Das Forum E-Mobilität der NaKoBeMo beleuchtet Ladeplanung, Heimladen, Gesamtkosten und Steuerfragen. Studien und Praxisbeispiele helfen, Entscheidungen für den eigenen Betrieb vorzubereiten.
Mannheim, im Oktober 2026. Die Fahrzeugwahl ist ein wichtiger Schritt zur elektrischen Flotte. Wie wirtschaftlich diese im Alltag betrieben werden kann, hängt jedoch auch von Ladeorten, Betriebsmodellen und internen Abläufen ab. Wie viel Infrastruktur braucht ein Unternehmen selbst? Welche Leistungen sollte es einkaufen? Und welche Rolle spielt das Laden zu Hause? Das Forum E-Mobilität der Nationalen Konferenz für betriebliche Mobilität (NaKoBeMo®) bringt diese Fragen am 24. und 25. November in Heidelberg zusammen.
Das Leitmotiv „Vom Mobilitätstrend zur Unternehmenspraxis: Digital. Nachhaltig. Kosteneffizient.“ wird dabei zur konkreten Entscheidungsaufgabe: Unternehmen müssen Fahrzeugnutzung, Ladebedarf, Infrastruktur und Kosten gemeinsam betrachten. Dafür verbindet das Programm wissenschaftliche Erkenntnisse mit Erfahrungen aus der betrieblichen Umsetzung.
Ladelösungen am Einsatz ausrichten
Dr. Axel Sprenger von USCALE stellt die Fleet-Charging Study 2026 vor. Die Untersuchung befasst sich unter anderem mit dem Stand der Flottenelektrifizierung, gesuchten Ladelösungen und Anforderungen an das Zusammenspiel von Lade-, Fuhrpark- und Energiesystemen. Sie eröffnet damit einen Blick darauf, wie unterschiedlich die Voraussetzungen und Entscheidungen von Unternehmen ausfallen. „Es gibt nicht die eine Ladelösung für Flotten. Entscheidend ist, wie Fahrzeuge tatsächlich genutzt werden. Wer das versteht, kann Ladeinfrastruktur, Fuhrpark und Energiesystem sinnvoll aufeinander abstimmen und die Partner auswählen, die wirklich zu ihrem Betrieb passen“, so Sprenger.
Wie sich Eigenleistung und der Einkauf externer Leistungen anhand der Gesamtkosten vergleichen lassen, zeigt Benjamin Federmann von der MEWA Group. Sein Praxisbeispiel zur Strategie vom „Make“ zum „Buy“ richtet den Blick auf die wirtschaftliche Bewertung der unterschiedlichen Entscheidungen. „Eine der Kernfragen der Flottenelektrifizierung ist neben einer TCO-Betrachtung die Bewertung von unterschiedlichen Investitions- und Finanzierungsmodellen. Wenn wir über Elektrifizierung des Fuhrparks sprechen, dann muss es auch immer um die Frage gehen, wie zukünftige Beschaffungsmodelle aussehen“, unterstreicht Federmann.
Prof. Dr. Wolfgang Habla von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Villingen-Schwenningen liefert eine weitere Perspektive. In seinem Vortrag behandelt er die strategische Rolle des Heimladens für Flotten mit Plug-in-Hybrid-Anteil. Spannendes Ergebnis seiner gemeinsam mit Kollegen der Toulouse School of Economics und der Universität Mannheim vorgelegten Studie: „Wer zu Hause laden kann, bestellt beim Fahrzeugwechsel etwa doppelt so häufig ein reines Elektroauto“, so Habla. Ergänzend geht es in den weiteren Impulsen der Expertinnen und Experten unter anderem um die Planung von Ladeinfrastruktur und aktuelle Steuerfragen beim Betrieb von E-Flotten.
Ausgewählte Beiträge zum Schwerpunkt
– „Fleet-Charging Study 2026 – Gewerbliche Fuhrparks auf dem Weg zur Elektrifizierung“ – Dr. Axel Sprenger, USCALE.
– „Der Mobilitätskompass – Intelligentes Tool zur Planung der Ladeinfrastruktur“ – Luis Karcher, KEA-BW.
– „Die strategische Rolle des Heimladens für Flotten mit PHEV-Anteil“ – Prof. Dr. Wolfgang Habla, DHBW Villingen-Schwenningen.
– „Die Strategie vom ‚Make‘ zum ‚Buy‘ auf Basis einer TCO-Betrachtung“ – Benjamin Federmann, MEWA Group.
– „E-Flotten rechtssicher managen – Aktuelle Steuerfragen zur Elektromobilität“ – Manuel Zorn, Steuerberater.
Im Forum E-Mobilität geht es um diese und weitere Themen, die Verantwortliche dabei unterstützen, die richtigen Fragen vor einer Investition zu stellen, unterschiedliche Lösungen wirtschaftlich einzuordnen und den Betrieb ihrer E-Flotte strukturiert weiterzuentwickeln.
Zur NaKoBeMo 2026
Die Nationale Konferenz für betriebliche Mobilität findet am 24. und 25. November 2026 im Heidelberg Congress Center statt. Unter dem Leitmotiv „Vom Mobilitätstrend zur Unternehmenspraxis: Digital. Nachhaltig. Kosteneffizient.“ verbindet sie Fachvorträge, Unternehmensbeispiele, Workshops und persönlichen Austausch. Sie richtet sich insbesondere an Verantwortliche für Fuhrpark, Mobilität, Travel, Personal, Nachhaltigkeit, Infrastruktur, Einkauf und an Geschäftsleitungen.
Programm und Anmeldung: www.nakobemo.de
Der Bundesverband Betriebliche Mobilität (BBM) ist das größte Netzwerk für nachhaltige betriebliche Mitarbeitermobilität in Deutschland. Seit seiner Gründung im Oktober 2010 als Bundesverband Fuhrparkmanagement bündelt der BBM die Expertise für Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement. Er setzt sich aktiv für die Belange seiner rund 650 Mitglieder ein und gestaltet die Zukunft der betrieblichen Mobilität mit.
Als Mitbegründer und Mitglied der FMFE Fleet and Mobility Management Federation Europe ist er auch auf europäischer Ebene stark vernetzt.
Vorstandsmitglieder des Verbandes sind Marc-Oliver Prinzing (Vorsitzender), Can Baltaci (stv. Vorsitzender, Fleet-Management Eppendorf Group SE & Co. KG), Heinrich Coenen (stv. Vorsitzender, Fuhrparkleiter
Berliner Verkehrsbetriebe BVG), Dieter Grün (stv. Vorsitzender, Fuhrparkleiter Stadtwerke Heidelberg Netze), Axel Schäfer
(Geschäftsführer und Vorstandsmitglied). Sitz des Verbandes und der Geschäftsstelle ist Mannheim.
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Bundesverband Betriebliche Mobilität e. V.
Axel Schäfer
Am Oberen Luisenpark 22
68165 Mannheim
0621-76 21 63 53

https://www.mobilitaetsverband.de
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