Der Nachfolger beim Nachfolger.

Bei der Ristelhueber-Gruppe steht der Generationswechsel an. Markus Bartelmess wird derzeit an die Geschäftsleitung herangeführt, sein Bruder soll ihm bald nachfolgen. Das Beispiel zeigt anschaulich, wie sich die nächste Generation heut auf Führungsaufgaben in Familienunternehmen vorbereitet und welchen Input die den Betrieben bringt.

Eigentlich sei immer klar gewesen, dass er in das Speditions- und Logistikunternehmen der Familie einsteigen werde. Markus Bartelmess hat diesen Plan daher zielstrebig verfolgt. Nach Abitur und Ausbildung zum Speditionskaufmann bei Ristelhueber-Beteiligungsunternehmen Bauer Spedition hat der 28-Jährige an der Hochschule Heilbronn studiert – wie zuvor schon sein Vater und zurzeit sein jüngerer Bruder. Die beiden Junioren bilden die mittlerweile dritte Generation der Unternehmerfamilie.

Markus Bartelmess entschied sich für das Fach „Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik“ und schloss das Studium mit dem Bachelor ab. So gerüstet kehrte er ins Unternehmen zurück. Seit mittlerweile zwei Jahren mischt er wieder im operativen Geschäft mit – als Niederlassungsleiter am Ristelhueber-Standort Mannheim. Parallel dazu macht er nun seinen Master in Internationalem Management an der Steinbeis-Hochschule.

Theorie und Praxis
„Vor allem das praxisnahe Lernen sowie die Möglichkeit, Projekt mit Hilfe methodisch-wissenschaftlicher Hilfestellungen konkret umzusetzen, haben mich an dieser Aufgabe gereizt“, sagt Bartelmess. „Darüber hinaus profitiert unser Unternehmen von der Ausbildung: über neue Ansätze, eine bessere Vernetzung und nicht zuletzt die Gewinnung neuer Kunden.“ Nach seinem Abschluss im Herbst will er daher mit der Berliner Hochschule [School of International Business and Entrepreneurship, kurz SIBE] Kontakt halten.
Bei den Wissenschaftlern ist er mit seinem Anliegen höchst willkommen, denn: „Für Forschungseinrichtungen wie die unsere ist das Feedback aus der Praxis sehr wichtig, um Innovationen auch alltagstauglich zu gestalten“, sagt Prof. Dirk Engelhardt vom Hanauer Institut für Logistikmanagement. Hierfür spielten Nachwuchs-Führungskräfte wie Bartelmess eine wertvolle Rolle.

„Ausschlaggebend für mich war, dass die Logistik als klassische Querschnittfunktion sehr viele kreative Betätigungsmöglichkeiten bietet. Darüber hinaus erhalte ich weinen detaillierten Einblick in die unterschiedlichen Branchen“, erläutert Bartelmess die Hintergründe seiner Berufswahl. „Außerdem habe ich schon allein aufgrund unserer Familiengeschichte ein Stück weit Diesel im Blut“, sagt er.

Aspekte wie ein nachhaltiges Wirtschaften und soziale Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern sind Nachwuchsunternehmer Bartelmess besonders wichtig. Hierfür wurde die Ristelhueber-Gruppe vor kurzem mit dem Eco-Performance Award ausgezeichnet. „Darüber hinaus haben wir eine Stiftung ins Leben gerufen, die sich um Themen wie die gesundheitsvorsorge für unsere Fahrer kümmert“, so Bartelmess.

Das erste große Projekt, dass Bartelmess eigenverantwortlich betreut hat, war die Anbindung des Verkehrsträgers Schien am Standort Mannheim an die bestehende Ristelhueber-Logistik. Der Gleisanschluss wurde im Februar dieses Jahres fertiggestellt. Seitdem schlägt der Logistikunternehmer für mittlerweile drei Industriekunden im Mannheimer Hafen die per Bahn ankommende Ware um. Die maximale Kapazität liegt bei 200 Tonnen pro Tag. „Doch bereits jetzt stoßen wie mit dem 2500qm großen Blocklager an die Kapazitätsgrenze“, sagt Bartelmess. „Daher suchen wie einen neuen trimodalen Standort. Es gibt bereits konkrete Gespräche mit der Stadt Mannheim.“ Bis Juni 2012 will das Unternehmen fündig geworden sein und einen neuen Standort in Betrieb nehmen.

(von Thomas Wöhrle, via DVZ-Deutsche Logistik-Zeitung, 21.07.2011)

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