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Unternehmen investieren heute mehr denn je in Recruiting. Neue Karrierewebsites werden aufgebaut, Employer-Branding-Kampagnen entwickelt und Bewerbungsprozesse optimiert. Trotzdem bleiben viele Stellen unbesetzt, Bewerber springen während des Prozesses ab oder neue Mitarbeitende verlassen das Unternehmen bereits nach kurzer Zeit wieder. Die Ursache wird häufig im Arbeitsmarkt gesucht. Melanie Gypser, die ab Juli 2026 unter dem Namen Melanie Puffer auftritt, sieht die Gründe jedoch oft an anderer Stelle: innerhalb der Organisation selbst.

Recruiting ist selten das eigentliche Problem

Wenn Recruiting-Maßnahmen nicht die gewünschten Ergebnisse liefern, wird meist an den sichtbaren Stellschrauben gearbeitet. Inserate werden angepasst, neue Kanäle getestet oder das Arbeitgebermarketing verstärkt. Diese Maßnahmen können sinnvoll sein. Sie lösen jedoch häufig nicht die eigentliche Herausforderung. Nach Erfahrung von Melanie Gypser scheitern viele Recruiting-Strategien nicht an der Reichweite, sondern an den Strukturen, auf die Bewerberinnen und Bewerber treffen. Unklare Verantwortlichkeiten, langsame Entscheidungsprozesse oder widersprüchliche Erwartungen machen sich oft bereits während des Bewerbungsprozesses bemerkbar. Was intern für Mitarbeitende belastend ist, wird auch für potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten sichtbar.

Employer Branding endet nicht bei der Karriereseite

Viele Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen in ihre Arbeitgebermarke. Die Außendarstellung wirkt modern, die Werte sind klar formuliert und die Kommunikation professionell gestaltet. Problematisch wird es dann, wenn die Realität im Unternehmen ein anderes Bild zeigt. Eine Arbeitgebermarke entsteht nicht durch Kampagnen, sondern durch das tägliche Erleben der Mitarbeitenden. Stimmen Kommunikation und gelebte Praxis nicht überein, entsteht ein Vertrauensverlust – bei Bewerbenden ebenso wie innerhalb bestehender Teams. Aus Sicht von Melanie Gypser ist Employer Branding deshalb weniger eine Kommunikationsaufgabe als eine Führungs- und Strukturfrage.

Warum gute Bewerber verloren gehen

Viele Unternehmen konzentrieren sich darauf, neue Talente zu gewinnen. Wesentlich seltener wird hinterfragt, warum geeignete Kandidatinnen und Kandidaten abspringen oder sich gegen ein Angebot entscheiden. Die Gründe liegen häufig nicht beim Gehalt oder beim Fachkräftemangel. Lange Entscheidungswege, fehlende Klarheit über Rollen, unterschiedliche Aussagen im Recruiting-Prozess oder eine unklare Führungsstruktur erzeugen Unsicherheit. Bewerberinnen und Bewerber bewerten heute nicht nur die Position selbst, sondern zunehmend auch die Qualität des Systems, in das sie eintreten sollen.

Führung wird zum Wettbewerbsfaktor

In einem enger werdenden Arbeitsmarkt gewinnt die Qualität von Führung an Bedeutung. Dabei geht es nicht um einzelne Führungspersönlichkeiten, sondern um die Frage, wie Verantwortung, Entscheidungen und Zusammenarbeit im Unternehmen organisiert sind. Führung schafft Orientierung. Sie definiert Entscheidungsräume, macht Erwartungen transparent und sorgt dafür, dass Mitarbeitende eigenständig handeln können. Wo diese Klarheit fehlt, entstehen Reibungsverluste – nicht nur im Arbeitsalltag, sondern bereits im Recruiting.

Talentgewinnung beginnt lange vor dem Recruiting

Nachhaltige Mitarbeitergewinnung beginnt nicht mit der Stellenausschreibung. Sie beginnt dort, wo Unternehmen ihre Strukturen hinterfragen und bewusst gestalten. Wer Verantwortung klar verteilt, Entscheidungswege definiert und Führung als Teil eines funktionierenden Systems versteht, schafft die Grundlage für eine glaubwürdige Arbeitgeberpositionierung. Recruiting wird dadurch nicht überflüssig – aber deutlich wirksamer.

Der Blick hinter die Symptome

Viele Personalprobleme werden als Recruiting-Herausforderungen wahrgenommen. Tatsächlich zeigen sie oft strukturelle Schwachstellen innerhalb der Organisation auf. Unternehmen, die diese Zusammenhänge erkennen, verbessern nicht nur ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Sie schaffen auch die Voraussetzungen für langfristige Mitarbeiterbindung, stabile Teams und nachhaltiges Wachstum.

Weitere Informationen zu Melanie Gypser, ab Juli Melanie Puffer und ihrer Arbeit finden sich unter  www.hirevolution.at.

Melanie Gypser begleitet Unternehmer:innen dabei, nachhaltige Strukturen für Wachstum zu schaffen. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in den Bereichen Employer Branding, Recruiting und Leadership unterstützt sie Unternehmen dabei, die richtigen Talente zu gewinnen, Führungskompetenzen auszubauen und Teams langfristig erfolgreich zu entwickeln. Ihr Fokus liegt auf praxisnahen Strategien, die Klarheit schaffen und messbare Ergebnisse ermöglichen.

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