Posts Tagged Sportmedizin

Apr 17 2018

Sportmedizin / Training ohne Kohlenhydrate – Mythos oder bessere Leistung?

Deutscher Olympischer Sportärztekongress in Hamburg klärt auf

Sportmedizin / Training ohne Kohlenhydrate - Mythos oder bessere Leistung?

(Bildquelle: Pixabay)

Immer wieder geistert der Mythos einer „gesunden“ Ernährung ohne oder mit wenigen Kohlenhydraten durch das Netz. Doch Ernährungswissenschaftlerin Jun.-Prof. Dr. Anja Carlsohn, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, beweist das Gegenteil. Wie wichtig Kohlenhydrate für Gesundheit und Leistung von Sportlern wirklich sind – darüber berichtet sie auf dem Deutschen Olympischen Sportärztekongress vom 24. bis 26. Mai in Hamburg.

Kartoffeln, Nudeln, Gemüse, Brot – häufig wird Freizeitsportlern suggeriert, bestimmte Lebensmittel zu meiden und sich möglichst kohlenhydratarm zu ernähren. “ Low Carb“, so heißt das Versprechen, lässt das Körperfett schmelzen und die Leistung besser werden. Carlsohn: „Wir können als Ernährungswissenschaftler davon nur abraten. Kohlenhydratreiche Lebensmittel sind für Gesundheit und Leistungsfähigkeit notwendig.“ In ihren Studien mit Freizeit- und Hochleistungssportlern konnte Carlsohn beobachten, dass eine eingeschränkte Kohlenhydratzufuhr – dauerhaft oder phasenweise – mit einer reduzierten Leistungsfähigkeit vor allem bei Ausdauersportlern einhergeht.

Carlsohn und Kollegen untersuchten zum Beispiel die Leistung von Freizeitsportlern, die drei Monate lang unter entleerten Kohlenhydrat-Speichern trainierten. So gab es unter anderem einen Dauerlauf am Abend, danach kein Abendbrot oder ein kohlenhydratarmes Gericht. Am nächsten Morgen fanden Tempo-Läufe statt, noch bevor die Sportler etwas gegessen hatten.
Diesen Doppelblock absolvierten die Athleten zweimal pro Woche. Nach drei Monaten hatten sie, im Vergleich zur Kontrollgruppe mit normaler Ernährung, eine tendenziell geringere Leistungsentwicklung im 5000 m Testwettkampf, hatten nicht einmal Körperfett verloren und waren zudem während der 3 Monate auch noch häufiger krank!

Laut Carlsohn müsse man einen Unterschied innerhalb der Kohlenhydrate machen. Es geht – auch im Sport – nicht nur immer um die Energie oder die reine Kohlenhydratmenge. Süßigkeiten sind wenig wertvoll für Sport oder Gesundheit. Obst und Gemüse aber seien enorm wichtig, für Energie-, Vitamin- und Mineralstoffversorgung. Zudem enthalten sie viele gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe sowie Ballaststoffe.

In der Sportlerernährung ist neben dem Gehalt an Energie oder Nährstoffen aber auch die individuelle Verträglichkeit von Lebensmitteln wichtig. Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Erbsen und auch Kohlsorten sind wertvolle Lebensmittel, aber kurz vor einer Trainingseinheit wenig bekömmlich. Lebensmittel, die reich an komplexen Kohlenhydraten sind, wie Müsli, Brot, Reis, Pasta oder Kartoffeln sollten in der Basisernährung von Sportlern einen großen Stellwert einnehmen, werden langsamer abgebaut, erzeugen später nicht so einen Hunger. Hochglykämische Kohlenhydrate z.B. in Form von Getränken können wiederum während einer längeren Belastung zugeführt werden, wenn „richtige Lebensmittel“ nicht verzehrt werden können.

Im Leistungssport stellt sich am ehesten die Frage: wie kann ich meinen Speiseplan so erstellen, dass er mein Training optimal unterstützt? „Hier wird die Ernährung noch einmal sportart-spezifisch, an den Trainingszyklus und an die Präferenzen des Sportlers angepasst. Je nach Ausdauer-, Schnelligkeits-, Kraft-Training brauchen die Athleten unterschiedliche Mengen an Energie, Eiweiß und Kohlenhydraten in ihren Mahlzeiten. Dazu kommt der unterschiedliche Verbrauch: eine zarte Turnerin hat einen anderen Bedarf als, als ein Triathlet, der im Training sehr viel Energie umsetzt“, so Carlsohn.
Sportler sollten sich daher nicht von aktuellen Trends leiten lassen, sondern kohlenhydratreiche Lebensmittel sinnvoll in ihren Speiseplan integrieren.

Der Deutsche Olympische Sportärztekongress wird veranstaltet von der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin und von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention.

Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ist der weltweit zweitgrößte Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. In der trinationalen Gesellschaft sind rund1300 führende Sportärzte im Bereich Orthopädie und Traumatologie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen geschlossen. Neben der Sicherstellung der kompetenten Versorgung sportverletzter Patienten setzt die GOTS qualitative Standards für deren Behandlung. Ziel ist es, das Verständnis von sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten. Der Wissenstransfer findet auf dem jährlich stattfindenden internationalen GOTS-Kongress statt. Die GOTS hat durch die Mitgliedschaft von Verbands- und Olympia-Ärzten einen intensiven Bezug zur Hochleistungsmedizin.

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Apr 10 2018

Sportmedizin / Nach Kreuzband-OP: Wie wird mein Knie wieder fit für den Sport?

Deutscher Olympischer Sportärztekongress Hamburg

Sportmedizin / Nach Kreuzband-OP: Wie wird mein Knie wieder fit für den Sport?

Nach einer OP des vorderen Kreuzbandes am Knie kehren viele nicht mehr zu ihrem Sport zurück. Sportmediziner erforschen, woran das liegt. Auf dem Deutschen Olympischen Sportärztekongress stellt Kristin Kalo von der Abteilung Sportmedizin der Goethe-Universität Frankfurt neue interessante Untersuchungen vor.

Um die normale Funktion des Knies nach einem operativ versorgten Riss des vorderen Kreuzbandes zu untersuchen, muss das Aufrechterhalten der Maximalkraft gemessen werden. Dazu wird die sogenannte Kraft-Peak-Variabilität bestimmt. Der Sportler wird in einem Kraftmessgerät mit einem Kniewinkel von 60 Grad fixiert. Dann muss mit dem Unterschenkel gegen ein Polster als festen Widerstand gedrückt werden. „Die Kraftkurve soll 10 Sekunden aufrechterhalten werden. Die kleinen Schwankungen in der Kurve, das ist die Variabilität“, erklärt Kalo.
In verschiedenen Studien überprüfen die Forscher, ob das Knie wieder richtig gesund ist, auch in seiner Funktion. Und obwohl viele Patienten vom Arzt nach einem Jahr wieder als fit für ihren Sport erklärt werden, trauen sie sich selbst das nicht mehr zu. Wer vorher Fußball gespielt hat geht zum Beispiel dann oft nur noch leicht joggen. Ein häufiger Grund dafür ist ein Instabilitätsgefühl.

Die Crux mit dem Kniestrecker

Kristin Kalo: „Diese Instabilität wird oft von der umliegenden Muskulatur, wie z.B. dem Kniestrecker, hervorgerufen. Dieser hat dann noch nicht seine volle Funktion wiedererlangt. Der Einfluss muskulärer Ermüdung ist ein entscheidender Faktor“. Wichtig sei eine angepasste Therapie. Häufig muss dabei die Seitendysbalance wegtrainiert werden. Maximalkraft, Kraftausdauer und neuromuskuläre Funktionen müssen trainiert werden. Die volle Funktion des Knies wiederzuerlangen ist deshalb so wichtig, weil sonst eine hohe Gefahr besteht, dass das Kreuzband erneut reißt.
Kalo und ihre Kollegen führen jetzt Studien mit ganz neuen Kriterien durch. So absolvieren Freizeit- und Leistungssportler, die am vorderen Kreuzband operiert wurden, unter anderem Sprung- und Landungs-Aufgaben, bei denen die Stabilität des Knies gemessen wird. Hieraus können später neue Therapie-Optionen abgeleitet werden.
Der Deutsche Olympische Sportärztekongress wird von der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention vom 24. bis 26. Mai an der Universität Hamburg veranstaltet.

Mehr Spannendes aus der Sportmedizin

Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ist der weltweit zweitgrößte Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. In der trinationalen Gesellschaft sind rund1300 führende Sportärzte im Bereich Orthopädie und Traumatologie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen geschlossen. Neben der Sicherstellung der kompetenten Versorgung sportverletzter Patienten setzt die GOTS qualitative Standards für deren Behandlung. Ziel ist es, das Verständnis von sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten. Der Wissenstransfer findet auf dem jährlich stattfindenden internationalen GOTS-Kongress statt. Die GOTS hat durch die Mitgliedschaft von Verbands- und Olympia-Ärzten einen intensiven Bezug zur Hochleistungsmedizin.

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Mrz 27 2018

Rund jeder 5. Läufer konsumiert Schmerzmittel / 12 wichtige Risikofaktoren von Freizeitsportlern

Neue Analysen auf dem ersten Deutschen Olympischen Sportärztekongress in Hamburg

Rund jeder 5. Läufer konsumiert Schmerzmittel / 12 wichtige Risikofaktoren von Freizeitsportlern

(Bildquelle: pixabay)

Extra Vitamine, Zink, Magnesium und zum Training eine Schmerztablette – viele Sportler konsumieren Nahrungsergänzungs- und Schmerzmittel. Je nach Substanz und Anwendungsform wird das von Sportmedizinern als problematisch bewertet. Dazu kommen für aktive (Freizeit-) Läufer noch weitere Risikofaktoren. Wissenschaftler befragten in der Studie „Bleib-gesund-und-werde-fit“ bereits über 150.000 Läufer und legen jetzt ihre Ergebnisse vor.

Dr. Thomas Rüther von der Forschungsgruppe Leistungsepidemiologie der Deutschen Sporthochschule Köln referiert dazu auf dem Deutschen Olympischen Sportärztekongress vom 24. bis 26. Mai in Hamburg.

Obwohl regelmäßige Sportaktivität einen enormen gesundheitlichen Nutzen hat, können auch Aktive von Risikofaktoren betroffen sein, wie z.B. Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte. „Aber oftmals wissen sie es eben nicht“, sagt Rüther. So kommt es im Einzelfall immer wieder zu schwerwiegenden gesundheitlichen Ereignissen beim Sport, zum Beispiel zu Todesfällen beim Marathon.
„Zur Sensibilisierung für die gesundheitlichen Voraussetzungen für den Sport läuft deshalb seit 2010 unsere online-Befragung von Laufveranstaltungs-Teilnehmern der German Road Races e.V. – dem größten Verband von Laufveranstaltungen in Deutschland.“

Bei der Anmeldung zu einer Laufveranstaltung werden die Teilnehmer auf die anonyme Befragung hingewiesen und können bestimmte Gesundheitsfragen beantworten, bei denen 12 Risikofaktoren berücksichtigt werden. Die Wissenschaftler fragen: ist der Sportler zuckerkrank, stark übergewichtig, hat er Herzrasen, erhöhte Blutfettwerte, einen erhöhten Blutdruck, Probleme mit dem Bewegungsapparat, einen großen Bauchumfang, Schwindel- oder Ohnmachtsanfälle. Weiterhin wollen sie wissen, ob der Aktive raucht, Herz-Kreislauf-Medikamente einnimmt, vorher länger sportlich inaktiv war und von einem Arzt sportmedizinisch untersucht wurde.

Die abgefragten Risiken werden mit Merkmalen des Trainings wie Umfang und Intensität in den Zusammenhang gebracht. „Wie sich die Risiken dann verteilen, hängt häufig stark vom Alter und der Sporterfahrung ab“, so Rüther. Ein Algorithmus berechnet das persönliche Risiko-Profil und der Befragte erhält sofort eine Auswertung seiner Angaben
.
Im Ergebnis haben viele Läufer weniger gesundheitliche Risiken – gemessen an der sportlich inaktiven Bevölkerung. Etwas gefährdeter für Erkrankungen sind jedoch zum Beispiel ältere Aktive, Sport-Neu- und Wiedereinsteiger, die jahrelang inaktiv waren und jene mit Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselproblemen.
Diese Sportler sollten unbedingt das Angebot von sportmedizinischen Vorsorgeunter Mehr Spannendes aus der Sportmedizin suchungen wahrnehmen.
Die Studie „Bleib-gesund-und-werde-fit“ wird unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Dieter Leyk als Kooperationsprojekt zwischen der Forschungsgruppe Leistungsepidemiologie der Deutschen Sporthochschule Köln, dem Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr (Andernach) und dem Deutschen Sportärztebund durchgeführt.
Aus den epidemiologischen Daten so vieler Breitensportler können die Wissenschaftler jetzt weitere Analysen durchführen und Empfehlungen für ein gesundheitlich empfehlenswertes Training geben.

Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ist der weltweit zweitgrößte Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. In der trinationalen Gesellschaft sind rund1300 führende Sportärzte im Bereich Orthopädie und Traumatologie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen geschlossen. Neben der Sicherstellung der kompetenten Versorgung sportverletzter Patienten setzt die GOTS qualitative Standards für deren Behandlung. Ziel ist es, das Verständnis von sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten. Der Wissenstransfer findet auf dem jährlich stattfindenden internationalen GOTS-Kongress statt. Die GOTS hat durch die Mitgliedschaft von Verbands- und Olympia-Ärzten einen intensiven Bezug zur Hochleistungsmedizin.

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Mrz 20 2018

Von Risikofaktoren bei Läufern, über den Rehasport für Herzpatienten bis zur Kniefunktion nach OP: Erster Deutscher Olympischer Sportärztekongress

Hamburg, 24. bis 26. Mai 2018

Von Risikofaktoren bei Läufern, über den Rehasport für Herzpatienten bis zur Kniefunktion nach OP: Erster Deutscher Olympischer Sportärztekongress

Zum ersten Mal findet in Deutschland ein Olympischer Sportärztekongress statt. Vom 24. bis 26.Mai treffen sich in Hamburg über eintausend Sportmediziner, Wissenschaftler, Sportärzte und Sporttherapeuten zu diesem hochkarätigen Event. Die internationalen Teilnehmer tauschen sich über neueste Erkenntnisse in der Orthopädie und Chirurgie, Bewegungsmedizin, Bewegungswissenschaft, Ernährung, Kardiologie, in der inneren Medizin, Rehabilitation und über neue Ansätze in der Prävention von Verletzungen aus. Es geht um Spitzen-Sportmedizin auf höchstem Niveau.

Veranstalter des Kongresses sind die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) und die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) mit Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Viele Mediziner aus den Reihen beider Verbände standen gerade noch hinter den olympischen Kulissen von Pyeongchang unseren Sportlern zur Seite.

Auf dem internationalen Kongress geht es jedoch nicht nur um Mannschaftbetreuung, olympische und Wettkampfmedizin, sondern in erster Linie um den sporttreibenden Menschen. Ob Freizeit- oder Leistungssport: die Mediziner wollen immer mehr hin zu einem ganzheitlichen Ansatz in der Versorgung von Sportlern. Dabei geht es nicht nur um kaputte Bänder, Sehnen und Gelenke. Sondern auch um das Herz-Kreislaufsystem, die Ernährung, den Stoffwechsel, physiologische und neurologische Mechanismen und die Psyche bis hin zum optimalen Training nach neuester Wissenschaft, welches Verletzungen und Überlastung verhindern kann.
Schlagworte der Themen sind zum Beispiel die personalisierte Medizin im Sport, neue Diagnostik und neue Therapien, kardiale Bildgebung, Muskelaufbau und Muskelerhalt, sowie das Sitzen als Risikofaktor. Diskutiert werden auch die Sporttherapien bei Tumorerkrankungen, der Konsum von Schmerzmitteln und die Sportmedizin für Kinder- und Jugendliche. Für den Erhalt einer optimalen Gesundheit werden die Prozesse im Körper des Sportlers bis hin zur molekularen und Zell-Biologie von den Wissenschaftlern durchleuchtet.

Dem Image der Sportmedizin verleiht das einen großen Schub. Weltweit ist Deutschland auf den Gebieten der Sportwissenschaften und Sportmedizin ganz vorn dabei.

Sieben Fragen, sieben Antworten – Interview zum ersten Deutschen Olympischen Sportärztekongress

Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ist der weltweit zweitgrößte Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. In der trinationalen Gesellschaft sind rund1300 führende Sportärzte im Bereich Orthopädie und Traumatologie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen geschlossen. Neben der Sicherstellung der kompetenten Versorgung sportverletzter Patienten setzt die GOTS qualitative Standards für deren Behandlung. Ziel ist es, das Verständnis von sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten. Der Wissenstransfer findet auf dem jährlich stattfindenden internationalen GOTS-Kongress statt. Die GOTS hat durch die Mitgliedschaft von Verbands- und Olympia-Ärzten einen intensiven Bezug zur Hochleistungsmedizin.

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Jul 17 2017

Über Stürze, Rippenprellungen und nachts kochende Athleten

Oberärztin Ursula Bloos ist die chirurgische Leitung beim Challenge Roth – seit zehn Jahren

Über Stürze, Rippenprellungen und nachts kochende Athleten

Seit zehn Jahren fester Bestandteil des Challenge Roth: Notärztin Ursula Bloos.

Rummelsberg/Roth. Im Rahmen der diesjährigen Auflage des Challenge Roth feierte Ursula Bloos still und heimlich ein Jubiläum: zum zehnten Mal war sie am Start. Für einen Athleten eine Leistung, der Hochachtung gebührt. Einziger Haken: Ursula Thea Bloos ist keine Athletin und hat noch nie die Ziellinie überquert. Hochachtung gebührt ihr trotzdem – schließlich ist die Oberärztin aus dem Krankenhaus Rummelsberg seit zehn Jahren die chirurgische Leitung beim weltgrößten Langdistanz-Triathlon. „Ehrenamtlich – für einen Appel und ein Ei“, wie die Fachärztin für Chirurgie und Unfallchirurgie selbst sagt.

Angefangen hat alles 1986. Als ehrenamtliche Helferin ist die Rotherin mit dem Bayrischen Roten Kreuz (BRK) das erste Mal auf der Strecke mit dabei und „leckt Blut“. Seitdem hat sie der Mythos „Triathlon Roth“ nicht mehr losgelassen. Zusammen mit Tobias Wollny und Milan Wasserburger ist sie im Ärzteteam des Challenge und kümmert sich um die medizinische Versorgung. 350 Versorgungen im Zieleinlauf, 50 auf der Strecke bei Athleten, die abgebrochen haben, und insgesamt 50 chirurgische Fälle – das ist die Bilanz 2017. „Oberarmbrüche, Prellungen sind hier dabei, aber auch Verbrennungen, Schnittverletzungen oder kuriose Geschichten. Wir hatten auch jemand, bei dem ein Gummi-Teil des Smartphone-Kopfhörers im Ohr stecken geblieben ist“, schmunzelt Bloos. „Aber auch eine Zuschauerin mit einer akuten Psychose hatten wir dieses Jahr dabei, die wir ruhigstellen, fixieren und ins Betriebsklinikum bringen mussten.“ In Erinnerung ist ihr in den letzten zehn Jahren auch ein Däne geblieben, der in komatösen Zuständen im Ziel angekommen ist und erstmal fünf Infusionen – sprich 2,5 Liter – benötigt hat. Seine Erklärung gegenüber Ursula Bloos: „I“m just hungry.“

Kai Hundertmarck kocht nachts im Keller
Ursula Bloos schwärmt von einem „faszinierenden Sport, bei dem sehr spezielle Typen dabei sind“. Sie selber ist ebenfalls speziell oder einfach nur positiv verrückt. Der Urlaub wird vor und nach dem Challenge genommen, zu Hause bietet sie regelmäßig für zwei Athleten ein sogenanntes „Home-Stay“ an und so stand auch schon Kai Hundertmarck nachts um vier in ihrem Keller und hat sich 500 g Nudeln gemacht. „Die Typen sind kurios“, so die 50-jährige Rotherin, die nicht nur beim Wettkampf sondern auch davor und danach die Athleten fachärztlich betreut. „Chiropraktik und Taping kommen hier sehr gut an – und das Wichtigste ist, es funktioniert auch auf der Bierbank.“

DRK-Truck für chirurgische Erstversorgung feiert Premiere
In diesem Jahr erstmals mit in Roth dabei: ein Truck für die chirurgische Erstversorgung vom Deutschen Roten Kreuz. „Ein geiles Teil“, schwärmt Bloos, die in der mobilen Praxis, die eigentlich für Flüchtlingsversorgung vorgesehen ist, am Wettkampftag sonografiert und die unfallmedizinische Versorgung übernimmt. Rippenprellungen seien nämlich keine Seltenheit. „Der Schwimmstart ist das Schlimmste, aber in der Disziplin Radsport gibt es sicherlich die meisten Unfälle“, weiß Bloos. Für die ideale Vorbereitung auf den Wettkampf empfiehlt sie eine ausgewogene Ernährung und den Blick auf den Flüssigkeitshaushalt. „Bereits fünf Tage vor dem Wettkampf sind diese Dinge sehr wichtig. Zudem sollten Sportler viel Kohlenhydrate, wenig Eiweiß und dafür bis zu vier Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen.“ Ihrer Ansicht nach sei auch eine mentale Ruhe 24 Stunden vor dem Start wichtig und dass man im Vorfeld „nicht übertrainiert“.

Team Garwood als emotionalster Moment der Challenge-Historie
Liebevoll nennt sie die Teilnehmer „Endorphinspinner“. Auf die Frage nach dem emotionalsten Challenge-Moment muss die 50-jährige nicht lange überlegen: „Team Garwood“, lautet ihre knappe Antwort. Challenge-Kenner wissen, was sich dahinter verbirgt: Kevin Garwood und sein behinderter Sohn Nicholas, der mit zerebraler Kinderlähmung auf die Welt gekommen ist. Beide bestritten 2015 das Abenteuer Challenge gemeinsam und auf ungewöhnliche Weise: Vater Kevin zog Nicholas beim Schwimmen im Kajak, die Radstrecke wurde per Tandem absolviert und der Marathon im Rennrollstuhl. „Einfach nur wow, da hatte auch ich beim Zieleinlauf Tränen in den Augen. Der Vater hat bei der medizinischen Versorgung alles bekommen, was er wollte“, lacht Bloos.

Unfallmedizin hat es ihr angetan
Gegen 23 Uhr neigt sich am Wettkampftag auch ihr persönlicher Arbeitstag dem Ende zu. Professionell und schnell konnte in allen Fällen medizinische Hilfe geleistet werden. Für die Patienten ist die Behandlung umsonst – bis hin zu Orthese. Viele Patienten melden sich auch im Nachgang bei der Notärztin und danken ihr für die Behandlung. Schade findet Ursula Bloos, dass die Bayerische Landesärztekammer für den Einsatz am Challenge keine Fortbildungspunkte gibt. „Dass man ehrenamtlich einen ganzen Tag hilft, ist keine Selbstverständlichkeit“, hebt Bloos den Zeigefinger – immerhin sind rund 20 Ärzte auf und neben der Strecke im Einsatz. Sie spricht dabei aber nicht von sich. Für sie zählt der Teamgedanke und sie würde auch kein Salär für ihren Einsatz nehmen. „Das geht am Sportgedanken vorbei und wäre ungerecht den ganzen anderen ehrenamtlichen Helfern gegenüber. Wir sind alle eine große Familie. Das macht Roth aus“, erklärt die Medizinerin. „Nicht jeden Tag“ braucht Ursula Bloos einen Challenge. Aber einmal im Jahr darf es schon sein. In der Zeit zwischen den Highlights erweitert sie ihr chirurgisches Feld am Krankenhaus Rummelsberg. Schließlich hat es ihr nicht nur der Challenge, sondern auch die Unfallmedizin angetan. Und hin und wieder kommt es auch dort vor, dass sie an der Klinik für Unfall-, Schulter- und Wiederherstellungschirurgie, Sportmedizin und Sporttraumatologie den ein oder anderen Profi-Sportler behandelt. Es muss ja nicht immer Frodeno, Bracht und Co. sein!

Über das Krankenhaus Rummelsberg:

Das Krankenhaus Rummelsberg ist seit dem 1. September 2010 in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG. Es verfügt über 380 Betten und ist in den Fachbereichen Orthopädie/Unfallchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Rehabilitation weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Medizinische Fachkompetenz und christliches Engagement prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg, das seit jeher ein sozial-diakonisches Profil innehat. Dabei behandelt das hochspezialisierte Team aus Ärzten und Ärztinnen sowie Pflegenden die Patienten ganz im Sinne des Leitmotivs: „In guten Händen gesund werden“.

Kontakt
Krankenhaus Rummelsberg GmbH
Dominik Kranzer
Rummelsberg 71
90592 Schwarzenbruck
09128 5043365
dominik.kranzer@sana.de
http://www.krankenhaus-rummelsberg.de

Jun 19 2017

Sportmedizin: Ski-Daumen, Handwurzelbrüche und verletzte Fingergelenke

Die besten Therapien auf dem Internationalen Kongress der Spitzen-Sportmedizin im Juni in Berlin

Sportmedizin: Ski-Daumen, Handwurzelbrüche und verletzte Fingergelenke

Dr. Michael Lehnert mit einer verletzten Spielerin von Turbine Potsdam (Bildquelle: 1. FFC Turbine Potsdam)

Vom 22. bis 24. Juni trifft sich die Elite der Sportmediziner auf dem Internationalen GOTS-Kongress in der deutschen Hauptstadt. Mit dabei: Dr. med. Michael Lehnert, Orthopäde und Handchirurg. Neben vielen anderen Experten wird er über typische Sportverletzungen an der Hand berichten. Und: über die besten Therapien für Breiten- und Spitzensportler.

Die meisten Handverletzungen passieren in den Ballsportarten Handball, Basket- und Volleyball. Aber auch beim Ski- und Snowboardfahren, im Kampfsport, wie Judo, Boxen, Taekwon-Do, oder beim Biken verletzen sich Sportler häufig an der Hand.

„In den Ballsportarten ziehen sich die Athleten meist Gelenkkapselrisse, Ausrenkungen der Finger und Brüche der Handwurzel zu. Beim Skateboard-Fahren, Mountainbiken und Snowboarden sind es eher Bandverletzungen oder Brüche des Handgelenkes, hervorgerufen durch Stürze“, so Dr. Lehnert.

Zu 90 Prozent müssen die Athleten operiert werden. Je höher die Leistungsklasse, desto härter ist der Sport. So sind dann die meisten Patienten mit diesen Verletzungen zwischen 16 und 26 Jahre alt. Häufig sind es Band-Rekonstruktionen oder spezielle Schraubenverbindungen, die alles wieder richten. Lehnert: „Je nach Schwere und Bereich der Verletzung, können die Betroffenen heute bereits nach 4 bis 12 Wochen wieder ihren Sport ausüben. Die Verfahren werden immer besser, die Heilung immer schneller. Noch vor 10 bis 15 Jahren dauerte es ein halbes Jahr.“

Neben seiner Arbeit im MVZ Meviva, Berlin betreut Dr. Lehnert unter anderem die Spitzensportlerinnen von Turbine Potsdam, die Reinickendorfer Füchse und ist handchirurgischer Berater des Mannschaftsarztes von Hertha BSC. Auf dem Internationalen Kongress der Sportmedizin leitet er den Instruktionskurs „Sportverletzungen an der Hand“.

Mehr Spannendes aus der Sportmedizin

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Jun 15 2017

Sportmedizin: Luxationen, Kapsel- und Sehnenverletzungen nicht auf die leichte Schulter nehmen

Neueste Therapien bei Schulterverletzungen auf dem Internationalen GOTS-Kongress der Sportmedizin vom 22. – 24. Juni in Berlin

Sportmedizin: Luxationen, Kapsel- und Sehnenverletzungen nicht auf die leichte Schulter nehmen

(Bildquelle: F. Mauch)

Ein ungünstiger Sturz und schon ist es passiert – die Schulter ist ausgekugelt. Einfach einrenken und weitermachen funktioniert nicht. Welches die besten und neuesten Therapien bei Schulterluxationen und anderen Verletzungen sind, erklären Experten auf dem Internationalen GOTS-Kongress der Sportmedizin in Berlin.

Profisportler renken sich in den Kontaktsportarten, besonders im Fußball und Handball und immer häufiger auch beim American Football, die Schulter aus. Bei den Breitensportlern steht das Radfahren (Stürze) an erster Stelle, gefolgt vom Snowborden, wo der Sportler sich nicht richtig abfangen kann.

Die jüngeren Sportler werden fast alle operiert

Die Therapien bei den Verletzungen sind altersabhängig. PD Dr. Frieder Mauch, Chefarzt im Department Sportorthopädie/Sporttraumatologie Obere Extremität / Schulterendoprothetik / MRT in der Sportklinik Stuttgart: „Die jüngeren Sportler zwischen 18 und 25 Jahren werden nahezu alle operiert. Die Gefahr, dass das Gelenk wieder herausrutscht ist sonst mit 90 bis 95 Prozent zu hoch. Anders sieht es bei den über 30 Jährigen aus. Hier helfen nach dem Einrenken oft eine feste Bandage, drei Wochen Ruhigstellung und eine anschließende spezielle Krankengymnastik.“

Grundsätzlich wird aber jede Schulter erst eingerenkt, dann erfolgt eine gründliche Diagnostik und erst anschließend eine Operation oder eine konservative Therapie. Bei unkomplizierten Luxationen kann minimalinvasiv arthroskopisch operiert werden. Bei labileren Gelenken, die immer wieder auskugeln, sind mehrere Aufbau-Operationen für die Knochen, auch offene OP, nötig.

Keine Unterschiede zwischen Profi- und Leistungssportlern

Zwischen der Behandlung von Profi- und Breitensportlern gibt es prinzipiell keine Unterschiede. „Nur bei zeitlichen Zwängen müssen wir manchmal aggressiver beraten“, so Mauch. „Was beim Breitensportler der Beruf, ist beim Profi der Sport. Wenn jemand noch dringend die Saison zu Ende spielen, oder andere Verzögerungen in Kauf nehmen muss, können wir das Gelenk erst einmal nur vorübergehend stabilisieren und später operieren.“

Mauch und seine Kollegen betreuen viele Bereiche im Leistungssport, unter anderem den VFB Stuttgart, Handball- und Basketball-Bundesligisten und den Olympiastützpunkt Stuttgart mit 19 Sportarten. Dazu agieren die Mediziner auf Sportveranstaltungen wie dem Mercedes Cup (ATP Tennis), dem Deutschen Turner-Pokal und bei den Hallen-Radmeisterschaften.

Sehnenverletzungen und Gelenkkapselabrisse – die Schulter muss viel aushalten

Doch die Schulter leidet noch unter ganz anderen Verletzungen. Gerade im Tennis entwickeln viele Athleten durch ständige Überlastung eine sogenannte Sportlerschulter. Bei den Turnern haben die Ärzte mit Sehnenverletzungen, Sehnen-, Gelenklippen- und Gelenkkapselabrissen zu tun.
Prof. Dr. med. Markus Scheibel von der Berliner Charite wird auf dem sportmedizinischen Kongress in Berlin in einem extra Kurs die neuesten minimalinvasiven Techniken in der rekonstruktiven Chirurgie für Sehnen und Bänder zeigen.
Er und seine Kollegen betreuen die Deutsche Turn-Nationalmannschaft, den Deutschen Judo- und Ringerbund, den Deutschen Schwimmerverband und Turmspringerverband. In einer wöchentlichen Sportlersprechstunde empfangen die Mediziner, die sich auf Schulter und Ellbogen spezialisiert haben, unter anderem Speerwerfer, Fußballer und Athleten aus dem Behindertensport.

Mehr Spannendes aus der Sportmedizin

Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ist der weltweit zweitgrößte Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. In der trinationalen Gesellschaft sind rund1300 führende Sportärzte im Bereich Orthopädie und Traumatologie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen geschlossen. Neben der Sicherstellung der kompetenten Versorgung sportverletzter Patienten setzt die GOTS qualitative Standards für deren Behandlung. Ziel ist es, das Verständnis von sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten. Der Wissenstransfer findet auf dem jährlich stattfindenden internationalen GOTS-Kongress statt. Die GOTS hat durch die Mitgliedschaft von Verbands- und Olympia-Ärzten einen intensiven Bezug zur Hochleistungsmedizin.

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Jun 8 2017

Sportmedizin / Gleichgewicht, Kraft und Nerven – wenn der Sport zur Wissenschaft wird

Internationaler Kongress der Sportmedizin in Berlin / 22. bis 24. Juni 2017

Sportmedizin / Gleichgewicht, Kraft und Nerven - wenn der Sport zur Wissenschaft wird

Wenn sich vom 22. bis 24. Juni die renommiertesten Sportmediziner auf dem Internationalen GOTS-Kongress der Sportmedizin in Berlin treffen, ist auch Prof. Dr. Markus Gruber mit dabei. Er ist kein Arzt, sondern Sportwissenschaftler. An der Universität Konstanz erforscht er mit seinem Team die Grundlagen des Zusammenspiels von Nerven und Muskeln in der Bewegung, speziell im Gleichgewichtstraining.

Eine spannende Sache, von der nicht nur Sportler, sondern auch Patienten in der Reha oder zum Beispiel alte Menschen in der Sturzprophylaxe profitieren. „Jeder Mensch braucht optimale Nervenreize, um sein optimales Gleichgewicht zu finden“, so Prof. Gruber. Deshalb forscht er an einer Reihe von Gleichgewichtstests.
Alte Menschen zum Beispiel werden durch einen instabilen Untergrund und durch andere Stolperreize in ein labiles Gleichgewicht gebracht. Sie haben die Aufgabe, unter einer sogenannten transkraniellen Magnetstimulation, das Ganze wieder auszugleichen. Dazu wird eine Magnetspule über dem motorischen Nervenareal des Gehirns am Kopf der Probanden angebracht. Die Reaktion wird am Muskel gemessen.

Auch Sportler werden in den Studios der Uni Konstanz für Forschungszwecke trainiert. Sie lernen wie Artisten auf einer Slackline (schwingendes, frei hängendes Band) zu laufen. Zweimal pro Woche gibt“s ein spezifisches Programm. Zuerst geht es darum, im Stand auf dem Band auf einem Bein zu balancieren. Dann kommt der Schritt zum anderen Bein. Schon nach einer Woche können die meisten 10-20 Sekunden balancieren. Die Forscher nennen ihre Vorgehensweise „Methodische Reihe“. Nach einigen Zusatzaufgaben, wie Augen zu, Hände auf den Rücken usw. laufen die Teilnehmer nach sechs Wochen über das Band.
Per Elektrostimulation, reizen die Forscher dabei bestimmte Nervenzellen in der Kniekehle und am Oberschenkel und leiten die Aktionspotenziale über den Muskel ab. Im Elektromyogramm (Bild, ähnlich dem EKG) vergleichen die Wissenschaftler die Funktion vorher und nachher.

Dies alles ist Grundlagenforschung. In der Sportmedizin dient sie vor allem den Athleten, die in ihrer Sportart viel Gleichgewicht brauchen. Gerade in der Prävention von Knie- und Sprunggelenkverletzungen spielt das Thema eine große Rolle, denn die Neuroplastizität, die Aktivität bestimmter Nervenareale, wirkt hochspezifisch auf die Aufgabe, die jeweils trainiert wird.

Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ist der weltweit zweitgrößte Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. In der trinationalen Gesellschaft sind rund1300 führende Sportärzte im Bereich Orthopädie und Traumatologie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen geschlossen. Neben der Sicherstellung der kompetenten Versorgung sportverletzter Patienten setzt die GOTS qualitative Standards für deren Behandlung. Ziel ist es, das Verständnis von sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten. Der Wissenstransfer findet auf dem jährlich stattfindenden internationalen GOTS-Kongress statt. Die GOTS hat durch die Mitgliedschaft von Verbands- und Olympia-Ärzten einen intensiven Bezug zur Hochleistungsmedizin.

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Jun 6 2017

Sportmedizin/Elektronische Patientenakte: Black-Dropbox mit vollem Datenschutz

Wie sie funktionieren wird, erklären Experten auf dem Internationalen GOTS-Kongress der Sportmedizin im Juni in Berlin

Sportmedizin/Elektronische Patientenakte: Black-Dropbox mit vollem Datenschutz

Eigentlich geht es auf dem großen GOTS-Kongress in Berlin um Sportverletzungen, Prävention, Rehabilitation, neueste Behandlungs- und OP-Verfahren. Doch auch in der Sportmedizin wäre, wie im gesamten Gesundheitssystem, eines von riesigem Vorteil: die elektronische Patientenakte. Seit über 10 Jahren wird in Deutschland versucht, dieses digitale Projekt zu realisieren. Vergeblich! Auf dem Kongress erklären Experten jetzt den einzigen Weg, wie es gehen kann.

Stefan Heilmann von der IEG (Deutschland) GmbH: „Wir kommen mit unserem Ansatz von einer ganz anderen Seite, als der Gesetzgeber. Dessen Projekt ist bis heute am Datenschutz gescheitert. Der fundamentale Fehler war, dass über Versicherungen, Krankenkassen, Ärzte auf die Patientendaten zugegriffen werden sollte. Wir wollen eine elektronische Akte, wo ausschließlich der Patient Herr über seine Daten ist. Er allein bestimmt, wer welche Daten einsehen darf.“

Ob Rückenprobleme, Psyche, MRT-Bilder oder Blutwerte – allein der Patient entscheidet, wer welche Daten sehen darf
Dazu werden die – vom Patienten angeforderten Daten – in eine Art Dropbox gegeben. Von hier aus kann nur er allein bestimmte Daten für bestimmte Empfänger freigeben. Die IEG (Deutschland) GmbH entwickelt derzeit bereits ein Design, wie die elektronische Patientenakte aussehen kann. Programmierer haben begonnen, das Backend des Produktes zu entwickeln.

Heilmann: „Die elektronische Akte wird patientenzentrisch designt, sie wird ausschließlich für mobile Geräte sein und sie wird alles einlesen können: MRT-Bilder, Befunde, Blutwerte, Medikamentenlisten. Der Nutzer kann dann die entsprechenden Dinge sofort und unterwegs beim Arzt anfordern und kann sie jederzeit bei Bedarf und einzeln an Ort und Stelle für jemand anderen freigeben.“
Gesetzgeber, Versicherungsträger, Arbeitgeber und Co. kommen auf diese Weise an die Daten ohne Erlaubnis nicht heran. Heilmann: „Der Patient muss endlich entscheiden dürfen, was mit seinen Daten passiert!“

Sportmedizin meets Internet und weitere spannende Themen

Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ist der weltweit zweitgrößte Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. In der trinationalen Gesellschaft sind rund1300 führende Sportärzte im Bereich Orthopädie und Traumatologie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen geschlossen. Neben der Sicherstellung der kompetenten Versorgung sportverletzter Patienten setzt die GOTS qualitative Standards für deren Behandlung. Ziel ist es, das Verständnis von sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten. Der Wissenstransfer findet auf dem jährlich stattfindenden internationalen GOTS-Kongress statt. Die GOTS hat durch die Mitgliedschaft von Verbands- und Olympia-Ärzten einen intensiven Bezug zur Hochleistungsmedizin.

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Jun 1 2017

Sportmedizin: Frauenfußball – alles weiblich, alles anders?

Neueste Erkenntnisse auf dem Internationalen GOTS Kongress der Sportmedizin in Berlin

Sportmedizin: Frauenfußball - alles weiblich, alles anders?

(Bildquelle: Dr. med. Ingo Tusk)

Frauen sind im Fußballtraining härter als Männer. Und: sie sind höflicher zueinander, wenn sie sich gegenseitig umgetreten haben. Dr. med. Ingo Tusk, Mannschaftsarzt der Frauenfußball-Nationalmannschaft, muss es wissen. Er begleitete die deutschen Fußball-Damen zum Olympiasieg von Rio. Wenn vom 22. bis 24. Juni in Berlin die Elite der Sportärzte aufeinandertrifft, berichtet er von seinen Erfahrungen mit Frauen im Fußball, ihren Problemen, Verletzungen und deren Prävention.
„Während Männer eher mit Oberschenkel-Muskel-Verletzungen zu tun haben, erleiden Frauen im Fußball häufiger Kreuzbandverletzungen“, sagt Dr. Ingo Tusk von den Frankfurter Rotkreuzkliniken, „wir wissen noch nicht genau, warum das so ist“. Als Grund wird bislang unter anderem das breitere Becken der Frau mit dem damit verbundenen X-Bein-Stand angenommen. Dadurch hat das Knie einen größeren biomechanischen Stress. Dazu kommen verschiedene hormonelle Einflüsse.
Nach dem Kreuzband leiden häufig auch Sprunggelenk, Hüfte, Handgelenk und Kopf. Mit einem vernünftigen Training, wie bei den Männern auch, kann vielen Verletzungen jedoch vorgebeugt werden. Dabei spielen Wackelbretter und Weichmatten für das Gleichgewicht und intelligente Stellungen zu Ball und Spiel eine große Rolle.
Als betreuender Arzt hat Dr. Tusk natürlich auch viele frauenspezifische Probleme zu beachten. Dass die Damen härter und höflicher sind, ist hormonbedingt. „Sie sind einfach cooler, wenn sie mal am Boden liegen, während das für den männlichen Fußballer neben dem Schmerz eine regelrechte Schmach ist“, so der Doc.
Auf dem GOTS-Kongress in Berlin wird Tusk noch etwas aus dem Nähkästchen plaudern. Nur so viel vorab: Bei Olympia in Rio hatten die Fußball-Frauen mit so vielen Gegnern zu kämpfen, dass sie nicht ganz so cool waren. Da waren nicht nur die anderen Mannschaften, sondern Zehntausende Brasilianer und die einheimischen Medien, die nach dem 7:1 der männlichen Fußballkollegen in der vorangegangenen WM, gegen sie waren.
Also wurde ihnen mit einem „Elfmeterschießen für die Psyche“ geholfen. Trainer, Betreuer, Ärzte buhten während des harten Trainings die eigene Mannschaft aus, um die Spielerinnen vorzubereiten. Auch Dr. Tusk, sonst eigentlich Orthopäde und Chirurg, war dabei.
Es hat geholfen – die deutschen Fußballerinnen haben gesiegt!
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