30. Juli Internationaler Tag der Freundschaft – Geschäftsfreundschaft … Hürde oder Sprungbrett?

Mit freund-schaft-lichen Grüßen

30. Juli Internationaler Tag der Freundschaft - Geschäftsfreundschaft ... Hürde oder Sprungbrett?

Geschäftsfreundschaft … Hürde oder Sprungbrett?

Beim Geld hört die Freundschaft (noch lange) nicht auf – auch wenn hinter diesem Sprichwort viel Wahrheit steckt. Ob Angestellter oder selbstständiger Unternehmer, der freundschaftliche Umgang mit anderen – gerade wenn es ums Geschäft geht und damit meist auch ums Geld – ist Teil des modernen Wirtschaftslebens. Zum Internationalen Tag der Freundschaft beschäftigt sich Souveränitätsexperte Theo Bergauer mit den freundschaftlichen Business-Beziehungen.

Was ist ein Geschäftsfreund?
Die Finanzgesetzgebung definiert diesen Begriff so: “Geschäftsfreunde sind Personen, die nicht Ihrem Betrieb oder Ihrer Behörde angehören und mit denen Sie als Angestellter oder Beamter in geschäftlicher oder beruflicher Beziehung stehen oder eine solche Beziehung anknüpfen wollen (z. B. Kunden, Lieferanten, Handelsvertreter, Besucher, Fachkollegen außerhalb des Betriebes bzw. der Behörde).” Auch wenn diese trockene Formulierung steuerrechtliche Hintergründe hat, charakterisiert sie doch eine ganz spezielle Freundschafts-Beziehung. Eine Beziehung, die durch einen geschäftlichen Anlass initiiert wird und sich im Idealfall zu einer persönlichen Freundschaft entwickelt kann. Freundschaften entstehen immer dort, wo Menschen sich treffen und offen miteinander umgehen, also auch im Geschäftsleben. Das ehrliche Interesse am anderen und der wertschätzende Umgang baut Brücken von Mensch zu Mensch, trotz unterschiedlichster Ziele oder Positionen. Auftraggeber und Auftragnehmer oder auch Wettbewerber können auf dieser Basis zu Geschäftsfreunden werden. Entscheidend ist eine souveräne Haltung nach innen und außen. Das Geschäft verbindet oder führt zur Verbindung, zur Freundschaft, bar jeder “Mauschelei”. Denn bei einer fairen Geschäftsfreundschaft ist eine saubere Trennung von Geschäft und Freundschaft genauso nötig wie auch möglich.

Freundschaftsanfrage
Für Nutzer sozialer Netzwerke sind Freundschaftsanfragen an der Tagesordnung. Ganz gezielt wird angefragt: “Willst du mein Freund sein” oder etwas dezenter “Möchten Sie mit mir in Kontakt treten”. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, so sehr viel anders läuft es auch unter Geschäftsfreunden nicht. Signalisiert einer der Beteiligten in der Korrespondenz und in Gesprächen sein Interesse an der Beziehung – nicht nur das berufliche betreffend, sondern eben auch an der Person des anderen, ist dies durchaus einer Freundschaftsanfrage gleichzusetzen. Die Schritte sind diffiziler und auch differenzierter, eben nicht genormt. Doch eines ist gleich. Man muss offen und bereit sein, neue Freunde zu gewinnen und diese Freundschaften dann auch zu pflegen. Auch dadurch, indem man “beweist”, dass der andere zu Recht Vertrauen in einen gesetzt hat. Eine Freundschaft kann durchaus ein Reiz sein, nichts schleifen zu lassen und seine Leistung, sein Angebot, seinen Service, oder was auch immer sein Geschäft ausmacht, auf einem hohen Level zu halten.

Mehr als Essen auf Spesen
Eine ganz typische “Pflegemaßnahme” einer geschäftlichen Beziehung stellt das Essen mit Geschäftsfreunden dar. Die entspannte Atmosphäre bei einem gepflegten Essen oder kräftigendem Imbiss lässt so manche Hürde überwinden, Verhandlungen zu einem guten Abschluss bringen, Perspektiven für eine künftige Zusammenarbeit aufzeigen. Natürlich drehen sich Gespräche bei einem solchen gemeinsamen Essen in erster Linie um das geschäftliche Sujet, das den Anlass dafür gegeben hat. Aber eben nicht nur. Immer deutlicher rückt auch der Mensch als Individuum in den Mittelpunkt solcher Treffen. Man erfährt von seinem Gegenüber mehr als am Telefon oder per Email, weil es dort meist nur um Fakten geht. Kristallisiert sich eine persönliche Übereinstimmung, die gleiche Wellenlänge, heraus oder begegnet man sich besonders respektvoll und auch toleranter, profitieren davon alle Beteiligten. Man begibt sich auf eine Ebene der Freundschaft. Aus Geschäftspartnern werden Geschäftsfreunde. Und das umfasst sehr viel mehr als Essen auf Spesen.

Die Notwendigkeit der Freundschaft
“Wozu hätten wir Freunde nötig, wenn wir sie nicht nötig hätten?” ließ schon William Shakespeare seinen Helden Timon von Athen fragen. Der allerdings war bei der Auswahl seiner Freunde nicht sehr wählerisch, er hatte ihr Wohlwollen in guten Zeiten mit Geld erkauft. Als es ihm schlecht ging und er um ihre Unterstützung bat, wurde er abgewiesen. Das bestätigt einmal mehr, dass Freundschaft eben auf einer anderen Basis ruht. Doch was macht eine Freundschaft aus und wie unterscheidet sie sich von anderen Beziehungen? Es gibt keine allgemein gültige Definition. Seine Freunde sucht man sich selber aus. Immer müssen zwei sich einig sein, dass sie Freunde sein wollen. Freunde tragen dazu bei, dass das eigene Leben bunter und vielfältiger wird. Das gilt für private wie für Geschäftsfreunde gleichermaßen. Der internationale Tag der Freundschaft hat sich die Förderung gegenseitiger Solidarität auf die Fahnen geschrieben und gilt für Freundschaften zwischen Personen, Ländern und Kulturen. Laut UNO Generalsekretär Ban Ki-moon soll er die allgemeine Menschlichkeit stärken und das Wohl der Menschheit fördern. Geschäftsfreundschaften sind die ideale Möglichkeit, dieses hehre Ziel zu unterstützen. Wie unterschiedlich die Beziehungen auch sein mögen, gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung sind immer dabei. Denken Sie daran, wenn Sie Ihren nächsten Geschäftsbrief mit freund(schaft)lichen Grüßen verschicken.

Bildrechte: Theo Bergauer Bildquelle:Theo Bergauer

Der Souveränitäts-Experte Theo Bergauer ist seit 20 Jahren als Trainer und Coach für persönliche Entwicklung und unternehmerische Prozesse (www.b-wirkt.de) aktiv. Namhafte Stars aus dem Sport sowie große deutsche und international tätige Unternehmen setzen auf seine persönliche Dynamik, sein breit gefächertes Erfahrungspotenzial und die Schulungskraft des Bau- und Wirtschaftsingenieurs. Dabei geht es ihm nicht um kurzfristige Wissensvermittlung oder einen schnellen Motivationsschub, sondern vielmehr um die Begleitung von Prozessen, die zu Souveränität und damit zur persönlichen Zufriedenheit und zum beruflichen Erfolg führen.

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