Kommentar von Aaron Knott, Territory Manager Healthcare Solutions DACH bei Hyland
Mehr als ein Jahr nach dem Start der elektronischen Patientenakte (ePA) zeigt sich eine klare Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität. Was als zentraler Baustein der Digitalisierung gedacht war, bringt im Praxisalltag vieler Ärztinnen und Ärzte nur begrenzten Mehrwert.
Markus Beier, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, formulierte es kürzlich deutlich: Die ePA sei derzeit „eine unsortierte PDF-Sammlung, mit der Praxen im Alltag nur wenig anfangen können“. Diese Einschätzung verweist auf ein grundlegendes Problem – nicht der Digitalisierung an sich, sondern ihrer Umsetzung.
Denn es fehlt nicht an Daten, sondern an einer Informationsstruktur. Informationen liegen vor, sind aber häufig nicht so aufbereitet, dass sie schnell auffindbar und im richtigen Kontext nutzbar sind – und oft fehlt zudem die technische Voraussetzung, diese Informationen systemübergreifend zusammenzuführen. So entstehen weiterhin unnötige Doppeluntersuchungen und zeitaufwendige Suchen im System. Für Ärztinnen und Ärzte zählt im Alltag vor allem eines: relevante Informationen zur richtigen Zeit – nicht eine Sammlung von Dokumenten.
Damit wird ein strukturelles Defizit sichtbar: Fragmentierte Systeme, fehlende Interoperabilität und eine unzureichende Kontextualisierung von Inhalten verhindern, dass aus Daten tatsächlich nutzbares Wissen entsteht. Ohne eine klare Informationsarchitektur bleibt die ePA hinter ihrem Potenzial zurück.
Gerade mit Blick auf den zunehmenden Einsatz von KI im Gesundheitswesen wird das zur zentralen Voraussetzung. Denn nur gut strukturierte und vernetzte Daten ermöglichen verlässliche Analysen und fundierte Entscheidungen.
Die ePA zeigt damit vor allem eines: Digitalisierung bedeutet mehr als das Digitalisieren bestehender Prozesse. Entscheidend ist, wie Informationen strukturiert, verknüpft und kontextualisiert werden – damit sie im Alltag tatsächlich nutzbar sind und einen messbaren Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung leisten.
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