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ARAG Experten über die Rentenerhöhung und die wichtigsten Fakten zur Rente

Zum 1. Juli 2026 steigen die gesetzlichen Renten um 4,24 Prozent. Für viele Ruheständler bedeutet das ein spürbares Plus im Portemonnaie. Doch die Anpassung ist nur ein Baustein im komplexen System der Altersvorsorge. Die ARAG Experten mit einem Überblick.

Wie kommt die Rentenerhöhung zustande und was bringt sie?
Die gesetzliche Rente wird regelmäßig angepasst und orientiert sich dabei vor allem an der Lohnentwicklung in Deutschland. Steigen die Einkommen der Beschäftigten, erhöhen sich auch die Renten. Die Erhöhung zum Juli 2026 fällt erneut positiv aus. Für eine Standardrente bei durchschnittlichem Verdienst und 45 Beitragsjahren bedeutet diese Rentenanpassung einen Anstieg um 77,85 Euro im Monat. Dennoch weisen die ARAG Experten darauf hin, dass die Anpassung in erster Linie Preissteigerungen ausgleicht und selten für echte Kaufkraftgewinne sorgt. Wie stark sich das Plus individuell auswirkt, hängt von der persönlichen Rentenhöhe ab.

Was zählt beim Rentenanspruch?
Wie viel Rente jemand erhält, bestimmt sich im Kern nach den sogenannten Entgeltpunkten. Diese sammelt, wer arbeitet und Beiträge einzahlt. Auch Zeiten der Kindererziehung oder Pflege werden berücksichtigt. Entscheidend ist zudem das Renteneintrittsalter. Wer früher in Rente geht, muss Abschläge in Kauf nehmen. Umgekehrt steigt die monatliche Zahlung, wenn der Ruhestand hinausgezögert wird. Um eine recht genaue Einschätzung der späteren Rente zu erhalten, empfehlen die ARAG Experten den Online-Rechner der Rentenversicherung.

Warum Vorsorge wichtig bleibt
Die gesetzliche Rente ist für viele Menschen die wichtigste Einkommensquelle im Alter. Sie ersetzt aber oft nur rund 48 Prozent des letzten Bruttoeinkommens und das auch nur bei durchgängigen Erwerbsbiografien. Wer längere Zeit in Teilzeit gearbeitet hat, Kinder erzogen oder Phasen ohne Beitragszahlung hatte, muss häufig mit deutlich weniger auskommen. Gleichzeitig bleiben viele Ausgaben im Ruhestand bestehen oder steigen sogar, zum Beispiel für Miete, Energie oder Gesundheit.

Private und betriebliche Vorsorge schließen diese Lücke. Eine betriebliche Altersvorsorge kann sich besonders lohnen, weil Arbeitgeber häufig einen Zuschuss leisten und Beiträge steuerlich begünstigt sind. Daneben bieten sich flexible Sparformen an, etwa regelmäßige Einzahlungen in Fonds- oder ETF-Sparpläne. Hier profitieren Sparer langfristig vom Zinseszinseffekt. Entscheidend dabei ist laut ARAG Experten weniger die Höhe der einzelnen Beiträge als der Zeitpunkt: Wer früh startet, kann auch mit kleinen monatlichen Beträgen ein beachtliches Kapital aufbauen. Wer später beginnt, muss entsprechend höhere Summen investieren, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

Was bleibt von der Rente nach Steuern und Abgaben übrig?
Viele unterschätzen, dass auch Renten steuerpflichtig sein können. Der steuerpflichtige Anteil hängt vom Jahr des Renteneintritts ab und steigt für Neurentner schrittweise an. Erst Renten, die im Jahr 2058 beginnen, werden zu 100 Prozent besteuert. Wer zusätzlich Einkünfte hat, beispielsweise aus Vermietung oder Kapitalanlagen, sollte seine steuerliche Situation genau prüfen. Diese Einkünfte haben zwar grundsätzlich keinen direkten Einfluss auf die Höhe der gesetzlichen Rente. Aber sie erhöhen das Gesamteinkommen und können dazu führen, dass höhere Steuern anfallen oder überhaupt erst eine Steuerpflicht entsteht. Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge werden ebenfalls fällig. Diese werden laut ARAG Experten direkt von der Rente abgezogen, sodass der Auszahlungsbetrag niedriger ausfällt als die Bruttorente.

Arbeiten neben der Rente?
Der Übergang in den Ruhestand wird zunehmend flexibler. Viele Menschen entscheiden sich, über die Regelaltersgrenze hinaus zu arbeiten oder nach Renteneintritt in Teilzeit aktiv zu bleiben. Immerhin sieben Prozent der Älteren bleiben auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze mit durchschnittlich 19 Wochenstunden erwerbstätig. Dabei gilt laut ARAG Experten: Auch bei einer vorgezogenen Altersrente ist ein unbegrenzter Hinzuverdienst möglich, ohne dass die Rente gekürzt wird. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und weiterarbeitet, kann seine Rente sogar steigern. Durch zusätzliche Beiträge erhöhen sich die Rentenansprüche; zudem wirkt sich der spätere Rentenbezug positiv aus.

Was Ruheständler zur Rente im Ausland wissen sollten
Milderes Klima, niedrigere Lebenshaltungskosten oder eine höhere Lebensqualität: Den Lebensabend im Ausland zu verbringen, ist für viele eine attraktive Option. Grundsätzlich weisen die ARAG Experten darauf hin, dass die deutsche gesetzliche Rente auch ins Ausland überwiesen wird – und zwar jährlich rund 1,8 Millionen Renten in über 150 Länder der Welt. Innerhalb der Europäischen Union (EU) sowie in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen bleibt der Anspruch meist vollständig erhalten. Schwieriger kann es in Staaten ohne entsprechende Abkommen werden oder bei bestimmten Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrenten.

Ein zentraler Punkt ist die Krankenversicherung. Wer in Deutschland gesetzlich versichert ist, kann innerhalb der EU häufig weiterhin Leistungen in Anspruch nehmen oder sich im Wohnland absichern. Außerhalb Europas ist meist eine private Krankenversicherung notwendig.

Auch steuerlich gibt es einiges zu beachten. Ob und wo die Rente versteuert wird, hängt vom Wohnsitz und möglichen Doppelbesteuerungsabkommen ab. In vielen Fällen bleibt Deutschland zumindest teilweise steuerberechtigt. Gleichzeitig können im Ausland zusätzliche Steuerpflichten entstehen.

Ein Tipp der ARAG Experten: Wo auf der Welt es sich als Rentner am besten leben lässt, zeigt der jährliche „Global Retirement Index“ des US-Magazins „International Living“. Spoiler: Platz Eins geht dieses Jahr an Griechenland.

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Sie ist der weltweit größte Rechtsschutzversicherer. Aktiv in insgesamt 18 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Ihren Kunden in Deutschland bietet die ARAG neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft auch eigene einzigartige, bedarfsorientierte Produkte und Services in den Bereichen Komposit und Gesundheit. Mit mehr als 6.500 Mitarbeitenden erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von über 3,2 Milliarden Euro.

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