Tod durch Krebs in Europa rückläufig

Genf / Mailand (wnorg) – Neue Erhebungen kommen zu dem Schluss, dass die Todesrate durch Krebserkrankungen in Europa sinkt. Das bedeutet aber nicht, dass auch die Zahl der Krebserkrankungen im gleichen Maße rückläufig ist.

Der rückläufige Trend ist vor allem auf einen Rückgang der Todesfälle durch Brustkrebs bei Frauen sowie von Lungen- und kolorektalem Krebs bei Männern zurückzuführen. In der gesamten EU sind die Sterbefälle bei Lungenkrebs bei Frauen allerdings von 12,55 auf 13,12 pro 100.000 Menschen gestiegen. Der 2004 beobachtete besorgniserregende Anstieg der Anzahl der Frauen, die an Bauchspeicheldrüsenkrebs sterben, scheint sich jedoch einzupendeln.

Die Zahl der Lungenkrebserkrankungen bei Frauen wird jedoch in allen europäischen Ländern außer Großbritannien ansteigen. La Vecchia und Levi von der Universita degli Studi di Milano und von der Universite de Lausanne analysierten die Krebsdaten in der EU und in den folgenden sechs Ländern: Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und Großbritannien.

Mike Hobday von Macmillan Cancer Support begrüßte die positiven Studienergebnisse warnte jedoch gleichzeitig laut BBC, dass die Zahl der krebskranken Briten jährlich um drei Prozent ansteigt. Derzeit sei bei zwei Millionen Briten Krebs diagnostiziert. Diese Zahl werde sich bis 2030 auf vier Millionen erhöhen. Hobday: „Der Krebs verändert sich. Für viele ist er heute eine Langzeiterkrankung und es ist wichtig zu verstehen, dass Menschen nicht mehr rasch an Krebs sterben oder geheilt sind.“

Die zwei Wissenschaftler La Vecchia und Levi haben vorhergesagt, dass die Zahl durch Krebs verursachten Todesfälle in Europa in diesem Jahr sinken soll. Carlo La Vecchia und Fabio Levi gehen davon aus, dass die Sterbezahlen im Vergleich mit 2007 bei Männern um sieben Prozent und bei Frauen um sechs Prozent sinken werden.

Ausgehend von Daten der Weltgesundheitsorganisation schätzen die Wissenschaftler, dass 2011 fast 1,3 Mio. Menschen an Krebs sterben werden. Die Rückgänge bei Magen-, Darm-, Brust-, Gebärmutter-, Prostatakrebs und die Krebserkrankungen der Lunge bei Männern sollen dagegen anhalten. Details der Studie wurden in den Annals of Oncology veröffentlicht.
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