Das Schweizer Fintech Brick Towers überträgt die Logik des klassischen Sparplans auf die Blockchain: Sparziel statt Kursbeobachtung, Selbstverwahrung statt Depot, Bitcoin und der Franken-Stablecoin ZCHF als erste Bausteine.
Langfristiges Sparen funktioniert seit Jahrzehnten nach denselben Regeln: regelmässig einzahlen, ein Ziel verfolgen, den Rest die Zeit erledigen lassen. Das Schweizer Fintech Brick Towers AG hat diese Logik nicht ersetzt, sondern neu gebaut – auf einer Infrastruktur, in der Vermögenswerte digital abgebildet und Prozesse über Smart Contracts automatisiert werden. Das Ergebnis heisst urble: eine App, in der Nutzer zielgerichtet in Bitcoin und dem Schweizer-Franken-Stablecoin ZCHF Vermögen aufbauen und dabei die Kontrolle über ihre Vermögenswerte behalten.
Der Ausgangspunkt lag nicht in der Technologie, sondern im Produkt. Alle vier Gründer arbeiteten zuvor bei Leonteq an einer Plattform für langfristige Spar- und Vorsorgelösungen mit über 50’000 Verträgen und einem Anlagevolumen von über einer Milliarde CHF. Dadurch kennen sie die Anforderungen an Finanzprodukte, die über Jahrzehnte hinweg funktionieren müssen.
„Wir haben uns gefragt: Was passiert, wenn man die Prinzipien des langfristigen Sparens mit einer Infrastruktur verbindet, bei der Vermögenswerte digital abgebildet und bestimmte Prozesse über Smart Contracts automatisiert werden können?“, sagt Christian Dick, Mitgründer und Co-CEO von Brick Towers. „Daraus ist die Idee von Brick Towers und schliesslich urble entstanden.”
Das Sparziel neu gedacht: nicht der Kurs, sondern der Zweck
In urble steht kein Handelsplatz im Mittelpunkt, sondern ein konkretes Vorhaben – die Zukunft eines Kindes, ein Notgroschen, eine Hochzeit, eine grössere Anschaffung. Nutzer legen ein Sparziel an, hinterlegen auf Wunsch ein Zieldatum und zahlen regelmässig ein. Auch Familie und Freunde können in ein Sparziel einbezogen werden; die App bildet dafür unterschiedliche Rollen und Berechtigungen ab.
Damit grenzt sich das Unternehmen bewusst von Krypto-Handelsplattformen ab. „Viele Krypto-Plattformen bieten eine enorme Zahl an Möglichkeiten. Für einen aktiven Trader ist das interessant. Für jemanden, der eigentlich langfristig sparen möchte, kann diese Vielfalt aber auch überfordern”, so Dick. „Wir wollen Menschen nicht dazu bringen, ständig auf den Kurs zu schauen. Unser Ziel ist nachhaltiger Vermögensaufbau.”
Das Anlageuniversum neu gedacht: zwei Bausteine statt grosser Auswahl
Statt eines breiten Angebots konzentriert sich urble auf zwei verständliche Bereiche: Bitcoin für den langfristigen Vermögensaufbau und den Schweizer-Franken-Stablecoin ZCHF für wertstabileres Sparen mit zusätzlichen, variablen Ertragsmöglichkeiten. Damit deckt das Unternehmen Wachstum und Stabilität ab, ohne Nutzer mit zu grosser Auswahl zu überfordern.
Langfristig sollen weitere tokenisierte Anlageklassen hinzukommen – insbesondere Aktien, Anleihen und möglicherweise Edelmetalle. Auch tokenisierte Anlagegefässe wie Fonds oder ETFs sind denkbar. Entscheidend ist nicht die grösstmögliche Auswahl, sondern ob sich eine Anlage transparent, effizient und sinnvoll für den langfristigen Vermögensaufbau einsetzen lässt
Die Verwahrung neu gedacht: Kontrolle in Abstufungen
Technisch setzt Brick Towers auf Self-Custody: Die Kontrolle über die Vermögenswerte bleibt beim Kunden. Das unterscheidet das Modell von der klassischen Verwahrung durch eine Bank oder einen Broker – bedeutet aber auch mehr Eigenverantwortung.
Weil nicht jeder Nutzer dieselbe Verantwortung übernehmen möchte, bereitet das Unternehmen gestufte Verwahrmodelle vor: eine optionale Recovery-Lösung sowie künftig die direkte Verwahrung digitaler Vermögenswerte. Diese sollen unter den jeweils anwendbaren regulatorischen Voraussetzungen eingeführt werden, wozu auch die geplante Anbindung an eine Schweizer Selbstregulierungsorganisation gehört. Nutzer sollen so selbst entscheiden, welches Verhältnis von Eigenverantwortung, Unterstützung und Komfort zu ihnen passt.
Die Technik neu gedacht: Blockchain als Infrastruktur, nicht als Ideologie
Hinter der Anwendung steht ein Technologieverständnis, das sich von der Krypto-Szene deutlich unterscheidet. „Für uns ist Blockchain in erster Linie eine Infrastrukturtechnologie. Wir wollen die Vorteile nutzen, ohne den Nutzer mit der technischen Komplexität zu belasten”, sagt Ralph Hofacker, Mitgründer und Co-CEO von Brick Towers. Der wesentliche Vorteil liege darin, Eigentum, Transaktionen und Regeln programmierbar miteinander zu verbinden und Prozesse dadurch zu automatisieren.
Für den Nutzer soll davon möglichst wenig sichtbar sein. Niemand müsse wissen, wie ein Smart Contract funktioniert oder welche Blockchain im Hintergrund arbeitet; er solle verstehen, was er spart, welches Ziel er verfolgt und welche Risiken damit verbunden sind. Auch der verbreiteten Skepsis gegenüber „Krypto” begegnet das Unternehmen auf dieser Ebene: Die Technologie sei heute so weit abstrahiert, dass sie ohne kryptische Zeichenfolgen zugänglich ist.
Engineering neu gedacht: gebaut für Jahrzehnte, nicht für einen Zyklus
Brick Towers versteht sich als Produktplattform und deckt die Wertschöpfung von den Kundenbedürfnissen über die Softwareentwicklung bis zum Betrieb selbst ab. Integriert werden ausgewählte Infrastruktur- und Protokollpartner. Wer den gesamten Lebenszyklus kontrolliere, erkenne früh, welche vermeintlichen Abkürzungen später teuer werden, so die Überzeugung der Gründer.
„Ein Fehler in einem Finanzprodukt ist mehr als ein Softwarebug. Er kann direkte finanzielle Konsequenzen für Kunden haben“, sagt Dick. „Deshalb bauen wir Systeme, die technisch, wirtschaftlich und regulatorisch über Jahrzehnte hinweg belastbar sein müssen.“
Der Erfolgsmaßstab neu gedacht: Regelmäßigkeit statt Einstiegssumme
Als zentrale Kennzahl gilt dem Unternehmen nicht die Höhe der ersten Einzahlung, sondern die Regelmässigkeit der Sparpläne. Ein regelmässig besparter Plan sei wesentlich wertvoller als ein Nutzer, der die App lediglich herunterlädt.
Seit dem öffentlichen Launch haben Nutzer über urble bereits ein sechsstelliges Sparvolumen aufgebaut – bislang vollständig organisch.
Die Schweiz bildet den Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung. Brick Towers sieht hier mit der etablierten Sparkultur, dem starken Finanzplatz und der Offenheit für digitale Vermögenswerte ein geeignetes Umfeld, um Produkt, Geschäftsmodell und regulatorische Strukturen unter realen Bedingungen zu erproben. Auf dieser Basis soll urble anschliessend über Partnerschaften schrittweise in weitere europäische Märkte expandieren.
Die Infrastruktur neu gedacht: von der App zur Plattform
Mittelfristig will Brick Towers seine Infrastruktur für Banken, Versicherungen und Fintechs öffnen. Diese sollen eigene Sparprodukte darauf aufsetzen und Funktionen wie Sparziele, regelmässige Einzahlungen, Self-Custody und Berechtigungsmodelle konfigurieren können, ohne die technologische Basis selbst entwickeln und betreiben zu müssen. urble wäre damit der erste Anwendungsfall einer Plattform, die viele Sparprodukte und Anbieter unterstützen kann.
Technologie und Regulierung denkt das Unternehmen dabei zusammen: Die Plattform müsse steigende regulatorische Anforderungen erfüllen und eine spätere Expansion in weitere europäische Märkte ermöglichen. Entscheidend für die Massentauglichkeit sei jedoch das Vertrauen der Nutzer. „Dieses Vertrauen entsteht, wenn Technologie einen konkreten Mehrwert schafft: Finanztransaktionen müssen günstiger und schneller werden, während Geldflüsse jederzeit transparent und nachvollziehbar bleiben“, sagt Dick.
„Der Name Brick Towers passt gut zu unserer Philosophie: Nachhaltiger Vermögensaufbau entsteht nicht über Nacht, sondern Stein für Stein”, sagt Hofacker. „Die Blockchain ist dabei nicht das Ziel, sondern das Werkzeug. Sie ermöglicht transparente Regeln, effiziente Automatisierung und Lösungen, bei denen die Kontrolle über das Vermögen beim Kunden bleibt.”
Brick Towers ist ein Schweizer Fintech-Unternehmen, das langfristiges Sparen mit digitalen Vermögenswerten neu denkt. Das Gründungsteam stammt aus dem traditionellen Schweizer Finanzsektor und hat dort an langfristigen Spar- und Vorsorgelösungen gearbeitet.
Mit der App urble bietet das Unternehmen zielbasierte Sparpläne in Bitcoin und dem Franken-Stablecoin ZCHF auf Basis von Self-Custody an. Langfristig positioniert sich Brick Towers als Infrastrukturplattform für programmierbares Sparen, auf der auch Banken, Versicherungen und Fintechs eigene Produkte aufsetzen können.
Kontakt
Brick Towers AG
Ralph Hofacker
Baarerstrasse 12
6300 Zug
+41 79 248 7554

https://bricktowers.io/
Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.
