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Feb 27 2018

30 Jahre Cuvée d’Or – Winzer Ferry Schindler verrät sein Bodenkunde-ABC

Die Cuvée d’Or wird 30_Weingut Franz Schindler

Mörbisch am See/München, Februar 2018 – Zum Jubiläumsjahr des Vorzeige-Rotweins gibt das Weingut Franz Schindler so manche Winzergeheimnisse preis. Woher rührte der Wunsch einen so einzigartigen Rotwein wie die Cuvée d’Or in Österreich zu keltern? Schmeckt man tatsächlich wo der Wein wächst? Gibt es den perfekten Boden für einen perfekten Wein?

Einer Studienreise von Senior Franz Schindler in das Weinanbaugebiet Bordeaux haben wir zu verdanken, dass wir heute die vielfach ausgezeichnete Cuvée d’Or genießen dürfen. Denn diese Reise verstärkte den Wunsch des Winzers ebenso große Weine in der Heimat zu kreieren, wie es sie in Frankreich gibt. So wurde eine alte Blaufränkisch-Anlage mit schonenden Maßnahmen wieder in Stand gesetzt. Das Resultat war ein vollreifer dichter Wein, der für den Barrique-Ausbau geeignet war. Nach mehreren Versuchen mit unterschiedlichen Fässern, kam Franz Schindler zu der Erkenntnis, dass es die goldene Mischung ist, die aus perfektem Traubenmaterial und richtiger Vinifikation den besten Wein ergibt. Dies war zeitgleich die Geburtsstunde der Cuvée d’Or. Doch wie bekommt der Winzer die perfekten Trauben? Was macht einen Wein dieser Liga aus? Winzer Ferry Schindler steht Rede und Antwort!

In welchem Zusammenhang steht der Geschmack des Weines mit dem Boden auf dem er wächst, zum Beispiel im Burgenland?
Das Burgenland bietet eine große Vielfalt an Böden: nicht nur Sand-, Lös- und Urgesteinsböden, sondern auch Lehmböden. Durch die Nähe zum Neusiedler See kann das nördliche Burgenland mit einem ganz besonderen Mikroklima aufwarten, das ideal für den Weinbau ist. Der See, als natürlicher Wärmespeicher mit seiner großen Fläche für die Sonnenreflexion, nimmt großen Einfluss auf das Klima. Als Winzer muss man sich schon vorher überlegen, welche Sorte Wein man auf welche Art von Boden pflanzt. Man muss wissen was man aus dem Wein machen will. Einen fruchtig leichten Weißwein oder einen kräftigen Rotwein.

Und was bedeutet das für den Weintrinker? Schmeckt man, wo der Wein gewachsen ist?
Im Prinzip schon. So gedeihen auf leichten, sandig bis steinigen Böden eher die fruchtigen, fein strukturierten Weine. Mit schweren, lehmigen Böden hingegen lassen sich kräftige stoffige Weine mit viel Potenzial erzeugen. Rein theoretisch lässt sich zwar auf jedem Boden jeder Typus Wein produzieren, allerdings wäre es besser sich den Begebenheiten anzupassen und diese zu nutzen. Nur so bekommt man die volle Kraft einer Traube ins Glas.

Haben die Witterungsverhältnisse auch Einfluss auf das Endergebnis im Glas?
Selbstverständlich! Man merkt einem Wein an, ob es im Laufe des Jahres sehr feucht und regnerisch oder sehr trocken und warm war, beziehungsweise wie viele Sonnenstunden es gab. Der Winzer muss auf die Klimabedingungen eingehen. Wenn es ein kühles Jahr war, entstehen eher fruchtspezifische Weine. In einem heißen Jahr dominieren dagegen voll-reife, kräftige Weine, also Rotweine mit Stoff und Potenzial.

Und wie beeinflusst der Winzer selbst den Geschmack?
Zum Beispiel durch den Erntezeitpunkt der Trauben. Aber auch während der Vegetationsperiode kann ich mit meiner Arbeit noch viel Einfluss auf den späteren Geschmack nehmen, wie beispielsweise mit Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz, Laubarbeiten oder Mengenreduktion. Nach der Ernte können mit unterschiedlichen kellertechnischen Maßnahmen, wie der klassisch alten Schule oder mit neusten technischen Mitteln, unterschiedliche Geschmacksrichtungen herausgearbeitet werden.

Lohnt es sich unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten für die Reben auszuprobieren?
Da es drei Jahre dauert bis man nach der Auspflanzung die erste Ernte einholen kann, ist das Austesten der Bodenbeschaffenheit sehr schwierig. Da baut man eher auf den Erfahrungswert der Bodenanalysen. Was aber sehr wohl probiert wird, ist der Anbau einer Weinsorte auf unterschiedlichen Böden. Nach der Ernte werden die verschiedenen Trauben dann bezüglich Frucht, Farbe, Tannine, Schmelz, Struktur etc. miteinander verglichen.

Gibt es den perfekten Boden für den perfekten Wein?
Jede Weinsorte und jeder Weintyp hat eigene Ansprüche an den Boden und an die Klimaverhältnisse. Den perfekten Boden gibt es nicht. Aber ein fast perfektes Ganzes, bei dem alles zusammenspielt: Wetter, Boden, Klima, Ernte und Kellerarbeit. Das sind alles wichtige Faktoren, die Einfluss auf den Wein bzw. das Endprodukt haben. Wenn sie harmonieren, kann man sich auf einen guten Tropfen im Glas freuen.

Der ausgezeichnete Jubiläums-Rotwein aus dem Weingut Franz Schindler:
Cuvée d’Or 2015 – Das Aushängeschild des Weinguts vereint erlesenstes Traubenmaterial von Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon und Merlot. Kraft und Potential zeichnen diesen Wein aus. In der Nase liegt eine Kombination von schwarzen Beerenfrüchten mit angenehmer Holz-Toasting-Note. Eine im Mund unbändig wirkende Wucht und der grandiose Abgang machen den Wein zu einen der großen Österreichs!

Das Weingut Franz Schindler wird bereits in der vierten Generation betrieben und steht für exzellente Spitzenweine aus Österreich, mit starkem Charakter und viel Potential. Der 15 ha große Weingarten, mit 70% hochkarätiger Rotweine und 30% harmonischer Weißweine, befindet sich in den besten Rieden rund um Mörbisch am See. Hier reifen im sonnenreichen pannonischen Klima und unter dem Einfluss des Neusiedler Sees kräftige Pflanzen zu vollmundigen Früchten. Winzer Ferry Schindler setzt dabei auf hohe Qualität durch gewissenhafte Ertragslimitierung, Weitblick und solide handwerkliche Verarbeitung. Das Weingut Franz Schindler bietet außerdem moderne Zimmer für Urlauber, die neben einem guten Glas Wein, Ruhe und Erholung in familiärer Atmosphäre suchen.

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Sep 26 2017

Wein als Seelentröster – mit dem Weingut Franz Schindler in die kalte Jahreszeit

Wein als Seelentröster - mit dem Weingut Franz Schindler in die kalte Jahreszeit

Ferry und Franz Schindler (Bildquelle: (c) Weingut Franz Schindler)

Mörbisch am See/München, September 2017 – „Der Nebel steigt, es fällt das Laub; schenk ein den Wein, den holden, wir wollen uns den grauen Tag vergolden […]“. So heißt es in Theodor Storms „Oktoberlied“ und seine Worte haben bis heute bestand. Wenn mit dem letzten Blatt die Außen-Temperatur fällt, suchen wir kuschelige Rückzugsorte, herzhaftes Seelenfutter und dazu gerne ein Glas Rotwein. Winzer Ferry Schindler weiß, welcher Wein uns gut in die frostigen Tage begleitet.

Der Herbst gehört für Ferry Schindler zu den schweißtreibenden Jahreszeiten. Denn dann heißt es, die Schätze des Sommers zu ernten und zu verarbeiten. Der Muskat Ottonel wird als Erster geerntet. Merlot oder Blaufränkischer bleiben bis zum letzten Moment an der Rebe, um ihre gesamte Kraft entfalten zu können. „So schmeckt man die ganze Gewalt der Frucht im Glas und das ist genau das, was wir jetzt brauchen“, erklärt der Winzer aus Mörbisch am See. „Weiß- oder Roseweine sind klassische Sommerweine. Sobald das Wetter umschlägt steigt die Nachfrage nach unseren roten Herbstweinen, leicht und samtig, wie Zweigelt oder ein würziger Blaufränkischer.“

Pilz, Wild und Schokoladendessert geadelt mit dem richtigen Wein
Auch bei höchster Qualität gilt: ein guter Wein ist nur so gut wie sein Sparringspartner. Die Sommer-Küche braucht leichte Weine, ab dem Herbst wird es deutlich deftiger. Pilzgerichte sind beliebt gegen den Winterblues, vor allem selbst gesammelt. Ferry Schindler empfiehlt zur cremigen Steinpilzsauce mit Steak und Kartoffelrösti einen schweren Rotwein, wie die Lehmgrube Blaufränkisch.

Für Fleischliebhaber beginnt nun die Zeit der Wildgerichte. „Es kommt ja immer darauf an, wie man etwas zubereitet“, antwortet Ferry Schindler auf die Frage nach dem passenden Wein. „Aber bei einem schönen Wildgericht, wie rosa gebratene Rehkeule mit Zimt-Blaukraut und Spätzle muss ein dunkler Rotwein getrunken werden, auf keinen Fall ein Bier“, lacht der leidenschaftliche Winzer. Er selbst würde hier zum Beispiel eine Flasche Cuvee d´Or öffnen.
Rotwein ergänzt sich aber auch perfekt zum schokoladigen Snack. Schokocreme, -trifle, -pudding oder -crumble oder auch einfach ein Stück Vollmilchschokolade sind wahrhaftes Gute-Laune-Futter. Wird der Wein mit einer Süßspeise kombiniert, darf dieser jedoch auf keinen Fall süßer sein als der Nachtisch selbst, sonst geht das Dessert unter. Ein typischer milder Rotwein wie der Zweigelt Selection passt zum Beispiel wunderbar in den schokoladigen Reigen.

Warum macht Wein glücklich?
Der Wein begleitet die Menschheit seit tausenden von Jahren. War es früher der Trank der Götter, gönnen auch wir Sterblichen uns inzwischen gerne ein Gläschen. Wein macht glücklich, so der Volksmund. „Und das stimmt“, bestätigt Ferry Schindler. „Man könnte das jetzt auf die verschiedensten Inhaltsstoffe und chemischen Verbindungen im Rotwein schieben und ein Stück weit wissenschaftlich erklären, aber ich mache das viel einfacher und
schneller: Wein macht glücklich, weil man für gewöhnlich in guter Stimmung und Gesellschaft beinander ist, wenn man eine gute Flasche Wein öffnet. Somit ist Wein in unseren Köpfen mit positiven Empfindungen verknüpft.“ Und was trinkt der Winzer selbst, wenn die Ernte eingefahren ist und er einmal die Füße hochlegen kann? „Auch ich bevorzuge jetzt die Roten. Am liebsten mit vollem Körper aber nicht zu sehr den Gaumen fordernd. Unsere Cuvée Ferry aus Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah, 24 Monate im 2-jährigen Barriques gereift, ist wirklich einer meiner Lieblinge und das nicht nur wegen dem schönen Namen.“

Die roten Herbstweine aus dem Weingut Franz Schindler
Lehmgrube Blaufränkisch 2013 – Der Wein wird bis zu 24 Monate in neuen und 1-jährigen Barriques gelagert. Die reife würzige Beerenfrucht stammt aus dem ältesten Weingarten des Weingutes und entwickelt durch ihre lange Fassruhe mächtiges Holz und kräftige Struktur.

Cuvée D’Or 2013 – Das Aushängeschild des Weinguts vereint erlesenstes Traubenmaterial von Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon und Merlot. Kraft und Potential zeichnen diesen Wein aus. In der Nase liegt eine Kombination von schwarzen Beerenfrüchten mit angenehmer Holz-Toasting-Note. Eine im Mund unbändig wirkende Wucht und der grandiose Abgang machen den Wein zu einem der großen Österreichs!

Zweigelt „Selection“ 2015 – Im Gegensatz zu den anderen holzgereiften Weinen aus dem Hause Schindler, bleibt der Zweigelt nur um die zwölf Monate im großem Fass. Heraus kommt ein violett schimmernder, zart fruchtig-würziger Rotwein, der wunderbar zu Fleischgerichten passt.

L’esprit Ferry 2013 – Diese Cuvée aus Blaufränkisch, Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot, darf zwei Jahre in Barriques reifen. Dadurch ist das Holz harmonisch im Wein eingebunden. Das Holz hält sich dezent im Hintergrund, verleiht dem Wein aber internationalen Flair! In der
Nase erkennt man sofort die vordergründige Frucht und Würzigkeit der verschiedenen Sorten.

Das Weingut Franz Schindler wird bereits in der vierten Generation betrieben und steht für exzellente Spitzenweine aus Österreich, mit starkem Charakter und viel Potential. Der 15 ha große Weingarten, mit 70% hochkarätiger Rotweine und 30% harmonischer Weißweine, befindet sich in den besten Rieden rund um Mörbisch am See. Hier reifen im sonnenreichen pannonischen Klima und unter dem Einfluss des Neusiedler Sees kräftige Pflanzen zu vollmundigen Früchten. Winzer Ferry Schindler setzt dabei auf hohe Qualität durch gewissenhafte Ertragslimitierung, Weitblick und solide handwerkliche Verarbeitung. Das Weingut Franz Schindler bietet außerdem moderne Zimmer für Urlauber, die neben einem guten Glas Wein, Ruhe und Erholung in familiärer Atmosphäre suchen.

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Aug 22 2017

Spaß im Weinglas, mit Rose, Pfirsich und grüner Paprika – Ein Interview mit Winzer Ferry Schindler

Spaß im Weinglas, mit Rose, Pfirsich und grüner Paprika - Ein Interview mit Winzer Ferry Schindler

Ferry und Franz Schindler

Mörbisch am See/München, August 2017 – Sommer und Herbst sind die Jahreszeiten intensiver Dufterlebnisse. Die Luft ist schwer von süßen Blüten und reifen Früchten. Frisch gemähtes Gras und warmer Regen auf heißem Stein kurbeln unsere Glückshormone an. Die Natur atmet und wir schmecken das pure Leben auf den Lippen. Dieses Lebensgefühl spiegelt sich in den aromatischen Weißweinen aus dem Weingut Franz Schindler wieder. Wenn Winzer Ferry Schindler, das Glas schwenkt und das Aroma seiner Weißweine einatmet, steigen ihm intensive Düfte nach Paprika, frischem Heu oder auch Johannisbeere in die Nase. In einem Interview verrät uns der Winzer was es mit diesen besonderen Geruchs- und Geschmackserlebnissen auf sich hat.

1. Was sind typische Aromen, die dem Weintrinker in seinem Weißweinglas begegnen und wie entstehen sie?
Die verschieden Aromen die unsere Weine auszeichnen kommen natürlich aus der Traube und dem Gärverfahren. Die Primäraromen werden in der Traube gebildet. Die Sekundäraromen entstehen während des Ausbaus des Weines. Die Tertiäraromen entwickeln sich im Zuge der Reifung im Wein. Aber mit entscheidend ist auch die Philosophie die hinter jedem einzelnen Wein steht. Jeder Winzer kann durch gezielte Weingartenarbeiten, Erntezeitpunkt, Gärsteuerung oder Kellertechnische Maßnahmen, die sehr empfindlichen Aromen den verschiedenen Traubensorten behutsam „entlocken“, gestalten und konservieren. Wobei das wichtigste Merkmal nie aus dem Fokus rücken darf, die Typizität. Der Weingenießer hat eine Erwartungshaltung, wenn er eine Flasche entkorkt und die muss erfüllt werden. Aber auch dann habe ich noch jede Menge Spielraum, den ich auch nutze. Ein paar Beispiele:

Bei meinem Welschriesling will ich die feine Frucht der Sorte jung und rein in die Flasche bekommen. Gut gestützt von feiner Säure präsentiert der Wein grünen Apfel und zarte Birne mit leichter Zitrusnote.
Die wichtigste Weißweinsorte im Betrieb, Sauvignon blanc, besticht durch laute Hollunderblüte und Stachelbeere, gepaart mit Paprika. Im langen Abgang wirken diese Aromen sogar noch intensiver.
Beim Chardonnay forciere ich nicht die junge primäre Frucht, sondern lasse die Trauben länger an der Rebe, ehe der Wein für ein Jahr im Holzfass reifen darf. Das Ergebnis ist ein voller, abgerundeter Wein mit geschmeidig-nussigem Heuaroma und reifem Pfirsich in Marzipan.
Der Top-Weißwein des Hauses, die Cuvee d´Argent spiegelt internationale Tugenden wieder. Hochreifes Traubenmaterial (Chardonnay und Sauvignon blanc) vergärt in ausnahmslos neuen, ausgewählten Barriques zu einem cremig-kräftigen Weißwein mit viel Potential zur Reifung. Der biologische Säureabbau sorgt für milde Säure, das Holz für Kaffee und Schokoaromen. Die beiden Sorten vereinen reifen tropischen Früchtemix mit rauchiger Würze und stoffiger Eleganz.

2. Wenn ein Wein intensiv duftet, welchen Rückschluss kann ich ziehen?
Die Aromen spiegeln die Handschrift des Winzers wieder. Je intensiver und sortentypischer diese erkennbar sind desto besser hat der Kellermeister gearbeitet – vor allem, wenn der Jahrgang schwierig war. Die Aromen sind also Visitenkarte und Aushängeschild des Winzers.

3. Was ist der Unterschied zwischen Würze und Aroma?
Das Aroma ist der Überbegriff für sämtliche erkennbaren Geruchs- und Geschmacksstoffe im Wein. Man kann unterscheiden, ob ein Wein fruchtig, blumig oder würzig schmeckt. Natürlich gibt es meist Kombinationen aus diesen dreien. Doch während fruchtig, wie Kernobst, Beerenobst oder tropische Frucht und blumig, wie Rosen, Veilchen oder Hollunderblüten, leicht zu definieren sind, ist das würzige Aroma schwerer zu erfassen! Für manche Verkoster bedeutet „würziges Aroma“ intensive Frucht, für den anderen der mineralische Charakter.

4. Überraschen Dich die Geschmacksergebnisse deiner Kunden manchmal?
Es gibt tatsächlich viele verschiedene Meinungen über ein und denselben Wein. Das ist auch gut so. Geschmäcker sind verschieden und ein Sommelier verkostet und erkennt anders als ein Laie. So kommt es immer wieder zu wilden Erkennungen, die auch manchmal zur Erheiterung führen. Wein soll Spaß machen, deshalb genieße ich solche Momente sehr.

5. Wieso schmeckt Wein eigentlich selten nach Weintrauben?
Die Aromen der meisten Weinsorten sind sehr empfindlich und auch nur im geringen Umfang in den Beeren enthalten. Es ist sehr schwierig diese an den Wein weiterzugeben, mit Ausnahme von den Bukettsorten wie Muskateller, Muskat Ottonel, Sauvignon blanc und so weiter. Aber vor allem entstehen während der alkoholischen Gärung durch die Hefe viele Veränderungen, die wiederum zu neuen, weintypischen Aromen führen, welche dem Wein die aromatische Charakteristik geben.

6. Was glaubst du? Wie ist der Trend für den Weinsommer 2018?
Ich verkaufe viel Wein direkt an den Endverbraucher und kenne daher die Nachfrage nach den gefragten Weintypen sehr gut. Zurzeit werden beim Weißwein sehr duftige (sortentypische) Weine gesucht. Nach einer jahrelang andauernden „Suche nach leichten Weißweinen“ darf es nun wieder stoffiger, kräftiger und gehaltvoller sein. Das wird mit Sicherheit 2018 weiter gehen. Da dieses intensive Erlebnis für den Gaumen nur mit Qualität gelingt, gefällt mir diese Entwicklung sehr gut.

Vielen Dank für dieses interessante Interview, Ferry Schindler!

Das Weingut Franz Schindler wird bereits in der vierten Generation betrieben und steht für exzellente Spitzenweine aus Österreich, mit starkem Charakter und viel Potential. Der 15 ha große Weingarten, mit 70% hochkarätiger Rotweine und 30% harmonischer Weißweine, befindet sich in den besten Rieden rund um Mörbisch am See. Hier reifen im sonnenreichen pannonischen Klima und unter dem Einfluss des Neusiedler Sees kräftige Pflanzen zu vollmundigen Früchten. Winzer Ferry Schindler setzt dabei auf hohe Qualität durch gewissenhafte Ertragslimitierung, Weitblick und solide handwerkliche Verarbeitung. Das Weingut Franz Schindler bietet außerdem moderne Zimmer für Urlauber, die neben einem guten Glas Wein, Ruhe und Erholung in familiärer Atmosphäre suchen.

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