Posts Tagged Ministerium für Wirtschaft

Mai 16 2018

Digitalisierung erhöht Wettbewerbsdruck im Großhandel

Wirtschaftsministerium fördert Unterstützungsmaßnahmen für den digitalen Großhandel

Von digitalen Veränderungsprozessen sind auch die mittelständischen Großhandelsunternehmen in Baden-Württemberg besonders stark betroffen. Große internationale Online-Plattformen haben den B2B-Sektor (business to business) für sich entdeckt und dringen in den klassischen Markt des mittelständischen Großhandels ein. Außerdem kommen Großhandelsbetriebe dadurch unter Druck, dass Industrie und Hersteller im Rahmen der sich durch die Digitalisierung ergebenden Möglichkeiten den Direktvertrieb zum Endkunden ausbauen.

Großhandelsunternehmer sind deshalb gezwungen, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken und sich rechtzeitig an die digitale Transformation anzupassen, um ihre Stellung am Markt behaupten zu können.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg unterstützt fünf praxisorientierte Veranstaltungen, die der Arbeitgeberverband grosshandel-bw und die baden-württembergischen IHKs ab Mitte des Jahres landesweit anbieten werden.

„Die immer stärkere branchenübergreifende digitale Vernetzung von Unternehmen birgt Herausforderungen, aber auch große Chancen für den Großhandel. Dieser muss einen Weg finden, seine Stärken in solche Unternehmensnetzwerke digital einzubringen. Indem wir die Unternehmen dabei unterstützen, wollen wir zur Zukunftsfähigkeit des baden-württembergischen Großhandels beitragen“, hebt Frau Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg hervor.

Den Auftakt bildet am Donnerstag, 28. Juni 2018, der Tag des Großhandels, der im Haus der Wirtschaft in Stuttgart stattfinden wird. Dieser richtet sich an mittelständische Großhandelsunternehmen, die ihr Geschäftsmodell an den digitalen Wandel anpassen wollen. Es werden die Chancen, die die Digitalisierung dem Großhandel bietet in Vorträgen, durch Best-Practice-Beispiele sowie durch Vorstellung von digitalen B2B Geschäftsmodellen praxisnah demonstriert.

Im zweiten Halbjahr folgen Fach-Foren in Freiburg, Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart, in denen die digitalen Kernthemen beleuchtet werden, die den Großhandel besonders stark beschäftigen. Mit jeweils zwei inhaltlich identischen Terminen steht das erste Forum unter der Überschrift „Digitaler Großhandel – die Zukunft des Außendienstes“. Im zweiten Forum dreht sich alles um die Prozesse in mittelständischen Großhandels-betrieben, die bei Digitalisierungsprojekten berücksichtigt werden müssen.

Ulrich Gutting, Präsident von grosshandel-bw, zeigte sich erfreut über die Unterstützung des Großhandels durch das Wirtschaftsministerium: „Die Bereitschaft des Ministeriums, die Initiative zur Zukunft des Großhandels im digitalen Wandel zu fördern, stellt ein wichtiges Zeichen der Politik dar. Es wurde erkannt, dass der Großhandel einen wichtigen Beitrag zur florierenden Wirtschaft in Baden-Württemberg leistet und bei der digitalen Transformation unbedingt unterstützt werden muss.“

Prof. Dr. Ing.- Peter Jany, Hauptgeschäftsführer der beim Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) für Handelsfragen zuständigen IHK Bodensee-Oberschwaben, hebt die Bedeutung des Förderinstruments Digitalgutschein hervor: „Damit können auch mittelständische Großhandelsbetriebe z. B. bei der Anschaffung von Software finanziell vom Land unterstützt werden.“

Weitere Informationen über die Initiative sowie Online-Anmeldemöglichkeiten sind unter www.tag-des-grosshandels-bw.de zu finden.

grosshandel-bw, Verband für Dienstleistung, Groß- und Außenhandel Baden-Württemberg, e.V.:

Der Arbeitgeberverband grosshandel-bw vertritt im Schulterschluss mit anderen Landesverbänden, dem BDEx sowie seinem Bundesverband BGA die Interessen der mittelständischen Groß- und Außenhandelsunternehmen und der grosshandelsnahen Dienstleister in Baden-Württemberg. Die rd. 450 Mitgliedsunternehmen bilden ein starkes Netzwerk mit rund 45.000 Beschäftigten. Der Verband versteht sich als Sprachrohr für seine Mitglieder und bietet neben der Sozialpartnerschaft in der Tarifpolitik eine professionelle, konkret auf den Groß- und Außenhandel zugeschnittene Dienstleistungspalette. Auch die Gewinnung von Nachwuchs- und Fachkräften ist für den Verband ein Thema mit höchster Priorität.

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Boris Behringer
Friedrichsplatz 9
68165 Mannheim
0621 15003-0
info@grosshandel-bw.de
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Dez 6 2012

Strukturwandel im Handel erfordert neue Maßnahmen in der Personalpolitik

Intensiver Praxisaustausch auf drittem Branchenforum des Projektes Lebensphasenorientierte Personalpolitik (LOP)

Speyer, 6. Dezember 2012. Das dritte Branchenforum im Rahmen des vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums initiierten Projektes „Strategie für die Zukunft – Lebensphasenorientierte Personalpolitik“ beschäftigte sich mit den Auswirkungen der sich verändernden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen auf den Handel. Gerade diese Branche sieht sich durch die zunehmende Technisierung und die Konkurrenz aus dem Internet großen Veränderungen ausgesetzt, die sich in hohem Maße auch auf die Personalpolitik auswirken. Im intensiven Dialog diskutierten die Teilnehmer über Themen wie Flexibilisierung von Arbeitszeit, Mitarbeiterbindung, Einbindung von Führungskräften, Aus- und Weiterbildung und individualisierte Ansprache der Mitarbeiter. Wie wichtig dieser branchenfokussierte Austausch von Praxis und Wissenschaft ist, unterstrich auch Ulrich Dexheimer, Sprecher des Vorstandes der Inves-titions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), der die Veranstaltung eröffnete.

„Schnell erkennen wo etwas aus dem Ruder läuft“
Schnell und flexibel auf veränderte Anforderungen reagieren zu können ist für Raphael Her-big, Geschäftsführer der von der Heydt GmbH in Speyer, einer der wichtigsten Vorteile seiner auf die Lebensphasen der Mitarbeiter abgestimmten Personalpolitik. Er stellte in seinem Impulsvortrag Maßnahmen und Wege vor, wie sich sein Unternehmen auf die veränderten Bedingungen in der Personalführung einstellt. Das mittelständische Unternehmen aus Rheinland-Pfalz war einer der elf Modellbetriebe, die bereits 2009 beim Start des Projektes dabei waren. Im Rahmen des Projektes arbeitete von der Heydt zusammen mit dem wissenschaftlichen Team um Prof. Dr. Jutta Rump, Institut für Beschäftigung und Employability (IBE), passende Instrumente zur Gestaltung der Personalpolitik aus. So kommt es, dass Herbig heute nicht nur die individuellen Lebenssituationen seiner Mitarbeiter kennt, sondern ge-meinsam mit ihnen auch gezielt plant wie, wann und wo er sie ihren und seinen Zielen entsprechend einsetzt. Für ihn ist: „Kommunikation der Schlüssel für die Veränderung.“

Produktivität gestalten
Rump, die mit ihrem Institut das Projekt von Anfang an wissenschaftlich konzipiert und begleitet hat, machte in ihrem Vortrag deutlich, dass eine lebensphasenorientierte Personalpolitik nicht nur sogenannte „weiche“ Faktoren bedient, sondern im Gegenteil wesentlich zur Produktivität eines Unternehmens beiträgt und diese sogar gestaltbar macht. Sie veranschaulichte die Entwicklungsmöglichkeiten eines Unternehmens, das sich und seine Mitarbeiter in Balance bringt hin zu einer soliden Arbeitgebermarke und damit in einem stark ver-ändernden wirtschaftlichen Umfeld stabil bleibt.

Dem Strukturwandel im Handel begegnen
Im intensiven Dialog arbeiteten die Teilnehmer des Branchenforums schließlich die ganz konkreten Besonderheiten ihrer Branche heraus und suchten gemeinsam nach möglichen Maßnahmen diesen mit einer aktiven und gezielten Personalpolitik zu begegnen. Neben Wegen zur Mitarbeiterfindung und -bindung, unter anderem durch eine wertschätzende Mitarbeiterführung, wurden auch Themen wie Altersvorsorge, Aus- und Weiterbildung sowie potenzielle Motivationsfaktoren diskutiert. Auch mögliche Impulse an die Politik und die aktive Beteiligung an Stadt- und Standortentwicklung standen im Fokus. Die Belegschaft im Handel ist sehr stark von weiblichen Beschäftigten dominiert. Da es immer noch überwiegend Frauen sind, die die Pflege der Kinder bzw. ihrer Angehörigen übernehmen und dafür oftmals in Teilzeit gehen, standen auch Modelle dieser Beschäftigungsform, die Einrichtung von Langzeitkonten oder die Kontaktpflege während der Elternzeit in der Diskussion.

Intensiver branchenübergreifender Austausch zur Fachkräftesicherung
Das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung initiierte zusammen mit dem Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) diese Veranstaltungsreihe, um mit den Unternehmen branchenspezifische Lösungsansätze für die Bindung und Gewinnung von Fachkräften zu erarbeiten. Mitveranstalter und Sponsor der Treffen ist die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) in Mainz. Mit den Branchenforen der zweiten Projektphase strebt das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium, unter Leitung von Ministerin Eveline Lemke, zusammen mit dem IBE die Erarbeitung solch branchenspezifischer Lösungsansätze sowie die zunehmende Vernetzung von Unternehmen an. Nach den Branchenforen „Verarbeitendes Gewerbe“ und „Finanzdienstleistungen“ war dies die dritte von insgesamt sieben geplanten Veranstaltungen im Projektzeitraum. Bis Ende der zweijährigen Projektlaufzeit 2013 werden insgesamt noch vier weitere Branchenforen stattfinden. Für das nächste Jahr sind Veranstaltungen zu den Branchen „Chemie/Pharma“, „Handwerk“, „Gesundheitswirtschaft“ und „Öffentliche Verwaltung“ geplant.

Parallel zu den Branchenforen finden Netzwerktreffen in der Hochschule Ludwigshafen statt, in denen Unternehmen über Zukunftsthemen in der Personalpolitik, wie Organisationsstruk-turen, Kosten- und Nutzenberechnungen usw. diskutieren können. Das nächste Netzwerktreffen findet am Mittwoch, dem 12. Dezember von 14.30 bis 17 Uhr, diesmal ausnahmswei-se im Ostasieninstitut, Ludwigshafen, Info: http://www.oai.de, statt.

Weitere Informationen zum Projekt „Strategie für die Zukunft – Lebensphasenorientierte Personalpolitik“ finden Sie unter: www.lebensphasenorientierte-personalpolitik.de.

Hintergrund:
Ins Leben gerufen wurde das Projekt „Strategie für die Zukunft – Lebensphasenorientierte Personalpolitik“ vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, dem heutigen Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung. Das Modellprojekt der ersten Phase sowie die Fortsetzung der zweiten Phase werden vom Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) unter der Leitung von Prof. Dr. Jutta Rump durchgeführt. Gefördert wird es aus Landesmitteln des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums.

In enger Zusammenarbeit mit elf ausgewählten Modellbetrieben verschiedener Größe und aus unterschiedlichen Branchen sowie einer Behörde wurden vom 1. April 2009 bis 31. März 2011 Möglichkeiten zur Entwicklung und Umsetzung einer Lebensphasenorientierten Personalpolitik praxisorientiert untersucht. Ziel der ersten Phase des Projekts war die Erarbeitung von praxisnahen, ausgereiften und handlungsorientierten Umsetzungskonzepten und -strategien. Die Ergebnisse und Erfahrungen aus den rheinland-pfälzischen Modellbetrieben und der Modellinstitution (Leuchttürme) werden als Best-Practice-Fälle dargestellt und dienen als prototypische Beispiele. Veröffentlicht hat das IBE diese Ergebnisse auf der Internetseite www.lebensphasenorientierte-personalpolitik.de unter der Kategorie „LOP-Box“. In Form von konkreten Qualifizierungskonzepten und -modulen erhalten dort Unternehmen und Institutionen, die eine Lebensphasenorientierte Personalpolitik einführen wollen, anwenderorientierte Tools, die schnell und unkompliziert genutzt werden können.

Editors Notes
Das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) unter Leitung von Frau Prof. Dr. Jutta Rump (Geschäftsführerin) und Herrn Prof. Dr. Peter Mudra erforscht personalwirtschaftliche Fragestellungen.

Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Beschäftigung und Beschäftigungsfähigkeit („Employability“), dem demografischen Wandel und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Weitere Kernthemen sind die Zukunft der Arbeitswelt sowie Wissensmanagement und Wissensbilanzierung.

Das IBE berät Unternehmen und Institutionen in arbeitsmarktpolitischen, personalwirtschaftlichen und sonstigen beschäftigungsrelevanten Fragen. Aktuelle Forschungserkenntnisse werden evaluiert und ggf. direkt in die Praxis umgesetzt.

Kontakt:
Institut für Beschäftigung und Employability IBE
Prof. Dr. Jutta Rump
Ernst-Boehe-Straße 4
67059 Ludwigshafen
+49 (0)621/5203-238
Jutta.rump@ibe-ludwigshafen.de
http://www.ibe-ludwigshafen.de

Pressekontakt:
Accente Communication GmbH
Hettich Erika
Aarstraße 67
65195 Wiesbaden
06114080613
erika.hettich@accente.de
http://www.accente.de

Dez 6 2012

Strukturwandel im Handel erfordert neue Maßnahmen in der Personalpolitik

Intensiver Praxisaustausch auf drittem Branchenforum des Projektes Lebensphasenorientierte Personalpolitik (LOP)

Speyer, 6. Dezember 2012. Das dritte Branchenforum im Rahmen des vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums initiierten Projektes „Strategie für die Zukunft – Lebensphasenorientierte Personalpolitik“ beschäftigte sich mit den Auswirkungen der sich verändernden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen auf den Handel. Gerade diese Branche sieht sich durch die zunehmende Technisierung und die Konkurrenz aus dem Internet großen Veränderungen ausgesetzt, die sich in hohem Maße auch auf die Personalpolitik auswirken. Im intensiven Dialog diskutierten die Teilnehmer über Themen wie Flexibilisierung von Arbeitszeit, Mitarbeiterbindung, Einbindung von Führungskräften, Aus- und Weiterbildung und individualisierte Ansprache der Mitarbeiter. Wie wichtig dieser branchenfokussierte Austausch von Praxis und Wissenschaft ist, unterstrich auch Ulrich Dexheimer, Sprecher des Vorstandes der Inves-titions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), der die Veranstaltung eröffnete.

„Schnell erkennen wo etwas aus dem Ruder läuft“
Schnell und flexibel auf veränderte Anforderungen reagieren zu können ist für Raphael Her-big, Geschäftsführer der von der Heydt GmbH in Speyer, einer der wichtigsten Vorteile seiner auf die Lebensphasen der Mitarbeiter abgestimmten Personalpolitik. Er stellte in seinem Impulsvortrag Maßnahmen und Wege vor, wie sich sein Unternehmen auf die veränderten Bedingungen in der Personalführung einstellt. Das mittelständische Unternehmen aus Rheinland-Pfalz war einer der elf Modellbetriebe, die bereits 2009 beim Start des Projektes dabei waren. Im Rahmen des Projektes arbeitete von der Heydt zusammen mit dem wissenschaftlichen Team um Prof. Dr. Jutta Rump, Institut für Beschäftigung und Employability (IBE), passende Instrumente zur Gestaltung der Personalpolitik aus. So kommt es, dass Herbig heute nicht nur die individuellen Lebenssituationen seiner Mitarbeiter kennt, sondern ge-meinsam mit ihnen auch gezielt plant wie, wann und wo er sie ihren und seinen Zielen entsprechend einsetzt. Für ihn ist: „Kommunikation der Schlüssel für die Veränderung.“

Produktivität gestalten
Rump, die mit ihrem Institut das Projekt von Anfang an wissenschaftlich konzipiert und begleitet hat, machte in ihrem Vortrag deutlich, dass eine lebensphasenorientierte Personalpolitik nicht nur sogenannte „weiche“ Faktoren bedient, sondern im Gegenteil wesentlich zur Produktivität eines Unternehmens beiträgt und diese sogar gestaltbar macht. Sie veranschaulichte die Entwicklungsmöglichkeiten eines Unternehmens, das sich und seine Mitarbeiter in Balance bringt hin zu einer soliden Arbeitgebermarke und damit in einem stark ver-ändernden wirtschaftlichen Umfeld stabil bleibt.

Dem Strukturwandel im Handel begegnen
Im intensiven Dialog arbeiteten die Teilnehmer des Branchenforums schließlich die ganz konkreten Besonderheiten ihrer Branche heraus und suchten gemeinsam nach möglichen Maßnahmen diesen mit einer aktiven und gezielten Personalpolitik zu begegnen. Neben Wegen zur Mitarbeiterfindung und -bindung, unter anderem durch eine wertschätzende Mitarbeiterführung, wurden auch Themen wie Altersvorsorge, Aus- und Weiterbildung sowie potenzielle Motivationsfaktoren diskutiert. Auch mögliche Impulse an die Politik und die aktive Beteiligung an Stadt- und Standortentwicklung standen im Fokus. Die Belegschaft im Handel ist sehr stark von weiblichen Beschäftigten dominiert. Da es immer noch überwiegend Frauen sind, die die Pflege der Kinder bzw. ihrer Angehörigen übernehmen und dafür oftmals in Teilzeit gehen, standen auch Modelle dieser Beschäftigungsform, die Einrichtung von Langzeitkonten oder die Kontaktpflege während der Elternzeit in der Diskussion.

Intensiver branchenübergreifender Austausch zur Fachkräftesicherung
Das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung initiierte zusammen mit dem Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) diese Veranstaltungsreihe, um mit den Unternehmen branchenspezifische Lösungsansätze für die Bindung und Gewinnung von Fachkräften zu erarbeiten. Mitveranstalter und Sponsor der Treffen ist die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) in Mainz. Mit den Branchenforen der zweiten Projektphase strebt das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium, unter Leitung von Ministerin Eveline Lemke, zusammen mit dem IBE die Erarbeitung solch branchenspezifischer Lösungsansätze sowie die zunehmende Vernetzung von Unternehmen an. Nach den Branchenforen „Verarbeitendes Gewerbe“ und „Finanzdienstleistungen“ war dies die dritte von insgesamt sieben geplanten Veranstaltungen im Projektzeitraum. Bis Ende der zweijährigen Projektlaufzeit 2013 werden insgesamt noch vier weitere Branchenforen stattfinden. Für das nächste Jahr sind Veranstaltungen zu den Branchen „Chemie/Pharma“, „Handwerk“, „Gesundheitswirtschaft“ und „Öffentliche Verwaltung“ geplant.

Parallel zu den Branchenforen finden Netzwerktreffen in der Hochschule Ludwigshafen statt, in denen Unternehmen über Zukunftsthemen in der Personalpolitik, wie Organisationsstruk-turen, Kosten- und Nutzenberechnungen usw. diskutieren können. Das nächste Netzwerktreffen findet am Mittwoch, dem 12. Dezember von 14.30 bis 17 Uhr, diesmal ausnahmswei-se im Ostasieninstitut, Ludwigshafen, Info: http://www.oai.de, statt.

Weitere Informationen zum Projekt „Strategie für die Zukunft – Lebensphasenorientierte Personalpolitik“ finden Sie unter: www.lebensphasenorientierte-personalpolitik.de.

Hintergrund:
Ins Leben gerufen wurde das Projekt „Strategie für die Zukunft – Lebensphasenorientierte Personalpolitik“ vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, dem heutigen Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung. Das Modellprojekt der ersten Phase sowie die Fortsetzung der zweiten Phase werden vom Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) unter der Leitung von Prof. Dr. Jutta Rump durchgeführt. Gefördert wird es aus Landesmitteln des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums.

In enger Zusammenarbeit mit elf ausgewählten Modellbetrieben verschiedener Größe und aus unterschiedlichen Branchen sowie einer Behörde wurden vom 1. April 2009 bis 31. März 2011 Möglichkeiten zur Entwicklung und Umsetzung einer Lebensphasenorientierten Personalpolitik praxisorientiert untersucht. Ziel der ersten Phase des Projekts war die Erarbeitung von praxisnahen, ausgereiften und handlungsorientierten Umsetzungskonzepten und -strategien. Die Ergebnisse und Erfahrungen aus den rheinland-pfälzischen Modellbetrieben und der Modellinstitution (Leuchttürme) werden als Best-Practice-Fälle dargestellt und dienen als prototypische Beispiele. Veröffentlicht hat das IBE diese Ergebnisse auf der Internetseite www.lebensphasenorientierte-personalpolitik.de unter der Kategorie „LOP-Box“. In Form von konkreten Qualifizierungskonzepten und -modulen erhalten dort Unternehmen und Institutionen, die eine Lebensphasenorientierte Personalpolitik einführen wollen, anwenderorientierte Tools, die schnell und unkompliziert genutzt werden können.

Editors Notes
Das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) unter Leitung von Frau Prof. Dr. Jutta Rump (Geschäftsführerin) und Herrn Prof. Dr. Peter Mudra erforscht personalwirtschaftliche Fragestellungen.

Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Beschäftigung und Beschäftigungsfähigkeit („Employability“), dem demografischen Wandel und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Weitere Kernthemen sind die Zukunft der Arbeitswelt sowie Wissensmanagement und Wissensbilanzierung.

Das IBE berät Unternehmen und Institutionen in arbeitsmarktpolitischen, personalwirtschaftlichen und sonstigen beschäftigungsrelevanten Fragen. Aktuelle Forschungserkenntnisse werden evaluiert und ggf. direkt in die Praxis umgesetzt.

Kontakt:
Institut für Beschäftigung und Employability IBE
Prof. Dr. Jutta Rump
Ernst-Boehe-Straße 4
67059 Ludwigshafen
+49 (0)621/5203-238
Jutta.rump@ibe-ludwigshafen.de
http://www.ibe-ludwigshafen.de

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