Der Tag der Achtsamkeit am 12. September erinnert uns daran, warum es so wichtig ist, im Alltag achtsamer zu sein
Achtsamkeit ist in aller Munde. Und das ist auch gut so! Denn sie hilft uns dabei, die gegenwärtige Verfassung unseres Körpers, unserer Gedanken, Gefühle und Emotionen und unserer direkten Umwelt zu betrachten, ohne diese in irgendeiner Form zu bewerten. Wir sind mit unserer Wahrnehmung also komplett im Hier und Jetzt und nehmen ausschließlich unsere augenblickliche Verfassung wahr.
Doch ist das tatsächlich so wichtig?
Ja, das ist es! Denn wie eine Studie ergab, sind sich Erwachsene zu 47 Prozent ihrer Zeit nicht darüber gewahr, was sie gerade tun oder an was sie denken! Bedeutet, die Gedanken wandern und beschäftigen sich mit etwas anderem als der gegenwärtigen Situation. Und gerade dann sind wir am unglücklichsten – unabhängig von der Situation, in der wir uns befinden. Auch das wurde in dieser Studie anhand von Fragebögen, die die Teilnehmer ausfüllten, festgestellt.
Warum das so ist? Ganz einfach: Wenn unsere Gedanken wandern, durchleben wir entweder vergangene Situationen erneut (wobei wir sie in unserer Erinnerung meist schlimmer machen als sie sich tatsächlich zugetragen haben) oder wir sind mit unseren Gedanken bereits in der Zukunft. Und malen uns diese in meist schrecklichen (und oftmals übertriebenen) Szenarien aus.
Das allein wäre noch nicht so dramatisch. Schließlich handelt es sich dabei um Versuche zur Selbstoptimierung. Gerade das gedankliche Durchspielen zukünftiger Situationen kann als Übungshandlung betrachtet werden, mit der das bestmögliche Ergebnis erzielt werden soll.
Allerdings bleibt es nicht beim schlimmeren Darstellen von vergangenen Situationen noch bei der schrecklichen (und übertriebenen) Darstellung zukünftiger Ereignisse. Denn die Erfahrungen und damit auch die dramatischer erinnerten vergangenen Geschehnisse werden häufig auf Erlebnisse der Gegenwart übertragen. Obwohl sie in den allermeisten Fällen nichts mit diesen zu tun oder gemein haben! Das wird als Katastrophisieren bezeichnet – als ein schlimmer und dramatischer Machen der gegenwärtigen Situation.
Und genau das ist es, was letztendlich den Stress verursacht. Denn nicht nur werden Erfahrungen und Erinnerungen an vergangene Situationen auf die gegenwärtigen übertragen, sondern auch Gedanken, Gefühle und Emotionen – obwohl diese nicht beziehungsweise nur bedingt passend sind. Damit steigert man sich in eine Art Negativspirale hinein, was dazu führt, dass der eigene Stresspegel ansteigt. Außerdem kommt es zu Überreaktionen beziehungsweise zu unangemessenem Verhalten auf die bestehende Situation. Was diese in den meisten Fällen noch verschlimmert – und wiederrum zu noch mehr Stress führt! Ein Teufelskreis also durch selbst gemachten Stress!
Wer nun achtsam ist, betrachtet die Geschehnisse einer Situation so, wie sie sind. Es werden also keine Vergleiche mit vergangenen Situationen gezogen und somit weder Gedanken noch Gefühle übertragen. Das gegenwärtige Ereignis wird so, wie es ist, mit all seinen Facetten – sowohl den guten als auch den schlechten – angenommen. Was enorm bei der Lösungsfindung hilft und auch der Stressbewältigung dient!
Genau darauf macht der Tag der Achtsamkeit am 12. September aufmerksam.
Doch wie schaffen Sie es nun, achtam(er) zu werden?
Das ist gar nicht so schwer. Mittlerweile gibt es viele Bücher zu dem Thema, in denen auch Übungen enthalten sind. Wer eher digital unterwegs ist, findet einige Websites und Apps mit Anleitungen.
Alternativ können Sie natürlich auch einen Bildungsurlaub nehmen, um sich eine Woche lang intensiv mit Achtsamkeit zu beschäftigen, diverse Übungen dazu kennenzulernen und zu erfahren, wie sich diese in Ihren Alltag integrieren lassen. Auch wir haben einige Bildungsurlaube im Programm: Zum Beispiel „ Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ und „ Mindful statt Multitasking – Achtsamkeit und Yoga für bessere Entscheidungen“.
Last but not least gibt es noch unseren Newsletter, der jedes Mal eine Achtsamkeitsübung enthält, die einfach und unkompliziert in Ihren Alltag eingebunden werden kann. einfach abonnieren – schon erhalten Sie alle zwei Wochen eine neue Übung.
Nutzen Sie also den diesjährigen Tag der Achtsamkeit, um sich über die vielfältigen Möglichkeiten, wie Sie Achtsamkeit mehr in Ihren Alltag lassen können, zu informieren.
Wir sind ein zertifiziertes Weiterbildungsinstitut, das Bildungsurlaub (Seminare und Ausbildungen) zu den Themen Stressbewältigung, mental health, Resilienz, Coaching und persönlicher Entwicklung an den schönsten Orten Deutschlands und Europas anbietet. In unseren Kursen erwarten Sie neben theoretischem und methodischem Input zum jeweiligen Thema auch Bewegungseinheiten, die zum Teil oder ganz in der Natur stattfinden. Und damit es für Sie so einfach wie möglich ist, haben wir die erforderlichen Unterlagen für die Beantragung des Bildungsurlaubs bereits vorbereitet: Sie brauchen diese nur noch runterzuladen, auszudrucken, zu unterschreiben und bei ihrem Arbeitgeber abzugeben.
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