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Okt 30 2018

Akademiker in der Chemie: Mindestjahresbezüge steigen um insgesamt 3,0 Prozent

Der Bundesarbeitgeberverband Chemie BAVC und der Führungskräfteverband Chemie VAA haben die Mindestjahresbezüge für naturwissenschaftlich-technische Akademiker neu ausgehandelt.

Akademiker in der Chemie: Mindestjahresbezüge steigen um insgesamt 3,0 Prozent

(Mynewsdesk) Der entsprechende Tarifvertrag wurde am 30. Oktober 2018 in Köln abgeschlossen. Für das Jahr 2018 betragen die tariflichen Mindestjahresbezüge im zweiten Beschäftigungsjahr demnach

• 66.150 Euro für diplomierte Angestellte und Angestellte mit Masterabschluss,

• 77.075 Euro für Angestellte mit Promotion.
Anhebung entsprechend allgemeinem TarifbereichDie Erhöhung entspricht dem im allgemeinen Tarifbereich vorgenommenen Tarifabschluss unter Berücksichtigung des Charakters kalenderjährlich gezahlter Mindestjahresbezüge.

Für das erste Jahr der Beschäftigung können die Bezüge wie bisher zwischen Arbeitgeber und Angestellten frei vereinbart werden.

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=== Tarifabschluss zwischen BAVC und VAA (Bild) ===

BAVC-Verhandlungsführer Georg Müller und der 1. VAA-Vorsitzende Rainer Nachtrab besiegeln den erfolgreichen Abschluss der Tarifverhandlungen am 30. Oktober 2018 in Köln. Foto: VAA

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Die Führungskräfte Chemie sind zusammengeschlossen im Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA). Als Berufsverband und Berufsgewerkschaft vertritt der VAA die Interessen von rund 30.000 Führungskräften aller Berufsgruppen in der chemischen Industrie und den angrenzenden Branchen. Zur firmenübergreifenden Branchenvertretung schließt der VAA Tarifverträge und führt einen intensiven Dialog mit den Sozialpartnern und weiteren Organisationen der Chemie.

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Dez 12 2017

Sodexo auf dem Deutschen Betriebsrätetag

Vortrag und Informationsstand von Sodexo auf dem größten Treffpunkt für „Mitbestimmer“ in Deutschland

Sodexo auf dem Deutschen Betriebsrätetag

(NL/6843973276) Betriebliche Sozialleistungen und Gesundheitsangebote spielen eine immer wichtigere Rolle für Mitarbeiterbindung, Motivation und Zufriedenheit. Sodexo ist Europas führender Anbieter von Services, die die Lebensqualität im Alltag erhöhen. Mit seinem Vortrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung und als Aussteller auf dem Deutschen Betriebsrätetag intensiviert Sodexo seinen Dialog mit den Arbeitnehmervertretern in Betrieben, Unternehmen und Konzernen.

Zum 14. Mal treffen sich ab heute Betriebsräte, Experten und Spitzenvertreter der Sozialpartner und auch Vertreter der Politik beim Deutschen Betriebsrätetag, der in diesem Jahr vom 12.-14. Dezember im ehemaligen Bundestags-Plenarsaal in Bonn stattfindet. Die Veranstaltung ist von bundesweiter Bedeutung und für die Akteure der Arbeitnehmervertretung eines der wichtigsten Austauschforen für den Wissenstransfer zu Fachthemen sowie die Weitergabe von erprobten Lösungsansätzen.
Das diesjährige Motto des Deutschen Betriebsrätetages Beste Praxisbeispiele – von Betriebsräten für Betriebsräte greift Sodexo in ganz besonderer Weise mit seinem Fachvortrag auf.
Sodexo Unternehmenssprecher George Wyrwoll referiert im Forum 7.6 am Mittwoch, den 13.12.2017 von 13:25-14:10 Uhr zum Thema: Von Mittagessen bis Fitness: So verbessern Unternehmen mit attraktiven Zusatzleistungen die Gesundheit, Zufriedenheit und Produktivität der Beschäftigten.

Durch die Digitalisierung und Entgrenzung von Arbeit und Privatleben verändert sich momentan die klassische Arbeitsgesellschaft. Beschäftigte beklagen erhöhten Stress und geringeres Wohlbefinden. Dabei können Unternehmen die Work-Life-Balance der Mitarbeitenden mit einfachen Maßnahmen deutlich verbessern. Davon profitieren Unternehmen und Mitarbeitende gleichermaßen. Unternehmen, die betriebliche Zusatzangebote bieten, sichern nachhaltig ihre Arbeitgeberattraktivität, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Auch der wissenschaftliche Dienst der AOK hat zuletzt immer wieder darauf hingewiesen, dass gute freiwillige Sozialleistungen neben dem Gehalt elementar wichtig sind.

Betriebliche Zusatzleistungen reflektieren die Unternehmenskultur und bestimmen maßgeblich die Motivation, Leistung und Zufriedenheit von Beschäftigten, betont Sodexo-Unternehmenssprecher George Wyrwoll. Sodexo ist eines der größten Dienstleistungsunternehmen in Europa und führender Anbieter für Services der Lebensqualität und betriebliche Zusatzleistungen. Daher stellen wir auf dem Deutschen Betriebsrätetag Handlungsempfehlungen für die praktische Umsetzung wertschätzender und gesundheitsfördernder Maßnahmen vor. Gleichzeitig freuen wir uns, mit unserem Vortrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung und als Aussteller auf dem Deutschen Betriebsrätetag den Dialog mit den Arbeitnehmervertretern in Betrieben, Unternehmen und Konzernen zu intensivieren [NM121217SX].

Über Sodexo:
Sodexo ist Europas führender Anbieter von Incentives und Motivationslösungen für Firmen und Arbeitnehmer und beschäftigt in Deutschland rund 12.300 Mitarbeiter. Im Geschäftsbereich Benefits and Rewards Services bietet Sodexo Verwaltungsprogramme und emittiert Gutscheine und Karten zur Mitarbeitermotivation, für betriebliche Sozialleistungen und Incentives: Bonus Pass, Benefits Pass, Restaurantschecks, Einkaufs- und Tankgutscheine, Gesund Pass Online Fitness Portal, sowie Leistungen für die staatliche Verwaltung, u.a. Bildungskarten und Wertgutscheine. Mit seinen Lösungen erreicht Sodexo in Deutschland täglich mehr als 700.000 Menschen.

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Okt 26 2017

Kaufhof: Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung – Tipps für Arbeitnehmer

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Kaufhof: Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung - Tipps für Arbeitnehmer

Fachanwalt Bredereck

Kaufhof will bei Gehältern sparen

Verschiedenen Pressemeldungen zufolge (u. a. Süddeutsche Zeitung vom 10.10.2017) hat der Warenhauskonzern Kaufhof mit Verdi Gespräche aufgenommen zum Abschluss eines Beschäftigungssicherungsvertrages. Was zunächst für die Mitarbeiter gut klingt, ist tatsächlich ein neuer Tarifvertrag, der mit erheblichen Einschnitten für die Arbeitnehmer im Hinblick auf Gehalt und Arbeitszeiten verbunden wäre. Worauf sollten Arbeitnehmer in einer solchen Situation vorbereitet sein? Wie sollten sie reagieren?

Regelungen für Arbeitnehmer kritisch

Die angepeilten Regelungen, speziell die Einbußen beim Gehalt, sind für Arbeitnehmer gefährlich. Ob sich ein Unternehmen in der Krise durch einen entsprechenden Tarifvertrag wirklich nachhaltig erholt, lässt sich kaum sagen. Im schlimmsten Fall hat man Gehaltseinbußen hingenommen und steht am Ende doch ohne Arbeitsverhältnis dar.

Aufhebungsverträge bleiben möglich

Auch wenn es um Beschäftigungssicherung geht, versuchen Unternehmen in Krisenzeiten dennoch oftmals, parallel Personal abzubauen. Es bleibt dem Arbeitgeber in solchen Situationen unbenommen, auf den Abschluss von Aufhebungsverträgen hinzuwirken. Hier gilt für Arbeitnehmer wie immer, auf keinen Fall etwas ohne vorherige rechtliche Beratung zu unterschreiben. Wer das tut, kommt davon in der Regel nicht mehr weg und hat später unter Umständen erhebliche Nachteile beim Bezug von Arbeitslosengeld (Sperrzeit bei der Bundesagentur für Arbeit).

Kündigungen des Arbeitgebers

Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung sind meist mit einem Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen verbunden. Aus anderen Gründen bleibt eine Kündigung für den Arbeitgeber aber möglich. Auch hier gilt es, wie üblich, sich direkt nach Erhalt der Kündigung an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zu wenden. Die kann unter Umständen unverzüglich zurückgewiesen werden. In der Regel lohnt sich eine Kündigungsschutzklage, die innerhalb von drei Wochen erhoben werden muss.

Individuelle Änderungen von Arbeitsbedingungen

Wenn der Arbeitgeber versucht, im Rahmen von individuellen Vereinbarungen auf eine Veränderung der Arbeitsbedingungen hinzuwirken, sollten Arbeitnehmer ebenfalls vor einer Unterschrift zurückschrecken. Wer in andere Abteilungen versetzt werden oder Gehaltseinbußen hinnehmen soll, hat dadurch in aller Regel keine Vorteile zu erwarten.

Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können

Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

23.10.2017

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
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Okt 19 2017

Kaufhof: Gehaltskürzungen durch Beschäftigungssicherungsvertrag?

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Kaufhof will bei Gehältern sparen: Verschiedenen Pressemeldungen zufolge (u.a. Süddeutsche Zeitung vom 10.10.2017) hat der Warenhauskonzern Kaufhof mit Verdi Gespräche aufgenommen zum Abschluss eines Beschäftigungssicherungsvertrages. Was zunächst für die Mitarbeiter gut klingt, ist tatsächlich ein neuer Tarifvertrag, der mit erheblichen Einschnitten für die Arbeitnehmer im Hinblick auf Gehalt und Arbeitszeiten verbunden wäre.

Drohende Kündigungen: Der Schritt wird den Medienberichten zufolge damit begründet, dass die wirtschaftliche Lage des Unternehmens schlecht sei. Aus Sicht von Kaufhof seien laut den Berichten demnach tausende Jobs gefährdet, vielen Mitarbeitern drohte die Kündigung für den Fall, dass keine Einschnitte gemacht werden. Geplant sei deshalb eine Kürzung der Gehälter um drei bis fünf Prozent, die Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld für drei Jahre und eine Erhöhung der Arbeitszeit durch eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche.

Gefahr für Arbeitnehmer: Die angepeilten Veränderungen bergen für Arbeitnehmer erhebliche Risiken. Zunächst einmal spricht zwar einiges dafür, gewisse Gegenleistungen auf Arbeitnehmerseite zu erbringen, um sein Arbeitsverhältnis zu erhalten. Es steht jedoch keinesfalls fest, dass durch einen Beschäftigungssicherungsvertrag die Situation des Unternehmens tatsächlich nachhaltig verbessert wird und der Arbeitgeber deshalb nicht mehr zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen greifen muss. Es bleibt dem Arbeitgeber in solchen Situationen regelmäßig unbenommen, dennoch darauf hinzuwirken, dass Arbeitnehmer einen Aufhebungsvertrag abschließen. Letztlich besteht auch die Gefahr, dass alle Einbußen vergebens sind und der Arbeitgeber dennoch zu Kündigungen greift.

Gehaltsverzicht besonders kritisch: Deshalb sind speziell Einbußen beim Gehalt für Arbeitnehmer besonders kritisch. Nicht selten erholt sich ein kriselndes Unternehmen auch durch vorübergehende Lohnkürzungen nicht nachhaltig. Kommt es dann letztlich doch zu Kündigungen, ist es für die Mitarbeiter besonders bitter, wenn sie zuvor Einbußen beim Gehalt hingenommen haben. Zudem hat dies auch bei einer Kündigung anschließend immer ein verringertes Arbeitslosengeld zur Folge.

Keine individuellen Vereinbarungen unterzeichnen: Arbeitnehmer sind deshalb gut beraten, jedenfalls keine individualvertraglichen Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber zu unterzeichnen, die mit Gehaltseinbußen verbunden sind. Sofern es zum Abschluss eines neuen Tarifvertrages käme, ist zum gegebenen Zeitpunkt zu prüfen, ob bzw. was Arbeitnehmer dagegen unternehmen können.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 oder unserer Hotline 0176/21133283 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

19.10.2017

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

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Sep 11 2017

Experten-Interview: Wann beginnt die Arbeitszeit?

ARAG Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer über die Definition von Arbeitszeit

Umziehen vor Schichtbeginn? Durchfegen nach Schichtende? Während der Dienstreise mit der Bahn mit dem Kunden telefonieren? Naturgemäß haben Arbeitnehmer und Arbeitgeber oft recht unterschiedliche Auffassungen davon, was als Arbeitszeit gilt, die vergütet werden muss und was als Pause verstanden wird. ARAG Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer klärt auf.

Wann beginnt und wann endet die echte Arbeitszeit?
Tobias Klingelhöfer: Im Einzelhandel und der Gastronomie ist es üblich, dass Angestellte ihren Arbeitsplatz nach den Öffnungszeiten aufräumen. Wenn zum Beispiel nach dem Kehraus in einer Kneipe die Stühle hochgestellt und die Kaffeemaschine gereinigt werden müssen, gehört das zur Arbeitszeit eindeutig dazu. Diese muss selbstverständlich entlohnt werden. Das gleiche gilt, wenn ein Kunde erst nach Ladenschluss das Geschäft verlässt. Die Zeit, die der Arbeitnehmer dadurch verspätet seinen Feierabend antreten kann, ist Arbeitszeit, die vergütet werden muss. Die Arbeitszeit tickt übrigens auch dann schon, wenn Computer oder andere Geräte hochgefahren werden. Diese Zeit ist die Rüstzeit, die bezahlt werden muss.

Gehören An- und Ausziehen zur Arbeitszeit?
Tobias Klingelhöfer: Sind Arbeitnehmer dazu verpflichtet, bereits bei Schichtbeginn bestimmte Arbeitskleidung zu tragen und diese erst im Betrieb anzuziehen, so gehört das An- und Ausziehen schon zur Arbeitszeit (BAG, Az.: 5 AZR 678/11). Wer in Uniform arbeitet, darf diese Arbeitskleidung oftmals nicht nach Hause nehmen, kann sich demzufolge also erst auf der Dienststelle anziehen. Dies ist Arbeitszeit. Anders sieht es allerdings mit der Dusche nach getaner Arbeit aus. Die ist auch nach neuester Einschätzung des Landesarbeitsgerichtes (LAG) Düsseldorf Privatsache (Az.: 9 Sa 425/15) .

Müssen kurze Pausen bezahlt werden?
Tobias Klingelhöfer: Eine Mittagspause beginnt bereits ab 15 Minuten. Arbeitnehmern steht ab einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden eine Mittagspause zu; das regelt das Arbeitszeitgesetz. Sie ist grundsätzlich unbezahlt, eine Bezahlung kann aber im Tarif- oder Arbeitsvertrag geregelt sein. Ein kurzer Gang zur Toilette ist natürlich auch erlaubt und gehört in aller Regel auch zur bezahlten Arbeitszeit. Anders ist die Rechtslage bei der kurzen Unterbrechung für eine Zigarette oder einen Kaffee zwischendurch. Der Arbeitgeber darf diese durchaus ganz verbieten oder kann die Zahl der dafür erlaubten Pausen frei festlegen. Während der gesetzlich vorgeschriebenen Mittagspause können Arbeitnehmer allerdings so viel rauchen und Kaffee holen, wie sie wollen. Werden kurze Pausen vom Chef geduldet, sollten Arbeitgeber diese jedoch nicht überstrapazieren. Wird es dem Chef damit nämlich zu bunt, darf er abmahnen.

Sind Dienstreisen Arbeitszeit?
Tobias Klingelhöfer: Geschäftsreisen zu Messen, Kundenbesuchen oder Geschäftspartnern sind in vielen Jobs unerlässlich. Dabei gelten für Arbeitnehmer ganz eigene Regeln. Wer beispielsweise den Dienstwagen an den Ort des Treffens lenkt, arbeitet im Sinne des Arbeitszeitgesetzes, der Beifahrer allerdings hat während der Fahrt Freizeit. Es sei denn, beide unterhalten sich geschäftlich und bereiten sich so auf den kommenden Arbeitseinsatz vor. Dann kann auch die Anreise im Dienstwagen als Arbeitszeit gelten. Wer Bahn oder Flugzeug nimmt und sich dabei ganz auf seine Unterlagen oder den Laptop-Bildschirm konzentriert, der arbeitet. Wer im Flieger aber lieber ein Buch liest oder schläft, kann diese Zeit nicht als Arbeitszeit geltend machen. Auch das Meeting mit dem Chef im Zug oder die Besprechung mit einem Kollegen gilt dann als Arbeitszeit. Am Zielort angekommen, zählt die normale Arbeitszeit. Wie es sich dann mit der Arbeitszeit, Überstunden und Spesen verhält, regeln die Arbeitgeber häufig in eigenen Vereinbarungen. Der Gesetzgeber hält sich da meist vornehm zurück.

Welche Wege gehören zur Arbeitszeit?
Tobias Klingelhöfer: Wenn der Arbeitnehmer regelmäßig zum Kunden fährt und gar keinen festen Arbeitsplatz hat – wie etwa Außendienstmitarbeiter, Kraftfahrer oder Vertreter – muss seine Fahrtzeit zum Kunden vergütet werden. Dazu gehören natürlich auch die erste Fahrt von Zuhause zum Kunden und die letzte Fahrt zurück. Arbeitet der Mitarbeiter jedoch hauptsächlich im Unternehmen und muss nur ab und zu einen Kunden besuchen, ist die Fahrt von Zuhause zum Kunden keine zu vergütende Arbeitszeit. Genauso wenig wie die sogenannten Wegezeiten, also der Weg von Daheim zur Arbeit und zurück.

Sind Bereitschaftsdienste Arbeitszeit?
Tobias Klingelhöfer: Hier muss man zwischen dem klassischen Bereitschaftsdienst und der Rufbereitschaft unterscheiden. Wer sich im Bereitschaftsdienst befindet, muss sich in der Nähe seines Arbeitsplatzes aufhalten, um den Dienst bei Bedarf sofort antreten zu können. Dies gilt als Arbeitszeit, die in vollem Umfang auf die gesetzlich vorgeschriebene Wochenarbeitszeit von maximal 48 Stunden angerechnet wird. Ausnahmen können nur durch oder aufgrund eines Tarifvertrags gemacht werden. Bezahlt werden muss der Bereitschaftsdienst auch, aber der Stundenlohn darf niedriger ausfallen. Der Mindestlohn muss jedoch eingehalten werden. Die Rufbereitschaft hingegen wird nicht als Arbeits-, sondern als Ruhezeit gewertet, da der Mitarbeiter sich nicht am oder in der Nähe des Arbeitsplatzes aufhalten, sondern lediglich per Telefon erreichbar bleiben muss. Daher gibt es auch keinen Anspruch auf Vergütung.

Arztbesuche gehören in die Freizeit?
Tobias Klingelhöfer: Erkrankt ein Arbeitnehmer spontan am Arbeitsplatz oder verletzt er sich während der Arbeit, muss er natürlich umgehend einen Arzt aufsuchen und hat Anspruch auf bezahlte Freistellung. Der jährliche Zahnarztbesuch sollte allerdings in die Freizeit verlegt werden.

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit über 3.900 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,6 Milliarden EUR.

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Jun 1 2017

Martin Liebert von Allgeier Experts Pro in Tarifkommission des Branchenverbands iGZ berufen

Martin Liebert von Allgeier Experts Pro in Tarifkommission des Branchenverbands iGZ berufen

Die iGZ-Tarifkommission traf sich zur konstituierenden Sitzung im Verbandssitz in Münster.

München/Münster, Juni 2017 – Der Prokurist von Allgeier Experts Pro (vormals tecops personal), Martin Liebert, ist in den Kreis der stimmberechtigten Mitglieder bei der Tarifkommission des Interessenverbands Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V. (iGZ) berufen worden. Die Wahl in das Gremium des stärksten Branchenverbands im deutschen Zeitarbeitsmarkt erfolgte bereits beim Bundeskongress im April, die konstituierende Sitzung des 21-köpfigen Gremiums fand jetzt in Münster statt. Der Volljurist Martin Liebert verfügt über langjährige Branchenerfahrung und ist bereits seit 17 Jahren im Unternehmen aktiv: „Der Tarifkommission des iGZ kommt aufgrund ihrer Aufgaben bei den Abschlüssen von Tarifverträgen eine zentrale Rolle innerhalb der Branche zu. Deshalb freut es mich sehr, dass ich als Vertreter der Allgeier Experts Pro Einfluss nehmen und die Entwicklung des gesamten Markts mitgestalten darf.“

Der Tarifkommission des Verbands mit Sitz in Münster und 3.300 Mitgliedern gehören 21 stimmberechtigte Mitglieder aus den Reihen der Mitgliedsunternehmen an, die jeweils für zwei Jahre bei der ordentlichen iGZ-Hauptversammlung gewählt werden. Die Kommission bildet dabei nicht nur sämtliche Bundesländer, sondern auch die unterschiedlichen Personaldienstleistungsstrukturen ab. Zu ihren Aufgaben zählen die inhaltliche Vorbereitung von Tarifverträgen, die Aufnahme und Beendigung von Tarifverhandlungen sowie die Kündigung von Tarifverträgen.

Allgeier Experts Pro bildet innerhalb der Muttergesellschaft Allgeier Experts SE (Wiesbaden), die zu den führenden deutschen Anbietern von Personal- und Projektservices für IT und Engineering gehört, den Bereich Temp ab und stellt im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung Unternehmen Experten und Fachkräfte zur Verfügung.

Weitere Informationen zu Allgeier Experts Pro finden Sie unter www.allgeier-experts-pro.com und weitere Informationen über Allgeier Experts unter www.allgeier-experts.com

Allgeier Experts ist ein führender deutscher Anbieter von Personal- und Projektservices für IT und Engineering. Die Division der Allgeier SE bündelt das Know-how und die Branchenexpertise der Allgeier Tochtergesellschaften Goetzfried AG, Allgeier Experts Pro GmbH, U.N.P., Goetzfried Professionals, Allgeier Experts Medical, SearchConsult, Oxygen und Allgeier Experts Services. An 29 Standorten betreut Allgeier Experts mehr als 1.000 nationale und internationale Unternehmenskunden und öffentliche Auftraggeber. Mit 262 Millionen Euro Umsatz und 2.800 Mitarbeitern zählt Allgeier Experts gemäß Lünendonk®-Marktsegmentstudie zu den
Top-3-IT-Personaldienstleistern in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie unter www.allgeier-experts.com

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Apr 10 2017

Dr. Timm Eifler in Tarifkommission des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) gewählt

Hamburg, 10. April 2017 – hanfried Gründer und geschäftsführender Gesellschafter Dr. Timm Eifler ist ab sofort Mitglied der Tarifkommission des iGZ (Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen). Er wurde beim Bundeskongress des iGZ am 05.04.2017 in Bonn, der im ehemaligen Plenarsaal des Bundestags stattfand, in das Gremium gewählt.
Die Tarifkommission des iGZ bereitet die Tarifverhandlungen inhaltlich vor und begleitet die Verhandlungen. Sie beschließt über die Aufnahme und Beendigung von Tarifverhandlungen und vertritt die Interessen der Mitgliedsunternehmen auf dieser Ebene. Die Tarifkommission besteht aus 20 Mitgliedern, die von der Mitgliederversammlung gewählt wird. Eiflers Amtsperiode beträgt zunächst zwei Jahre.

„Ich freue mich über die Wahl in die Tarifkommission“, so der gelernte Jurist. „Wir kämpfen schon lange für den Ruf und die Qualität unserer Branche. Entsprechend kann ich mich auch in meiner neuen Funktion beim iGZ gut einbringen und helfen, die Zukunftsfähigkeit unserer Tarifverträge weiter zu entwickeln. Dafür ist ein Dialog der Tarifpartner auf Augenhöhe unumgänglich und sinnvoll – schließlich können Arbeitnehmer und Arbeitgebervertreter die Belange der Branche deutlich besser einschätzen als der Gesetzgeber“.

Eifler und die hanfried Gruppe engagieren sich bereits seit Jahren bei der RAL Gütegemeinschaft Personaldienstleistungen im Bereich Qualitätsmanagement für Zeitarbeitsunternehmen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hanfried.com

Über die hanfried-Gruppe:
Die hanfried GmbH ist ein inhabergeführter Personaldienstleister mit Sitz in Hamburg. Zur Philosophie der drei Geschäftsführer Dr. Timm Eifler, Arne Östlind und Gunther Zimmermann zählt der faire und offene Umgang mit den Mitarbeitern, die meist übertariflich bezahlt werden. 2011 wurde hanfried das RAL Gütezeichen Personaldienstleistungen verliehen. Von der Zeitarbeit über die Personalvermittlung bis zum Coaching und Training – hanfried steht für anspruchsvolle Dienstleistungen im Personalbereich. Das Unternehmen wurde 2000 gegründet und hat Standorte in Hamburg, Bremen, Wilhelmshaven, Dortmund, Berlin und Oldenburg. Seit März 2010 ist die Job@ctive GmbH eine hundertprozentige Tochter der hanfried GmbH. Job@ctive ist seit über zehn Jahren als eigenständiges Unternehmen am Markt aktiv. Hervorgegangen ist Job@ctive im Jahr 2001 aus der ehemaligen Personalbeschaffung und des Mitarbeiter-Poolmanagements des Bayer-Konzerns. Bis zum Februar 2010 war Job@ctive eine

Tochtergesellschaft der Bayer Business Service GmbH. Job@ctive betreibt Niederlassungen in Leverkusen, Berlin, Frankfurt und Düsseldorf. Das Gesamtunternehmen beschäftigt derzeit über 800 externe und 70 interne Mitarbeiter.

Pressekontakt:
hanfried Personaldienstleistungen GmbH
Torben Müller
Holzdamm 51
20099 Hamburg
Tel: 040 – 8222 002 664
Mail: torbenmueller@hanfried.com

Über die hanfried-Gruppe:
Die hanfried GmbH ist ein inhabergeführter Personaldienstleister mit Sitz in Hamburg. Zur Philosophie der drei Geschäftsführer Dr. Timm Eifler, Arne Östlind und Gunther Zimmermann zählt der faire und offene Umgang mit den Mitarbeitern, die meist übertariflich bezahlt werden. 2011 wurde hanfried das RAL Gütezeichen Personaldienstleistungen verliehen. Von der Zeitarbeit über die Personalvermittlung bis zum Coaching und Training – hanfried steht für anspruchsvolle Dienstleistungen im Personalbereich.

Das Unternehmen wurde 2000 gegründet, und hat Standorte in Hamburg, Bremen, Wilhelmshaven, Dortmund,Berlin und Oldenburg. Seit März 2010 ist Die Job@ctive GmbH eine hundertprozentige Tochter der hanfried GmbH. Hervorgegangen ist Job@ctive im Jahr 2001 aus der ehemaligen Personalbeschaffung und des Mitarbeiter-Poolmanagements des Bayer-Konzerns. Bis zum Februar 2010 war Job@ctive eine Tochtergesellschaft der Bayer Business Service GmbH. Job@ctive betreibt Niederlassungen in Leverkusen, Berlin, Frankfurt und Düsseldorf. Das Gesamtunternehmen beschäftigt derzeit über 800externe und 70 interne Mitarbeiter.

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Feb 16 2017

Bundesverfassungsgericht mit Tarifeinheitsgesetz beschäftigt – worum geht es?

Rechtsanwalt Jochen Resch im Gespräch mit Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Bundesverfassungsgericht mit Tarifeinheitsgesetz beschäftigt - worum geht es?

Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Resch: Das Bundesverfassungsgericht hat unlängst über das Tarifeinheitsgesetz verhandelt. Was hat es eigentlich mit diesem Gesetz auf sich?

Rechtsanwalt Bredereck: Die Idee des Tarifeinheitsgesetzes ist, dass bei unterschiedlichen Tarifregelungen in einem Betrieb nur der Tarifvertrag von der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern in diesem Betrieb gelten soll. Das hat für Gewerkschaften mit weniger Mitgliedern zur Folge, dass sie nur noch diesen Tarifvertrag inhaltsgleich übernehmen können. Das ist für Arbeitgeber und große Gewerkschaften natürlich schön. Die kleineren Gewerkschaften waren nicht begeistert, mit der Folge der Verfassungsbeschwerden, die nun vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt wurden.

Rechtsanwalt Resch: Welches Ergebnis ist am Ende zu erwarten?

Fachanwalt Bredereck: Schwer zu sagen, mit einem Urteil ist wohl erst im Herbst zu rechnen. Es ging dem Bundesverfassungsgericht zu Beginn der Verhandlung auch noch viel um grundsätzliche Fragen hinsichtlich der Umsetzung des Gesetzes. Ich bin aber von Anfang an der Meinung gewesen, dass sich Frau Nahles hier auf dünnem Eis bewegt.

Rechtsanwalt Resch: Warum geht sie das Risiko überhaupt ein mit so einem Gesetz, dass möglicherweise wieder gekippt wird?

Fachanwalt Bredereck: Speziell nach dem letzten Lokführerstreik war eine große Mehrheit an Wählern extrem genervt. Das Problem ist, dass Gewerkschaften mit Mitgliedern in Schlüsselpositionen (eben Zugführer aber auch Piloten oder Erzieher) den Betrieb in Deutschland lahmlegen können und dies eben auch wiederholt getan haben. Dadurch macht sich das Gefühl breit, dass ich mein Kind nicht in die Kita bringen kann, weil die Erzieher streiken. Dann will ich Geld für eine private Betreuung vom Konto abheben, kein Geld im Automaten, da die Geldboten streiken. Zum Zug brauche ich gar nicht gehen, weil die Zugführer streiken und will dann fliegen, aber nun streiken auch noch die Piloten.

Rechtsanwalt Resch: Aber das Recht zu streiken ist schließlich ausdrücklich im Grundgesetz festgehalten. Die tun ja nichts, was sie nicht dürften.

Fachanwalt Bredereck: Das stimmt und das wird ja vermutlich auch zur Folge haben, dass das Tarifeinheitsgesetz vor dem Bundesverfassungsgericht scheitert. Auf der anderen Seite ist es aber auch absurd, wenn in einem Unternehmen mehrere Gewerkschaften auf den Abschluss unterschiedlicher Tarifverträge konkurrierend gegenüber dem Arbeitgeber Arbeitskämpfe veranstalten. Was soll der Arbeitgeber denn dann machen?

Rechtsanwalt Resch: Und nun?

Fachanwalt Bredereck: Irgendetwas wird sich in Zukunft ändern müssen, da bin ich sicher. Ob das schon durch dieses Tarifeinheitsgesetz gelingt, da bin ich skeptisch.

Rechtsanwalt Resch: Du hast also keine Lösung?

Fachanwalt Bredereck: So richtig fällt mir nichts ein. Es wird aber auf Dauer nicht funktionieren, dass einige Mitarbeiter in Schlüsselpositionen, wie zum Beispiel bei der Bahn die Lokführer, das Streikrecht dafür benutzen, gegenüber den anderen Mitarbeitern in Vorteil zu gelangen. Umgekehrt gefällt mir aber auch nicht, dass die großen Gewerkschaften mithilfe der Politik versuchen, über das Tarifeinheitsgesetz die Kleinen auszubooten.

Rechtsanwalt Resch: Es bleibt also spannend, danke.

25.1.2017

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Okt 18 2016

SOKA Bau Tarifvertrag nicht allgemeinverbindlich – Ein Paukenschlag des BAG?

Ein Interview von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck mit Fachanwalt für Arbeitsrecht Volker Dineiger, Berlin und Essen.

Ein Interview von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck mit Fachanwalt für Arbeitsrecht Volker Dineiger, Berlin und Essen.

Das BAG stellt im Beschluss vom 21.09.2016, Az. 10 ABR 48/15, fest, dass die Erklärung über die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages 2014 über die Sozialkasse Bau (SOKA Bau) nicht wirksam war. Der Beitrag umreißt die ersten Folgerungen aus diesem Beschluss.

Fachanwalt Bredereck: Das BAG hat einen Beschluss gefasst, in dem die Erklärung über die Allgemeinverbindlichkeit eines Tarifvertrages für unwirksam erklärt wurde. Hat das tatsächlich so gravierende Auswirkungen wie Du glaubst?

Fachanwalt Dineiger: Der Beschluss betraf die Sozialkasse des Baugewerbes in Deutschland. Auf den ersten Blick ist der Beschluss sicher unscheinbar, die Auswirkungen sind aber gravierend.

Fachanwalt Bredereck: Dann werden wir uns damit zu beschäftigen haben. Klären wir doch zunächst, was die Sozialkasse des Baugewerbes eigentlich ist.

Fachanwalt Dineiger: Die Sozialkasse des Baugewerbes ist eine gemeinsame Einrichtung der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände des Bauhauptgewerbes in Deutschland. Diese Sozialkasse leistet Urlaubsgeld und Sonderleistungen wie betriebliche Altersvorsorge für die Arbeitnehmer des Bauhauptgewerbes in Deutschland. Es handelt sich dabei um eine relativ einmalige Einrichtung.

Fachanwalt Bredereck: Wer zahlt denn in diese Sozialkasse ein?

Fachanwalt Dineiger: In diese Sozialkasse würden grundsätzlich nur die Arbeitgeber (und natürlich auch die Arbeitnehmer) einzahlen, die tarifgebunden sind. Nachdem dieser Tarifvertrag aber für allgemeinverbindlich erklärt worden ist, heißt das, dass alle Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus dem Bauhauptgewerbe in Deutschland in diese Sozialkasse einbezahlt haben und einbezahlen.

Fachanwalt Bredereck: Warum ist dieser Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt worden? Unter welchen Voraussetzungen ist es dazu gekommen?

Fachanwalt Dineiger: Wie auch in der Vergangenheit ist für das Jahr 2014 der Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt worden, weil das Bundesarbeitsministerium davon ausgegangen ist, dass die Voraussetzungen des § 5 Tarifvertragsgesetz (TVG) vorliegen. Danach kann ein Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt werden, wenn ein öffentliches Interesse an dieser Allgemeinverbindlicherklärung vorliegt oder die tarifgebundenen Arbeitgeber mehr als 50 % der Arbeitnehmer in dieser Branche beschäftigen.

Fachanwalt Bredereck: Das war offensichtlich nicht der Fall?

Fachanwalt Dineiger: Nein, eben gerade nicht. Tatsächlich hat das BAG festgestellt, dass beide Voraussetzungen für eine solche Allgemeinverbindlicherklärung nicht vorgelegen haben. Wenn das allerdings der Fall ist, darf ein Tarifvertrag nicht für allgemeinverbindlich erklärt werden.

Fachanwalt Bredereck: Was heißt das dann jetzt?

Fachanwalt Dineiger: Das ist gerade der Punkt, der diese Entscheidung so spektakulär macht. Wenn der Tarifvertrag nicht allgemeinverbindlich ist, dann müssen nicht tarifgebundene Arbeitgeber auch nicht in die Sozialkasse einbezahlt. Genau das haben sie aber in all den Jahren getan, in denen dieser Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt worden ist.

Fachanwalt Bredereck: Das heißt also, es werden Rückforderungsansprüche entstehen?

Fachanwalt Dineiger: Genau das ist das Problem. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können Beiträge, die sie nicht in die Sozialkasse einbezahlen mussten, jetzt zurückfordern. Intern geht die Arbeitsgerichtsbarkeit davon aus, dass es sich um Rückforderungen im Bereich von Milliarden von Euro handeln könnte. Es kann also durchaus eine Klagewelle auf die SOKA-Bau zu rollen. Im Dezember entscheidet das Bundesarbeitsgericht möglicherweise auch noch über weitere Tarifverträge der SOKA Bau aus anderen Jahren.

Fachanwalt Bredereck: Wie geht es jetzt weiter? Und was müssen betroffene Arbeitgeber und Arbeitnehmer beachten?

Fachanwalt Dineiger: Zunächst müssen wir den Volltext der Entscheidung abwarten. Nicht tarifgebundene Zahlungsverpflichtete, also sowohl Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer, sollten aber bereits jetzt zusammenstellen, welche Zahlungen sie an die SOKA Bau in den betroffenen Jahren geleistet haben. Vorsorglich sollten diese Rückzahlungspflichten schnellstmöglich zunächst einmal schriftlich unter Fristsetzung angemeldet und gegebenenfalls dann auch gerichtlich durchgesetzt werden, damit die Ansprüche noch gesichert werden können.

Fachanwalt Bredereck: Wir bleiben dran. Die Einzelheiten stellen wir in einem weiteren Interview vor.

10.10.2016

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck und Fachanwalt für Arbeitsrecht Volker Dineiger, Berlin und Essen.

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Aug 5 2016

Akademiker in der Chemie: Mindestjahresbezüge steigen insgesamt um 5,3 Prozent

Chemie-Arbeitgeber (BAVC) und Chemie-Führungskräfte (VAA) haben die Mindestjahresbezüge für akademisch gebildete naturwissenschaftliche und technische Angestellte neu ausgehandelt.

(Mynewsdesk) Der entsprechende Tarifvertrag zwischen dem Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und dem Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA) wurde am 5. August 2016 in Köln abgeschlossen. Für das Jahr 2016 betragen die tariflichen Mindestjahresbezüge im zweiten Beschäftigungsjahr demnach

• 62.600 Euro für diplomierte Angestellte und Angestellte mit Masterabschluss,
• 73.000 Euro für Angestellte mit Promotion.

Im Jahr 2017 erhöhen sich diese Beträge auf

• 64.200 Euro für diplomierte Angestellte und Angestellte mit Masterabschluss,
• 74.825 Euro für Angestellte mit Promotion.

Die Erhöhung entspricht dem im allgemeinen Tarifbereich vorgenommenen Tarifabschluss unter Berücksichtigung des Charakters kalenderjährlich gezahlter Mindestjahresbezüge.

Für das erste Jahr der Beschäftigung können die Bezüge wie bisher zwischen Arbeitgeber und Angestellten frei vereinbart werden. Es wurde zudem vereinbart, Gespräche über eine künftige Entwicklung des Tarifvertrages über Mindestjahresbezüge für akademisch gebildete Angestellte in der chemischen Industrie aufzunehmen.

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Die Führungskräfte Chemie sind zusammengeschlossen im Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA). Als Berufsverband und Berufsgewerkschaft vertritt der VAA die Interessen von rund 30.000 Führungskräften aller Berufsgruppen in der chemischen Industrie und den angrenzenden Branchen. Zur firmenübergreifenden Branchenvertretung schließt der VAA Tarifverträge und führt einen intensiven Dialog mit den Sozialpartnern und weiteren Organisationen der Chemie.

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