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Logistiker des Einzelhandels und auch Kenner der Entsorgungswirtschaft halten die von der Politik kolportierte Zahl fr absurd, dass ber 90 Prozent der Einwegflaschen von den Verbrauchern wieder zurck gegeben werden. Die Schwundquote liege weit ber 20 Prozent. Das knne man ber Analysen des Mlls sehr schnell feststellen: Es werden schon Sortierer in der Mllwirtschaft beaufsichtigt, damit sie keine Pfandflaschen mit nach Hause nehmen, sondern auf den Bndern liegen lassen. Da kann man sich vorstellen, wie hoch der Anteil an bepfandeten PET-Einwegflaschen im Abfall ist. Der Gesetzgeber muss also schnell handeln und die novellierte Verpackungsverordnung nachjustieren, sonst kann der Mehrwegaderlass nicht aufgehalten werden, sagt Sekundrrohstoff-Spezialist Sascha Schuh, Geschftsfhrer der Bonner Firma Ascon http://www.ascon-net.de , gegenber NeueNachricht.

Deutsche PET-Aufbereiter wrden mittlerweile so genannte PET-Mischfraktionen aus den Abfallsammlungen der Dualen Systemen aufkaufen, um in ihren Anlagen die Flaschen heraus zu sortieren und lukrativ zu vermarkten: In China hat die deutsche PET-Mischfraktion aus Dualen Systemen einen festen Namen und wird als 70:30 bezeichnet. Mindestens 30 Prozent der Lieferung bestehen aus PET-Einwegflaschen, so die Erfahrung von Schuh, der whrend einer internationalen Konferenz am 25. und 26. September in Erding bei Mnchen (Schloss Aufhausen) ber einen Sortierversuch demonstrieren will, wie viele Wertstoffe sich im normalen Mll befinden.

Getrnkehersteller besttigen den Befund des Bonner Abfallexperten: Der Kunde denkt, er hat mit dem Pfand von 25 Cent die Entsorgung gleich mit bezahlt. Dabei sind diese 25 Cent eigentlich nur eine Art Ausleihgebh, so Jrgen Kunzmann gegenber der Augsburger Allgemeinen. Fr viele Kunden sei es billiger, die 25 Cent zu bezahlen und die Flaschen nicht wieder in den ursprnglichen Kreislauf zurckzufhren als Flaschen im Mehrwegsystem zu kaufen, fr die sie das traditionelle Pfand wieder zurckbekmen. Discounter, die unter anderem Mineralwasser nur in Einwegflaschen aus Plastik verkaufen, spekulieren auf dieses Verhalten der Kunden. Die Discounterpreise sind kalkulatorisch nicht nachvollziehbar. Die Mrkte subventionieren mit dem teils nicht zurckerstatteten Pfand ihre niedrigen Preise quer, wei Kunzmann.

Die handwerklichen Fehler der Verpackungsverordnung, waren auch nach Auffassung der Mineralbrunnen-Branche das Einfallstor fr den Siegeszug der Discounter beim Absatz von Einweggetrnken. Davon habe sich der Mehrwegmarkt nicht mehr erholt. Die mangelhaft konzipierte Rechtslage fhre den Discountern Windfall Profits zu. Aus den grten Dosenpfand-Boykotteuren htten sich die grten Dosenpfand-Profiteure entwickelt. Durch die eingesparten Gebhren fr den Grnen Punkt, durch Pfandschlupf und Recyclingeinnahmen fr das sortenreine Verpackungsmaterial erzielen die Discounter jhrliche Mehrerlse von ber 400 Millionen Euro. Mit diesem Geld knnen sie ber Quersubventionen den Preis fr Mineralwasser in Einwegflaschen knstlich niedrig halten, besttigt Andreas Rottke, Vorstandschef der Genossenschaft Deutscher Brunnen http://www.gdb.de. Umgerechnet auf den Literpreis koste Mineralwasser beim Discounter 13 Cent und im normalen Einzel- oder Getrnkehandel 50 Cent. Die rund 220 mittelstndisch geprgten Mineralbrunnenbetriebe seien unter diesen Bedingungen nicht mehr konkurrenzfhig.

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Von Nova