem anderen krebshemmenden Gen, steht in Verbindung mit einem vermehrten Auftreten von metastasierenden Tumoren. Die Ursache-Wirkungs-Beziehung konnte bei einer Studie an Mäusen mit langsam wachsendem, nicht-metastasierendem Prostatakrebs festgestellt werden, denen das PTEN-Gen fehlte. Die Abschaltung des PML-Gens reichte aus, um eine Metastasierung auszulösen. Auch eine westliche fettreiche Ernährung stimulierte die Metastasenbildung bei Mäusen, denen PTEN fehlte (Chen et al., 2018). Patienten mit hohem Risiko für metastasierenden Krebs könnten insbesondere von einer fettarmen Ernährung profitieren.

Das ist übrigens nichts Neues: Interventionsstudien von Dean Ornish mit Prostatakrebspatienten ergaben bereits vor 10 Jahren, dass eine fettarme, rein pflanzliche Ernährung (zusammen mit einigen Nahrungsergänzungsmitteln sowie Bewegungs- und Entspannungsmaßnahmen) krebsfördernde Gene ausschaltet und das Fortschreiten der Erkrankung für mindestens zwei Jahre aufhalten kann – so lange lief die Studie (Frattaroli et al., 2008; Ornish et al., 2008). „Fettarm“ bedeutet bei Ornish eine erhebliche Einschränkung der Fettaufnahme auf 10 Prozent der aufgenommenen Kalorien. Zum Vergleich: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 30 Energieprozent aus Fett und der tatsächliche Fettanteil in Deutschland liegt bei durchschnittlich etwa 35 Prozent der Kalorienzufuhr.

Diese und viele andere Studien bestätigen, was auch epidemiologische Studien zeigen: Die Ernährungsweise hat einen immensen Einfluss auf die Krebsentwicklung. Beispielsweise ergab die Adventist Health Study 2 mit über 26.000 männlichen Teilnehmern, dass eine vegane Ernährung mit einem um 35 Prozent verringerten Risiko für Prostatakrebs einhergeht (Tantamango-Bartley et al., 2016). Interessanterweise war bei Pescovegetariern (vegetarische Ernährung mit Fisch) das Risiko erhöht.

In diesem Zusammenhang sei nochmals darauf hingewiesen, dass fettreiche Krebsdiäten wie die ketogene Diät bei Prostatakrebs klar kontraindiziert sind. Wissenschaftlich hat wohl keiner gründlicher die positiven Effekte des Fastens für die Gesundheit und gegen Krebs untersucht wie Prof. Valter Longo. Seine Arbeiten führten zu einer Renaissance des Fastens. Prof. Longo konnte insbesondere auch nachweisen, dass Low-Carb-, High-Protein- und High-Fat-Diäten nicht nur das Altern und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern über spezifische genetische Signalwege in der Zelle auch Krebs fördern. Er schreibt: „Wenn Sie sich multidisziplinäre Studien ansehen, wird klar, dass eine Ernährung mit hohen Gehalten an Protein und gesättigten Fetten sowie wenigen Kohlenhydraten eine der schlechtesten für Ihre Gesundheit ist. Völker mit Rekord-Langlebigkeit ernähren sich nicht so.“

Melatonin beeinflusst Prostatakrebsrisiko

Das Schlafhormon Melatonin ist wichtig für den Tag-Nacht-Zyklus und wird nur im Dunkeln produziert. Schlafmangel, künstliches Licht und andere Faktoren können die Ausschüttung von Melatonin beeinflussen. Melatonin hat einen Einfluss auf zahlreiche Stoffwechselaktivitäten und könnte bei der Regulation anderer Hormone eine Rolle spielen, die Krebsarten wie Brustkrebs und Prostatakrebs beeinflussen.

Um den Zusammenhang zwischen Melatonin und Prostatakrebs zu untersuchen, wurde im Rahmen einer Fall-Kontroll-Studie bei 928 isländischen Männern 6-Sulfatoxymelatonin, das Hauptabbauprodukt von Melatonin im Urin, untersucht. Zusätzlich wurde ein Fragebogen zum Schlafverhalten beantwortet. Jeder siebte Studienteilnehmer litt unter Einschlafproblemen, jeder Fünfte hatte Durchschlafprobleme und nahezu jeder Dritte nahm Schlafmedikamente ein. Diejenigen mit Schlafproblemen hatten signifikant niedrigere 6-Sulfatoxymelatonin-Spiegel als die Studienteilnehmer ohne Schlafprobleme. Männer mit hohen Melatoninspiegeln hatten ein 75 Prozent niedrigeres Risiko für fortgeschrittenen Prostatakrebs. Das Risiko für Prostatakrebs insgesamt war um 31 Prozent verringert (Sigurdardottir et al., 2015).

Diese Ergebnisse betonen die Bedeutung eines stabilen Hell-Dunkel- und Schlaf-Wach-Rhythmus für unsere Gesundheit. Gesundheitsprobleme, die mit einem niedrigen Melatoninspiegel einhergehen, wie Schlafprobleme oder Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus, sind weit verbreitet und stellen einen potentiellen Risikofaktor für Krebs dar.

Buchtipp: Prostatakrebs-Kompass

Die Entwicklungsfaktoren von Prostatakrebs werden von Herrn Dr. med. L. M. Jacob in seinem Buch „Prostatakrebs-Kompass – Prävention und komplementäre Therapie mit der richtigen Ernährungs- und Lebensweise“ ausführlich thematisiert. Dieses Buch mit nahezu 1000 zitierten Studien erklärt die vielen Widersprüche in Ernährungsfragen hinsichtlich Prostatakrebs und liefert ein mehrdimensionales Gesamtbild. Es vereint die epidemiologisch und klinisch besten Konzepte zur Ernährungs- und Lebensweise bei Prostatakrebs in einem praxisnahen Aktionsplan.

Das Buch richtet sich gleichermaßen an Fachleute, die medizinisch oder ernährungswissenschaftlich tätig sind, wie an alle, die sich fundiert über die Zusammenhänge und Ursachen von Prostataerkrankungen informieren und Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen möchten. Die Empfehlungen sind besonders wertvoll für Männer mit familiär erhöhtem Prostatakrebsrisiko, für Männer mit Niedrigrisiko-Prostatakrebs, die sich für eine aktive Überwachung entschieden haben, sowie für Männer, die nach erfolgter Primärtherapie effektiv das Risiko für ein Rezidiv minimieren wollen.

Aus dem Themenspektrum:
+ Erst wächst das Bauchfett, dann die Prostata, schließlich oft der Prostatakrebs – Zufall oder Kausalität?
+ Welche Rolle spielen Insulin und IGF-1 bei Prostatakrebs, wie senkt man sie?
+ Gutartige Prostatavergrößerung und Prostatitis – harmlos oder Risikofaktor?
+ Welche Ernährungs- und Lebensweise schafft den Nährboden, welche hemmt das Wachstum von Krebs?
+ Welche Lebensmittel sollte man bei Prostatakrebs essen, welche meiden?
+ Was ist das Gesundheitsgeheimnis der mediterranen und asiatischen Küche?
+ Welche Nahrungsergänzungsmittel nützen, welche schaden?
+ Welche Rolle spielen Kanzerogene, Androgene und Östrogene?
+ Wie beugt man effektiv Knochenmetastasen vor?
+ Psychoonkologie: Je schlechter die Prognose, desto wichtiger die Seele
+ DNA-Zytometrie als wertvolle Entscheidungshilfe

Das Buch
Prostatakrebs-Kompass – Prävention und komplementäre Therapie mit der richtigen Ernährungs- und Lebensweise. Dr. med. Ludwig Manfred Jacob; 352 Seiten / 2014 / gebunden / 1. Auflage / EUR 19,90 / ISBN 978-3-9816122-9-5
Auch als eBook erhältlich: EUR 12,99 / EPUB: ISBN 978-3-9816122-7-1 / MOBI: ISBN 978-3-9816122-8-8

Die Literatur zum Artikel können Sie anfordern unter: info@drjacobsinstitut.de

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Jan 29 2018

Was Eltern wissen sollten:

Bewegungsdefizite in den ersten 12 Jahren fatal

sup.- Ein körperlich aktiver Lebensstil ist eine ganz wesentliche Basis für gesundes Heranwachsen: „Ausreichende Bewegungserfahrungen sind insbesondere in den ersten zwölf Jahren unersetzlich, weil sie entscheidend wachstums- und reifungsbedingte Veränderungen des Muskel-, Skelett- und Nervensystems prägen“, betont Dr. Axel Armbrecht (Institut für Bewegungstherapie, Eutin), der sich u. a. als Experte für das Ratgeber-Portal www.komm-in-schwung.de engagiert. Bewegungsdefizite in dieser Wachstumsphase können nicht wieder aufgeholt werden und führen möglicherweise zu lebenslangen negativen Folgen für die Gesundheit. Diese Konsequenzen sollten sich Eltern vor Augen führen und ihre Sprösslinge täglich mindestens eine Stunde lang zu moderater bis intensiver körperlicher Aktivität motivieren.

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Jan 2 2018

Gesundheit – Schicksalhafte Gene? Werk des Lebensstils?

Gesundheit - Schicksalhafte Gene? Werk des Lebensstils?

Wer träumt nicht davon bis ins hohe Alter gesund und vital das Leben zu beschreiten? Doch welche Faktoren beeinflussen unsere Lebenserwartung? Sind wir unseren Genen ausgeliefert oder können wir aktiv durch einen gesunden Lebensstil unsere Gesundheit verbessern oder sogar Lebenszeit gewinnen?

Einflussfaktor Gene

Unsere Lebenserwartung ist zu rund einem Viertel genetisch vorprogrammiert, so ergeben grobe Schätzungen. Forscher der Universität Edinburgh (Joshi et al., 2017) untersuchten das Erbgut von über einer halben Million Menschen aus Großbritannien, um den Einflussfaktor – Varianten gesundheitsrelevanter Gene – zu erforschen.

Bestimmte Genvarianten schützen vor der Entstehung von Autoimmunerkrankungen und können so die Lebenserwartung erhöhen, andere erhöhen das Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden und reduzieren somit die Lebenserwartung um 8 Monate. Wieder andere Genvarianten spielen eine wichtige Rolle im Fettstoffwechsel und beeinflussen die Lebensdauer auf diese Weise.

Basierend auf diesen neuen Ergebnissen scheinen die Gene nur einen begrenzten Einfluss von wenigen Monaten auf die Lebenserwartung zu haben.

Entscheidender Einflussfaktor Lebensstil

Laut den Forschungsergebnissen von Joshi und Mitarbeitern (2017)
– reduziert das tägliche Rauchen einer Packung Zigaretten (20 Stück) das Leben um knapp 7 Jahre
– verkürzt ein hoher systolischer Blutdruck die Lebenszeit um rund 5 Jahre
– reduzieren zu hohe Insulinwerte das Leben um ca. 4 Jahre
– verkürzt jedes Kilo mehr bei Adipositas die Lebenszeit um 2 Monate

Lebensstiländerungen schenken bis zu 17 Lebensjahre

Ein gesunder Lebensstil schlägt sich in einer erhöhten Lebenserwartung nieder, der Konsum von Tabak, Alkohol und rotem Fleisch kostet hingegen Lebensjahre. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) (Kuanrong et al., 2014). Die Ergebnisse der Studie basieren auf den Daten, die im Rahmen der EPIC-Studie von den Heidelberger Studienteilnehmern erhoben wurden. Die Forscher berechneten, wie sich ein einzelnes Risikoverhalten auf die durchschnittliche Lebenserwartung auswirkt. Außerdem wurden die Folgen der kombinierten Risiken ermittelt.

Die Fakten:
– Ein Mann, der mehr als zehn Zigaretten pro Tag raucht, verliert 9,4 Lebensjahre, bei einer Frau sind es 7,3 Lebensjahre. Bei zehn Zigaretten täglich oder weniger wird die Lebenserwartung beider Geschlechter um ca. 5 Jahre reduziert.
– Adipöse Männer und Frauen verlieren etwa 3 Lebensjahre.
– Starker Alkoholkonsum (mehr als 4 Drinks/Tag) verkürzt das Leben von Männern um 3,1 Jahre.
– Hoher Verzehr von verarbeitetem und/oder rotem Fleisch (ab 120 g/Tag) reduziert das Leben von Männern um 1,4 Jahre, bei Frauen sind es 2,4 Jahre.

Meist treten die Risikofaktoren kombiniert auf. Die Forscher berechneten, dass ein adipöser starker Raucher, der viel Alkohol trinkt und viel verarbeitetes/rotes Fleisch verzehrt, gegenüber seinen Mitmenschen mit günstigem Risikoprofil 17 Jahre an Lebenserwartung einbüßt. Bei einer Frau sind es 13,9 Jahre.

Wegweisende Studienergebnisse zur Lebenszeit (Adventist Health Study)

In der Adventist Health Study untersucht die Loma Linda-Universität eine christliche Glaubensgemeinschaft, die Adventisten, die eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise pflegt.

Ergebnisse der Studie zeigten bereits in den 1970er und 1980er Jahren, dass Vegetarier unter der Gruppe länger leben als Nicht-Vegetarier. Im Vergleich zur kalifornischen Durchschnittsbevölkerung lebten im Jahr 1985 vegetarische Adventisten im Schnitt 9,5 (Männer) beziehungsweise 6,1 Jahre (Frauen) länger (Fraser und Shavlik, 2001).

Männer, die sich vegetarisch ernährten und gleichzeitig gesund lebten, wurden im Schnitt sogar 87 Jahre, Frauen 88,5 Jahre alt. Im Vergleich zur kalifornischen Durchschnittsbevölkerung sind dies 13,2 bzw. 8,9 Jahre mehr (Fraser und Shavlik, 2001), im Vergleich zu deutschen Männern im gleichen Zeitraum sogar 15,5 Jahre (Statistisches Bundesamt, 2012).
(Eine gesunde Lebensweise im Rahmen der Studie bedeutete: intensive körperliche Betätigung mindestens dreimal pro Woche, Verzehr von Nüssen öfter als viermal wöchentlich, lebenslang Nichtraucher sowie ein BMI von unter 25,9 bei Männern und unter 25,2 bei Frauen (Fraser und Shavlik, 2001).)

Seit 2002 läuft die Adventist Health Study 2 mit 96.000 Teilnehmern. In einem Zeitraum von 5,8 Jahren hatten darin Vegetarier im Vergleich zu Nicht-Vegetariern eine 52 % niedrigere Mortalität durch Nierenversagen und eine 39 % niedrigere Diabetes-Mortalität. Bei männlichen Vegetariern war die Herz-Kreislauf-Mortalität 29 % niedriger (Orlich et al., 2013). Vegetarier leiden nur etwa halb so häufig an Diabetes mellitus Typ 2 wie Mischköstler (Tonstad et al., 2013) und haben zudem ein 56 % geringeres Risiko, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln (Rizzo et al., 2011).

Das Risiko für gastrointestinale Krebsarten kann durch eine vegetarische Ernährung um 24 % vermindert werden. Eine vegane Ernährung senkt das Risiko für frauenspezifische Krebserkrankungen um 34 % (Tantamango-Bartley et al., 2013). Auch das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, wird durch eine rein pflanzliche Ernährung um 35 % gesenkt. Dieser Effekt war mit 37 % insbesondere bei weißen Männern zu sehen (Tantamango-Bartley et al., 2016). Ein hoher Konsum von Fleisch, Eiern, Käse und Milch ging in der Adventist Health Study 1 mit einem 3,6-fachen Risiko für einen tödlich verlaufenden Prostatakrebs einher (Snowdon et al., 1984).

Rizzo et al. (2013) analysierten die spezifische Ernährung der Adventisten. Die veganen Adventisten, die in den Studien besonders gut abschnitten, aßen relativ viel Soja (durchschnittlich 10,9 g Sojaprotein/Tag). Die Ovolacto-Vegetarier verzehrten relativ viele Sojaprodukte (8 g Sojaprotein/Tag), aber im Vergleich zu anderen US-Amerikanern und Europäern wenige Milchprodukte (4,8 g Milchprotein, entspricht etwa 150 ml Milch). Adventisten, die öfter als einmal am Tag einen Sojadrink zu sich nahmen, hatten ein 70 % niedrigeres Risiko für Prostatakrebs (Jacobsen et al., 1998).

Dass Prostatakrebs eine oft vermeidbare Zivilisationserkrankung und nicht das Ergebnis des Alterns an sich ist, wird im „Prostatakrebs-Kompass“ von Dr. med. L. M. Jacob auf 350 Seiten mit fast 1000 Studien aufgezeigt.

Das tödliche Quartett der westlichen Zivilisationskost

Fleisch- und Milchprodukte, Zucker und Salz: Das tödliche Quartett der Zivilisationskost fördert die sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Hypertonie, Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz und Krebs. Viele Studien bestätigen diesen Zusammenhang. Besonders gravierend ist der Einfluss der Ernährung bei gleichzeitigem Bewegungsmangel.

Insulin spielt bei der Entwicklung von Zivilisationserkrankungen eine große Rolle. Das Hormon der Bauchspeicheldrüse senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glukose aus dem Blut aufzunehmen. Vor allem gesättigte Fettsäuren und Proteine aus Fleisch und Milchprodukten fördern bei mangelnder körperlicher Aktivität die Insulinresistenz (verminderte Reaktion der Zellen auf Insulin), während die Kombination von Zucker mit tierischem Eiweiß zu besonders hohen Insulinausschüttungen führt. Auch die Verfettung von Bauch und Leber fördert Insulinresistenz, chronische Hyperinsulinämie und das metabolische Syndrom und begünstigt damit Erkrankungen, die mit einer stark verringerten Lebenserwartung einhergehen.

Wirkung von Lebensstiländerungen

Eine Veränderung der Lebens- und Ernährungsweise zeigt deutliche Anti-Aging-Langzeiteffekte, das beweisen zahlreiche klinische Studien. Forscher beobachteten eine Verlängerung der relativen Telomerlänge (verkürzte Telomere von Chromosomen können zur Prognose von Alterung, Erkrankungen und frühzeitiger Sterblichkeit herangezogen werden) (Ornish et al., 2013), den Rückgang von arteriosklerotischen Gefäßverengungen (Ornish et al., 1990 und 1998) und eine Linderung von Diabetes mellitus Typ 2 (Barnard et al., 2006 und 2009; Pischke et al., 2006). Durch eine Energierestriktion, die mit dem Abbau von Leberfett einhergeht, kann Diabetes Typ 2 sogar geheilt werden (Lim et al., 2011).

Eigenverantwortlich handeln

„Eine natürliche Ernährung, ausreichende körperliche Aktivität und Maßhalten in allen Dingen des Lebens sind das beste Rezept, um in Gesundheit alt zu werden.“ (Hippokrates)

Diese Weisheit ist schon seit Jahrtausenden bekannt und braucht sicherlich keine weiteren Studien. Das Geheimnis gesunden Alterns besteht im Maßhalten, Verzicht auf schädliche Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, in moderater Bewegung, Stressreduzierung sowie dem Vermeiden von Giften wie Nikotin. Das sind die effektivsten Methoden, um dem Alterungsprozess entgegenzuwirken. Die Kalorienrestriktion ist dabei evidenzbasiert die wirkungsvollste Anti-Aging-Methode, um oxidativen Stress und vorzeitiges Altern zu vermeiden.

Das Fachbuch „Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts“ untermauert mit 1400 zitierten wissenschaftlichen Studien die Inhalte dieses alten Wissens.

Die Literatur zum Artikel können Sie anfordern unter: info@drjacobsinstitut.de

Das Dr. Jacobs Institut für komplementärmedizinische Forschung ( http://www.drjacobsinstitut.de) hat sich zum Ziel gesetzt, ganzheitliche Zusammenhänge in der Ernährungs- und Naturheilkunde wissenschaftlich aufzuklären.

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Okt 23 2017

Hausbau: Minimalismus – Downsizing ein neuer Trend

Wandel und Entwicklung der modernen Gesellschaft – Produktivität, Dienstleistung, Minimalismus, Erlebnisgesellschaft – von Heiko Brunzel, Brunzel Bau GmbH aus Velten/Brandenburg

Hausbau: Minimalismus - Downsizing ein neuer Trend

Die Vereinfachung des Lebensstils: Erleben – Erfahren – Erlernen, von Heiko Brunzel, Bauunternehmer

Wohlbefinden, Gelassenheit und Freude – großes Glück auf kleinstem Raum, der neue Trend zur Verwirklichung der eigenen vier Wände. Minimalistisch gepaart mit Eleganz und Nachhaltigkeit zeichnet den perfekten Wunsch von der neuen Wohntrendentwicklung aus. Heiko Brunzel, Bauunternehmer der Brunzel Bau GmbH aus Velten in Brandenburg führt aus, dass der Trend des Minimalismus im Besonderen dem Wunsch nach Individualität und Freiheit nachkommt. Ein glückliches Leben fernab vom anstrengenden Konsumdrang und von Überflüssigkeiten.

Wandel: Trends kommen und gehen

Bauunternehmer Brunzel bestätigt, dass die architektonischen Ansprüche aber trotzdem an den Bau steigen. Die Nutzung jedes Quadratmeters ist genauso Ziel, wie den ökologischen Fußabdruck zu minimieren und durch organische Architektur eine Harmonie Gebäude zur umgebenen Natur zu schaffen. Bauunternehmer Heiko Brunzel hat in seinen über zwanzig jähriger Erfahrung etliche Trends begleitet. Zahlreiche Bauten in den letzten Jahrzehnten, die durch sein Unternehmen geplant, erstellt und verwirklicht wurden verdeutlichen durch Art und Weise, Material und Architektur die unterschiedlichen Trendrichtungen. Unter den sozialen Erscheinungen spielt die Ästhetisierung des Lebensalltags eine tragende Rolle. Deutlich ist dieser Epochenwandel in Bezug auf Alltagsgegenstände zu erklären: „Subjekte sich im Alltag nicht mehr nur zweckorientiert, sondern werden zudem ästhetisch betrachtet und genutzt. Dieser Wandel verändert damit die Lebenswelt. Historisch betrachtet entstanden Gesellschaften aus der Not heraus, diese wurden durch Gesellschaften durch Überfluss abgelöst. Damit vollziehen sich Veränderungen in allen Lebensbereichen, das Überleben steht nicht mehr im Fokus für Gesellschaftsgründungen“, erläutert Heiko Brunzel.

Moderne Gesellschaft – Produktivität – Dienstleistung

Materielle Grundlage des Wandels ist die Entwicklung der modernen Gesellschaft, von der Mangel- zur Überflussgesellschaft. Studien bestätigen, dass insbesondere in den 60er- und 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts die Masseneinkommen im Gleichschritt mit der Produktivität einen langen Zeitraum hindurch kontinuierlich zugenommen haben. Diese Entwicklung, aber auch der Auf- und Ausbau des Sozial- und Wohlfahrtsstaates führten dazu, dass die materielle Not und soziale Unsicherheit gemildert und die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen wesentlich verbessert werden konnte, gibt Heiko Brunzel zu bedenken.

Die ökonomische und politische Entwicklung hatte ganz zentrale Auswirkungen auf die Gesellschaft. Im allgemein ansteigenden Lebensstandard sind auch in den unteren sozialökonomischen Klassen materielle Notlagen weitgehend dahingeschmolzen. „Aus mittel- und rechtslosen Mitbürgern, die vordem tatsächlich nichts zu verlieren hatten als ihre „Ketten“ (ein Ausspruch von Karl Marx), sind kaufkräftige, souveräne Konsumenten und Bürgerinnen geworden. Dies mit einer Fülle von individuellen Rechten der politischen und der sozialen Teilnahme (Marshall, 1992). Bauunternehmer Heiko Brunzel verdeutlicht, dass gleichzeitig der Strukturwandel zu Dienstleistungs- und Informations- und Wissensgesellschaft, der Ausbau und die Öffnung des Bildungswesens neue Aufstiegschancen und damit ein Aufbrechen geschlossener Klassenwelten bewirkt haben. Auf diese Weise ist es zu einem nachhaltigen Schub der Individualisierung, Auflösung gekommen. Diese Entwicklung hat Veränderungen der Verhältnisse der Subjekte zu ihrer Umwelt und sich selbst ermöglicht.

Die Vereinfachung des Lebensstils: Erleben – Erfahren – Erlernen

Überfluss verändert die Gesellschaft, damit das individuelle Selbstverständnis. Heiko Brunzel diskutiert die Frage: Wie einen persönlichen Mehrwert schaffen – Zeichen in der Bauwirtschaft? Brunzel: „Der Minimalismus ist ein Weg, diese Frage zu beantworten. Welche Dinge bringen einen Mehrwert, die Vereinfachung des Lebensstils. Die Vorfahren hatten für den Alltag, was benötigt wurde und das oftmals auf geringem Platz. Betten, Schränke, Stühle, Tische und vieles mehr wurden mehrfach geteilt. Ein Raum (oftmals die Küche) wurde geheizt, das Sonntagezimmer an besonderen Tagen oder für besondere Feierlichkeiten. Die Überflussgesellschaft leidet an Reizüberflutung, Konsum und Unzufriedenheit.“ Die Bauwirtschaft erlebt diese Überflussreizung in Form von Downsizing. Die Erlebnisgesellschaft hat den Schwerpunkt in der Handlungsorientierung, aber nicht mehr in der instrumentellen Dimension des Verfügens, sondern in der ästhetischen Dimension des Erlebens. Durch den Trend Minimalismus erhofft sich die Erlebnisgesellschaft eine neue Wohlfühlformel für Zuhause und in der Arbeitswelt zu erlernen.

Der Bauunternehmer Heiko Brunzel ist seit 20 Jahren erfolgreich in der Branche tätig. Heiko Brunzel hat große Erfahrungen, sowohl im öffentlichen wie auch im privaten Hochbau und verfolgt die Philosophie der umfassenden Beratung, Qualität, Kompetenz, faire Preise, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Ehrlichkeit zum Kunden und den Objekten. Durch das komplexe Leistungsangebot erreicht Heiko Brunzel mit seiner Tätigkeit und Erfahrung höchste Synergieeffekte bei Sanierungen und Umbauten im Bestand.

Kontakt
Brunzel Bau
Heiko Brunzel
Germendorfer Straße 1
16727 Velten
0049 (0)3304 25 31 63
info@brunzel-bau.de
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Aug 30 2017

Demenz und Alzheimer sind vermeidbar: Aktuelles Sachbuch von Roman Degen deckt neue Erkenntnisse über Demenz auf

Demenz und Alzheimer sind vermeidbar: Aktuelles Sachbuch von Roman Degen deckt neue Erkenntnisse über Demenz auf

(Mynewsdesk) Heilbronn, 30.08.2017 – In seinem neu erschienenen Buch „Demenz: Alzheimer Nicht mit mir! Den Gehirnfraß erkennen, Demenz verhindern“ beschreibt Roman Degen, wie die Erkrankung des Gehirns tatsächlich verhindert werden kann, wenn ihre Ursachen frühzeitig erkannt und gemieden werden.

Fast jeder kennt jemanden, der direkt oder indirekt betroffen ist: Alzheimer und Demenz sind in der Gesellschaft weit verbreitet. Häufig im Bekanntenkreis oder gar der eigenen Familie.

Autor Roman Degen war selbst beinahe ein Betroffener, aber er schaffte es, die Erkrankung bei sich selbst abzuwenden. In seinem kürzlich erschienenen Buch „Demenz: Alzheimer – Nicht mit mir!“ erzählt der gebürtige Mainzer auf unterhaltsame und anschauliche Weise, wie er die Symptome bemerkte, Ursachen analysierte und so schließlich die Krankheit verhindern konnte. „Wenn man die vermeidbaren Auslöser von Demenz und Alzheimer rechtzeitig erkennt und ausschaltet, kann man ihren Ausbruch stoppen“, so der Autor.

Spannend und unterhaltsam erklärt Roman Degen die verschiedenen Formen der Demenzerkrankung, deckt die Ursachen auf und erklärt die Gründe, die zur Erkrankung führen können. Wer die Krankheitsauslöser und ihre Auswirkungen kennt, kann dem gefürchteten Gehirnfraß effektiv entgegentreten.

Bei jedem Betroffenen liegen unterschiedliche Auslöser zugrunde und bei jedem verläuft die Erkrankung anders. Umso wichtiger ist es, die subjektiven Ursachen aufzuspüren, um sie anschließend vermeiden zu können. „Damit hat jeder die Chance, dieser Geißel älterer Menschen vorzubeugen, um sie abzuwenden“, so Roman Degen.

Der Autor recherchierte fünf Jahre lang zu diesem Thema, bevor er die Ergebnisse seiner Analysen nun in Buchform veröffentlichte. 30 Ursachen werden aufgeführt und die Gründe, weshalb sie zur Erkrankung führen können, ausführlich beschrieben. Die Erkrankung beginne häufig bereits 30 Jahre bevor der Erkrankte und sein nahes Umfeld erste Symptome bemerken. Die Message des Buches lautet: Je früher man sich damit auseinandersetzt, umso eher hat man eine Chance die Krankheit zu umgehen.

Demenz als unabwendbares Schicksal anzusehen ist weit verbreitet – auch in der Welt der Literatur. Bisherige Bücher haben mehr die Erkrankung, deren Verlauf und die Symptome der Erkrankung erläutert. Selbst Mediziner behaupten noch heute, dass die Erkrankung unheilbar sei. In den Augen des Autors ist dies falsch.Die Möglichkeiten dem Siechtum des Gehirns vorzubeugen und ihm zu begegnen würden dadurch leichtfertig vertan.

Das Buch beweist mit vielen Beispielen, Erzählungen, 60 Karikatur-Zeichnungen und 6 Grafiken, dass Menschen diese Krankheit besiegen können. Es richtet sich in erster Linie an Leser, die nicht neurologisch ausgebildet sind und dient somit als Einführung in die Materie.

Informationen zum Buch

„Demenz: Alzheimer Nicht mit mir! Den Gehirnfraß erkennen, Demenz verhindern“ | 248 Seiten | erschienen im FRIEDMÜLLER-Verlag |Heilbronn | ISBN 978-3-00-057186-2 | gelistet im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB). 15,99 € (D), 16,45 € (A).

Zu beziehen über den örtlichen Buchhandel, Ebay, Amazon und andere Internethändler.

Direkter Link zum Erwerb des Buches auf Ebay: http://ebay.eu/2w1ld4L

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Eine Leseprobe finden Sie unter: http://bit.ly/2uCdCd6

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Zum Autor

Roman Degen (geb. 1941) absolvierte eine Ausbildung als Techniker und als Industriekaufmann. Ebenso schloss er ein Studium zum Betriebswirt VWA ab. Nach 35 Jahren als erfolgreicher Geschäftsführer mit zahlreichen patentierten Entwicklungen verkaufte Roman Degen sein Unternehmen um sich ganz dem Schreiben hinzugeben. Seit seinem ersten Buch 1992 konzentriert sich der Autor darauf, mit Sachbüchern Menschen dabei zu helfen, sich ihren Problemen zu stellen und mit logischen Lösungen zu besiegen.

Weitere Informationen unter www.roman-degen.de: http://www.roman-degen.de/

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Jul 3 2017

Psychische Auffälligkeiten bei Kindern

Bewegungsarmer Lebensstil macht aggressiv

sup.- Ein bewegungsarmer, vorwiegend sitzender Lebensstil ist Wissenschaftlern zufolge ein wesentlicher Grund für die zunehmende Tendenz von psychischen und psychosomatischen Beschwerden bei Kids. Laut Zahlen des Robert Koch-Instituts haben bereits 27 Prozent der sieben- bis zehnjährigen Jungen und knapp 19 Prozent der gleichaltrigen Mädchen ein erhöhtes Risiko für psychische Auffälligkeiten wie Hyperaktivitätsprobleme und Verhaltensstörungen. „Regelmäßige und an das Alter der Kinder angepasste Bewegung kann eine Menge der Schwierigkeiten, mit denen sich Eltern und Erzieher heute auseinandersetzen müssen, lindern und beheben“, sagt Prof. Axel Armbrecht (Institut für Bewegungstherapie, Eutin), der sich u. a. als Experte für das Ratgeber-Portal www.komm-in-schwung.de engagiert. Studien zeigen eindrucksvoll den hohen Stellenwert, den ein bewegungsfreudiger Lebensstil zur Stressbewältigung und zum Abbau von Aggressionen hat. Körperlich aktive Kinder bleiben zudem weitgehend von depressiven Phasen verschont. Fazit: Die Bedeutung von Bewegung für gesundes Heranwachsen, sowohl in körperlicher wie auch in psychischer Hinsicht, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

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