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Die Helmerother Mühle im Westerwald wurde 1492 erstmals urkundlich erwähnt. Das heutige Anwesen umfasst rund 355 Quadratmeter Wohnfläche, 10,5 Hektar Land, eigenen Wald und einen original erhaltenen Mühlengraben.

Die Helmerother Mühle im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) steht zum Verkauf. Die ehemalige gräfliche Bannmühle an der Nister wurde 1492 erstmals urkundlich erwähnt. Das heutige Anwesen umfasst rund 355 Quadratmeter Wohnfläche auf einem etwa 10,5 Hektar großen Grundstück mit Wiesen, eigenem Wald und einem original erhaltenen Mühlengraben. Der Angebotspreis liegt bei 1,5 Millionen Euro. Mit der Vermarktung ist das Kölner Immobilienunternehmen homéa beauftragt.

Als Bannmühle hatte die Mühle über Jahrhunderte eine feste Rolle in der ländlichen Ordnung der Grafschaft Sayn und später Sayn-Altenkirchen: Die Bauern mehrerer umliegender Dörfer – darunter Alhausen, Altburg, Burbach, Stein und Wingert – waren verpflichtet, ihr Getreide hier mahlen zu lassen. Der Müller erhielt dafür einen festen Anteil der Ernte; im Jahr 1808 lag dieser sogenannte Mahlmolter bei einem Achtzehntel der Frucht. Neben Getreide wurde in der Mühle auch Öl gepresst. In der Region ist sie bis heute auch als „Flögerter Mühle“ bekannt – nach dem benachbarten Ortsteil Flögert.

Die heute erhaltenen Gebäude stammen aus späterer Zeit: Mühle und Wohnteil wurden 1871 errichtet, das ehemalige Gesindehaus 1920. Es handelt sich um Fachwerkbauten, die teilweise massiv ausgeführt sind. Bis in die 1940er-Jahre zählte die Helmerother Mühle zu den modernsten Mühlen an der Nister; 1959 wurde der Mahlbetrieb eingestellt. Das Mühlrad ist bis heute im Wappen der Ortsgemeinde Helmeroth abgebildet.

„Bei einem Objekt wie diesem kauft man nicht nur Quadratmeter, sondern Verantwortung für ein Stück Regionalgeschichte“, sagt Shila Hemati, Immobilienberaterin bei homéa. „Wer sich für die Mühle interessiert, sucht in der Regel keinen Standardwohnsitz, sondern einen Ort mit Herkunft. Das ist ein eng begrenzter Käuferkreis, den man gezielt ansprechen muss.“

Eng mit der Mühle verbunden ist die Seilhängebrücke von Flögert. Um 1920 wurde sie an alten Grubenseilen über die Nister gespannt, damit die Landwirte ihr Getreide zur Mühle bringen konnten. Nach der Stilllegung der Mühle nutzten nur noch Fußgänger die Brücke. 1964 gab die inzwischen marode Konstruktion nach, als eine Schulklasse sie überquerte; Kinder und Lehrer stürzten in die Nister, ernsthaft verletzt wurde niemand. Die 2010 neu errichtete, 37 Meter lange Brücke war zeitweise die längste Seilhängebrücke in Rheinland-Pfalz. Heute führt sie Wanderer zum Westerwaldsteig.

2006 wurde das Anwesen umfassend saniert und modernisiert; der Charakter des historischen Fachwerks blieb dabei nach Angaben der Verkäuferseite erhalten. Zur Ausstattung gehören eine offene Galerie, ein offener Kamin, eine Sauna, Fußbodenheizung im Erdgeschoss, ein Glasfaseranschluss und eine Alarmanlage. Der Hofbereich ist vollständig eingefriedet. Neben der Nutzung als Hauptwohnsitz kommen – je nach baurechtlicher Zulässigkeit – auch eine Ferienimmobilie oder ein naturnahes Wohn- und Arbeitskonzept in Betracht.

Die Mühle liegt in Alleinlage im Nistertal, das zu den ältesten Landschaftsschutzgebieten in Rheinland-Pfalz zählt und Teil der sogenannten Kroppacher Schweiz ist.

„Die Jahreszahl 1492 steht für die Geschichte des Ortes, die Gebäude selbst sind jünger. Diese Unterscheidung ist uns in der Vermarktung wichtig“, so Hemati. „Gerade die gewachsene Verbindung aus Mühlenbetrieb, Landschaft und Dorfgeschichte macht den Wert des Anwesens aus.“

Weitere Informationen unter: https://homea.de/

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Quellen:
[1] Hellmuth Gensicke: Landesgeschichte des Westerwaldes, 3. Aufl., Wiesbaden 1999 (Ersterwähnung 1492)
[2] Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 59 (2016), S. 219–237
[3] AK-Kurier, 14.05.2019: Seilhängebrücke bei Helmeroth
[4] Ortsgemeinde Helmeroth, helmeroth.com

Über homéa:
Unter der Marke homéa mit Sitz im Kölner Gerling-Quartier bündeln sich zwei Gesellschaften: Die homéa Immobilien GmbH ist das operative Maklerunternehmen und begleitet private Eigentümer beim Verkauf ihrer Immobilie – von der daten- und KI-gestützten Bewertung auf amtlicher Grundlage über die professionelle Aufbereitung bis zur Begleitung zum Notartermin. Die homéa GmbH ist das übergeordnete Lizenzunternehmen und bietet selbstständigen Immobilienberatern eine Plattform, auf der sie unter eigener Marke arbeiten und gemeinsame Infrastruktur nutzen. Gegründet wurde homéa 2026 von vier Gesellschaftern mit zusammen über fünf Jahrzehnten Erfahrung im Rheinland. homéa ist ein eigenständiges Unternehmen.

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