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Sep 19 2017

Neue Erlebnisroute entlang Estlands Küste

Bis 2020 entwickeln Estland und Lettland gemeinsam den längsten Wanderweg des Baltikums

Neue Erlebnisroute entlang Estlands Küste

(NL/3210471372) Bochum, 18.09.2017 Estlands Naturschönheiten können die Besucher in Zukunft auf neue Weise genießen. Denn die Küstenlinie vom Süden des Landes bis ins nördliche Tallinn wird Teil der längsten Natur- und Erlebnisroute des Baltikums von Lettland bis zur estnischen Hauptstadt. Alleine rund 600 erlebnisreiche Kilometer verlaufen auf estnischem Boden entlang der Ostsee, Abstecher auf die Inselwelt vor der Küste gehören dazu. Erste Begehungen haben bereits stattgefunden, zum 100. Geburtstag Estlands 2018 werden die ersten Teilabschnitte fertig sein und spätestens Anfang 2020 soll die längste Wanderoute im Baltikum offiziell eröffnet werden. Bei dem EU-Projekt, das zukünftig ein Teil des europäischen Fernwanderwegs E9 sein wird, ziehen Estland und Lettland gemeinsam an einem Strang.

Estlands Küste
Berühmt ist das estnische Inland für seine Naturparks und die Unberührtheit der Landschaft. Dass aber auch die Küste zahllose Gelegenheiten bietet, Natur pur zu genießen, ist weniger bekannt. Dabei verfügt Estland über ca. 4.000 Küstenkilometer und 2.222 Inseln. Wanderer, die sich aufmachen, die Küsten am Rigaischen und Finnischen Meerbusen zu erleben, staunen immer wieder über weite Wälder, unberührte Strände und pittoreske Ortschaften auf ihrem Weg. An Estlands Küste(n) gibt es ganz viel zu erleben.

Von Ikla bis Tallinn
Mit gerade einmal knapp 180 Einwohnern ist das Dorf Ikla nicht gerade der Nabel der Welt. Dennoch ist der Ort an der lettischen Grenze seit diesem Jahr weitaus mehr als ein Klecks auf der Landkarte, sondern der estnische Startpunt eine der spannendsten Routen ganz Europas. Um die 600 erlebnisreiche Kilometer liegen vor dem Wanderer. Die einzelnen Abschnitte sind jeweils rund 20 Kilometer lang. Vorbei geht es an weitläufigen Naturlandschaften, durch ehrwürdige Wälder oder an ihnen vorbei, entlang malerischer Seen und durch einladende Kurorte oder abgelegene Dörfer. Packt den Besucher die Entdeckerlust, dann kann er Routen-Alternativen auf die beiden größten Inseln des Landes Saaremaa und Hiiumaa wählen, und erleben, warum sie zu den beliebtesten im Land gehören. Hat er den Weg zurück aufs Festland entlang der Nordküste eingeschlagen, wartet mit der Hauptstadt Tallinn ein wahrhaft krönender Abschluss der Reise.

Grenzübergreifendes Projekt
Die Route in Estland ist Teil des grenzübergreifenden Projektes Hiking Route Along the Baltic Sea Coastline in Latvia Estonia. Mit der Hilfe der Europäischen Union entwickeln Lettland und Estland seit diesem Jahr gemeinsam ihre eindrucksvolle Küstenlinie und etablieren den längsten Wanderweg des Baltikums. Rund 1.100 Kilometer werden es insgesamt vom lettischen Ort Nida (nicht zu verwechseln mit dem litauischen Nida an der Kurischen Nehrung) bis nach Tallinn werden, immer an der Ostsee entlang. Integriert wird das Ganze in den europäischen Fernwanderweg E9.

Erlebnis- und Kulturroute
Seit Beginn des Jahres wurde die Route, auf der natürlich schon heute oftmals Wege verlaufen, inspiziert. Wo gibt es Lücken? Welche Verbindungen bieten sich an? Wo liegen die spannendsten Haltepunkte? Die Standorte zahlreicher Rastplätze wurden ausgewählt, ebenso die von weit über 100 Info-Boards an den herausstechenden Natur- und Baudenkmälern. Denn der Trail soll nicht nur Natur- sondern auch Kulturliebhaber auf die Straße locken. Bis zum Projektende 2020 sollen Infostände aufgebaut und die komplette Strecke mit Hinweisschildern versehen werden.

Informationen zur Küstenroute Lettland Estland finden Sie hier: http://www.celotajs.lv/en/project/13/project
Und eine Karte der 1100 Wanderkilometer gibt es hier: https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1Sm7sdWHIMwT-H0fCHaWsUrGAzMc&ll=58.11302044386468,25.039343840429638&z=8

Weitere Informationen für die Redaktion

Über Visit Estonia
Das Ziel des estnischen Fremdenverkehrsamts ist es Estland als Reiseziel zu vermarkten und estnischen Tourismusprodukte im internationalen Wettbewerb zu platzieren. Dafür greift Visit Estonia nicht nur auf PR, sondern unteranderem auch auf verschiedene Kampagnen oder Tourismusmessen zurück.
In folgenden Ländern gibt es Vertretungen: Finnland, Russland, Litauen, Deutschland, Schweden, Norwegen und Großbritannien.
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Aug 30 2017

Mountainbike-Kongress in Saalbach

Die Trends im Mountainbike-Tourismus

Mountainbike-Kongress in Saalbach

Mountainbike Kongress Österreich

Trend

Der zweite österreichische MTB-Kongress steht unter dem Motto „Trend“. Was bedeutet jedoch Trend? Initiator Harald Maier dazu: „EMTB ist „Der Trend“. Aber auch ökologischer Trailbau, Bikepark für Kids, Urbanisierung – MTB and the city, Uphill Flow um nur ein paar rauszupicken. Letztlich kann jeder seinen Trend kreieren. Denn der Sport an sich ist ein Trendthema.“

Auswirkungen des eMountainbike (EMTB) auf den Tourismus?
Das EMTB als logische Weiterentwicklung des Fahrrades hat erhebliche Auswirkungen auf den Bike-Tourismus. Über diese Thematik referiert Uli Stanciu (Herausgeber), sowie Claus Fleischer (GF Bosch E-Bike Systems) und Rainer Aichinger (GF e-Mobility).

Trailbau-Tag

Ein Tag widmet sich zur Gänze dem Thema Ökologischer Trailbau. Zielgruppe sind Personen, die Interesse daran haben in ihrer Region Trails anzulegen. Wie dies verwirklicht werden kann und welche Stolpersteine warten, wird in diversen Vorträgen erörtert. Von der Idee, über die Planung und Umsetzung, bis zur Erhaltung des Trails – eine Fülle von Faktoren wie Naturschutz, Geologie, Budget, Weiderechte, Grundeigentümer, gilt es zu berücksichtigen, um nur einige zu nennen.
Unter Leitung der vier Experten Lukas Häusler, Severin Gisler (Allegra Tourismus), Andreas Wernik (Jäger), Hubert Leibl (Balzamico Trail Design) und Dominik Linser (Bikerepublic Sölden) nehmen die Teilnehmer an der Befahrung des Hacklberg-Trails teil. Ein spannender Praxis-Check vor Ort.

Trends im Mountainbike-Tourismus

Das große tagesübergreifende Thema des Kongresses, die aktuellen Trends im MTB-Tourismus. Dieser Tourismuszweig hat das Potential vom Nischen- zum Massensport. Am Mittwoch widmen wir uns den Wissensblöcken Targeting (Zielgruppen), Interessen im Wald (Arbeitsplatz und Freizeitraum) und der Destinationsentwicklung am Beispiel Bikerepublic Sölden.
Nach einer gemeinsamen Bikerunde erwartet uns am Abend das Trendthema „Uphill Flow“. Stefan Schlie (Bike Enthusiast) gibt uns Einblick in die Möglichkeiten der Nutzung von EMTB wie wir dies noch nie erlebt haben.

Am Donnerstag blicken wir nach dem Wissensblock EMTB über die Grenze nach Südtirol, in die Schweiz und in den Osten, um zu erfahren wie dort Mountainbike Tourismus gelebt und entwickelt wird. Der Nachmittag ist dem Nachwuchs gewidmet und Karl Morgenbesser (Wexl Trails) gibt uns Einblick in den Kids Bikepark und Kai Siebdraht (Velosolution) bringt uns den Megatrend Urbanisierung – MTB and the city.

Mountainbiken erregt immer wieder die Gemüter. Umso wichtiger ist es sich zu fragen, was die Natur verträgt und was wir tun können um Interessenkonflikten vorzubeugen. Was ist notwendig, um die natürliche Regenerationsfähigkeit der Natur zu gewährleisten, wie kann ich Konflikte vermeiden und gleichzeitig die Umsätze steigern? Deshalb ist es von großer Bedeutung alle Parteien mit ins Boot zu holen, um für die Betroffenen eine zufriedenstellende und nachhaltige Lösung zu finden. Markus Hallermann (GF kommot) trägt mit seinem Vortrag „Fakten anstatt Mythen. Die Digitalisierung der Nutzergruppen“ einiges dazu bei.

Visionen

„Welche Vision entwickeln wir um den Mountainbike-Tourismus aus der Nische zu holen und gleichzeitig eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung zu bekommen?“ fragt Initiator Harald Maier. Zu diesem Thema äußern sich Michaela Zingerle (GF BikeHotels Südtirol), die die Wege im Biketourismus in Südtirol skizziert und der Journalist Uli Stanciu in seinem Vortrag „Auswirkungen des EMTB auf den Tourismus“.

Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Teile. Den Trailbau-Tag am 19.09.2017 und den zweitägigen Kongress von 19.-21-09.2016. Beide Teile können getrennt voneinander gebucht werden.

Mehr dazu

Unsere Ziele:
Entwicklung von Visionen die ein Umdenken in den Köpfen ermöglicht und somit den MTB-Tourismus von der Nische in die Breite befördert zum Wohle aller Interessengruppen.

Die nachhaltige Entwicklung des Mountainbike-Tourismus.

Kontakt
Mountainbike Kongress Österreich
Harald Maier
Hinterschroffenaustr. 32
5322 Hof bei Salzburg
+43 6221 20455
office@mountainbike-kongress.at
http://www.mountainbike-kongress.at

Jul 28 2015

Eins werden mit der Natur

Auf neuem Rund-Wanderweg im Wiedtal eindrucksvolle Landschaften erleben

Eins werden mit der Natur

Auf dem Weg durch Wiesenlandschaften gibt es historische Bauwerke zu entdecken. (Bildquelle: epr/Touristik-Verband Wiedtal e.V.)

(epr) „Reisen heißt, an ein Ziel zu kommen; wandern heißt, unterwegs zu sein!“ Schon Theodor Heuss hat die Leidenschaft vieler Menschen geteilt, die Natur zu Fuß zu erkunden. Wer sich per Pedes „auf den Weg“ macht, verbindet gesunde Bewegung mit dem Genießen der frischen Luft sowie dem Erleben und Erkunden schöner Naturkulissen.

Erst vor kurzem wurde der Rund-Wanderweg „Wäller Tour Bärenkopp“ im Wiedtal eröffnet, den der Touristik-Verband Wiedtal zusammen mit dem Naturpark Rhein-Westerwald umgesetzt hat. Seinen Startpunkt hat der Weg im malerischen Luftkurort Waldbreitbach. Entlang des Wiedufers führt die Strecke auf einer Länge von 11,6 Kilometern auf die Höhen des Westerwaldes bei Verscheid. Über langgezogene Serpentinen geht es zunächst über den sogenannten Hochscheider Seifen mit seinen ausgewaschenen Basaltbecken und Felswänden hinauf auf den Bärenkopp.

Am Gipfelkreuz bietet sich den Wanderfreunden auf über 300 Metern eine tolle Aussicht auf das idyllisch gelegene Tal. Mitten in die folgende Wiesenlandschaft ragen die Türme des 1863 gegründeten Klosters Marienhaus heraus, das Mutterhaus der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Vorbei kommt man auch an der historischen Kreuzkapelle, die bereits im 18. Jahrhundert ein beliebter Wallfahrtsort war. Alle erdenklichen Waldformationen und unentdeckte Pfade sorgen im weiteren Verlauf der Route für viel Abwechslung. Wer seine Füße zwischendurch regenerieren und sich stärken möchte, der findet auf der Route reichlich Gelegenheit dazu: So bieten sich nicht nur zahlreiche Rastbänke und Aussichtsplätze als ideale Orte zum Pausen-Picknick an. Auch laden fünf an der Strecke gelegene Gastronomiebetriebe am Wegesrand die Wanderer zu einer erholsamen Auszeit ein. Gegen Ende der rund vierstündigen Wanderung lohnt sich ein Abstecher zum Kloster der Franziskanerbrüder in Hausen oder ein Besuch des Wiedtalbades. Die „Wäller Tour Bärenkopp“ gehört übrigens zu den sogenannten Wäller Touren – allesamt abwechslungsreiche und naturnahe Wanderwege im Westerwald mit neun bis 36 Kilometern Länge. Weitere Informationen und Flyer zu diesen, aber auch zu zahlreichen weiteren Wanderangeboten in der Region finden Wanderfreunde beim Touristik-Verband Wiedtal unter www.wiedtal.de.

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Mrz 20 2013

„Franken – Heimat der Biere.“: Neuer Brauerei-Wanderweg, Broschüre, Website und App

"Franken - Heimat der Biere.": Neuer Brauerei-Wanderweg, Broschüre, Website und App

„13-Brauereien-Weg“ – Zu Fuß oder mit dem Rad durch Franken

Vor den Toren der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Bamberg produzieren dreizehn Brauereien Bier in einer Vielfalt, die ihresgleichen sucht. In kleinen, mittelständischen zumeist Familienbetrieben entstehen süffige Biere nach alten Familienrezepten. Nach dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516 sind Hopfen und Malz sowie gutes Quellwasser die Grundstoffe. Seit Jahrzehnten garantieren Handelsbeziehungen zu den Hopfen- und Malzlieferanten eine stabile Qualität. Zwei Mal im Jahr gibt es ein Starkbier: den Wintertrunk und den Fastentrunk.

Diese Gegend – das Vorland und die Randberge des fränkischen Juras – bildet die Kulisse für eine abwechslungsreiche Wanderung. Über 32 Kilometer zieht sich der neue „13-Brauereien-Weg“. Neben den Stätten fränkischer Braukunst können zwischen Memmelsdorf und Strullendorf zahlreiche kulturelle und naturgegebene Sehenswürdigkeiten besucht werden.

Hinweisschilder liefern Informationen und sorgen für Kurzweil. Zur Einkehr und für Übernachtungen liegen Gasthöfe und Hotels entlang der Strecke. Zu Fuß oder mit dem Rad: der „13-Brauereien-Weg“ bietet Bewegung, Natur und fränkischen Genuss.
Traditionen haben auch heute noch ihren festen Platz. Zwei Mal im Jahr kommen beispielweise in Lohndorf (Ortsteil der Gemeinde Litzendorf) die Hausbrauer zum Zuge: Dieser Brauch geht auf das frühere Hausbraurecht der Bauern zurück, die das vergorene Jungbier in eigenen Fässern im heimischen Keller bis zur Reife lagerten. Heute steht diese Möglichkeit jedem offen.

Der Wanderweg „7 auf einen Streich“ von Tiefenellern (Ortsteil der Gemeinde Litzendorf) nach Strullendorf verläuft die meiste Zeit parallel zum „13-Brauereien-Weg“, sodass sich Wanderer auf weiten Teilen der Strecke an diesem Symbol orientieren können. In sechs der sieben Brauereien ist eine Verkostung möglich.

FrankenBIER-App mit topografischen Wanderkarten

Die App „FrankenBIER“ führt Interessierte als praktischer Reisebegleiter zu den schönsten Zielen für Biergenießer. Sie liefert alle Inhalte der Website www.franken-bierland.de: Informationen zu Biertouren und -festen, Brauereien, Brauerei-Gasthöfen und Museen. Zudem gibt es ein Bier-Glossar und Tipps für das Kochen mit dem „flüssigen Brot“. Als Highlight sind neben Straßen- und Luftbildern auch umfangreiche topografische Wanderkarten sowie Stadtpläne für ganz Franken abrufbar (inklusive Offline-Funktionalität). Sie ist für alle iPhone- und iPod-Nutzer im iTunes-Store sowie für Android-Smartphone-Nutzer im Google Play Market als Download verfügbar.

Rund 300 Brauereien halten in Franken die Brauerskunst hoch. Die Vielfalt der Sorten liegt in der Natur der Sache, denn die Region wartet mit der höchsten Brauereidichte weltweit auf. Urige Brauereiwirtschaften, Biergärten und viele Feste begrüßen ihre Gäste rund ums Jahr. Besonders die „Kärwas“, die Kirchweihen, gehören zu den Highlights im fränkischen Festkalender.
Das Bier kommt in Franken nicht nur auf den Tisch, sondern oftmals auch mit in den Topf oder Ofen. So gehört zum Beispiel zur Zubereitung eines guten Aischgründer Karpfens „klassisch“ auch ein gutes Bier – sei es als Biersud, als Marinade oder als Backteig. Die Bamberger backen mit ihrem berühmten Rauchbier sogar Brot. Ob bei modernen Kreationen oder bei traditionellen Gerichten: Das fränkische Bier macht auch in der Küche seinem Ruf als „flüssiges Gold Frankens“ alle Ehre.

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Mrz 16 2012

Die Schwabenkinder – Arbeit in der Fremde

Museen und Kultureinrichtungen aus fünf Ländern befassen sich mit dem sozialgeschichtlichen Phänomen der „Schwabengängerei“

Die Schwabenkinder - Arbeit in der Fremde

Die neue Dauerausstellung im Bauernhaus-Museum Wolfegg ab dem 24. März 2012

Bereits seit dem 17. Jahrhundert bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zogen Kinder zwischen 6-14 Jahren aus den angrenzenden Alpenländern nach Oberschwaben, um sich auf Gesindemärkten als saisonale Arbeitskräfte an die dortigen Bauern zu verdingen. Das Bauernhaus-Museum im baden-württembergischen Wolfegg setzt sich in seiner aktuellen Dauerausstellung mit diesem sozialgeschichtlichen Phänomen der über 300 Jahre andauernden „Schwabengängerei“ auseinander.

Zum Saisonstart am 24. und 25. März präsentiert das Bauernhaus-Museum Wolfegg die Ergebnisse der mehrjährigen Forschungsarbeiten zu dem von der EU grenzüberschreitend geförderten Projekt „Die Schwabenkinder“. Zusammen mit 26 Projektpartnern aus Baden-Württemberg, Vorarlberg, Tirol, Graubünden, Liechtenstein und Südtirol begaben sich Historiker aus den fünf Ländern auf deren Spuren, und verbinden die Herkunftsgebiete der Kinder aus dem Alpenraum mit deren ehemaligen Arbeitsstätten in Oberschwaben.

Auf dem Weg ins Schwabenland – Analog

Dazu wurden die historischen Wege der Schwabenkinder rekonstruiert und als Themenwanderweg ausgewiesen. Auf den ehedem meist beschwerlichen Routen der Schwabenkinder führen diese über die Alpen nach Oberschwaben, und laden zum Nachwandern ein. Eigens hierfür erscheinen im Bergverlag Rother themenspezifische Wanderführer. Autor dieser „Wanderlesebüchlein“ ist Elmar Bereuter, aus seiner Feder stammt auch der Bestseller-Roman „Die Schwabenkinder – Die Geschichte des Kaspanaze“.

…und Digital

Mit einer speziellen „Schwabenkinder-App“ sind ausgewählte Touren auf den Routen der Schwabenkinder abrufbar. Weiters können Wanderer auf den historischen Wegen, den Erzählungen und Erlebnissen der Schwabengänger folgen. An ausgewiesenen Foto-Fixpunkten hat der Wanderer die Möglichkeit, sein Motiv an das Museum zu übermitteln, wo es in einer monumentalen Fotowand zu einem Teil der Schwabenkinder-Ausstellung wird.

Schicksale offenbaren sich interaktiv und crossmedial

In zwei historischen Gebäuden zeigt das Museum in Wolfegg eine umfassende Dauerausstellung zur Historie der Schwabengängerei. In vier Ausstellungskuben (Heimat / Weg / Markt / Alltag) wird das Phänomen dieser temporären Abwanderung ins Schwabenland thematisiert. Die Einbindung des Besuchers ist zentrales Element der Ausstellung. Via iPod, und der Biographie eines Schwabenkindes im „Gepäck“, begibt sich der Besucher multimedial geführt, auf den Weg durch die Ausstellung. So werden die Schicksale „personalisiert“, vom Aufbruch in der Heimat, bis zum Arbeitsalltag auf einem oberschwäbischen Hof, erlebbar. Sechzehn Biographien vermitteln auf diese Weise ein genauso bewegendes wie differenziertes Bild von der Lebenswirklichkeit der Schwabenkinder. Erst im Dialog mit anderen Ausstellungsbesuchern offenbart sich die vielschichtige Historie der Schwabenkinder.

Weiterführende Informationen zur Ausstellung und dem Projekt unter: www.schwabenkinder.eu

Bauernhaus-Museum Wolfegg

Der Grundstein für das Bauernhaus-Museum Wolfegg wurde 1976 durch die ?Fördergemeinschaft zur Erhaltung des ländlichen Kulturgutes e.V.? gelegt. Ziel der Fördergemeinschaft war es, in einem Freilichtmuseum die regionaltypische Hauslandschaft mit historisch bedeutsamen Gebäuden darzustellen. Gleichzeitig wurde damit der Bewahrung bauhistorischer Denkmäler, die am ursprünglichen Standort nicht zu halten waren, gewährleistet. Bereits 1978 konnte das Freilichtmuseum nach der Sanierung zweier Gebäude der ehemaligen Hoffischerei eröffnet werden. Ein weiteres Gebäude wurde noch im selben Jahr fertig gestellt. Von 1981 bis 1995 folgte eine rege Aufbauphase, in der mehrere Hofanlagen samt Nebengebäuden errichtet wurden. Gleichzeitig wurde unter wissenschaftlicher Leitung eine umfangreiche Sammlung von Objekten ländlicher Alltagskultur angelegt. Seit Bestehen des Bauernhaus-Museums Wolfegg unterstützte der Landkreis Ravensburg die Arbeit der Fördergemeinschaft durch finanzielle Zuschüsse zu Bauvorhaben und Personalkosten. Im Jahr 2003 ging die Trägerschaft auf den Landkreis über. Seitdem wird das Bauernhaus-Museum Wolfegg zusammen mit Schloss Achberg als Eigenbetrieb Kultur des Landkreises Ravensburg geführt.

Kontakt:
Bauernhaus-Museum Wolfegg
Ernst H.R. Büttner
Vogter Straße 4
88364 Wolfegg
ernst.buettner@schwabenkinder.eu
+49(0)177-3276101
http://www.bauernhaus-museum.de